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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-28 · Heft 809 (28.4.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 809 (28.4.1921)
Date
1921-04-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, DomcerslaA Miensr ALorgenzerrmrs Korr.'spoudcnzcn auch einen Chifftrnfchlüffcl für Valuten und Cftekteu. Der Schlaswageniorchukteuy Wunderer gab zu, schon öfters für die Brüder Herschmann Valuten nach.Italien geschmuggelt zu haben, -und zwar: anfangs April - vier Pakete, deren Inhalt ihm nicht bekannt war, MLtts April 2,430.000 Leutfchösterrerchifche Kronen. Für den Transport der letzten Sendung will Wunderer Don Hyrfchmflrm: angeblich 20.000 Kronen erhalten haben? Gegen die Brüder Rudolf und Norbert Herschmann und gegen Armin Wunderer wurde die Arni--Handlung von der Fincmzbezirksdirektion emgeleitet. Die Brüder Herschmann befinden sich zur Verfügung der Finanzbezirksdirektion im Pokizeigcfangenhaus. Nach Durchführung der gesällöhehör^ichen LlmLZhandliiNI wird die Abschaffung der Brüder -Herschvrann einaeleitet werden. Ein Inwelerrdieh.' Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Am 25. d. M. erstattete die tm 3. Bezirk, Hauptstraße 76, wohnhafte Frau. Anna Kölkeny a ssy die Anzeige, daß ihr aus der Wohnung ein Brillantboutchl, bestehend aus einem SolUär von 3i/i Karat, darunter ein klernerer Brillant tn Platinfassung, im Werte von 300.000 Kronen gestohlen worden ser. Sie sprach den Verdacht aus, daß eiu junger Mann, den sie. in einer Gesellschaft öennengelernt und der sich ihr als Berichterstatter des „Maiin", Robert D n s o u r, vorgestellt hat, bei einein Besuch den Bouton gestohlen habe. Der Beschuldigte wurde verhaftet, und es stellte sich heraus, baß er der 27jährige angebliche Ingenieur Otto Decker ist, der zufällig die Bekanntschaft des wirklichen Berichterstatters Düfour gemacht chatte Und die her der Vorstellung erhaltene Visitkarte benützt hat, um selbst als Dufvur aufzutreten. Er gestand, den Bouton entwendet und ihn dem Juwelier Alfred Weiß rm 2. Bezirk verlauft, jedoch bloß eme Angabe erhalten zu haben. In der Wohnung des Weiß wurden noch nachts die zw er Brillanten schon ans der Fassung gegebrochen, gefunden, Otto Decker hat, wie sich aus den Men ergibt, schon rm Vormonat mitten großen Schmuckdrebstqhl bei seinem Schwager Ludwig Schrämet, Schatzmeister einer hiesigen Pfandlerhanftalt, verübt. Den Schmuck hatte er um. 400.000 Kronen, gleichfalls dem Juwelter Weiß verkauft. Decker wird dem Landesgericht ein ge liefert werden. Austritte aus depr IrrdeKtum. B i t t n er Artnr, geboren 1. November 1867 Lltpdenbnrg, Industrieller, XIX., Cobenilgasse 54. — Bit ln er gab. Wald-, inann Irma, geboren 16. April 1875 Wien, Private, XIX., Lobnizlpasse 54. — Frankel Wolf Vektor, geboren 8. Februar 1875 Bielitz, II., Lilienbrunngasse 9. — L i p e r 1 Hedwig, geboren 3. Oktober 1902 Wien, II, Darwingasse 8. H y fmerster Eugemr, geboren 17. Oktober 1897 Wiener-NMydl, -XV., Mcnialnlferstraße 177. — Barnegg Oskar, geboren 6. Juli 1867 Wien, Bankbeamter, l, Gonzagagasse 8. S ch w a r c z Armin, geboren 13. August 1837 Wien, W?brmanu. X., Absberggaffe 7. — H e r n f c 15 Wax, geboren 16. September 1876 Preßburg, HI., Seidlgaste 17. — S ch l'o ß Max, geboren 30. Dezember 1880 Wien. Ul., Hotel Beatrix. Dzekrln Andreas, geboren 1?. Jänner 1884 Budapest, Ingenieur, XVHl.,Währinoees1raße123, — S z e k e l N Margarete, geboren 24. Mälz 1895 Wien, Private, XVM., Währinger? - straße 123. — S z c k e l y Renate Eleonore, geboren 29. Oft kober 1918 Baden, XVlll., Währmgerstiaßr 123. — Schrejer Rokalia, geboren 8. September 1893 Wien, Comtoiriftm, XX., O:hmarqaff'e 44. Jucker Mathilde, geboren 12. Oktober 1837 Wim, Näherin, XVIII,, Autonigasse 54. Kainz geb. Weistlberg Rosa, geboren 12. Oktober 1897 Wien, II, Pillersäorfgaffe 8. — Kaminer Gisela, geboren20.September 1883 Wien, Aerft'in, III, Rudolfsgasse 25. — H e r rman n Anna, kebyren 1. Oktober 1883 Böhmen. Berkäusenn, XVI., Thaliastraße 79. — Gernyroß Albert, geboren 27. April 1874 Frankfurt, Kaufmann, I.. Gelreidemarkt 2- -- $ B ft l b a u c r Hermann 1, geboren 16. Dezember 1901 Wien, II, Springergasse 8. -Singer Paul, geboren 22. September 1886 Wien, Auto- Gesellschasisdrrektor, VIII., Florianigasse 38. — Schreiber geh. Schiller Etffe. geboren 7. März 1896 Wien, IV., Weyringer-- gasse 28 s. — S e 11 g geh. Fanla Anna, geboren 27. August 1887 Wien, HI.. Renuweg 72. — Tänzer Anton, geboren 12. März 1836, II, Stuwerftmße 50. — N o w a t s.ch e k Gustav, geboren 10. April 1903, Purkersdors. -» Kläber Otto» geboren 13. Oktober 1895 Wien, Estendreher, XX., Iägerstraße 3z. — Priester. Dr.. Karl Ludwig, geboren 5. August ,1687 Wien, Polizeckommissür. XX., Hannovergaste 18. ->• P t ck geb. Nowotnn Mathilde, geboren 21. Oktober 1887, IX,, Fuchsthallergasse 10. — M 8 sel Atsied, geboren 22. Marz 1888, IX., Brragasse 4. — Pollak Siegsried. geboren 12. September 1891, IX., Türkenftrabe 21, Pollak geh, Fritz Stella, geboren 8. Februar 1893 Agram, IX., Tiirkenstraße 21. — K o h n Rudolf, geboren 14. Mai 1895 Wien, Student, X.Karmarschgasse 48. * Wmeven geirossen! Die Großbentschen haben bet den letzten Wahlen in den niederösterreuhrscheu Landtag sehr schlecht abgeschnttten. Sie haben von der Mandatsvermehrung dieser Körperschaft nichts profitiert und muhten noch froh sein, ihren bisherigen Besitzstand von sechs Mandaten mit Mühe und Not bewahrt zu haben. Aber die Stimmenverluste, die sre erlitten, zeigen deutlich die Abkehr der bäuerlichen Wähler von dieser Parier. Eines der Motive, vpn denen sie sich hiebei leiten ließen, verrät der ,Iauernbündler", die Zeitung des Niederösterreichischen Bauernbundes. Er sagt von den Großdeutschen: ,^3ei der Beratung des Preistretber- ZLsetzes haben sie dem Bauern- und Gcwerbestand einen vernichtenden Schlag zugefügt, indem sie als Verschärfung des Gesetzes beantragten, statt einfachen Arrest — strengen Arrest." Die Großbentschen sind über diese Feststellung, wie ihr Wiener Organ verrät, sehr frappiert. Sie haben geglaubt, mit dem Preistreiberrigejetz — die Ost luden zu treffen, aber siehe da — getroffen fühlen' sich die Bauern! Dag ist eine sehr lustige Konstatierung. Für die Großdeutschen allerdings nicht. Die werden vielmehr mit großer Betrübnis vrkennen, welche traurigen Folgen die blindwütige Ostjubenhetze für alle hat, die ihr aufsitzen. Da sind die christlichsozialen Führer viel schlauer. Sie brillieren mit antisemitischen Schlagwvrtern nicht weniger virtuos als die Großdeutschen, aber sie sind nicht so dunrm, selbst zu glauben, was sie den „geehrten" Wählern erzählen. * Ein Aerztevertrag zwischen Oesterreich und der Tschecho-Slowakei. Zwischen der österreichischen und der tschecho-slowatischen Republik schweben derzeit VerLanülun« gay Mer die gegenseitige Zulassung von Aprzten zur Ans, Übung der Praxis. Es ist füllendes ins Auge gefaßt: Die vor dem 1. November 1918 an einer Universität der beiden Staaten erworbenen ärztlichen Diplome sollen in diesen als Befähigungsnachweis zur Ausübung der ärztlichen; Praxis anerkannt werden. Die später erworbenen Diplome müßten nostrifiziert werden. Oesterreichische Aerzte -dürfen in der Tschecho-Slowakei, tschecho-slowakische in Oesterreich in Bade- und Kurorten während der Kursaison mit behördlicher Bewilligung die Praxis ausüben. Tschecho-slowakische Aerzte können Ntlj Bewilligung des Vvlksgesundheitsamtes in Wien unter Ausschluß der Privatpraxis zum hilfsärztlichen Dienst in österreichischen Spitälern bjß zur Dauer eines Jahres Kimelassen werden und umgekehrt. Ebenso wurde die ärztliche Berussaüsübüng "ist den in der Nähe der Grenze gelegenen .Orten-gestattet.'Mit den Verhandlungen über diese Punkte wurde begonnen, doch sind sie über das einleitende - Stadium Lish^ nicht. Hinausgelangt, . * Begräbnisse am hentisen Tage: Pster Friedhof: 9 Uhr.30 Mn. Schimurrlmg ^olkf. 10 Uhr/Äöbm Leopold. 11 Uhr Salter Soste. 11 Uhr 30 Mm. Ra',eufe!d Willulm. Neu e r F r i e d h o f: 9 Uhr Zimmermnnn Pcpi. 9Uhr30Min. Grün Rudolf, io Uhr Zeuger Hermann. ' * SterbcfaK. In der Nacht ans gestern ist hier Herr KarsLN. and l, Setzer in per Druckerei der »Wiener Morgenzeitrmg",stm 41. Lebcnsiahr gestorben. Wir verlieren m ihm einen Pflichteifrigen und guviffenhaften Mitarbeiter, dem wir stets ein warmes Andenken bewahren werdem * Die Lohnbewegung im Bachhandes. Die Angestellten im Wiener Buch-, Kunst- und Afusikyließhandel, haben kürzlich dem Arbülgebnverband der Buchhändler neue Fordernnam. . befristet mit km 30. Avril, überreicht Die wesentlichsten Forderungen sind eine äO%t3e Erhöhung der Gehalte und em Urlanbsmschuß in der Höhe des Gehalls,. der für die- Nilaubszeit enticiÜt. In einer gestern abends in dev.Vollsballe abgehglsenen Mastenvex-. sammlung der Buchtzandlnugsgehisien resmerte Giehllftkiobmann Sckolz über die Ergebnisse der mit dem UnterNebmerverband gepflogenen Berhandlnngep, bei welchen sich hie G.scbäfisinhaber zu Zugeständnissen in der Höhe von zirka 10 vls 30 Prozentbereit fanden. In.der Debatte, .die sich an das Referat anichloß. wurde von mehreren Rednern n-.cht nur die glatte Ablehnung-der von dm Unternehmern gemachten Zugeständnisse beantragt, sondern. auch mehrfach eine Erhöhung der Gehalte um 100 Prozent gefordert und gegen die Lohnkvmnnftion der Borwurf mangelnder Borausstcht der seither emgetreleucu neuen Teuerungswelle -erhoben:- In.seinem Schlußwort erilarte Obmann Scholz, daß cs > Vollkommen arMeschlosten 'ei, von den ohnehin lehr beicheidenm Forderunoep auch nur ein Prozent 'nachznlaflen. Wenn dre Gehilfenschaft die Einigkeit und Entschlossenhell bewahre, so werde' sie auch ans dreier Allliou mit vollem..Erfolg hervor gehen. Dre von der Gchrlsenvertret.mig. ausgestellten Forderungen wurden Unter lebhaften.Kundaebn'ngen eirrstnnm'g beschlossen. * Freie Schulleiterstellen. Im. Wiener. Schulbezirk kommen 25 Schulleitorstellen an Bürger- und Volksschulen zur BesetzuM: EnMrßchonp belegte. Gespchp sind. bis längstens 16. Mai bei der Mständigen Bezirkssektion des Bezirksschulrates im Wege' der Schulleitung einzubringen. Akademischer BeMn jüdischer Mediziner. Di^M- Samstag den 28/ d. cmMsagte Generalversammlung mußte infolge. lle-chnischM Schwieriykeiten verschoben werden und findet Samstag hen W. h,- R. im Hörsaal des Pvofessyrs Wandler, Wien, st. Bezirk, Währingerstrahe 13, statt. - * Ein „Vlqu-Weiß"-Hain. Die Bundpsleitung des . Blau-Weiß hat beschlossen, im „Jaar-Austria" einen eigenen Hain zu stiften. urch bittet alle ehemaligen. „BlauMeißen",- »Blau-Weiß -Eltern.und Freunden, in seinem Haine Bäume zu spenden. Anmeldungen an die Bunvesleitung, 9. Bezirk, Mhringerstratze IS. Sammellisten daselbst, * Professorenstreik in Brünn. Aus Brünn, 20, April, wird gemeldet: Die. Pröftssoren der tierärztlichen Hochschule haben die Kollegien, Nebungen und Prüfungen eingestellt, weil sie den weiteren Aüsbass . der Hochschulen nicht d-irrchsetzen konnten. * Magvarische Druckschriften in der Slowakei verboten. Die Preßburger Preßpolizei hat alle nach dem 28. Oktober' 1918 in Ungarn erschienenen oder gedruckten Druckschriften für die Slowakei verboten. * Deutsche Inserate in englischen Zeitungen verboten. Die Mitglieder des Londoner Publicity Club haben mit einer geringen Mehrheit beschlossen, deutsche Inserate in englischen Zeitungen nicht Zuzulassen. * Der patriotische Schadchen. In einem Hamburger Blatt finden wir folgende Anzeige: „Wegen deutschnationäler, tiefer Trauer anläßlich des Hinscheidcns Ihrer Majestät der deutschen Kaiserin bleibt mein Institut am Donnerstag den 14, und Freitag den 19. geschlossen. Anborcvumte Konferenzen für Donnerstag finden am Sonntag, für Freitag am Dienstag statt. H. S. Heiratsvermittler." * Ein Denkmal für Viktor Bohryzek. In Parhuhitz wurde am letzten Sonntag ein Denkstein für den vor burzem verstorbenen Arzt und Philosophen Dr. Viktor Vohryzek , enthüllt. Der auf diese Weise Geehrte war einer der Führer der tschechisch-jüdischen Assimilation, die er als Synthese auf« gefaßt hat. In einem Aufsatz, den ihm die „Prager Presse" widmet, finden wir folgende Bemerkung, die kritisch zu prüfen, Sache der jüdischen Geschichtsforschung wäre: „ES ist schwer, bei Vohryzek die Rassenfrage aufzuwerfen. DaS hängt mit einer allerdings nicht genug geklärten Frage der böhmischen Religionsgeschichte zusammen. Nach RezekS Auffassung wären die tschechischen Iudennamen'die Ueperreste einer Proselytengruppe slawischen Ursprungs. Das karr« eine Annahme kaum gewähren. Zu Konklusionen kann es nicht führen." - * Aahrtzttvtenvorv-vratts für die Strecke Men- ^ranz Josess-Bahn—TyNn, Um die Abfertigung der Nnsepdm in der Strecke Wien—Tulln zu erleichtern, hat die Bund eSbahndirektiou Wim-West.dir Verfügung getroffen, daß jeden Donnerstag. Freitag und Samstag in der Ze>t von 4 bis 6 Uhr nachmittags im Kapfgchiiude des Frgvz Jysesbahnhchcs an einem Schalter.Fahrsyrten. die zur Fährt in beiden Richtungeu, also besspielsweisr von Wien-Franz Fosefs-Babnlwf nach Klosterneuburg oder umgelehrt, gelten, in belirbiger Anzahl im Vorverkäufe ausgegebep werden. Solche Fahrkarten sind auch für die Gegenrichtung gültig. Weiters sind in den übrigen Stationen dieser Strecke Fahrkarten im Vorverkanse zu VerlchrSbeziehungen der bezeichneten Strecke erhältlich. Die Reisenden werden eingrladen, von dieser Abseriigungserleichterung in ihrem eigenen Interesse den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. * Der Esperairtistenkongretz iu Prag. Der tschechossowaftsche Ministerrat hat beschlossen, das Prolcttorat über den ly. Weltkongreß der Esperantisten, der in Prag vom 3z. Juü bis 6. August d. I. stattfindet, zu Übernehmen. * Freigabe bpr Rauchwaren in ver Tschecho- Slowabei. Der „Narooni Politcka" zufolge werden ab 1. Juli sämtliche Rauchwaren iu der Tlchecho'Slvwalei gänzlich sreuaeaebeu i aubuu. 28. April 1Ö21 Rr. 809 ‘* MetSevüericht. In den östlichen Alpenländern hgt ez heute frsch stellenweise noch aeregnet. Jn'wischen bat es fich größtenteils ansgehrllerl Tagsüber wurde es angenehm warm In Wien^ stieg die Temperatur beute bis 18'?®. Auch in Deutschs lqnd. Böhmen und Polen ist die Betvölkung gering. Bei lebi baftrm Ostwiud stieg hier die Temperatur stellenweise 8bc* 20$ Boraussage: Vorläufig noch Schönwetter, warm- . * Sin diebischrs Türke. Gestern der ehemalsm türkische Student Jewflk Mihran Mohammed Effendi verhastetz Der junge Türke soll aelcgentlich eines Besuches bei seinem 8andL^ uianp zehn englische Mudnotw und einen Zehntausendkrsnrn« lchern mtwendet habiut. . * Exprofi-Schiffsverkeh« Wien-Belgrad. Die Erst! Dynml-Dampfschiffahrts-Gescllschaft eröffnet gemeinsam mit dem Schifiabltssyndikats S. H. S. mit erster Fahrt am 2. Mai d. Ij einen Expreß'Schisfsverkehr von Wien nach Belgrad und von Belgrad nach Wien. Die Expreßdampfer verkehren bis auj weiteres dreimal wöchmtlich nach beiden Richtungen, führen I« und, II Platz, eine äiöficrc Anrahl elegant ausgestatteterl Kabinen und Schlafstellen. Sie werden nicht bloß Personen ynd Reisegepäck, sondern auch Expreßgüter vo» Wien nach Bejgrad und umgekehrt unter Berührung von Brätiflava, Budapest. Baja, MohLcs, Alias, Bukovar, Rypft sad und Zemun besörbern. Mit der Einführung dieses Expreß- Schisssdienstes ist der eiste Schritt zur Reaktivierung des fett nun fast sMp Jahren unterbrochenen internationalen Passagier* und ^Güterverkehrs auf der Donan getan. : Grotzfeuer in der Pvag-RAdnister Korbwarenfabrik. Montag abends ist im Hause VII, Neubaugaffe 56, in dem M der Großverkauf, die Ausfuhrabteimug, Werkstätten und Bureaus der Prag-Ruduiker stvrbwareufahrck befinden, ein Brand ausgebrochen. Im Keller des Hauses Neubaugaffr 56 liegen ausgedehnte Mägäzme der Fabrik. Sie sind mit Rohmaterial, spanischM un.d O.ambuZrohr,. hMertigen und fertigen Waren ganz angelüllt. Ans bisher unbekanter Ursache brach in dem oberhalb des Kellers befindlichen Voxraum sin Brand aus. Erst um 5 Uhr früh konnte der Brand gelöscht werden. Der Schade» istbeträchtlich. * Urania. Heute. Donnerstag, 5 Uhr (Großer Sagl) Uranra-Fklme. — 8 Uhr ^Großer Saal) Deutscher Volksliederabend. V°6 Uhr (Kurssaal) Dr. Friedrich Kronsederr De« Glaube, I. V*b Ubr (Kurs«aal) Unwrrfitätsproftssor Dpftpy Gustav Alexander^ Bau, Lestnna und Hygiene des Grbororgans. — Vs6 Uhr tKlubsaal) ÜniverstWslektor Marius Faber i Pranrscher Uebungskurs tn Rede- und Vortragskunst, X. —; l/s8 fthr iKlubsval) Umversitütslektor Marius Faber: Dichtung und P'.mntaslt. I --- Das erste Frühlingssefl veranstaltet der Verein „Evez Israel" zugunsten des -Indischen Nationä-lfonds am 6. Mm im Prater. Außerordentlich reichhaltiges Programm. Karten im Vorverkauf bloß 40 Kronen. Erhältlich: Jüdischer Nationalfonds, - 2. Bezirk, Zirkusgaffe 63, Palästina-Amt, 1. Bezirk, Bauernmarkt 24, Köwit, 1. Bezirk, Notenturmstraß« 22, Kartenbureau „Aida", 2. Bezirk, Taborstrahe 5, M bei sämtlichen Komiteemitgliedern.' / derkerrrsnachrichLen^ M i s r a ch i (Doresch-Zion), II., Taborstraße 24». Parteien^ verkehr Montag bis Freitag -von 5 bis 7 Uhr> Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags. Klub von 7 bis 10 Uhr abends. — Iüd.i s ch e T i s ch g e s e lisch a f t Alse r ft r a 1? c.’ Heute wegen des Feiertages' keine Z u s a m m.« n k n u f t, nächster Abend am 5. Mai. — Ch aluz: Me in Wien wkilenden Chalnzim werden im eigensten Interesse aufgesordeft' sich Donnerstag, 26. d. M., zwischen 10 und IS Uhr vormittags nnd 3 und 5 Uhr uachmittags im Palästma*Amt. 11, Zirkusgaffe 33, zu melden. — 8. i o n i st i s ch e S e k t i o n f st r die w est l i ch e n B e z i r k e W i e y S. Mit Rücklicht auf den Feiertag entfällt der Hentige Vortrag. . Die ErrmhruRg. Der Marktbericht. Das Angebot: in allen Fleischgattungen' ist aNhalteNp gut; trotzdem ist kein Preisrückgang rm Kleinhandel zu verz-eichneu. In der Großmarkthall« ermäßigten sich bloß im Großhandel mindere Wurstsleischsorten um 15 Smmeit per Kilogranim. Aus JuFosiawien ist gestern ein Waggon' Fleisch eingetroffen. ANf den GrünwarenmLrktejU sW dvp Preisegleich hoch geblieben.!; n. Baa., Unter» | ÄajsartoEBtr. Y. 4280 Tel. 404*31'. , V kkÄe Jüdische MsMhne Leiter*. E^qti Brecher -r Isak Deutedi, «VN Heute VsO Uhr abends: Brstauffßhrurcg! m Der« Tkäas Kif Drama in S Akten von Peree-Hinehkefai. Regle: Egon Br oohor. Hoc och, der Milner: BEW-2WI als Gatt. K K BLHne mrd Kunst. BUrgLheaLer. (Neueinstudiert und in <^ene gesetzt: »Der Kaufmann von Venedig".) In kurzer Frist das vierte Shakespeare^Werk in neuer Getvandung. Wiederum ein Ausgleich zwischen Shakespear-e-Bühne und modernem Kulissenzauber trotzdem die Kulissen fehlen. (Bildtafeln deuten die Schauplätze an.) Die Farbenpracht der Kostüme und Gehänge so bunt, fiir das Auge so überraschend, die Schaulust durch stets wechselnde Eindrücke so gefesselt, baß «der kostbare ^ext gar sehr verdunkelt wird, Ist auch her Shakespeares Komödie angebracht, was bei Hans Müllers „Sterne" oder Franz Molnars „Schwan^ nötig ist? Man besorgt, daß Las Publikuni gleich die ersten saftigen Dialoge überhört, dielveil es bewundernd die vielen Gestalten au dem Gemälde ist Gobelinmanier beguckt, Idas den Hintergrund bildet nnd sich mählich an die giftgrünen EckMrme zu öß' wähnen sucht. Wenn Portia ihr erquickliches Gespräch mit Nerissa führt, hat man staunend das herrliche lürkisgrüuo Gehänge zu hegaffen und den Teppich, an dem das unsterbliche Patrizierfräulein wirkt. Wer hört iväterhin die Erwäaunaen der dreier bei den drei

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