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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-20 · Heft 772 (20.3.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 772 (20.3.1921)
Date
1921-03-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M 772 Wien, Sonntag Wiener Morgeuzettrmg 20. März 1921 Seite 5 iansteneh'mft.L. Stadt der Welt und' trotz 'der enormen Belastung?.!! der Hotels seien die Preise derselben für Ausländer immerhin erschwinglich'..Aber man stehe hart NN.'der Grenze der- Leistungsfähigkeit,' Präsident Sükfüll des ZentralverbanpeZ. der Hoteliers konstatiert,. daß sich' das«Hvtellveseu in schwerster Bedrängnis .bcsindet- Das Geschäft gehe zwar gut, aber, gleichwvhl leü? das Hotelwesen nur noch von. seinem alten Inventar, dessen Ersatz enoxme. Deldo^fer.in Anspruch nehnren wird. Deshalb sind auch. zahlreiche Betriebe unter Benützung der -derzeit., -j*. 'günstigen /Borkaufskonjunrtur liquidiert worden. .Bei den Behörden, bestehe ein fa st u n g laub'l.iches Mi ß v.erstäud nis sür diel,cr,e.ehti g te n Ansorh.eru n.gen des Hr e md e n v >e r keh-r s. W c u n d io. p o li ze ül ich e n Sch ikan en so r td anern, s in.S .a l l e An streng u ug e.Z,? Dien zu einem Umschlagplatze dos Handelsverkehrs LN..gestalten, vollkommen vergeblich.. - "z- . . ' - * r-'f; ' . ... Es ist' ganz 'interessant, die ck)ristlichsozinsenParteigroßen nacheinander reden zu. hören, lieber Eintönigkeit wird man sich dabei mcht zu beklagen haben. Tritt der eine für den Ahschlüß an Deutschland auf, so bringt der' an Here .M ^triftigsten- .G rü-nde vor, die gegen einen solchen' sprecheü. Verficht' Herr Jerzabek die Wahrung dr-Z deutschen Charakters von Wien, so erblickt Herr Steiner das Heil dieser Stadt in der.Hebung de-? Fremdenverkehrs. Zu. diesem letzteren Bekenntnis gehört für einen. Christlichsozialen umsomehr Mut, als sich seine Anschauungen mit denen decken, die wir seit jeher vertreten. haben. Wir -haben immer der Meinung. Ausdruck.., gegeben, daß Wien in seiner Stellung als j Verkehrsze ntcum nicht zu.erschütLern ist, und erleben jetzt die, Genugtuung, mit-ibiestm Glauben Recht behalten zu-haben. .Die..oben wiepergegebenen. Nefcratc zeigen deutlich, wie-,. vergebens., alle Mühe der.-.Sukzess.ionsstaate!!, g?,mson ist, Dien alü Handelsmetropole ebenso lahmzulegeü wie. als..politische Metropole. ..Letzteres gelang. nurwegender unnatürlichen Voraussetzungen, auf. denen die . Wiener Zentmlgeivalt aufgebant war. .Mer ebenso widernatürlich waren' die .Pläne, die die, w.ir t.schaf.tlich e Isolierung Wiens zum Ziele hatten- Ihre.: Autoren , schnitten sich nur gegenseitig, ins.eigene Fleisch,' wie unter anderen! der Niedergang des italienisch gewordenen Triest beweist, den nur der von den Tschechen., geübte Boykott der über Dien führenden Handelsstraße auf dem Gewissen hat.. Zum.Glück erweist sich. der . natürliche Instinkt des Handelsgeistes stärker als...alle - von politischen. Nevanchegelüsten. diktierten Bpykottmtrigen. Wien «hat, das kann heute, schon konstatiert. werde»,- von seinen Feittchw.yichts. zu fürchten NVomKr Mr,vom,stMii,^FUW den werden nämlich dem neckischen SpÄ der Christlich^.?' sozialen, die, Ausländer anzul-ocken,. damit- .der.- Stainer, und sie .Hann , hier zu chikanicusn, .-damitauch, der Zerzabek eine. F reiche!Hat, , kein Verständnis. entgegenbringen, zumal-, der" Klüngel des-, letztgenannten-eiusn verhängnisvolteir.-. Bundesgenossen hat: die Borniertheit der Deutschnationalen, die Wien politisch auf 'das Niveau einer-. pü.utich'en -P.vov.inzstadt>?-.-knltnvell., aber .aufdas eines Llä-iMbatendorses herabdrü^L» wollen. . Wer 'es, ncht. Wiew Mtmeint,' kayn. also,nur 'petfn.: ^GoLt schütze., es. -.,vo'4^.seinrw Freunden, -gegen: sti.no.Feinde. taml. es sich-schon-selbst-schützen... -- .n'- ö . "? ' - . . ■ - ' VergRügnrrgssucht. - . s. - Die, 'Sticht- Graz hat mit"Rücksicht auf..den der.Zest'.Me.weiteren.Tgnzuntßrhal.tuugen kurzerhand nniersägfi. Das MM, und 'das ' Niere Pol? .von Graz ist., s-schvrlich's.genau fv.. tanzlustig! wie. ihre. Kanreraden. ill 'Terpsichore in Wien. Trotzdem hat man von keiner .Revolution.in Graz wenigstens .Rechnung zu tragen..,Aber.in Wien, wäre '.Mhstherständlich unmöglich, . glattweg uümöglickp, Frefftch .finden sich auch hstp geiuig. Predigers, in der..Düste, , dir! das Schand-- trxsben.in unseren Vergnügungsstätten immer wieder brandinarken und immer von nastepr darauf. Hinweisen, welche Gefahren in diesem,, unserem - sonstigen Leben gänz mich gar i sticht entsprechenden Fidelitütstaumel für die Jugend stecken. Aber,es geht so, wie es immer geht — man begnügt sich Mit dem Räsonieren.und unt den: Raunzen, läßt aber int übrigen dtzn.Herrgott einen guten Manu sein. Dann iverden Stimmen Mit),die geltend.machen, das bjßchen Tanzen schade ja uienrandern und sei der Jugend. wohl Zn.gönnen.' Diese Fürsprache klingt ganz verständig und. im ersten Augenblick mag .man sogar zustimMe-n.. Sicht man aber näher hin,, so.'erstmnt, inan leicht, das Trügerische her. Beschwichtigung. Vor alstm sind die inodävven Tanzveranstaltungen durchaus nicht jene harnllvsen, Hopsereien, als wie sie gerne stqrgestellt werden. Man muß, stur, die, Plakate nnselM, um-.sich darüber klar zu Iverden, daß es sich'!. b(er>. luit. Unterhaltungen. großen und größten SMs hanbelt, die getvaltige Summen verschlütgmr und noch' gewaliigere. einbringen. müssen...Tatsächlich' .haben auch di? Leute/ deren Namen urau' .'.auf' den Beiträgslisten. cchler. W.ohlsqhrtswerke ve'rgebM -suchst^ ilttptc.L.noch, ein „paar -Fetzen", (dies -.die,-schöne uyd apsdmlcksvvlle'Be-. zeichnnng' für den Tausenhkronenschein). übrig,, wenn es gilt, ein Billett zu einer besonders beliebten Red'onte zu erbeutzur. Die gebotenen Vergnügungen sind aber auch danach! Schon aus den Ankündigungen läßt sich I ...AM MNNZM'N« «» Ä» « « L «D ^«LiswsaLaL - WAJB R1KÄTIOM WLLLLxsWlrav Wtp <© £&<sb 2 Zigarettenspitzen aus Bernstein, Atnbroid, Meeischaum, Silber, Juwelith/Galalith, Kokos und Weichsel Englische Eiota-Mafis’asenpS’eEfesi sowie Pfeifen aus Meerschaum, Bruyere- und Birnholz WeBetiseBrohre und Mormmsndblsse gy : Tabakunefl ZBgarettendosen sowie alle Artikel der Rauchrcouisitcnbranche Al durch den Verkauf meiner Erzeugnisse in föftin nicht verkaufte Waren,! / U VSFUiBalM den Nationalstaaten und dem übrigen Ausland. RclI2 aS&mU zürückgenommen werden. SSUAÄ3rW^;.,KS / PHILIPP HERMANN,Wien. VH.yMariaMlfcrstrasi?p 66 so kostspielig, gespart wird. Mein Gott, Wien ist doch seinem Rns als Großstadt etwas schuldig, und wenn wir auch in der ganzen West, betteln müssen, damit unsere Kinder und unsere Kranken nicht Hungers sterben müssen, so. verpflichtet das jene 5kreise, die sich die Fröhlichkeit leisten können, - natürlich zu ganz und gar nichts: Aber selbstverständlich werden, auch jene anderen, die es sich eigentlich durchaus nicht leisten stönnen, - der Mittelstand, in den Rummel mithineingezogen. Die jungen Mädchen finden,- daß. sie dieselben Lebensansprüche stellen dürfen wie Bekannte und Verwandte, und ihre Mütter , können auch nich t ein sehen, warum ihr Kind gerade „zurückstehen" soll. So wird oft unter den schwersten Opfern der Ballputz angeschafst — denn selbstverständlich muß ja -alles tadellos , sein — und ein Abend verschlingt oft m^hr als das. halbe Monatseinkommen der Familie/ Es bleibt aber, nicht be i-dem einen Abend, gewiß nicht. . Das „Drah'w-, wie.'.man so geschmackvM sagt, kann nicht so leicht ab-, gebrochen.werden und je größere 5kreise es zieht, umso schwerer wird der Verzicht. Nicht die Kosten dieser-Vergnügungen, so schwer sie nmncher Familienvater aufbringen mag, sind däbei das Ausschlaggsüende. Das muß vielmehr darin erblickt werden, daij ' sich -die Jugend mit dem als unbedingt proklamierten Recht auf Bälle ganz außerhalb der übrigen Gemeinschaft stellt. Unser Staat stebt.in einer schweren Krise, die Kriegssurie hebt drohend ihr Haupt — was kümmert's die Jeunesse doree. Wien, das Wien der Wohlgestellten und Satten, will vom „Ernst der-Zeiten" nichts wissen. An einen freiwilligen 'Verzicht ist. nicht zu denken. Die Stadt Graz hat recht getan. ' K. M. 'AusWKNheruRgsprshLLMe. Aus N ew- Y.-o r kärird uns berichtet: Die Schiffsgesellschafhen geöerl in,einer Zirkularnote bekannt, daß ÄnMrika üs. .;ne Person.und 12,5 Dollar,fürLKücher mit Ausnahme., voll. Säugstngcm einzuzahlen haben. Dieser Betrag wird den Ewig rauten in her Form . .von Byns auf die Bureau s der. betreffenden SchiffahrtsgesAlschäft in den Haupt-. Hafenstädten Amerikas .und. Kanadas bestätigt.werden. Diese Bons fönnen dann in der Landungsstationgegen Bargeld eingewechselt werden. Die Schisssg^sellschpften erblicken hierin..ein Auskunftsmittel zur ^Verhütung von. Schwierigkeiten bei.der Landung in C.pl.is, Isla nd,.-die sich durch das Fehlen des VargeldnachweiseS zu -ergeben, pflegen. Da solche Emigranten aus der Landnngsinsel zurückgehalten und eventuell auch, und. zwar auf Kosten der betreffenden Schiffsgesellschaft, zurücktransportiert werden können, haben die Schisfsgesellschaften im-Einverständnis mit den amerikanischen Cinwandernngsbehörden beschlossen, nur, solche Auswanderer zur. Fahrt ausznnehmen, welche bei Lösungder Schiffskarte auch die porge schriebe ne Barsumme einzahlen. Der jetzt stark anwachsende -/Answauderungsstrom, besonders, ans Polen und 3tnßland, hüt eine merkwürdige. Erscheinung zutage gefördert. Es mehren sichdie Fälledaß Männer nach .Amerika auswandern, ohne hievon ihre Familien zu verständigen, -und dü'se. in Not .und Elend. zurücklnsfen. Die amerikanischen Paßbehörden in Polen haben über Weisung ihrer Regierung - beschlossen,, verheirateten Männern' nur in dem Falle, das Paßvisum.zu erteilen, wenn sie eine Jegalisierte Erklärung der Ehegattin vvrlegen, daß sie gegen die Auswanderung ihres Gattennichts einzuwenden habe. Reiset nicht nach Bayern. Jir der Berliner „Weltbühne" wird vor Meisen nach' Bahern gewarnt. - Die Ausweisungspraxis wütet Hort gegen alles, was.nicht bayrisch und nantentlich. nicht „arisch." ist. Das Blatt erzählt^ unter anderem folgende Fälle:; _ ‘ s ... „Ein Fabrikant, ftit Jahren - in München - ansässig, wurde ausgewiesen, weil er -O t st erreiche r war. Kurz vorher hatta-er eine Uugsburgeirn geheiratet.. Es. gelang ihm — wo Dtlmmheit wvhnt, ist auch Korruptivll zu Hause — die Ausweisung rückgängig zu. machen. Cr erhielt die AuFnthaltserlaub- N.js — doch nur für seine. Person. Seine 'Frau eine Urbayerin, doch rmmnshr durch ihre Ehe Oesterreicherin geworden, mußte München verlassen. Weiter: Ein' W i e u e r G r o ß k a u f m a n u kam mit seiner Frail .nach. München' und erhielt eine An.fenthalts- 'bewillignng von fünf .Tagen, Er.fuhr in Geschäften nach Stuttgart untv ließ seine Frau im Hotel zurück. -X» .Äi fand seine Frau im P o l i zeiarre st, eine Strafe',. ' die sie sich durch die begreifliche Weigerung zugezogen hatte, München zu verlassen, bevor ihr Mann^. zurückgekommen wäre. Eines . Tageswurde '-ichp' aus dem Schwabinger Kran-kenhaus angeklingelt:, Frau B. wünsche nrich dringend zu sprechen. Die'Dame.. - —- seit langem - in- -München-'-ckebende - Schriftstellerin,.. gebürtige Deutsche, Witwe einesöfterreichischefl. fessors/Jüdin —. hatte eben eine schwere Operation; . 'Überstunden', als auch sie. der polizeiliche- BrnnstkahL7..-j-^-ÄLÄ ' traf. Ich wollte helfen. Mühsam erreichte ich für ' - die mit offener Wunde.darniederliegrnde Frau tm&a. Aufschub von —.acht Tagen. .Auf meinen.Ein" . -wand, daß sie auch, dann noch nicht reisefähig sein * " werde, erklärte mir. ein Beamter wörtlich: .„Das'. , geht.mich nichts an! RauS muß sie — wt nn^s!-/ d r a u f g e h t, gibt 'S halt a Jüdin weniger!"- Was war' da zn tun? Ich' gab der Dame den Rat, . den sie auch befolgte: „Schwarz"^,, das heißt: unan-. gemeldet zn -wohnen." f\ Dabei jind die Ernährungsverhältnisse- Bayerns'; ausgezeichnet. Aber die Orgesch-Brüder, die heute Bayern regieren, wüten gegen alle politisch verdächtigen - . Elemente, wobei unter Verdächtig Jüdisch, verstanden wird. .. .. ________ ■ •, DieErmordANg desMiNisterprLsideuLe.U Dato. . n .. . ., '. Aus M <rd r i b wirb gemeldet: Die Verhaftung einesder Mörder Dätos'Löste überall große Sensatior: aus. M ateo. gab v-or dem Chef der 'Sicherheitspolizei mit größter Kalt- ' blütigkeit eine Darlegung feines Verbrechens. Er führte aus, daß er nicht auf Dato, sondern auf den spanischen M i n i ft e r p r ä s i de tt te N'geschossen habe, weil' er mit seiner Autorität den Zivilgouverneur von Barcelona in seinen mr-- . erhörten Gewalimaßuahmen gegen die Syndikalisten deckte.'- Der. Chef der Sicherheitspolizei bemerkte dazu,, daß., er sich .- in -chiesem Falle an, General M. a r tin ez Anido hätte;- haltftr müssen, worauf M'ateo"'erwiderte, .daß anb er-e es.'- übernehmen würdeir, diese Arbeit zu. tmr. Er wandte sich dann' , dagegen, daß er Syndikalist - sei. Die Syndikalisten -sprechen. viel, aber sie handeln nicht. Er sei Anarchist. f Der Attentäter gab hierauf eine Darstellung des- Derbreche ns. .Er' hatte mit zwei Komplizen etwa 100 Meter von"' der Plaza de la Jndependencia.entfernt Aufstellung genommÄn - .j'-'.f. da sie . wußten, daß Dato auf -seiner Rückfahrt diesen Platz / passieren müsse. In dem Augenblick, da das Automobil des ' . Pr'äfidenwn vörübersuhr, folgten sie auf ihren Miotorräderrr. - Airs der Höhe des Automobils angelaugt, hielten sie an. '*■ Sowohl-Mate» wie Serrato und Noble schossen mit jeder Hand eine Pistole auf den Ministerpräsidenten, der ans der Stelle getötet-wurde. Mit der Gewißheit, ihren Plar? ausgeführt -, zu haberr, flohen die Mörder in aller Eile und versteckten sich ineinem von Ädoble gemietrten Pavillon. Dort händigte- Noble seinen Komplizen eine bedeutende Summe für.- ihre Teiln.ahwe an dein Verbrecher! aus. Die drei Mörder kehrten hierauf getrennt nach Madrid/Zurück. Am folgenden' Abend reiste' Noble mit seiner Frau im Schnellzug ab. Es -' kann aber angenoimnen werden, daß es ihm nicht ge-lurigen'" ist, die-Grerize zn passieren, und daß er sich in ihrer Nähe versteckt hält. Das plötzliche Verschwinden Atateos fiel seiner Mietssran - ' l aus, die davon der Polizei Mitteilung machte. Die getroffenen' dNLßnahmen' führten dann ^ür Verhaftung Mateos-', derdie') Unvorsichtigkeit beging-'zurückzukehrcn, um Papiere zu 'holen.<üM Kaum hatte er die Türe geschlossen, so'wurde er von Posti-' giften gepackt und. gefesselt und ihm so die Mögliühkeit _gbnommen, sich seiner äutomatischen Pistole zu bedienen. Er .-7sagte ironisch: „Ich bin geliefert. Wenn Sie nicht sp bor-' sichtig gewesen wären, mich zu fesseln, so. hätte ich Ihnen, 's Stofs zu einem Seiftationsstlm gegeben." Die unschuldigen Rowdies. Wenn dio bientschnationaleil Studenten in einL' Prügelei verwickelt werden, sind sie bekanntlich immer die Opfer heimtückischer Provokateure oder unakadennscher Elemente. Diese Leier bekamen, die Wiener auch nach! den letzten Skandalen, anläßlich der März-stier im kleinen Festsaal zn hören. Nun werden aber auch' ans Graz Stndentenkrawalle gemeldet, zu deren nachträglicher Motivierung sich die akademischen Rowdies wolch eine andere Ausrede znrechtlegen müssen.' An der dortigen wliversitüt sollte nämlich' im Künstlerverein Freiland ein Vortrag des bekannten Nätionälökonomen.Hrosessor Pribram über den Sinn des .Sozialismus!' stattfinden. Schon, zu Beginn des Vortrages fanden sich' sechzig mit Stöcken bewaffnete deutschnationale Studenterl ein und verhinderten die Abhaltung des Vortrages durch Lärmen und Drohen mit den Stöcken, fl RWW NNym W M '' i-

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