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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-03 · Heft 755 (3.3.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 755 (3.3.1921)
Date
1921-03-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Re. 765 Wien^ DömeeMas. Wtettsv S. Mürz 192! &eü& 7, .Verfahrens" gegen Jjwor Krumholz. rroch eine ^nze Menge zuschüwon kourmeir. iS' Isidor Krumholz ist ebeü ^wen'iger ein Name Äs «W Begriff! Ein Begriff, gegen, den ^nse^/DehSÄen' in,. Wreitwilligmn Eingehen auf ^ttziD fittttch-MigHse"' Mnationale ,HelaUge^ einen zähen Äle'inkrirg führen.^ Die Siegestwph^n, hie sie dabei erntem bestehest 'aus', langen Listen von solcheit Isidor Krumholzen^ bie in Hn antisemitischen Blät'ern triütnPhiErib abgedrückt' Werden, obwohl man den so ast den Pranger Gestellten meistens nichts anders Nachweisen kann als den Besitz einer mehr oder weniger.imponierenden Summe in HsjterrpiHis . Ätzers.. uuZläMMr. Haluta.Das Bevswhrchr Jegest solche Mfer »polizeilicher Razzien endet auch .gaH so wie jetzt das gegen Isidor Krumholz — Mt'eindr Blamage der heiligen Hermandad. Aber der Triumph des?^.'antisemitischen Gedankens leidet darunter stHt/ weil M „sittlich-religiöse". .Forderung und' .die HsttschvöMschen „Belange" mit der Ast kl«ge offtnbür VMständ'ig' ihr Genüge finden. Die Rehab iliti e-> E.stN g unschuldig Bloßgestelller scheint weder dem christlichsozialen noch dem. deutschnationalen Gedanken imstianestt. Das völkische Hauptorgan Wiens fand erst jüngst. Äs das Schicksal der ostjüdischen Kriegsflüchtlinge vdr dsm Völkerbund zur Sprache gebracht wurde, daß Mn mit den Juden viel zu viel Umstände mache. Das 'H:Häh am selben Tage, an dem die Vertreter des Deutschen Reiches den schweren Weg nach London an-- Haten.'nnr dort die summarische Verurteilung, aller iD^utschen und die verhängnisvollen Folgen einer solchen Ungerechtigkeit abzuwehren. Wenn gewisse deutsche Politiker aus den Leiden 'ihrer eigenen Nation so' wenig fremden Leiden gerecht zu werden, fd ist das iM Sache, die . sich gewiß rächen ' wird. Für sie ist Her der Antisemitismus ein Gewerbe, Über ' dessen sMnlichkeit mäst. streiten kann, das . aber seinen Mann eÄM Sie leben einfach idetzll und MäterM von der BMlnPfung, richtiger gesagt, von der Verl-eurstdung des ^sthentums: Die staatlichen/Behörden haben. aber,' wie mM/ Minen, sollte, doch einen anderen Daseinszweck. i^VHaben' ajs Diener der GerechtigkLit, aber nicht als 'Bükwl eines parteipolitischen Fanatismus zu fungieren. Wenn sie noch lange diese beiden Funktionen auf Kosten 'ihres,,guten Renommees verwechseln, dann» wird man .«nseve Justitia nicht mehr mit einer Binde über den „.Augen darstellen dürfen, sondern mit einem — Brett ^Mr^ der'Stirn ... ' " ___. . PalM«a-Arbett im fernen Osten. . Wie das Jüd. Korr.-Bur. berichtet, fand Ende Känner in Charbin eine Generalversammlung sämtlicher .Wlästlna.Komitees her jüdischen, Gemeinden im fernen Men' statt.' Die Versammlung .war van Vertretern MH Charbin, Wladiwostok, Shanghai, Tie n t s i n, Mandschurei usw. beschickt. Es wurde, ein stebengliedriges MZhckrVkomtt.ee gewählt, dessen fünf Mitglieder iln en Sitz'in,'C h a r bin haben, während zwei bereits m Palästina eingetroffen sind. Es wurde eine Chaluzim» gruppe' für Palästina zusammengestellt und die Grün* HW. erner Kolonie der sibirischen Juden in' Palästina geschlossen. Zu diesem Zwecke würge, eine Grupp? von AerZig bis fünfzig Familien organisiert, die durchwegs ^fährene Land Wirte sind und über Mittel von 500 bis 700 Pfund Sterling verfügen. fw.' >' „Arische" Rassewweisheite«. In der «Konservativen Monatsschrift" veröffentlicht Ä8dtf Bartels einen Aufsatz „Zur Rassenlehre". ES tt da: / - - ))Kch will Noch einige Praktika zur Rassenlehre cheran» gH)en^^Man' sagt wohl: sts ist doch nicht viel mit der qermonischeu Nasse der Deutschen. Schaut euch eure Grüßten. Luther, jAoethe, an sind das blande und blauäugige Germanen? Selbst-an Bisrnarcht der blond und. blauäugig war, hat man ^DlsuUschestientdecktL! r -Runs ist ja das Slawische, das Rem» slawische auch Arisches, und bedeutet so keineswegs Rassenvxrschldchterimg/ aber andererseits wird man etwas fremdes Alpt.in Goethe/und Luther kaum abstreiten können, da sie lhrünett waren. -Dennoch.sind sie gute Deutsche und germanischrassenhäft-bestimmt: Luther.war, wie ein Erfurter B'.ldnis geigt, doch nicht so dunkel, wie man gemeinhin annrmmt. und feine /Züge/ man verglLiche' nur idaS Brld aus feinen früheren JiHchp, .njchts weniger' als^ ün'germgnisch; Goethe hatten wre düxch^genautz BeobaMung feststeht, einen hellgrauen Augenring üin^den dunklenKwar auch nicht, schwarzhaarig und kam», zumal nach fernen Zügen, alS vornehmer Germane gelten. H ä ir -v-e r"f aH vt"übe r ho üp t ei n wenig eins e r t ig. t^nn,.man.MrÄ.^ nur nach Haar» und Augenfarbe, höchstens noH ncrH. der Haütbeschaffenheit geht. Wuchs, Physiognomie, Hgng^undx Gebärden find ebenso wichtig, und wer die Anschauung der. temeN iRasseformen in sich trägt, kann gewisser» MsseÄ^ch 'Wch - Wfä Ätolbild schließen." ^Bartels Hat^ganz ^echt, wenn er uni dem einseitigen ^Whxd^ciufr^uwt7 .das man bisher b« der Beurteilung großer Männer,' cmgewendet hat. Man schätzte bisher Luther M^dtzn Schöpfer, der neuhochdeutschen Sprache und Goethe als di^n Dichter, des „Faust". In Hinkunft wird auch die Forde chicer Aügen'rintze, Haare, ja ihr Wuchs und Gang, ihre Phvsto« gnouite und Gebärde Prüfungsgegenstand bei der Matura sein. Wenn das nur der ganzen Rassenthcorie nicht gerade fcjei ihrem bisher bcgelstertsten Anhang schadet: bei der Deutschen Schuljugend! ArrssriLLe erus dem Judentum. . . , M t tz wer geb. Kwnfeid' J.ma. oeb. 6. August 18'3 Wün, Fabrikanten"galttn, Vll., SÄo'tenirldpassc 22. — Herz Franz. .gr.b 18 Auguü 1897 Levoöa, Med üner,. VN. Suftgaffo 6. - — P i s k o E»uÜ Sigmund, gch. 17.Jänn-r 18!.'6 A'ien. Bnch-- handlrr. XVNl.. Hockeaasse 72..— Stein Georg, ged. &.<£cp> tember 1891 Wien. Kauimailn» XvM. Pmlmeunisse.28. — M e s s i n g.e r Alexander, geb. Zü. Apr l 1 85 Rw'ra, Kair - mann. XVlll. Ctaudganc HO — N e l l y Wilhelm, geb. 30 'Ok.ober ls^W cn'' Kaufmann. M., Estegasse 7. — P a i p Ilona, ged. 18. Sevt mbrr -18^2 anorblich Kecslrmet. ohne Beruf, Kärmnerslra'e.M — .A. l» m a n n Al red. geb 18. August 18Ö2 Wien. Sek»etar. k. B'be st'wre 1b. — Itz«g lohn Cka m Wolf, gcb: 22 Jänner 18.7 Lewe», Kaufmann. Vtl.. L vcljci’?e!betftrofic i X 41. —.. S w e li o d a Irni ', gcb 15.-.April 1894 Wien, stl.-, Cei^sasii' S. B l a u k o v » Lldoma. gcb. 3 SkPlenibrv lZ!^» C» ruowitz, Ul.. Reu!'Ng<'aste2!' - Kral Ferdinand, ged 1! Jul, -190«', W»'N. Kaufmann XVl., W lbemlnenstlaße 70. — Ferenc.xv geb Lunon Gerda, geb 29 März 1894. Wien. P»>vate, XIII, Hietzin er Hauvtsttalie fP. - Wu > m f e l d> Dr. Kar«, gcb. 8. August 1851 Neu-Oei» »p; P»ivat XUl., Aühofnia' e 40. — F? rene» v Oslar. 2 - .Augwl 18-:S- Wien. B o ritr, Haoplstrafie 59 — U b l > tz Eha'Iwte. pch. 21. Man 1^92 B'ünn, Leim iderin. XVII.. Nepoldvlatz 5 — Jaul Hl'go. peb. 4. Cepiember 18 >7 Wien. Be rnter. XVU., Waltoaüe 74. — W » n t e r Htteue, geb. 21. Mä»z Wien, XVU „ Dorndache strrße 47. — I ozfeffl Nm^e. gel'. 8. September 1904 Wien. W'vate. Xltk., Emwanggasse 29 — F l i e d r Rudoli. geb 20 Mai >897 Wren. Marler XX., T'küstrape 26. — B i s k r r Grek-'. geb. 2 Frbiuar 89 Wien, Br-vate:U!., Kiiegleraaste 19 —. B.i ' o Brla. geb 20. Mai 1898 . Esz'ergom. Ul. Sekbsstügel^asse 3 — Kiesler Dr. Nickard, geb. °7 Oktober 1886 Czernowitz, Handelskamtncrsekrerär, l, Wollznle 16. - Jub^ä«urshi r. zionistische Sektion für die westlichen Bezirks Wiens veranstaltete zu Ehren ihres Präsidialmrtgliedes S. E. Michelst2 8ter am 22. v. M. eine intime Festfeier, ^der .ein großer Kreis von freunden und Angehörigen des' 'JubilWS beiwohnte, der mit der Feier fernes 70. Geburtstages dcvS Jn^>i'äum seiner 25jahrigen zionistischen Wkr'samkcit verbinden k)ante. Bei der Herzüchen Fci'rwurden ve-schie ene Ansprach n ehatten und Wi helstLdterS Verdienste als Mensch" und Jude gewüudigt. Für das Zionistische Landeswmites sprach Prvsrssor A. Freud, - für den Jüdischen' Nationalrat Dr. Sprecher, -Herr LöLl^ Taubes überbrachte hir.Glückwünsche der. zi-mistischen. Bezirkssektionen, Dr. B e r n h a r d t und Dr. P. B e r g e r fLierten in warmen Worten den Jubilar im Namen 'seines engeren'Verbandes. * Die Malariabekampfmtft in Palästina DaS Gesundste tSbepartemm' "er pälästmeMch''N R^grerung b schä t gt sich be oud rS mit d^r De gnu im^ der Malaria, ramentlick auch »n dm «ntleoen n Gegmden. Dir Doisir w'rden olle 14 Tage von Konvolloren besucht, welkste den A,'a!a»'akrart u unentgeltlich C st i n i n vnab'v'g'n. Auch li Rea enmgtä z:e machrn m regelmäßigen At siaukev Rrrten, nomenlUch lprch d»e Malarmdistrikee. Es wird besonders darauf gedrungen, daß »n der Nähr der Dörfer Bordeugungsa'beim dmchgesüstr' w'ridm. so z«m Besspul d« Trockenlegung von Graben «nd Wasselläufe». «Die Werke des Rabbi I. NeistfS. Wir werden um Abdruck, der folgenden Mitte lu« r er'ucht In Berlin hat stch vor fintoet Zeit ein Komi er gedilde'. daß sich wr Aufgabe wachte, dre H rauSgabe der gesammelren W rte heS b-lannten Gaon Rabbi Jrrrlia? Jakob Reines, des Gründers drs.MiSrachc, .m törde-n Das Komitee ver>endet einen Ausrnf, der von namhaiien Gel strcen und e nstußrerchen jüdi chen Per'önlichkecten. darunter von den Professoren Dr. Elbogen. Evv nst-nn, Hossmann. La> dau, Mnwoch. Sotrrnstrim rmd Warbura sowie von dm Rabbinern Dr. Hrldesste mer und Munk ge eichuet ist. D'estm entuehmen wir. daß außer de« dreitest« gedruckten, manchen sogar in zweiter Autlag', und längst vergr ss^nM WerkM deS Rabbi noch eine Rehe von Schritcen, dre alle Zmiae deS rabstin'»chm Schrifttums umfassen, in fern« Nachlasse sich desinden und erner B'rpffevtl>ch«ng harren. DaS Gelamtwerk dürfte achtzehn Bände fisslen. Rästbme'- Re ncS hat letzw llcg d»e Drucklegung seiner sämtlichm Werke verfügt und mit dieser Aufgabe lernen Sostn Nabl iner A. B. R e r n e S betraut, de» sich gegenwärtig mit dem Ordnen und der Zusammenstellung der Schrr'trn befaßt. In Wien tell in alle-nächster Zeit sich ebeusaÜS e « Komi'ee bilden. daS die D ncklegung dieses Rie'enwerkes. da« gro''e Kosten rriordert. torde-n soll. Es ist Mccht der jüdischen Oeffentlichkät. befand rs ter Gesinnuugsgenasscn des Rabbi, die Herausgabe seiner Schristm durch Zeichnung pröstecrr Beträge!» ermöglichen und »o die G.'lstesa'.beik dceseS Gaons der Der« --essensteit zn eutre'ssm. In Wien sind olle Geldsmdungen an Jakob P i n k a s. Bankhaus, l., Heßgasse 7, zn rcchren. Postscheckkonto Nr. 132.851. folgender Tagesordnung statt: 1. Darigkeitsbericht Üb« das aho gelau'ene Bereinsjastr. Re erent Obmannftellvertreter Dr. Isidor M a r g n lr ek. 2. Kaffenberccht. erstattet von Kom«»rzialM Drresipr E p l e r. 3. Stalutmgenrhmcpuna. 4. Wahl oeS Berrm-- vorstand'S. 0. EventuReS Im Anschluß hieran Bortrag best Direlco'S LrS Jüdischen Realgymnasiums, Prof. Dr. Kellners i über '.Ausgaben und Ziele des jüdischen Schulwerkes in Wre»-. Mit diesem Vortiag. der frei mgänglich rst (auch tsir Nichtmitgl'ed'e,).' ervsiuen wir drn ZylkuS von PropagandavortrLgM über daS jüdüche SÄulwe'k in Wien, die r» allen Wcmer Bezirken veranstaltet werde« sollen.' ' « Personalnachrichl Die Vermählung des Httrv tst. v. Nr. Jui'uS Rausnie, prakiischer Arzt rn Gablonz a. N., mrl Fräule n Leonvre Israel« fand am 1. d. M. in Prag statt. * Das Palmenhaus t« Wiener Jentralfriedhsf.' Anläßlich der Aust rssung deS PalmeuhaüseS im Wun« Zentral-- sriedhot gelangen die darin besindlichen Palm n und DekorationS-» vstanzen rm Wege einer össen l'che« Versteigerung am 1^. d. M./ 9 Ubr vormittags, mm Veikauf. Nähere Auskünfte «teilt die Verwaltung des Wiener ZenlralfrredhoseS. '* Der Oberrichter von Palästina. LruL Jnfsrmatiorr -es London« >Jewcsh Cbioncle" wurde der bekannte Jurist Sir TnömaS Wa siaffe H a v c r a r r zum Oberrichter von Prläst>«T e nannt. Err Thomas ist bereits unterwegs nach dem Heiliaea Lrude und. wird gleich nach seiner Ankunst m Jerusalem «ia? Amc ancreren. Oberr chrer Haycrast. der rm *3 LevenSjahrr strhi, >at bnriiS eine lauge Richterkarrrere hui« sich. * Interrratksnale Orsanisatinn der seistßdtzU Arbeiter. Ans Paris rviid gemeldet: Der Rat deS Völker--' bundeZ bcwßte sich in feiner Diemag-Lrtzung mit der Frage der 'nternatronalen Organisation der ge»ftigea A r b e r 1 er. E i n sti m m r g wu de anerk»! nt, daß dev Völk rbmrd den Bestrebungen prvtter B renioungen zur- Fö derung des Zu'ammeuwirkenS der geistigen Arbeit« mit vo er' Sympaihle geaenüd«siehe, jedoch nicht selbst dtt» Initiative «gr ifen könne. ® Emnnah, Lemberg. Hi« weilende Bb. der JLdiichakadrm schen Verbindung Emnnab, Lmberg, werden «kucht, chrr renaue Wobmmgsadreffe anzu.eben. Dr. Edmund Rubin,,!L, Borichkegane 1/11. :ft Silbern« Hoch ett. Samstag den S. d. M. begeht der'f Porti« der siae il.sch'n Kulius'em ^nde Herr Ka l Ze rIawltz mrt se-ner Gattm Au. uste grb. Elbvgen das Fest der silbernen Hochzeit. - " Jüdisches Grwerbesördernngrämt. Vorkxagsre'chL über. „Berühmt- Inde r au» dem. Gebiete der W'ssenfchast, Techmk ilna'Kunsl". Herr Frctz Rodeck üb« ..D'vcd Ricardos Wrss nichafllicher Klnt'. Vl., Gctrerdemarkt 7. Eingang Drrr^ büfcrsengnsse 1, Sonntag den 6. d. M, 6 Uhr abcndS. Regie--, beitrag X 9.—. Vorvcrkausskarle» int Jüdische» Nation«!?«^ 11., Tadorftraße 20 ». T ® Begräbnisss am heurige» Tags A l t e r K * 14 h o kr 9 Uhr Paunren Moritz. 9 Ubr 4?» Mrn. Dem« Sarah,! lv Ubr 30 M n Goitlicb Fran'-isk.,, Il Uhr Kohn Berta, 11 Ulit W Mm. Biaun Markus. — Neuer F r r e d h s f : 9 Uh« 30 Mrrr. Redlich Julie, 10 Uhr Kolma» Leopold, 10 Utzr? 30 Min. Hifk Josef Leib. Erklörung Proftfsor WeitzmmmS a». bi« Adresse des! MiSrqchi. Di« misrachistische Landeszentral« für Oesterveichl teilt mit: Am-8. Jänner 1921 hatten eürige misr-chistischa > Vertreter epr Interview mit Prof. Weitzman n. Auf dt»,' Hinweis, daß in verschiedener Hinsicht Verstöße c gegen batz überlieferte Judentum beim Aufbau des neuen Palästina vor» , gekommen seien, und auf die Aeußerung des Wunsches, Saß' die zionistische Leitung zur Abstellung dieser Sachlage alds tun möge, was in ihren Kräften stehe, antwortete Profess»«- Weitzmann, daß er mit den Forderungen des Misrachi völlfK, übereinstimme, und daß er auch den Standpunkt vertrete, man dürfe Gelder, die von der Gesamtheit des jüdisch««» Volkes gesammelt seien, nicht für Zwecke, , die der Ueber-- lieferung widersprechen, verwenden. Er werde bei seinem; bevorstehenden Besuch in Palästina die gerügten MitzstänbLabzustellen bemüht sein. Der Leiter der zionistischen Organisation' ermächtigte den Misrachi zur Veröffentlichung feineo Erklärung. * Die Volkszählung tte Nngvor. Das Ergebnis d« Volkszählung m Un gv ar »st folgendes: Magnaten 7514* Tschechen und Slowaken k»132, Inden 346$, Rnlhem» 3788, Dcutiche 471, Russen 358. ® Ei« Geschenk füe Madame Eurie. Wie der ..Matin^ berichtet, haben am nkanssche Frauen eine Summe von 120/0H Dollar zur Erwerbung eines G-.ammS Radium gneicknet, daS Madame Curie und d« Pariser Un,v«sitat zum Geschenke «ze« wachs werden soll. Madame Cmie werde sich im Monat Mich nach Amenka begeben, um das Guchcnk m Empfang zn Nehmen. * Rcorconifierung ^r» hebräischen Abendschul« wefens. Der Abendschul'al in I ruwlem beschloß, ein Zentralkomitee Üir d e palästmensiichen hebräischen Abendschulen zu bilden. s«S vom Eduearion Department bewill'gle Budget wird von dem neuen Zentralkomitee verwal'et. ^"eue Abendschulen sollen ei öffnet w«den. Die Schulen b fassen sich in der Hauptsache mildem Unten ich' des Heb aischen, ^rn« m t der betufltchen und w-ssenschattlichen Ausbildung Erste Anwendung der hebraichen Stenographie. In d« S tzl'Nfl des Jüd schcn N '.tivvalrats tür P'.lästma lWaad Leuml vom 26. Jänner und ,n de' Sitzung der Vehreiverelnigunc, wurde zum ersten Male d e hrbtäi che Stenograph e angewandt. Die genauen Pro'okolle wurden von Stenograph nne» aufgr-- nonnnen, welche Schnlmnnen des Ersinne,S des hebräischen StenographiesystemS, T e m e S, waren, dessen Lehrbuch kürzlich angelünd'gt wurde. ' DcrÄaind zionistifh r Jugeudgruppe«. Am 37. Februar faitb eine . Delegiertsnversaminlüng der zionistischen Bezirksjugendgruppen, Mittelschülerverbiirdungerr, des „Blau-Weiß" und „Schome^ statt, in der sich die Delegierten namenS ihrer Bereinigungen zu einem „Verband zionistii'cher I u ge n d g r u p p e n" zufammcnfchlossen. Somit wird die jüdische Volks-,und Erziehungsarbeit in den einzelnen Gruppen. nunmehr systematisch nach Weisungen der gewählten Exekrrtive geleistet werdetr. Zum Präsidenten deS JugendverbandeS wurde einstimmig Herr Professor Dr. Wilhelm Stein, Jugendreferent im LandeZkomilee, gewählt. (Jugenbgruppen, die sich bisher dem Verband noch nicht angesch'ossrn haben, werden aufgefordert, ihre Adresse Herrn Prof. Dr. Wilhelm Stein, 19. Bezirk, Hardtgasse 6, bekannt zu geben» an den auch bis auf weiteres alle für den Berbmrd bestimmten Zuschriften zu richten sind.) I * GeneualverkamwlunG de« Jüdisch eu Schulvereine». Heute, 6 Ubr alends. sindet im Saale des Schrift stellttv'rrmcS „Scholle". U.» Lüimbrunngasse 1. die tonsie- M'«r«de Gc««alv'-r ammlung drö Jüdischen SchülvcreinrS mit * Der sprechende Fklm. Ueber die Tatsache, daß eS bem- Stockholmer Ingenieur Sven Bergluud gelungen sei, daß Problem des sprechenden Films zu lösen, machen nuu^ die schwedischen Zeitungen nähere Mitteilungen: Der Lau! wird auf einem Filmstreifen photographiert. Ermöglicht wird! diese Photographie durch die Umwandlung der Lauttvell«r in Vibrationen eines Lichtstrahls. Lautfilm und Bilbfilm! lausen dank direkter Achsenverbindung gleichzeitig. Die Perforierung des einen Films entspricht genau der deS anderen. Dadurch ist die Gleichzeitigkeit zwischen Bild und Laut gesichert. Bei der Wiedergabe wird ein Lichtstrahl durch den hinten einem Spalt laufenden Lautfilm geworfen, wodurch diese« Lichtstrahl die gleiche Vibration erhält wie der ursprünglich^ Laut. Diese Lichtwellen treffen eine lichtempfindliche elektrische Zelle, die in den Stromkreis von telephonahnlichen Apparate« eingeschlossen ist. Die entsprechenden Vibrationen des elektrischen Stromes werden tausendfach verstärkt und schaffen schließlich im lautsprechenden Apparat die Illusion der Wirklichkeit. Nach dieser Methode kann jÄ>er Laut registriert und wieder'» gegeben werden. Die Empfindlichkeit des Ausnahmeapparates; ist größer als die des menschlichen Ohres. Bei der Vorführung können Mehrere Apparats an den gleichen Strom angeschlossen'. werden. " Fliegeu-r PreisrevisisnSkommissto«» {« Stal. Die fliegenden Preisreviiionslommissionen werden Donnerstag baei 3. März ihre Tätigkeit beginnen. Vorläufig wurde« 26 Kommissionen gebildet. Diese Aommissisnen» welche» bekanntlich von dem Vorsitzenden der ^"'isprüfungS» stelle B in Wien eingesetzt wurden, habe.^ die Auf-» gäbe, in Unternehmungen vo« Detaillisten, Grossisten und» Fabrikanten, in Wien am Betriebs- oder ErzeugungSort die Preisverhältnisfe vorr Bedarf ^gegenständen zu überprüfen. ..Sitz bestehen aus je einem KonimissionSleiter, der gewöhnlich ein. aktiver-oder pensionierter Staatsbeamter ist, und je zwei ernairirttn besonderen Aussichtsorganen: einem selbständige« Kaufnmnn oder Gewerbsmann sowie einem fachkundigen, zur Ueberprüfung von kaufmännischen Kalkulationen befähigtr^ Kvnsumentenvertreter. OlrkZiek guis ^nrugstotts l Aparte Neuheiten! JfdRPTENM 1 jfatBs;:;;; mofw»»»«. «iniwn >«ki»«>ruuLr;.'» » hi» mumi rmmw um mmm;u ■ vk VSL, Winomuiusw Nr.la

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