Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 812 (1.5.1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979891--07451-2993502- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sk. 812 Men, Sonntag Wiener Morgenzeitung fL Mai 1921 Beite "rr „Helfe! sien jödiara Kflegs- und PegremlDyallden I“ Zugunsten dieser Aktion findet unter dem Ehrenschutze amerikanischer und englischer Damen Dienstag don 17. Mal im Grossen Konzerthanssnal ein statt. Mitwirkende sind: .Kammersängerin Marie (»utlieil* Schodßi* (Staatsoper). Gertruds Bfuleuwieser mit ihrem Tanz-Ensemble, Steffi Vredden (jugendl. lsluviervirtuösin), Georg Normers (ßuxglhealor). Prof. I)r. Mo. Cnul Siny^h (Cambridge University),■ wieauch der berühmteste jüdische Violinvirtuose Siegmunil Fencruiimm Der Kartenverkauf hat unter besonders lebhaftem Anteil der weitesten Kreise bereits begonnen. Die restlichen Karten sind erhältlich' an der Konzerthauskasse, bei sämtlichen KöfczertJirektiöhen und KaTtenbureaus, auch in der „Morgeirzeifutig“, .wie auch beim Komitee: IV., Schelleingasse 12/4. Telephon St. VI von 2684. /su »Neueste Geschichte des indischen Volkes" Heraus. Ferner erscheint als das erste umfassende jüdisch-i'HilosopHiscke Wörterbuch dem- Kalmanowitsch' »Jüdischer Sprachschatz". Sport. nächst I dang". — Donnerstag, V-2 Uhr (volkstümliche Preise ohne Vormcrkgebühr), ..EinsameMenschen". 5 Nbr ..Gas". 8 Uhr »Hinter dem Borhang". — .Freitag, 7 Uhr, »Dre Zeit wird kommen". -- SamZiag,^ 7 Uhr, „Hinter dnn Vorhang". W o' clr e n s p i e! P l a n der K a m m cft' s p i e l e: Montag,Uhr> »Man kann auch ande>-s". 10 Uhr Tanzabend Sent M'Aheia. — Dienstag, ys7 Uhr, »Man kann auch anders". 10 Uhr. Tanzabend Satt M'Ahesa. — Mittwoch, 7 Uhr (zum ersten Male) „Evas Sündcutäll", Lustspiel von Antonius und Aldermann. 10 Uhe Tanzabend Sent M'Ahesa. — Donnerstag, 3 ilfov; »Menagerie". 7 U(jc, „Eoas Sündenfall". 10 Uhr »Zimmerherren". — .Freitag, 7 Uhr, »Man kannauch anders". 10 Uhr „Zimmerhe'ttrn". — Samstag, 6 Uhr, »Evas Sündenfall". 10 Uhr „Zimmerherren"^ ' ' Die Schwierigkeiten, die dem-Auftreten von Käthe D o'r i ch am Wiener S t a d t t h e a t e r sich -eytgrgenstelllen. sind beigelegt worden. Das G'astspirl beginnt demnach^ wie bereits angekündigt wurde. M o n k a g d' en 2. d. M. Die Künstlerin spielt die von ihr im Berlin bei 8er Uranfführnng kreierte Rolle in Hans Müllers „F la m m e". In der Frei e n I ü 8 i t cb e n Bolksb ir h n *1. Aii/lUlfcW |CUl Vü/U|l~ spiel in der Rolle des Trachtenberg in Gordrüs vieraktigem Drama i7v 1 . CV - f . 1 J.. ./I fl» t.. I» « V»/ . u SoirbevvorsteLnng des Havuach. Donnerstag den 12. d. M. veranstaltet hie Bereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler »Harnach" einr S ondervor st e klung in der Jndsicken Volksbühne, der ein einleitender Vortrag des Herrn Dv. Siegfried Schmitz voransgeht. Schriftliche Vormerkungen aus Karten ■ beim Sekretär Dr. Karbach, 1., Himmelpfortgasse 20. Aroma. Donnerstag den- 6. d. M-, 7 Uhr. findet im Kleinen, Saale der U r a n i a ein Konzert des Violinvirtuosen Josef G e h r i n g e r (Philharmoniker! unter Mitwirkung des Konzertsänaers G. M a r g n lies statt. Am Klavier Doktor Paul P i s k. Das Mittelstemdstheater „Miener Klassikerbühne" nnter der künstlerischen Leitung Dr. H. L e o st e r s, ein nicht ans Erwerb gerichtetes Unternehmen, beginnt seine Tätigkeit Samstag den 7. d. M.» 3 Uhr nachnnttaas, in der Neuen Jüdische Zrrge'adrmd pLÄaosa.rsche Zsitschriften.. Die jüdi'che zentrale Schulorpaninstion für Polen, Litauen und Weißrußland in W'.lna. welche für die Entwicklung des indischen Schulwesens besonders rir Litauen von großer Bedeutung ist. gibt im eigenen Verlag nebst S ä) n l b e h e l f e n. L e h r b ü ck e r n, I tt g e n d s ck r r f t e n utrd dergleichen auch eine Anzahl' interessanter pädagogiichrr nud Jugend-, Z e i t s ch r i f r e n in jüdischer Sv racke heraus. Eene in Haltsreiche pädagogische Monatsschrift „D i e n e u e S ch n l e", im Umfange von zirka acht Druckboaen per Nummer, dient vortviegrnd der Erörterung, der die jüdische LUwcrschaft selbst berührenden Schill- und Erziebungssrogen in modernem pädagogischen Sinne. .Seit April 1921 erscheint eine Monatsschrift für Estern unftr dem Titfl ,.S.ch n l e n n d Hei m". welche der Verbindung zwischen Schule und Hans dienen soll. Ferner wnd für die längere Schuljugend - eine gut ansgestattete illustrierte Halbmonatsschrift »G ,r i n i n k e Ba j m e l a ch" berausgegeben. Für die-reifere Jugend erscheint eine Monatsschrift »Der Chawe r", ebenfalls illustriert. Die Zeitschrfften, ans deren interessanten Inhalt wir noch zuriiclkommen, sind im Verlag „Der Kwal l"> U., Taborfiraße 7, zum Origmalkostrn preis ohne'Zuschläge zü beziehen. Pros. Dr. Bnllob: „Sowjetrufrland." Verlag „Freiheit", Berlin. / Bekanntlich ist Professor Ballod, ein berühmter Nationalökonom, welcher der Unabhängigen Sozialdemokratie angehärt und insbesondere die russische Agrarfrage seit Jahrzehnten studiert, vor zirka einem halben Jahre in Rußland gewesen, um dort die Wirtschaftsverhältnisse zu untersuchen. Da er selbst stets ein Verfechter zentralistischer Planwirtschaft auf Grund der Vollsozialisrerung war, hat säin Urteil besonderes Interesse. Ballod gibt in seiner^bekannten nüchternen Art und . Vorliebe für Statistik ein Bild des Standes der russischen Wirtschaft im Sommer 1920. Die Transportleistungen auf den . “ ' die.u1“/*-w*. --— . ,„ Auch der Wassertransport hat sich gebessert. Im KohlenLerg bau ist gegen den Frieden die Zahl der Arbeiter um 36 Prozent gesunken, die Förderung aber um 70 Prozent. Die Roheisenerzeugung ist furchtbar zurückKagangen, so sind zum Beispiel im Ural von 97 Hochöfen üur 14 im 2ktrieb mit ^verringerter Leistung. Die Maschineaindustrie ist noch stärker hevuntergegangen, die Lokomotivfabriken erzeugen nur 6 Prozent ihrer Kapazität. Unterernährung der Arbeiter und ihr unregelmäßiges Erscheinen-find die hauptsächlichsten Ursachen dafür. Die TextUindusdrie ist ebenfalls furchtbar hernnterg-ekommen; von siebeneinhalb Millionen Baumwollspindeln arbeiteten nur 300.000 (4 Prozent). Aehnlich. ist es in den meisten anderen Industrien. Die Ernährung der Fabriks arbeiter bezeichnet Ballod als sehr mangelhaft, sie auch die Hauptursache für die Verflüchtigung der qualifizierten Arbeiter. Von Interesse ist der Stand der Landwirtschaft. Die Güter.sind in den Händen der Bauern, die Entwicklung ist eine solche,-„die von Marx wegführt, nicht Konzentration, son, der« Atomisre-rurig der Landbesitz-LZ". Nur «neinhalb Mil liönen Deßj'atinensind vom 'Staate ibetvirtschafiet, doch lieferten sie pro bebauter Fläche noch nicht die Hälfte der Durchschnittsernten Deutschlands. Die im Lande bebaute Flache geht ständig zurück; allein, wegen Mangel an Saat Die herrtigeu FußbalttveLLspirle. Der Verband der Arbeiter-und Soldaten-Spvrtvere'me ved, lmfialtec hrute auf dem W: A. C.-'Platz im Prater - ein' Rund* spiel, an dem fünf cistklassige Vereine, und ein Klick der zwettm Klasse teilnehmen. Um 2 Ul>r stehen einander Simmering und Germania' gegenüber. Die Schwechater ^werden in diesem Spiev wieder beweisen, daß sie. selbst für die stärkste Mannschaft ein,ge« v fährlicher Gegner sind. Um. Uhr spielen Hertha und.Admira) Der bessere Angriff der Favontner dürfte diesen Kampl entscheideir.- DaS Hauptspiel des Tages, das. um b Uhr stattfindet, trage« RudoMügel und Wacker aus. Rudolfshügel har die bessere»' Siegesausfichten. . 's Auf dem Rermwegcr-Platz stehen einander vuser Meistert Rapid und die Rennweger Sportvereinigung gegenüber. Die Zweitklassigen werden sich bemühen, ihrem Gegner dm Erfolg möglichst schwer zu machm. - / . ' ' Me'ShorL-Propagandawoche des Volkse ' ^esrLnÄheitsamLes in der Arama. Mit dieser Veranstaltung stellt das Volksgesundbritsamt im Verein -mit der Umnia das modernste PropagavdamitLel, den Film, in den Dienst der -Bolksaufklärung über de» Wert M I Körperpflege. - I Im Ginlerturigsvoitrage führte der Vorstand der Abteiluvg!ür.Körperpflege und^ Lewcsübungen im Volksgeftmdheitsamte Professor Ernst P r e i ß auS, daß Sport und Turnen, beide in gleicher Wesse, verbreitet werden müssen, Denn beide Formen der körperlichen Uebnrgen haben ihre besonderen Aufgaben zu ersüllen,' Vorgcführt wurden Aufnahmen aus derLeichtathlctrk (Laufes Springen, Schwimmen. Sperwerfen. DiskltswerfenV, ferner gläv^ zende Darstellnngeu des Turnms am Reck sowie Emzelaufnahme»! , aus dem Fußballspiel, dem Ringen und Boxkampf. Besonders^ ^Gewicht ist auf die Darstellung der einzelnen Bewegungsphaseft bei den verschiedenen Betäligungen gelegt wordeni Der Film wird mder Zeit vom 1. bis 5. d. M. und vorq 13. dis 16. d. M. tägliche im Großen Saale der Urania vor-« geführt. __ - . Rapid (Grsz)—tzatroah (Graz) 5:1. Infolge käuflich verfehlter Ausstellung muß!- die Hakoahbeide Punkte abgeben. Die zusammmgewiirselte Elf, welche aus! fünf Mann der ersten und je drei der zweiten und Jungmanv-j schalt bestand,, hielt daöiSpiel jederzeit offen. Der schwächste^ Maarnschaflsteil war die Deckungsreche, welche, durchwegs aus, Ersatzleuten bestand. Sehr gut konnte Bettelheim in der Derteidlgung gefallen. Rapid legte mächtig lös- und überraschte Hakvuh m der ersten Viertelstunde durch drei Treffer. Wogner erzieliq hierauf das Ehrentor. Knapp vor der Pause mußten die Blau- Wcißen noch einen Treffer anerkennen. Gleich nach^Seitenwechsek wurde Adler vom Platze gewissen und Hakaai) bestritt die gauzs zweite Spielhälfte mit 10 Diann. Ein Osfsike-Tor stellt in dev 26. Minuten das Endresultat her.- Hakoah im uuivMu uv« .. w. iww, <) iiiiu/juiuuu», xu ver i»tcueu iwiwh J "TVT'V Wiener Buhne miternte Ailssührung von Shakespeares Lustspiel gut wurden ein Dviitet der Guter rncht bestellt. (Ballod wersi «Der Widerspenstigen Zähmung", für die die Erzählungen Dr.'Goldschmidis als Märchen zuruck.) dmische Buhne, neu bearbestcl von Dr. H. Leoster. Den Petrucchio spielt Oskar Beregi. die Katharina Maria Gutimann, die Bianca Äkora Herbert. Die Vorstellung ist aus-, schließlich Mitgliedern von Mittelstxmdsorganisattionen zugänglich. Anweisungen auf die wenigen noch vorhandenen Sitze werden im Lokal des Zentralverbandes der geistigen Arbeiter. 1., Herrengasse 23, sür Anspruchsberechligte ausgefolgt.. Die Preise der Sitze bewegen sich zwisthrn K 26 tutb K gft. Es sind regelmäßige Samstagntichmittags-Vorstellungen »für btc reise Jugend beabsichtigt. Bormerkungeir für die letzteren sind einstweilen an die Lniung der ..Wiener Klassikerbühne". IX., Porzellangxtffe 26, Tür 12, z« pichten. _ Liierstur u^Wisieuschaft. Der ^Jüdische Volksberlag" in Kiew. Seit 1918 besteht in Kiew ein »Jüdischer Volksverlag", i>ern es gelungen ist, bei'sich die besten lüerarischen und künstlerischen Kräfte des ^Judentums inder Ukraine zu konzentrieren, wie B e r g e l s o h n, B a a l - M'a ch s ch o w c s. B r a l i k, D u b n o w, N i st o r, ferner von jmtgeren Schriftstellern unter anderem T s rh a i k o w und L i s s i tz k v. Gründer und Leiter be? Verlags ist der gewesene Minister für jüdische Angelegenheiten in ber Ukraine, Herr 8 a ck i-B c r t o l d i, welcher jetzt in Berlin wellt. Der Verlag hat zwölf Abteilungen- Schone Literatur, Fugrndltteratur, Kinderliteralur, Kritik, Publizistik, jüdische Wlssenschaft, Zeitgeschichte, Statistik, wirtschaftliche Publikationen, l'chrbücher und Lehrmittel, Theater, populärwissenschaftliche Bibliothek. Im ».Jüdischen Volksverlag", welcher seit seiner Gründung inulnterbrochen atbeüm konnte, sind bisher zwei Bände »Dokumente und Materialien zur Geschichte der jüdischen Autonomie und des jüdischen Ministeriums in der Ukraine" don Dr. Silberfarb, ferner Werke von Bcrgelsohn, Nomberg, Jojne Nosenscld, Hirschbcin, Segalowitich und anderen erschienen. Nunmehr ist das ganze Verlagsmaterial nach Berlin gebracht worden, ebenso auch das große historisch»politische Material zur Geschichte der Juden i« der Ukraine, das der Ber lag gesammelt hat. Daraus find zwei ChronikbLnde über die Geschichte und die Lebeusverhältnisse der Inden in der Ukraine druck sertig. Es gelang auch, die „Pogromdoknmcnte", die der Volks berlag zusammen mit dem ukrainischen Hilfskomitee und dem naüonalen jüdischen Kommissariat gesammelt hat, nach Berlin zu bringen. ES ist die größte Sammlung dieser Art, sie wird nun do, einem Rrdaktionskolleginm, dem Simon Dubnow, J. Tscheri lower. Jakob Leftczhnski und andere angrhören, zum Druck sertig gestellt. Der Verlag will ferner auch eine BibelauSgabe in jüdischer Sprache edieren. Das Buch der Nichtrr wurde bereits von Nisior tdertragen. Bialik läßt im »Jüdischen Bolksverlag" seine jildischrn Gedichte sowie die jüdische Uebersetznug seiner sechsbändigen iJbMte". irfrfirtBin Dadum äiU.v». Vullar ftw seMdÄrdm \ Kl«bmeister§chaft Lev- Grazer 'Fechten. Die Kämpft zeitigten bei gutem Sport folgendes ErgebniSr 1. Lichtenstein Berth. (Gewinner des Pokals), 2. Tbalhofen Hermann, 3. Pollak Franr. 4. Kransz Franz. Die MannschastÄ korikilrrenz zwischen den Mannschaften Kransz urd Thalhofee endete mit 8:8 nnentschreden.. fl Die Veranstaltung, die auch äußerlich einen pttsgezeichnete» Charakter trug, ist zunächst deshalb von Bedeutung, weil sie die' erste sechtsporkliche Veranstaltung in'Graz.nach dem Kriege Wae und weil sie ferner dazu geeignet schien, drrsem Sporkzwetg unte die ECüämunaen L)r. woid cnmioiö ai© uno rocu nc uu9u A>aw Ballod kritisiert scharf die entschädigungslose Enteignunq des de» Grazer Juden neue Krene. r^usübren. Unwersl^tsfcchtmelstee^ rv...-.,__t tti ftRfT 9intc der Ersoka zu ooirken ist, kantt. Privatbesitzes und die Vernichtung der Bourgeoisie. Durch den Verfall des höheren Bildungswesens sieht e§ mit dem Nachwuchs von geistigen Arbeitern aller Art schlimm auS. — Obwohl Ballod sich einer Prognose-enthält, geht aus dem Büchlein dieses Gelehrten, der irrit seinen Sympathien auf Seite der Bolschewiken sieht, -klar hervor, daß ec an den Fortbestand ihres Wirtschaftssystems — wenn nicht grundlegende Aenderungen geschehen — nicht glaubt. b. Cetnl Rathie«S:Die In dem' in Abessinien. Wissenschaftlicher Vortrag. W. Genie. Hamburg 1321. Der Bersaffer versucht hier auf Grund der Erg edniffe seiner Forschungsreise und der bisherigen Arbeiten aus diesem Gebiete rin objektiv es Bild der bifioriichkn Entwicklung der abessiinschen Juden und ihres großen Einflusses ans die abesfinische Knltnr, insbesondere aber ein Bild der jizdischen Grundlagen im Kult der christlichen, abessinischen Kirche zu zeichnen. -In ausführlich et und wissenschaftlich vergleichender Weise schildert unS R a t b i e n S die Sitten der Fellachen, ibre materielle Kultur, ihr Familienleben und die Kulturgcbräuche. Er gelangt zum Endergebnis, daß die ortseingesessenen Fellachen ei« Mischvolk von „Agau" und eingewanderten Semiten sind, die zum - Teil den Stammesjude», zum Teil aber den Südarabrrn ongehören. Dtd btutigess Fkllachm verdanken jedoch ihren Eboratter und ihre Neligion nur jüdifchm Missionaren. Den sehr deutlichen jüdischen Zügen in dem christlich-abeistnischm Kult ist zu entnehmen, daß lange vor der Einführung des Christentums rm großer Teil der alten Axumiten sich zum jLhischeu Glauben bekannt hat. Die Fellachen wanderte« lange vor de« Christentum nach Abessinien ein und blieben seitdem von den übrigen jüdischen Bolkszentren geistig so gut wie abgeschnitten. Aus diesem Grunde können wir mü Hilfe eines genauen SMdiums ihrer Sitten und Gebräuche viel neues Material zur Geschichte der Entwicklung, des alten Judentums ans TageZlrcht fordern.. Der Berfaffcr schließt sein Buch mit einem Appell au das europäische Jndrntum. »solange noch die Fellachen der überlegenen westlichen Kultur weichen, die Kenntnis dieser ihrer Stammesbrüder der Nachwelt zu erhalten". Im allgemeinen bietet das Rcrihftnsche Buch eine auf bisherigen Svezialarbriten Lasierende, erschöpfende Darstellung der abesftüischeu Inden und kann jedermoim als eine gute JnsormatioilSschrift empfohlen werden. , gt. Das vt«rzigji8h*rse SchriMellerjubZlänm R»bin BoaininS. Heuer werden es vierzig Jahre, dass Rubin Brainin als Schristsleller in die Oessentlichkcü getreten ist. Zur Feier dieses seltenen Jubiläums haben seine Fxcuüde in Rew-Avrl beschlossen, eine Gesamtausgabe sämtlicher Schriften Bramins zu veranstalten. DeberdieS nmrbe ein Komitee jüdischer Schnflsteller au> allen Ländern. gebildet, welchem die Vorbereitung der Gesamtausgabe als auch die Dercmstallnng sonstiger Ehrungen Kr den Dichter obliegt. „MUteUungen zur jüdischen Volkskunde". HerauSgegeben von Dr. Max G r u n w a l d. Wim 1221. Das erste Heft des 22: Jahrganges der als Organ der Gesellschaft für jüdtsche Volkskunde in Hamburg erscheinenden Zeitschrift mthält eine interessante Studie: »Fremde Götter als Dämonen tm Volksglauben Israels", von Mathias MieseS. Dr.-^S. M. Tomarzoni, dem in erster Llnie "der' Erfolg zu danken ist, mit seinen jurigen Schülern vollauf zufrieden sein. ' Die gestrigen MeisterschaftsMele. Die erWassigcn Spiele brachten folgende Resultate:'Sports " '— -'" «—1_ (T\i. Äöarlm 2:1, ©loüfln-®o«attftabt 2:a, Die Wiener Hakoah weilt hmte bei der Bi Hakoah zu Gaste. Lank nnd WechslergescbEft Hulles&Go. Wien, I., Seliottem*in§ il vis-ä-vis der BÖrsa Kulantest© Durchführung 335 aller liörsenmäesigen Transaktionen Der VolksWirt. Eine Krone =» 1.4?'/- Centimes Geld^ Mäßiger Rnrkgans dev Krone. Zürich notierte: 1.47V2 C 1.50 die österreichische Krone die vsterc. gestempelte^Krone die tschechische. Krone . die Maü .ft'S..-IS;. .. Ag^am Bukarest;. Budapest.. Warschau . . —.94 / 7.70 .'8.65 . 4.- , 9.20 . 2.52l/i . -.68 (—.94 { 7.75 ( 8.77l/s < 4- ( 9.25 { 2.20 (-.70 ... am 29. Aprilj Lm 29. Aprils am 29. April) am 29. April) am 29. April) am 29. April)' am 29. Aplil) «in 29. April) Tschechv-slowaLische Holzwirtschaft. Bo» unserem Dnunver 1^. 8.-DerichLerftaLLer. fl Wenn ma» auch an eure plötzliche, rmt FrtedenSschluß einsehende völlige Freilassung.aller bis dahtn gednndeneä WivtschaftSzwerg« nicht hatte denLcn kömren, so mutzte dennoch om sukzejsweö und möglichst rasches Uedcrgchen Kess frefrmteHj M