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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-14 · Heft 738 (14.2.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 738 (14.2.1921)
Date
1921-02-14
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 733 Wien. Monküst Morqemerrinrq 14. Fcdmar 1921 Kette 3 Haft m w rden. >t»mal , da man gar nicht Miß» zu welchem Zwecke der Mann den Knaben entführt Hat. An alle Grenzlontrollüellm und an deHauvtüädtr Europ, sind Telegramme adgegangen. - dre den Sachverhalt schildern und «m die Belhasumg Lavtions München. Der Mann tü am 4. Aunusi 1 81 zu Kronstadt in Ci benbüigen geboren. Er roiib geschildert als groß und schlank mit schwär rem. langem, seitlich ge» sckeneltemHair. stark gebotener Na^e. bartlocm Gelickt. Er irng br» seinem verschwinden einen grünen Anzug. grÜne'Ä'ickrlaamaichen. schwärze Sctmür'chukie. grüne Kappe, luzen, g> ünen. m t Bärenfell gelii'kcrten Ueberrock. Der Mann spricht viele Smach n. so auhe Deutsch Frrn;öllfch und Englisch. Ter von chm entkühr'e Knabe isi groß, hat branNe«, pescheile'.tcs Haar, langUcheS Gesicht und trug schwarzen gcfir iftcn Ueberrock. schwarzes Lakko, graue M l tärhos-, grauen Sweater, graue Kappe und schwarze Schnürschuhe. Kantton hat zuletzt nn Hotel Holler gewohnt. In se nem I mmer fand man en Rezept, das mit dem N men dis UnivusiläisprofessorS Dr. ft. unte-lett-.gt ist und aus e-,n harmlo'es Magen» mittel lautet. Daß Rezept »st e ne ftütichung. P ofellor Dr. ft. ist ein Bcrwandter Lanttons. Er weiß, daß der Mann schon seil Iah en en TangenichiS >si. und hat ihn durchFrhre Nickt gegeben, bis er vor etwa 11 Taren wieder in W en auiiauckte. Er er ah!te dem Professor, kaß er geraderreg.s ans Chicago kom e, wo er ein zahnar tlich Z A eher, das sehr gut gebt, unterhalt. Er behauptete auck. ein giößeies B rmögen zu bähen. An den Professor wendete er stck gleich mtt der Bute um Geld und bekam auch rmen Betrag; in der Folge kam der unangenehme Berwandte wieder und immer bat er um Geld. Ter Professor g b rhm nach und nach X 8 0 und deutete dann dem Manne mit riicksickttloser Offenheit an. daß r* keinen Werl aus seine Besuche lege. Seither bat ihn Proiesior Dr. F. n chk mehr gesehen. * Vortragsabend. Die Zw"''fiisihe Bez'r"ss'^ion X/Xl deranfial.ei am Montag den 1t. d. M-. rrö^1 *e '/,8 Ihr oben s in H o f r m a n n s R o ' e n s ä l c n. X.. ft wor t nsiraße 8!'. einen Bortragt-abend. Sprechen werden tu« Herr n -rtt. E'wund Jerusalem üb-rPharisäe» und Sadduzä r und A'-g-ordne er Ing. Robert Stricker über aktuelle Fragen im Judentum E ntritt irr. * Legalisternnn des Jüdischen Natlsnalfond« ia Palästina. Ter Jüdi'che N.rnvnalfoues wurde von der palä'nnensischen Regi-nmg als e ne g-'me nnüvr e Jnünnlion anerkannt und dad'"ch w itgehendn ^Vergünstigungen te lba tig. 'n An-'iscnnm'g der Ta rach . da'? er rt• von ihn ottau in Bod nllcicheu dancl nd im Ge m e gtittirm keö jüö-ieheiiBolt k ei hält und l>rc Welte, gäbe nur nach Erbpacht» odw Erbbaurecht v0lN:MMt. * Die Postgebühr für Vriefsendanee« von England nach Palästina. Die englische P o st v e rwaltun g hat in einem jüngst ansg gebe« n Kommun cirue bezüglich der Postgebühren iür Scnkw^>en au? Engl.u b n,ch Palästina »nd umgekehrt einen Sa-wpanlt eigenominen der auch von allgemein polituch-prmzivlttler B d u'img >st. Sowohl m England flbft als mich >n Paläst na war das Publi um der Me nung, daß P lä'iina in herug am die Po'tgehühr wie eine ..britische Kolonie behandelt we de und en e-n achrr Brief dah'r j .eine ftrankreruna von 2 6 erfordere. D e Postvenv.iHimaen in ^London nnd Palästina machen nun gle'ch eitg earnll au'merk'am. i daß Palästina keine britische Kolonie, sondern rm Mandat rliebtet f:t, weshalb Briete von Palästina n ck dem, eil einigten Kömgre ch und umgkkehrt eine Ftanlmung von 8'/, 6 haben müssen. f * Die „Wersen von Zion". Die sian-Ssis-he Ausgabe d»r ^Protokolle der Wei'en von Zon" geht in ihrein Nnstnn so well, daß sie dm befanmen ameiikannchen Zionisten Rat bl Dok:o, jStephen W i t^e yls den »B l z e a u > v k r a t e n der Ber» j t n i o , t n 3 t a ö i t n* bezeichnet. Dem jüdischen Devnlierten nn polnischen Sejm. G r ii n b a u nt, schreibt sie die Ausgabe i der B o l s ch e w i s i e r u n g Polens zu. Biele Mitglieder des Komitees der jüdischen Delegaklvnen Weeden unter den »Wellen von »hon" au!grzählk. (I. K. B.) * Schwedische Briefe, lieber'etznngm schwedischer Briefe werden in der Hii saltion des „Schwedncken Roten Kreu-es für Oesterreich", l. Hotbing. Schwttreriralt. K./l7, an Werktagen, mu Ausnahme von SamStag» in rer Zeit von 8 vrS b Uhr nachmittags besorg,. * Das ^Loch im Weste«". Tie „Esiener Allgeme'ne Zeitung m ldet. daß an der holländischen G>en e R esen» fchikbunoen in Zement Holz. Kohlen nsw. aukgedeckt wu-d.n. Der Wert geht >n d e Millionen. Angesehene Periönltchkeite» sollen m die Ge chäfle verwickelt sein. * Lungenkranlrensttstuna. Die im Bezirk Hernals seit dem Jahre N>03 vom Berem „Die Herren von der Als" «> nchlcre „H e r n a l s e r Lunge nkrankenstrtung f ür arme lnngenkrankeBewohn.erdeSBe» 1$ t r! e s" mit dem Sitze ,m Schulbau'e 'Wien, XVI!, Pezzlrichtet >m Namen ihrer Schlivlmge an dre besitzende Bevölkerung vou Hernals die dringende Bute um Unterstiitzunaen. DaS Wirken der Stlttungövcrwaltnng ist ickon vielen Hernalfern — :1üv Hilfesuchende obn'e Unterschied der Konfession und Partei' zugehöngkeit — zum Segen geworden, viele lungenkranke Kmder lwnvten gerettet werden, doch nunmehr sind die Mittel der Stislung erschöpft. All bi« hilfesuchenden Kinder, die an die Pforten pochen, müsicn mangels der Möglichkeit,, m helfen, abae» wrescn werden. Jeder bemittelte Bewohner von Hernals fchiltzi auch sich und die Seinen, wenn er die Etiltuna durch Beitritt als, Mitglied oder durch rme G Idspende unterstützt. Spenden werden an die Geschäftsstelle Wien, XVII.. Pezzlg"sie 29, erberen. Anf'agen und Zufchrifien wolle man an den Obmann Franz N e u h a u t e r unter derselben Adrcste richten. * * Orenburg—Omsk. Aus D? o s k a u wird gemeldet: Am 1. Jänner wurde die neuerbaut' Ei enbahnstrecke Oren» bürg Omtk dem Berkcbr übergeben. Diese Strecke ist für den GetrudetranSpon von großer Wichtigkeit. Schuhe wieder teurer. Den Maßschuhmachern del. Bez {fep wurde sei ens der Gebilfenvertietung die Forderuug auf eine 5 '/,ige Lohnerhöhung ansdie im De tmber festg setzten Löhne überreicht. In Ti chle s Saal, I. Schaustergaffe, fand nun .Samstag unt'-r dem Boi fitze des PrLfidenten Sckeer der Beremigung dtp Maßschuhmacher dcS l. Bezirkes und im Beisein des G'iiossenschafisvorstehcrs' P v t o r n y und der Gehilfen» vertre nng eine Beriammlung der Meister des l. Best,kos statt, um übe! cie c Forderung u verhandeln, '-.ach ungemein schwierigen . Ber Handlungen erklärten sich die Meister beien, einen Regieb c'i t r a g von K 200 für den genähten Boden perPaar,von K ß<) für den g wöhnltch genagelten Boden nnd von K 100 für den vorncheiid genüg lien Boden per Paar, ferner den rm Wochen« lohn stehenden Ohertcrlherriclitern, Zuschneidern und gualtfinerten G b'/.e» euren solch-n von Ii 400 tür die Stepperinnen, Tisch* ar've iennnen und Rep iraiura,bester einen solchen von L 200 pro Woche in ktstüiae«. Die Gchllscavcrtrctuu- «Amte sich vor» Mittciliuigcn ans dem Publikum. AILK.V»sV8l!H.?«r1-»».S»!S.Ssll^s^.D»la.tl» v.ULr-SD >e»s,kt und rerktnlt 77« ETTEIS Rotcoftnmair. 23, SSnrlnMlferetr. ©0 Bekannt seriöser Käufer für BrliBanten» Per*!era Juwelier «ws I. MaxWianstraase 5 (heisst jetzt Mahlepsfr), Tel 8541 li. Stephantostrasss 3, nur Mr.3. im eigenen Hau^e. Tel 4514'» Freitag« Uhr b.Samstag geschlossen. Hören Sie auch unsere Preise Sßeid&it&aeßen/ behältlich der GeneHmianng ihrer Kollo 1 en sch 'llt zur Annahme ditter Znacständn sie brrei'. Sollte d>e G h'ls n'ch.ist w cder E^- wa'ten al'lekmen. fink d'.e Meister fest rrt’rfilofferr, es 'unt^'Streif kommen zu lassen und nur mehr unter Bez- Hnng des Staatsamtes tür 'oucile ftär orge und der Koiisumcntenvkrireter m ve-- Handttn. Et'ahningsgeinaß weide« Bälde diese ftorderunüeu auch den Meistern der üb.igcn Bezirke überreicht werten. * Ein weißer Rade Am 1k. d/M. kam ki^avp vor seiner Abi ei'e der Kaufmann Bernhard D x u 11 c r aus Spal sto zur- Po'izeünsp lt!on Tstbahrhof und liinterlegte ll 23.000. Er \ ilte mtt, daß er kurz vorher ui einer B.mk gegenüber der G, vßen F .b.'ik ans der Mart'ilnlst'rstraß^ -fich 13d>0 Ltt" ummechse n ließ und aus Berschen vom Kassier die K 23 000 zu viel erhalten habe. * DiekrsLZHke, die Katafropsien Mv F"lZe kiaben konirew. Die Att vkon rolle ^Rerdost" rei^'e de- Poltvii-'spell.on Ostba''nboi an. daß sich w ekeiholt Fäll'' e,eignet bäl'en, daß aui der Sirecke und jn der St.rtmi' Osibahnbos Plünderungen von Waggons vo gekommen sind, wobei »uner akeren auch zwölf Bi-msstöcke acstohl n wmden. Run sind cas Bornchinngen. d-ren stehlen kitast-or-hale ftolgm bähenkum. Polrzeiiat Dr. Psenicla h'elr die-Orgrne der stnsvektton zn v e > f ch ä r s t e r Nebrrw'chllng an. Nn'i'''ge''tzt wu d'n Stiei'ttmg n voifenonni'en ttn'd rm ß. d. M. l al m zwei G'nda'.wen de; Abte lang >m Ostbahnhot dre Bu-scheu bc* obrei tet. d e Ntl e' e ner do i stehend'« .''uisgarn tue sich r« 'ckasteii mach'rn T e Gendnm'n püiseliren fick an die Bn-'chen heran; ah-r >m letzten An'enbl'ck wu>den sie dem erst, woran die Diebe riieinaus nahmen. E n r der Diebe konnte emkammen d-e beiden anderen wurden eicriffen; sie sind d r w aen Di hstahl mit zwei Monaen Kerkers vorbest-atte Ik.'-ttährig- > esrltd'si pnnaNose Hil'sgibestrr Josrl stendrick. X, Qu-llen» st'ane 105 wobhnast. nnd de,- t^mbrge deschästmuiigslask HilfSarbester Ioicf R.ikl, Quellenstraß' 4 .wohnt» rft. Be> Besichlinmg der ZugSgaru'.tur wurde f stgeste''t. rast auch Hier zw i Br m.stocke fehlten. Sie wa en von der BiemL-vo.nch nng. ahgniammen. - Trvtzd'M lenrncicn die Bur eben hartnäckig. Fendi ick ist erst kürz! ch von de- 'ksstrche an-e-wlten worden, als er iwi dem besrl'ätt'guugslosen Hl's-r beiter Eduard Pikhari drei B ei'L-stöne. de de .Bn> scheu auf-dem . El'enbahndamm in Slmm-rmg flksimd n haben wo'tten, nach H in'e irng. stiendrick nnd Rykl wurden kem Lande§g--r'cht eingeirettrt Nach rem D'itten e ncm K* bis l «jähr gen Burschen, der Leopold Hecker he ßen soll, w rd gciahndet. m Luristengrupye de» Palästina Amtes SamS'ag den Ist. d M. sinoei um 5 Uhr abends nn Bute'm d s Palästina» Annes. Abteilung ll. II., Zulusgasie 33. eine Be pre-tzuna der nir die Arbc ten die'er G;,'p''e sich nn-re-sin enden Jnnstm stnt. Der vor kuncm ans Paläima -nittckgekehtle Herr Paul Joses Diamant w d bei die'er Gtteg-nbett über die Aust t ch t e n d e r I n r > st e n >n Palästina irseueieu. — Beginn der B o r! e l « n g c n ii''er J',.d iches P ivat,ee> t von Doktor Na'lian Goldstern. Sonntag Len 20. o. M. von^ 2 b>s 4 Uhr nachmittags mr Saale des Inki'chcnEHochschulansschnsies. IX.. Türk nstraße 9. — Der Begum der bebrä >chen und dm cngli» scheu LehrlU'fe wttd rechtzeitig bekanntgegeben werden. Anm ldt-neen mr Jmtstengnippe we den bis zum 19. d. Bk. im SUcelanat deS P ttSsima-Amt-s entgegengrnommen. * Spenden. F ü rJ ü d i f ch e B l i n d e: Simme,mg 113 K 160, Sali Glaser, XIII. K So, Hisl K 40. bisher K b2.90. — Für d > e arme blinde Aerztensw i t w e: S. W. tll. X l0. bisher K 4?ßO. — F ii rKinder- Hilfsaktion hev Society of Friends; Theodora Mansr ed. IX., X 50 >. — Für S o z i a l e H > l f s arme i n s ch a l t A n i t t a M ii l l e r: Teodora Mansiied. IX K 50o. — FürPogromwaisen: Ät. R. X 100, bisher X 8 -0. — Für armen blind.enKriegsi n v a l i d e n ad Notiz 715 vom 22 Jänner: S. Medlmger. UI., K 100, Anläßlich ersten Todesmges semes BaterS Abraham spendet Wtthelm Dym X.'O. bischer K 538. — Für stüdi' che Krteastnvalide und H e i m^k e h r t r: Aron Rosen» bäum. IX., 8. 10 > anläßlich ersten Tödrslaaes keines Baters Abraham spendet P'ilhelm Dym & 100, b shcr K 20.261. — In olge Drucklebkers toll cs ln Nummer 731 vom 7: d. M. Heißen: Spende A. F. X 500. bisher X 80061. * Jüdischer Frauenbund, IX., Licchtenstrinsttaße 11/13. Svenvenausweisderstnlandsaktion für Kinder: Herr M Schmket-Gottesm't'n. U., X 10 0, Herr M. Schenler-Go'tteSm mn MonatsbeiNag X240. Frau Dr Mina <egal, X 1000, Fiau Mal.äne ttlLolkenstem. Ul.. X loi-o, fett MoleS Linkt auS Jasia X 800 Fräulein Lola Lederer, IX., 100, ft;au C ime Hack!. 1.. X 100, Herr Leopold Dämel. 1, X 100, Ungenannt X HO. Frau Dr. Anny Kolb. III., X 5st, Firma S,nger und Franlcnftein. I.. X 50, Heir Elias Fuchs, XX., X 50. Herr Hugo und Frau Laura Schwmz» XX., K 20, Herr P. Glückselig, l., X20. Herr ststdvr Schwarz X 80. früherer Ausweis X 83.525. zusammen X 37.575. - L ebenSmittel» spenden: Frau Bernstein, VHI., 2 kg Mehl, 3 kg Bohnen, V» k* Gueß. Ungenannt drei Lmb Brot» Frau Feuerstein, II., ein Laib Brot. — R i ch t t g st e l l u n g. Im vorigen Ausweis find einige Jrrtümer unterlaufen. Es soll nchria he-ßkn: „Dr. Achill R a p p'a Port zum Andenken an dessen verstorbene Frau K 800". Die Jüdischen K-nde siennde spendeten 40 (nicht 20) Dosen Milch, Frau Mina Gabel 2 kg Mehl und 2 kg Linsen. * Palästina-Abend. D enstag den 15. d. M.. Punkt 7 Uhr, findet ein Palästina-Ädend im gioßen Saale deS Technischen Museums. XlU.» Mariahillerstraße 212, statt, der von der Bezirls'eltion für die Bezirke Xli/XV v ranstaltet wiid. Herr Rabbiner Dr. Mar G r u n w a l d wird über den Äuibau deS IudenstiateS ln Erez Israel, der Sekrttär des Jüdischen Rationalfonds Wolfgang W e k s l über „Das jüdische Palästina und die Lage ,m Judentum" sprechen. AnschsieLend L u& t b.i i h c v , ntUn Ende »ach 2 Uhr. Eine Krone ----- 1.527, Centimes Del-. In timtck notierte: -- .die österreichische Kr-one .... 1/2V, k 150 am 12. Februar)' die osten, gestempelte Krone . . . 1.05 ( 1.05 am 12 Februar) die tschechische Krone...... 7.90 ( 8.— am 12 Februar) ore Mark........... 1050 .mw am 12. Februar) äonttn.. 425 ( 430 mt 12 Februar)! Bula-.est.. i 8.50 ( 8.50 rm 12 ftibruar)' Bueaoest.!.1.17V* ( 1 21 am 12 Februar) Warschau . ..-.80 (—.80 am 12. Februar). BLhw «KÄ.Kunst. Liederabende. Mit der sinkenden Valuta geht der musikalischü Import immer mehr zurück und damit wächst die Gleich-- sörmigk-eit und Mittelmäßigkeit' in unserem Konzertbetrieb. Aber auch Dilettanten versuchen aus übermäßigem Ehrgeiz, in unrich iger Selbsteinichäl'üng odsr im Vertrauen auf die falsche 'Urtteilskra.'t neuer Publikumsschichlen, immer häufiger ihr Glück vor der Oesfenttlichkeit. und für einen wshlorganisie .teu Applaus ist auch bei der schlechtesten Darbietung Vorsorge getroffen. Darum meidet auch das P 'blikum mit einem gewissen Mißtrauen die Konzerte noch unbekannter Künstler und hält sich lieberan seine bewährten Lieblinge, namentlich an die Mitglieder der Opernbühne. Herr Alfred Piccaver versucht sich gar nicht erst im Liedgesang. Bald kosend nnd schmachtend, bald stürmend und drängend, sang er eine Anzahl seiner Arien und alle F'auenhcrzen schlugen höher. Auch Herr Augelo Pilottv erobert im Sturme sein Puolilum mit s'inem mächtigen Bariton, dem vollblütigen Gesang und b:m südlichen Temperament, das den Konzertsaal zur Bühne wandelt. Seine Partnerin Frau Elise Elizza würde mit ihrer-erlesenen' Gesangskul'ur, ihrer strahlend n Stimme und ihrer jauchzenden Höhe, jeder Opernbühne, auch der Sraatsoper, zur Zierde gereichen. Unser Opernbariton Ernst Fischer fühlte sich beim Vortrag von Opernarien viel heimischer als in einigen Liedern.,die er mit seiner schönen, kultivierten Stirnme vortrug. * Herr Nudo.f Jung von der Staatsoper sang mitseiner dunkelgesärb:en Tenorftimme Lieder von Brahms, Wolf und seinem Schweizer Landsmann Othmar Schock.' Du ch die Schlichtheit und Wärme seines Gesanges ist er der Wirkung auf das Gemüt stets sicher; ..nur schade, daß seine Technik mit dem Vortrag nicht gleichen Cch.itt hält- . . An der jugendsrischen, warmguellenden Stimme von F.'au Konst-anze N e i ch e r t - Z i n n e r ist alles in bester Ordnung. Nur die allzustarke Mimik und die übergroße äußere Lebendigkeit, die aus die Herkunft der Särigerin von der Operette hinweist, sind demi Liedgesange nicht förderlich. Auch der Vortrag von Fräulein Rose Feinberg, die zur Verwirklichung ihrer ernsten künstlerischen Absichten nur bescheidene Stimmittel mitbringt, leidet durch mimische Unterstreichung. . . Der dunkle Mezzosopran von Fräulein Ella Firb a s lebt sich am schönsten in getragenen Gesängen, wie in Schuberts „Litaney", aus, während die Stimmt in rascherer Bewegung au Ergiebigkeit und Sicherheit verliert. 3^ie Wärme und Innigkeit des Vortrages hat sie mit Fraulein Hella Baum gemeinsam, die mit ihrer frischen Altstimme Beethoven und Brahms sang und bei der Wiedergabe einer Bach^Kantate zeigte/ wie ernst es ihr um ihre Kunst ist. Die blonde Frau'Aline Delna-Auderith zwitschert mit ihrer lieben, Hellen Stimme, vergnügt in den Saal; gerät ein hoher Ton etwa schärfer, so weiß sie im nächsten Augenblick das Gleichgewicht wieder herzuftellen. Frau Jeanits Salomonson-Asser aus Amsterdam bot an ihrem internationalen Liederabend ein Programm für Feinschinecker, iw dem altniederländrsche und neu französische Gesänge gleich willkommen waren. Mit ihrem zarten, aber mvdulationssähigen Organ kann sie nur einen geringen Stimmaufwand treiben, der gerade ausreicht, um Debussy ganz reizend zu singen. Das Organ von Frau Irene Sentheim hat an Fülle und Umfang sehr enge. Grenzen und entbehrt des sinnlichen Glanzes. Gegen diese Schwierigkeiten dev Materie kämpft sie mit ihrem starken Willen an und erzwingt sich durch die Kraft ihres Ausdrucks Beachtung. Der Dortrag des Herrn Max Schwarz mann gerät noch etwas unpersönlich.. Doch weiß er bereits seinen hübschen zarten Tenor geschickt zwischen technischen Klippen hindurch in den Hafen des Erfolges zu führen und ist auf dem besten Wege zur Künstlerschast. Frau Mrcedes Schlosser besitzt Material und Technik, Intelligenz und Stilgefühl. Ihr Bortrag hat liedmäßige Innigkeit und dramatische Bewegung. Fräulein Nini Schulz ist eine vielversprechend^ Anfängerin. Sie hat richtig singen gelernt und dürfte sich ebertso für das Soubrettenfach wie für den Lievgesang eignen. Ihre umfangreiche Stimme hat Substanz und Farbe; ihr klingendes Piano, die gutsitzenden Kopstöne und die Reinheit der Intonation zeigen, daß sich schönes Material noch, immer mit guter Schulung vereinigen läßt. D.r. Erwin selber, j

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