Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 804 (23.4.1921)
- Date
- 1921-04-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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«vette 4 Wien, Samstag r -. ' rr‘': .~T .--—~r- Vermögensablösung den Steuerträgern rückerstattet werden soll. Die Bermögensablösung, betreffend die Immobilien, Hänge mrch mit der Bodenreform zusammen. Der Fmanzminister und der Ackerbauminister feien fest entschlossen, beide Gesetze stritte durchzusühren. Die Darmögensablösung, betreffend die Immobilien, wpche nicht in Bargeld, sondern m Grundbesitz erstattet und die so erlanghen Gründe für Zwecke der Bodenreform verwendet werden. Finanzminister HegedüS erklärte weiters, er gebe daS Versprechen, daß diejenigen, die Kriegsanleihe gezeichnet Haben, mit einer gewisse» Schonung werden behandelt werden. Drese Origmalzeichner dürfen, nämlich dre Hälfte der Vermögens-, abgabe in Kriegsanleihe entrichten, du nach dem vollen Nennwert , berechnet werden fall. Provinzgeldtnstitute, die das Zwet- >md Dreifache ihres StcnnmkgPssasS in Kriegsanleihe oder in Kassenscheinen angelegt habe», dürfen 80 bis 80 Prozent der Vermögensabgabe mit den genannten Paprerew begleichen. , Auf eine Anfrage sagte HegedüS: Sr besteuert das ganze Vermögen der.Aktiengesellschaften, sowohl das Stammkapital ugb die Reserven wie auch die gehermen Reserven, mit IS Prozent. Dies müsse er jedoch mit dem heutigen Gelde tun und nicht mit dem Gelde vom 20. Dezember, daS viel weniger wert fei. Dies bedeute, daß er das ganze Vermögen der Aktiengesellschaften und nicht zwei Drittel besteuere, und zwar nach 'dem heutigen Gelde, und daß dementsprechend der Kurs um ein Drittel zurückgehen muffe. Er müsse jedoch mit der größten Entschiedenheit erklären, daß er nicht mit sich handeln lasse. Bon allen. Seiten werde ihm zugevedet, er möge sich der Börse anpasjen und die Kursstürze in Betracht ziehen. Dies gehe jedoch nicht. Der ungarische Fiuanzmiuister dürfe fein gegebenes Wort nicht brechen. Er habe am 20. Dezember jedermann ehrlich und offen daraus aufmerksam gemacht, daß er bis zum März den Wert des Geldes h^ben werde, und dementsprechend vorhergesagt, daß der Kurs der Wertpapiere zurückgeheu müsse. Wenn einzelne dies nicht geglaubt haben, müssen sie jetzt die Folgen tragen. Er habe seinerzeit erklärt, wenn feine Prognose bis zum März nicht zutreffe, werde er seine Stelle verlassen. Aus eine andere Weise, lasse sich keine Finanzpoli.it mache». Der Minister erklärt, der Fehler der früheren Finanzpolitik sei der Mangel an Konsequenz gewesen. Das Publikum habe das Vertrauen in bas gegeben« Wort des Finanzministers verloren. Er fordere eine große Vermögensabgabe, werde aber davon keinen Heller für die laufenden Ausgaben, sondern alles zur Verbesserung der Valuta verwenden. Er wisse, baß alles, was er tue, grausam sek, aber er baue auf die Opferbereitschaft sämtlicher Faktoren des Landes. Die Valuta müsse infolge des inneren Wertes steigen. Die Billigkeit mache sich bereits bemerkbar. Man nenne ihn einen Schwärmer, aber jeder habe die Pflicht, für eine bessere Zukunft M sorgen: (Lebhafter Beifalls Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Verhandlung über die Vorlage, betreffend die Vermögensabgabe. Eine Frühjahrsoffenstvr der Sowjetarmeen. Kopenhagen, 24. April. lWolff.) Nach Helssngsorser Nachrichten waren die militärischen und zivrlen lenkude» Persönlichkeiten der Sowjetregierung zu einer Konferenz nach Moskau zummmenberufea worden. Hiebei wurde die Möglichkeir «>uer Frühjahrs offensive erörtert. .Pie 4., 6., 9.. 10. und 11. Armee loroie die Truppenkontingente, die ihre Garmionen dem Orient zunächst - haden, wurde« zur Teilnahme au der Offensive ausgewählt. Lenin droht mit dem Rücktritt. Riga, 22. April, (Privat.) Lenin hat mit seinem MAxitt gedroht, falls die jetzige Wirtschaft in Sowjetrrrßland nicht gründlich geändert wird. Unter den grgebeften Verhältnissen sei ein Wiederaufbau Rußlands unmöglich. Neuerliche Konferenz«« zwischen den englischen Dergwerksbesitzern und de» Bergarbeitern. Lond.u, 22, April, (Reuter.) Die Bergleute haben die Einladung Lloyd G e o r g e s, sich im Board of Trade mit den Grubenbesitzern zu treffen, angenommen. Auch die Grubenbesitzer haben ihr Erscheinen zngesagt. Lyndon, 22. April, (Reuter.) Premierminister Lloyd George sowie Vertreter der Bergleute und «der Berg, werkshesitzer haben heute konferiert und werden wahr« scheinlich Montag von neuem zusam'mentreten. Kan glaubt, daß Fortschritte bezüglich der Grundlagen der Verhandlungen erzielt worden seien. Sapieha reift nach Paris. Warschau, 22. April. (Funkspruch.) Der Minister des Aeußern Fürst Sapieha wird sich am 25. d. M. nach Rom und von dort nach Paris begeben, um bei den Verhandlungen des Obersten Rates über die Aufteilung Obers chlesiens anwesend zu sein. Der Vormarsch der Kemarrsten. Konstontinopel, 82. April. (HahaS.) Aus Angora wird dom 19. d. M. gemeldet: Der Vormarsch der kemalksttschen Truppen an d:r Front von Uschak dauert an. Die Türken machte» »euerdingS 800 griechische Gefangene und erbeuteten 4 Kanonen sowie einige Maschinengewehre. Einem Telegramm aus Adana zufolge hat in Zilizten die Durchführung des französisch-türkischen Abkommens begonnen. Der Bürgermeister von Adana ist zurückgetceten Paris, 2Z. März. (Funkspruch) Rach Meldüngeu aus Aonstantinopel, haben die Türken di? Griechen ttotz hartnäckigen Mi^rAndes gezwungrn,. Ulchok zu rSmmur. Wiener Morye«zerimis ."■■■m'JWH-niumminM .... '»». .. Mittwoch den 27. d. M. um 1/28 Uhr abends i. Im Lokale der ^Hachslke Hadath^ (Schllfamtsgasce): Redner: Ing. Robert STRICKER Br. A. SCHMERLER Alfred MAY w?. Im Frager, Restaurant Scfiönhoffer, Ztifahr tortrasae: Redner: Gemeinderat Dr. PLASCHKES David NEBENZAHL Dr. M, GEYER Gegenstand: „Schekel und Keren Hajeasod“* Juden und Jüdinnen: Erscheinet in Klassen! Tagesbericht. „Warum?" Am Eingang unseres PeßochsesteS stehj dqS «W a tu «Warum ist ausgezeichnet diese Nacht vor allen anderen fragt daß jüngste Mitglied dex zum festlichen Mahle versammelten Familie. Und 'Wf Antwort ist lein schroffes „<t)u sollst glauben!- Nein, die Antwort, dir her jüdische Vater seine,» Kinde gibt, ist ein» spielerisch-qedankenttefe Ausmalung des ersten schmerzlichen Erwachens jüdischen Volkstums zur Selbständigkeit. Jenes Erwachens, das die Kinder Israels zunächst von den Fleischtöpfen einer fremden Zivilisation in den kulturellen und religiösen Nihilismus der Wüste führte, Hann aper, nach gründlicher Reinigung vyn den Schlacken fremden Diesseits, und Jenseitslults, zum Aufbau einer neuen Gemeinschaft befähigte, die die vergänglichen Formen eigener Staatlichkeit überlebt hat, weil sie auf ethischen Fundamenten begründet wurde, auf einer ' sittlichen Grundlage, auf dar heute die gesamte menschliche Ordnung ruht... Dip kindliche Frage: «Warum ist dies alles?" und Latz liebevolle Eingehen auf sie, so liebevoll, daß sie spgar auf daS BsgriffSvermögen dessen, der gar nicht zu fragen versteht, Rücksicht nimmt — ist daS konstitutive Merkmal der jüdischen Geistigkeit. Den anderen «geschieht, wie sie g e g l a ub t"; und der Jude darf fragen... Und er fragt. Seit Jahrtausenden fragt er: «Warum dies alles?" Das kindliche Entzücken über die Freuden der Peßachnacht wandelt sich bald'in das Grauen des Reifwerdenden über die unheimliche Nacht des Judenleids, deren Fittiche er über feinem Haupte zu» fammenfchlagen sieht. Nun wälzt sich - die Frage: «Warum ist ausgezeichnet diese Nacht vor allen übrigen?!" alö bitterer Hohn über seine im Zweifel bebenden Lippen. Mit ihm fragen die Schriftgelehrten, die über den tiefen Sinn deS lieber» fchreitnngSwunderS die ganze Nacht disputieren, mit ihm der jüdische Weltmann, der, Eindrücke für seine Zeitung zu sammeln, in die Ferne reiste, dort aber selbst m die Hypnose eines Eindrucks gerät: der Impression «D r e y f u s« Prozeß!" DpS Fragen ist ein bitteuer Weg zur Erlösung. Piel süßer ist die vertrauensselige Hingabe des Blindgläubigen. Darum, schmückt der Christ feinen SBetynadjlBbaum mit Süßigkeiten, der Jude seine Sedertafek mit bitteren Aräuter».,, Den Festschmaus anderer.Völker krönt an natio, naken Fxeudentagen duftender Kuchen, der Jude begeht diese- GeburtSfest seiner Nation iyr Zeichen des ungesäuerten Brotes des unsteten SBoiti>et«r8, der keine Zeit findet, seine Wegzehrung zu würzen wie der Seßhafte... Unsäglicher Schmerz quillt auf aus feiner Frage, aber auch etwa» Stolzes. Erhebendes: das Gefühl der Freiheit. Wer fragen darf, ist wah rh oft fr ei. Darum fühlt sich der niedrigste Jude am .Peßachfeste als ein Fürst des Ostens und schmiegt die notgestählten Glieder in weiche Kissen... Rnd der starke Impuls der Freiheit, der dem Judentum immanent ist. hat auch die Verheißung geprägt, die all den Fragenden, Grübelnden und Bangenden zum Zeichen immer neu fortwirkende» ErlöfunqSwunderS zuteil wird, dem verklärten Staunen des Unmündigen, des disputterenden Weifen, deS mittelalterlichen Ghettos und dem aus der gefährlichen Betäubung trügerischen Affimilationstraums aufgeschreckten modernen Weltkinde, ja selbst dem Toren, der heute noch nicht zu frage« persteht: Die alle Kräfte des Judentums neubelebenden Verheißung: «Heute rwch im Lande der Knechtschaft, nächstes Jahr aber in Jerusalem.- Hugo Spiegler. Eine jüdische Aochschnle in Sowjrtrutzland. In der Berliner «Jüdischen Rundschau* schile dort S. I. Hurwitz di» Entstehung der jüdischen Hoch» schule in Petersburg, von der wir bereits berichtet haben, und die das einzige jüdischen Studien gewidmet« Institut ist. das in dem vom Rußland der Sowjets geführten Voonichtungsfeldzug gegen alles Hebräische erhalten bleiben lammte. Es heißt dort: ES war vor ungefähr zwei Jahren. An den flftfw der Nova faßen und weinten dis Reste her jüdischen Intelligenz, alles, was noch von der Sintflut, zurückgeblieben war, die da» ganze gesellschaftliche und kuttuvÄle Illeben Rußlands weggefchwemmt hatte. Man erinnerte sich der 'pw Lrsurne urch MkMw« tzoftnuvg«. dttz «« L« 23^ April im 9tt. 80% den letzten' Jahrzehnten,,. besonders aber während deS Kerensti-Pegimes. auf die Zukunft der Juden in Rußland gesetzt hatte. Eine talmudische Sage erzählt, daß während her Belagerung Jerusalems durch di« Römer die in Jerusalem zurückgebliebenen Gelehrten sich im Hause des Rabbi Chananjo ben Chiskija ben Gor.ron versammelt haben, um achtzehn theoretische Streitfragen zu lösen... Unsere Lage in Petersburg vor zwei Jahren war ungefähr dieser Lage der Juden in Jerusalem ähnlich. Die Bermchtungswelle der Pogrome griff immer weiter um sich, und die Schreckens- ' Nachrichten, die nach Petersburg gelangten, waren nicht stex^e Jwp geeignet, uns besonderen Mut ejnzuflößen. Iw Peters bürg selbst wütete die TschpeSwetschqjka (Autzexorhent« siche Kommission zur Bekämpfung der Gegenrevykutton), dre r täglich neue Opfer forderte. Bpn der Angst vor. den täglich stattfindenden Haussuchungen und Denunziationen kgnn sich ' per Außenstehende keinen Pegxjff machen. Das wirtschaftliche . Leben War vollstärchig zerrüttet. Trotzdem hat sich die. jüdische Intelligenz in Petersburg znsammengejan, ' um für die jüdische Kultur eine Zufluchtsstätte zu schaffen. Und auf diese Weift ist hi« jüdische Universität m Petersburg zustandegekommen. Ungefähr zwanzig Gelchrte und Schriftsteller, die in Petersburg zurückgeblieben waren, peil sie keine Möglichkeit hatten, sich qus dieser Hölle zu flüchten, alle, die sich um die ' hebräisch-jüdischen Kulturrnstitnte Petersburgs gesammelt hatten, alle Mitarbeiter per jüdisch-russischen Enzyklopädievon Brockhaus-EsiM, D u b n 0 w, U 0 s i»s k i. B tz u tz k u S, B.\ <8 inSöurg, Zimberg, Hessen, Rabbiner Eisenftadt, Warfon, Steinberg, Kulischer, Maiiypn, Krasni unj» andere habe» diese jüdische Universität, oder ' wie. der offizielle Steine jetzt lerntet, Hochschule (Institut) für Wissenschaft des Judentums, mit folgenden Lehrstühlen gegründet: Jüdische- Geschichte, alte und neue jüdische Literatur, semitische Sprachen, Bibelwissenschaft, jüdische Kunst,, Talmudkunde (Wesen und Geschichte), Religionsphilosophie (mit d«r letzten beiden Lehrfächern war der Schreiber dieser Zeile» betraut), jüdisches Recht u. a, m. Nachdem diese Hochschule nun einmal eröffnet war, ncchm sich hie Sowjetmacht itzper am. Die Dozenten erhalten' ' ihr ..Gehalt" aus der Staatskasse und genießen alle Rechte der omderan Akademiker, Hie erhalte» eine akademische Lebensmittelvation und sind von allen öffentlichen Arbeiten, wie zum Beispiel Holzhauen, Sipäßenreinigung und sonstige» ABeiten. die jeder SowjeAürg-gx an gMiffen Tagen im. Mkynat verrichten muh, befreit. So setzte diese jüdische Hochschule ihre Tätigkeit im Verlauf hon zwei Jcchren faxt, soweit dach Leben in Petersburg überhaupt einen geregelten Unterricht gestattete. In der letzten Zeit hat die jüdische, Sektion des Wdirn-ßkom-miffäriatS versucht, sich in diese' Hngelegenhert hineinzumischen, Diese Sektion, cm der hauptsächlich Reste des «Bundes" (Jüdische - sozialdemokratische Arbeiterpartei) unfo der Jiddischisten tätig sind^ hat ein solches. hebräisches Instituts das eine vollständig auwnome '.ErtsteNßss führte, nicht gern gesehien. Die Leiter dieser Seftion Haben des öfteren versucht, bri der Negierung die zwarrgsweise' Verhslan« zu-ng der Hochschule nach Moskau tzurchgnfehen. Hie behaupteten, daß Petersburg-von den jüdischen Massen zu enffernt sei, daß Moßkau den jüdischen Massen viel näher stünde usw'. Ihre Bemühungen waren .aber erfolglos weil man in Moskau die entsprechenden Lehrkräfte nicht ftnden konnte' und. diL Petersburger Dozenten sich nicht entschließen konnte», noch Moskau zu gehen, Als die Jiddischisten sahen, daß ihre An- ' strengungen vergebens waren, versuchten sie, durch das Bilduugsministerium eine «Reinigung" des Jnstttuts vorzunehmen. Zunächst wurde Rabbiner Dr. Eisen st ad t enffeunt, der Dozent, für Bibelkunde war, da er als Rabbiner dem Wldungsministerium verdächtig erschien. 'Dann muhte Dr. Marlon, Dozent für Arabisch und Geschichte der Kaxaex, auSscheiden, weil ex SynagogeUvorstand war, Ferner wollte man qls Unterrichtssprache Jüdisch emftzhren.' daS ging aber nicht, weil die Petersburger Studenten des JMfchen nicht mächtig sind. Die Regierung mußte es jedem Lehvep überlassen, seine Unterrichtssprache selbst zu wählen. Für die Zukunft plante man, cm ne größere Anzahl junget ßeute auS dem AnsieblungSrcmm z» bringen, die danp den Grundstock für die jüdische Studentenschaft bilden sollten, um auf diese Weise Beamte für die jüdische Kulturtcitigkeit. hevanbilden zu können. Die Unterrichtssprache blieb also Russisch, einzig und allein Schreiber dieser Zeilen hielt seine Vorträge in hebräischer Sprache. Ich kam der Sowjetregierung am wenigsten verdächttg vor. Vielleicht sind mir meine Jugendsünde» hier honnutzen gewesen; (Der Autor, der -N den prominentesten hebräischen Schriftstellern zählt, hat seine schriftstellerische Tätigkeit, und das in sehr radikaler Weise, in russischer Sprache begonnen. — Anm. der Red.) Die jüdisch-russischen Schriftsteller durchleben jetzt tragische Stunde». Sie haben das Hebräffche verlasse» und ibr Leben lang Russisch geschrieben. Jetzt ist Uber die russische! Sprache nur »doch die gräßliche ^erordnungssprache der bolschewikischen Regierung geworden. Seit zwei Jähien hat kein einziges russisches Buch den Druck verlassen, keine einzige literarische Zeitschrift ist in Rußland erschienen und die jüdisch-russische» Schriftsteller bedauern jetzt, daß sie ihre besten Jahre und ihr« besten Kräfte diesen Sprache gewidmet haben. Jetzt ist Rußland und mit ihm das russische Judentum' in viele Stücke gerissen, die einander bekämpfen. Es wird kaum eine Generation yergehen urch di« russischen Werke werden gerade in den Gegenden, dt« am meisten von Juden bewohnt sindnicht mehr gelesen werden können. Jetzt bedauern die jüdischrussifchen SchriststeUnc, daß sie nicht Hebräisch geschrieben haben. Hätte« sie ihre Werfe hebräisch geschrieben, sie würde» jetzt, einen Leserkreis in her ganzen.jüdischen Welt haben. Deöfteren klagte mir der Historiker Dubnow darüber, daß er seine Hefchichte und seine Untersuchungen russisch gei&' AbWK AeKnaürtig Mießt «