Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 776 (24.3.1921)
- Date
- 1921-03-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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IteTTTB Men, Donnerstag ). ■ -■■■■ . ■■ >-! ». -—-!-— icmert^tncnSwertem Geschick die Figuren der Megilla neu belebt »nd akmellzugeschnitiev. In dem humorvollen Spiel von der schönen Esther und dem rünkespinnenden Haman wird mit viel Witz «nd szenischem Gelingen der Hof des Achalchwerosch perfistiert. Das hüb'che Stück ist zur Aufführung ihr die jüdische Dilettantenbühne und im Familienkreise sehr geeignet. n—, Maler Laurens gestorben. Der berühmte Kunstmaler Jean Paul Laurens. Mitglied der Akademie der schönen Künste, ist gestern in Paris im Alter von 63 Jahren gestorben. - Der Linzer Schauspielerftrett beendet. Dev Lüner iGemeindeiat hat in seiner jüngsten Plenarsitzung zu der Theaterikrise jn Linz Stellung genommen und sich bereit erklärt, die Hälfte des Defizits durch Ueberwcisung des Erträgnisses der Lustbarkeitssteuer aus dem Theaterbetrieb und durch Heranziehung der Lustbarkeitsabqabe des Koloseums in der eriorderlichen Höhe zu decken. Der Beschluß wurde jedoch nur für die heurige Spielzeit ohne Präjudiz für die Zukunft gefaßt. Da sich der Landesrat schon früher bereit erklärt hatte, vom 1. Februar an eine monatliche Subvention von K 72.500 aus dem Landesfonds zu bewilligen, falls die Gemeinde die gleichen Verpflichtungen übernimmt. erscheint hiemit der monatliche Betricbsabgang des .Landestheaiers gedeckt und der Streik des Personals beendet.! Nachtvorstellungen im Iosefftädter Theater. KarsamStag, Ostersonntag und Ostermontag finden im Josesstndter Theater um 10 Uhr nachts Vorstellungen parodistischen Einschlages statt. Im Mittelpunkt der Abende steht die „Neigen*- Pa'vdie „DerrosenroteReige n". Eröffnet wird die Vorstellung mit dem Emakter „Warum hast du es i« i ch t gleich gesagt?"! Hftergastspiele zuflnnsten tuberkulöser Kinder Wien». Am Samstag, Sonntag und Montag g'langt im Metrovoltheater „KeimendeFrucht". Ssttendrama m drei Akten von Franz H a t l a u f, urr Aufführung. Karten an der Stadt- und Tageskaffe des MetropolthraterS und m allen Karteybureaps. f „Der Narrenabend des Herrn der Welt* von Jakob Moreno Levy wird zum ersten Male am 1. April, 10 Uhr abends, im K o m ö d i e n h a u S. IX.. Nnßborierstraße 4/6, aufgeführt. BorverkmMarten an der Tageskasse des Komödienbauses. in allen Theaterkartenhureaas und in der Redaktion des GenossenschaflsvestageS. i Literarifch-musiSalischer Abend. Die Hitachdutb verunstaltet Samstag den 26. d. M. um 7Abr abends im Lokale der Scholle. Ist., Lilienbrunugaffe 1, einen literarisch-musikalischen Abend. Mitwirkende: Helene Landes mann, hebräische und 5'üdischr Lceder; Alfred F r i e d m a n n, Klavieryortrag; Professor llanovsky und I. S ch w a g e r; außerdem Ansprache Mordechai ^riedmanns aus Charkow. Eintritt frei. Jüdischer Liederabend. Der für den 20. d. M. angesetzte jüdische Liederabend der Frau Mirra S o k o l s k a j a «Nter Mitwirkung Prof. Juliusz W o l f s o h n s findet Samstag den 2. Avril 1921 um l/35 Uhr im Mittleren Konzerthaussaale statt. Karten an der Kouzcrthauskasse. bei Kehlendorfer, Löwit, Kartcnburcau Aida, Taborfiraße, und mr Seeretarkat der jüdischen Kinderfreund, ll., Obere Donaustraße 91, erhältlich. Gerichlssaal. Das Notgeld der Geschäftsfrau. f Die Kauftnannsgattrn Marie Haas aus Wollersdorf yeß sich im Juni v. I. Gutscheine auf Beträge von 10, j20 und 50 Heller drucken, welche die Bemerkung trugen: „Für meine Kunden, rinlösbar am 31. Dezember 1920." Heute hatte sie sich vor dem Wiener Landesgericht wegen unbefugter Ausgabe dieser Schuldverschreibungen zu veranttvortLn. Zum Zwecke der Einholung eines Gutachtens der Finanzbehörde wurde die Verhandlung nach längerer. Dauer vertagt. - Wiener Morgenzeitnng Zuschauer, sobatz das Wettspiel auch in dieser Hinsicht zu einer Herrlichen Manifestation des Sports werden wird. ° . * Der Oesterreichische Fussbad-Verhand appelliert an die. Besucher: des Länderspieles, d-n Anordnungen der durch Äh? , -eichen kenntlich gemachten Funktionäre unbedingt Folgezu - leisten; nur öptin ist ein störungsloser Verlauf dps SpioseS unh ein unbehindertes, beguemes .Platznehmen, respekftve - -Verlassen möglich. Kasseneröffnung und Einlaß halb 2 Uhr, Spielbeginn halft 4 Uhr. Unter Rücksichtnahme auf die wichtige ' Züendeführung des Spieises wird das Publikum eindringlichit gebeten, die Sitzplätze erst mit Schlusspfiff ’m verlassen, ^eder einzelne soll nicht vergessen, dass er durch das Verlassen des Sitzplatzes Hunderten anderen Besuchern die Aussicht beschrankt, wenn nicht ganz verhindert. - Der Porp ex kauf wird jn den vierzig heftehöndrn Vprverkaufsstellen am Freitag um 4 Uhr nachmittags schlossen. Um 3 Uhr dieses Tages wird im Verdanbssekvetariat, Wien, 1. Dez., Annagasse 7, eine ausserordgniiichL Vorverkaufsstelle eröffnet, bei welcher nach bis >8 Uhr abends Karten erhältlich sind. Am Samstag werden auf' den Zugängen zum Sportplatz 16 Kaffen mit 30 Kassieren w 1 Uhr mittags eröffnet. Es erscheint daher schon jetzt ein Drängen und Anstelleu Lei den Kassen unnötig, Im übrigen wird am Samstag vormittags in der Zeit von 8 kis halb 12 Uhr im Verbandssekretariat eine ausserordentliche Tageskasse eröffnet. Unbedingt muss verlangt werden, dass die P. T. Besucher, sofern sie nicht im eigenen Interesse die : Karten im Vorverkauf besorgen, ftei den Tageskassen den entsprechenden Geldbetrag bereit halten.: Die Preise sind: Entree K. 25, Reservierter Raum K. 40, Kurvensitze K. 60, Tribünensitze K. 100 und K. 150, Promenadensitze K. 200, Ein Umtausch von Karten kann keinesfalls vorgenommen werden. '_ Die Boxkämpfe in der Rotunde erfreuten sich eines großen Zuspruchs. Im Hauptkampfe siegte Frank Rose über ' CKrolniik. - Die Hakoah in Agram? Die Hakoah hat den An trag erhalten, im Laufe der Frühjahrssaison in Agram Wettspiele zur Austragung zu bringen. Die Leitung hat sich mit Rück-' sicht auf den Derminmangel den definitiven Bescheid' noch Vorbehalten. " Der Sportklub Hasmonea veranstaltet am 29. und 30. April (Dienstag und Mittwoch) auf dem Donaustadt.PIatz : ein Turnier. Jüdische Vereine, die sich beteiligen möchten,.' mögen an Emcmuol F i s c u s, 2. Bez., Abbsstraßr 3, T. 28, Zuschriften richten. Zionistische Jugendvereiniguns „Meuokah". Freitag ui*; 7 Uhr abends im Klubheim Leitungssitzung der Fußballseftitzn..: Halb 8 Uhr abends gesellige Zusammenkunft aller Fußballer. - I. A. C. Samstag um halb 8 Uhr Mannschaftsaufstellung und Spielerversammlung im Cafe.Hrndenburg. Anschliessend Unterhaltungsabend. Jeden Sonntag gemeinsamer Ausflug. Sonntag Meisterschaftsspielgegen Südmark am Sturm? Platz mit drei Mannschaften. Erste Mannschaft halb 4 Uhr; zweite um 2 Uhr; dritte um halb 1 Uhr. Sturm-Platz 14 erreichbar mit 10er-Wagen bis Breitenseerkirche, dann rechts. HsSmorreer. Samstag, 6 Uhr, wichtige Belprcchmn; und Mannschaftsaufstellung. — Sonntag Wettspiel: Hasmonea t— Jedlersdorf kombiniert, Hasmonea lk-Jedlersdorf Ul.—- Montag Wettspiel in Mödling: Hasmonea!-M8dling, Hasnwnea II— Modung-Sen'.oren. BANKHAUS M. ROHÄTYN Wien, I., Maria Theresienstrasse 10 | Telephon 20-3-63 m ..... ... .....— Intern a ti on al e Osterwettspiele auf dem Simmeringer Sportplatz. Teilnehmer; Phönix (Karlsruhe) Amateur® B.A. K. (Budapest) Hakoah W. A. ©. Vorverkauf: Pohl, I.,Kftmtneratrasse: Stadion, II.,Fran*ensbrtickenstrasse 24; Caf6' Industriellen, I., Konkordiaplatz. Stehplätze 25 Kronen Tribüne 60 Kronen Sport. Der Volkswirt. Eike Krone - 185 Centimes Geld. Rückgang dev Krone. In Zürich notierte: die österreichische Krone. .,v. . .1.65 {1.77*/* am 23. März) die österr. gestempelte Kröne1.10 ( 1.10 am 22. Marz) dje tschechische Krone. . 7.75 ( 7.60 am 22. März) die Mark.9.40 (9.37V, am 22. März)' Agram . . 4.10 ( 4 - am 22. März)- Bukarest 8.10 ( 7.90 m 22. März) Budapest 2.10 ( 1.85 am 22^ März) Wgrschan »«»»».».»»» .90 (—«72^/z am 22, sskimz) Der F. Phönix-Karlsrul-e, irr Wien. , - - - Der U C. Phönix aus Karlsruhe, der am SoNnia/? gegen Hakoah und arn Montag gegen Amateure antrrtt,'zähst zu den Atestsn und berühmtesten Vereinen Deutschland?'. Phönix war bereits zweimal Sieger in der deutschen Meisterschaft und stellte m früheren "Jahren stets zahlreiche Spieler in.das deutsche Team. Die Karlsruher wurden in ihrep führenden Position in den letzten Jahren wohl von Nürnberg und Fürth abgelöst, trotzdem repräsentieren sie auch heute eine gang hervorragende Spielstärke) Phönix besitzt ein» mrSgcksprochene KorNbinationsnlcmnfchaft, 'deren Spielweise als durchaus modern bezeichnet werden muß. . . Auch der Budapesti Mhletikai-Club ist der Träger seines ruhmreichen Nanwns. x Obwohl in der' Msffterfchaft njchk besonderer Position Liegend, ist ex sehr spielstürl, wie ja überhaupt die Klasse. aller Budapester Vereine, der ' M. T. K. ausgenomnren, wenig differiert. \ 4‘ Mit Rücksicht auf den großen Andrang» der an Leiden WpMpiöltagen zu e-vwarten ist, halben die BeranMter, HWköah^ und Amateure, den Simiuerurger Sportplatz gewählt./ WvveDkauf ist bereits für beide Tage eröffnet worden. It’ ' ,,, ,; | Schweden-^Oestüsrsich. ■ ■ t Der Länderwettkampf Gchweösn-^Oesterrcich, der am Samstag auf dem. Simmeringer Sportplatz, stattfindet^ verspricht^ zu eineih sportlichen Ereignis allerersten ViomgeS zu werden» Schon heute sind fast sämtliche Sitzplätze vergriffen . und auch.Stehplatzkarten find, ganz im Gegensatz -u anderen VerÄrrftältungen/ 'bereits zu vkklen Tausenden abgefetzt war- ' MÄ. m LivaMvMea. KsMe» auL töez. 80,000 Kartelle und Zentrales. Zur Treuga-RfsKre. Im ersten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhun.dl.üs 'umchte sich eine.allmähliche Aenderung im Verhalten der Staaten gegenüber der Kartellidee bemerkbar. Während früher die Kartelle — wenigstens .offiziell bekämpft wurden, bediente man sich jetzt mitunter-der Kartellform für gewissS. wirtschaftspolitische. Zwecke, so Oesterreich nach der Brüssele^ Zuckerkonferenz (auf Veranlassung Böhm-Bawerks) .versuchsweise des Zückerkartells, ebenso Russland für feine Zucker- und . Rumänien für seine Petröleumindustrie, Deutschland für ssüie Kaliproduktion. Soweit solche Verbände irgerwwie im Jutcreffe des. Staates oder. einflussreicher Kreise lagen, wurden sie nunmehr unterstützt, mitunter sogar erst gegründet. Dies geschah allerdings zu gewissen.außenhandelSpolitischen Zwecken, da der bisher im Staate selbst auSgefpchtene ^onkurcenzkampf durch die Hochschutzzölle sich international gestattete, auS dem einzelnen Staate zwischen die Staaten verlegt wurde. Noch viel deutlicher ' wird dieser -Umschwung kn der Kartesspolisik der Mitteleuropäischen Staaten in der Zeit der Kriegs- und UebergangSwirtschaft. Der Staat griff die Kartell» form auf, er bildete selbst Unternehmerverbande, stattete sie Überdies mit gewissen Zwangsfunktionen aus und schuf so für die betreffenden, meist Zentralen genaEött L'er« ernigungen jene Monopole, die ihm die Kartelle in der Bor» striegszeit de jure niemals hätten ab ringen können. J,0eiselloS wurde diese Entwicklung den mitteleuropäischen Staaten durch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges, wie Rohstoff» manüel, Marenmot (ä DÄÄWW d« temsihim Kette«- beinahe apfgedrangt. Trotzdem muß diese Erscheinung rÄem der die Geschichte der ftüheren Kämpfe zwischen den Gesetz», gedungen und den Kartellen in allen ihren Formen keantz sonderbar berühren^ besonder? aber der mlgrhinderte Jort* bestand, dieser Mstijütjonssn Mit staatlicher Genehmigung urch Forderung. Hiefür gibt es allerdings eine Reihe von tief«- liegenden Gründen: Vor allem waren in richtiger Erkenntnis ihrer Eptwicklungs- und Daseinsbedingungen die Zen» tralen mit Erfolg bemüht, diese Voraussetzungen ihres Be» stehens (Warennot, Rohstoffknappheit, kurz, das ZurückbleiLen der ProhWon hinter der Konsumtion) quch weiter aufrechbzuerhalten/ was.Plelfach» sogar durch Export von auch im Zn», land verkäuflichen und notwendigen Waren geschah, H ' Eine weitere und viel wirksamere Ursache für-dm Enk- Wicklung des Zentralenwesens lag darin, daß der SoziatisUluS,' der auß dem Kriege gestärkt, herhorgegangen und zu poM» scher. Macht gelangt war, seine Idee, der Dergestllschllsrung dev ^Produktionsmittel^ und. den (übrigens schon vMstG;diK kommunistischen) Gedanken der Konsumtionsregulierung im Wege der Güterverteilung yerwirklichtzn wollte. Zu diesem Zwecke mußte die Einrichtung' der Zentralen naturgenräß außerordentlich geeignet erscheinen^ Ferner war, ein der, seit jeher ebenfalls allen Untetnehmerverhänden zugrundelag, die Vermeidung pon Krise«/, und yon Kupkuxtzenzkämpfen, Erscheinungen, die MMtzr.zu,-tze« gMchstWy uW beliebtesten Eiuwänden des Sozialismus gegenij« 1,^%. ■ talistische Welt- und Wirtschaftsordnung gehört hatte, Westers . war im Kartell ebenso wie in der fpAersn- Zentrale dar Bestreben verwirklicht, einen chestimmteU WirtschaffszwriZ MW einer einzigen Stelle aus zu. 'k,eherrschen, ein Gedanke, der ebenfalls' ganz den Intentionen . der kollektivistischen Wirt» schaftsordnung entspricht. Das 'Kartell- und Zenkrakenweserr liegt ganz'in der Linie der Marxschen WsumulastonsthkoriL .schließlich.erleichtern dies-e Perbände von Mteryehmrrn. auch, eventuelle Sozialisierungsbestrebungen 7-- tzjn KqrteG - laßt sich ungleich leichter vergesellschaften als eine Anzahk. von Einzelunlernehmungen, die man zu diesem Zwe vir-lleicht erst in Aktiengesellschaften, umwandeln müsste. ' - . .Aus allen diesen Gründen stellte die zur Regiürus^M Partei gewordene Sozialdemokratie die Kartellidee in den-' Diöstst ihrer Sache. Sie unterstützte die' Zentralenkffdnng nchch Möglichkeit, baute die aus der Kriegszeit übernommenen Zöstiralen nach- Kräften aus und verliest ihnen vrekkach Zwängscharaktcr und. öffentliche Funktionen und sanktiomerie' sie, schliesslich auch daj^rch, hass sie den Eintritt von stche». ' Beamten , und an-exponierter. Stelle stehenden PartLimäwprW, in/den Verwaltungsrat oder , irr leitende . Stelknv^sn ' vsW. solchen Verbänden billigte. -; v " •; : ’ Aus den früher wenigstens fürnrell privat- und straff rechtlich bekämpften Ilnternehmerverbänden würde schliesslich eine Art.össentlich-wechtlicher Einrichtung, aus dem Kartell'. ein Zentrale genanntes Zwangsshndikät mit staatlicher De-! teilrgung. Die Folge dieser Zentralenpolitrk war es, dass Bereinigungen, welche typische Kavkellmerkmale an sich tragen, 'N -. Oesterreich heilte zahlreicher sind als je zuvor. Neu ist an diesen Verbünden nicht ihre monopolistische Tendenz, nicht düS -" Niederhältchr wön^'AÄützen^it^vn, neu ist die Wft. die den meisten dieser Zentralen, bei der Verwirklichung dieser Ziele von Staats wegen gewährt wird. Ein besonders lehrreicher Fall dieser Art Indienststellung staatlicher Machtmittel, Beziehungen und Personen für private Zwecke lag bei denr Versuche vor. das.SSarcnöerkehrsbureau nt eine Aktieugesellschaft umzuwandeln. Das heöetltete nicht. nrestr und nicht weniger, als dass ein unter staatlicher Mrs- Wirkung, angeblich auch zu Staatszwecken geschaffenes Mono-- pol, nachdem es gerade ans Grund der ihm dom Staate, verliehenen Zwangsfunktionen die vollständige Beherrschung eines bestimmten Wirtschaftszweiges erlangt hatte, nunmehr an eine in Form einer Aktiengesellschaft konstituierte.Gruppe privater. Interessenten übertragen werden sollte. Daß Ware Staatsbeamte m die Leitung dieses Unternehmens eintreksw sollten, bedeutete nicht etwa, daß, diese Gesellschaft «IS gemischt- . oder. genteinwirtschaWcheZ Unternehmen vom Staate u beeinflußt werden sollte, 'sondern gerade umgekehrt, daß <: nämlich der Staat und seine Machtmittel durch Vermittlrmg 7dieser Beamten in , den Dienst und. nutzer den Einfluß disfir Unternehmens gestellt werden sollten. " >? Ein ganz wesenSverwandter Fall liegt bei der süllgst belanntgewordenen Treuga-Affäre vor, wo eine Ge, . sellschaft gleichfalls unter finanzieller,Beteiligung des StgqkO,., in einer allen Grundsätzen des freien Wettbewerbes »erhöhnenden Form,ein tatsächliches Monopol für gewisse Geschäfte erhielt. Auch stirer sollten aktive Staatsbeamte \m Aufsichtsrat Mitarbeiten. Es ist ein jedem Rechtsgefühl tyrderf sprechender. Vorgang, feenn ein Beamter- 'der Organ tzeH' < Staates, also der Mgemeinheit sein und demgemäß die . Interessen fe^r Gesamtheit.verfteten soll, .in ein privates Cr-. , werbsunternehMen cintritt, dessen.dem. Allgemeitttereffe snt- , gegengesetzte Sonderintereffen er gleichfalls bertrstsn und . zu welch.em Zwecke er an dem Gewinn dieses Unternehmens beteiligt wird. * AuS dem vom Staate offiziell - bekämpften Kartell hat sich so auf dem. Wege über das Zwangsshdikat schtießstch die. .. mit staatlicher Beihilfe entstehende und arbeitende Zentrale entwickelt, die gerade infolge dieser staatlichen MitwirtnuK bei ihren monopolistischen Tendenzen für dse gesamte Poris- Wirtschaft viel gefährlicher ist, als es jemals die Kartelle oder . Trusts hätten sein könnest. Es muß zugegeben werden, daß" diese Zentralen sich möglicherweise aus dem Gedanken einer gerechten und gleichmäßigen Verteilung der geringen Menge., von verfügbaren Gütern heraus rechtfertigen ließen.?Am gerade in diesem Punkte Istkben die Zsntraken verfagr, e» waren fast immer Sonderinberessen. die gegenüber dem Mt gemeininteresss die Oberhand behielten. 4J Um den Abbau der Zentralen herbsrzuführen, mLssiM politische, wirtschaftliche und vielleicht auch jmifirsche gm toten züsammenwirken. Vom Staate müßte zu diesen Zwecks betK Zentralen