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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-13 · Heft 765 (13.3.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 765 (13.3.1921)
Date
1921-03-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wiener Morgenzeltunff Sestk L Men.Gonnlag^ ■■'.■■ M "■■ .■■■■■■■—■ .—■■■■ ■"■ '.'■■■■■I Trotzdem weist der letzte Staatsvoranschlag einen Abgang von 42 Milliarden Kronen auf. Das Defizit beruht zum größten Teil auf Zuschüssen, die -er Staat zur Verbilligung der aus dem Ausland importierten Lebensmittel zu leisten gezwungen ist. um Veiten K ei-'en den Bezug selbst der b scheid.nen Lebens- Wittelraioen zu ermöglichen Die,erDes izitpo sten würde verschwinden, wenn uns die nötigsten Lebens* Mittel auf Kredit geliefert würden, und es würde uns Härm viel leichter sein, das Gleichgewicht im Staatshaushalt rvtzderherzustellen. Da wir dann auch nicht mehr ge* wöiigt wären, züm Ankauf von Lebensmitteln Kronen ins Ausland zu schicken, so würde die Inflation und hie Entwertung der Krone zum Stillstand «gebracht werden. Bei Valutaschwankungen, die das Geld in einem Jahr auf ein Viertel' seines Wertes reduzieren, kann keine geordnete Finanzverwaltung ge* führt werden. Das Grundproblem^ unseres wirtschaftlichen Systems ist daher oie Sanierung unserer Finanzlage »nid die Stabilisierung unseres Geldwesens. •' Wir werden alles tun, was in unserer Macht steht. UM d.eses Ziel zu erreichen. Ohne ausländische Kredit ist dies jedoch unmöglich und wir werden immer tiefer m die Krise hineingetrieben, in deren letztem Stadium tnit uns befinden. v Der Oberste Nat hatte wiederholt die Güte, uns ist Aussicht zu stellen, daß ein umfassender Plan für die wirtschaftliche Wirderausrichtung Oesterreichs durchgeführt werden würde. Den von der Reparations» kommisston nach langer und sorgfältiger Prüfung unserer Lage ansgearbeiteten Plan haben die hohen Rcgierun» gen auf der Pariser'Konferenz nicht angenommen, sie haben vielmehr ein Komitee eingesetzt, das die Möglichkeit der Hilfeleisttmg durch private Kredite prüfen sollte. Dieses Komitee hat sich unter dem Vorsitz Loucheurs in sehr dankenswerter Weise bemüht, seine Aufgabe zu erfüllen. Wir glauben aber, das; es jetzt sck-on klar ist. daß die wirtschaftliche Aufrichtung Oesterreichs nur durch eine größere Megierungsaktiou erreicht werden kann, wovon der Plan einer privaten Kreditgewährung einen wichtigen Teil bilden würde. Dies hat auch die Brüsseler internationale Ftnanzkonferenz unter Hinweis auf die ganz außer-, oÄenrlichen Verhältnisse Oesterreichs anerkannt. Genügende Kredite würden uns die Sanierung der Finanzen und des Wirtschaftslebens und damit des GeldWesens ermöglichen. Hiedurch würde auch eine Sicherheit für die Kreditgeber geschaffen. Durch ungenügende Kredite aber wäre dies nicht zu bemalen. Dem verhängnisvollen Ngchlell ungenügender Kredite konnte nur dadurch abgeholfen werden, daß die hohen Negierungen durch ' Gewährung von Kohlen aus Kredit und durch andere indirekte Hilfsmaßnahmen den Gesamtumfang des Kredits erweitern. Dies wäre umso notwendiger, als die Gewährung von Krediten ohne gleichzeitige Beschaffung von Kohle unrationell wäre. Ohne Intervention der Negierungen kann Oesterreich ein« entsprechend« Hilfe nicht geleistet werden. Wrr bitten die hohe Konferenz diese Aktion zur Durchführung zu bringen und uns aus den schweren Gefahren, gegen die wir allein vergeblich ankämpsen, zu erretten. Unsere ganze Hoffnung geht dahin, daß der Oberste Nat dies tun werde. Die hohen Mächte haben unserem Volke vorgeschrieben. innerhalb der ihm bestimmten Grenzen «in selbständiges staatliches Lehen 4» sichren. Nur mit entgegenkommender Hilfe der Mächte vermag das österreichische Volk d«n Versuch zu unternehnren^ seine Produktion und den Güteraustausch so zu entwickeln, daß es als sich erhaltender Staat bestehen könnte.. Wenn die Machte diese Hilfe nicht gewähren, so bliebe für unser Volk nur di« Alternative, entweder sich politisch auszulösen, oder unter den gegenwärtigen unmöglichen Lebensbediirgungen, die einen großen Teil der städtischen Bevölkerung zum langsamen Hungertod« und das ganze Land zu wirtschaftlichem Siechtum verurteilen, elend zugrundezngehen. Deshalb muß ich an den hohen Nat in dieser schicksalsschweren Stunde di« eindringliche Bitte richten, es zu ermöglichen, bei unserer Rückkehr im die Heimat dem öfterrtzichischen Volke nicht nur Versprechungen, sondern tatsächliche Hilfe zu bringen. Auf die Darlegungen des Bundeskanzlers erwiderte Premierminister Llohd George, Mfs die Verbündeten bereit seien, O esterreich zu helfen, obwohl ihre zerren Lasten äußerst schwerseien. Schließlich - wurde über Vorschlag Loucheurs ent» . '-redend daß die Wünsche des Ssterreichi chen Bundeskanzlers im Laufe des Nachmittags - -n einem Komitee der alliierten Euchvers ,rindigen g e p r ü s t werden sollen, das die ü'lerreichische Abordnung anhören wird. DaS Komitee wird die Prüfung in der nächsten i*sche fortsetzen und die Ergebnisse seiner Beratungen dem Bundeskanzler und de» übrigen Mitgliedern der österreichische» Alwrdrmna dekauutaebeu. Die Lage in PaNstina. Von vnferem rbterstatter. Dr. I. B. — Jaffa»Tel Äwlw, Mitte Februar 1021. Fast den ganzen Jä^'ner wellten hier, wie bekannt, der Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation Prof. W c dtzmann und Sir Alfred Mond, Minister im Kabinett Lioyd George. Vor der Abreise, sprachen beide Gaste in einer q-otzartigen Massenversammlung in Jerusalem über den mächtt. gen Eindruck, den Erez Israel auf sie gemacht habe, flößten den Verzagenden Mut ein und versicherten, eS würden in Bälde Mittel und Wege gefunden sein, um die Kolonisation in eine sehr günstige Phase eintreten zu lassen. Sir A.fred Mond verpflichtete sich hierbei mit einem überaus hohen Geldbetrag für den Keren Hajesiod (AufbaufondS) und versprach die tatkräftigste Propaganda unter seinen vermögen» -den Freunden zugunsten der großen Aufgabe der Wieder, aufrichtung dcS jüdischen HeimeS. Inzwischen werden von den hiesigen Juden die größten .Anstrengungen zur Erreichung des notwendigen Fonos gemacht. Die arme Bevölkerung Erez Israels spendet für den NationalfondS, für Schekel, für „Sela Hajischuw" (Auflau. spende für momentane Zwecke) Beträge, die dank der hoben Valuta die Spenden einer zehnfach größeren Bevölkerung in Ost- und Mitteleuropa beiweitem in den Schatten stellen. Um die günstige politische Gelegenheit raschest auSzunützen, entsendet Palästina Ussischkin und Mossinsohn nach Amerika, um dort wenigstens einen großen TeU deS Aufbaufonds von 25 Millionen Pfurid aufzubringen. Der Eimvandererstrom wird immer starker und wöchentlich landen einige hundert Juden, zumeist pogrom. flüchtende Chaluzim mit und ohne Familien; wenn auch diese naturgemäß mittellos sind und die materielle Lage dcS Landes nicht günstig ist. so kann noch darf man diese Ein. Wanderung aufhaltcn. Nur al, und zu begegnet man unter den Neuangekommenen auch Fabrikanten auS Wien .der Großkaufteuten aus Berlin und Warschau. Die noch Arbc'tS. losen warten ungeduldig auf den Beginn der Nutheabergi. schcn ElektrifizierungSarbeiten am Jordan und an anderen Flügen. Dieses Werk wird einige tausend Mann cl.rch Monate beschäftigen können. Ing. Nuth enberg ist kürz» lich nach Amerika abgevcist, um die neuesten derartigen An. lagen zu studieren und man erwartet für das spätere Früh, jahr den Anfang der Arbeit. An Mitteln soll eS nicht fehlen; man spricht von einer halben Million Pfund Sterling. Eine tragikomische Episode: Vor kurzem traf in Jerusalem eine Truppe. Wrangel-Offiziere ein. um zu ton» zertieren, da die Herren Pogromstifter brotlos sind. Sie nurden vorher aus Aegypten auf Grund des Einschreiten) der Juden verjagt,, weil sie dort Silbe t s ch m uck von S e i e r ThoraS zum Verkaufe angeboten hatten. Als das Kon» zert in Jerusalem (mistelst -hebräischer Plakate) angekündigt wurde, versapinrelte sich, eine größere Anzahl erbitterter Chaluzim, von denen so mancher seine Eltern oder stine Geschwister in der Heimat der Konzertoffizieve unter ter Erde zurückgclassen hatte und verhinderten die stbhalttrng dS Konzertes. Da aber die Drangel-Helden auf ihrem Mitten Recht* bestanden, wurdim sie von den Ehaluzim' verprügelt und muhten flüchten. Unerklärlich ist nur, wie diese Leute nach Palästina Einlaß erhielten, wo doch sonst die Hafenbehörden friedlichen jüdischen Einwanderern, die vor dem Tode flüchten, so viele Schikanen bereiten. r Die Sicherheit-Verhältnisse im ganzen Lande haben sich seit der Ankunft de- OberkommisiärS Herbert Samuel ganz bedeutend gebessert. Die Araber mutzten die Waffen bei sonstiger Arreststrafe an die Regierung ab« liefern und man hört jetzt von organisierten» NeberroUen auf die jüdischen Kolonien überhaupt nichts mehr. Trotzdem kommen noch dann und wann, besonders in den regner's ben, langen Winteniächten. Diebstähle an Vieh oder Orangen, namentlich in entlegeneren Kolonien, vor, denen bis nun nicht bcizukommen war. Neulich unternahmen die jüdischen Kolonisten einen energischen Schritt bei der Negierung, die darauf verfügte, daß die Schomrim (Wächter) der Kolonien mit Feuerwaffen und Munition versorgt und als behördlich beeidete Gendarmen zu betrachten sein werden. Somit hab^n wir nun zu den jüdischen Staatsbeamten (bei der Post. Dahn, Gericht ustv.) auch jüdische Landgcndarmen, nacktem bereiteine größere Anzahl von Stadtpolizeiorganen besteht. Schließlich will ick noch über eine betrübende Erscheinung im ökonomischen Leben Erez Israels sprechen, worunter besonders die jüdischen Landwirte zu leiden haben. Bekannt» lich gibt es hier eine große Fülle von LelenS» Mitteln aller Art (Mehl, Weißbrot, Weißzucker. Milch, Fleisch. Fett. Südfrüchte. Kaffee. Tabak usw.) sowie sonstiger Bedarfsartikel, nicht sehr teuer; eine Folge der geringen Dichte und der ziemlich primitiven Lebensweise der Bevölkerung in Verbindung mit der Fruchtbarkeit de- Lande- und der Dollwertigkeit de- Geldes. Die Sache hat aber auch ihre Schattenseiten. Infolge der hohen Valuta ist zwar jeder Import leicht, die Warenausfuhr hingegen, auf die der Großteil der jüdischen Kolonisten angewiesen ist, ungemein er. schwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Die hohe Valuta macht eklar, daß ganz Ost- und Mitteleuropa für Palästina als Abnehmer nicht in Betracht kommen kann, während England, die Nocdstaaten oder gar Amerika viel zu weit sind. Die Folge davon ist, daß Unmengen von Südfrüchten — Orangen, Zitronen, Bananen» Datteln, Oliven — sowie Dein und Kognak in den Magazinen' der Kolonien liegenbleiben, verderben oder im Inland stark im Preise fallen. Daher Krisis, Verlust, Mißstimmung, Drang, da- Land zu verlassen. Wenn in Kürze größere Massen einwandern würden, könnte sich der Export er« übrtH.en und der Jnlandbedarf würde z« neuer Tätigkeit an spar neu. Unglücklicherweise der» legte« sich die meisten Kolonisten Judäaauf Pflanzungen und leiden - nun außergewöhnlich stark unter diesen ZulläN^ den. Die galiläischen Kolonien haben eS etwas besser, ßa sio^ auch Getreide bauen — namentlich Weizen und Gerstr welches auch weitere Transporte vertragt. Die größten Getreidefelder liegen allerkstngS im Ostjordanland, wo b'S nun infolge der allerdings geschwundenen Unsicherheit fast keine Juden hinkamen. DaS engtisch»jüd'sche Wochenblatt »Palestine Weekly" schätzt die UeHerflüsse für den Ex-Port in Palästina für daS Jahr 1921 auf 8^000 Meter.'- zcntner Gerste und 109.000 Meterzentner Hulsenfrüchte, wenn-, keine Unwetter dazwischenkommen. Welche- Land von 40.000 Quadratkilometer Fläche kann einen solchen D rotreicht um stuf, weisen? Ist dies die Folge der »Unfruchtbarkeit", der »Steinig^/ keit" unseres alten Landes? Die polnisch-jüdische Ber- - ständigimgsaktion. Don Unserem Warschauer Korrespondenten. Letzten Samstag fand, wie bereits gemeldet, die erste Sitzung der ministeriellen Kommission in Angelegenheit der polnisch - jühisch« n Ber st ä nö t* gung statt, zu welcher die Vertreter der jüdischpolitischen Partien zugezogen wurden. Der Vorsitzende) Finanzminister S i e c z k o w s k i. wies darauf hin, 'daßdie jetzige Negierung eigentlich ein Versprechen aüs^ führen woll-ö, welches frühere Negierungen hinsichtlich einer anzustrebenden polnisch-jüdischen Verständigung abgegeben hatten. Sowohl die ehemaligen Minister-> p äsidenten Skulfki und Grab ski sowie derfrühere Ministerpräsidentstellvertreter. D a s z y n s ki haben namens ihrer Regierungen solche Erllärung-n. in fcia* lichster Weise abgegeben und er könne versichern, daß' die gegenwärtige Negierung in die Verhandlungen mit dem festen Entschluß eintrete, daß dieselben zu einerst beide Teile befriedigenden günstigen Resultate führen.- DaS Referat erstattete Dr. No f sig, der' b-rkanntlich zwischen den jiidischen Parteien und der Regierung, wegen einer Verständigung vermittelt hatte, Dr. Nass i g bemerkt zunächst einleitrndi.' daß die Unterhandlungen wegen , Herstellung einer Verständigung sich schon seit einem Jahre M»' ziehen, ohne daß die Arbeiten auch nur um einen Schritt vorwärts gekommen' wären, so daß die jüdische Bevölkerung einfach den Glauben an den Ernst dieser Äerhandlungen verloren habe. Dies?r Glaube könne nur dann wiederhergestellt werden, wenn die Regierung dies, mal mit allem Ernst die Verhandlungen nicht eher abbrechen läßt, bis das erstrebte Resultat erzielt sein wird.- Dr. Nofsig beantragt, daß zunächst über fcie folgenden vier Punkte, welch« durch die bisherigm DerhandlUngtzir schon ziemlich geklärt sind, Beschlüsse gefaßt wechen mögen, und zwar: i ',?! 1. Abschaffung aller Rechtsbegr-emzum gen gegen die Juden-als Ueberbleibsel russischer und österreichischer Gesetzgebung. Diese Frage sei bereits ganz spruchreif, da das ganze Material bereits -dem P äsibiüm des Ministerrates verwiege und vhn^ Schwierigkeiten zu einem Gesetz formuliert werdenkönnte. 2. Die Frage der zwangsweisen Sonn« tagsruhe. 3. Organisation der jüdischen G.«» me i n de. Auch diese F-age sei b.-reits soweit gediehen, daß der Bildungsmtnister schon einen Er/aß über ditz Wahlordnung ausgearbeitet habe, der mur. noch der Genehmigung. bu"ch den Ministerrat. bedürfe. 4. Schaffu-geiner Roferentenstelle fürjüdi,fch>s, Angelegenheiten im Präsidium des Ministes rateS. Der Vorsitzende . stellt nun die Frage. zur .Diskussion, ob die Tagesordnung Rossigs zur Grundlage der Berha-'dlungen dienen soll. Der erste Redner N. Prilucki gibt der Mzinuncs Ausdruck, daß vor allem die Feststellung gewMr Richtlinien notwendig sei, da von der prinzipielle^ Auffassung der, Regierung über die Judenfrage im allgemeinen auch die Richtung abhängt, in welcher di«^ Lömnssaller obschwebendey Fragen Pfunden werdest soll. Von jüdischer Seite kann nur ein Standpunkt anerkannt werden, das ist die Anerkennung der jüdischen Rationalität in Polen. Ist dies einmal -ugegeben. so folgt das Uebrige dann von selbst» Bor allem würde sich dann von selbst ergeben, daßniemand in feinen bürgerlichen Rechten beschränkt werden könne, wenn er sich zur jüdischen Nationalität bekennt. Weiter würde, gleichfalls von selbst, das Recht der jüdischen Bevölkerung auf f reie, natio nalkulturell e Entwicklung und die No wendigkei^ den Juden die Rechte einer n a t i o n a l e n M i n d e theit zu.gewähren, folgen. Da sei zum D-isPiel gleich' die Wahlordnung für die jüdischen Gemeinden, welch« bereits fertiggestellt fei und binnen kurzem erfch-'-rren soll, ohne daß wir wüßten, ob sie nicht Ueberraschungest enthalte, welche von den jüdisch-politisch'.-n PaN krt zurückgewiesen werden müßten. So M noch gar n'chtS über die den Gemeinden zugedachten Kompetenzen, über den Charakter dieser Gemeinden, bekannt- Es sei daher notwendig, daß die Regierung cüdlich einmal eine. festumschriebene Stellung zum jüdischen Pr. bst'm nehme, die allerdings nur in der Anerkennung des nationalen Charakters der Judenfrage best.-hen köitne. Das Wichtigste aber sei, baß all bas/ was im Wege der Velstäudigung beschlossen wird, in der Verfassung seinen Ausdruck findet oder, um deutlicher zu sein, daß M« Lösung der Judenfrage in Polen im jüdischnationalen Geiste in der Verfassung stäatsgründcjesetzlich festgest-gt sei. Aber auch selbst dann sei die Judenfrag-ö in Polest praktisch noch nicht gelöst, tmun all diese K<stulare bloß

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