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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-06 · Heft 817 (6.5.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 817 (6.5.1921)
Date
1921-05-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 Men, Freitag Wiener Msrgenzettrms 6 Mai 1921 9tt 817 legen ein Kabinett Stresemaun gestern ein erhebt ich er Widerstand, besonders b e i m Z e n t r u in sowohl auZ rußtnpolitischen wie such aus ivnervolitischrn Gründen bemerkbar gemacht. Dagegen findet der Gedanke eines Kabinetts führender Persönlichkeiten mit Selbständigkeit gegenüber den Parteien tcil- «eise Befürworter. Der o t a i a n 1e i s e t" und die ,D o s s i s ch e Zeitung^ nennen als Kandidaten für die Kanzlerschaft auch S t e g e r w a l d. Der vielfach als neuer Minister deSAeußcrn genannte Botschafter iu Paris, Dr. M a per, ü nach der .Vossiskhen Zeitung^ nicht g eneigt, dieses Amt;it übernehmen. Wie der .Vorwärts",mitteilt, hat Reichspräsident ö b e r t verschredene Parteiführer, darunter den Mehrheit?- loziald emo kr atcn Hermann Müller, für heute zuM;evetrr>. Mitteilungen aus dem Publikum. RILLANTEN, Perlen,Gold, Silber,Platin «.Uhren kauft und verkauft 776 ETTER Rotentrcrmstr. 23, Marl&bilferstr. SS Grösster und bester Käufer Wiens «so Brillantes!, Perlen Juwelen, EdelsteinhändlerRabinowitsch, Juwelier I. Maximilianstrasse 5 II. Stephaniestrasse 3, nur Nr. 3 (jetzige Mahlerstrasse) (jetzige Hollandstraase) Tel. 8541 und 45146 ' > im eigenen Hause Haltestelle Opeinm?, Zag. Xärntner3tr. _. . _ , Sam"., gesohlMsen. Ho™n Sie *vch un3ere Prei*e Berlin, 5. Mai. Nach Ansicht..des l Berliner Tageblatt", das mit Rücksicht auf die außenpolitische Lage eine schnelle Lösung fordert, soll die Basis des Kabinetts imb'erqnfrert bleiben. Nach der „Vossischen Zeitung" sind die Versuche.einer'sehr hochrestellten. .Persönlichkeit in den. letzten Tagen, die sozialdemokratische Partei zum Eintritt in die Koalition zu bewegen, gescheitert. Berlin, 5. Mat. Wie das „Berliner Tageblatt" neidet, erklärte S11 e s ein a n n dem Vertreter des Pariser „Journal". falls er .Minister des )leußern würde, denke er an eine allgemein M i r i s ch a f t l i ch e E rr t e tt t e z w.i sch en den Volker« und in ihrem Rahmen an eine industrielle und wirtschaftliche F u s a nrm enatbeit zwischen Frankreich und D. e u t s ch l a n d. Diese wolle , rr durch , einen Meinungsaustausch der Staatsmänner, tzee Führer der Wirtschaftspolitik und der Gewerkschaftler beider Lander oorbereiten. Deutscher Reichstag. Berlin» 8. Mai. (Wolff.) Der Reichstag nahm in seiner hintigrir Sitzung unter anderem den Gesetzentwurf, betreffend bt& Perfolgun g v o n K r i e g s v e r h r e ch e n nutz K r i e g s v e r g e h e n, in dritter Lesung an, ebenso in zweiter mb dritter Lesnng de« Gesetzentwurf, betreffend, die Verteilung des Gewmnes-der Rrichsbank für 1920. Der Gesetzentwurf, betreffend ' Aenderurig des Bankgesetzes, wurde ' in zweiter Lesung angenommen mit einer von" allen Parteien mit Ausnahme der äußersten Linke« eingebrschtru Entschließung, wonach angesichts hes Umstandes, daß das Vermögen der Reichsdank ein vom Reichsvermö gen völlig.getrenntes Privntvermögm varfielli, -der Rekchslag erwartet, däß die Regierung die Ford er n n g n aich A.u S l i e f er» n g d e s Go l d- Vorrates unbedingt ab lehne, »i In der Debatte erklärte?vnranzminrstLr Dr. Wirth, daß bifcllvtrrsuchvAg br^ügsich der Steuerhinttrzichnng die S ch u l d E r; B erg e r s nrchterwiese «'vaste. I» Angelegenhkft dsr KavMsstscht hadc das Auswärtige'. ANk.m.riZetmlt, daßl'-^z»'. bergLr die ihm. zugemiesenen Gelder im Auslände tm Aufträge und mt -T-nne dvK Amtesnü' n^Ktrschen Zwecken ' i't'we-derMK?. - . - - '' ' Deutschksrnd dankt Harding, Berlin 5. Mm. Die Blätter melden, daß m der gestrigen Sitzung des Reichstages eine deutsche Note an die amerikanische Regierung beschlossen worden sei. In dieser Note soll der a m e r i k a n ischen Reg ierung der Dank für die Uebernähme der Vermittlung zwischen Deutschland und den Alliierten ^ausgesprochen werden, wenn .auch diese nicht sir dem von Deutschland gewünschten Erfolg ge-' führt habe. . Sakkoanzug, fertig, von IC 4000 aufwärts Sakkoanzug, nach Mass, von IC 8000 aufw Nur bei Heinrich Weinberger, l.,SingqrStr; 6 Amerikas Petroleirmintereffe«. Paris, 3. Mai. Nach einem Teleg'amm der „Chicago- Tribüne" aus Washington sandte das Staatsdepartement am 19. April eine Note an die N l e d e r l a n d t, in -der erklärt wird, nach seiner Ansicht sei die Losung der Petroleum-. frage der Welt durch Anwendung des Grund'atzes gegeben, daß alle Nat onen in glercher Welle an der Ausbeulung der lM Besitz emirlner Nationen besindlichen Petroleumgebiete leilnehmen sollten. Die Note sprele ausdrücklich ans die Petraleumfelder von D j a ur b r (Simiatra) an und füge hinzu, daß die amerikanischen Petroleumiuteressen'.en mit der niederländischen Regierung bei der Ausbeutung und Entwicklung dieser Gcbute zusammenzuardeilen wünschten. Der internationale GewerKschaftsverband in Londpn. > Amsterdam, 5. Mai. (Tel.-Kvmp.) Der Vor.stand LeS Internationalen Gewerkschaftsverbandes, besteherrd aus F i m m e n, O u d e g e e st, dem Fraazoseu I cnu h a u x und Mertens, hat sich nach London begeben, um mit den englischen Alrbeiterfühvern Besprechungen in der Schadenersatzfrage zu Pflegen. Petljura verläßt Polen. Warschau, 5. Mai. (Poln. Tel.-Agentur.) Die diplomatische Mission der Ukrainer Hai die polnische Regierung in Kenntnis gesetzt, daß die Regierung d e r U k r a i n e mit Rücksicht auf die veränderte politische Lage das Territorium der polnischen Republik - verlasse und ihre offizielle Der-, tretung in Polen ausgebe. ^Diese Flucht Pelljuras ist von der Somjetregierung erzwckngen worden.) Ein albanrsch-griechischer Krieg? . Athen, 4.Ä!-i. (Agence d'ArhäurS.) Es sind Weffvngen ergangen. zur .Elatcifung .von solchen Maßnahmen, bte. für btc. - Stchnnog 1 der Grenze« des EptM . als. notwendig^wrrde« erachtet werdyi: .. I ,. '' . - «Postim" bemerst HÜM. es Ka»dle .sich mcht darum, dm Krieg an 'Albamerr ^u. erklären... .-mn' dem.Gnechrnkapd ülleS- Jnleresie habe, trellüdfchastliche Beüchuvgen zu «nterballe«, bte - nack Lösnng der Frage des Not dev aus nichts vn hindern »«&«'. sondern um die tanhe Ausübung cim§ allgemein anerkannten Rechtes and die Erfüllung erner Pflicht. Ein Attentat auf Len serbischen Minister DrasLooic. Belgrad, 5. Mat. lSetv. Preßbnr.) Auf den Minister des Innrut D r a s k o v t c wurde gestern^ als er tu seinem Automobil heimkehrte, von einem jungen Mann, dcffen Identität bisher nicht festgestrllt werden konnte, ein Revolveratkentat versucht. Der Versuch mißlang infolge der Geistesgegenwart des Mmistrrs, der den Angrei-er »nt fetitem Regenschirm abwehrre» .'irmafv in,meinem Leben richtete ich on eincn Menschen Frag-c.-„Welcher .Konfession sind Sie?" Auch -ich wurde nicht, viel da.rum.besvagt. Ich war des Glaubens,' -daß sie Religion de« Glaube der Seele sei, baß jeder es mit seinem Gott, mit'seinem Gewissen, eventuell: bei festlichen Gelegenheiten mit dem Geistlichen seiner -siirche anszumachen habe. Und nun. mußte ich es sehen, hören und erfahren, Hatz von allen -Seiten die Frage mir entgegenstarrt, du Jude?" Wohin^ immer ich auch blicken mag, überall höre ich dieselbe Frage. Ich lese sie iy ->rn Sv litten der Blätter, sie donnert .aus den Paria-., rnctü^rzbeti hervor, sie wich in Flugschriften verbreiiet, nur den Wänden plakatiert: „Bist du Jude?" Mit.- oiejc? Frage wird das Kind in der 'Schule/ der Bürger m» Steueramt, der Zeuge bei Gericht empfangen. Die- Frage starrt aus den Augen, sitzi auf jedermanns Sippen und diese Frage wird mit drohend geballter Faust, mit niedersausenden Knütteln gestellt: „Bist bu: Jude?" . , Nun sind wir zu Ihnen gekommen, um auf-die ewige Frage zu antworten. Wir sind gekommen, Farbe zu bekennen. Wir sind gekommen, ein Glaubenshekenntsris abzulegen. Wir sind gekommen, unsere Seele zu offenbaren. Wir sind gekommen, offen, mannhaft, erhöbe neu' Hauptes zu ver.künden: „Wir sind Juden, glauben streue .Jude« und wollen es auch bleiben!^ Nicht Demvnsträrwnslust führte uns hieher, auch nicht revoltierender Trotz. Die innere Ueberzeugmng rief uns, die Anhänglichkeit an den Glauben unserer Vorfahren, die?lchtung vor den religiösen Traditionen unserer Väter. Und nun stehen wir vor Ihnen erhobenen Hauptes mit geschwelter Brust unb sind gewärtig, was uns für »msere Glaubens treue bJchletzen fern wirb: Das Brandmal auf unsere Stirn-: oder die Auszeichnung auf Htfetft Stallt Nie tarnet ektmtna vuuu kt vieler Augen ist der jüdische Glaube ein Brandmal. Für uns wird er immer ein glänzender-Ord^n sein. Urtd wäre es an.ch ein Brandmal, wollen wir es auch tragen. Wir tragen es in dem Bewußtsein, daß der Stempel nur auf wahre Werte gedrückt zu wechen pflegt. Kl-einet Nichtigkeiten erhalten, niemals eine Bezeichnung. Eitles» nichtssagendens Geschreibsel wird niemals mit dem Steytpel beglaubigt. Nur inhaltsvolle Dokumertte tyagen den'Stempel. Wertloses Eisen wird nicht punziert, nur schweres Gold und. teures Silber. , Mag sein, daß manche von uns glauben werden, daß wir aus Feigheit-unter dieses'uns heilige Obdach geftüchbet sind, üm Unterkunft und Schutz zu finden, bis der Sturm vprbeigezvgen' sein wird, wie die Schafe sich, unter das schützende Dach ihres Pferchs drängen, tve'nn Sturm uH Hagel hereinbvicht. Auch wenn es so wäre, würdetr wir das Gebot der Klugheit befolgen, die bie Menschen zur Zeit des Sturmes zum Zufammenhalten und zu gemeinsamem Fühlen aneisert. Aber der selbstbewußte Mann flüchtet, nicht nur, um Schutz zusuchen, unter ^das.''Keimakttche Dach,, sondern eilt auch, als Beschützer in sein'Famili«nh'2Us. Das Dach schützt den Menschen, der Mensch beschützt sein Dach. Wir sind' in -der Zeit der Bedrängnis unter . Ihr schützendes Dach geeilt, aber nicht nur, um während des "Unwetters. Schutz zu finden, sondern um diesem uns heiligen HeiNr sichere Stützen und unerschütterliche Säulen zu sein. Wir brachten unser Wissen, unsere. Fähigkeiten, unser« Arbeitsliebe mit -uns, um . mit' Jhrven gemeinsa'rn' weiterzübaUlen, zuln jsöohle unsres- Hauses, unseres Glaubens unö unseres Vaterlandes. Sv - helfe'uns Gvttllk ' Hierauf wurhen sämtlich^ Ängemeld^ten vom Präsidenten Julius Adler mit Handschlag und mit dem Losungswort „Ochrnu at^ („Du bist unser Bruders als Mitglieder in die Chewra Kadischa ausgenommen. Asjkd Kraus-. Die Tscheche-Slowakei und die Savsttionen gege« Deutschland. Prag, 5. Mai. Wie kürzlich gemeldet, ist. von derb! tschechischen Sozialdemokraten eine aus Parlamentarier«! und Vertretern der Gelv-erkschasten bestehende Kvm->. Mission.eingesetzt worden, die beauftragt war, die Fragerder Beteiligung der Tschecho-Slowakei an den Straf-! . fanktioneu gegen Deutschlarch zu prüfen. Das ErgebmK der gestrigen Beratung der Kommission war, wiö der- „EaZ" meldet, die Billigung der Teilnahme der Tscheche Slowakei an den Sanktionen. Gleichzeitig verlangen d'ik tschechischen'Sozialdemokraten die Ausschaltung deZ. öOprozentigen Aufschlages auf die Einfuhr jenerWareNq die nur in Deutschland erzeugt werden, und forderw . auch, daß die aus Deutschland welterexportiärLens" 'tschechv-slowakifchen Wären'die"tschHo-slowakische K.^' sprungsbezeichnung erhalten. Tagesbericht. Alfred Herma«« Fried gestorben. Mittwoch nachts ist iitt Rudolfs-Spital der Lekanutik Pazifist upd Nobel-Preisträgcr Dr. Alfred H. Fried rtach Viernlvnatiger schwerer Krankheit im 56. Lebens-! fahre gestorben. Er war zu Wien geboren, Träger des/ Nobel-Preises, Ehrendoktor der Universität 2 c iheni und Herausgeber der bekannten Zeitschrift „DieFriedens-. warte"^ Er hat den Pazifismus auf eine neue Grmü>- läge gestellt. Während man früher von Abrüstung sprach, hat er die Idee der internationalen Organijsation der Staaten in den Mittelpunkt seiner Be-.; strebungen gerückt, und so kann man ihn als Eine« dev Vorkämpfer des Völkerbundes bezeichnen. Während beS Sieges hat er, um ungehindert seine Ideen, die deri V 5 l k e.r ve r s ö h n u n g galten, verfechten zu können, seinen Wohnsitz nach der Schweiz verlegt. Man Hatto auch, als dann der Krieg zu Ende war, daran gedachtz. ihn zu " den Verhandlungen nach Genf zrr entsenden^ ist aber , davon ab gekommen. Groß waren seine internationalen Beziehungen. Während seiner Krankheit" wurde er im Rudolfs-Spital von vielen bekannten irtfetv nationalen Persönlichkeiten ausgesucht; namentlich tvährend des Soziakiskenkongresses' kamen ■ viele Fron-- ’ zosen und Engländer an sein Krankenlager. Er mußte seine letzten Tage im Spital verbringen, da er ütz Wien keine Wohnung finden konnte. Die Kriegshetzenaller-Parteien haben ihn gehaßt und beschimpft. Das ish die größte Ehrung, die ihm zuteil werden wnutr. ' ' ' •" ’ < ' Mfred H. Fried war Wiener von Geburt; seine Wiegp.' /trüb - iüder Radetzkysträße- Cr war ursprünglich BrH-. Haüdler,- tv-ürde Saitnt' WhÄMeller unh" Lrnr .«ach Berikn,. JÄ Jahre' "1^91.' gab'''Fried"'die''/Z-ntschrtfk 'jxt" ^arvnd Suttner heraüch begrüNbLie 'kürze'Zeit nachher'die FrLdenS^^ gejellfchast l’ixt.l Berlin und -trat mit seiuer ganzen t Person für seine Meinung ein. Durch' MnWände, Spott und Hohn' ließ er sich nicht cruschüchterrr üiL fälgte dem Beispiel dev. Suttner ynb M'okitz v.'Egibys. Ms die NniversiLAr Leiden ihm das Ehrendoktorat verlieh, hatte Fried schon etwa tausend werbende und 'aufklareude Artikel Nn Dierrpe. seiner Ideen geschrieben, grundlegende Bücher und AgitationKwerke verfaßt, sein eigenes Blatt Friedenswarte" z« einer geachtetett Zeitschrift ausgestaltrt. Er ^rhoV in Deutschland den Pazifismus vvn der Utopie zu einer Wissenschaft. Di« Umwälzung, die im Jahre 1908 i« der Schrift t$Zte Grundlagen des revolutionären Pazifismus^ zum Ausdruck kam, bestand in der Abkehr vom Abrüstungsgedankm. Durch den Ausbau zwischenstaatlicher Abmachungen, durch die Verdichtung des Netzes ypn Verträgen sollte em Rechtssystem' geschaffen 'werden, das in dem internationalen Schievsgerichi seinen Gipfelpunkt finden und die rohe Gewalt überwinden! mußte. /Krieg ist em Ausweg, der jenseits der Bernwrfi, liegt; laßt uns daher bas Gebiet der Sßesmmft, erweitern^, schrieb Fried. Ms Zar Nikolaus sein Manifest erscheine» ließdas den Anstoß: zu den' Haager Konferenzen gab, wurdet^ ün Kreise der. Pazifisten große Hoffnungen wach. Es kamen aber bittere Enttäuschungen. Uwd als' der Weltkrieg avS-. brach, hielt Fried treu und fest stand. Im Herbst 1914t sollte i« Wien ein interttätionaler Friedenskongreß tagen,. Schon waren die Vorbereitungen' getroffen, als der Krieg! ganz Europa in ein Heerlager verwandelte. Für die Pazifisten kam eine böse Zeit. Da zog Fried in die Schweiz Und W Jahre! der Verwüstung waren für ihn Jahre emsigste« Schaffens^ - Er gab die ,Leitglossen" der Bavoni« Suttner heraus, ließ fein Werk über „Pan^Amerika" in neuer Auflage erscheinen und schrieb unermüdlich Artikel, »m das Weltgewissen wachzurufett. „Europäische WiebrrherstellUrg" hieß eine Schrift, die schon 1915 hoffend verkündete: ',W Zeitalter; daS jetzt anbrich^/ ist das pazifistische". Dr. Fried wurde: wegen, seiner ^Haltung vielfach angefeindet. Von Okstetreich «rS war Fried nahe daran, wegen Hochverrats.verfolgt zu werben. Seine Schriften wurden mit Verbote« belegt; nach seinem Vermögen wurde gefahndet. Nach dem "Krieg konnte er nach. Oesterreich znruckkehve«. Die amerikanischen Juden und der Keren Hajeffod. New-Avvt, 3. Mai. (Jüb. Kvrr'.-Bnr.) Die zionistisch» Delegation hat auf die Deklaration, die Richter Mack namens der amerikanischen zionistischen Ex:kn.'ive,geg'Sn das Ke.-en Hajessob-Mamfest Weitzmanns veröffentlicht^' eine G e g « ne r k l ä r u n g puLlizßert, in welcher bie mueritamsche Judenhett daraus miftnerks«« «emqM

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