Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 742 (18.2.1921)
- Date
- 1921-02-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. 742 Men, Freitag Wiener Morgenzettu« eigentlichen Zweck der BibEolpvrMge, nämlich die Jagd nach neuen Seelen für die christliche Kirche, ganz zu verhüllen. Wenn wir d-avon absehen, daß zum Beispiel ein solcher Bibelverbreiter: in Venezuela unter dem Verdachte revolutionärer Propaganda ins Gefängnis gesteckt wurde, so mag wohl das Abenteuer der drei Missionäre in Kolumbien am bezeichnendsten für hie Art sein, wie manche Emissäre, .der Bibelgesellschaft ihre Propaganda betreiben. Der Bericht erzählt nämlich, daß drei Vertreter der. Gesellschaft in Kolumbien eingekerkert wurden, und zwar auf Grund eines Gesetzes, welches die Verbreitu.ng unmoralischer Literatur bei schwerer Strafe verbietet. Allerdings geht aus dem Berichte nicht klar hervor) ob es sich im Falle von Kolumbien, nur um hie, Verbreitung der Bibel und nicht etwa um die Peiteilüng von. jenen Traktätlein handelte, welche die Missionäre den Bibelexemplaren beizugeben pflegen und.in denen in btt Dat der unmoralischeste SeeÄnfang geMeben wird. Auch dfe Kurden in Mosul.scheinen.'Äese.von Kultur- und Bibelverbreitern nicht zu goutieren) denst der Bericht beklagt ..es,-, daß -gerade..gegenüber den, Wällen, von welchen der Palast Sanheribs in Niniveh umgeben ist, ein .Kolporteur der Gesellschaft.von. den Kurden so lange mißhandelt würbe, bis sie ihn für tot hielten. Für nys Juden kommen zunächst, die in hebräisch e.-r O r i g i n a l s p.r a ch e und in der jüdischen Volkssprache ausgeg^benen Bibetexcmplare in Betracht. Gerade hier zei,it sich so recht die Missionsabsicht der Gesellschaft gegenüber den. Juden. At^rdings muß andererseits zugegeben werdest, daß die neue Ginsburg- Äusgabe der hebräischen Bibel sorgfältig gelesen ist und für das Bibelstudium besonders tyegen ihrer massovettschen Anmerkungen von. nicht zu unterschätzendem Wert „ift. Der Bericht hebt auch hervor, daß die hebräischen Texte in . der ganzen Welt in erster Linie natürlich Von Juden, aber auch von einer großen Anzahl christlicher Gelehrter gekauft werden. Aeußerft charakteristisch ist die Bemerkung des Berichtes, betreffend den Absatz der hebräischen Uebersetznng des NeuenTestaments in Jerusalem. .Wehmütig klagt der Bericht, „es sei mitunter sehr schwer, die hebräische Ueberseßung des. Neuen Testaments an Juden in Jerusalem zu verkaufen. Erst wenn der Kolporteur dem Kunden durch eindringliches Zureden nachwies, baß> bas Neue'Testament in den Ausgaben aller sicheren Sprachen - gewisse . Zusätze , enthält, welche in die hebräische Ausgabe' nicht ausgenommen , wurden, konnte, eine-Anzahl Juden dazu gebracht werden, das Neue. Testament in hebräischer Ausgabe zu kaufen^. Diese,. Ken^rtzrng >ist psychologisch.sehr. ipte^ssant und beweist,: chre; M in 7.he»:.-OerM?'^ .MMysvsi'fcheÄ'^ Juden chus Gefühl für die hebräische. Sprache als .einer Eiligen Muttersprache 'Wurzel^,, mb,: liche-^cheu - empfinden, gerade baH Äuf Judentums - so . fchickfalsHivH»:).^Lntztirjßett^ .Müs ). Testament i-n hebräischer Sprache -zu Hsen> ' - - Mußerst -verdächtig und..aüDLrLMsb^ürftig.-hintzegSN-M-Hie folgende, auf -r^eite 75' Ms' .Beritchtes befindliche ME: „Eine oder zwei hebräische Schulen haben in letzter.,Zeit, das Reue TesiamenL-in.Wräischer Spruche-ungetanst, welches, in den..Ktas/ey.gelesen wird. . Mit Recht sagt „Jewish Guardian" zu dieser Bemerkung, daß das Neue .Testament zweifellos in der Weltliteratür. eine gewichtige Stelle einnimmt und daß eine solche Neueinführung m einer hebräischen Schule jedenfalls eine merkwü rdige Neuerung darstelle. Daß es jedoch von allgemeinem Interesse wäre, über diesen Punkt nähere Aufklärungen zu erhalten, und daß sich Adabei" Herausstellen werde,. daß. die im Berichte ange-'. deuteten Schulen vielleicht hebräische, aber keine jüdischen .Schulen sind." . - Von Interesse dürfte noch seinzu. erfahren, daß hie. Gesellschaft auch eine , Anzahl Ausgaben mit '^hebräischem Text . und .parallellaufenden UebeMmngen veranstaltet hat. Komplette Bibeln gibt es hebräisch - englisch, hebräisch - französisch, hebrstisch-deutsch,. hebräisch polnisch - und hebräischstussifch-' PsalNien und andere Einzelbücher hebräischbulgarisch/ hebräisch-ungarisch, hebräisch-italienisch und hebräisch-türkisch. Ohne hebräischen Text gibt es au^tzer dem.deutfchjiid'schen Dialekt auch Ausgaben in jüdischarabischem, Misch persischem ub spaniolischem Dialekt.» Um einen Ausspruch beneiden wir dis. Gesellschaft am meisten. Er lautet: „Die Bibelgesellschaft ist niemals, selbst während des Krieges trotz der großen Materialverluste in Schulden geraten: Dies dankt sie ihren zahlreichen anhänglichen Freundein" Dies sollte zu henken geben und auch auf jüdischer Seite zu größerer Opferwilligkeit für die nationalen : Schutzzwecke anspornen. __... I. Kr, Talumdische Weisheit. Bon Chat« «koch. Letzte Nachrichten. Die Pariser Hilfsaktion für Oesterreich. Beratungen übyr die KredithUfe. Pat\s» 17. Februar. Hier wird an der Httfsaktio« für O sterreich mit allem Nachdruck gearbeitet. Im Einvernehmen mit den Vertretern« des französischen Ministeriums des Aentzertt führt Minist;» Louchenr Verhandlungen wegen der Kreditbeschaffung und hat Bsfprechunge« mit Vertretern der Finanzkreise. Hiebei wird eine stete Fühlung- «a^ms mit der Ssterreichifchen Regierung aufrechterhatte». Gestern ha^eu Der^ Wandlungen mit den französische« Finanzvertretern.stattgefunden und heute; abends beginnt die -Konferenz mit den italienischen Finanzver t v e i 11 n. Beide Gruppen haben die Vorschläge der französischen Regierung günstig ausgenommen' Auch von den belgischen F'manzkreiseu wurde durch Vermittlung der belgischen Regierung großes Interesse für die Krebifaktion bekundet. Nächste Woche sollen Verhandlungen mit der englischen Rezierunz und englischen Kreditinstituten beginnen. Minister Louchenr wird z» diesem Amecke schon früher nach London reisen. S in Destreben ist auf die Einheitlichkeit der Aktion gerichtet. Sollte diese nicht erzielt Werden können, so müßte auch mit sebstandigen Kreditaktionen der verschiedenen Staaten gerechnet werden. , einen silbrrrttn Vokal gestohlen rmd mir einen goldenen zurück' gelasscn." — «Du torckies Knd!", Prach der Herr, «Ich; wünsche, daß jeden Tag solche Diebe in wem Haus kämen!" — «Seht ihr, großer Herr", sm ach das Mädchen «ein solcher > D c6 ist unser Gott : er hat dem Adam e n Stück Nevch gestoblen und »hm dafür eine Frau gfßefcw!" — «Also em r dl cher P-eb". entgegnen dicker, hätte er aber rrich^ vsfert d,e Rippe entnehmen können, statt eS heimlich zu tun?" --- Das Mädchen darauf..Ick will euch eine Antwort gebe«, wen» ihr mir' uns daS Mahl nehmcu .vmded".— '«Einverstanden* »piä'ch der-.Herr« Da'äpf eilte daS Mädchen'm die Küche, brachte ein Stück rohes Flisch, zerschnitt'es und warf die Stücke.hm .und her.' ließ es socken und richtete sodann den Tisch an. Wer Gast aber w is d s Mahl zurück und Wrack: «Ick w iß Wohl^ w e man das Fle ich zubereitel. aber wen« ich selbst feb% w e es vor sich gebt, wi'd es mir mm Eke'." — «Nun werdet ihr'doch verstehen, sprich das Mädchen, «warum Adam nicht sehen durfte wie Eva erschaffen wurde." Der römische Kaffer Hadrian hatte zwei Ratgeber, drein «me« rig ntümlrchen Etrert Lttieteu. Der «ne von ihnen rühmte daS Reden als kostbarstes das Ding auf Erden, der andere hingegen behauptete daß daS Schweigen das Teuerste' auf' der Welt srr. Die Sache kam vor den Kaffer und er forderte jeden ans, zu bewerfen, daß seine Behavplung d e richtige sei. Der eine sprach: «Mein Herr und Kaiser känn'e die Welt ohne das R den bestehen? — Wie würd n dre Menschen gegensertig . sich verständigen und wie würde ich meinem Kaiser huldigen?" Wie aber der Zwnte anbobj feine Behauptung m begründen/ legte ihm der Gegner dre Hand auf den Mund und ließ ihn Nicht zu Worte kommen. Erregt «es der Kaffer: «Darum verhinderst du ihn am Reden?" Dies« darauf: «Ich habe durch das Wort den Dormg deS Redens über das Schweigen bewiesen - mein Genösse aber will sich kraft der von mir grpriescnen Repe bediene«, um d'.e Köstlichkeit des Schweigens zu beweisen,' daher will ich ihn nicht zu Worte komme» lasse«." ~ % Entgegenkommend. * Sie: «Wenn wrr hnrate», so mutzt d« das Rauchen aufgeben." . Sr: «Ja." . Sie: «Und Trinken und Kartenspielen und all das" Er: «Ja." Sre: «Ist noch e'waS, w»S du freiwillig aufgeben willst?a Er: «Ja. gewiß." Sre: «WaD denn?- Cr: «Den Gedanke«, dich zu heiraten." V k. . ' Eln hoher Herr sprach zu Rabbi Gamlrck: «Euer Gott ist ein Dieb; er schlich sich a» de» schlafenden Adam heran und stahl ihm. emr Rippe." . > , . . Bei diesem Gespräche war die Tochter des Rabbi, rin junges Mädchen, zuaegen und flüsterte dem. Pater die Bitte ins Ohr, guf die sonderbare Anklage antworten zu dürfur — <2ie t at vor. stellte sich lehr betrübt und rief, zum Hcrrn gewendet: «O. Herr, laß Geiecküg! st walten!" - Nicht wenig erschrocken fragte je«er: «VaS ist gckckehm?" — «E»n unglücklicher Diebstahl", ar.tivorlete daS Mädchen, «rin Strolch bat Sich i, h«s Haus «üuch Vqtus ems^chücheu, mir * Präsident Masaryk ASS Prag wird grmeldet: Im Befinden des Präsidentcn Masaryk' rst eine merkliche Bcssefiung eingetreivr. ' * GettmeS DopPeljuSilLtM. Am SS., b. M. ftiert Herr S. M. Michelstädter seinen 70. Geburtstag. . Gleichzeitig können, die Zionisten der westlichen Bezirkes mit. Genug-- tuung feststellen, , daß der Jubilar durch .25 . Jahre ihren Reihen angehört.. Miche.'stSdttr, der sich vullex..geistiger Frische und Rüstigk-it erfreut, gehört, auch derzeit dem.Präsidium und dem Finanzkomitee der Zionistischen Sektion Maria«- LLtk-Reuhau. au. Ueberdieö LL«r.eifrig.im Lbsl«urLrü° ^S. Februar 1921 Fürsorgekomitee tätig. Er zählt auch zu den Mitgliedern der KultnsSezirkskomn^ssion des 6. und .7. Bezirk - Die Zionisten der westlichen Bezirke werden daß DoppeljubilSum Michelstädters an einem iwternen Abend fctevt,; dessen Ort und Stunde noch . besonders - Verlautbark ) werdeir wirb. - ♦ Die Barmh^etge« Brüder appellieren in ihrem Diesjährigen Jahresbericht dringend an die Oefferrtlichkeit. Nur rasche und beträchtliche Spenden können es 'bhr Barmherzigen Brüdern ermöglichen, den besonders für -die Leopoldstadt so wichtigen SPitglsbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Barmherzigen Brüder fragen nicht nach Glauben und' Nation. Außer 1381 Katholiken wurden im Iahte 192S 12 Griechen (nich'tuniert), 44 Evangelische, 5 MtkatholiMr, 2 20 Juden und 3 Konfessionslose verpflegt. Erhöhung dcS PrivatftnnderchoinvrarS.. Die mstmurrverfammlunfl des Pflichtverbandes der MittÄWGW»:. hat mit Gültigkeit ab 1. b. M) als Privatflunde kr'der Wohnung des LehverS Mi Wohnung des Schülers 100 Krone« festgesetzt. ' 9 Bevorstehende Aendervng, in der Art der Schülerbeurteilung. Die Sckvllckorm und auch der AuSba» der Bern'Sderelunr machen eme zeitgemäße Aendenmg iß der Art der Beurteilung der Schulkinder und ihrer'LeistMtß« driuaendst votwendm. Sowsdl d:e Gmndsätze. die hiebei 8»r Anwendung gelangen, als auch die Behel'e (Klasfinkalrv« .«nd Katalog, Schülerbckchrckbung. ckkugn-s ». dergl.) werde« hiehü nr« ger-gfit werden mü'len. Ueber Veranlassung des U«trrrtchts-> am'es werd n sich daher lste nächsten BezirkSschulkonfere«,«» mit dickem Gegenstand bkfgffen und auf diese Weise der LchrerschasL Gelegenheit zur Stellungnahme geben. » Kine Feststellung der pvlnischen Gesandffchuff.' In einer vor dem Slrattichter des BeürkSgenchtes Iofem«k aukgetragenen EhrenbeleidtgungSaffäre wurde eiuaewisser Herr Slezinik! erwähnt, der angeblich em ehemaliger Gesandtschatts-, rüek'vr und Vertrauensmann der polnischen Regrenmg geweseu srin soll. Die voln'sche Ge'andt'chast m Wen legt Wert darauf' ftstiusiellen. baß Herr Sleziniki niemals- Gesandckchaftsdircktrrs und nie em Bemanenkman« der polnisch» Regienmg war.. * Zyklus jüdischer Abende. Die Hiteckduch Hapock' Hamie und Ze rr» Zion veranstaltet m der nächsten Zeit i» Vokal der «Scholle", Gredlrrstraße 1. ckn» ZvllrS »,» Abenden ans jüducker Kunst, Literatur «nd Musik. Einttttt krei. Als erster Abmd findet morgen, 7 Uhr abenes, ein hebraisch» jüdisches Konzcrt unter Muwkrkunq von Oberkantor Vttsv» M a r g u lieS (Tenor), Mofissor Hermann Ehr f t ch lKlavfivox'räge ckgener Komvosi'ronm). Jakob Sch w tt gor (Borlckungen ans iüei'cher Literatur) statt. Klavirrdegleitung r Dr. Artur Trm;. NederduS wird Dr. Ch. T a r t a k s i t« e ne. Ansprache batten. , s Die FlrckchphuSMe «nd die «inderreift«. Me 8^ schäftsWe ,Mnder ins Ausland" doS-Oesterreichisch» Hilfswerkes im staatlichen DolKgesundheihIflmt. teilt »lh) Zttkungsnachrichten zufolge sollen die holländisch!» Ütüdchö». transparte wegen , des Vorkommens von Flecktyphus in ßRrU und' Umgebung eingestellt /werden. Hiezu erklärt das Stabd», physikat, der Gemeinde Wien: Für die. Kinderfahrtck?...kck...'. "Ausland besieht 'nicht, bje gerintzste Gefahr. Insgesamt..sivDi ./vom 27) JäMer-bis -15. Februar: 34 .Erkrankung^ an typhus - tprg'ekommen, von denen 20 ..auf eine, und btcftf&e Gruppe, eine zugereiste russische Artistenfamilie,-zurückzuführeM' sind. Die übrigen 14 . Aälle betreffen Reisende aus Galtzie« Und Jugoslawien. Seit dem 5. b. M. ist kern Flecktyphus»^ fall in Wien und. Umgebung zu verzeichnen. In der Wiener Wohnbevölkerung ist kerne einzige Erkrankung vorgekommen. Die genannte Geschäftsstelle erklärt hiezu: - ES bgsteht ü«chk . die geringste Gefahr der Verschleppung der' Seuche durch anKe . reisende Zkinber. Im übrigen wird vor der Abfahrt stets die ärztliche Untersuchung vorgewommen und kein Kind aus Oester«» reich zur. Reise zuge-lassen, in dessen Familie irgendeines infektiöse Erkrar.kaug besteht. .' u- - , ' * Wetterbericht. DaS Wetter hat sich in pa»z 5>esterreich gebessert. In Wien war e§ ziemlich sonnig »nd wärmer. Höchste Temperatur 'V. Der Wind hat abgellaut. — Voraussage : BvÄ-' änderlrcke Bewölkung. Temperatur über Null. . * Die dänische Kinderabt or. SamStag dm E h. g hen?50 W^ner Kinder zu einem dreimonitigm Avsentdalß nach Dänemuk Dre dänffche Kinderaktm« berief ans düst» Anlasse sWbmte die Krnder und deren Eltern nur EutgeamnahM? der notigen Jnstrukvonen m die Hosreisschnle in der B«g»^w» nach Eitcklung der Disvostt onm iür die Reise durch dm Chef des dän'scken Roten KreureS Architesten Arel W o h k <« V a ü der Cbckartt Obermediunalrat Dr. Heinrrch L o w enst e i» an die Brrsammckten eine Anlvracke richtete,^ m welcher er unter anderrm mit'eiltt. daß durch die dänffche Kmderakwn in Dänemark in einem Ze'tränme von Pit Iabrm 15.060 Weener Kinder die lirbevollste Aufnahme und beste Erholung fanden. j 9 Heimkehrbemeguns. Der Transport von den Dampfer» «Habslmrg", «Litt Wörmann" »nd ,Ceura ist.gestern abend» v^n Sit't n mir zirka 65 ) Heimkehrern, darunter 200 Oester» reicher, nach Linz adgegangen. j DrlrLgereien durch verspräche»« »•Wentttfc rungen. Bon feilenderStraßenbahndrektion «erde» wir ersucht, bekanntrugeben. daß der verhaftete B«zeinspektor Z» m «e r« m a n n weder in der ^^'vllegsstelle der Straßenbahn »ach bei der WirtsckafkSgenossenschaft - irgendeine Stelle hatte ßnp -daß irme Betrügereien daher mit der Geschäftsführung in diese» Dienststellen nickls zn tun haben. . i * Verhaftung «t»f der V8h«e. Ans Die »er» Neustadt wird unS berichtet: Mehrere« Schauspieler» des drestaen Staditheaters wurden m letztcr Zeit au» der Gardrrabo Kludun'ästücke entwendet. Al» Täter wurde» der Gcharckpreler Rudolf D a «i n g t r »nd der Souffleur Kart See«»»» eruiert und von der Bühne weg verhaftet. * Diebstahl i« ^-auptzollamt. Am 7. d. M. wurde» dem Hnntich D u x, M . Apostelgasse 15. i« Hauvtrollaack «che afs 70 Meter Stoff im Werte von K 120.000 gestohlen. | * Uni t dem Verdacht der Falschstempestrug. Kesieriii rbi der 25jährige Schneidergehrlse Heinrich Bauer, Wiera, Bezirk, Förstergasse 6 wohnhaft, dem Landesgericht eil* geliefert. Man fand bei ihm eine mit violetter Farbe Mew' zv'geire Glasplatte, wie sie bei der Abstempelung von Bank»' noten" angrwendet zu werden pflegen. - Auch Aufzeichnung«, die' er b-si sich hatte, belasten ihn. Ueberdtes hatte der MÄu 40 Stück polnische Banknoten zu je 1000 Mark bei sich, übe» deren Lerdurft «* sich nicht mrszwoBi« verwoch«.