Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 778 (26.3.1921)
- Date
- 1921-03-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nt 778 Wie», Samstag H * 3«tXAffttttjs »Ott Abttttrientett tztt HattVelS- <katfmi<ft zum Studium an de- Hochschule für Bodenkttltttr Das Siudium an den Hochschulen -war: den Ab-- solventen von Handelsakademien bisher nur nach Ablegung einer Resseviüfung an Mittelschulen zugänglich. Da§ Nnterrichtsämt bat nun verfügt das; Adtt'.uicnttn Mou Handelsakademientvenn steeine öffentliche Untermtttelsckule^ab'olvlcrt haben unh. sich,mit dem Retsezeugms einer Handelsakademie anSwrnen^ an der. Hochschule für Bodenkultur, und zwar zunächst als außerördentllche Hörer, zmulaffen find. Rach Zorückiemlng des ersten, Jahrganges. werden sodann diese Hörer, wenn sie sich über die.'mitmindestens sehr gutem Ersolge abgelegten' Einvlnpnstungm aus den Gegenständen der ersten Staatsprüfung der gewählten-Slüdienrichtuna aüswei'en, über Ansuchen unter Ancechnüng der bis 'dabin an der Hochschule für Bodenkultur ats außerordentliche Hörer verbrachten Semester als ordentliche Hörer aufgenommen. * Achtzigster Geburtstag eines jüdischen Veteranen der Arbeit. Herr Jakob Kon i g. Schlosser, langiahnges Vorstandsmitglied des Hietzinger Temvclvercines, vollendet morgen sein 80. Lebensjahr. Sein Vater, Rafael K Brttfi, war der erste jüdische Schlossermcister m M i ß l i tz in Mähten,--wo er den ersten Tempel erbaute und eenen geregelten Gotiesdienst,einführte. Herr Jakob König gründete im Jahre 1864 als erster'.Jude e>n Eis.engeschä't und eine Schlosserei in der Stadt Rev. welche-im Vormärz ein ^TreleMakum" war, wo sich fc:w Jude über Nacht aufhalten durtte. Er brachte es durch Fleiß und Tatkratt. dahin, baß seine Söhne heute eine dergrößten Firmen dteftr Branche ivi Nieder osterreich repräsentieren. ' . , j * Mathematikertagung in Göttin gen Der, über ganz Deutschland und Oesterreich verbreitete „B e r e i n- , i ii r F ö rderungdesma thematischen und n atutwts sens chaftlrche n U u i err i ch t § wrrd -zürn ersten Mqlr wieder, nach dem.Kriege zu einer Hauvjpersammlun'gr am 30. d. M. bis 2. April zusammentrctrn. Als TMmasort ist Gött'Ngm erwählt, wie in den Jahren 1908 und l'8W. Mit der Tagung verbunden ist eine Ausstellung der in, .Gö>t>rtgen hoch entwickelte» Industrie für Feinmechawk, Optik und Elektrotechnik.! * Di« Fyrderttttgett dev Handelsvertreter. Vom Reichsschutzbund der .Handelsvertreter inOcftetreich eischien gm 23.^ d. M. eene Depulatton sämtlicher BefirkS- und Ortsgruppen bei' den Bundelsminisiern für Handel und für Justiz, um die sofoitige Verabschiedung drS.fertiggestellten Handcl^ageniengesetzes sowie deS Gesetzes über den. mrlamerm Wettbewerb durch Jbte. Ratiönalversammlung zu fordern. WetterS, forderte. diese die Errichtung einer Handel'ageutenkammer. Zuweisung von Piovmons- Prozessen an Vas zuständige Gewerbegericht sowie Herb'eiüeh.ung . von Sachverständigen bei Prov sionsproz ff n aus. der Mitte der Handelst) er're'er, /nelich eine Kollclt'vauLstelluna des Rrrchs.schützbundes der Hündrlßvettreier bei. der Internationalen Messe für sämtl'che von den Verbandsmitgliedern vertretenen in- und ausländischen Hauser. Die Minister tagten ihre stöiderung.d^r Anvelegenherten m. Dienstaa um 3 Uhr nachmittags Bertcht.rfiattitng PrÜckl>Smbcnring 24.! * Reorsattisatiott des ..Jüdischen Tagbkattln Lemberg. Die VerlagSgesellscha't „Tagblau" ,n Lemberg hat sich in den letzten Tagen in eine Gesellschaft nt. b. H.. unter der - Firma: „Reue Vetlagsgesell'chaft G in. b. H. in Lemberg Npwa . spöffca wydawnicza Sptf?ka 7. ogr. por. we Lwowie) mit einem Gründunpskavital von 1.060.000 voln. Mark umgewandelt. Per der am 1. März unter Vorsiü Dr. Michael R trr a e l .s statt-?gefundenen konstituierenden Gene'alpe, sammluna.wurde der G.eell'chaftsverkräg beschlossen und die A'abl der Verwaltung und dks'Äuf'ichtsrates vorgenommen.'In dieVetwaUung wurden ß?=* NlMt': Dr. Michael Ringel und'Direktor Mösts Ftich e r. in.tzmoAufsichtSrat Dr. Leon- Ree r.ch.' DrsEmil Schme r a k.' Pi.oü R'o.tt e n st r e i ch S tnibor, . Dr. Hein l ich L a n d e sbet'fl. Redakteur Möses Fro st i'g, Dr. Heinrich. R'.o S«. m a rin. Dr. Artur S r l b e r f ch e i « und Dr. Leon Tä n n e b a u m-Drohobvcz D>e neue Berrval'ung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verbssserüngcn nach äll^n.Rlchtunykn bin durch'wübren. um dieses einz'ge. m jüdischer Sprach' m Galizien erscheinende Blatt aus eine cuisprrchc.'ide Höhe zu stellen- . * Ei« Blindenhelm für jüdische Mädchen. Wir erbalten den folgenden Aufrnf Vor zwei Jabren hat sich ein Äktlonskomitee. bestehend, aus Frau Anutr Müller, Fräulein Jdä Mittler, dann den Herren M' Beamt. Univ.'Prof. Doktor Llchwig Braun, Zug. Edmund Husch. Fabrikant^ Armen,ar tzi - Lewberger. vr. mos. Hugo Redlich, Ptof. S. Storch, Fabrikant Bruno Färber. Schumann und RechtSanwali. Dr.^ Arnold Wassmg. zm'ammengesundcn zur Gründling des Beiemcs „B l i n d e n h e t m für i s r a e l t t i s ch t Mädchenin Ä i e tt". dessen Aufgabe es sein soll, atmen bstnden Mädchen eine Zustuchtsstätle zu schaffen, in welcher tbnen d'tL„Möglichkeil gebolen wird, ihren eigenen Etme,b und beim Mängel eines selbständigen Berusts und einer mtdertveik'gen Stütze die nötige Aulcbnitng an Genoffinn'-u unter.entsprechende! Leming m finden. Der Verein, der aus verschiedenen Zttwentung m b.etzetts über. e'ne g> öß'ere Summe - verfügt, die aber für die h'xmi.gttt Veihäl'niffe lange nicht reicht, um auch nur. die ersten Inttallierimaskosten ei'neS gem-e'.en He:ms .zrt.b.kftreiten. wendet sieb an die Oeffeutlichkru mit der Bitte, rhm die Mönlichkett mr Gründung eines solchen HeunS zu bieten, durch -Uebeilassung eines ge tgnet n. w«-nn auch nur kleinen Objekts in der Umpebung Wiens, tunlichst mit einem, wenn auch noch so kleinen Gärtchen, oder in der Nähe riuec 8.aenrl-chm Gartenanlage. Gütige Miteilungen werden an Reüttsarwalt Dr. Arnold Was sing Wim. l, Schwerrgasse 3, Telephon Rr. 61.272, erbeten. * Die Künstlerakademie der Haruvch, Bereinigung jitdikcher Scht tfisteller. Forscher und Künstler, welche am lPi Avril »m F-stsaale des Hoiel de France stäitsinden soll, erweckt älläemeiues Jnt rrsse. Di>' Teilnahme elfter jiiditchcr Künstler, der mttme Raum und die beschränkte Anzahl, von Gästen werd u zweüellos eine gewisse Abwechslung bringen in die Flut dkr Unterbalrunaen. die zur Schablone wurden. Der akademische Maler Kosak., bat rin Programm entworfen mit Karikaturen bekannter Inden W"-ns. welches gewiß eine künstlerische Erinnerung vletben wird. Pestltche Karten sind noch zu baben beim Sekretär der Harüach^ Dr. Karbach, I., Himmelpfortgaffe 20. * Kohlettttusgobe im April und Mai. Für einen ganzen. Küchenbrand werden ab 27. d. M. b>S auf weuers wöchentlkch 7 fc* Ste'nkodle Koks) oder 12 KZ Braunkohle, für tine.n ganzen Ztmmerbrand werden vom 27. d. M. bis 9..Upril wöchentlich 3.K» Steinkohle (Koks) oder 5 kg Braunkohle, für einen gan-en Gewerbebelrirbsbrand monatlich M» kg Steinkohle oder 150 kg B> amtkohle, lür einen gan en Gewerbede-zbrand im April 50 kg Steinkohle (Koks) oder 75 kg Braünkoble. -und auf Gipnd der Bezugsscheine für Betriebe die unter B festgesetzte Mönatsmenge ausgeben. . « Weltmeisterschaft im Schach. Ans Washington wird-gemeldet: Die dt rite und vi.ite PVriie zwi eben Lasker und Erva.'lai'ca um die Weltmeisterscha t tm Schachspiele kyurden nach-63, deztehu«sSwetse Zügen als unemschtedc» aufgrgebcn. « AdgebranvleZündhölzKettfabrik. Aus M a r b u rg wirdgeitiklder: Die Rkavia Rast r' Zündhölzchenfabttk ist gestern Mchts abg brav«,. Deic Schaden betziigt wcku« MÜrvuetz. iuoo-. slawriche Kroneu^ sore»er Morgr«zemntL M MSrz 1921 fBOtSS„ Mittkilimgen ans dem Pnblik«. Guste BorbasEli Müs Mayer Podttroloc&yska Witkow-Nowy Verlobte 4531 Wien, im Mürz 1921 Berts MM? Mel Lieüilch Kadis ....... ... . . ' .Tlumac* Verlobte i49 Wien, im M5rz'j.921 Berte SdinetKendorf , Änd Scheuer Sambor. Vfien empfehlen sich als Verlobte m Wien, im März' 1921. B fi3LS.AW?SM,?erl«ß, Oolfl,Silber.Platin u.Uhren . kauft und verkauft : 770 Rctentnrinßtr. 23, 2£&rta.M!£erstr. 98 R@sfayrani Kohn 5-77 Wien, XX.. Heiuzelmanngfassel—3 (Ecke Wallensteinstrasse) / Vorzügl. Küche / Welnspezialitäten und Buneaumobel die grösste Auswahl Leopold Steinhart Wien, Z., Blberstrasse Sfr. s Schreibraasehintnreparatarea rasch, billig und gut iss TcL 4073/V11I «iWMUWBMfllHOCgaBBlB ROSNER Leopoldsgässe 31 588 WEfflnbBtostM A lliOTt Mm - En eres - En detail Joiliul l iflulullul l„ Kebimmergasse 1 (seil IW 8 * Der Taufschein. Das „Amt Blatt der tschecho-slowakischen Republik" vom 33. d. M. en'hält unter anderem vter Konkutsaustchreiben des PtässdiumS der ZivilverwaUung von Kalpathoru'-land in Nngvrr. worin e ne große, e Anzahl von Beamten für' definitive Smatsstellen der VI. dts Xi. Rangsklaffe gesucht wird. Die Stellen und im vol't'schen, Pölizei« und Nechnungödienst zu besetzen. Auffallend ut, daß'als allererste Br-' rnngung der T a u t s ch e i n vcrlanot wird. Wahrend in einer Sleüenausschre bung e nrS slowakischen Zvpanats, dre in der- ' eiben Nummer des Amtsilattes zu finden ist. der Geburtsschein vetlnnpt wird, heißt es in allen v'er Ausichreidungen aus Karpaihorußland, daß der Tausschetn 'btizribitngen nei. " : Gestohlenes Danknotettpaprer. Am 19. d. M. kamen in W en sieben Waggons mit polnischem Banknotevpap'.er aus Deutschland an. Cie sollten zur Herstellung polnischer Banknoten vetwendet werden. -Bier Waggons, wurden in die Stadt gebrücht und auf dem Tramport vcm Akpargbalmbof in die Arbeiteryaffe sind zwe Ballen, Kitsawrnen 3s. 0 kg Dan normpavrer. 'ver^wundttt D^r Wert beträgt 8 5t 000.. Auf die »jusiandebrinfung ist eine Belohnung von K 30.000 ausgesetzt. * Girr Bankbetrttg. Nach einer jüngst im Sicherh itsbureau rrstaueten Anteige hat e>n unbekannter Gauner an die hienge Kommerzialbank durch Bo'rn ein Sckre den gelichtet, taö mt der vorzüglich.g'fal'chien Unterschrift.«iv§ Kommittenten dicker Bank, des Kaufmannes Felix Lederer, versehen war und in dem um AuS olgung eines Scheckbuches ersucht wurde Das Schecki'uch wurde anstand-los ansgesolgt, und ‘ mrt dem ersten Scknck entlockte am selben Tage der Gauner der Bank einen Bttrag von X 245.0L0. Auch der Scheck tiug die g e s 8 l s ch 1 e Unterschrift. Atss die Zustandebringung des Geldbetrages ist eine Belohnung von mindestens X 25-OU) ausgcsctzt. * Die Jüdische Moderne ve'ansialt«'t Mittwoch den 30 d. M, präzise V-8 Uhr abends, im Rutg-Cafs, l., Stubenring. einen allgemem .zugänglich n Bottrag. des Abgeordneten Robe't Stricker über das Thema «O e st e r r e i ch und d i e ü b r , g e n S u k z e t s i 0 n s st a a t e n". Die W chtig-- ke t und Aktrialkkät d eses Themas sowie dir Persönlichkeit deS Vortragenden echenchen massenha'tes Erscheinen. ö Urania. Heute, Samstag, 6 und 8 Uhr (Großer Bor» ttagS'aal) Das Wunder deS Schneeschuhs. — Vaß Uhr (Klem r Saal) ’ Un'v -Bros. Dr. B-kior Btbl: Der Herzog von Reichstädt. — V«3 Uiit (Kleiner Saav Vorlesung Karl Jäaet: Altts und Neu's — VsS Uhr Kur-ckaal) Dr. pbiL und med. Fritz Schulhof: Das nnd d,e Rät el der Seele. 1. - ',',8 Uhr (KmS-> ^aal) Dr. Karl Noßrucker: Die astronomtschen Finstetntffe. «Eine origittekle Prrrim Rehottte veranstaltet der Verein Abawath tjion heute, Samsraa. in Kadrmauns Sälenil., Ausftellungsflraßr-Näheres siche Inserat. Verernsnachrich te». Jugendgruppe der zionistischen B ezirks Sektion Breailten.au Heute. *iti Uhr «ach- M'Nags, im VeremSloial. Xx.. Karl Me,sr!gaffe 6/l. Bottrag des Herrn Moses Groß über ^Mendcle Mocher-Ssorim" mtt anschließendcr Vorlesung. Gäste willkommen. Die konstilmerende Sitzung wurde auf Mitiwoch, 8 Uhr abends, .tut Vercinslokal, verschoben. — I ü d i s ch - a! a d e m i s ch e r K u l 1 u rverband Jabne. G neralverkammlung Sonntag den 27. d: M. um 9 Uhr früh. — Z r 0 n t st i s ch e B e z t r k s» s e k t l » n W ä h r t ir g Heuie, 10 Uhr vormittags, tm Sitzungssaal des Tempels. XVlil., Schoprnbauetstratze 39, Vortrag der Herren Dr. N. M. Gelder über „IDtc Vorläufer des Zionismus zu Beginn de8 XIX Jahrhnnd r'.S". Ing. Samuel N u ß bau m über,Dte Aufgaben besJüdiichen N^tionalfondSE. Gäste williomm n! — >j e i r e i M r S r a ch i> l'.. Prat'r» üraße 43/1 Ir H me, um Uhr, Aaadah-Votleiuug (M. Gerstel, öalmudkms in Hibrätsch (A. Langlebeu'. — Juristengruppe deS Palästtna-Amt-eS. Hute, 4 btS 6 Uhr nachmittags. Vorlesung - Dr. G o l d st « , tt öder > .JüdiicheS Recht" (Chozhcn Mnchpat). VoN .6 -biS 7a&..U&c EüsUfch. 14 GtskL 18/88 (ÄchMs Sckule). ‘ Die ErnShrmg. Die Prelsstaffelung bei Best und Mehl^ . Ueber die Frage der in Aussicht genommenen Preis-, siaffelurtg bei Brot und Mehl sowie anderen staatlich 8e-^ - wirtschafteten Lebensmitteln erfahren wir von zuständiger! Stelle: . Das Gesetz über, die. Brotpreisstaffelung ist «rchi! nicht fertiggestellt. Jedoch stehen gewisse Richtlinien fest. Nach dem Vorschlag der,Rsgierung bleibt es bei dreh Gruppen, von denen die unterste Gruppe die' meist-' LegLnstrgsbl ist und nur die oberste Gruppe die Gestehungßkosten, dem Staate vollständig - vergüten muß. Dis Basis, des^ Regierungsentwurfs lehnt sich an baS System an, welches - jetzt feit der letzten Ernte in der Tschecho-Slowaker besteht, wonach die Krankenversicherungspflicht für hie Einieilung in die unterste Grupps maßgebend ist, baß aberder Staat rticht für das Defizit vollständig aüskotnmt, sonder« daß ein Teil dieses Defizits von dem Arbeitgeber zu tragen^ ist. Abgeändert wurds dieses Prinzip insofern, daß auch bis Pe n fi 0n sp.f l ich t für einige Gruppen zur Grundlage für die Einteilung in die unterste Kategorie geplant ist. Man stellt sich die Sache so vor, daß der Arbeitgeber für seme. Arbeitnehmer so viel auszahlet: soll, daß Lew Staat - den Erlös für die tmterste Kategorie verivenden kann. Welchen BJräg dies in Zukuitft - austnachcn wird, karur tnan hetite - noch nicht sagen, da sich die . Preise fortgesetzt andern. . Im Motuent jedoch hat man sich die Sache so zurechtgelegt, daß bie^Anfzahlungett irr einrnt solchen AüSmaß vorgeschrieben' iverden. sollen, als ob die betreffenben Arbeitnehmer im Äezug einer Schwerar beite rbarto nnd zweier normaler Brot?- und Mohlbezugskarten stünde«.' Damit hat man der möglichen, Veränderung des Preises . Rechnung getragen. Für jeden Arbeiter und . Angestellte« z Würdett. rund 50 Kronen wöchentlich zu bezahlen sein; wenn' man hie Arbeitswoche mit 48 Stunden berechnet,. so fönte: auf jede Arbeitsstunde etwa eins Aufzahlung von 1 Krone.1 Die. Äufzahlungspflicht für die Arbeitnehmer soll bezüglich! der - ösfenLichen AugLftelltLn, mit Ausnahme der Straßert-. bahner, ausgeschaltet werden. Von den privatlvirtschastlichsx.'j Betrieben wurdert die Mühlen-- und Bäckereibetrieb« - mi£*[ genommen. '• Das Gesetz iiber vis BrötpreiZstaffelung ist so gehalten^ - daß auch die Preisstasfelnng bei den anderen staatlich bewirtj schäfteten Lebensmitteln daraus fußen.kann. .Auf^Grund der., Brotpreisstaffelung werden sich di« Verhältnisse auch bei dem: Mi kchbezug zrt' änd-ttn haben. Auf die Frischmilch laßt! sich dies unmittelbar nicht anwenden, weil frische Mtlch nicht! staatlich bewirtschaftet, ist. Der. Staat gibt atez Äö «b cm s-, milch aus, um den Bedürfnissen der Krattkm und 'Kinder^ einigermaßen Rechnung zu tragen. Bei der Ausgabe von! Kondensmilch zahlt der Staat große. Betrage darauf, La sich, eine Dose - Kondensmilch' für Len Staat auf Frehr' als 100. Kronen stellt, während die Dose mü -42 Monchi,°ab-.> gegeben wird. Es ist daher möglich; daß man' auf. Grund., der Brotpreisstaffelung'such bezüglich der KondenZmilchabgabs! - eine Staffelung sinfichren wück. •' . .v Anders verhält es sich beim Fleisch. Es kourdrrt' bereits vorbereitende Schritte unternommen, welche dem Wese«,, nach, sich einigermaßen der Preisstaffelung nähern. Die Regierung beschäftigt sich' mit dem Plan, an Stelle des bisherigen Modus — drei teure und eine billige Fleischwochc —; zwei billige Fleischwochen im Monat einzuführen,; während, der übrigen zwei Wochen würde überhaupt föin rayoniertes Fleisch ansgegebm: werden, ebensowenig Fleisch, auf IvelckM. d^x, Staat daranfzahlt. In diesen beiden Wochen wäre Fleischbezug nur bei bett Fleischhündlern möglich und auch der! Staat könnte in diesen beide,t Wochen gewissermaßen . alsf. Fleisch Händler auftreten, daß heißt, daß in diesen: beiden Wochen das Gefrierfleisch vom Staate an biss eigeütlichen Fleischhändler zum vollen Gestehungspreis ab-, gegeben wiirde. Das Gefrierfieisch stellt sich für den Staad .auf 290 Kronen per Kilogramm und wurde in den teur«^ Wochen mit 91 Kronen, in den billig» mit 45 Kronertz per Zttlogramm abgegebLN. Infolgedessen hat man sich die; Frage vorgrlegt, ob dis teuren Wochen überhaupt Leizudehalien seien, da?u dieftit Wochen nur das zahlungsfähigere Publi-, Lim Fleisch kauft und man diesem zahlungsfähigere« Publikum 'selbst in den teuren. Wochen eine Unterstützung angedeihew läßt, die mit unserer staatsfinanzisllen Lage nicht vereinbart? werden kinn. Künftig wird man in den erwähnte« zwei Fleischtvochen frisches oder Gefrierfleisch zum vollen Preise' zü bezahlen haben. Bezüglich des Fe ttes, von dem derzeiti 12 Dekagramm per Kopf und Woche ausgegeben lverden, stehk , dw Regierung auf dem Standpunkt, daß es sich hier ebenfalls um eines der wichtigsten Lebensmittel handelt, und daß auch hier eine Preisstaffelurtg auf Grund der Brotpreisstasse-- 'lung unerläßlich ist. Der Marktbericht. # Im Kleinhandel herrschte in der G r » ß m a r l i <j & i 11 für Fleisch gestern fast gar keine Nachirage. Dagegen herrschte iql. Großhandel so starke Kauflust, daß die Preis e. im Groß-- bapdrl noch werter anzoge«, und zwav haben sich Rindsteffch um X 4, Kalbfleisch um X 8 per Kilogramm «höht. Eine ganz unerhörte Preiserhöhung hat sich auf de» Fis che m 8 r 111 u vollzogen, ans welchen für ungarisch e Karpfen ei» Preis von X 300 (!) per K i l 0 g 11« « gefordert wurde. Ans den GeflLgelmarkten überstieg, das geringe Angebot «och immer die Nachfrage. Em Kilogram« . Hühner kostet K 290 bis SiO, ein Kilogramm Gänse »»d Malm, gleich all« .fl S30 b.S Sl0. Auf den Grü»w are»«Lrktenwar der Verkche , überaus stark, »ur in Kartoffeln herrschte. S » a - tz«. b e i t. 2» S a L« a t ist e« N e i N e r V r«i» ß N r z chtz- 5789753041