Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 753 (1.3.1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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M. TBS Wfen, ' AbsnbS «fn« - ZMch''lerMkne« p Wau. X rung hat did DruSsrei „PsltaZ A.-G." auf Grund de- Köketz-s überJtfc K.r.ie§sle.istu«gen mitL-- f ch k «l g % * te g« ntf a ff« »; jiitb hi!« Druckerei angewiesen, während der Dauer der Arbeitseinstellung der SßM ein Morgenblatt «nd ein Abendblatt herouszngtb^n. Die „PallaS A.-G." hat bei sämtlichen Hauptstädtischen TageSblättern interveniert, daß ein bis zchei Mitarbeiter in -Le. Redaktion -er. herauSzugtzbeyden Blätter entsendet werde», sowie dafür Gcr.'jL getragen» dgß die seitens des GtadtkommandöS gur Verfügung gestellten Arbeitskräfte, bereu überwiegender Teil aus Schülern der technischen. Hochschule besteht, sofort mit der Arbeit in der Druckerei hMnnen können. AlS Ergebnis dieser Versüßungen, crscheint dgS Blatt „Pesti Hirek" (Abendnachrichten), als dessen perchttwörtlicher Redakteur der Sektionsrat im Minister-- Präsidium S z o i s za zeichnet. Dieser Herr will den Setzern «inreden, daß sie im Interesse der weißen. Terrsxiste» keine höheren Zähne verlangm dürfen und -ab Ler Lmeck des Streikvol'ii'Ko tlriacken htf'C. die Mturgemäß der Budapest«? Bande unangenehm sind. Deutsch,yoknische Verhandlungen. Berlin, 28. Februar. (Wolfs.) De polnische R^- gierung hat in einer Note in Berlin mitgekM. daß sie bereit wäre, teils in Paris, teils in D rlln über all« npch offnen F agen zu verhandeln. In ein?« Antwort- Not^ vom 23. Februyr hat Deutfchlnd sich zu Len von Pole« jetzt vorgeschlagenen Verhandlungen bernr erklärt und deren tunlichst LrschseunigtLn Beginn für wünschtznStpert bezeichnet.- DgrKH«« an Palästina.EmizrsKten. Londy«. 36. Februar. (Jüd. §o;r.-Vur.) Die zionistische Komm'ssion Hst tte Gewährung von Darlehen an neueipg^vagdettß kie'ne Kanf^ute und^rbZ.'e.lts UMvsfßn. Diß Dg '%ü dürfen, nicht den Betrag von 800 Pfund übirrschreii^r u-ch wetzen d-:rch e'nen Kredit dK8.Un.ßlo-P-l-stiutz%ompantzdorr 6660Pfund» M d«n hie zionistische .f^rgan'satten die Garantie bis zu. 33 Prozent übernimmt, ermöglicht. Ein ähnlicher Arrangement wurde mst hex 'SststziH Um (Voltsbank) MMu.. . . . . Plntige ZnssmmenstAße t« FLsrenz. - ^kopenz, ß?. Februar. (Stefan!.) pct D'rband hex. Hsral-n Jugend veranstalte^ nach der feirr.'ichsn Ein- ^Wstiig. der BexeiflIfqhn-einen Umzug durch dis Stadt. DßV ZW wurde von Komniunisten angegriffen. Zwei Psv nsn ' Durde n getö.ßt; inehrepe yer- - ^>AMmUags'MnW-M'js e i'st e n in die Sitze beK BEandeZ der Kaf'eehauZkellner und der proletarische» Liga ein* wobül ein s ö z i ä l i st sts ch e r O r g a n i s a t o r K?M{* t. wurhe. Di-. UngeMtZfl, hex Stxaß^nhahn lW. drß Wfänbßhster von Florenz hqbey zum Zeichen des Px-hsstS h i s U r b 6 i t e t n g e st oll t. Die Polizei WM WHrsxß Perhaftungen vyp. ’ .." . I »>. I" , Zuland. Internationale sozialistische Konferenz. v; JÜii.jwc'Gamytagsitzung mnbtc. sich Herr Locker (Poale Zion) gegen die Vergewaltigung Nationaler MMchMen. Mn» hi« tschechischen Sozialisten nichts gegen hie llnterprückung h-r Deutschen tun könnten NM wenn ebenso hie pofnischen Sozialist« n KW hie u nie rh rück uns der Ukrainer und Jpden nichts tun, so.beweist es am besten, daß die Parteien der Zweiten In^xnatiouale Be,'chlüss.n. wie sf« unsere Konftrenz fassen soll/ nicht gewachsen find. Ick Po le n hat die polnische S-ozjäldeniokrätie zu her ,j^U, wp sie herrschte, sich bei hen PogroMn paff iv vtzrhgltD. PchDr heipricht Verhältnisse in Rußland und Mücht he» P-olschewiken den. Borwurf, daß sie sich Mt reak.ionären Elementen, wie zum Beispiel Enye? Pa sch-, verbinhen, die den S-ozialißmus hgr L^ichung ihrer reaktionären Ziele ausnützen. Es wäre Indisch, VstlHK. sük MW Sozialisten zu halten. Dzß Leute T MsZkgu. hjs HD 21 BMngungen aufgestsllt haben, iy denen auch vom Zionismus die Mde ist. hätten die Pflicht, dis ji'chischs Bewegung, hie ^ie Massen zu prodMppx Weit znsawmenfasssn.Dill, uW mit Schmutz W hewe ^N- In Palästina werban hie istuischo» Arbeiter sich nicht mit Elementrn wie Enver Pascha verbinden, vielnr^r eingewsinsame Ejnhsitsfrrht 'htlh-n mit jeyW M?tetzn,. Nitz zur Erreichung isin«p intepnati-nabr« kAmlistischen Bewegung «ntschlösfen sinh. Am Sonntag trat die Konferenz in dt« Beratung d-K Punktes „JmperiNlisNius Und foziatz. Vevolutjon" eT W Hallheud besprach in Mech W-iat die irisch« Frage. Irland habe hgs Poll« Recht auf Selbstlxsttmmung. Die Konferenz müjse den Grundsätz vertktzwn, haß M Wn-rität haS Recht stuf tz«n Genuß bKWEr Hech^ M uatisnate AutuNomit «nd auf Selbstb.sttmma.ig hat- Hie ngtiouqle Underh ßcknng sei «iuf Begleit«,cheinung der. Imp riatimnö. (Mio vs rträgt sich Hirse Auffassung mtt der fragte t«t W iS lise E« - ialdemukrudenaeg«n bi« MijAW KwDtsrier auS tan Offen?} SN^rrer 'MvrgrrszeNrrni. MSr, 1921 -Sekte S' knWpl um ikn gMrrdatr Ser HezrenMlZch-WgariZchW Bank. Eine ErklSr««s der Negier««-. Zur Angelegenheit des Goldschätzeder Oesterroichisch-unganschen Bank schreibt die ^Politische Korrs-. spondenz": Angesichts der auS Paris angekündigten Mögi'.chk it einer. Einstellung alter Hilfsaktionen im Falle der NichtauLfolgung von M!» lionen Goldkronen an die Liquidatoren hat die österreichische Siegierung durch den namens der Finanzverwaltnng nach Paris entsendeten Minister a. D. Doktor R o.i s ch die Reparationskommission verständigen lassen, da^ sie imm.r bereit Dar, der erwähntest Forderung Folgzu leisten, wenn gesichert wäre, daß daß Gold nicht aus g e f ü % i| Und darüber nicht verfügt wird, bis zufolge Artikel 54 des BankstatutS das komtzetenie Gericht oder ein neutrales Schi, dsgericht ühpr die Rechtsfrage entschieden hat. Die Regierung fetzt voraus, daß vor einer eventuellen Verwendung de§ Gosdes die -strittigen Fragen des Artikels 206 des Friedensvertrages durch eine kompetente Entscheidung oder dürch ei« Kompromiß auSg.tragen werden. « Gegenüber den Gerüchten, daß derzeit ein Goldempört aus den Vestanden der Oesterreichisch-ungarischen Bank auf Grund der bekannten Forderungen der Sukzessionsstaaten stattkindet. erfährt die „Politische' Korreshondenz", daß in Wirklichkeit bloß zum Zwecke der Begleichung der gemeinsamen Schuld in der annähernden Höhe von sieben Millionen' holländischen Ghlden Gold exportiert wird. Dies geschieht im Ginvett nehmen zwischen der Reparationskommission und den Liquidatoren einerseits der österreichischen Regierung und d.r Bankverwaltung andererseits, wozu zu bemerken ist. daß hie österreichische Regierung nie einen Einwand gegen eine Befriedigung der ausländschen Goldschulden der Bank aus deren Goldschatz erhoben hat. Die von der Kömmtss!-» ßsantraßi«n L-eiisW wu den a..g2nomm n I r Be a unz der georgische Frage wuchs von dem R-f'regten Lnpcevie auf Gr.nid von Meldungen der georgischen Sozialisten bcftäligt, daß russ schr Tmpp2» «ohne Kriegse rklärung in Gooaien ti i ge fallen sind und n^ch Tiflis ma schirren. Die Konfrrsnz Veschloß einen leirdenlshm^n' Prs tost gegen Moskau syww ei e schade Verwahrung g'.-W di« Rchk.ion t» RumänUn- Wf AntrggMv ftanztzsischqn DeleMr^n wurd«. ,die Fv.'ilaß-un^^det .mit. dem Henftrtstb bedrohis.l ungst'ri'schstst'Voltskü% m-issärs gifs-dr-xL.. .;. Im Schlußwort feierte Ledebour hie vollzogene Gründung der Tlrbeitsgemeiuschaft. Di? öfierreichische« AusiveWKge« sor drm BölkerSundrat. Wie schon gemeldet, hat dex^ in Paris tagende Äölke.rbund rat in feiner am 25. Februar o.hgehaltenen Rachmiliagssitzung die AnzeleZ-mhcit her Behandlung der ,qstjüd.ijche n Flüchtlingst in . W ien hehandLÜ^Ms Wrrdstn. dtz:MrhpWr Polens und O e stex re ich s, die Herren Dr. A s ch k e nasy und Gesandter Pich ha.ff. verstomm:». Der Rcstrent deS RateS Mr. Balfour zog beide in ein eingchrnbsS Verhör, das besonders der Klarstellung der Recht s" läge diente. Die D e l e g a t i o n der jüt iich n Nati. nalräte haitr sämtlichen Mitgliedern öeS Rates ein aus" führliches Memorandum über die Angelegenheit zu» gesendet und der Präsident der Delegation. H-rx G o Lvlow. steht in ständiger Fühlungnahme mitchest leiDrw den Mitgliedern b«S. Rates. Der Völferbündrat ist am Freitag zu keinem abschließenden Urteil gekommen. Er beschloß, die V-rhandlung znm Zweck b«S Studiums der Fragezu vertagen. Di« Ver^peirv Poleul und Oesterreich) werden vom Rat nochmals einvernontm en werden. Die Organisation des Judenhasses. Eine pa 'lamentarische K:rr spondenz meldet: Dva Vorbereitungen "strichen «tn 11, 13. und 13. März in Wien stat.findenden Antisemitenkongreß find im Gange. Zur Tagung sind Vertreter aus Oesterreich, Deutschland und der Tschecho-Slowaiti «ingeladen. Am esteu DerhaMuntzstagL soll Übcr Hoch-, Mittel- und Bolksschulsragen gesprochen und die Berichterstattung der auZwärtigen Vertreter über die Juden fra ge angehört werden. Am zweiten Tage wird stbör den „E i n f l u ß b e s I u den t u m S a n k daA kulturelle, national« und wirtschaftliche L « b e n s o w i e a u f d i e P o l i t i kk, am dritten Tage der „Einfluß des Judentums auf Kunst. Literatur und Presse" behandelt wcrten. Es soll eine eingehende. D^öat.e stattfinden und. Über die notwendigen Abwchrmaßnahmen gesprochen werden. Für den Iß. März ist sttner eine Massenversammlüna pyr dem KathauS hokLesehen, Gleichzeitig soll per Kongreß über Vorhereitungen für einen größeren' internationalen Antisemitenkongreß Beschlüsse faßen, der im Herbst stattfinden und zu dem auch das fernere Ausland ein^elabsn^ werden Gas PreiSkrekbrre^«5etz. Der tzustizausschutz erledigte gestern daö PreiK? treibrreigesetz. Zum Dcrschterst.attrr für -NS wurde Wyeqchnster E, R ach q k hestM yin Antervlem mft Minister I D«O Kr-gst der unliarischen Chrrstlichnattenalen, „Uj Remzedek", dessen Bßöiehn rM zur Wßarifch-N Re- * giernna bekannt lind, «eldet in anffattender Form, daß Ungarn unter ke'nen Umständen die Verlängsrnntz hes ab gelaufenen Handelsvertrages ratifizieren werde. bevor nicht dis w e st u n g ä r i f ch'»; Frage bereinigL sei. Das Bialt stützt sich, wie es hervvrhebt, Lei dieser feiner Behauptung nicht nur auf dw Stimmung in ungarischen Regierungskreisen, sondern auch auf sine Aeußerung. die angeblich der österreichische Handelsm'üister Heinl dem Wiener Korvespondenten des „Uj Remzedek gegenüber gemacht hat- Handelsmin'ster Heinl soll gesagt haben: Es sei ja allg^insim bekannt, daß' das Handelsabkommen mit Ungarn vollkörnmwi «usgeaöbeitet ist und weitere' Os-' sprechnngrn» soweit s's den Handelsvertrag betreffen, nicht mehr notwendig - erscheinen. ZuM JnktrsttretSn des Abkommens fehlt eigentlich nur noch die'Untersch.ist deS ungarische» Ministeriums. Mir ist nicht bekannt. daß die ungarische Regierung bis Ratiflzierün'g des Ha-:delsatzlSmme'tt8 befchlosssn hätte. Ich glaube, baß biss erst nach der Bereinigung der, westungarifcht» ragr geschehen werde, Mann dies der Fall sein Wird, weiß ich nichb - Es wäre natürlich sehr vorteilhaft, wenn zwischen de» beiden Staaien hinsichtlich der Regelung das Hand e l8 Verkehrs durch einen B.rtrag keine Lücke ent-- stünde. Doch kann bei dem heut'gen StaM ideT Dmße: n i ch t geh.o s f t werden, daß die ungarische Regierung unter Annahme des österreichischen Standpunktes ■ dis politischen F.agerr von den Wirtschaftlichen.treünei"'-.Gist schwer anzunehmen. daß Herr Heinl selbst der UWarischest Rfgierünst bas Junktim in den Mund gelegt . _:.-7 . ' . - ' . TageMerichr. - Drr drohende Zahntechnikersireik. Donnerstag um 8 sthr früh versammeln.sich hie Zcchntechnifermeister und -Gehilfe» in der Volkshalle des neuen Rathauses, um Poy dort nach Entgegennahme des Berichte? über das Ergebnis der Enquete beim Bundesminister Doktor Resch in geschlossenem Zuge vor das Parlament zu ziehen. Hier wich eine Abychnung der Zahntechniker dem Präsidium der Rationalversammlu.^g erklären, daß — unbekümmert um das Ergebnis der Enquete --- die Zahntechnikergehilfen nicht früher in die zahnärztlichen Ateliers zur Arbeit zMÜckkehre» werden, bis durch einen der Nationalversammlung, unterbreiteten Initiativantrag den Zahntechniker» die Zahnextrqk« Non» wie diese dem Gewerbe in ganz Europa, auch in Böhmen und U.igarn, wie in Amerika, seit jeher gestattet ist,, gesichert erscheiM. Die GehUfenschaft erklärt« auch, vor der. Anwerwung terroristischer Wistel nicht zurückschrecken, wenn, sie der Kampf erfordern sollt«. Die Drohung der Aerzte, wegen des ZahntöchnikerstreikZ bei den Zahnärzten einen allgemeinen Aerztestreik zu proklamieren oder erkrankten Zahntechnikern, wie deren Familienangehörigen während der Streikdauer den ärztlichen Beistand zu versagen, wird von der Technikerschaft nicht ernstgenommen VerhandluKgen über den SsterrsSchrschstschs'choflorsLhifHen Hnfch'nßverkshr. Fn den letzte» Tagen haben beim tschecho-slywMchen EiseBahnministerium in Prag Verhandlungen über die Regelung der Ersenbahnsnschlüffe zwischen Oesterreich und der Tschecho-S-lowakei stattgefunden. Es wurde über Sie Wahl der GemeiNschaftS,'tqtione » für die wichtigsten Eisenbahnverbindungen zwischen den beider Staatrrr err»e Einigung erzielt; außerdem sind die Grundsätze vereinbart morde», »ach denen die Regelur^g des GemeinschaftSdiensteL in einem demnächst abzuschließenben HtaatSvertrag erfolgen sost. Auch sind mehrere Sinzeimatznohmen vereinbart worden, die bi» zum Zustandekommen diese» Staatsvertrage- und d« auf feiner Grundlage zu erstellende» konkreten Anschluß« vertrage ein« Verbesserung der gegenseitigen provisorischen AnjchtutzvLrhLtmste tzerbmjützrM jolle»