Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 758 (6.3.1921)
- Date
- 1921-03-06
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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Wie 10 Wien, ■vponttiafl Meteor Dinohrady. Meteor steht in dcr'Meisterschaft an.vierter Stelle mtd hat im letzten Spiel, gegen Spaxta -(3:4) seine hohe 0form bewiesen. Vorige Saison verlor Hagibor 0:2. . England trifft am 5; und 7. 31lai auf Zthei Kontmenta!- Lanidermarmfchaften. ' .Am 5. ist Frankreichmir 7. Belgien der Gegner. --- .. . Hakoah—Amateure. Die Straßenbahndiroltion hat auf der..'31 er" Linie die größtmögliche Verdichtung des Verkehrs zugosagt, so daß der Sportplatz von der Kopfstatiön (Augartenbrücke) .bequem in 20 Minuten erreichbar ist. An der Kasse gölaugen nach Sesselsthe zur Ausgäbe. ' Futzbaltfirg des Jrusalemsr Makkabi-M'rbs. Nachdem kürzlich der Jafsaer Matkabi-Müb einen Fußballsieg über den Mub des in Saromr liegenden englischen Regiments davongetragen hatte, errang nunmehr der Jerusalemer Malkabi-Klub Aeich falls einen Sieg über daS in Jerusalem liegende Regiment Lankshire. Das Spiel endete mit einem Siege des Malkwr über Lankshire im Verhältnis 1:2. BANKHAUS . ROHATYN Wien, I,, Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20-3-63 4Z4 Der VolksVirt. Eine Krone -- 1.3« Centimes Geld. - In Zürich notierte Le österreichische Krone ...... 1.30 ( 1 Sv am 4. März) der österr. gestempelte Krone . . . —.90 (—.92V8 am 4. März JHe tschechische ä^one ... . . . . 7.60 ( 7.70 am 4. März) ■Wc Mark ......... 9 67Vs ' 9.76' am 4. März ÄMLM , .'»• » •!•-. . 405 ( 4-10 am 4. März Bukarest . . . 8.15 ( 8.25 am 4. Marz Blldapetz . «.»1» » . »-«'» -»'» » 1.40 (,1.43 am. 4 Märzi Warschau . —.65 (—.65 am 4. März) SchutzzoApslitik in Amerika? Die folgende Stelle in der, Botschaft, des Präsidenten Narding an das amerikanische Volk gibt 'vom vvlkswrrtschäftlichcn Standpunkt viel zu denken: „Immer wieder hat es. sich erwiesen, - daßwir unsere industrielle Kraft nicht erhalten .tonnen, wenn wir der-Welt unsere Märkte bedenkenlos öffnen. Die Theorie von der Notwendigkeit von Handels- - schranken führt zwar zu'Trugschlüssen, aber wir' müssen bei unseren I m po r t z ö l l e n. sor g f ä l t.r g - dr r ' a m e rj.? Manischen Produktion gedenken. Heute, wo starker als je zuvor-die-Völker die Wiederherstellung und Aüshehnung ihres Hmchelsansirel en,. müssen wir unsere Zoll t,’ctr't.f c dem ne uen S tand'der Dinge anpa sfen, um - der Konkurrenz siaudzühalten...Wir/streben imch der Teilnahme ock Au stau sch verkehr der- W elt, -weil -dort der Weg zu suchen' ist, der, uns' zu erweitertem . Einfluß nnd zum Trnumph des Friedens führt. Wir wissen genau, daß wir do.rt n ich t verkaufen können, wo w i r ni cht kau fe-n,daß wir -nur. dänn^auf Handelserfolge rechnen können, wenn wir' unsere Wckren^auf unsereneigene-, Schiffen auf die Märkte der Welt bringen können.' Nicht'allein die Wiederherstellung des Alten ist notwendig, sondern wir brauchen ein neutzs'Kitalter nn^-ProdüfttonS-, Trausporl- und Handelsfragen." . zl / ' - - i In -dieser Erklärir-ug liegt 'ein offenbarer Widerspruch. 'Die WirifHafrsgeschrchte lehrt, daß' Staaten,' die den Sch u-tz z o l l einführien, auf. die Dauer. nicht .gedeihen. Dqs ,-P r oh ibitivs y st e-m, das - darin besteht, daß die einheimische Industrie durch hohe Einfuhrzölle auf ausländische Jtn-portarttkol, geschützt, wtzröcn soll, hat noch LemenstStcläf zür Btlüte gebracht Erst durch die Aufhebung der Zolle und. dw Einführung des Freihandels ist England, groß -und reich geworden. Mehr denn je sehen wir heute, daß dir lliiede''- brechimg aller Zollschranken ein Lebenserfordernis für die gesamte Weltwirtschaft ist.' Sollte also Amerika tatsächlich zu dem veralteten Prohibitivsystem zurückkehren, so muß eine Störung der Weltwirtschaft die Folge sein. Industriennd Är*be i 111 o f c n 1 r i f < n, die die Vereinigten Staaten;eht durchwachen, allerdings nicht in so weitgehendem Maße wie Lörenev MorgrnzettunA , die meisten eu'röpäischön Länder, wurden ' allerdings eine ^chutzzoUpokitik'emigerülaßLn'gerechtfertigt erscheinen lassen. Ferner könnte.der amerikanische Fabrikant ^gelteüd mcwherl: «Unsere Valuta steht höher als die'irgendeines anderen europäischen Staates,. Großbritannien * inbegriffen. / D e lt t f ch» land zum Beispiel kanndurch dio Jnflatiou der Mark derart billig produzieren, daß es. uns mit Maren einfach zu überschwemmen imstande' wäre und wir gegen seine Konkurrenz nicht aufkommen könnten." Aydeverseits muß Amerika an Wareneinfuhr denken,. um einen Teil seines -gewaltigen Eoldüberschusscs abzustotzen. Schon aus diesem Gründe kann und darf es sich dem Import nicht verschließen und wird mit dem .Merkantilismüs, d. i. mit der Schutzzollpolitik, nicht sehr weif kommen. Eine altbekai'.nle Tatsache ist cs übrigens, daß der Merkantilismus schon oft zu ernsten Spannungen in den wirtschaftlichen Beziehrrngen ganzer Völker, von da zuin Wirtschaftskrieg rind vom Wirtschaftskrieg rasch zum Krieg mit den Waffen geführt hat.- Hervorzuheben ist, daß ein großer Teil der öfscirtlichcn Meinung, in Amerika, seine wirtschaftlichen und geistigen Führer der Ansicht huldigen, daß eine Schutzzollpolitik hcuie viel weniger „anziehend" zu sein scheint, als di>-s 'in'der Vergangenheit der Fall war.. Ter. Grund läge . darin, daß Amerika zum.ersten Mole in der Geschichte ein Gläubigerstatt eines SchuldnerstaäieZ sei. Die soliden kkonserootiocn Klassen, die größter^ Bankiers und. Kapitalisten inbegriffen, de,reu Interesse früher in der Richtung des MerfantisiomuS lag, dürften nunmehr ihrerr Vorteil in der E r le i ch t eru r: g der Einfuhr fremder Waren finden. Ä>iau gelangt also auch jenseits des, großen Wassers zur Erkenntnis, daß nur in einem freien' Austa'üsch dchr Güter das Heil des Wirtschaftslebens und somit der Welt liegen kann, und' auch der neue Präsident' hat dieser Anschauung Ausdruck verliehen. Nur.' eines tzi.. seiner Erklärung klingt unklar upd widersprüchsvoll: daß. Amerika dort nicht verkaufen könne, wo es nicht kaufe: Nehmen wir wieder. Deutschland. Dieser, verarmte Staat ist .rächt imstande, die hohen Dollarpreise zu erschwingen. Dagegen w'rd eö sehr viel nach Amerika exportieren können. Hier wird die Praxis -einen Ausgleich'schaffen und die "Vereinigten Staaten werden.'sich; anpaffcn müssen. E i n e R e g c l u n g der v a l u t.a r i sch e n V e r-h.äl t rr i s s e ist unbedingt - nötig, denn auch noch dem Pfund'Sterling gegenüber ist der henüge Stand Hs .Dollars visl zu hoch, nur den.'Engländern wesentliche Einkäufe in Amerika zu gestatten. " ' Auf .jeden: Fall -- wird , die zukünftige Wirtschaftspolitik der' Vereinigtem' Staaten auch - für ganz Europa maßgebend fein'...Mrd'Feins,MthriEün'g muß daher mir-größter Aufrncrksamkeit verf0lgh.werd.en. .. Me Äermögensahgabe. Der Finanz-.und Budgeiausschuß zog in seiner gestrigen Sihiiug dke .*V erm ögensab:gwb en o-v elle in. Perhckndlirng. - > ' /. .■'-c ■■■■' ' Berichterstatter Di? Gürtler weist darauf hin, das; der. Grund für die rasche Einbringung der Vorlage in dcu überraschend günstigen Ergebnisse»; der Vorauszahlung zu erblicken sei sowie in der Erscheittüng. daß als Folge der geographischen Verhältnisse in Wien unverbältnismaißig. viel, in den Ländern unverhältnismäßig wenig cingezahlt wurde. . Bundcsmirüstcr Tr. Grimm erklärt, das Ergebnis der Vorauszahlungen läßt sich honte' noch nicht vollständig überblicken. Soweit dies abernwglich, ser^ rönne der 'Finanz minister mit Genugtung 'und-^'fricdiWng f-7.rn-.datz -urrge« fahr.fünf bis sechs Milliardeir,Kronen eingezahlt worden sind, wovon die Hälfte airf Kriegsanleihe entfalle. Ans den' -Ländern stehen die Resnltgte^ noch. ä"S. .Dia Fi na..,/.er':. konnte sich vor Ablauf der'^.rist nicht entschließen, den zahlreichen Anregungen gns -den ^erschied"nen Kr-'ffen f,'-V enU^ sspsrecherr und die Vorast^ dfrist zu v^rläng> . Doch hat -sie jetzt r ./inlnt, die Frist zu ^rchciter»». , Wei^ms -sollen zum Zwecke der E-leichterung -- A"^hE»ng gewiss: Besiimr.mngen abg7ände"t werden. . :e Hii'/"""-"walt'."-^ legt das g^»nze Efewicht auf eine baldige Verabschiedung des Gesetzes.' Der 'Minister.'richh't ün alle j-n-. w^.'- r'ft . c nd'' "'e Bcpölkerung. Einsius; 'haben, die Bitte, iklärend zu wirken iuid ihr .die ..s'nänzielke uiid.an'd dm ^wxak-sche Tod"'!.g s " Vermögensabgabe auszulegen. Die .Vermögensabgabe soll ' der Grundstein sein, unfern,! Staate <-y» helfen und unei ieib|i März 1921 Rr.' TSS' Bank und Wechslergeschäft Htiiles&Go. Wien, I., Sehottenriiig vis*ä-vis (1er Börse IKu;lanteate Dnrchführang S3ä aller börsenxnässigen Transaktionen zu erhalten. Nur dann, ivenn die Bevölkerung sich darnbsp klar ist, wi:d die 'Frijlverlängernng einen entscheidenden. Gr». folg haben. ^Abgoordnclcr Mikla" verlangt "'ne Verringerung de^Vorauszahlung bis 1''. April. Abgeordneter Dormv Bauer, wendet sah gegen diese 'ikerlängerung,- '"sbesogderq gegen die Verlängerung der Bckcnntnissrist, 'und ki'mdigt einen Antrag an,, der -die Kürzung der Zahlungsfrist beinhalten"wird^ In der Spczialdebatte werden Artikel 1, Punkt },'2> 3, unverändert angenommen, Punkt 4 mit einem Zufatzantrag. lvvnach auch, die über die Bekenntnisfrist hinaus gestundeten rnöglichen Abgaben nbgez^e'n werden können. Punkt 6, Absatz t (Aeichernng des § 26), llvird mit Ausscheidung her Worte ,,nui mehr als. 33.000 Kronen, aber" angcn .»innen; in Absatz 2 (Kinderbegünstigpug)' wird das -Me Zahl der Kstider entsprechende Vielfache bei. der Bimessuugögruu'üoge' -on »veniger als l,000.000 Kronen mit' 40.000 Kronen... (statt 20.000 Kronen) .festgesetzt. ' ' 'v‘ Punkt 6, Absatz '2, wird in folgender: Fassung^ nehmigt: „Die Bestimmungen des-Absatzes 1 finden üudy'tYlifj ' i!lktien Anwendung. Gehört der A-bgabetzf/ichtige jedoch '-zu - den im § 25, Absatz 1, bozeichnetcn Personen, so vermnidert -siÄ der als. versteuert geltende Teil der: ill",seinem Besitze befindlichen . Anteile an Gesellschaften -m>. b.' H. üich' Asjie^.alr^ ' di: Hälfte." - , i,'\ * Zu Absatz 4 wird folge»lder Znsatz Hinzugstügtt"''»Mort? dem Besitzmn Aktien sind hiebei L-ieferuntzsveV-pf'lli'ch-..' tu n gc n.an .Aktien derselben Art, berechnet. nach"öem' Mktz' des Steuerkurses der?i.ktieu, abzuziehen." . Al. ne e Punkt wir^ '--he.. AestimmuntzUn-fl^-..-.. uo nt me« : „Im § '32)- Absatz 1> in de'-' F7ssung^K»8. Bundesgesetz.es vom 27. Jänner 1821, BGBl.''Nr.'-78,'siikdidie -Worte „b:S' zum "'28. Febrn ' - 1921"; zu ersetzen. dürchE^^.- Wor.ie „bis .zum .1.0, k1pr.il t 9^1".. , ...^ . Boi Punkt 11 1 alt, lrX (Berkürzuyg,'.-dsV^Msia^tzE^.' fristen) wiT folg-:..der -Auireg-. des /stlbgcordrroten-- B.aucr ar-gerwmmen:-- -. iv) ,, ■- fiu ZiX&u:::;-: is! nach Wähl bei -Ab^^'''epfs:^ '•••at mitc^rn'gungsdaü^'- von fünf öd"er 'zehn Jahren aiif- Grund oprozenftger Verzlnstrsig-.-, zu berechnen und ,äln I.'-Iuli /je'deü I^EeS'"zü ÄrtxkshEir,/ Die erste Fälligkeit tritt am l.^nli 1922..ein." .1 H. -.--' > Demgemäß hat. Absatz. 7.. zu lauten: . „Tcr, Ahgab.epflich« -rige knur auch . ‘ Ji die Entrichtung der Abgabe a.nf-emmnl . zum ersten- -in Absatz 1 bezeichneten Termin .wählen/ der M'gabepflichttgo die Abstattung eine? Abgabebekragds,- bett ' er in Rcntenfyrin zü eutrichten berechtigt'ist, auf.e'mmal,, »:mH Ablauf der Frist für die. lbegünstigteri Vorauszahlungen wählt,^ vchält er eine .CwmäßlMng von 8 Prozent, bei Abstattung nach Absatz.'1 in drei iRaten oder bei der füinfjährigen Tilguügs-- rente eine solche von 6 Prozent dieses Abgabobetragcs:. Für die in drei '. Raten, äbzirsiattenden Abgabebeträge evhäff stier , Abgabepflichtige, eine' Evmäßigung -von 6 Prozent, und-, wenn er. hinsichtlich, solcher Beträge die.dibstattnng auf einmal, - nach ■ Ablauf der Frist für dre'begü-nstigten Vorauszahlungen-wählt-- eine Ermäßigung von 8 Prozent dieser Abgabebeträge..: Bei Punkt 12-modtfiziert Abgeordneter..M i k l a s seines in der Generaldebatte gestellten Antrag dahin,, daß äls-En dtcr m i n fü r die V or auSz a'hlu n gen der 10.'Atz viS.!z n fi-x'i eren, und gscht^ seinen Nesolutionsantrag,' " treffend die Erstreckuiig der Bekenntnisfrist, zuruck.. .... Punkt 12 wird in folgender Fassung'zum Beschluß erhobene Dem 8 31. .wird als Aosai^ 8 beigefügt: „Wenn.ein Abgabepflichtiger in der Zeit vom 1. März bis 10. April 1021 Taschenmesser, Scheren, Nagelfeilen, Basierartikel, Haar- und Bart- Schneidemaschinen, Bestecke, Löffel (Aliunininm, Alpakka, Alpakkasilher, Packfong, Martirfstahl etc. etc.), Küclienmesser, Zigarettendosen, Brenneisen, Feuerzeuge, Schlttsselketten, Schlittschuhe, Korkzieher, Konservenölfner Otto Wagenberg, Eiseü-& StaMwaren eil gros Wien, I., Tuchlauben 19 M6 Telephon 22.948 u. 62.399 interurban