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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-30 · Heft 811 (30.4.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 811 (30.4.1921)
Date
1921-04-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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SSW 4* , Men. Samstag Protest der Aerzte gegen das Zahntechnikergesetz. Die Dege»»atznahmen dev Aev.fte. Den gestern in: Parlament bers^mnrelterr Brrndüsraten, b!<- uLer das- ZahrrtLchNittr^Lsctz. baÄ bereits-vom National» L'Lt beschlossen wurde, /,u' l'croicu hn-^'rr, wurde von * kl orgcmifictten Aerzte,: aller ^8ü:6c?üinbci; ciii Memorandum übermittelt/-in welchem in schärfster Weise gegen die Nevelsrcrung deS ^ahntechnileraes.'tzcs. wodurch den Zahmeck-istrern i-crS Zahntziehäa' gestattet wird. Stellung genommen wird.' Die Organisation der Aer^ckchaft Oesterreich? verlangt ein; ireuerliche- Novell'erung des- Gesetzes nach Äefragen und unter -M'Üoirkung d?r Vertreter der gesamten-Aerzteschaft e'tfcc L'mdesländec und nach Anhörung' bei: Aerztevertrytung. Die grsamtc organisiertc' Aerzteschaft Oesterreichs, hat.zum Zwecke-der:/Vorteidiguttg der Jrrtereffen der BÄrolkerunc; und '■xt f/crji« rrttd^znm Ausdruck chreS Prvbestes gegen'die Re- -sr.rrr.'ng vorläufig beschlossen, bis auf werteres jede ärztl i che'Tätigteit im Brune des Staates einzustellen.-In ganz Oester «ich werden also von nun ab 1. keine Anzeigen über ble. In f c? ti on s kraukheit en erstattet, 2... keine tsehsnolungS» und Totenbeschau scheineausgestellt, 8. weder IrrlemrrrgsanZUgen, noch Anzeigen, von Aufnahmen in öffentlichen -/Hrnrrlenanstalren abgegeben, 4. unterbleibt die arZttichc Tätigkeit bezüglich der -Invaliden- und Kinderfürsorge, b. werden - weder -öffenüiä^ chnrpfungen - dorqenommen, noch /ir>ivffchcine ausgesteür. .Die. Regierung,-beziehungsweise der' Äuudc'Zichi rrtogcn bedanken, daß der Aerztefchaft noch viel scharfe«' Mittel znL .Vsrfiigirng stehen, welche die Merzte ganz -OestetzrÄchS^zm: .ArNvendnng bringen werden, um ihre wohl» tirgründeten - Forderungen bü' dxr ' Regierung durchzusetzen. Zur die Folgen lehnt dir. Aerzteschast jede Haftung ab/und macht -^die/HvAeruM dafür. vKranlw.orttich. Bundespräsident Harnisch und Bundeskanzler Dr. Mahr wurden während, ihrer letzten Anwesenheit in Grazvon den Vertretern der AeTZlcschaft genügend darübertnformiort, welche Folgen für bte- DavslkerunK bei /Anwendung der .strengsten Abwehrnratzregeln eintretcn würden. Um ihren Protrst gegen das Borgehen der Regierung kundgugebcn,'haben in'Graz Aerzte und Studierende .der Medizin am 25. März bte. Vorlesungen einst-stchllt und di? Einstellung der ärztlichen Tätigkeit an diesem Tage im Krankenhaus auf einige - Stunden durchgeführt. Ebenso werden'bis auf weiteres alle ärztlichen Arbeiten im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege, unterbleiben. Ausgestaltung des Bahuverkehrs. Mit 1. Iun t wird der SorunrrrfahrplLN auf den Eifen-- f r-r-r.tn in treten. Der Sommerfahrvlcm sieht eine umfangreiche AüRKstaMLng stswvhl Äs- F tt n v e r? eh r ö als auch:.reL -M äch.v s.r t e chr b vor. und wird. rushesö-rdere. .dir. direkten Be'rLüidüngUn zwischen den Lirnbrshäuvtst'Äte« Wefsnt-- trch MÄchkttu. .''Äußerdem wird such'im Nah- und L-ickalverLhr eine l'cr d/chtuttg der Züge vorgenonimen werden. Fstr die Bedürfnisse, der. T v.u r l st e n wird ebenfalls durch .Hnstjhrung von Zügen Morgt, die schon ab 1. M ai in HüWr' gesetzt werden mrd die die Verbindung mit der Wachgu, mit dem Ennstal und aus der Westbahnstrecke ber-- besssru.sollen.. Auch dem'G..üterverkeh r, der eine fPMng-- haftL/Ateigerung angenommen hat, wird aus Volkswirtschaft-' lichrn Gründen größere Berücksichtigung zvgewendet werden. ,-tzm Zusammenhang mit dieser Reform soll aber auch eine »euerlrche weitgehende Erhöhung j änsttlicher Personen- und Gütartarrfe vorgenommen, werden, die in Verbindung.mit dar Sanierung des,.österreichrfchen Budgets steht. Am l. Juni wrrb auch die 24stündiga Zeittechnung auf.. dLu Eisenbahnen in Kraft treten. Man ist zu dem Entschluß seloNmien, die Buh n Hof-und Dien st uh r e n mit einem doppelten Zifferblatt zu.versehen, so daß sie unter den Ziffern der -Normaluhr die um-. 12 vermehrten Ziffern tragen. Die Zeit -zwischen . Mitternacht - und .1 Uhr . morgens, nach der. geMwärtigen-Zeitrechnung wird in Zukunft mit Null Le- /cichnet werden, so daß ein Zug, der um Mitternacht ankommt, um 24 -Uhr angekmnmen 'sein wird, der um Mitternacht abgeht, um 0 Uhr sbgeht. Was bisher 13 Uhr 15 Minuten nach Mitternacht war, wird 0 Uhr 16 Minute« heißen, so daß ein Mißverständnis ausgeschlossen erscheint. Mit 1. Juni roerden - auch-aveue Kursbücher . und Fahrpläne ausgegeben werden, welche den Sommerfahrplan und die wichtigsten Fernverkehrsverbindungen enthalten werden. ' An eine Wiederäktivierung der Stadtbahn kann aus vielfachen technischen Gründen in absehbarer - Zeit nicht gedacht werdhi-. ' ' - - . Wie die Bolschewiken Mische Flüchtlinge kehandelu. . . Der Mische Schriftsteller S. Z e m a ch, welche aus der Ukrame in Beßarabien . anaekommen ist, erzählt in den Kische- /. newer Zeitungen' folgendes über die Behandlung, - welche den' jüdischen Flüchtlingen, dre, um der ukrainrscÄn Hölle zu -entfliehen, den Dniestr .überschreiten wollen, von. de» Bolschewiken zuteil wird. Die Qualen, welche die jüdischen, Flüchtlinge in Ka nticn ta, Daschkow und anderen Städten am Dnjestr zu erdulden haben, find so furchtbar, daß sie ein ewiger Schandfleck für die Räteregierung bleiben werden, den keinerlei Erklärungen und Ausflüchte wegwaschen sännen. - Im ärgsten Frost werden halbnackje Menschen «ms offenen . Bauernwägelchen meilenweit ßranLKortiert, ganze Partien von Flüchtlingen/ deren um* ** te & i&m fotfr Wiener Morgenzeitnng 30. ApM 1921 «ntmr Mitteilungeü aus dem Publikum. Tina Wassermann Moses Burg Frassyn Ross. BaniHa empfehlen, sich als Verlobte i\pri t. J 921 Die Familie Elfenbein gratuliert herzlichst denv Frättleiiv SaB!sa Pfashs üu ihrer Verlobung - Z - mit Herrn iaSSiis Sprltser m 1 ZUR VERLOBUNG uR:'6rer Sc-hwesterum! Schwäserfn Sallsa FV&chS . mit HormJuBEUS gratuliert. üü __ Familie Raths reTsegepAciü VERKEHR nach allen Südbahnsfationen bis BADEN und VÖSLAU besorgt täglich AUT3.TRANSPORT Gob. w. b. II. 1W7 I, Johaaaesg-asse 3 Tel. 3775 RIU.A$i?£N, Perlon, Gold,Silber,Platta q.Uhren " .kauft und Tork ob ft 77« ETTER Boienturenstr. 23, MarlahUferstr. 08 Hongs-Pongs-Änzug E,BZig bei HfiiNRSCH MEIN BERG ER, k, SlngarBtTBSSQ 6 A lhprt MatTRPF MM« - kl m' k» MI tUM l 1M1LM «MtzmiM, l> km» M)Z INN» und Buneaumöbel limil die grösste Auswahl Hroll' )Leopöld Steihhart Wien, t. Sibdßitnooo Hr, Seitf«ib«!«s*hia<raraparator#u nweh, billig nad fui tss T»L 4073/VU1 hörigen in andere Länder wollten. Unter den gehetzten Flüchtlingen .sveht - man steinaltO Juden. Greisinnen, schwangere Frauen, Säuglinge. Und sie alle haben außer, ihrem Wunsche, aus der ukraini-- schen Hölle fortzukonitnen, noch ein anderes schweres Verbrechen'guf dem Gewesen: Sie habe» für den Uebergang über den Dnjestr nicht so viel zahlen können, daß sie, ohne ab gefaßt zu Werden, hinüberkämen. So sind sie denn abgefaßt worden, und nun beginnt ihre Marterfahrt von Stadt zu Stadt. Die Gefängnisse sind voll von solche» „Verbrechern". Zu hundert sind sie in eine' Zelle gepreßt, die kaum für ein paar Menschen Platz hat. Aerztliche Hilfe gibt es keine, Bauch- und Flecktyphuskranke liege» zusammen mit den übrigen Häftlingen in schmutz, Hunger und mit den Spuren der' früheren Qualen. - Diese. großen Verbrecher, zu denen man niemandem Zutritt gestattet, sind die Ueberreste der jüdischen Gemeinden in den Gouvernements Taraszcza, Zwingrodka, Uman ünd Zlvwpol. Sie find die Opfer der sowjetistischen Staatsweisheit. , ' Die Mischen Sektionen haben in einer Beratung über die Emigranten das Gutachten abgegeben, sie mögen als Konterrevolutionäre angesehen und als solche gehandelt werden. So ist das „Verfahren" gedeckt. Man nennt es mit einem, wohlklingenden Namen „Reevakua^ twn". In eine ehrliche.Sprache übersetzt, bedeutet das, daß man, wenn man einen jüdischen Flüchtling am Dnjestr faßt, ihn an den Ort zurückschickt, aus dem er gekommen ist. So zeigt man der ganzen Welt, daß in Räterußland Ruhe und Ordnung herrscht- Beweis: Die Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück. Die Verfolgungen der Flüchtlinge durch die Sowjet leute haben einen solchen Grad erreicht, datz die in' den Herzen der ukrainischen Bauern eingewurzelte Legende.Bolschewismns und Jüdentum seien identisch, jetzt iy den Dnjestrgegenden zu schwinden be-' ginnt. . An vielen Orten werden die Flüchtlinge von den Bauern der Gegend' freundlich ausgenommen, sie' geben ihnen Lebensmittel umsonst oder zu ganz billigem Preise, sie helfen ihnen beim Dnjestrübergang, verstecken sie vor Verfolgern, beraten sie, wenn sie aus Rumänien zurückgeschickt werden, und beweisen' überhaupt eine gewisse Sympathie für diese Aermften der Armen. Wie teuer aber ist dieser klüne Gewinn des Judentums in der Ukraine erkauft! Ein VielseMger Gaimer. Li«, mehrfach abgestraster Gauner ist dieser Tag» in l die Hände, der. Polizeibehörde geraten. Er ist der zu Graz bald Bettelschwindler» bald Heiratsschwindler» bald Hochstapler und falscher Offizier, bald Postsparkafsenbuchfälschee und vieges andere. Diesmal gefiel er^fich in^der Rolle eine». „Schwedischen Konsuls in Livorno". . FMgenommen wurde Koller auf dem Neubaugüriel. Zur Ausweitzloistung angehalten,. nannte er sich Vinzenz Ticar, Mariahilferstraße^ ---ck21? wohnhaft, gab an, Comptoirrst und ' schwedischer Vizekonsnl in Liborrio zu sein. Gegen seine Anhaltung vrot-estierte , ‘ er lebhaft mit dem Hinweis ' auf'/..'seinen/'' diplomatischen Charakter. Dian fand bei ihm eüüge Liebesbriefe mit Frauenbilümssen,' dann sein eigenes Bild, das den-Stempelaufdruck „Vioekonsulat d« Suede a^L-ivorno" aufwies. Dockthlostopisch gemessen, wurde er als der vielfach Ägesi^astL ^inrrch Koller entlarvt. Der Gauner'mutzte denn auch gug^ben, der vielfach und seit fast zwanzig/Jahren schon abgestraft« Betrüger zu sein. Obwohl ^Christ, gab er sich! als -Jyde. mch RechnungSoffizial der israelitischen Kultur, gemeinde W i' e n aus.' Graz hat er weg'en Betruges achtzehn^Monate schweren Kerkers erhalten. ÄlS'Beamter.d«; israelitischen ^kuliusgemeinde Artur Edler von Holzer verübte er dann wieder Heiratsschwindeleien. Die Dokumente» die ihn'als Beamten beglaubigten. - hatte er am Lido in Venedig in einer Badekabiüe'einem wirklichen Beamten der KultrrZgemeinde ge st oh len. Koller hat auch mehrfach de« Postsparkassenschwindrl betrieben. Man glaubt, daß er seither wieder ein -stark belastetes Sündenregister hat. Mitteilungen über neue Straftaten des Gauners find an Polizeiko»s missar 'Dr. W e s s e l y im Sicherheitsbureau. RotzcnrerlandL Nummer 7, erbeterr. / Vortrag. Der Schnststeller I. ,L e w a rr o n mrZ Palästina hält am Mittwoch den 4.. Mai, ^8 Uhr abends, eine« Vortrag über die w irtichaftliche Lage in Palästina m der Jüölsch» Tüchgejeßschait Vorzellangaffe. Caf6 City, IX., Porzellgngaff» Eintritt sre,. Gäste willkommen. 1 Dank dev tschecho-flo«nkischen Stegiev««- o« die ameeikauifche Judenschaft. Wie wir avS dem Bvrea» des Rrgionaldrr.cktors des .^.msrioLv 5oint &i«föb&tnM» Ck>mmitt©8 für h\t Tschtcho-Llomaker eriahrm, hat die Regirruug . detschecho-ilvwakrschcn Staates ihre Gesandtschaft nr Washwgto« beauitragt. dem Pläüdrnteu des America» Joint Distribution Cdmnnittee in New-Aork,Herrn Felix M.Warb»rg, dm Dank'der tschecho-slowakischm Regierung für das Hilfswerk, de- Joint in der Tichrcho-Slowakn, ivsbessn-ere in K a r p a.t h o* r «ß! a n d, auszvsprechen. \ 4 FriedettLee^ivhurrg. Im Anschluß an de» m Wi« vom IQ. b>s 16. Julr tagenleu Kongreß der Internat i on a le« F r a u an lig a i S r F ri ed en und Freiheit wird in Salzburg vom 1. bis 15. August im Mozarteum emo C ommerfchule abgehalten. Bedeutende Männer und Frauen werh» dort in ihrer Multeüprache dkuische, englische und sranzosuche Bor» trage halten. Spreche« werdch unter anderen: M,ß Jane Adams: „lntroäuvwr^ Uvoturs on tdo VsnsrÄ. .Ddsmo-, Madame Audtä'e r ,/louvo h colture de l’ifengnatiön'*, Dy. s»ed. Karl . Wilker: »Än igne» Md fchöptenscher Ttteb.^ Kunst; Professor E. Lazar: „Unierdrückung der Triebe als llrlaLe vou Konflikten" x weitttS.werden spreche»: Dp. Ethel Williams (London), Professor Dr. Rico lar (Berlin), Dr. 8>onel Taylor (London), Professor Dr. Franz Strunz (Wien), Mr. W. Watkin Datus (UnivelfitA Bristol, Hermann Tobler (Schweiz', Miß C. E- Marshall (London), Monsiem Auguste Schwa» (Paris), Monleur W. Ravard Genf) und viele andere. Anmeldungen zu dieser intercffante» Tagung m.'ssrn bis längstens 10. Mai im Sekretariate der Frauenliga. Hofburg, Michaelertor, kinlangenda die Ausnahme erne beschränkte ist. Der Brr,8 .für den ganzen Kurs betragt K 250- Verpflegung samt Quartier von K ICO ver Tag auswärts» •Sttdjcliews Memoire« gefälscht. Mit einer über» raschenden Entdeckung tritt der sranzöfische Historiker Lom8 B a t t i f o l in der ^Revue deS. Deux Mondes" hervor. Ee> bebauvtet nämlich, daß d.e berühmten Memoiren deS Kardinas Richelieu »>cht von dem großen Staatsmanne versaßt seien. Dieses, Werk, das bisher tiir d e wichtigste Geschichtsquelle der RegrervngSzeit Ludwigs XIII, galt, ist nach den Beweisen, die dm Gelehrte ansishrt, nicht einmal ein zeitgenLssticheS Schriftstück, sondern sehr viel später von einem minderwertigen Pamphletlfte» verfaßt, worden. 's „Dr. MosesE. „Wer gesund leben will, le'o die Bibel!*j Diesen Rat gibt der bekannte rnalrsche Hygieniker Sir Jame- Cantlie.in einem Bortrag, den er „Dr. Mofes" betitelte.. legt nämlich drm Moses des Alten Testaments den Doktültitrl b«s weck er in. seinen GesetzeSvorschriften eiue Fülle der weiseste« hygienischen Maßnahmen erblickt. .Mikroskopische Untersuchungen und Pshcho-Analyse", sagt ex, «tonnen versaarn, aber Dr. MvtrA behalt immer recht, weil seme Borschri ten ans langen Erfahrrmge^ beruhen." So sei zum Beispiel auch im ersten Buch Samuel die Rattenvlage mit der Pest in Zusammenhang gebracht, eine «rsäch^ liehe Beziehung, die unsere Wissenschaft erst in der allerletzten Zeit festgestelll hat. . r! * Briefverketz* «it ve« Sft«U»eichische« Autege^ aefangenen und Iivilinternierten in Sowfetrvbland. Seit der Eröffnung des Briesverlehrs mit Sowjetrußland i« Februar d. Iist eS üblich yewvlden, Briefe Mr die dort de«! stndlichen österreichischen Knctzsgefangeurn und Zivilinteruirrt«, nicht mehr wie früher als „Kilegsgeiangrumsendungen", sonder«! als aewöhnl che irememachte Brufe ohne jede besondere B«e«ch«j nuug m versenden. Es wrrd darauf aufmerksam gemacht, daß sich! diese Art der Berseudung an die KrieaSgefangeuen und Zwilinternierten nicht empfiehlt. Biel zweckmäßiger ist eS. dicke »rieft! n t ch t freizumachen, sondern sie in auffallender Weift mit dem Bennerk »KriegSgeianaenenvost" »n versehen, weil nur derart-ausgestattere Brrcke besonders behänd lt und i« Wege der Krikgsgefangenenmiisionen an ihre Bestmmung weikergelritet werden.'Zugleich wird daran erinnert,, daß solche Br efe kerne BemerktwgrN über die Verhältnisse und Zustande in Sowjet» rußland rnthalren dürfen. , * Ausgabe «euer Labakssete». Wie wir erfahren» gelangen schon demnächst, seltender Tabakregie neue Rauch* Materialien zur allgemeiuen Ausgabe an dre Rancher. Die erste Sorte därifft de« LollLndrsche« Pfeifentabak, der a« Stelle des drm Ende entg egen geh endeu La» d t a b a k S auf die Rancherkarle aüSgegeben wird. Ferner ackanam demuLchst drei «e»e Zigarettensortr« zur allgemene« AoSgahe, die auS fcknstcn Tavakiortrn hergestellt vnd zu« freien Verkauf — aüßrr der Raucherkarle und Wochenquote — irr den Tabakverschleißstellen verkauft werde«. Aaeatgattttetz« ViMmaMfiritmif ftartftt ^Denvat Sabbat*. Morgen, 3 Uhr mchmittaK, im Auiw iftiffmaliiifll U, Aaiiüii M. julüiliAi 52166449

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