Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 769 (17.3.1921)
- Date
- 1921-03-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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'««er - Wlt Orientpolitik der englischen Negierung. 8 » v d » u. 18. Märp 9dff Mf«ien N-Korres«»»de«te». ‘ Mach dem Wichruch der Londoner Vertzandlunge« mit deutsche» Delegierten hat sich der Oberste Rctt der Mlltterte» nochmal» der Behandlung der Krage de» nahen )0|ra* zugowenve-t, mn wiedevmn den Versuch zu machen, den Vertrag von Sehre» durch Herbeiführung einer yorjstLndigung -wischen Griechen und Törten ratffikationSveif zu mache». In der Zwischenzeit haben, rrne bekannt, die Türken den' rhcre» gemachten Vorschlag einer Kommission für Smyrna t^zeptrert, da»' griechische Parlament hat ihn aber glattweg abseichnt. Gestern haben nunmehr zunächst private Verhandlvngen der Alliierten mit den Grieche» und mit den Türken tnA «rf Grund der in dtesen-VxrhaNdlunHen gesämmeideu Erfahrungen Beratungen de» Leersten Rave» seürst stattgef»uden. Der Vorschlag der Einsetzung einer Äv-mruiffum ist BnVgLUtig fallen gelassen worden, dagegen ist der Man aufyfrmfo, da« Gebiet von Smyrna in zwei Zonen zu teilen, in die Gbodt selbst und da» Hinterland. Die ganze Prvvvnz soll ein« vom Völkerbund nominierten christlichen Gouverneur «halten, ab« nominell unter der türkischen Souveränität btewen. Die Sttwt selbst soll eine autonome griechische Verwaltung - und Garnison erhalten. Im Hinter» (anb soll eine lokale ALmrmstration und lokale Gendarmerie eingerichtet werden, an der die Griechen und Türken ent» fpvrchend dem' Verhältnis ihre» Anteils an der BevALerüng vertrete« sein werden. Dieser Vorschlag ist in den bisherigen Pardefpr-cchungen von de« Griechen akzeptiert worden, wäh» l*n& die temallstisch? Delegation stch erst wird« mit Angora, t» B«b»«duny setzi. Immerhin scheint bei de» Alliierten die ßofftmpg z» bestehen, daß auf der voogeschlagrnen Basis Dine Brrständtgung zustande kommt, die zur Ratifizierung he» KriedensvertrageS von Sevres führen könnte. Die Franzose» habe» «wessen «inen ^Waffenstillstandgenannt;» Frieden «ckgeschosse», i« welchem der Austausch d« Gefcsu. ge«n, eine Reubestmswung d« zÄizisch-syrischen Grenzen, die pUacruwg. ZstrzirnS durch die französische» Truppen und die DlnörwMung deS fvMzöfischen MaMnrtS üb« Syrien durch die Türken vereinbart ist. Des« der Oberste Rat de» Völkerbünde» die griechisch- MrKsche Frage besprach, hatte» Lloyd George und M'riand im iwrigeu auch ei« Besprechung mit Hassad Pascha, d« de» Emir Faisul i» England vertritt. E» JJg . anzuneHmea, daß bei dieser Verhandlung d« Pertreter fees Emir Faisul in bezug aus die von Faisul» Bruder flbdallah lehthi» unternommene» Attacken gegen die franjAfia>en Truppe» «trrpeLiert worden ist. lThurchill ist inzwische» m Aegypten etnyetroffe» und hat seine ^berhandlMVen mit de» Vertreter» der Verwaltung tn Mefch>obamie» ausgenommen. Während « die Verhandlungen prit de» Chef» d« Verwaltung von Mesopotamien «ab P a» l 2 st t a «■ führt, nimmt da» Parlo^nest jede Gelegenheit tvcchr, um die Frcye der Verwaltung der Mandatavgebiott h»rch die englische Regierung in Diskussion zu ^ehr«. Im Unierhav» wurde gestrr« dir Frage bat Lord Mobert «eefi angefthMtte«, welch« tasvesowb«« veckmyde, Hotz j» bezug «ms die Mchrung d« aatodztior» Potttv einheitliche Linien verfolgt würbe». Er' «rrrneMe daran, dätz flhurchUl al» KrivgSawnrster in der' Vergangenheit sehr oft eine Politik getrieben habe, welche sich mit den von Lloyd George und dem Minister de» Aeuhern proklamierten Rrchtstnren nicht in Einklang bringen ließ. Von dem Gesichtspunkt her Rotwendigkett «nee «nheiüiche» äußere» Politik sei e» ftcher «roch merkwürdig, doch Mesopotmnte«. Palästina Md et» Test von Svabft» « Zukunft vom Eolonial Office «z behandelt werde» sollen, edrnst wie Aden, während Meghptr« Mb Persien i» der Kompetenz sthäre de» Foreign pffice bleibe«, llnbrkannl sei e»,' welche» Dcpartemem sich »rit den Angelegenheiten he» Hehscha» und »ndeper T«Le Arabien» befasse« werbe. E» »erde außerordentlich schwer sei», die verwotamg Aegyptens von de« eLn« Department und di« verwattnug PcckLsttaa» und der Rqchb«. lLader von dem ander« Departement «Ledige» g» lassen. Kord Robert Teetl sprach seinen Zweifel darüber «ms. ah zr Überhaupt ratsam gewesen sei, bk Behandlung der Sfem» tzatSgebiete dem Koloniabrmt gu übertragen. | ' Lord Steil, der seiten tbat Rebe kt Parlament hältz dtp* die Interesse» des Völkerbünde» wrch-rzunehme», wendete sich dann dagege», dach die Vertretung England» im pttkerbund in de» Händ« Balfour» liege, der nicht warnen» de» Foreign Ofstee spreche« vnne und auch nicht kämet em btn trAnchme. Lertl vertangte, Hatz bei alle» wichtige« Geiegenhottr» der MMLsteqwüstdent selbst da» Reich im Völlerbundrat vertrete oder wenigstens durch de» tztaatssekretür de» Aeußer« ober dessen Delegierten sich vertrete» lasse. Auf diese Weise könnte die Gef ahr derufichen wechen, hach der Völkerb»ndrat z» einem DiskysstonSklub werde, wett die Mitglied« des jvölkerbundrate» dann wncklich die Politik khre» Landes vertrete» nnbchen, ohne erst beß ihr« Regierung Rückfrage halten ß» müssen. Tertl km übrigens bei dieser Velegenhest auch auf da« jvechalte» der Alliierte» gegenüber Oesterreich zn sprechen und erklärte e» absurd. Zu dersetbe« Zeih dg Oester-, petch mtt gewaltigen Posten genährt werde, vexschkkge die ganz; zwmÄose Erhaltung der Wieuor Sbtettuag der ReparationsroMmission llvo.OM Pfund. Solche obfinde Wider» sfprüche seien ebey die Früchte btt Dualität oder besser gesagt d« Bielherrschaft in der Regierung. Lord Tecik sitzt jetzt her «sten Reihy. der. OpPchitionSgruppe und es ist daher nicht jMssallmd. daß « Wst folg# MMl k fa&mni MM- Wm Wtntt MbtzgeRzektmsG Vach chm chrcvh Str Edward -arsoa, et«r der eiwstußveichsten^Mitglieder d« Koalition und Führer der Ulster- Partei. Er erwiderte Tecll, daß der Mtnifterprüsident gerade deshalb Anerkennung »ad Dewunderung verdien«, wett er sich in bezug auf die Entscheidungen üb« die auswärtige Politik nicht $}tgftfid) <m die ausschließliche Beratung durch drn Staatssekretär eS Aeußern und dessen Beamten Halde. Im übrigen werde Mischen dem AuSwärügen Amte und dem Aolonialamt ein« gang enge Verbindung bestehen müssen und e» sei keinesfalls gerechtfertigt, zu verlangen, daß der V«» trete^ England» im Völkerbund dem Auswärtigen Amt« angehören müsse. Für die Regierung selbst erwiderte HqrmSworth, daß die Leitung der MSwärtigen Politik sich gerade dadurch auSzeichne, daß sie ein äußerorbentticheS Maß von Elastizität und AnpassrmgSfähigkert an neue Methoden und Ideen besitze. Da» die Vertretung EnglarrdS im Bülkerlkmild an belangt, werbe- Vakfo«r al» d« absoUrte ibeale Vertrewr betrachtet. . Da nicht anzunehnttzl ist, daß Lord Robert Leer!» Kritik sich gegen dk Person DcttfourS richtet, dürsten solche Debatten im Parlament nur dazu führen, die Stellung Dalfour» im Völkerbund zu Lästige» und chm ein erhöhtes Mutz von pvaktsschem Einst uhbei der Londoner Regierung zu o«- schafferu Das ist auch für die Palästina-Politik von Bedeutung. Balfour hat ganz deutlich gezeigt, daß « als Vertreter Englands im VAk-erburb dafür sorgen will, datz der Vvlkerburch in seinen Rechten nicht verkürzt werde,' indem er «ine« Politiker wie OrmSby-Gore — der,nebenbei gesagt, zu dem engsten Kreise Cectt» gehört — m die Mandatskommission deS VöUevbundeS berufen hat. Der Zionismus in Sowjetrutzland. Von «»fee«« Londoner 8.-Ko»eespondent«n. L o n d o m 14.^M3r, 1S8l. Bor wenigen Tagen ist ein Mitglied der Leitung der Englisch Ziönist Föderation, welches im Auf- - trage der Organisation Rußland bereiste, dl Loirdon eingetroffen und hat einen Bericht über den Stand bst zionistischen Bewegung in Rußland erstattet. Aus dem Bericht geht hervor, daß die Sowjetregierung im Zionismus eine kinterrevolutwnäre Erscheinung erblickt, und daß es ihr gelungen ist, jeder zionistische Leben in Rußland zu ertöten. Zionistische Organisationen sind verboten. Die Abhaltung van Besprechungen rrgendwel'cher Art, geschweige denn öffentlicher Versammlungen, wird strenge bestraft. Schekelsammlungen, Sammlungen für den Nationalfonds üstv. ruhen seit ^wei Jahren vöMg. Die hebräische ^Sprache wM WchfaNS att staMgefähtzlich' erachtet und^der hehroische Unterricht wird in teiner Form geduldet. Alle ziorristischen Zeitungen sind emgestellt wordenauSwärtige werden natürlich nicht zngelasfen. Ihr Bezug würde übrigens für den Empfänger die schwerste Gefahr bedeuten. Den Zionisten ist daher nicht nur jede Betätigung unmöglich gernacht, sondern sie sind auch völlig nninsornriert. Die Absperrung ist restlos dnrchgeführt. «nE t» dieser Beziehung hat die Sowjetregierung das zaristische Regime weitaus übertroffen. Die einzige Art der zionistischen Arbett besteht darin, daß Gruppen von jüdischen Männern und Jünglingen in die ländlichen Bezirk» wandern, dort in land-> wirtschaftliche Betriebe «intvetM, fleißig arbeiten und lernen, um im gegebenen Augenblicke als ausgebildete Zkolonisten nach Palästiua zu ziehen. Der zionistische Delegierte trat tu Verhandlungen mit der Moskauer Regierung ein, »selche wochenlang dauerten. Er legte de« Sow jetten len im Starrte« dev Zionistischen Weltorganisation ein« Reihe von Forderungen vor, die im wesentlichen folgende Punkte umfaßten: 1. Legalisierung der Zionistischen Organisation und Freigabe der Schelelsammlnng. 2. Freigabe des hebräische» Unterrichts. L. Zulassung der Wahlen für den diesjährigen Zionistenkyngreß und Ausreiseerlaubnis für die gewählte« Delegierten. 4. Freigabe der Auswanderung nach Palästina. Stach langem Verhandeln.erklärte schließlich die Regierung, respektive der Bolkskommissär für AeußereS Tschitscher in, baß die Regierung sclbst keine Antwort erteilen könne, da dies eine« Eingriff i« das Selbstbestimmung-recht des jüdische« Volkes in Rußland bedeuten würde! Die Ünt" scheidnng müsse den Kommissäre» für die jüdischen Mttcherheitsrechte überlassen werden. Me zynisch diese Antwort ist, wird jeder erkennen, der weiß, wie emn daS „freie Selbstbestimmnngsrech^ des jüdischen Volkes nPttr den Bolschewiken bestellt ist. Bei den letzten, noch zugelasferren" Dnmawahlen haben über neunzig Prozent der russischen Judeü zioniAsch gestimmt. Die Mandate wurden kassiert und als Vertreter, beziebun-Sweise jüdische Volthk-ommissär« wurden einige Dutzeud zusammen gelesener kommunistischer Agitatoren, meist junge, unreife Burschen, ernannt. M diese ^8epräseuianten des jüdischen Bolve»" tvurde der zta«istssch» Delegierte gewieft«. Di« Verhandlungen wurden ftttenS dieser Menschen, welche die jüdischen Interesse« tu de? Weise vertreten, daß sie rücksichtslose AssimilationsPoNtik bp> treiben und alles Jüdische russifizierrn wollew in der gehässigsten Weise geführt. Das Resultat war natürlich ein negatives. Ueber Antrag der famosen „jüdischen VolkSkommissäre" tvurden «sW Forderungen «hgelehnt. Die auf die beide« letzten Forderungen erteilte« Iwfißfi, tgzEhgzz, tüte * H. MSrz l«Q > Nr. 739 laubniS für die Beschickung d« Atanistenkorrgrefses »ourdtz^ mit der Motivierung verweigert, daß der Atoni-^. stenkongreß sich nicht der Dristeq Jnter»^ nationale unterworfen habej Die Bitte nachi- Zulassung der Auswanderung nach Palästina tvurde^ dahin erledigt, daß die Sowjetregierung kranker «ud greisen Personen die Auswanderung nach Polästina^ gerne gestatten wolle! ' Die derzeitige Lage des russischen Zionismus, istr also hoffnungslos. Für, die zionistische Bewegung und für den Aufbau - Palästinas . bedeutet dieser Zustand den Verlust der wertvollsten Kräfte des jüdischen VES? Das jüdische Rußland, welches einen Haupfträger bc§, Zionismus bildete, ist von, jeder Mitarbeit auSa^^ schlossen. Sowjetrußland fügt zum Schaden noch jb«n blutigen Hohn hinzu, indem es erklärt, den Zionismus.', im Interesse des „freien Selb stbestimm«ngs-r rechtes des jüdische« Volkes" unterdrücke« z»-. müssen! . ' ' PoMisch^Rrmdschau.Ä Die Verfaffungsdebatte im polnische» Landtag. Aus Warschau wird uns berichtet: Dte britw. Lesung des Verfassungsgesetzes gibt sämtliche« ' Parheien die Gelegenheit, auch zur Juden frage ‘ Stellung zu nehmen, wenngleich der Kampf nach wie; vor hartptsächlich «m den Senat sowie um die bev-yvzugte Stellung der katholischen Kirche geht. Im, all- . gemeinen verharren die Parteien auf ihrem «rsprüng- ° lichen Standpunkt; die Linke verwirft nach wie pör.', dir Institution des Senats, ist gegen die verfassuugsmäßig gesicherte Vorzugsstellung der katholischen Rellgion in der Schule und ganz besonders gegen die staats-"' grundgesetzliche Festlegung, daß das Staatsoberhaupt nur ein Katholik fein dürfe. Aber auch die Jupen-? frage und die Forderungen der jüdischen Parteien bilden! einen b peilen Raum in der Debatte. Auch Hiebes zeigt , sich kein Fortschritt in der Auffassung deS Mischen Problems. Die Sozialdemokraten- und hie linksstehende» Bürgerliche« schwkkgen fich, höchstens zum Zugeständnis der Toleranz auf und' lassen jedes.Verständnis für den eigentliche« flmr be»''’ Judenfriage vom TUttionalen Standpunkt auvermissen. Sv verwirft der Abgeordnete Zialkowski als erster' Redner der Sozialdemokraten progttrmmgemäß die For-j derunge« der Zionisten sowohl «fie diejenigen derDolfs- ' Partei und tritt für eine pollständige Gleichberechtigung, bier jMschen Bevölkerung ein, die nicht nur auf dem^ Papier, sondern auch tat realen Lehen, hurchgeführt '., werden müsse. In völliges:' Verkennung der Ziele bchc ' Wisch nationalen Politik befürchtet Redner, baß bei" Annahme der Forderungen der Zionisten der Wische Arbeiter dem Wischen Bürgertum aus geliefert wäre (7). In demselben Fahrwasser bewegten sich auch die übrigen Redner der links-; stehenden Pruppen «nd «S war daher äußerst notwendig. daß Abgeordneter Grün bäum ta längerer Rede all diese Halbheiten «nd . wertlosen Zusagen l« da» richtige Licht rückte. An der Hand einer Anzahl ,' von-Beispielen wiechrünbaum nach, daß die Ber- . fassung den religi.öse« uph nationalen Min- " h.erheilen nicht nur keine besonderen Rechte einräume, sondern ihnen nicht einmal die gewöhnliche Gletchherechtignug sichert. Die Versprechungen der fl Rechte« «Ä» der Linken hinsichtlich der sogenannter«! Toleranz seien daher nichts anderes als Doppelzüngig- - keit «nd die Eveign^fft beweisen, daß dir de« J«d«t> - gemachte« Vorwürfe, sie hätten ungervchlerweift den. polnischen Namen im Auslande angefchwärzt. Ungerecht seien. Die Wifchen^Abgeordneien müssen sich bei * solcher Haltung der Regierung und der Partei«, aV die Avantgarde im Lampsr der nationale» mW «ft- , giösien Minderheiten mn ihre Rechte und mn die Gleichberechtignng betrachten und den Kampf mit Ausdauer ' «nd Offenheit führ«». .» i .1 Warfchm», 16. März. (Pakt. Tel.-Ag.) Der Land- ' tag begann gestern die Beratung des Verfassungseubwürfe-. Infolge der zahlreichen, von. der Linken angemeldete» Abäntxrung-auträge, über die nament-. Nch ab ge stimmt wurde, dauerte die Sitzung von 4 Uhr nachmittag- bis heute 6 Uhr früh. Die erste» 81 Artikel des Bersass»ngseutwurfewurde« unter Ab- ' lehnung fast sämtlicher Adänderungsautrüge äuge- . «mmtven. Rächst» Sitzmkg heute. Lnigi Luzzattts achtzigster Geburtstag. In ttef« Tage« wurde Kuigi Luzzatti achtzig Fahre . alt und m iwlienischs Presse sowie die verschiedenen wissen» ' fchaftlichen und wsstafcheU Korporationen haben diesen Lag zum Anlaß genommen, um den Jubilar auf verschiedenste Weift s» chren. Knzgattj, per einer jüdischen Familie vor; Venedig entstammt, blickt ans eine überaus reiche Wirksam- ' kett zurück, die sich ebenst auf da» soziale wie auf da» pottttfche und wiffepschafttiche Gebiet erstreckt. Sr begarm seine LM»fibahn al» Pyzcht cm d« Mailänder Technik und wurde bald darauf (1867) Professor deS StsalörechtS in Padua. Nachdem er. zwei Jahr« spät« für kurze Zeit gl» Generalsekretär im Ackerhaunutz tzqndesttninisterium gewirkt hatte, wurde ep ' schm 1876, noch ohne da» gesetzliche Atter erlangt zu Hube«. ' m die Kammer gewählt, «nr» ckrlchem Grunde' seine Wahl' ammlliert werde» ßrußtr. Erst »ach einer dritte« 880$?^ IHM»» OeStMtüt «fMlllfillKtUMWlill kMtitta. Ul 8UrirtM»wWLMi 1 E •Ji