Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 744 (20.2.1921)
- Date
- 1921-02-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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9t& 744 Mrn, SüM:W ' ■ ».,l ftf Hl - - -• -6"-^ Tagesbericht. Der Streik der Mdische» Religiovs- ' lehrer. ■. »6t ©ite»< der |4Wf<(«#- 9tettöl>3tt0* ft h rer will fein Ende nehmen. Der KultuZvorstand scheint SS bÄVäüf abzusrM, den gau-en jüdischen Rvli» giostsünterrlcht. wie er nach seiuem System bisher tzdübt wurde,;äb «fifutbiini zü' füMn. W fehlt MS ii-öch, . daß dtzt Kultusvsrstattd zinst Beweis dafür, baß seine 'Krtstä'ckiMt «genÜMMu^orderungsn R.ligi;stKlchrckHMeMiKrM'NligKnsEcLrichislojsZilstüstb, d^n er dadurch herbeisühLt,'deü Beifall der Wischen Wlks» und Bürgerschüler gefunden habe, sich eine Dankadresse Üsn diesen verschreibt Um die Meinung der MeGWill dei-KMMöchastd.M offenbar Nicht scheteN. ÄstH.i|t ß .. ihm' Michgültig, wie die nichtslidischStt Lehrer und Schüler, unter deneu der jüdische RcligionsftM wie er mts genannt wird, das Tagesgespräch bildet. über diese Angelegenheit denken, und daß dadurch dH Ansehen Hr jüdischen Religion, zU deren Schutz der KÜ'ltusvörstanb sich berufen fühlt, unter einer solchen BehaWÜng des . Religiousünterrich eS üttd der NdligiMslehKL seitens derer, die ihre Beschützer sein sollten, schwere, kaum wieder gutzumachende Schaden erleidet, Der KultuZvorstand übedsieht es ganz, daß selbst, wenn die Eltern der jüdischen Schüler diese Mißhandlung der ganzen. Religionkunterrichtsfrage ruhig Hinnehmen würden, es eigentlich seine Ps.icht wäre, diese Gleichgültigkeit, zu verkleistern und nicht einreißen zu lassen/ damit sienicht zu einer völligen Ablehnung des Neligionsunterrich^s fü',re. Der Ku't ksvorstand hatte. altes Interesse, entweder dem Streik Unter allen UmstäMn ein Ende zu bereiten oder aber s.inen Widerstand gegen die Forderungen derNeligionslehrer und die durch ihn verschuldete Verlängerung dieses skandalösen Zustandes bar der Ocf entlichkeit zu, recht'cr.igen. Gelegenheit hiem würde sich in Fülle bieten. Es finden ununterbrochen.Elternbesprechungen stE, in denen gegen die Verlängerung des Streiks proiesti rt wird. Es w^re Pflicht des Vorstandes, in diesen Versammlungen zu erscheinött und dort wegen der Entziehung des R-eligiisnsunte7richles an die jüdischen. Kinder Rede zu stehen. Es ist undenkbar und der Würde der Wiener Kultus" gemeinde durchaus nicht entsprechend, eine solche Frage nÜr vom Prestigestandpunkt und vom Gesichtspunkt der Machtstellung, zu beurteilen und zu behandeln. Wenn das so weiter geht, so kann es leicht sein, daß derStrejk der jüdischen Religionslehrer schließlich von einem Relia^önsnnlerrichtsstreik der Schüler abgelöst wird. * ‘ f)er S'reik der jüdischen Re i« onslehret dauert schon mi-hr als 6 Woche« »n und «och immer ist sein E ,d» nicht TÖfauszusehen. Jüdische Fitem and Steuerträger! Könnt Ihr es «och Jünger duldendass Eur°* Kinder noch weiter ohne Religlons* «niorrio’it Weihen und die Erzieher Eurer Kinder noch länger darben und hungern sollen? Sicherheit nicht! Kröche net < nher recht tahlreich zu der am SonRftn tieft 20. Federn»' 1921 um *ar» 10 Uhr vermittels Im Saal» des Restaurants ..Zum König David“, 2. Bez, Untere Augartensfr. ose 8, otattfindenden Massenversammlung der jüd. Eltern. Tagesordnung: Der Streik der jüdischen Relhloisle’irer. __ Das Aktionskomitee. Schieber uttb Berschiebek. Ein Bankier «1» Erst vor kurzem wurde über Massenverhafiungen von Bahnbediensteten berichtet, die im Matzleinsdorser Süd. Sohnhofe Nrefendiebstahle verübt haben» durch welche em sehr bodSittendet Schade« attgSstiftet worden ist. Nun ist es Klungen, einer Anzah. von Bahndieben auf die Spur zu kommen, welche in den letzten Tagen aus erbrochenen Waggons Waren im Werte von nahezu gehn Mil. fronen entwendet haben« Aus den Waggons, weiche dre iüebischen . Bahnbodtensteten zur. Umladung bestimmt hatten, Wurden entwendet: 360 Kisten Kondensmilch. 260 Kiste« Sardinen, 180 Kisten Rosinen, 37 Säcke mit Mandeln, 6 Ballen Zephir, eine Kiste Mit Chinasilbergeräten. 8 Ballen Seidensträhne, 1 .Kiste mit Garn und viele andere Gegrnsrände. Pom Lagerplatz würden dann vis gestohlenen Waren weggeführt und zu de« Hehlern gebracht. Außer den bere-l» vor strzem verhafteten Haupttätern, den Bahndieben» A ß M a n u, SetV11, FÜleg Und Eder. hat nun die Behörde mehrere Verschieber verhaftet. Der Platzmeister August Heiduck war hei dem Forischaffen der gestohlene« Ware behtlM Ein Teil der gestohlen rn Waren wurde bei einem Händler, der Hndsrs bei einem BankgcschäftSinhaber gefunden. Der Letztgenannte wurd^ gegen Erlag von einer Kaution von einör ,Haklien Million auf freien Fuß gefetzt. (Wie heißt dieser Ehrenmanns) Dts OekreidediebMhle a«f der Donar», Me berichtet,, hat das Sicherheitsburoau riesen» ha f t t Uu ietf ch l e i f e snÄ>eckt, die auf Bo neu« schleppern auf der Iahet von der Schiffsmannschaft begangen worden' find. Es handelt« sich um so große Mengen^ daß der Schaden, per der Approvistonierung Oesterreichs erwuchs, auf rund »ine Million täglich geschätzt wird« Für das gestohlene Getreide haben die Diebe eine große Anzahl wtlltähriger Abnehmer m den Ufetgemeinden in der Gegend von KroNtisch'-HaSlou gefunden, Namentl».h w Markt und Dort Fis Hamen l> und Ma^ig Ell^Sp, Wimm Mse-wmeM«-. -i-—.»■■!> i-ta... --. JL. ...m.L.....-. Nachdem fchöti eine ganze Neihr von Wüshmern des Getreides ermittelt worden ist. hat das Sicherheitsbureau neuerlich eine ganze Anzahl von Personen im Laufe der welterrn Amtshandlung verhaftet. Es sind dies der Bäcker Josef G l i s r n g e r, der HättdelSimgestestte Johann T r a g f ch' y, der Hilfsarbeiter Jakob Löwy, der Meischhauergehiife Anton S t r a tz e r. der Ehauffeur Adolf S t r a ß e r, der Fleischhauergehitse Franz Mayer, der Sattlökgehilfe Frtdinand Ponatz, der Kutscher Engelbert Niethmann, der Lündwirt Friedrich Niederhuber, sämtliche aus Maria Ellend. Sie wurden überwiesen, von den Schskfs-- leUten Mais in größeren Menge« gekauft zu haben. D'e Tatsache des Kaufes geben alle zu, nur schwanken die Aussägr« , bezüglich der MöstgS. Sie WMdeN durchwegs dem LktüdeSgerlcht iü Wie« eingeliefert. StrriLäiivrohüUq dek NatzmtkchMker bei d"N ZahrErBen. In der VolWälle des neuen Nathaufes fand vorgestern eine von der ZahntechnikergSNossenschast eiNlerüfene Protest. Versammlung stattan der sich die gesamte Wiener Zahntechnikerschaft, die Gehilfen und Lehrlinge, ferner Äümdnungün aus allen Städten Oesterreichs mw ans We'tuNgarn beteiligten. In der PerfaniMlNttg wurde gezsn das Verbot der Zahnextraktioncn dwrch Zahntechniker, welches den technisch unkundigen Zahnärzten er« Privileg ichaff«, protestiert und der Beschluß gefrtzt, dre Erlaubnis zur Zahnextraktion für die Zahntechniker mit allen Mitteln zu erkämpfen, ferner wuvde die Schaffung eines DenlistenstueweS gefördert. Zur Durchsetzung dieser Forderungen wurde, wenn die mit her Aerzteschaft geführt« lt..terhandlungen ergebnislos bleiben sollten, die vollkommene Einstellung jeglicher zahntechnischer Arbeit in allen zahnärZtlichen Betrieben einmütig beschlossen. „Iaav Austria". Die Zentrale des Keren Kajemeth, Men, 2. Bez., Zirkußgasse 33, gibt bekannt, büß die im „Jaar Austria" gespendete«-, B"ume erst am Ja^.rzeittag Theodor Herzls zum Ausweise gelang'«. Die Verwirklichung der Forderung, daß jeder Jude mindestens einen Baum dem „Jaar Austria" widme, soll gewissermaßen eine Zählung derjenigen Juden in Oesterreich darstellen, welche noch mit dem Land unsere Väter sich verbunden fühlen. Es wird also jeder Baum den Name« einer bestimmten Person tragen und es ist nicht möglich, daß Bäum« Mit Äidmüngen oder an Stelle anderer Spenden gezeichnet werden. Nut dann, wenn der Betreffende nicht imstande ist, die Zeichnung selbst vorzunehmen, zum Beisp'el bei Kindern oder jüngst Verstorbenen, wirtz-der.Spender mit dem NamenSttäger der Baumspende nicht übereinstimmen. Für jene Fälle, bei denen der Spender eine andere Person zu ehren beabsichtigt» stehen nach wie vor die übrigen Sammelmittel des Jüdischen Nationalfonds zur Verfügung, einschließlich der allgemeinen Baumspende. Wiedergutmachung. In der «Humanitee" glotziert Viktor Mecic den Kreislauf der Reparatioi.sverhandlungen: «Zwei Männer liegen sich fett dielen Stunden schon in den Haaren. Es regnet Fonstschläge. Fußtritte, Püffe in hen Schädel, Hiebe in tm Zähne... Schließlich trägt der eme ein zerschuüdenes Auge, auSgekegelte Handgelrnke, verletzte Schienbeine davon, während der andere mit eingedrückter Brust, mehreren Rippenbrüchen» das Gesicht blutüberströmt, nur noch mühselig Widerstand leisten kann. Nun fiiA beide völlig erschöpft. Der eine wälzt sich last leblos auf dem Boden, der andere atmet mühselig, indem er mit trübem Blick seinrn Gegner betrachtet. Nach einer Sekunde wirft sich der eine, der noch atme« kann, auf seinen Widersacher, preßt ihm mit zitterndem Knie die Gurgel und schreit: »Ich bin der Siegerl^ Er trocknet sein blutüberströmtes, von Schweiß und Staub beschmutztes Gesicht und beginnt wieder: »Ich bin der Sieger! Der Siegerl" Der andere läßt ein schwaches Stöhnen hören «ntz öffnet in der Ohnmacht ein Auge. " »Ich bin der Sieger! Der Sieger! Du hast Mich verstümmelt, verwundet, in den Abgrund gestoßen und es ntlc Unmöglich gemacht, mich zu bewegen und zu arbeiten. Nun sollst du für Maine unerläßlichen Bedürfnisse fttgefl!" Der Besiegte versucht sich zu erbeten und auf einen Ellbogen zu stützen. LergeRiche Mühe! Sr fällt wie ein schwerer Sack zurück. Der andere fährt fort: »Ja oder nein! Willst du alles gutmachen, wenn ja. so mutzt du das Nötige für mich beschaffen! Du mutzt für mich arbeiten! Du mutzt für mich Geld herschaffen! Wenn nicht» so mach ich dich ganz fertig!* Eingeschüchtert stammelt der Besiegter -' »Ich wünsche ja nichtsehnsüchttget, ülS alles gutzumachen IMber nimm doch vor allem das Knie weg, das mich drosselt und Meine Brust beschwert! So. Jetzt, reich mir die Hand und hilf mir üufstehen. So. Danke. Jetzt geht» schon deffer. Jetzt brauchst du drch nur noch einige Zeit zu gedulden, gerade so lange» bis ich Mich erholt, gu Kräften komme und Mich an die Arbeit mache« kann." . Aber der Sieger» rot vor Zorn, stößt ihn wild zurück Und schreit: «Ha! WaS- Zu Kräften kommt«, arbeiten? O nein! Nichts da! Niemals! Niemals! Stelle kS an. wie du willst. UM zu reparieren! Aber bleib- «tz du bist, Uttb vor allem: m* dH «M* 20. ftrttirar 1921 SM S' Dan« bückt er sich gu feinem übsrwältrgiom und.niedres gedrückten Gegner nieder und kreischt: »Denn» siehst würde ich dich zü Kräften kommen lassen, so wärst zu itp**) stand«, mir über A« Schnauze zu fahren! Das vsdrohte Mische FsMUenlebertr £>«§ war es, was auch unsere Feinde gelten lassen.^ wußten, dem auch unsere Hasser und Neider die An«'; vrkennung nicht verweigern VöttllM: Das mustergültige,' vom wa-men Hauch bek ElterN^ättlsch^it und Kindes^ liebe erfüllte jüdische Familienleben. Der 'Jude hat jahrhundertelang den B?gt!sf des Baterlandes, dey Begriff der Hernrai: nicht gehabt, kt kannte die Freuden - des Lebens ist freier Natur, er känttte die Erhebung " durch die Kunst, das harmtase Behagen gastlicher selltgkeit nicht. Für Mes, was. ihm fehlte» fand 'ii'\ te'chen Ersatz im "Lebest der Familie» irst stillen« innlgest^' Befand der Menschen» die eines Bkütes waren. Nner.^ für den änderen einzustehen war nicht Pflicht, es war-' Selbstverständlichkeit. Natürlich galt aüch yie'r. vom Licht, das den Schatten mit sich bringt. Das eng^ ' Aneinander schließen führte zum Familienpartikularis» tnus, bedingte eine gewisse Beschränktheit tiftb brachte^ Namentlich bei den Frauen, einerseits Hochmut, ast^i dererseltg eine fast abergläubische Scheit vor den „Fr^O,' , den" hervor. Aber alle diese Nachteile wurdest reichlich.' Und überreichlich ausgewogen durch die sittliche ^rast' Und die seelische Erhebung, die der Jude aus feetttj' Familienleben zog. In dieses Bollwerk jüdischer Stärke'; schlägt nun die wirre, wilde Zeit von allen Seiten thE B.eschen'. Sicherlich war auch vor betst großen seelischen! Umsturz, den uns der Krieg gebracht, das Famil^n^- leben ist der Großstadt nicht mehr das, was es einst^s mals gewesen. Der Zusammenhalt mit den entfernteren: Verwandten löste sich allmählich. Und wenn früher dett Verkehr des jungen Nachwuchses einer Familie untet^ eknanoer das erstzig Natürliche, das einzig Zulässig«? gewesen, so suchte jetzt die junge Generation das Fremd?: und noch lieber bas Fremdartige: Vetterst hotten auf) einander zu kennen, Cousinen wüßten nichts von dek. gegenseitigen Existenz. Immerhin blieb di.'f; Bewegung! auf die weitere Verwandtschaft beschränkt, im jüdischer^. Hause war es wie immer gewesest, nnerschüttert 'die! Stellung des Hausvaters als Ernährer und Schützes der Seinen, ungebrochen die Autorität der Mutter^ Natürlich kam es immer vor, daß das junge Volk anders wollte als die Eltern — dann wurde gebettelt und geschmeichelt, getrotzt oder vielleicht das Gewünscht * heimlich, erschlichen. Jetzt ist das anders geworden. Wo Heranwachsende Kinder im Hause sind, ist der' Vater ganz von selbst in die zweite Reihe geschoben. Die unsinnige MLerschrtzung der Jugend, die wir ge« treulich von Amerika übernommen, bringt es mit sich', daß oft genug der kaum erwachsene Sohn mit seinem unausgegorenen Wissen weit mehr verdient als dev! Vater mit seiner reifen Erfahrung, lind da in unserer Zeit nicht „das", sondern „de^ Verdienst das Ausschlags! gebende ist, ist damit der Mäßstah für die Wertschätzung des Familienoberhauptes gegeben. Durch seine wir!»' schaftliche Ueberlegenheit hat der Sohn natürlich mit> einem Schlage auch volle Selbständigkeit erworben, j Um Rat zu fragest, ehe er dieses oder jenes unternimmt, fällt einem jungen Mann unserer Zeit übev° Haupt nicht ein — er bringt das Geld ins Haus. alsv. ist seine geistige Ueberlegenheit von vornheveitt erwiesen. Das wird Natürlich unter gebildeten Möstichen ürchk ausgesprochen. Aber es ist di« innerste Meinung deks Jungen und sie äußert sichf wenn nicht ist osfester Respekt^ losig^it, so doch in einer gewissen Nöncholastce unds Gönnerhaftigkeit der jungen gegen die ältere Genedän tion. Bei den Töchtern des Hauses tritt genau dM selbe Erscheinung zutage, wenn sie, wie das int MittM stand jetzt die Reget ist, eine Stellung annehmen.' Da« Mädchen, das tagsüber Rechnungen erledigt, Btiem „tippt" oder sonst einer hervorragenden geistigen Tätigt keit obliegt, fühlt sich über die Mutter, d!e die HauÄ arbeit besorgen muß, hoch erhaben und destkt nicht' istff entferntesten daran, ihr irgendwelchen Einfluß yüf TUH und Lassen zuzugcst.'hen. Vielleicht wü.de sich so maNchE junge Mädchen taktvoller, richtiger, klüger betragen,! wenn dem nicht so wäre, vielleicht sähen wir aüf deW Straße manches schamlose Kinberröckcheu, im Theaters und Kaffeehaus manch freches Dekollete weniger, westK der Rat der Mutter noch Geltung hätte. 4 Aber bii jungen Mädchen haben sich daran gewöhntzj ihr Heim nur als Hotel änzusehen, in dem man sMff und schläft und genießen in vollen Zügen die Freiheit Sie betteln nicht um ein Vergnügen, sie bezahleu! es sich von ihrem selbstverdienten Geld, auch wenn sie wissen, daß zu Hanse schon aus ihtett Zuschuß gewartet wird und reicht der Gehalt sticht, so nimmt mau eben Vorschuß. Nur nicht auf irgendetwas, was man sich wünscht, verzichten Ustd stur nicht „zu Hause steckend Davor hat die moderne Jugend eine Scheu, die UichL zu Überwistdev ist, weil sie ln ihrem röhest Sinn Me feinen Freuden heimische» Lebens nicht zu 'schätzest weiß» Wo die Kinder de§ Hauses noch halbwüchsig sind, bietek' die oft mißverständlich aufgefaßte moderne Jugend»' bewegung vielfach den Keil, der sich zwischen Eltern und Kinder schiebt. Die Neigung zum Fanatismus, dÄ im jüdischen Blute liegt, bringt die Halbwüchsigen dazu, die Idee von der freien Entwicklung gierig in sich aufa» zunehmen und leidenschaftlich in die Tat umzusetzen^ Kann «r nicht fern von den Elter« leben, so bringtz dtt Junge oft in unglaublich kurzer Zeit wenigsten», eint völlig EsttsremdunL zustande. Auch auf der Sirtq