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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-18 · Heft 742 (18.2.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 742 (18.2.1921)
Date
1921-02-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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. -Sttie 4? Wien.'Frertäg i ----^ -- - - --- - T | DM das SiastSaint, von dem ich Erfolg erhoffte, da ich ^dachte, dort "werde man anders Vorgehen als S e v e r und 'Aenossen, da ich doch als GewerLetreibender und Steuer» «zahler und '-als Invalide gute Gründe hatte, meine Heimat» Kadt aauzlich zerstört ist und ich überhaupt nicht Polnisch Äa«n. Wke««? Morgettzemms Mitteilungen ans dem P«bl8«m. BRILLANT««, PerHn, «Jold.Silfce^PUtUi «/Uhren ksvfk■niTcrkitf^i Hl ETTER Rottatnrnstr. 23, K*rl»Mlf#wtr. Die Antwort des SiaatSamteL war die Ausweisung mit ^Androhung der Abschaffung. Ich wandte mich daher an meine verwandten in Rew-Aork um Schiffskartr und Reisespesen, tottb suchte bei der Polizeidirektion um Aufenthaltsbewilligung bis zum.Jänner 1921 an. Wieder wurde ich vor das Kommis» . Hariat Leopoldstadt vorgeladen und verständigt, daß ich für (fünf Jachr e. abg eschaffL sei. Zu Hause, angekommen, fand ich die Anforderung meiner Wohnung durch d..a§ W.o.hnungsamt. So sieht also die Praxis Herrn,.MDssI?ü» seiner' Nachfolger auS, die stets erklären, Latz nur./schädliche Clements erttfernt werden. Trotzdem gegen mich arheiterchen Menschen nicht die mindeste Beschwerde vor« rag, wurde gegen mich in brutalster Weise vorgegangen. Ich danke Gott, daß ich dieses Wien nicht mehr sehen mutz. Mir lesen in der hiesigen Presse von den skandalösen .Szenen, .die Kunscha? provoziert, und er ist hier bereits populär .gMorden. Man hört es hier in öffentliche 'Versammlungen, wie sehr die Kunschak-- und - Jerzabek-Leute dem .Staate/-Oesterreich' durch ihre ^udenhetze schaden. Denn oie auslärchischhn Juden machen keinen Unterschied zwischen Ost- und WestjuLen und Oesterreich wird "es diesen Leuten zu verdmikLN'-haben, wenn e?> alle Sympathien im Ausland verliert. Es wäre ihnen zur Vorsicht zu raten, wenn sie hieher- L'ommep.-rvolltcn. .um Lebensmittel oder Kredite zu betteln, denn sie > genießen hier schon den entsprechenden Ruf. Die Regierung sollte aber darüber wachen, daß solche Elemente im öffentlichen Leben kein Unheil anrichten, da unter ihrem Treiben. Unschuldige, Frauen und Kinder leiden müffen. Gestern;fagte.mir mein Chef: „Wie kann man einer solchen Regierung trauen, wenn man täglich von solchen Grausamkeiten gehört, welche die Wiener Antisemiten und die Behörden verüben, und. zu denen die Regierung schweigt?" Ich'danke Ihnen für den Abdruck dieser. Zeilen und zeichne hochachtunMoll Leon Tr einer, Uhrmacher, 1180, 49. Street, Brockltzn-New-Aork. Dr. Oskar LöweuftKMM. U. - Nicht viele Zionisten haben Oskar Löwenstamm, der so jäh ans dem Leben geschieden ist, gekannt. Mit ihm ist einer her besten und verdienstvollsten Vorkämpfer der zio- «istrschen Sache verlorengrgangen. dessen Leben und" Wirken für die Ideale unseres Volks vorbildlich war. Ein mutiger nnd ehrlicher Kämpfer, trat er stets für die Interessen des Zionis^nuI ein. Schon als Sttrdent, fern von jeder Werbe-'- dktion/gtttg er seine eigenen Wege, die ihn zum Zionismus führt^/und 'für dresck-Säche trat er mit der ganzen Macht feiner-Hersonsichkeit ein; sie wurde ihm Herzensbedürfnis. mrb sitWe" seinen ganzen Lebenszweck aus.- fgüt', integrer kharükter^. von vornehmer Gesinnung, unbeugsam in seinen . yeschlüffW/ das Beste wollend und erstrebend, war er Nne ermüNich . unü^ selbstlos üir Kampfe für die gute Sache. Als Kabimahner, wiewohl er Gegner ikt Anwendung der Waffe wstr^ hatte et oft Gelegenheit, von dieser, gegenüber den FAchen des Judentums Gebrauch zu machen: Ein volles und ganzes Leben ist verlorengegange», für das Judentum, für feine 'Freurche nnd alle, die ihn /kannten. Wir werden sein Andenken stets^ in Ehren halten? L.Sitzmann, . , Jüdische Kulturarbeit. Sine ns»» Vortragsreihe, veranstaltet »»« GewerbesSrdernngsawt de» Indische» Slattanalratr». ,, Die. Misch» Kulturarbeit in Wien ist ju erfreulichem Aufschwung begriffen. Neben den literarischen Abenden, die der Jüdische Hochschulausschuß gemeinsam mit der Lese- und SedehaKe jüdisch« Hochschüler veranstaltet und die auf sehr hohem Niveau stehen, hat es das Gewerbes örderungsnmt bvS Jüdischen Nationalrates unternommen, ßu eist« Reihe von Bortragen das Leben und Wirken «berühmten Juden auf de» verschiedenen Gebieten der Wissenschaft, Technik zmd Kunst von berufenen Persönlichste« beleuchten zu lassen. Die Vortragsreihe wurde von den Veranstaltern gewissenhaft vorbereitet. Lichtbilder und Demonstrationen werden > bw Mzeh^ Dortrage zweckmäßig begleiten. -Me'.' große Zahl jüdischer Denker und' Forscher, die tzervorragendstrn jüdischen Techniker, Aerzte, Dichter, Maler, Bildhauer sollen teils in zusammenfassenden Betrachtungen, teils ■■‘vtt Darftelbmgen, welche einzelnen Charaktrrköpfen gewidmet sind, an diesen Abenden vorgeführt' werben. Man kann dem jüdischen Publikum nur nahelegen, diese Gelegenheit siU benützen,'ihr Wisse» zu erweitern und ihre Bildung gu Ser'tieftn. 'Die Vorträge finden an jedem Sonntag um js Ahr abends im Wissenschaftlichen Klub, Men, Bezirk, Getreidemarkt 7, statt. Regiebeitrag A. >5.—. f -Der erste Abend'mit Lichtbildern findet Sonntag den 850. c. M. statt. Herr Rabbiner Dr. Max Gr un w al d spricht über: gerühmte jüdische Erfinder". Borverkchlsskarten: Jüdischer Rationalrat, 2. Bezirk, Taborftrahe 90 a, Buchhandlung Löwit, 1. Bezirk, Roienturmpraße 22, „Wiener MorgenzeLtung^^ 2. Bezirk, Taborstraße 1/9. ___ ' Me «kraiMsch-jüdifche« Flüchtlinge in der Bukowina. Was FlüchMngselenb im europäischen Osten wachst Zusehends. Aus bet Ukraine ist bekanntlich eine große Zahlvon Juden vor dem ewigen Pogrom geflüchtet, um mit Rückladung ihrer Habe bloß daS «acksii Leben »» pfffte». Der allergrößt» Teil dieser Flüchtlinge er- Dost sich «ach veßaradien. Aber wie von dort v««SdM michiS tac &taam der LlstMsM« fe fUrifr gern Wachsen, immer größere Schüren fliehen über den Dnjestr, Ln den Städten und namentlich in Kisch in.ew gibt es kaum noch ein'jüdisches Haus, das nicht Flüchtlinge aus der Ukraine beherbergt- All» bisherigen Unterkunftsstätten sind überfüllt und in Bößarabien mangelt es an Raum, um die Unglücklichen auszunehmen. Infolge dieser Verhältnisse beginnen^ die Flüchtlinge in wachsender Zahl.auchm die Bukowina zu kommen und das Präsidium der Czernowitzer zionistischen Landesorganisation und deren Rechtsschutz-- bureau-haben die größte Mütze, um auch nur di-s allernotwsrrdigste Hilf» , zu leisen. Die Zionisten' der Bukowina haben einen dringenden Appell an die Juden des Landes erlassen, sich auf alle Weise an dem Hilfswerk zu beteiligen. Das Problem wird aber immer drängender unb es wird notweüdig sein, daß sich endlich die Judenheit alter Länder zu einem umfassenden Hilfswerk aufraffe und den Opfern des. bestialischen Terrors im Osten in großzügiger und wirklich brüderlicher Meise zu Hilfe komme. _ Eine Defraudation in der Postsparkasse. 8(50000 Kronen veruntreut. Der Oberrevisor im Postsparkassenamt, der 35 Jahre alte Anton Ham me r l, wurde gestern wegen großer Unterfchleife verhaftet. Der Defraudant war früher im Saldierungsbureau des Postsparkassenamtes angestellt und tat feit geraumer Zeit im Buchungsbureau Yl Dienst. Gegenwärtig werden im Postsparkassenamt die gewöhnlichen Sköntrierungen vorgenommen. Dabei kam man gestern auf namhafte Wgänge, die sich nicht erklären ließen. Aber. noch ehe sich ein Verdacht gegen einen der Beamten des Amtes ergeben konnte, Hat sich der OLerrevisör des Amtes Anton Ham'merl im Sicherheitsbnreau mit der Selbstanzeige gestellt, daß er der Schuldige seii ^Er - wurde in Haft behalten und vom Kommissär: Dr. Philp einvernonimen. Mit einer erstaunlichen Offenherzigkeit hat Hammerl seine ^Ber-' fehlungen eingestÄnden und genau mitgeteilt, wieso er dazu gekommen ist, was die letzten Antriebe zur Tat waren, wie er.sie ausgeführt und was .er mit dem vielen. Geld — er selbst gestand ein, 860.000 Kronen, hinterzogen zu'haben gemacht hat> / . Hammerl war vor dem Kriege »in kleiner Beamter, der, sich .recht, und schlecht. durchschlug. Er hatte von früher her einiges Vermögen, däs aber in den Jahren der TeuerungbPaufgL«-> Als die Rückltzgen aufg^zehrt waren, als Hammes der «in stattlicher Mann war, soviel an Gewicht verloren,, daß er nur mehr 68 Kilo-- gramm wog, Lain er auf die Idee, sich und seiner Familie durch einen.kühnen - Griff Rettung zu bringen. Hammerl hat ein. Konto gefälscht und durch fast zwei Jahre diesem Konto größere Summen., entnommen. Cr wurde dem Strafgericht eingeliefert. Der Krieg gegen die Massrnsen. Am 11. b. 9t. h-t im« p-N,-«ich» SiUm-mt dir d> «er Riemergafse 13 wohnhafte 64jährige Masseurin Theresia S t o ck r n g e r in Hast genommen. Sie wurde überwiesen, seit dem Jahre 1908 Gelegenheitsmacherei betrieben zu haben. Sie hat ihre eigene Nichte und eine postenlose Modistin dem Schandgewerbe zugeführt. Ihre Nichte mutzte ihr den Schandlohn in der Höhe von 50 bis 160 Kronen ganz und die Modistin zur Hhlfte abführen. DaS magistratische Bezirksamt des ersten Bezirkes wurde wegen Entziehung des Gewerbes, der WohnungSkommiffar wegen Anforderung der Wohnung in Kenntnis , gesetzt.' Im Hause Ballgaffe 4 wohnten seit Oktober vorigen Jahres zwei Mädchen,., die in Gesellschaft ihrer beiden .^Freunde" in Stadtkaffees Herrenbekanntschosten suchten und in ihrer Wohnung gewerbsmatz^ Besuche empfingen. Bor einigen. Lagen hat das Sittenamt dort in den Abendstunden Nachschau gehalten, die Wohnungsinhaberin aber allein angetroffen. Die Wohnung gehört einem R<mhwarenhändler, der zumeist auf dem Lande zum Einkäufen von Felle» weilt. Seine Gattin steht im Verdachte, aus dem Treibe« der MÄchen Nutzen gezogen zu haben. Cs wurde festgestellt, daß die beiden Mieterinnen, die 17jährige Emma St. und die 20jährige Gisela H., seit Monaten beschäftigungslos find und häufig Gast- und Kaffeehäuser besuchen, um Herrenbekanntschäften zu macht». Einer ihrer ständigen Begleiter'konnte auSgeforscht und angehalten werben. Er ist der 27jährige Dendelm % und nennt sich Mäschinenkonstrukteue. ES liegt der dringende, Verdacht vor, daß P. auS dem Lebenswunde! der St. Nutzen gezogen und ihn gefördert hack. Die beiden Mädchen sind flüchtig... P. wurde dem Gericht eingeliefert und wjrd seinerzeit abgeschasft werden. Die WohnvngSinhaüerin wurde, auf freiem Fuße, angezeigt. In die Kategone der .Mafseucinnen', die ihr Gewerbe nur als Aushängeschild benützen, gehört auch die 46jährige Emilie G., eine Witwe, die in Wien geboren ''und nach Bahreuch zuständig ist. Sie hat nicht nur als .Raffeurin" sich selbst der gewerbsmäßigen Unzucht ergebe«, sonder« auch ihre» der Halbwelt angehorenden Zimmecmieterinneu Herrenbekanntfchaften zugeführt» damit sie selbst ihr Gewerbe aurübten. Fra» G. wurde dem Bezirksgericht Margareten angezeigt und als geschlecht-krank dem Jnquisitenj^ital übergeben. AL« LÜtLri« Ttzcht« «Me. 18. Feörüar VSSl «r. 742 als geschlechtskrank der Heilanstalt Klosterneuburg überantwortet werden. Das magistratische Bezirksamt wurde wegen Entziehung der Gewerbebefugnis und wegen allfälliger Anforderung-der Wohnung ^verständigt. Ein „königlicher Kaufmann". Im ^B. T." lesen wir: In England ist es zwar-schon oft pprgekommen, daß Mitglieder der'höchsten Aristokratie mv kaufmännischen Betrieben sich betätigten, aber ''zum ersten Male hat der Fall sich ereitznet, daß ein naher Verwandter des Kömgspaares nach Amerika gegangen ist, um dovt in eia kaufmännisches Bureau evnzutreten. Dieser Fall hat in Eng«-. Land naturgemäß großes Auffehen erriet. - - Der . Marquis' 0f' CüriS'b'roocke» ."'Ikx: diesen •' demokratischen Enffchlüß. gtzfqßt hat, ist em Sohn/'der Prinzessin Deätnce, der 'TöMe)-' der verstorLmnen Königin Wktottäfvon England, und,einMoUfiti König G,so^:gs --de-' ' F ü n fck e n. Schon j^r:" ^rÄhzeÄg träten ber-ihm »un^ standesgemäße" Neigu«MN .h^c>r. Er wollte 'weder die- Diplomaten« n<ch die 'Mfitarische'Laus^hw einschlagen und ' es hatte.wenig gefehlt, so ware der Enkel der^ Oueen' atS gewöhnlicher Soldat ins^Feld gegangen, denn er bestand darauf, im Kriege ckeine Vorrechte auS seiner Geburt zu ziehen. Mit Miche ließ: er sich überreden, Äs Offizier ms Feld zu - ziehen, er war äber weder im Hauptquartier noch bei einem Stabs, sondern im Schützengraben, und zwar in vorderster Lime. Er wurde zweimal verwundet, ging ab:r immer, wieder an die Front. .Ms der Kvie^ zu ^Ende war, erAärte der Marquis, Kaufmann werden zu wollen. In einer sehr lang« währerchen Audienz legte^ st dem König die Gründe für seinen Entschluß dar und der König "willfcchpte seinqm^ Wunsche. Schon mehrere Monats vorher war der Marquis, ohne daß die englische Oeffentlichkeit es wußte, in der ' Reederei , der Herren Lamport und Holt in Nsw-Dork als^ Direktor tätig gewesen umd hatte sich in dieser'Stellung gut bewährt. Er kehrte nun, Nachdem sein Wirkungskreis er« weitert worden war,, zu seiner alten Firma zurück. Täglich um 9 Uhr früh ist der Cousin des Königs von England auf seinem. Platz irr dem Comptoir der Herren Lamport und Ho.t, ' erledigt.Korrespondenzen,^ trifft Dispositionen und empfänot - die geschirfÄichen Besucher der Firrna. Oberkommissäv Herbert Samnel und die Rückkehr der PaLkstina-DeVtscherr. Nach einer Mitieilung der „Katholischen Missionen^ ist ein' tzeutscher Ppiestev vom Ob'erkommissLr - Herberd Samuel in PaMstinä empfangen worddn. Er erhielt vom Obärkommisfär' die' Versicherung, 'haß ' es sein?' - Wunsch' sei, baß. .isir -Hdiligeu Läitde ättes-werde tvies' imtzrer? Der ^ieg-sei zü-Eude und es sei chtdlich' 'Zert?7 alle Erbitterung und' alw FerndsdrisgkeltLir'' einzuMleU! - und wieder friedlich und miteinander zum Wähle PalL?- ftinas zu arbeiten. Der „H aa r e z", die angesehenstei hebräisch-jüdische Zeitung des -Landes, schreibt-ftr dem-- selben Sinne: „Als ein überall verfolgtes Volk habeni die Juden die Pflicht, die heute in unsagbarer Not lebenden ' Deutschen zu unterstützen, wo es geschehenkann. Die deutschen Kolonisten sinh ein fleißiger undi nützlicher Faktor im Lande und sollten als Musierbauern den jüdischen Kolonisten vorgehäkten werdett^" Ami- 14. Jänner landeten in Jaffa abermals 30öj deutsche Rückwanderer. Gin Jahr Bibelverbreitnng. Der 116. Geschäftsbericht der Britischen Bibe^i gesellschaft enthält, wie alljährlich, äußerst interessant^ Daten über die Verbreitung der Bib.el und ihre- Aufnahme hei den verschiedenartigsten Völkern. Handelt! es sich hier auch um ein Unternehmen, welches, die Der«« , breitung des Mten und Neuen Testaments zu Be« kehrungszwecken zum Ziele hat, und sind die einzelnes Bibelausgaben, insbesondere diejenigen der hebräischen Bibel und ihrer Ueberfetzungen, mafsovetisch nicht immer! vorurteilsfrei, so haben die Erfolge dieser Gesellschaft immerhin für die Juden das nicht zu unterschätzende Interesse, daß durch ihre Tätigkeit das unsterblichste und unverwüstlichste Pwdükt jüdisch-hebräischen Geistes bis! in die fernsten, von der Kultur sonst noch ganz unberührten Erdönwinkel gelangt und dort kulturelle'Pionier-j arbeit leistet. Don dem Umfang , der Tätigkeit dieses Gesellschaft erhält man einen Begriff, tvenn man er^ fährt, , daß im Berlage der Gesellschaft die beidenj Testamente komplett oder in Teilen bisher in nicht, weniger als 628 verschiedenen Mundarten erschienen! und 'seit der Gründung der Gesellschaft im Jahve .180ch insgesamt in 310,813.000 Exemplaren der Schriften verbreitet worden sind. Im Betriebsjahr 1919—192Y betrug die Zahl der von der Gesellschaft herausgegebene« Bibelexemplare 3,515.930. Ebenso wurden tm abge-i lausenen Jahre die.Schriften in neun neue Muä-»! arteü und Sprächformen' übersetzt, und zwar in fünf für Afrika, eine für Nordkanada, eine, für die Südseeinseln usw. Weitere nei^ Uebersetzungen sind in Bo«^ bereitüng. 1 Der größte Teil der Bibelexemplare wird im Wega des Buchhandels abgesetzt, wobei der Bericht besonders! hervorhebt, daß die Gestflschaft für jeden yerausgabte« 'Pfund Sterling ungefähr sieben Schilling einnimm^ Wie alte Glüüsritterrvmane lesen sich die Schilderungen; der Erlebnisse der Missionäre der Gesellschaft, welch« die Bibel unter den. verschiedenen afrikanischen/ asiatischen und amerikanischen Stämmen verbreiten. Nichts überall werden die Bibelkolporteure freundlich empfangen. - iUU: |ajf&|4 ttlilftAfc ML feid

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