Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 757 (5.3.1921)
- Date
- 1921-03-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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SeÜe Z Men. Tamskag Meyer Morgenzeim«- r». Mürz 1921 Nr.757'- J Vs« uttfeveot Parkamautaberichterftattee. Di'L - GeneralbebaLtS über den Staatsvoranschlag lvurtzeL-ereiis gestern im Nationalrat bändigt, damit der schon früher bemerkt habe, noch' nicht in : demselben Grade besteuert wie Frankreich' und England. Es ist unmöglich, daß wir zugeben, daß die Zage der Sieger schwerer äH die der Besiegten: Pariser Brief. Von »nsevem KorresponHente«. ■ - » . ^P a-F iH N.'HLML ';! Ein wunderbares FrühtingSwettcr k«rastsHt Wt' einigen Lägen die Pariser. Ein sonnendurchwirkter» leichtkühlcr Nebel liegt" am Morgen üher den- .Gassen Und, tagsüber' ergießt sich die Somr-e strählend breit über Paris und Siraßen. Frühling! lind man dcnlt daran, waSer noch v>r wenigen . Jahren, bedeutet chatte: da war;ct wähl ebenso innig und heiter gewesen, aber sein Nahen ist nicht rrur von dcu Dirnen der. Straße freudig p.rgrüßt wordsrh.^sorHern. die) Viel Gefährlicheren, die Hrnterland'shelden"sn'.l^r 'Rriegtzpvcsse,/ haben ihm eutgegengejauch-st: ec sollte nach Winterruh^ und Langweile die ifiisch-sLohlnhe. Offensive bringen, auf daß der Leser im Hntterlande sich der gewaltigen Zeit erfreue und, wenn der Gegner Nur hundert, Tyet melden', ließ/berächtlich murmeln könne: Auch etwas! ’ - Wird es nicht wwder Frühkirig? Und Müschen in Polen und Deutschland, in Frankreich und Rußland zwei' Jahre nach, dem letzten aller' Kriege' wieder die Lehre:, sucht nach heroischer'Männlichkeit, nach Verteidigung heiligster Güter, nach Erringung von Freiheit, die sich in Macht und Geld umsetzen saßt? Fürst Sapieha, der polnische Mirifier, des. Auswärtigen, war auf seiner Rückreise von London noch einmal in Paris. Er sprach dort den Journalisten , der großen Presse gegenüber von einem'neuen militärischen Bündnis Frankreichs und Polens, das während des Besuches deS. Marschalls Pilsudski in charis abgeschlossen worden ist. Dafür habe,,Frankreich die reichen Naphthcchrubrn in Galizien erhalten. Fürst Schrieha erklärte» er selber glaube Nicht an einen Angriff der Roten Armee gegen Pülensmr Frühling. Der Diplomat glaubt nicht! Aber wenn die Rote Armee nicht im Frühling 'angreift, ist es' auch nicht so schlimm. Man kann es schon-dazü brirrgen, daß fie angreift Und Rumänien wird Polen brüderlich zur Seite stehen im DerwidigungSkri^e' heiligster Güter: französischen Petroleums ^und russischer Renten. WaS sollen auch die polnische und. die rumänische Regierung' sonst machen? Ermessen sich selbst die westlichen Regierungen, selbst eine solche wie die englische, mit ihren ungeheuren Kulturtraditionen, dem Chaos gegenüber ohnmächtig. so gilt dies doppelt von diesen neuen Staaten. Die Organisierung der nerrerworbenen Gebiete, die soziale Frage im Innern, nationalg Konflikte zwischen den verschiedenen Volksstämmen, Geldentwertung und Unordnung soffen etpe. kaum glaubliche Situation in diesen. Länder». Aber. Gott sei Dank, eS gibt noch'herrliche Frühlingstage in der, Welt! . In Pariser hohen Kreisen war man jüngst sehr erregt: Um den militärischen Geist des Volkes zuheben — diesen Grund hebt die »Actisn Frcmcaife" .ausdrücklich hervor — und wahrscheinlich. auch, um die zerstörten Gegenden schneller wiederherzustellen, hat man gefunden, daß eS ein Skandal sei, daß ein siegreiches Land mit einer derartigen Gloire wie Frankreich nur drei Marschälle habe. Deswegen hat man drei neue ernannt. Darob großer Sturm, in der Kammer und in: der Presse.^ Nicht etwa, weil man gefunden hätte, daß dies zuviel sei,, sondern weil der oder jener übergangen sei. Aber aus irgendwelchen-vorsintflutliche» Zeiten, wo man ähnlich wichtige Sorgen hatte wie heute, gibt es ein Gesetz, wonach es in. Frankreich nur sechs Marschälle geben darf. Sofort wurde ein Gesetzentwurf emgebracht, demzufolge jener einer siegreichen großen Ration unwürdige Gesetz aufgchoben wird, und - Frankreich wird in-wenigen Tagen noch stchS neue Märschälle haben. O göttliches Frühlingswetter auf Erden! .. Aber am heftigsten untereinatcher befehden sich die drei sozialistischen Gruppen. Der fvanzösische Sozialismus bietet ein Bild der Zerfahrenheit und Schwäche. Pie Kommunisten haben für die -Wahl, im ersten Pariser Hahnreis als Kandidaten zwei Führex des Generalstreiks, vorn 1. Mcy 1820 ausgestellt. die seither im Gefängnis sitzen. Mer-die zwei anderen Gruppen, die Zentristen,' die - der Zweiernhakben, und die Rechten, die der Zweiten Internationale - ang^hören,- haben auch ihre Kandidaten. ' Statt nun gemeinsam zu kämpfm, zerfleischen sie sich gegenseitig und ihre Zeitungen wimmeln von Beschimpfungen ihrer sozialistischen Gegner. (Das Dahlresultat brachte keine Entscheidung, doch schielt der bürgerliche Block die MehrH^t.) Ei» Kmnmunist wich völlig ruhig bleiben, wenn -er einen Arbeiter den »Petit Paviflen" ad« den „Jntranstgeant" — gMe Hetzblätter der schlimmsten Art — lesen sicht (und man muh sage», baß der französische Proletarier nur in Ausnahmsfällen die sozialistische, gewöhnlich aber die korrumpierteste Boulevavdpresse liest), dagegen aber Wich er außer sich geraten, wenn er bei «nem Arbeiter den zentristisch-.srWalisüschen »Populär«", das Blatt »verkaufter Verräter", erÄickt. Ein lächerliches Schauspiel, dies gegenseitige Beschimpfen hilflos-einfluhloser Leute. Der »TeMpS" kochssirtievt es lächelrH urch sagt, daß. für, den. bürgerlichen Politiker die Ur^'vschrche -wischen Hem'n , Thoma» nur sehr gering sind: für ihn ist jeder Sozialismus ein Greuel. Tenn direkt nach Moskau oder über eirvxn, kürzeren oder längeren Umweg stber .Wien oder Amstechaßr dcchin ist für denjenigen/ der überhaupt nicht nach MöS-kaü will, völlig das gleich?. x Unterdes gibt eS zwei Gruppen, die vom KymmuniSrrruS oder richtiger von der Furcht "vor dem , ^MtnuniSmus in Frmrkreich lebend der Dlye national iS per Hammer und die bürgerliche Presse.. Welche Schauermärchen hat nicht der ..Matin" seinen Lesern von dem. k§ mmunrstifchen K o m .^ l. o t j erMj S8fe 8« tzN M WchMt M DMheütrgr Drg M die' Mratungsn des Finanznusjchusses- MMrn der-Retzierung eingebrachte 'OvprM sE MrniötzLstMgäÄ räfch verabschiLdBN'i'sökl. öziojEatheIss- Staatsvoranschlages dürste dann 's«üLerbrych2»- ,-tycrdrn, M in einer SvnMsih'iutM.diei.-rW'yyrSgensÄgaWMr'Ws'Hnd l»§ PreistreibertzigSsH wr/das Haus zu ^kürgM. - - - Einheitlich war dir Meinung aller - Rednern des. Bntzgrrded-3tte, daß Entslrt^krrörlü.-lamn.- nMrzuerurarltn^rcie'.:. Was nun 'zu geschrhe-n habe, wurde kann» «MddU!te.t, - -MmerM-.-Äb'S^.LÄßüu Spreche,dM. Regtz'-.-tU-M^rteieu durchblicken,^.daßmau . nrimnehr wieder Awerila' -ünd -bit--iß-a'irfrnt’ßrr■ ttjetb«- typtt* lier-n; —-- - - -- Bon der Rede des Chbisilichsozialen Jerz'übrk abgßßihvn,- der -fiffsfibi t HnriMri Len ko n grch pralüdierem KN.Müssen gs-luhlke^Lswegte sich die Erörterung anch>auf einö'm^.Egn.z MMMAGMivKau, -wenn auch zuln/östcrr::chi ichoir Problem - kaum etwas vorgebracht wurde, dast nicht schon rdgendW gesagt7nWrm Eines. breiteit RpUM nahni HD. berMd^WU< KoalitioriSparsieien mrz, di^fjch-,. bk -die KvÄMon OE' mehr Lcsteht. mänchp. bittere Kährheit ' sagen? konnten.. Zu Beginn d?r gLsirigrn Sitzung des N a trv ü as r at e h. wurdedie DeMeruSg'' her 'ddrr'HWrirn ^in-^^dev BewvakMg des^BürgenkandeS drrrch Dntsrndüttgi vön tzwöls DeD?' gürten in -d« D e r w äl.tn,nü s ft>l le-n -v-orgenonnmrr, deren Leiter «Pektt-onSches pt. D a p y. ist-.....;,n. J .. . Sodann ersolgtr, die.dritte. Lasting'. .der.-B ti t; n ti n ^' umsäHsterrer, worgnf-b.ie , . > V - 'B?chgrtdS«rt't/ '?. begast». Die Generaldröatte wird noch, den lMiigen -Sitzuststz*' tag erfordern, während., die Dpezr.Ädebatie dt» Msysagbeginnt 'und iit .zehn Äbteilüngx» bürchgeführt werden '-wird. ' Berichterstatürr Dt.-Gürtler (christlich'sozial) lritste: . die GesteraideSatte üb:r-'dsn Stäatsvvrsnschlag ein. .Er-führte, aus: Der Staatsvoranschlag war errechnet auf einen Z ü richer Kronenkurs von etwa 3,76. Die Zistern, des Staats- Voranschlages stehen in einem., innigen Zusammrnhastg Mit dem Stande unssrer Oaluta: Äüs'der Zusammenstellung grht hervor, daß speziell im Nachtrag zrun . Budget.. der. Bedarf an fremden Baluten. dir bedeuteter Erhöhung .des. Defizits verursacht hat, weil der Wert Unserer Kröne Mittler-- weile stark gesunken ist. ''' ' - - ' ' - : Wir können daher unserer Fittanzverwaltung gar keinen . Vorwurf daraus, machen,; wenn eventuell aus den Zahlen, unseres StaatSpo.ranschlages hie Lage dys.Staates. fi^viMicht' «»ch rtwsS nngünstigrr ' - darstellen soll«, als sie wirklich, ist. DaS ist nicht PessimiSmu,^ nicht Schwarzseherei, sondern - das Bestreben, keine unangenehmen Mberraschungen zu erleben. Dondem Defizit' vyn ,12 Mlliardsn Kronen ist ein sogenanntes inneres Defizit nur der Betrag von beiläufig 2 Milliarden Kronen gewesen,' während der übenvtegend größere Teil des Defizits sich aus den Kursverlusten .im--Betrage-von. 10^/z-Milliarden .Kronen ergeben hat. Dieser Betrag, zum', damaligen Kurse untgerechnet, hätte damals einest Bedarf von zirka 400- Millionen Schweizer Franken ausgemacht. Wenn man uns mitdieser Summe rechtzeitig zu Hilfe , gekommen, wäre, dantti wä« anzunehmen, daß unser Budget in Wirklichkeit sogar aktiv gewesen wäre, und wir wären dann in brr 'Lage gewesen, unsere Banknotenpressr - zum Stillstand zu bringen. ES wäre in unseren valutarischen Verhältnissen eine gewisse Stabilisierung etngetreten und wir hätten uns heraüSarbriten können. . Wir hoben im Swatsvoranschlag die Einnahuve mrs der einmaligen ....... große« Bermögensaibgabe mit 2Hz Milliarden Kronen eingestellt. Wir wissen .ganz genau, daß die .Einnahmen aus der.DermögenSqbgabe nicht in dchr großen. W urst kessel deS Defizits falldn dürfen, aber' sie-können zur Berminderung der StaatSschüldsn verwendet werden'. Herrn. Verzinsung uyd Tilgung einen ungeheuren Posten im Budget auSmacht. Die DorapSzahsimg auf.die große Vermögensaotzabe hat diese budgetäre Erwartung wert' überttosien. Man kann heute schon mit GewiMit sagen, daß rnindeftenS das Doppelte des i'm Budget vorausgesrtzenen Betrages erreicht - ist. ' , Man..hat die österreichische Frage studiert, hat Leute . hither geschickt-, die u,rs in der Nähe angeschaut haben; .geschehen ist aber nichts. Inzwischen sind aber die privatwirtschaftlichstr-,Momente wieder mehr in den- Bordrrgrustd getreten/uud heute ist anzunkhmen, daß . >. . . . Mit Gtrvrtskttdtwn kamn mrhr ernsthaft zu rechnen sein dürste^ sondern baß jeder Staat seinen Geldbedarf bei Privatkreditgebern zst beÄrn haben wird. AbtzeorbneiLr S e i tz: Das Wild d«S Siaätsvorünschlageis ist »m sehr düsteres. Wrr können uns nicht per Einsicht: verschließen,, daß eS in den nächsten Tagen noch schlimmer. lositzkeit gleichftrhenden Mäitsc hoben ihm drrrist nichts nachgsgeibem Karn ist.e» Metgeworden. Das Komplott' hat sich als nicht vorhanden herauSgestellt. Aber man behält den BefchuL>igten weiter in Haft. Denn wie dem Bourgeois alle Sozialisten jenen, denen Lenin-Z» rechts ist, bis Ebort — im Wesen als identisch ersten««, so auch Leur. Sogialisten -alle Bourgeois. Und der von dem Rohallsien Daudet und dem rechten Ehavvinisten Pöi.n» capee.so gehaßte linkSradikaile B ri and benimmt sich, den Sogialssten gegeniwer. nicht anders, , als jich /Koincaree' benommen hätte. Die preußischen Wahlen chcchest hier eine, kleine Enttäuschung heworgeru-fen.. Dran hatte' einen stärkerrn Ersvlg -der Rechten erwartet, und. in .chauvimstischen Kreisen .selbst herbeigesehnt. Wsll etwa das deutsche Bott ketnest Ärieg? Maß rrian sich nicht vereidigen T Utrd in den politischen Kreisen erzählt uran sich heute mit Vergnügen, daß die WchitzMsoMW» h DtzutWM zu ML, KoslAas mit werden kann. Wir sehen, daß nicht nur wir, sottbeM sM Staaten, die ... . ' \ ,j ''' - Mf beM «Äea Balka«' ' hier errichtet sind, stütz die ganze Welf vvst einen? - fürch.tbarett ProbjuftionSkri.se erfaßt ist. Wir in Oesterreich sind, natürlich schlimmer daran und habe«' nicht - eitunal die Hössnung, oatz es einmal wieder zg einer^ normalen Wirtschaft-kommen wird. Wir täuschenstnS nicht, daß st c m /A n schluß ungeheure' indiermssir itn We^e stehen urch daß es ganz gewaltiger! ^reignissebedürfefi wirdFutn. ihn überhaupt zu ermöglichen,' so wie man immer 'mehr den Eindruck gewinnt, daß auch , für künftige Zeiten -und trotz^--b« Erfahrungen de-s furchtbaren Krieges das Mort, für Viele aV wahr gelten wird, daß. nur Gewalt die .GebnütshrlsLrin .neuer politischer Gebilde ist. -Die einzige Hössnung' ist, ö'asr .däs -Fr iedensd i k t a i nicht den Schlußpunkt ein-er -geschichMcherr-Gntwicklürkg)" ''sMtwL.»'Mr'''.AnfaüMinmklsvrchem.iMist. M. '.btodelnbes Meer und Oesterreich' » nur eine klst«'! Rutzschule 's . 'V ^büräüf,'.'Md'-WM'tt-^mM'^ich''-ßüttstv erinnert/ banü höchstenS^'- unr wieder einmal einL^Wohltätigkeitsaktion zu veranstalten,' uill etwas Me^.ddcr^Fett zu schicken.; - t >,. ■ Der Rebner Hält die Shreitgung der Koalition für . eine',, geschichtliche Notwendigkstt. In seinen weiteren Aus- ' sühwmgeü kritisierte' er auss 'schärfste die Taten der gegen- . wärtigen.MgierÜng.'. . . . / s; Abgeorchleser"K'ra-f t; (Grvhdeutscher) führt die ab-.. lehnende Haltung ster Entente gegenüber'den österreichische. HrsiSg^süchen üuf 5ie Treibereien s.der Nachfolgestaaten zurück,-'., -.,.wekche?o.ir'-«rbittsrWn'-FrKrdtz--.O^terreichSseien. Die Tschecho-- Slowakei werde si-ch - aber Hamit absinbeu. müssen, i stütz' DW«' fc»..WttrrW«!kt,/W vsteuropäischm HandrkS ist. - :- a Mgeordnewp'uDrL...'B Ü-H& sch..-(chrjskllchsozial): Wir sind! hqtse<^-ayAS.- nich.^n«tzr.;.W>h<r' optimistischeir Stimmung, in', der. wir -.unö7'vstr-'.WitHW''.HM«rr';,"gleichwohl aber sind wir Überzeugt, 'stütz' - uitK,. wbüü" auch vielleicht nur in ste-, - sHefp-neck Maße, Unter -die Arme gegriffen werden wirst7 Das Wohlwollen, muß. äuch'- itt .bezug auf die Verwendung der Kredite zum Ausdruck \,, Sklber sind die letzten Erfahrungen -in dirser-' ÄrziHung' nicht besonders günstig. - ' AbgeorLnettr Dr.' Ze'r.z'abe.k (christlichsozial): Wir ge-- statten-' Uns noch, i'mmer'^ dien - Luxus -in Oesterreich, einPe hunderttausend Gäste /zu beherbergen und ihnen, die Vorteile der Zuteilung verLilligter.'staatlicher Lebensmittel zukommen- ' zu lassen. Wenn deuHMMünd auf,humanitäre Erwägunge^' hittgewiesen hat;' so dürfendiese nicht' dahin gedeutet werden^:- daß-wir auf die bei ut^s wettenden Gäste besondere Rücksicht^. . aus menschlichen. Gründen nehmen und von) -er' Ausweisung' - absehen. Da .unsere'Bev.öl-kttWg.durch .d-i.e P.i-ütz e dieser, lästrge« Ein'qüa'rt'reü'k'tt g - außerordentlich viÄ zuf leiden hatte, wäre-es h-'ö'chste Z-et t,' diesen-Leidendendlichein «Ziel zusetzen Und Mit der- Ausweisung.! vorzugehrn.' Wenn mqn° .das. als. unbegründeten .. Hatz gegen dir Juden hinstellt, sp ist das'nichts-'anderes aüs:.eitzs, Verdächtigung., denn niemand.' wird eS,.iu: Abrede... stellen 'köruckn, daß wir)' - »wn diesen. Hyänen': währendKriegszekt'^äutzevoWttt'lichf: benachtersigt gewesen sind, und daß' auch-hents-manche nachteilige Folgen noch-immer , fortwirken. Der Krieg ist wobs zu.Ende,) '. - ) i ■ t •; dir Hyänen des Schlachtfeldes ' - aber sitrd geblieben, und nietnand denkt daran, dieses R aub^ zeug endlich' einmal unschädlich zu Machch:.^ "i - Dazu -kommt'Noch,' daß wir, so lange wir diese Herr-" schäften unter uns habeu, auch von der Geführ des Bolschervismns ..nicht, befreit, sind.. '.Auch der Verfall der Sitten^ ist auf das Treiben der 'Herren des Orients zurückzuführen. .' Nichts.^ hat der Republik' so) sehr geschadet) Und ihr de«- Namen einer Judenrepublik' eingetragen, als .die Tatsache,- daß-mit -den Begriffen .'Freiheit, Gleichheit und' Brüderlich-' feit Schrndluder getrieben. wurde. . -j Abgeordneter D'r. Frank (großdeutsch): ' Wir habest uns-an der Bildung der Regierung nicht beteiligt und . keuch Verantwortung übernommen, sondern,' Ms freie Hand Vorbehalten; die Regierung nach ihren Taten zu beurteilen. Wir haben sch daher-bisher .unterstützt und'werden: sie weiten, unterstützen, dadurch; ) datz ^wir - für den Staatsvoranschlagstimmen werden. Die Vöräüssetzung, für unsere- Haltung gegenüber der Regierung ist' aber die, daß «Me Taten der Regierung den Interessen des Volkes nicht zuwiderlaufen. DaS gilt insbesondere, von der Anschlußsrage.. Es ist selbstverständlich, daß eine Regierung, oi-L sich 'in bezug auf den An-. , schluß Liner versteckten oder offenen Gegnerschaft oder' Nachlässigkeit schuldig machen würde, keine Stunde längest auf unsere Unterstützung rechnen könne. . Abgeordneter Dr. "Ellenboge\i: W wurde seinerzeit von den Christsichfozialen behauptet, dw frühere Regierung habe das Vertrauet des Auslandes: nicht besessen, unid) als Mahstab dafür wurde her.Stand der Krone angenommen. Im Oktober 1920 "stand die'Krone puf- Z,7, heute steht sie unter 1. Ein: zweiter Maßstab, der beweisen sollte, daß das Vertrauen deß Auslandes fehle, war die Behauptung, die Regchrung erhalte, kesne Kredich. Die Negierung Renner- .hat Kredich aus dem Ausland erhalten, die gegenwärtig«' Merung aber hat, obzwar' sch bereits fünf Monate im Amts ist, keine erhalten. ■ Das Haus beschloß hierauf, m die Spezialdebatterinzugehen. Nächste Sitzung: Montag, den .7. b'. M., um. '3' Uhr lküchmtttagS. ' -der Deutschen Volkspartei ' bereit such. Also haben dir - Doutschnationachn doch gesiegt.' Gott sei Dank! Bei "alldem ist . das ' schönste Frühlingswetter in der" Lust. Im Bois de Boulognt; gshcn die Menschen spazieren und sprechen ungefähr" über die gleichen Dinge, die sie votz sieben Jahren Mpröchrn hätten. .Werden denn die Menschen nie. vernünftiger?. ' Der Wirtschaftsausschutz de» Völkerbundes. London, 3. März. (Reuter.'! Amtlich wird mitgeteilt; D^m vom WirtschastSauSschuß bes Völkerbundes zur Durchführung her Beschlüsse, betreffend den Plan für miernativMle Kredite, eingesetzten Unterausschuß gchorm an: A p r n o l, Sir Harry S t r a k o s ch und t e r M e ulen. Der Bankier Sir Drumarond Fra s e t bst die Lunttwürn cutcS. OrMnsatorS übernommen. * -;.