Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 812 (1.5.1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Men, Sonntag Wiener Morgenzerrüng i. utrm'iüzi m '9TZ Ihr. Kruge jo. schwer nokleidend gewordene Volkswirtschaft nieder aui sicherste»'. jut neuen Krusten zu bringen. Wohl auf reinem anderen Gebiete hat bi-;- ZwangSbcwirtschaftung so rrachieiliae folgen gegeitiat und ihre Schaben in so hohem Matze fühlbar gemacht wie gerade auf dem des Holzhandels, und der Hvlzindustric. Veb.'.'.'.riilich hat der .tschecho-slowakifche Staat-zur Belebung der Bautätigkeit und der holzverarbeitenden Gewerbe im Inland die gebundene Holzwirtschaft, wie sie in der von der alten Regierung borgezeichneten Norm bestanden hatte, nicht nur heibeyattcn, sondern noch wesentlich erweitert, Isttn die inländische. Industrie -vor allem durch Sperrung-der Grenzen für den Holzexport zu schützen, kam es zur Errichtung der tschecho-slowMschen Holzkomnfission, der hie Regelung des Holzhandels, die Sicherstellung des Holzes für den einheimischen Bedarf und die Festsetzung der Holzpreise auch heute noch obliegt/ Leider yvurde hiebei der Umstand ' vollständig außer acht gelassen, daß unsere gesamte Wald. Wirtschaft früher wesentlich an der Ausfuhr beteiligt war und daß durch Unterbindung des Exporthandels der Fortbestand der obgenannten Wirtschaftszweige dauernd in.Frage gestellt wird. Nur auf diese Weise lassen sich'die fundamentalen Umwälzungen in der Holzwirtschaft unseres Landes erklären, die zur Folge haben, daß unsere Forstwirtschaft, der Holzhandel und nicht zuletzt die Säge- und Holzindustrie dem sicheren Zusammenbruch, entgegentreiben, wenn. nicht der Staat durch eine vernünftige Handelspolitik .hierin ehetunlichst Wandel schafft. ' Pie k r i tischc Lage erfährt ihre Hauptursache durch die Rohholzpreise, zu deren Hochhaltung die Herrschaftsbentzer aus dem Grunde gezwungen sind, weil die. Regierung dem Wald- und Forstbesitz immer wieder erhöhte Steuern, und Sll^aben vorschreibt. Außer den höheren Grund- und Gebäudesteuern. der Kunstdünger- Und Brennholzabgabe (zu Friedenspreisen) sowie der Lieserunz von Notstandsholz Und es vornehmlich die enorm geste'gc-rter Kohlenpreise, Holzfrachten, Arbeits- und Fuhrlöhne, welche die Gestehunzskosten des Waldbesitzes ins- Ungemessene erhöhen. An einen Abbau des Rundholz- und Schnittmatecials kann demnach erst geschritten werden, wenn der Staat die den Waldbesitz, der doch das wichtigste, und wertvollste Naiionaleigcntum darstellt, uugebührend belastenden Abgaben aufhebt und seine wirtschaftliche Prosperität sichert. Aus dein Drettermarkt ist die Situation durch überfüllte Lager und die' f-it Monaten bestehende Absatzstockung genügend gekennzeichnet. 3Cuf ber einen Seite hört man Klagen über drückenden Nündholzinangel, auf , der anderen, wieder zeigt sich infolge der ktzorbitanten Frachtsätze ein Mangel jedweder Nachfrage. Auch größere Firmen lassen nur geringe Kauflust verraten. So kann es nicht wündernehmen, wenn sich heute noch annähernd 100.000 Waggons Schnittware aus der vorjährigen Kampagne.auf Lager befinden. Die Geschäftstätigkeit hält sich in engen Grenzen. Nur selten werden Abschlüsse größeren Umfanges getätigt. Die Zurückhaltung des-Marktes ist darauf zurückzuführen, daß die Käufer einen bedeutenden Preisfall gewärtigen, obwohl die Verkäufer zähe an den alten Preisen festhalten, was sich aus . der vorgängigen Betrachtung von selbst begründet. Holz- und Schnittmaterialpreise -halten sich vorläufig noch immer auf der gleichen Höhe wie ffrn Vorjahr und stehen hier in offenem Widerspruch mit . den auf den Weltholzmärkten zu beobachtenden Bestrebungen. In Deutschland, das für uns in dieser Hinsicht vornehmlich in Betracht koxnmt, ist seit Monaten ein Abban der Rundholzpreise zu bemerken. Der Festmeter erstklassiger Ware stellt sich ab Grenzstation auf 550 Mark, während tschecho-ssowakisches Rohholz ab Wald im Mittel auf 450 bis 550 tschechische Kronen per Festmeter zu stchen kommt. Söessn-XommrsskorsrgSLLkskr-unÄE—''»^- Wecfcsäiistulbe EtäAGID & Co. Wien» I», Hohensiaufengasse 11 sss Konversion der Prioritäten der Kaschau- Oderberger Eisenbahn. Auf Grund der tu der Generalversammlung vom -1. Mürz 1921 gefaßten Beschlüsse wurden sämtliche in den bisherigen Verlosungen noch nicht verlosten Obligationen der Kaschau- Oderberger Eisenbahn mit der Maßgabe verlost, daß sie vom 1. Juli, beziehungsweise l. September 1921-an in ungarischen Kronen zu denr UmrechnungSschlnssel^ 1. Gulden österr. Wahrung Silber ist gleich 2 ungar. Kronen, 1 Mart'deutscher Reichstvährung ist gleich 1.24 ungar. Kronen und 1 Krone ist gleich 1 ungar. Krone, bei den Eouponelukösungsstelten rückgezahlt werden. Alle Besitzer der' so verlosten Teilschutdverschrcibungen sind jedoch berechtigt, aus die Rückzahlung zu verzichten und ihre Teilschuldverschreibungen aus t s ch e ch o - s l o w akische Währung umzuwandeln, und zwar unter Zugrundelegung des Wertverhaltnisses: 1 Gulden österr. Währung SUber ist gleich 2 tschecho-slow. Kronen, 1 Mark deutscher Reichswähvung ist gleich I.Lö.tschecho-slowaktsche Lkrouen und/ 1 Krone ist gleich 1 tschecho-slöwaktschen Lbrone sowohl für dgs Nominale als für die Berzinsüng uttb Tilgung. Mit dem Zeitpunkt der dnrchgesührten Konvertierung übernimmt die tschechv-slowatische Republik die Bürgschaft für die Verzinsung und Tilgung der sodann auf tschecho-sloumkische Währung lautenden Stücke und verpflichtet sich,' im Falle der Verstaatlichung der Kaschart-Oderberger Eisenbahn die zu diesem Zeitpwlkt noch nicht getilgten Titres -n'r Selbst- und Allemzahl-ung zu übernehmen. ' Behufs Geltendmachung dieses Kouvertierungsrechtes sind die Teilschuldverschreibungen in der Zeit vom 1. Mai bis inklusive 30. Juni 1921 bei einer der nachstehend angeführten Konvertierungsstellen ber sonstigem Verlust des Konvertierungsrechtes einzureichen, und zwar in Wärt: Bei der Anglo- Oesterreichischen Bank, dem Wiener Bank-Verein, der Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt, der Zentralbank' der deutschen Sparkassen, der Österreichischen Credit-A,nftalt. für Handel und Gewerbe, der Allgemeinen Depositenbank, der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft, der Oestervetchischen Zänderbank, der Wiener Lombard- und Escomptebank,' der Bank und Wechselstuben-A.-G. „Mercur", S. M. v. Rothschild, der Unwn-Dank, der- Allgemeinen Berkehrsbank und der Zivnostenska banka, Filiale Wien. Außerdem bestehen EinreichungSstellen in Budapest, Prag, Berlin, Frankfurt a. M., BreSlaü, Dresden, Hamburg, Leipzig, .München, Zürich, Amsterdam, Rotterdam, Ärakau, Agram,. Arad, Klausenburg, Temesvar und Hermaimstadt. Alle, näheren Mitteilutigen enthält die in per „Wiener Zeitung^ vom 1. Mar 102 l veröffentlichte nussührliche Origrnalkundrnachung, welche bei sämtlichen Einreichuugsstellen kostenlos erhältlich ist. MA«SCHINEHm Nonssn-t erin.LICl-S Telephon 17956 WJen, " Bß BORO» KCnriANDlT» <&$£lLSClWf Poslscheckonto 67423 jj Wipplinffetfltfasse Nr. ÄB B SPEZIALITÄT: FrstWn« Parbbäi'der Knrhon. n vVarhsnarnVre Kapitalserhöhung deS „Mercur". Unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Eugen Brettauer hat gestern vormittags dir außerordentliche Generalversammlung der. Bank sind Aechselstuben-A.-.G. «Mercur" stattgefunden, die über den Antrag auf Erhöhung des Aktienkapitals . von 180 Millionen aus 300 Millionen Kronen Nominale Beschluß zu fasten hotte. Direktor Ernst. Schwarz begründete die Kapitdlscrhöhuug mit den stets steigenden Ansprüchen,^ welche' seitens der industriellen u-nd kaufmännischen Kundschaft an die Bank gestellt werden, und verwies harauf. daß die Pflege. und weitere Ausgestaltung wer G eschäftsb ezi eh un ge n zu den N al i o n a l st a a t e n große Mittel in Anspruch' nimmt. Es wurde zur Kenntnis gebracht, daß mit, einem holländischen Kons»ritum unter Führung der Jnkassobank in Amsterdam ejn Vorabkommen getroffen wurde,, wonach von der jetzigen Neuemission 100.000 Aktien'unter günstigen Bedingungen mit mehrjähriger Sperre von diesem Konsortium übernommen werden. Die Anträge des Verwaltungsrates, das1 Aktienkapital durch abschnittweise ^Ausgabe von insgesamt 300.000 Stück voll .einzuzahlender Aktien im Nominalbeträge von je K. 400 auf den Betrag von . 300 Millionen zu erhöhen, wurden zum Beschluß - erhoben und der Verwaltungsrat ermächtigt, die Festsetzung des Zeitpunktes -^nd der Modalitäten der Begebung - im eigenen Wirkungskreise.vorzunehmcn. Von derbeschlosscsiesi Kapitalserhöhung gelangt ein Teilbetrag von 175.000, Aktien unmittelbar nach der Generalversammlung, sofern, -dies die Marktlage gestattet, zur Begebung.' 'Den alten Aktionären worden 78.000 Aktien tut Verhältnis von -sechsalten zu einer neuen Aktie angebotcn und 100.000-Aktien.gemstß der getroffenen Abmachungen, noch- Holland begKerust- ' -Für den Exportii' tznd Beredlüngsverk-shr des Wvcner. Modegewerbes. Gestern vormittags / fauch in den Räumen der „Wiener Mvdegestllschaft", 1.'Bezirk,- Habsburgergässe 2, eine ' interessante "Vorführung von 'Arbeiten der Genossenschaft der ■ Wirkwarenerzeuger Wiens, die-für den Export nach England bestimmt sind, Patt. ES ist dies der erste Schritt, um den Plan zur Errichtung von Musterlägern' tm gesamten Ausland zu verwirklichen. Zu diestr Vorführung haben, alle in Betracht kommenden Stellen Vertreter entsendet. Die ausgestellten und die durch Mannegutns vorgeführt-en Stücke fandeit den, einhelligen Beifall. 'Demnächst - werden als zweite Gruppe Kleider, Kostüme, Hüte, sowie seine -Lederwaren nach London abgehen. Diese werden in allen größeren Städten Englands.' zur Schau gestellt werden. Für die abgesetzten Waren Iverden aus dem Ausland Rohstoffe nach Oesterreich geliefert, die, hier verarbeitet, als fertige Wacr zum Teil wieder , ins Ausland zurückwandern werden. ■ , , In Angelegenheit des Umtausches der ■ t« Oesterreich in Verkehr besindlichm ungarisch--« Banknatcn machte Staatssekretär Schober einem Mitarbeiter des. „Uj Nemzedek" folgende Mitteilung: Wir ivarden in Wien.Stellen errichten, welche die mit der ungarischen Abstempelung-yerfthenen Banknoten sammeln. Die dort'gesammelten Banknoten werden nach Budapest -gebracht werden ' und. die endgülttge Einlösung wird erst dort erfolgen. Airderufalls wäre es nicht möglich, die Banknoten .ei,tec sachgemäßen Untersuchung zu. unterziehen. ■ . - - Zollsätze in Bulgarien. Die.Cechoslavia, Vereinigung tschecho-slowakischer Spediteure für internationale Transporte, Gesellschaft nt. b. H.,' ^-Prag l., erhielt von ihrer Filiale in Sofia folgenden BeÄcht:-.Laut Verordnung des .Finanzministerimns - wird', ,die - Gültigkeit der Zollsätze bis 1. b. Ml verlängert. Die jetzigetr Zollsätze werden mit 000 Prozent Goldügiogerechnet. ' Der Präsideitt'des,Verbundes,der. Devisen- und Valutenhändler bei Mr.. Ätzeuol.. Auf ' Einladung des Finanzdelegierten des -Völkerbundes Mr. Avenol hat der Präsident des Verbandes der . Devisen- und Vcckutdnbäudlcr Bankier' Ernst S t r'a tz e r ihtn in.'. einem. längeren Vortrag .aüfklärenda Informationen' über die Bedeutung der Wiener Börse für den Handel mit ausländischen Zahlungsmitteln gegeben. Er wies darauf hin, daß sich der Wiener Platz feine Vorherrschaft im Valuten- und' Devisenhattdel bisher zu sichern 'verstcinden^-hat, .trotz der Hemmungen, die die noch bestehenden Einschränkungen verursachen, deren Aufhebung nicht nur im Interesse der Börse, sondern auch der ganzen österreichischen Vottswirtschaft gelegen sei. Es -wurde hiebei auch die Frage einer iunereu Valutena n l e i h e unter Garantie. der Eutentestaatcn vennsierr. Der amerikanische Zolltarif. Die Statistik des Außenhandels für den Monat März, die ein starkes Sinken der Ausfuhr verzeichnet, war in gewissem Maße für bic wetteren Kreise eine Ucberraschung und kam zur rechten Zeit. Sie hatte zur Folge, daß der Eifer für Gesetze, duxch welche der Außenhandel Beschränkungen unterworfen weroen sollte, wie sie vom Repräsentantenhaus l«reits angenommen wnrden, sich äbgeschwächt hatte. Die Majorität des Senats fürchtet . ofsensichtlich diese Maßnahmen, die die Vereinigten Staaten komiperziett isolieren- und weiter auch die Position der curo« päisckwn Abnehmer amerikanischer Erzeugnisse verschlintmerit würden. Es ist in diesem- Monrent nicht ganz gewißob selbst die * „Emergcncy Tarif Bill" überhaupt vom Senat angenommen werden wird. Privatöerkehr. Die gestern stattgehabte Versorgung wlrrde glatt Erledigt. Für Salgo-Kohlen wurde ’ Leihgeld bis >K. 150 und für Ungarische Kredit, ein solches von K. 50 'bewilligt. Südbahnprioritäten verkehrten von 4010 bis 4290, Staatsbahn waren 5360, Alpine 8060 und Rima 5350. Von den fremden Zahlungsmitteln notierten' Dollar 662, Marknoten 10.10 und polnische Mark 83. Die Zulagen für Nacht- und SonntagSarbeit. Die in. der Zeit voin 1. Mai bis Ende des Jahres 4921 zur Auszahlung gelartgcndcn Zulagen für die Leistung von Nachtarbeit (Nachtschichten) und von Sonntags«rbeit sind, ffofern diese Arbeit innerhalb der gesetzlichen Hochstart«itszett leistet wird, beim Steuerabzug von Dienstuird Lohnchezügen im Jahre 1921 als zur Gänze onorose Auszahlungest zü. behandeln. Hinsichtlich der Eintra-gung^ derartiger Zullen in das Starnmblatt wird verfügt, daß diese Zulagen im Stämmblatt in.geeigneter Weise ausdrücklich.als solche zü kennzeichnen und gesondert von . den anderen Entlohnungen ' für ' Dicnstaufwand. einzutragen sind. Gleichzeitig wird Bestattet/ daß der Abzug der auf die sogenannten Urlaubsgelder, entfallenden Einkommensteuer über Verlangen' des, Dienstrtchmers auf mehrere Bezugsauszahluugen aüfgeteilt werden d,rrf. Jtt diesem Falle ist,die Höhe des aufgeteilten Steuer- , betrages selbst als auch jene der Teilzahlungen in der. Än«^ tncrkuttgskolonne des Siammblatles ersichtlich zu machen. BANK- ÜHD WEOHSLBSaESOHAFT 8. ADVOKAT & 0L Wien, l.,Franz «itseiskai 65 (EcieSciwtiäRrhg) ™'ä! j Kulanteste Darchfübrunfc sitmtt. Danku. Börsetransaktionon. ) Warenandrang im .Hafen von Varna. Im Hafen von Varmr kamen in der letzten Zeit-mehr als 50.000 Kolli verschiedener. Waren an. Es 'ist dies eine Menge, wie sie in v'resem Häfen schon seit längerem nicht mehr verzeichnet^ war. Infolge dieses Andranges ist. -die prompte Zollabfertigung . und Reexpediiion in das Jmrere des. Landes so-erschwert, daß das Finirnzministerium gezwungen war, Hilfspersonal. (Zollkontrollore.), nach Lärna zu entscn-dcn.' -' / . - ■ Gründung der American Palcstine Eompanh. In Acw« Dock wurde von einer. Anzahl jüdischer-- Finän^leütö die American Pa^estine Companh gegründet, deren Zweck die industrielle Entwicklung. Palästinas^ist. Hauptgr.ünder sind Dr. Benderlh, welcher die Pläne tn Palästtna selbst entworfen hat,, sowie S. Lantpert. Die -.Gesellschaft ' füll ein Käp'itÄ^^ von 5. Millionen Dollar erhalten; bisher .sind, 1 Million Dollar zur Verfügung gestellt. Zu den .Hauptin'itiatorcn.gehört der bekannte Politiker Lewis Marshall^ i j Die Schokolade-Werke. „Ttzili" A.-G. in Lobositz hielt, wie uns aus Prag gemeldet wird, ihre XVÜII.. ordentliche Generalversammlung unter, dem "Vorsitz des Vizepräsidenten Ern. Glaeßner im Sihnngssaale d'er Prager Landerbank . ab. Der Neiltgewinn Letpägt inklusive Gewinnvortrages 1,391.164 tschechische 'Kronen. Zur Ausschüttung gelängt eiste Dididende von '40 j tschechischen Kronen per Aktie. - " - Die . Standard Oil Company-in Palästina. Wie kvr.st'ch im englischen Unterhause.mitgeteilt wurde, sollen Konzessionen für Mineralien und O-e'le in Palästina.erst neu. prteilt werden nach der formellen Erledigung des türkischen fvrite» denövertrages. Die Standard Oil Companyerhebt >iiu.st den Anspruch, ihre Bohrungen ttodr Erdöl schon jetzt forisetzen zu können, da sie bereits vor Kriegsbegmn eine .'gültige Konzession, erlangt habe. Ueber diese Forderung schweben zurzeit Erlwägungen innerhalb der englischen Regierung. Petroleum aus bitnminöse» Schiefern. Ju Frankreich wurde eben eine interessante Studre ilver die DestillatioiiSuni> Abfallprodukte der bituminösen Schiefer veröffentlicht, Produkte, welche MirteralAe liefern, dte die Eigcnschaficn und VerwendungSrnöglichkeiten des Petroleums besitzen, Frankreich besitzt-zwei überaus wichtige Zentren zirr. Ausbeutung der bitummösen Schiefer: In der Landschaft Baur. bannais und in der. Gegend von Aubun, in kleinerem Maste aber auch in anderen Gegenden verstreitt. Diese aber Werden weniger auSgobeutet. Malt rechnet aber stark mit der' Möglichkeit, die Rerstckbilität dieser Zentrett zu erhöhen. Molt hofft, jährlich Alvei Millionen Toltucn Schiefer zu gewinnen, welche eineinhalb Millionen Hektvliter Rohöl nub' 100.000 Hektoliter chemische Nebenprodukte ergeben.'würden. Eine neue BersichcrungSgesellschaft in Prag. In Prag lvird dentnächsi unter Mitwirkuttg deutscher Großindusttleller lmd Agrarier eine große deutsche Veriichcrungsanstaff atti einem Aktienkapital von 4.8 Millionen ffch.-sl. 'Kronen errichtet werden, die sich mit allen. Zwergen deS VersichernirgSgeschäftes, mit Ausnahme der Lebensversicherung, befassen wird. An der Spitze der Aktion soll der Burrd der Londwicie und der Zenlxalverband' der deutschen landwirischaftlicheu Genossenschaften stehen. Straßers Taschenbuch der Wiener Börse umfaßt sirnl!- liche an der Wienep Börse kotierten, festverzlnslichcn-. und Aktienwerte nebst den Zmsterminen und der Tilgungsdalicr, den Schlußjahresknrscn von 1614 bis 1919, den Höchst' und Tiefkursen des Jahres 1920, den letztbezahlteu neurt JabreSdividenden, dem Aktienkapital urrd dem Numt-nalwcrf. .Eine begrüßenswerte Ergänzung erftlhr es durch die Acksälwme TUNGSRAM /