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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-15 · Heft 739 (15.2.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 739 (15.2.1921)
Date
1921-02-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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r* €Ä« r - --r Men,MenE V ■«*■*—-*■'* --— DEeinung. dis zunt Beispiel der „Temps" (neben dem „Jdurnal des DSbatS^-die einzige genießbare Zeitung im heutigen Paris) vertritt: Wenn es unmöglich ist, ist, auf friedlichem Wege von Dcutschlayd die nötigen Summen zur finanziellen Rettung Frankreichs zu er- .halten, dann gibt et 'nur einen Ausweg:, „sich sobald als möglich üuf Deiltschtand zu stchrzem und. es nntek . unerbittlicher Kon trolle '-zu zwingen, W zM völligen Begleichung feinet' Schuld zu arbeitest. Mstn Honst unbedingt eine Nation aus diesem ÄMtriM irrt-, hervörgehest muß, so werdest die Franzosen nicht dulden, daß ihr Vaterland düs OV»fer sei." . i^ > Die Pariser Konvention der Verbündeten vom 29. Jänner, die in Deutschland so große Erregung hervorgerusen hat. befriedigt auch in Frankreich nicht. « Man sagt mit Recht, daß eine Abmachung auf Jahrzehnte hinaus in dieser so völlig.unsicherem Zeit..einen Bau aus Flugsand aufte'ührt darstel'le. ^an erkennt» daß Deutschland' nur zahlön kann, wenn sein Erpvrt eine neue Blüte erlebt; diese Milte-aberderdellkschel^ Industrie und des deutschen Handels stellt gleichzeitig eine-schwer gefährdende Konkursyrkz fük Frankreich dar. s In der Nachmittagssihüng der Kammer, vom 8. Februar hat der frühere FistastzMistiME im Kabinett Clemenceau, Klotz, die finanzielle Lage Frankreichs und die Möglichkeiten der Zahlung der deutschen Kriegsschuld kritisch bargeskellt. Frankreich schuldet dew Ber^ einigten Staaten und England 30 Milliarden Fmnrs Gold und muß jährlich sür seirie Pensions» ststd Schaden^ ersatzzahlungen 12 bis 10 Milliarden leihen. Wann und wie wird die deutsche Entschädigung Lies decken? i Ungewiß sind alle Woge der nächsten Zukunft, alle Politik besteht darin, die Katastrophe hiuausZuichieben. Grau in grau ist der Himmel. Aschermittwoch. Aber vorläufig hat dieser Aschermittwoch nach einer glänzenden Rede Briands, dessen Geschicklichkeit als Staatsmann verblüfft, mit einem Moratorium geendet: Nach öielen langen Reden über den Pariser Vertrag hat die Iran-' zösische Kammer dem.Kabinett mit 337 gegen 125 Stimmen das Vertrauen votiert. Nun bleibt die Welt his Anfang März weiterbestehen. Dann wird es Aus» gäbe der Londoner Konferenz sein, die R'sse neu zu verkleistern. Nur daß diese Risse in der Zwischenzeit i immer größer werden. , ( Gegenüber dem Interksse an diesen fragest tritt Alles andere in den Hintergrund. An Oesterreich, mit dem man sich eine Zeitlang viel beschäftigt hat, denkt man wenig. Im allgemeinen ist die Haltstng der Franzosen dem österreichischen Zwcrgfkaas gegenüber' ein« freundliche, man sieht ein, daß' die völlige Zertrümmerung der Monarchie statt ihrer Umgestaltung auf föderativ-republikanischer Grundlage ein'Fehler war. rind man möchte dem unglücklichen Ueberbleibsel gern«'helfest. Aber man hat mit ficht so viel zu tun. Und nun gar noch! die bösen Kommunisten im eigeuKn Lande. Die darin sehr geschickte Pariser Polizei hat eist ^fürchterliches Komplott entdeckt, das die große Presse in den dem guten Bürger entsetzliche Angst einflößenden Farben schildert, von dem aber niemand, auch der nicht gerade beneidenswerte Untersuchungsrichter, genau anzugeben weiß, worin es besteht. Frankreich, vor allem Paris und Nizza, wimmeln von reichen, konterrevolutionären Russen, was Wunder, daß auch einmal ein . russischer Bolschewik dieses schöne Land aufsucht. Und wahrend die konterrevolutionären Russen aus dem Säckel des Quai. d'Orsay leben, sollte man eigentlich froh, sein, wenn so ein Bolschewik ein paar taus'nd Francs (viel ist es nicht'.) mitbringt. Aber die Regierung ist ' klug und sucht, kommende Möglichkeiten vorzubeugen. Ihr bester Bundesgenosse ist die.Bevölkerung selbst, die sehr wenig revolutionär veranlagt ist. Im allgemeinen: Von der Revolution ist man in Frankreich noch weiter entfernt als vom Frieden. Und das will viel heißen! Amerika und dieAbrüstrmgsfrage. , Bei den Verhanldungen der EnteNtevertreter in Pari» stand .die Frage der Entwaffnung Deutschland» nicht an letzter Stelle. Die Westmächte erachten die politische Situation in Europa insoiange für gefährdet, als nickst die Möglichkeit militärischer Aktionen in Deutschlon' völlig auSgeschaktel ist. Aber die größere Frage der Dettabrüstung ist mit der Frage der Entmilitarisierung Deutschland» nicht identisch und chre Lösung steht noch in weiter Fern«. Denn. während daS kranle Europa wie getonnt auf sein eigene» Elend starrt, sofern e» nicht damit beschäftigt ist. in törichter Selbstzersleismung die eigenen Wunden tpeiter aufzuteißen, und geneigt ist. sich selbst al» den Mittelpunkt de» Weltgeschehen» anznsehen, vollziehen sich im fernen' Osten politische Entwicklungen. die sich einmal »u einer Kris« steigern Könnten, durch welch« die Wett wieder «rnmal i« ihren innersten Liefen aufgewühlt werden dürfte. Während der Ruf Nach Abrüstung immer eindringlicher erschallt und namentlich die Staatsmänner England» einen Zustand in Europa herbeiwünschen. der e» ermöglichen würde, mit der Abrüstung zu . beginnen, hat die tm pazifischen Wetterwinkel -wischen Amerika und. Japan bestehende Spannung allen offiziösen Erklärungen gum Trotz keine Abschwächung erfahren. Für die Vereinigten Staaten identifiziert sich die Frage der Abrüstung mit jener der. Vorherrschaft im Stillen Ozean, be» DiHungSweise mit de« Geger.satz -wische« der weiße« mü> der gelbe« Rasse, ei» Konflikt» de« der Krieg wohl für einige Jahre zu verkleistern, keineswegs ober zu lösen vermochte, vor Mnaten schon hat .Amerika» Kriegsminijter die ZloUeyhaAß. _Wffwfr Mor«le»zeftirnq_ im . Stillen Ozean auögedaui und dortselbst die gesamten amerikanischen Peestceitträfte . konzentriert, während die Dllsi» im Atlantische« E)zea« bedeutend verringert wurde. In, diesem Züsamnieühatsg verdient die Frage nach der englisch-japanischen Allianz eine' besondere Beackuu«,g. Diese -hätte im Juli 10*30 erneuert werden sollen. Da dies nicht :-iaesckM,'n ist. so läuft mit diesem Fähre da» Äbkoiu.mett ab, von' dem niemand in Amerika angenommen hat. daß e» jeiital» gegen i>i<^ Vereinigten Staaten angewendes worden wäre, schock darum nicht, weil sowohl Kanada al» Australien offene Gegner'der japanischen Politik sind. Äi.ese Schacher« aiiMchuliecsStellung Ker^ 'genannten großen «ngiistW Dominion» mit Amerika ist seit Hardings Sieg noch klarer zum Ausdruck gckownien. wie sich die» zum Beispiel in der EinwcmderungSsrage zeigt, in welcher Kanada geschlossen auf der Seite der Vereinigten Staaten steht, und der Ideen-, anStansch. der republikanischen Parteigänger Harding» mit den käiiadishcn und nüstralischen Politikern soll zu einer« bullen EittverstundniS geführt haben, so daß bereit», von einem eitcheulichcn . amevikarüsch-lanadischen - Flotten», kommando im Stillen Ozean gesprochen werden kann. E» ist überaus bezeichnenftir die Situation, daß Amerika sich allgemach für allerlei Eventualitäten vürzu» bereiten beginnt., Die Frage de» EinwaNderüngSgesetze», welche» ja seine besonderen Tendenz«« in bezug auf die japanische EinwanderMq nach Kalifornien hervotkehrt, wäre leickst geeignet, den latenten Gegensatz zwischen Amerika und Japan zu einer besorgniserregenden Schärft zu steigern und man sieht an diesem Beispiel wieder deutlich, daß da» FrledonSwerk bte versprochene Neuordnung der Welt bisher süsttldig geblieben isst In diesem ZusaMmerthang muß auch die Frage der. Abrüstung betrachtet werden. DermNertkanische Marstwminister Daniels hat in der Marinekommiss'ion de» amerikanischen Parlaments erklärt, der neue Präsident niüßte bald nych seinem Amtsantritt, eine Konferenz aller Nationen einberufe«, um zu einer Einigung in der Abrüftungsfrage zu gelangen. Solang« die» nicht der.Fall sei. könne- «». zu keiner wirklichen Abrüstung kdmmen und Agierika werde in keine Einstellung der. Seerüstungcn in dem dom Kongreß' gemachte«. Maße willigen. Nach seiner Meinung gebe e» für Amerika zwei Weg«: Entweder ein schneller Abschluß der AbrüstUngScrbmachungen oder eine JsolierungSpolitrk. welche Amerika die Pflicht Orferlegen würde; eine Flotte zu halten wie jeder andere Staat. Eine zeitweilige Einstellung de» Schiffsbaues in Anrerika. England oder Japan hätte nur den Effekt, neuen Verdacht zu erregen, und würde dem Frieden nicht dienlich sein.; Die Wilsonsche Formel, die überdies als Prinzip von der unglückseligen Praxis völlig durchlöchert worden ist. hat also der Welt den Zustand deS ewigen Friedenbisher nicht zu bringen vermocht. Aber nicht nur/daß sie sich in Europa zur Schaffung' geordneter'. Behältnisse unvermögend er-, wiesen hat/ hat seine SelbstbcstimmungSrechtSformel in Amerika selbst völlig unerwartete Wirkungen gezeitigt« Man hat seinerzeit^vergessen, daß in Amerika, da» man gemeiniglich al» da» demokratische Land par exrellence ansteht, nicht nur der Allerweltsgegensatz zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten besteht, sondern daß sich diesem noch ein a»werer und vielleicht «och schärferer Gegensatz ' gesellt: der der Weiße« gegen die Farbigem welche wohl gesetzlich die volle« Rechte gemeßen,' aber sozial völlig geächtet sind. Di« führenden Menschen der farbigen Rasse haben die Erklärung de» SeibstbestimmungSrechies mit: großer. Befriedigung ausgenommen und schon vor Monaten ihre Rechnung auf Anerkennung ihrer soziale« Rechte präsentiert. ÄN dem Fortbestand einer «gelben" »der „schwarzen" Gefahr ändert der Umstand nicht das mindeste, daß sie eigentlich eine „weiße" Gefahr ist, indem sich die weiße Rasse nur von jenen Andersfarbigen bedroht steht, die sie in den Bannkreis ibrer eiitseitige.n Zivilisation mit alle« ihren Schäden und Gebrechen him*ing«zoaeN bat. E» könnte eine» Tage» geschehen, daß zu den vielen Fragen, die der Weltkrieg angeschnitten hat. ohne'sie wirklich zu lösen, noch das Rasjcnproblem im fernen Oste« hinzukäme, mit dcsien gütlicher Lösung die Frage der ollcremeinen Abrüswng eng. .berknnpft ist. Daß diese Frage 'besteht, beweist der Gegensatz, der sich Mische« L-ardmg. dem Senat noch vor dessen Amtsantritt ergebe« hat.. Harding tritt für «in Programm der. Abrüstunp ein wie Daniel», die Marigekoiunlistion jedoch tränt d«w Landfrieden, d«r in diesem Falle ein Seefr.iepe ist. nicht.und hat beschlösse», da» ursprüngliche Flottenprogramm völlig beizubehalten. -So zeigt sich eftalant. daß. WUssn» Äelidegliilkeridren auch in dessen unmittelbarem Bereich eine gerjtige Umstellung in der Politik nicht anzubahuen vermochten, und Amerika will weiter fort» fahren, Schlachtschiffe -u bauen, wie wenn inzwischen nicht» geschehen wäre. Polilische^Rundschau. Aus dem pKrSMuKusischen Stualsrut. , Die vierte Sitzung dieser neuen Institution, welche einen Regicrungöbeirat darstrllt und eigentlich de« ersten KetM der künftigen Setbstverwaltmig de» Landes bildet, fand untft Vorsitz d«s Ober kü m m i sfä t» zu de» vorigen Monat» statt. Der OberkomwissSr macht« (die bereit» gemeldet«) Mitteilung Ion der bevorstehenden Aufhebung de» Tabakmonopol». ferner daß mit Rücksicht auf da» Sinken der LebenSmittelpreise nunmehr wieder die Au»^uhr von Gerste bi» zu einer gewissen Grenze gestattet sein w,rd. Bezüglich btt FkeifchVersorgung böstehen vekschiodene Projekte na* Einfuhr von ausländischem Schlachtvieh. So steh« vi«. Regievung zum Beispiel mtt dem Sud«« t» Unterhandlungen. Auch für Kohl« untz K »t t a I| ß » J[ei ein sinken der greift zu gewärÜAe»,^ '18. Februar M! ' 7M > Betreff» der den einzelnen Gemeinden zu getvährende» Anleihen zur Wasserin'ställcktion bttichtetb Mr. Brown:- V ( Viele Gemeinden Haien in , der Nähe Ouellwasser, nur mangelt eö ilmdn an den nötigen Mitteln, cyn dr- Wasser durch LeitiilügbfÄhrey-. in»'Dorf' zu. bringen. Die - Regiertem walle daher diesen GerneiMen, A n l e ich e n bi» -zu 400 Pfund Sterling ui'te-r gewissen G<irantien gewähre». Die Bezahlung soll in drei bi» fünf Jahren, bei. 6 Prozent Ainörtistition, ttfo.lgrn unü zus mimen mn den Steuern ein» gezogen fterden., Die. Regierung hoffe diese Anleihen unbe» schränkt jeder darum aniuchenden Gemei.nde gewähren zu können. Hand in Hand damvt würde Mich d.»« Sa nie» rungSarbeit in den t'errcftenden Gemeinden durch die Abscliaffung der Wa sie rb eh aller vor sich gehen. -Eckstießlich vec*sprach der Oberkommissör. in besonderen Fällen die Er» teitimg». von höheren Anleche« in Envägung zu ziehen, worauf^ die -Regieruno»anträg< zum Beschluß erhobenwürdr'Ni ' | Sodann wuÄe der Entwilvf üibtt dk H a'f e n sb« u e f zum Beschluß erhoben. Nach diesen Bestimmungen habe jode» in einem Hafen Palästtnas eingetrosfene Schrff eine gewisse Steuer zu leisten, die aber beim Anlegen in einem. zweiten Hafen ün Land« auf die 'Hälfte, reduziert - wird. S wurde auch eine Zusatzbestimmung zum türkischen Gesetzbuch aNgenommrm dahingehend, daß . jeder, der brachliegenden Bode n in Bearbeitung übernehmen will, hiezü eir:«r Bewilligung der Regierung bedürfe. Im Sinm der türkischen Fassung des Gesetzes konnte jederniann sich btächliegendon Boden ' aneigven und auf diese Weise entstouven immer Dvdcnprozesse unter der Bevölkerung. ' Darauf erstattete der Referent für Landwirtschaft sei» erstes Referat, woran sich eine lebhafte Debatte schloß, Ver» sckstedene ilicdncr forderten, daß die Regierung ihre Ausmerk» sumkeit der B.e f o r st u n g der holzacmen Gegenden zu» wenden solle, weiters habe das Ackerbau- und Landwirt». sck>ufts<unt an vi« Bevölkerung, populär und kurz gehalten« Belehrungen in verschiedenen landwirtschaftlichen Fragen auS» gegeben. Es sei auch eine-V e r s u ch S st a t i o n für den An» bau deS jetzt freigegebenen Tabak» zu errichten. Weiter» wurde die Errichtung, von LandwirtschoftSkam» m c r rt angeregt. Die Vertreter der Regierung gaben ein. gehende Antwort auf alte Fragen und versprachen, die An» träge der Mitglieder de» StaütSrates zu prüfrn und nach Möglichkeit durchzüführcn. So gab ver Leiter de» Unter» richtöamieS die Erklärung ab, dah^daS UntrerdchtSamt gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt an der Ausgabe von Broschüren über verschiedene landwirtschaftliche Fragen, für. Schulkinder bestimmt, arbeiten werdet Auf diese Weise hoffe man auch den Schulkindern in den Dörfern die.. Elemente der landWirtschafUichen Erziehung leicht und rasch beibringen zu können. i Betreffs-des Gesetzeüber drn Stadt« bau Pia» teilte der Justizsekretär mit, daß das Gesetz der königlichen Regierung in London zur Einsicht vorgelegt und von ihr vollständig akzeptiert, wurde. Doch habe diese einige kleine Aendevimgen formell«« Natur vorgenommen, welche den Mitgliedern de» Staatsrate» neuerdiug» zur Beschlußfassung vorgelegt würden. Die geänderten Fassungen wurden angenommen. j Betreff» btt «n Stelle de» aufgehobenen Tabak. Monopol» einzuzirhcnden , Tabaksteuer wurde - eine dreigliedrige Kommission gewählt, welche zusammen mit den betreffenden Regierungsbeamten die bezüglichen Anträge auszuarbeiten, und vor da» Plenum des Staatsrats zu bringe« hat. — ' - -.! Auf die Anfrage eine» Delegiert:« über die Schwierigkeiten bet der Hhpochekeneintragung «rtwortet Herr B e n tw i ch, daß nach der Üebernahme der Regierung durch die Engländer die Htipothekenttniragungen 'in wglifcher. Sprache geführt werden, doch wird jedem Reflektanten die Bestätigung der E'ntmgu'.g sowie der Auszug de» EiuträgungStezteS m einer der drei Landessprachen kostenlos ausgestellt. Zuai Schlüsse teilte der Oberkovunisiär mit, daß die Regiermtg sich mi-t der Vereinheitlichung de» Naß- und GewichtSjtzstem» in Pttästina befasse, uird ein« dieS^'ezügliche Verordnung solle in der näckstien Sitzung den Lköitgliedrru de» Staat»vor» zur Beratung vorgelegt werden. Valachswicz als nAttter" vsit Weißrußland. Der „Moment^ schreibt: Seinerzeit konnten wir mitteiten, daß in Warsckiau eine Delegation des Minsker Kreises angekvmmrn ist. welche der polnischen Regierung und den auslündjschen diploirmtischen Missionen Menwrandcn überreicht, in denen der Wunsch nach Beifreiltng von Minsk und Umgebung von der Bolschewikenherrschaft anSgedriickt wurde. Diese Delegation weilt noch in Wallchau. Bor einigen Tagen erhielten ihre Mit» glieder eine Einladung zu einer Konferenz mit General Balatbowicz. Bei dieser erklärte Dalachowlcz, er wäre gern bereit, das Amt eines Vertreters Weißrußlands in Warschau zu übernehmen. Dabei beutete der treffliche Staatsmann der Delegation' an, er habe bereits eine Anteils von zwanzig Millionen Polnistlker ll^ark gemacht, die das Konto des künftigen weißrussischen Staates belaste. Die Konferenz war nicht sehr erbaut über diese Mitteilungen und die Verhandlungen blieben ergebnislos. Am nächsten Morgen sandte Herr Balachowicz, der eben eine harte Haut hat, einige seiner Offiziere ru den weitzrussischen Delegierten mit dem Vorschlag, ihnen bei den Audienzen in de» ausländischen Misftönen behilflich zu sein. Die Delegiesien jvurpen »M d-utM Md, erklärt«: kate^orjjchtzj . i

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