Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 768 (16.3.1921)
- Date
- 1921-03-16
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mm. Mittwoch >, mm, 1.1 ui - <>■■■—«wupaatf^iPT-Tfr1 - - fegen ist, Studenten aus Polen von Wien zu vertreiben, und man wird in Amerika jedenfaus .sehr erstaunte Augen machen, wenn man erfährt, daß eine der ersten Wirkungen amerikanischer Humanität darin besteht, daß Kriegsopfern aus dem Osten das Studium unmöglich gemacht wird. ' Das amerikanischHüdische Joint Distribution Committee hat die Gelber aufgebracht, um österreichische Gefangene v hne Unterfchied des Bekenntnisses heimzubefördern und vielleicht.war so mancher Student, der jüdischer Generosität seine Heimkehr dankt, unter den Exzedenten, der letzten Tage. Nun belehrt uns die Verordnung des österreichischen Vizekanzlers von neuem, wie man die amerikanische Hilfsbereitschaft zu quittieren beabsichtigt. Zionistisches LandesLomitee für Oesterreich. - Sonntag den 20. d. M. um V, 10 Uhr vormittags findet rar Srtzungssaale des Nieder oi'ierreickDrn Gewerbeveremes. 1., E s ch e n b a ch g a s s'e N. die dresmonaürche ordentliche Sitzung drS erweiterten LandeskomileeS stakt. Tagesordnung: Bericht Ing. Strickers. Schnflliche Einladungen werdm nicht verendet. _ Jüdischer Materialismus und arischer Idealismus. Gerade an dem Tage, da die Wiener Judenschaft LaZ Andenken der Märtyrer von 1421 feierte, stellte der großdeutsche' Nationalrat Zeidler rn einer Pärlamentsrede den arischen Idealismus dem semitischen Materialismus entgegen und schilderte in ergreifender ÄZeiie die schädigende. Wirkung des letzteren aus das Deutschtum. Da dieser giüe Mann, der sicher aus einem judenreinen Milieu stammt und deshalb nur kritiklosnachplappern kann, was in seinen Kreisen schon Gemeinplatz geworden ist, soll dic-ser Gegensatz einmal kurz unter die Lupe genommen werden. Was die anderen von den Juden zu allen Zeiten am meisten in die Augen sticht, ist deren Hang^ zu Luxus und Pracht. Und sie Wietzen daraus einerseits auf übertriebene Reichtümer, anderers'itZ auf die völkische Dekadenz der Indem Beide-Schlüsse sind nicht ganz gut fundiert. Denn reich, schr . reich sind, die Bcmerü heute auch, aber sie . treiben mit ihrem Gelde keinen Aufwand, legen es auch nicht produktiv an, sondern verbergen es in ihren Schreinen, wo es-der Volkswirtschaft keinen Nutzen bringt. Und die. Entartungen des jüdischen Lebens wurden noch' immer reichlich? wettgemacht durch den heldenmütigen Tod, mit dem- Juden aller Zeiten die Unvorsichtigk.it büßten, den Neid und Läe Habgier ihrer „Wirtsvölker" erweckt zu haben. Ist das, was die Wiener Gezerah von 1421 meldet, , ein Zeichen von Dekadenz? Und dringen heute nicht noch greulichere Schilderungen vom Judenleiden und, Juden? sterben aus allen Richtungen der Windrose auf uns ein? Wir wären doch neugierig, wieviele von den gut. christlich gesinnten Delogierten des Antisemitentages. im-^An-' gesicht., von Scheiterhaufen oder: heranstürckender^Kosakenhorden standhaft Wehen. und. M ÄpeI.'^sichten-, Glaubens willen die Hand . des .RÄWgi bringenden , -Proselytenmachers zurückstietzen, um mit demGlaüben^- bekenmnis. auf den Lippen dem martervollsten Tode! cntgegenzutanzen. Juden, als „Mg",Gs „materialistisch" verschriene Jrcken, haben das zu allen Zeiten ihrer Geschichte, die länger ist als die aller anderen Völker', ' getan. Aber die „idealistischen" Arier? Die Geschichte gibt uns darauf die Antwort, wie diese sich in, gleichen Fällen verhalten. Schon die,blutige Art, in der sie sich das Christentum aufnötigen ließen, die alten G.öfter noch im Herzen, ist charakteristisch. Sie taten es wahrhaftig nicht,. um Märtyrer des Glaubens zu werden, sondern im Gegenteil, um blutiger Verfolgung zu entrinnen. Die Blutzeugen, mit denen die christliche Kirche paradiert, waren zum überwiegenden Teil Judenstämmlinge. So der Gründer des Christentums und seine Apostel, so Lin „Katakombenchristen", die in der Heimlichkeit der römischen Grüfte mit Lebensgefahr den neuen Glauben einer besseren Zukunft erhielten. Diese brach im vierten Jahrhundert an, als Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhob und den Grundstein zur kirchlichen Macht legte,- was später Walter von der Vogelweide und noch später die deutschen Humanisten' so lebhaft beklagten. Damals erst wurde das Christentum auch bei den arischen Völkern populär.-Denn von Stund-aß war das Bekenntnis zu ihm bei weitem nicht' mehr so gefährlich wie seine Ablehnung. Die Zahl der arischen Märtyrer für das Christentum in all >den Jahrhunderten seines Bestandes reicht kaum an die Bevölkerrmgsziffern einer mittleren Judenstadt in der Ukraine, die in unseren Tagen Schauplatz zu den grüßlichsten Leidensstationen auf dem Passionswege des Judentumes geworden sind. So etwas, wie arischer Glaubensfanatismus erwacht erst zur Zeit der inneren Spaltung des Christentums. Aber auch damals trat der Idealismus nur vereinzelt auf. Für die großen Masten wurde gerade damals das bezeichnende Wort erfunden: »Cuius regio illius religio", das Lei den Juden niemals Verständnis, fand, weil ihnen Religion G o t t e'sr. ib nicht Herren dienst war. Sie blieben unbeteiligte Zuschauer — versteht sich ge i st i g unbeteiligte; materiell und physisch wurden sie von' der Kriegsfurie hart genug in Mitleidenschaft gezogen, als. der Wechsel des Kriegsglücks den Glauben weiter -Länderstriche bestimmte. wie Reformation und Gegenreformation ab- Wechselnd m deutschen Landen triumphierten, je' nachdem, welcher von ihnen gerade die besseren Musketiere zu Gebot? standen... - : . :: :: Das ist eine knappe Skizzierung der Geschichte des irischen Idealismus, im Gegensatz zum „Rectlisums" _gPlcnct Morsen»eum»s Mitteilungen ans dem Publikum. Z11R VERLOBUNG des Herrn Adolf Melsels mit Fräulein Regln« Pohöryles gratuliert herxliehit Adolf Grimberg , RILlftNTEN, Perlen,Oold,Silber,Platin «.Uhren . kauftnndverkauft 776 ETTER Rotentursnctr. 23, MariaMlferotr. 98 Grösster und bester Käufer Wiens «ne Brillanten, Perlen Juwelen, Edelsteinhändler Rabino witsch, Juwelier i. Mahlerstrasse 5‘(frQhero Maxlmllianstrassa) Tel. 8541, II. Hollandstrasse 3, nur Nr. 3 (frühere Stephanlestr.)Tel.45l46 iin eigenen Hanse Freitag 5 Uhr n. Samstag geschlossen. HSpCn SI% auch VNS8FS Preise fl— »»" INI» L alt und neu || lUf n BillrilSir I! UfPBlIrlTlIS Ir naetaiisu 1*1 Hl I» II lBllLUyu.Ua VfiBltuIBUuilu BB.f Taborstrasse SS i Sehreitwaschinenran&raitaren raseh. und Bureaumobei die grösste Auswahl . Leopold Sleinliart X.f Stbarstrasee Kr. 0 biilis nfid ent 152 Tel. 4073/V1U der Juden, zu jenem „Materialismus", lion dem auch die überwiegende Zahl d?r christlichen Heiligen Zeugnis ablegt, deren Bilder die katholischen Gotteshäuser gieren, obwohl. sich deren . fanatisch.§te Besucher gegenwärtig zur Rässentheorie bekennen... BoAständige EiniguAg im Bekleidungsgewerbe. Erhöhte Preise für Hochwertige Herrennnv Damenkleider. — Dir einen Breisabbau in der Brkteidungs- - brauche ist nicht zu te-the«, " Mit den g?st' igen Lvhnverhandlungen im Bundesnnnisteriuni' für' spZiale Verwaltung, dis, nun auch zu . meiner Einigung rnit den Stückmeistern und'Stückarh eitern der Herren- und Damenmaßbranche führten, ist nun auf, der Lanzen Linie des Wiener Bekleidungsgewerbes das norinale.Leben ^in allen, ^.ine'n hochwertigen .Betrieben zuräLgsMr^. Den Stückmeistern,und Stückarbeibern der FirmenMsse ja wurde eino .-95pro-. Mtige, Ich eine , 90p7ozeuiige und jenen , aller übrigen Klassen eine 80pw-entige Erhöhung der gegenwärtigen Stücklöhne von den Unternehinerverbänden bewilligt. -Auch die Entschädigung der Lehrlinge -und Lehrmädchen wurde von den kartellierten Firmen der Herren- . und . Dgnrenbranche a n g.e u o ni-,m,e n/',Pon..Hp zweit- und. Drittklasf-igeäM ^urmschneidersi allgelHyt, ... , ''Avmm^rztaML- KaH. D. e ck.^rmit: -Dio.^W^^ ckuirg,' speziell dieser Lohnbewegung, ist auf di-L Belle idungsfrüge eine.ganz bcheubenbe.. WähÄr'nd bisher die stets, alle, zwei.,Mchlate wLederWrendett Forderungen. mjt einem'40hw5enLigen Plus abgeschlossen,haben,--bs- , trug diesmal die Erhöhung aller Löhne -L^ -his. 100> Prozents Es^.soll,mübeanttvortet bleiben, ob diesL gewaltige Erhöhung, der Löhne .ein, DtziegelüM-der .Teyeruna^ während der ätzten .' zwei. Monate barstellt,. hingegen-' ist/aber festzusiellen, daß alle Arbeitnehmergruppen mit ihren Fordsruvg.en auf der ganzen Linie einen Sll'a davongetragsn .'haben'.'und' alles erreichten, was fie. in puncto. Entlohnung wollten. r... » .. Daß derartige Lohnerhöhungen einen Einfluß auf die Preisbildung mit sich 'bringen, ist eine Selbstverstänhlichkeit... . Der .Verband. der.Darnenmodefirmen Wiens, hat auch, an seine Firmen -einen Beschluß .dahingehend hinäusgegeben, - daß für alle Aufträge ' rückwirkend auf den .28. Februar ein. Aufschlag von 20 Pwv zent.für Bestellungen und ehr solcher von 10 Prozent für Fassonarberben zu machen ist. Die Vereinigung der Schueiderfirmen Wiens wich für die Herrenbranche wohl den gleichen Beschluß fessm.' - ' Die vorläufigen Höchstpreise in der Damen- und Herrenmaßschneiderei sind ein trauriges Kapitel., das nicht nur den -5kunden, sondern auch den Firmen viel zu denken gibt. Da die Wiener, hochwertige Schneiderei ihr gesamtes Rohmaterial ausnahmslos aus dem Ausland beziehen muß,' ist es daher natürlich, daß sie von dem jeweiligen Stand der englischen Pfunds der französischen Francs, und der tschechischen Kronen vollständig abhängt. Die Situation auf dem Gebiete der Devisen ist allen nur zu sehr bekannt, um die hohen Preise erst erklären zu müssen. Hiezu kommen jetzt moch die eiwrm' hphen Löhne, . die neuerliche Erhöhung der Zölle und ' die Serie der Steuermaßnahmen, welche in, den letzten Wochen angekündigt wurden. Das alles verhält sich zu deck gewünschten Preisabbau in einem umgekehrten Verhältnis. Bon einem solchen kann derzeit auch keine Rede sein und haben die diesbezüg-' lichen Betätigungen öffentlicher Stellen nur den einen Wert,- PreisexHje * gewisser Kreise von vornherein, auszuschalten. Die Möglichkeit eines Preisabbaues ist aber sofort gegeben, wenn unsere' Krone in Zürich auf 3 oder 4 steht oder,-besser gesagt, wenn Devisen und Valuten' in Men entsprechend billiger'.zu Haben sein werden. Dann wird ein flotter Verkauf der" Erzeugnisse einteeten und wird den Geschäftsmann in jenem Zeitpunkt, in welchem er billigere Waren ^'Aussicht hat, auch der Umstand nicht tangieren, daß er- Waren zu den »M» böMten Kurien ihrseinen Schränken 16. M«ry Ml Nr. 788 Die Juden in Mödling. Von Rudolf Seiden» Modlina. Das Mödlinger Judentum hat feine Geschichte, dem» schon vor dem Ausgang des Mittelalters lebten Juden i»» dieser Stadt. . .Wie. in anderen Orten, nahmen, die damaligen He^ogß - und Landes fürsten - auch die . Juden aus Modlir^g ÄS Kammerknechte in Schutz, natürlich nicht aus christlicher Nächstens liebe' oder infolge ihres Gerechtigkeitsgefühls, sondern nach Bezahlung einer äußerst hohen Juden-steuer. Nicht genug da» 'mit, llegten sie den Juden bei - jeder Gelegenheit Zwangssteuern auf, fo daß diese , eine der Hcmpteirmahmsquelleu jener hohen Herren wurden. . ' . Am Ende des. lS. Jahrhunderts kamen die Juden, die eine eigene Gemeinde m der Gemeinde Mödling bildetsW (die heutige EUsabeHstraße hieß »Judengasse"; im Haufe Nr. 7 befand sich der Tempel), -- .unter die Obrigkeit «wer \iatholischeu JudennchterS (der die-. Aufgabe hatte, ck Progesten Mischen Judttl...und Christen Recht zu sprechen), mit der ■ Begründung, daß kein Jude über amen Chcrsten gestellt fein dürfe. Ein sehr ckteressanteS Kapitel m der Geschichte dech 14. Jahrhunderts ist . folgendes: Die LandeSfürstrn betrachteten die Juden als ihr« lebrnben Geldsacke. Wenn ihre eigenen Kassen leer wurden» Lann evlreßen sie irgendeine Verordnung, die da- Melker» der jüdischen Gsldbeutel befahl. Ä!8 diese Herrschaften end-' lkch ernsahen, daß die.- ^uden (notgedrungen) mcht soviel er* wuchern kormten, als sie von ihnen forderten, da kamen sie Auf eitle neue Idee: Man gestattete" 1388 den Juden, bis zu 65~ Prozent Zinsen SH - GeMeihgeschäften zu nehmen. ES ist aber nächtzewiesen, daß sie meist nur bis zu 18 Prozent einhobem Die katholische Geistlichkeit, der wie allen Christe« Zinsettnehmerr verboten war, begann zü jener Zeit da» kanocksche-Gesetz zu drehen — und nahm bis zu 12 Prozsnt Zirrsen. lind da ist es. nun merkwürdig, wie Historiker gu behaupten -wagen,-daß das billige geistliche Geld als ein« ..Wohltat'" zu bezchchttey ist. -Denn, jene vergessen, daß di« Inden'von jenen &v &efica: :15' Prozent, den größten Teil dem LandeSfürsten cMiefevn mußtest. und. daß sie dabei' kein Gesetz übertraten, sondern d.atz-?fie ün Gegenteil durch diesen (förmlich l anbsfphlsn-rii) .Mstcher, sich die Gunst der LomdeS-"!hcLren, - au.7" diesie -'ÄrgKst^sett' - waren» «warben. ' - 'Das 'Volk, gegen den Wucher der Juden (nicht gegen v - den Ser" Herzoge oder Gerst-Irchen) - erbittert, begann im ersten-' Viertel des 15. JvhrhrmdertZ m Oesterreich mit Pogromen ^urr deshalb, weil. , dis .Zündessürsten iKre „Erlaubnis", zu« . MuchÄnckcht züruckAiÄhAr^--- wollten, .- wodurchsitz. ja Lhve»->/.. eigenen PriLatkasse geschadet, hätten: ' - > ■. j . Auch in MÄM-ng üj^t&en.&e JudsHrpstser....goplünder^; die. Mimnsr, hjr^emMet. öder -gefangen.- Eiste der tragische- . sten,^ .aber auch, erne -der -henLichstett Tatsachen aus jenen AuLbeflecktzin Tagen H^ eS," datz, wie der damalige PfrrrA: . von.HerchLo!ds-orf in. seiner- EhroM. bevichteür, die .fcet« . . 'zuj.cisclten' JuhrnsraHen,<mn.v ihrom. Glauben - nicht - untoeu ■ ->Hrsrd6n. Ml müssen. uM'-n>V.''N!cht durch Wiftert '.'üergMMrK^.'Ä' werden zu könstech. siH ck der-.-Nacht «rdem Gefängnis felb^^ erhsnkten.^ * ^.Vr; vV - i D^r. dey. .Ästchen gxrautzte.Besitz wurde vom LandeSfürsten -. erngszogen und zum Teil verkauft. An drn folgenden Jcchrhunderten gab es kernen oder nür se^r-'wenige JrKen/m Mödling. Bezeichnend ist ein §rlaß, der 1833 «dem Jsvaeliten und Großhändler Anton Drosa zu- Mrana" die EvlaubniS zur Uebernahme einer Lock» . wäridfäbrK in MNllng erteilte, mit dem Bemerk, daß et hindurch nicht auch das Aufen thaltsrecht für -Wien oder! Mödling erwerVe, sondern hr'ezü fallweise' die Bewilligung z» erwirkenhabe) rmd .daß er» keine israelitischen' Arbeiter «nr» stellen dürfe. ' r ■■ ' -Erst in denlehten Jahrzehnten durften sich Juden in Mödling' uiederlasftn und erst in den letzten Jahre« ist diese -'Stadt tvirtschastlich emporgeblüht. Es soll hier nicht rlschtzeprüft werden, welchen Antell die Judest daran haben. Die Einbürgerung in Palästina. , Die Zionistische Kommission erließ eine« Aufruf an alle Inden, die seit dem 1. September 1920 nach! Palästina ein gewandert sind, sich ehestens üm die Einbürgerung zu bewerben. In Kürze soll ein Gesetz in. Kraft treten, das ihnen die Möglichkeit gibt, das päl äst inen fische' Bürgerrecht zu erwerben. Alle neu Eingewanderten mögen sich also beeilen, sich in den Jmmigratrons- und Reissämtern der Regierung in Jerusalem, .Jaffa und Haifa eintragen zu lassen zwecks Erlangung des ersten Einbürgerun*gszertisikats. Dieser Schritt sei von großer Wichtigkeit, da er'dstkumentiers,'daß der Einwanderer seine früher« Staatsangehörigkeit aufgeben und das palästinensische Bürgerreiht erwerben wolle.' Durch diese- Registrierung und WS daraufhin,ereilte ZertifLkat werden die Einwanderer als Söhne ihres neuen Vaterlandes und nicht mehr als Fremde, di« in diesem Lande noch nicht feste'Wurzel gefaßt Wen, legitimiert. (J-P.Z.) : * Baron Rothschilds hebräische Rede über die Sprachen frage. Wir berichteten bereits kurz, daß Baron James Rstthschilb wäyrend seiner Anwesenheit in- Rew-Aork, dadurch gewisses Aufsehen erregte, daß er in etnsr Derfammlung etne hebräische Ansprache hielt. Wie'wir einem nachträgliche« Bericht entnehmen, beschäftigte sich Baron N'oth.sch ilb in dieser..Pedä, mit der, Sprachenfrage wld lührte'v. >. auS : „Im Leben der Völker ist däS Land und die Sprache so eng miteinander verknüpft, daß man nicht mehr lagen könne, was früher: war und was von größerer Bedeutung . ist, das, Land oder die. Sprache, So lehrt uns die' Geschichte, daß. kleine Völker, die schon längst ausgehört { $bc*, eit ifc MM M M Skmb MjMßh t... i,.