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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-18 · Heft 799 (18.4.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 799 (18.4.1921)
Date
1921-04-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. TSV Men, Monlas Die Vorschläge dahat. solgrnde Höchsigebühre» einznbebe»; Für OprrLtionrn auf den chirurgischem orthopädische«, gynäkologischen. vphthalwologischen Stationen und de» Stationen für Ohren-, Rachen-, Nasen- und »rolsgischen Kraus«: in der l Klaffe X 20.060, m der H. Klaffe & 8000. Au! den Stationen für innere Krankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten. Kinder- und Insekt ionsirankheitev, Psychopathie, Neurologie: I. Klasse B. 15.000, II. K 6O0o, Für Leistungen der Institute für pathologische Anatomie, Histologie, Bakteriologie und Chemie: l. Klasse K 6000, U. Klaffe K 2000, für Leistungen der Institute für Radiologie, Lrnsenbehandlung, physikalische Heilmethoden: I. Klasse K 16.000, II. Klaffe K 8000. Der Vorstand btt Atrztekaüimer beschloß, s i ch der Stellungnahme zu diesen Vorschläge» z« .enthalten, so lange der örtliche Dienst in den Zahlstockaiiteilnnge» nicht g e r e » e l t sei und auch dir Regelung der Stellung der praktischen Ä « rz 1 e zu ihren aus die Zahlabteilungmaufgenommenen Patienten nicht erfolgt ist und schlirßllch Zweck und Aufteilung der »besondere« Gebühren" nicht bekanntgegeben wird. Die Kammer sprach sich wetterS grundsätzlich gegen e i n e V"e r- Mehrung der Zahlstock betten an», die in mehrfacher Hinsicht einer sozialen Schädigung der L l l g e» e i » h e i t durch Verpflanzung eines BegünstigungZsystems <mf das Gebiet der Krankenanstalten Vorschub leisten könnte, ohne de» Jntcrrffm der Allgemeinheit, des Mittelstandes oder der Aerzte >u nützen. Der Vorstand empfiehlt vielmehr die Errichtung eines M ittelstand SsanaroriumS mit freier Aerztewahl von Staats wegen. Die Kammer erklärt sich bereit, an der Sanierung deS «otleidende» KrankrnanstaltensvndS Möglichst «itznarbeite». Bis zur definitiven Regelung stellt aber dt« Arr-ttkammer folgende Forderungen: 1, ES muß den Hausärzten (behandelnde» Aerzten, Fachärzten ohne eigen« Abteilung) daS Recht gewahrt werden, an der Behandlung ihrer den Zahlstöckcn zugewiesenen Patienten 1 e i l z « « e h m e n. 2. Für diese Mitbehandl»ng steht den Aerzten der Anspruch auf einen Te'l der riiiziihebenden »besondere» Gebühren" zu. 8. Ohne Zustimmung der Kammer darf eine Vermehrung der Zahlstockbrtte« »i ch t st a t t f i u d e n. Ehe diese praktische« Forderunge» nicht anptÄommen sind, erklärt sich die Kammer für nicht tt» bet Lage, riri Gutachten über die »besondere» Gebühren" abzugeben. Dt« syrische Wüste. Die syrische Wüste gehörte einst zu den . dichtest, bevölkerten und am höchsten zivilisierten Gebieten der Erde und Hunderte von Nuinenstütten erzählen von der stolzen Vergangenheit der jetzt so unwirtlichen Gegend. Me Frage, warum dieses Land der völligen Verödung anheimsiel, gehört zu den interessantesten der geschicht. lichen Forschung; sie ist aber auch von dem neuesten Bcarbeiter des Problems, H.C. Bull er, nicht gelöst werden. Wie B. B r a n d t in einer Besprechung dreser Abhandlung in den „Naturwissenschaften" hervorhebt, handelt eS sich -aber weniger um eine geschichtliche als um eine naturwissenschaftliche Frage. Die Untersuchungen der jüngsten Zeit haben erwiesen,' daß daS jetzt menschenleere Gebiet-er syrischen Wüste einst dichter bevölkert war, alS, die Großstädte ausgenommen, die bevölkertsten Terle Englands und -er Vereinigten Staaten. Die Wirtschaft und Zivilisation der semitischen, seit dem Alexander-Zuge mit europäischen Kolonisten" durchsetzten Bevölkerung standen aus hoher Stufe. Ein großartiges Straßennetz und mächtige Brückenbaute» ermöglichten «inen umfangreichen Außenhandel mit Indien und .Rom , und dev blühenden Kultur entsprossen jene wunderbaren Tempel und Kirchen, Theater und Bäder, Villen und Grabdenkmaler, deren Ruinen noch heute stehen. Diese Blütezeit reicht von ungefähr 300 vor bis 600 nach unserer Zeitrechnung mb endet mit den Eroberrmgszügen der Perser und des Islam. Da die Perser ihr Land durch einen Wüstengürtel gegen fremde Einfälle schützen wollten, zerstörten sie!die Befestigungen und Städte. Aber damit ist noch nicht erklärt, warum sich das fruchtbare Land in eine Einöde wandelte. Man findet Hunderte von Del- und Weinpressen in Gebieten, in denen heute weder ein Baum noch ein Weinstock Wurzel fassen kann: wo chemalS reiche Pflanzung«» gestanden haberr müssen, ragt heute nackter FelS. Flußbetten, über die mächtige Brücken gespannt und an denen Ufern noch Wascheinrichtungen vorhanden sind, zeigen nur Sand und Geröll, haben das ganze Fahr keinen Tropfen Wasser. Eie Brmmenanlagen, Zisternen und Beneselungsvor- Ächtungistl,'auf hie man allenthalben stößt, beweisen, bas; damals Wasser, genug zur Verfügung stand; mit tolz trieb , man .in dem jetzt baumlosen Land« große crrschtptznditng, die sich aus denHöuftrbairtnr erkdunen laßt. .Gewiß mögen die Wälder rücksichtslos niedergeschlagen worden sein; die weidenden Ziegen- und Schafherden verhinderten dtze Wieberaufsvrstung; iasoluedcssen wurde das Erdreich ahgespült «ch bakMe Gestein kam zum Vorschein. Man hat auch awtz historischen Funden auf eine Kltmav«rschlechl«eung schließen wollen. Uber durch das alles wird «och nicht erklärt, wie die fruchtbare Brotkrume, bte Wälder, D^.ellen und Flüsse, 1p völlig verschwanden und her Wüste wichen.' Eine falsche Kommisston» die 000,WH) Kronen beschlagnahmt. Am 16. d. M. wurde dem Polizeikomniiffariat Mieden i)tc An^rge über einen Grmnersitnch erstattet, der von talickerr Äommrjsion verübt worden ist. AlS die im Hauie lV., Kar»linrngaffe 7 wohnhafte Jeannette Be«f» « -f » » ttit eurer äofttaiAt tzü L 6DU.000 aüfiklt m Laos tont. MeÄer Msrgenzettimg .... —... . fernen zwei Männer auf fit js, die sich für eine polizeiliche Kommission ausgaben und der Anzeige zufolge — ihr die Handtasche mit dem Geld« abnahmen. Mit dem Rande entfern» sich die »Kommission". * Der Schrecken der Kleinen. Wie berichtet, hat ein junges Mädchen in -er letzten Zeit kleine Kinder in Hausflure gelockt und ihren die Ohrringe abgrnonmen, indem sie die Kinder mit Aufträgen fortlchrckte. Am 14. d. M. wurde als die Täterin die noch nicht 17jährige Hansgehilsin Hermine B l a h o r i'e verhallet. Sie wurde überwiesen, sechs Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren auf diese Weise bestohlen z» hoben, und dem Landesgericht rittgeliefert. * ttm eine halbe Million Textilwaren gestohlen. I» der Rächt mm 14. d. M. wurde das Geschäft des Stickerei» warenhändlriS Jakob Deutsch, XX.. Gaußplay 6, erbrocken und Textilwaren im Werte von einer halben Million Kronen gestohlen. Das Komrnisiaüat Brigittepau stellte fest, daß an dem D ebstahl folgende vier Personen betctUßt waren: Der ssjährige Metallgießer: Johann N a n s ch. der SSjähriae Kutscher Josef Schönhofer, der 39jährige Hilfsarbeiter Johann M a t e i k a und der unterstandSlosc 33jabrige Hilfsarbeiter Josef Z i b o ch. Die Täter konnten nur einen Teil der Beute von dem Tatorte wegschaffen, während sie de« Rest im Kclltr des HauseS liegen ließen. Als sie diesen Teil der Beute holen wollte, wurde ihre Gehilfin, die S9jähr>ge Hilisarbeiterin Anna W o l n y, inigehaltcn. Bon de« Einbrechern konnte bisher nur Rausch verhaflet werden. Seine DiebSgenoffen find noch flüchng. Waren im Werte von K 800.000 wurden zustande gebracht und dem Eigentümer aus gefolgt. * Jüdischer Frauenbund» IX., Liechtensteinstrüste 11/13. Spenoenausweis der Jnlandaktivn für Kinder. A n n o n y m Monatsdeitrag K 500, Herr Jakob Wittels IX.. K 100, Frau Klara S v k o l rw s k a IX., X L0, Herr M. Grünberg II., X 50, Herr Ing. Benno B r e ch n e r IX.. K 20, Herr Josef SPiea l jun. IX., K 20, Herr Salomo» Horowitz IX.. BL 20, Dive r s« K 20. früherer Ausweis X 44.930, zwammen kl 45.710. Lebens- , «r t t e l s p e n d e n: N. N. 10 Laib Brot, Ungenannt 3 Laib Brot, Fräulein G. R. 3 Laib Brot, Frau Rosa K o p p e l II. 2 Laib Brot, Frau Franziska F e n e i ft i \ n 1 Laib Brot, Frau Anna K o s A e r 1 Laib Brot. * Hilfskomitee für die ukrainisch-jüdischen tstogrym-- opfer» U., Tahorstraße20a. AuswnS R>..4. über die in der Zeit vom 6. bis II. Avril für das Hilfswerk zugunsten der indischen Pogromopfer aus der Ukraine ein gelaufenen Grlüipeuden. Sam mlung Halpersohn: vrochmuth Samuel 90, Bcrson I. 50, Fuhrmann 200, Schere A. 100. B. A. lOo Ing. Geschel 100, Sußmann M. bv, Löwensohn 100, Fcinherg M 100, ferner I. 50, Kozanowiki P. F. 100. Sirkcs 100, Kornmehl bO, M. N. IM, Gruszkv M. 50, Sachs M. 200, Orlowsü Z. 50, Bernsohn 50, Danziger 50, Raskon Josef IOOO; zusammm 2690. Sammln« g Frl. Rerchs feld: Re'chsfeld Hermann 200» Rvftnbaum Adolf 50, Dr. Sckachlcr Adolf 50, Schreier Frida 100, Rerchsteld Mvrrtz IM. Schwarz Adoli IM. Mann Max 100, Ä.N. 50, N. N. 30, Schwarz 34, KlarZseld 20, Fra» Smrvn 30. Zostschan 50, Stern Jgn. 20. Püchltr 25>, Zünbler Josef 60, Blum Wilhelm 20. Hol-hakcr 30. Schwindel Klara 50, R. N. 50, Kubrz B. 50, Gallet Cyllä 5Q, Raab 20, Braun 20. N. R. 131, Buchsbanm 50, Rapoport Janka 20: znsaurmen 1500. S a m ml n « g S i 1 6 t fl't y: Gutmann Malwine 50, Lei n er Paula. 50, Gutman Farini 50. Ebel Isidor 50; zusammen 200. Geschwister Blei, anläsilrch des Todestages ihres Vaters Jakob Bler ' aus -Svlotivma M' V. Msaikv''My7''Mbkra'ÄEffef' 50," Raufer Jakob 100. HönigMichael lOO. SefertMatthias 200, SammlungAlrredMay:. Für ulrainische Progrvmrvaisen anläßlich der Beschneidunn seines Großneffen Joel (Julinsl Gutwirih: Msses Jstael Gutwirth 8j00, Diverse 1150; zusammen 4-150. Göttlich Heinrich 100, Kupfermann Moritz 2C0, Kupiermann S. 200, Sack I. 200, Silbiger Georg 10, Großmann. F. 10. Krämer Mayer 100, Parus M. 80, Sigall Samnrl 50, Lehr Fallet 300. Jahr K. 50. Jahr Bernhard 150, Biheller 25. Nagler Ch. 200, Kudl D. 200, Aterr Markus 5. Roth Hemrich 10, Dr. Adel'Z Otto 500, Mencrer Cb. 50, Elber M. 20. Lebenschuß B. 2000. Doller Oswald 20, Störer W- 100, Schmerldr Salo 200, Felberbanm M. 15, Löffelhol; Sawuel LM, Bardach Naltali 300, Arnold Hemrich 100, Liebermann Jakob 20, Eilen Israel 20, Brerer Bertlia Sophie 50. Klarnct Samuel 50. Hesse! Fanni 100, Dr. Halpern Wilhelm 50, Eisuer G. 500, Summe 15.415; hiezu der frühere Ausweis vo« .K 68.715. Di-hrrigeS Gesamtergebnis K 84.130. Weitere Spenden können Sei der Allgemeinen Depositenbank. I., Schottenpaffe 1, am das Konto »Hrlfskomrtee für die ukramrschiiid'schcn Poziomovfer" erlegt oder im provisorischen Bureau des Komitees, U., Taborstraße 20», Übergeben werden, woselbst auch Erlagscheine und Zeichn»ngserklärnngen zu haben find. * Generalversamnilung der ^Stafa*. Die Generalversammlung der „Stafa" findet am 8. Mai, 10 Uhr, im Svphiensaal statt. Jene Mitglieder, die nicht erscheinen können und für e«e Neuwahl des Vorstandes n»r unter Beibehaltung vo« höchstens zwei oder drei Mrtglrrdern des alte« Vorstandes sind, während sie für die anderen freiwerdenden Stellen drS Vorstandes nur Männer ihres Vertrauens mahlen wollen, werde» ersucht, ihre Vollmacht ans den Namen Dr. Fritz Tauber,. V1H„ Josesstädterstraße 14. auszustcllen, diesem ihre Wünsche-brkanutzmeben und die Vollmacht bis spätestens 22. d. M. an' die „Stasa" einzwsendrn. Vriefirsftr« drr ,VükLfti«a^. 1. Schauen Sie in den Mitteilmigm des botanuchm Instituts der Wiener ItniceifUät' «ach. 2. Wegen Versand von Bücher« besprechen Sie stch mit de« Palästina-Amt oder ,Maammm". beide Bauernmarkt 84. — Lea, Stobödka". Wende« Sie sich an die Paron-Hirsch-Stiftmeg, Wien, l, Falkestraße 2. — „Ex Oriente lux*. Amerikanische zionistische Organisation, Rew-Nork. öS, Fifth Avenue; schweizerische zionistische Organisation, Basel,?. 0. 8ox 10.155. — A. M. 8 wurde am N. d. M. beantwortet. — Meran. Dr. Artur Mahle» ist i« Jahre 1916 stestorbe«.' — Netter. N. i. Bester wäre eine Bestätigung der Bczirkshauptmannschaft auf jeden Fast. 2. Der Weg der Ablöse ist n-ch der rmnmehrigen Berordnuug nicht erlaubt. — Bade«. Besten Daus! Kür »ns leider nicht verwendbar. ______ Sierrerfrrgrkaft««. Stieskind. Die Vermögensabgabe vermindert stch für 4 Kinder um K 9200. Hiebet sind auch Stief- und Adoptivkinder untzmahleu. ebenso dir grvßiöhrigeu Kinder, selbst wem sie eine« eigr«e« HanShalt habe». ES kommt ttttr dmanf an, daß eS «atwrdee Ihre eigenen Kinder »der dw Ihrer Ehegattin find «ch daß Sie mit Ihrer Ehegattin im gemeinsame» Haughaft lebe«. Wenn Sie vo« Ihrer Frau getrennt lebe», so wird »m auf jene Kinder Rücksicht genommen, für deren Mtcrhalt Sie sorgen. Wem sich die Kinder selbst «rbalte«, s» werden zwei Kinder bei Ihnen gezählt Md zwei bei Ihrer Fra». — VrrftchernRS. Ist eg bloß eine ErlebrnZversicherong, so aift als ihr Wert am Stichtag 80*/» der bis mm »o. Junr 1830 schon gezahlte» . Ariimee». h«^Wchch«S» «ad K« MLijcklZ« .LivLck«»»»»» '18. DM ml «-OM> Dy» dieses Betrage». Wurde die BersichettMtz ttsi i. Jäuner 1917 eingegange» mi »inbat bereits K 10X00 an Prämie bezahlt, so gilt als Wert bet volle der schon gezahlten Prämien. Eine Beftäligüütz dir Brmche anfialt über die geleistete« Prämien ,st dem Bek«mwiffr legen. Uebersteigrn die bereits gezühlke» Präwien ««cht A M^ 'U ist die Versicherung überhaupt nicht abgabepflichtig, eM» «W» das versicherte Kapital X 5000 nicht übersteigt. GLÜKßWW Der Diknfinchmer hat das Recht, vom Dienstgeber tat* vtiiftfö einen Auszug aus dem Stammblatr zü verlange«. Eine Vrr-- pflichkang des Dienstnehmers,, dem neue» Dienstaeber rnrm solchen Auszug zu übergeben, besteht nicht. — Alls« AbOOMÜM Verluste bei emzelneri Brräutzerungsgeschäfte« t8n*rn Sir bei M Eiulomtnenftener in Abzug bringe», wenn im Falle eftet Gd> wiuneS bei der Veräußerung bei dir Veräußerrmg dick« Gewinn einkommcnsteuerpflicht'rg gewesen wäre, also zum Beispiel l>« einem Svekula.ionSgeschäst. Jedoch muß der Vetlirst unter nWrkr Angabe der Umstände glanbhü't gemacht werde» und Sie mMck beim Verkauf mit drr »öligen Sorgfalt vorgrgangrn sein. D« Verlust wird berechnet als Differenz zwückrm^ dem Herstrlllwgs» oder Anschaffungspreis und dem lbkim Verkauf erzielten Erlös. Ät. W. vi. Cie habe» den Ertrag jener GefchäftSperiodr zu versteuern, für welche der Betrieb ans Ihre Rechnung Mg. Bv» da wird der Käufer des GeschaiteS besteuert. — gaffe 1. Das Gesetz, wonach Einkommen biS X 80-600 siejwrftt> sind, »st zwar schon beschlossen, gilt »der erst für Für 1920 beträgt daS steuerfreie ExistenMrnimuM X 8406. »kwe MM tzMWIme " Letter; Egon Brecher — Isak Deutsch. .-r. w.i»,«»»« ■»»■> AagKrt&nstr. 8. «SO Tel. 40-3-31. > m.H.nnt. H«Ute V-8 Uhr abends: Jeckel der Schmied ÜrftmA m AV4ä* Vfth T>i4ÄlAt t)«ntaAri Bühne und Kunst Konzerte. Jnr siebenter philharmonischen 5^mzrrt Maugtck „zw« phantastische Stücke für großes Orchester", ein« MttUW«, Op. ö, und ent" Tanz, Op. 7, mm Wilhelm G r»sz, Mi'. Uranfsührrmg. Der hochbegabte Komponist hat &iefe sehr hübschen, koloristisch gewandten, attvas überLades«« Stücke vor bereits vier Jahren geschrieben und ist todjt inzwischen «taf ihre musikalische Ideenwelt längst hinauKgewechseN. Jefttz Weingartner, der endlich Heimgelkhrte, zeigte ob seines unenischuldigten Fernbleibens keinerlei 3r>eue, sionder« drrig'iLLÄ» Beethovens „Achte" mit dem Jrohsdm «ud der L«de«I^ Würdigkeit, die ihm und dem Werke so Qßit ansteht. Der ernste ewb feierliche Ausdruck,, de» Gustav Mahler seiner Zweite» Symphonie vorgeschriebe» hat, entspricht her Wef-ensart des große» Dirigenten Wilhelm F»rtw fi wg ter. Auch in der Aussühnmg dieser Symphonie mit dem künstlevorchesber hat er sich in nranchem gegen die festgelezten Traditionen der Mahler-Gemeinde vergangerr. lind doch,welch großartige Einheitlichkeit itt seiner Anfsassuug rm ersten Satz, welch kraftvolle Zusammenfassung der auselnanderstrebttMÄ Delle in« Finale. Was für Leistrmgen würde di» sslckM Dirigent erst an der Spitze der Philharnwniker vzllbrit.tgertk Der Weg vo» Furtwängler z«. Tittel ist ein Abstieg von einsame« Höhen zur freundlichen Landschaft des Alltags. Immerhin hat sich Bernhard Ti t tel, dev etwM nüchterne, aber stets zuverlässige Dirigent, mit de» Konzerten, in denen! zu pvpuILren Preise,: erstklassige Meisterwerke — Knletzt Bruckners „Neunte" und „Tedeum" — a^fgeführt wurden, Verdienste Mit die musikalische OeffLnkkich» keit erworben. Anchj das Wiener--Frauen-Vymphouie«- Or che st er unter der Leitung von Julius Löhner t kämpft taps« weiter, vorderhand nur mit Stretchinstvnmenten, also, mit »nMänglichen Waffe«. Aowohl in Richard Mandls MtnumzSvollem ,Hymnus an die ausgehende Sorme" wie tz» DvooaV „Serenade für Streichorchester, Op. 22^' w«Htmr die Frauen ihre» Mann zu stelle». Solistin des AtaMs war Frau Els Büttker, welche in Lieber» von Jostf Marx durch die Frische ihr«: hübschen Stimme w« durch ihren sympathischen Bortvag angenehm mchsttt. A» Ehre» bei sechzigstw NeburtLtages. des Lekennüm Musikpädagoge« «ud VchMstevers Mhwch »fvbe«i M eS »ine "Art pianistische» Wettrennens sieiiw^ bebentendsten Schüler. Der «nftmtge Rudolf Serk r« hat nach die großs Piarirftenlausbahn vor sich; aber schon jetzt verenrigt er perlende Technik mit emineuher Musikalität und bewällltzk spielend de» Geist «rd die pianistffche» SchwL^ctgkeiten tm SchmnarmS IMBbtUftengext. In Mozarts „D-Dür-Ss«atze für zwei Klaviere" vereinigt er sich mit dem vortreffliche» Dirigenten Georg Szell zu ganz vollendrtenr ZusammenjpiÄ. De» ersten Preis errang aber Frau Wera Kau \ frnRNw-Schapi'r, mit dem lebenfprühmlde» und ktaststwhenb«» BvrtraF vo« Lschaikowfkys B-Moll-Konzert. In der Zeitz ihrer Abwesenheit von Men ist siezu einer ^rostxn Pianistin herangeretst, die in ihren ganz grösst« Momenten an d*Albert gemahnt. Ein voller, tongewaltitzw: Künstler ist auch Kessifsv glu, dessen Anschlag wie aus Stahl und Eistn gehämmert ist. De Hütte stch seine Ausgabe «tcht Licht gemacht, sondern drei schwierige Werke der modernen Kkavirrliteratm auf sein Programm gesetzt. — Me verschiedenen nationaler Einflüsse, die i« Frederick DelijUS durch seine deutsche Abstammung, feilte englische Geburt and sein Wuuderlcke» in Amerika, Dckttschland und Frankreich vorhanden sind, scheiuerr sich . auch, soweit wait nack) eiunmitgent Hdr« urteile« kann, in stiuenl bereits im Jahre IlsiX komponierten E »Moli »Klaoierwn^mt rs> röer:,ri f *>r '. KMssvgln spielte dcks Konzert ederffo vollendet wie die Wlrisch und inhaltlich äußerst anspruchsvollen iLcrria» tioneft und Fuge Lber sm eigenes Thema" von Kwü O r v-- har ka, ein technisch und formal gedwgerles Werl, d :S iusc'.;re seiner Kompliziertheit — schon als GedachünSlristüNg — Md s«se r KaMa Mt. kaum gchtzW! ÄMMlSD

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