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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-13 · Heft 765 (13.3.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 765 (13.3.1921)
Date
1921-03-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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AuS allen Teilen deS unter der Herrschaft der hWrschaft' in Bewegung gekonsmen, auf dem Land scheint der langerwartete Zusammenstoß der Vauern.mit.' i^.HeqitjsitionskoMniissiovm' bevorzustHen. Zweifellos^ spielt'hier.die.Propaganda.cker in'düs' Ausland pertxjMenen hürgerlichen Parteien 'pnh. der Sozialrevolu-' Sönäre' eine große/ Rolle/ Die. Päriser' ^agüng/ des! rpHschen.NumhfparMnents wax/von-den Organen der' MMy-Regierung. als verächtlich^ Bagatelle behandelt, tvprden. ' Ihr Ernst trat aber sofort" zutage, als sich die Milanten gegen jsde bewaffnete Einmengung, der Aytente verwahrten. „'Darin lag Nr jeden, derhören WpHä, die Warnung an die ' Moskauer Regierung, die, sich in ihrem Land vorbleitende Kooperation aller nicht-, bplschewikischen Elemente nicht zu/ Unterschätzew Man Mtz nicht weit ausholen, um, die Gründe für die' Schwierigkeiten des jetzigen.Systems zu suchen.' .Das. aus- Gewalt entstandene, auf. Gewalt gebaute System MipftI g.gen das ggnze Volk/ uw seine Existen-. Es Hag sein, daß ein .Grohteil ..-^ über, die Kämpfe in/ M. ,PssjeMuM' . verbreitete^ Äenchte. übertrieben; Mrgenist; es mag Mn^ doiß viele'^Meld'un-,.'. WlM.MMrchffDn.'aüs PW/ Heg/üver-bie-verschie-'^ tzjHM^^sOWyMch^'raNM-rnsche» 'unj»..Hgffu«»*-./ .LMWMW^^MfgetztzusHt ÄMon stnd^ DMebe»/ Htt/DWen^ätttpfW^ Äe^ Moskauer R^ieruA Mint im/ MgH8Ä mach die -Lage zir.beherrschen^ Sie verfügt ,W^ÄW<Drjer-Tr.n«e^ t^e- .d^.rymeZellr Zlntexesien^ MrdtzAÄstem^geb^ndenKt.. Es/stnd lettische, firlnische. Vhch:wMhir.ifche:Pandey, verstärkt pürch Kriegsgefangene, Zentralstaaten' und geführt durch zaristische; OssizrWldenen.politische Kommissäre, zlir Ueberwachung bei-. WebenOnd: In der russischen. Massehat die'Negierung keM Stütze,' c unh nur das treuerg.bene Heerder ^mmten kannte.'bisher den Pestand Äes 'Systems ggron-. - Grtzn'. nicht - aber r feilte; Berwurzluüg; in dem Denken' ichv' Fühlen' des Volkes erzwintzen.' . . ' Benin hat selbst in seiner Rede auf dem. zehnten kymmunistischen Kongreß -die. Schwierigkeitens zusammen' gefaßt, von. denen seine 'Oligarchie bedroht ist. Die Lebeüßmittelverteilung un>d die Brennmaterialversorgung fonNte nicht zur Zufriedenheit der seit 1914 unter. Wegswirren leidenden Massen geordnet werden.' Die. Msd"'in^-det-' Ländwirtschaft ist' -durch' den Mangel an Menschen und Maschinen hervorgerufen worden,, das' Eisenbahnwesen' und das ganze Gebiet der öffentlichen Afbeiten bis zur Verwüstung herabgekommen. Lenin hehar-rt nun bei seinem^ vondem linken Flüge! seiner Paßtei -angefeindeten Plan der Konzessionen, uM auslänbisches Kapital, ' Intelligenz und Arbeitermateriät Heranzüziiehen^ 'der . Industrie -neue Impulse zu gehen. Nas ^ins' Stocken geratene, wirtschaftliche Leben zu galvanisieren und die Landwirtschaft mit neuem Vertraue» zi!r Regierung zu 'erfüllen.' Er hat den Bauern die Wiedereinführung des freien Mndeks für ihre Produkte in Aussicht gestellt. Faßt' man all di.s zusammen, so kommt man unwillkürlich, zu einem/Vergleich-mit Oesterreich,'' besten innere Verhältnisse durch den Mangel ^än Tkansporkrttittel, durch die Sperrung der Grenzen und' dur^dr,r.Hartnäckigkeit', öer Agrarier in eine verzweifelte ijnarbiMg geraten sind. Es. ist immer die gleiche' Folge-! bte Verhältnisse äufzwingech Kein Staat kann Heute für sich allein bestehew kein Staat kann ^von einer Klcfs.sK Mein beherrscht und geleitet^ werden. Was heute Hchiand geschieht, mag vielleicht noch mit, dem militärischen Sieg des Bolschewismus enden/falls die Armee stanöbält; politisch bedeutet es die Zersetzung der fälschstch als kom'mttnistisch ünsgegebenen Pcirt.i der Diktatoren unv, ibreS' Anhanges.. Wenn. .LeNin. die heutige. Krsse...nbersteht^ so wird,.er den Weg zur^ Demokratie/ LUx.Fseigebiing aller Kräfte d'r in Rußland wohnenden PÄ'ker und Klassen gehen, müssen. . . - Der Friede von Rign. Warschau, 13. März. (Funkspruch.) Die/Urtiec^ichmwg des Friedensvertragss/ steht 'uä'ch Euchrichien aus- Die ValLikumer Zemonstrieren heute. — Maßnahmen der Behörden. ÄMösnng der deutschen SeLbstVehre«. Der l r «p 12. März. Für morgen 10 A -r haben die d e u ts ch v S lk i s che n Kreise Brrlins MrL Airrrrstützang des Nationalverbandes deutsch er D ftzrere und der Brreinrgun v ehemaliger B a l t i k inn e r Brrsammlunge» angek indrirr denen gegen die Sanktionen -der Entente <' d e m o n ft vi e r t werden soll, worauf K u n d e b u n gen veranstaltet werden sollen^ u L s ch g e r üch t e» die im Zufarnmeuharrg wrt dev Embsrufnng dieser' GemvnstraLionsÄerfammlung aufgetaucht Md/ werden darauf zürückgeführt, daß der 'Sahröstag des .^aPpiPuLsches auf den mdr^ttzeu'Tätz föllt.' BsftiMmte Anzeichen--für einen Putsch bestehen jedoch nicht/ doch - - aben die Vehorden für alle Fälle - entsprechende B'v^r s i ch t s m a st « a h m e n- > getroffen, um eLwüi^en Änsschrertun^eu zu beMäen. Berlin» 12. März. Der Reichstag'nahm'in fein«, heutigen Sitzung den Gesetzentwurf, betreffend die Selbsischv.tzokgaWfationen, /an. Der. Vertreter der daMffcht«; Regierung, erhob, gegen diesen Beschluß Protest. Reichs minister dsS Innern Koch erwiderte, däß die -Wiche Regierung 'unbedingt den . Friedensvertrag /erWen Müsse. ' s1 / Das monarchistische Bayers/ / v Berlin, 12. Mari. D,e Blätitd melden aus M ü NW e ÜÄ Heute fand eine große Feier des 1C0.°- GeburtStalskS W'HiiMi iegenten L «i 1 p o l d unter Teilnahme! von AborVrtü'WN^M«' ehemaligen Negimcntrr fialt. / ' / : ■ Für den 15. d. M./ dem' vorgeschrübenm TM dch.^küf-!' -tönng der Einwohnerchelirm. swd große DemonstD'flPÄ.E von rcchtsßeWMKtÄsm gchtant.' - / i'/Axtn U ’i i i:: ::r,ivjL ■>! ' Lloyd Ärsstgr verspricht Hilfe. — Einsetzung eiües SachöerWnÄigenkomirLes 'Äneines Higa für Ve» nächsten DoniiSpstag: bevar. Eü: KM Sßextxaot^ wurde bereits, m Druck a&efo'u* Teil Londap, \i2- Marz. (Korv^Bür.) Die. Wrreichische Delegation, die in BeglUtirng 'M''MiifH»'^Mü'Men '. in WienMr. L i n ö l e y gestern um K lihr 20 Minuten . abends hier7 eintraf, war.in Dover vom österreichischen, Gesandten in London Francken stein und fcojn , Sektionschef S ch ü M e r erwartet worden^ .Im Londoner Bahnhof.wurde die Delegation von. den cV-e.pt r e t e r n / de S.A-u s w ä r t i g e n- AM te s M b n k u^ D a v i und englischen Pressevertretern begrüßt. .Die. Abordnung begab sich sodann'ins Savoy-Hötel, Mo sie als Gast der englischen Regierung untergebracht ist. ' - Heilte um 11 Uhr vormittags fand eine S i tz u n g des '-Obersten Rates 'statt, der- Bundeskanzler Dr. M a y r,' die Bnndesininister -Är. G r i m m nnd DrchG'rünberger, - der österreichisch Gesandte in London F r ä n ck.e nstei n Sektionschef Dr.. S ch ü ller, Präsidiälchef im Ministerium des Aeußern Duffek und Legati'onsrat Egger beiwohnten. Vundeskayzl.'r Dr. Mäv r führte in seiner spräche aus:' „Wir konimen hieher 'im.' Namen Volkes, das seit zwei Jahren einen ... verzweifelteü Kampf um seine Existenz fiihrt und seinen Blick hoffnungsvoll auf -die Versammlung gericht.t hält. Welche/ unsäglichen Entbehrungen ein größer Teil deriBevolkerung zu erdlllden hatte/werden alle Mitglieder der-hochherzigen ausländischen Hilfsgesellschasten bezeugen, di? in Oesterreich gewirkt' haben und wirken. Gegen den Luxus, der in vornehmlich^ von Ä u 8 ländern u n d K r i e g s g e w i n We rn -bb°' wohnten Bezirken getrieben wird, l)ebt. sich die. Not der - übrigen, Vevölk'rung .nur umso grosser ab. . Soweit es die ungenügende Ernährung und!der Mangel an Kkohle^ zuließen,. hat die Bevölkerung Oesterreichs, bereitnullig und geduldig die Arbeit Wied, r, aufgenommen. Wenn ' sich dessenungeachtet die Lage Oesterreichs imcher schwieriger gestaltet hat, so wird dies hellte auf die » n v e r-. H L l t n i s m ä ß i g e G r ö ß e und u n. g e n ü g e n d e Pro d u k t i v.i t ä t d e r H a n p t st a d t .Surückgefülir^.^ Gewiß ist Wien dadurch schwer getrosfen worden, daß^ es aufhörte, die Hauptstadt eines - großen -R ÜclU'S Liu fein; chych:auch in feiner jetzigen Lage, im-Mittelpnnkt^ Europas,/ an dessen? historischer Verkehrsader und am , Kreuzungspunkt wichtiger . Eisenbyliylinien. , fehlt in Wien nicht die Lebeirsberechtigüntz/ Sein« Bedeutung als . Zentrum einer alten Kultur, .hat.', es behauptet. Die-, B.a n k i n.st i t;u i iuyd. Hand e 15*. organisätionen Wiens verfügen nach wie vor über einen reichen Schatz von GeschäftSkenntnisieu Erfahrungen und Verbindungen, speziell - bezüg!ich des..- nahen Orients. Ein großer Teil der W i-.e ner In-- wsx MML Kx SMuitarft «EckAM» Aber natürlich;?ann ^me HäuptstM ihre H eMllen,MenndieM-ätz-rung des heuerlichen SchwankuyUen unterworfen und schaftliche Leben teilweise lahmgelegt ist. ' -,/J ,".'7 Viele ösierreichische, ProdukionSzweige fverden:aLer-' dings durch das' jetzt in den N ckch'f o l g e si'ä cr te w herrschende System der Absperrün'tzge«-^ hemyit, aber.auf Gruntz der Erfahrung, daß öuH-MM i Syst.'M jeder. Skäat nicht nur 'die 'änderen^ .söndeMMHr - sich sölhst schädigt, setzt sich eine bessere Erkenntnis istMe?/! mehr durch. / . " / . Warum vermögen wir uns nicht selbst zu helftrt? /H ' Weil wir uns während der UebergangSzeit dze mn«/ bedmgt i notwendigen ' N a h r u n g s m i t t e! : -u>n d 1 Kohlen nicht verschaffen können. Wir sind von-tiefem? Danke für alles erfüllt, was die alliierten MächtegeNn,; haben,- um' Ocsten-eich und insbesondere unseren. Kindern l zu helfen. Es ist jedoch unsere Pflicht, hier zu/fagiM Z daß uns bisher die Vorausseh,mgen stik öw Durchfüh-.' rung der uns im Frieden/von Saint-Germain aufet«' legten Aufgaben gefehlt haben, für das .österreichischs B,olk,. eine selbständige Existenz zu schaffen. Äir müssen^ einige Jahre. hindurch daran arbeiten, unsere- Nir'tWft' deg ' völlig veränderten 'Verhältnissen 'anzupaffen, - und / während/dieser Zeit in der Lage sein, die. notwendigen ' Nahrungsmittel und Kohlen zu beschaffen, ohne 'ünftre- Arbeitsausrüstung zu veräußern. . ////^ Diese Voraussetzungen waren seit dem Zusammön^' brnch' Oesterreich-Ungarns/ niejnälT'.,öorhänden.'//N7»serei Kohlenversorgung ist so„ngenügend,. daß wir die. Oi^»/ tigstcn Ervortartikel nicht zu erzeugen vermtis/ey/mE' daß von zehn ^Hochofen nur einer im Beirieb steht. solchen Ilinständen vermögen'wir nickt/ /unS 'rwhesM^' arbeiten nnd die nötivendigen.. Jinpprte /birrcks zu bezahlen.' ' ' Man könnte uns vorwerfen, daß wir .-' .< / / unser Budget uicht in Orduuug briuesn -/ > Uud Zuflucht bei der Notenprelse suchen. Dar.-N.s ii! 5'.! ejividern, daß wir seit Mitte 1920. nachdern iviv .^jonvorder mit starken Erböl'nngen vorgegangen Nmrerr die direkten Steuern'vo<nickt gänz'?^'Millionen'arif'-ubec' - r Milliarden, das ist uabezu aus das Achtfache gesteigert baden, die iMrekten Steuern und' Monopole iwrr Wgesabr lck Milliarden aus 6.5 Milliarden. Die .Dlle werden mit dem s,ed;igsack?n Betrag eingehoben. Wir baden dje. Einnahmen der Staatsbahnen von 1.78.MN'Wrde» aus 5,5 Milliarden vern,ehrt, sämtliche SraätjeinnaSmes, van «.25 auf nmd 30 Milliarden, das ist da-.Fun.kchA Wir haben auch eine. <chiw-re efn-e« , üidri,' ans die eA Borew-kchlmiü vü^ ÄÄ WlÄilKG «HM m

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