Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 730 (6.2.1921)
- Date
- 1921-02-06
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mr. 730 Men, SstttttG Ei«e Rote der Botschafterks«fere»z """ ' Ätzer WestUNgarK. ■. * Bon der B o t f ch a f t e r k o n f e r e n z ist' eine ■ Stoie tfta West^rnHüm eingelangt, tp der gesagt wird> daß die Kon/ fttetz beschlossen HÄ, bezüglich k-x erhobenen Klötzen über die Requijittonen ungarischer Truppen in Uefturßarn Vsprstellüngey M der ungarischen Regierung zu erlM^-Detz^ iMiteven wird «LMPrt: ,Lsrt der 'Leberzeugung,' -L'a^ -Irtc d»bahnung freuMchÄMchex Beziehungen^ zwischen Dester- ^ch Kd Ungarn exst Pann möglich seid, wird, wenn. Herde Hlytzer'' M ßinezn v o l1 | ö Hi M e ir fe tt n.eH MPM Hnsichtlich jeneU MM gelangt fjßtijt„ werden; die durch die tMf'die westlichen Ko Mita Le bezüglfthxn BMnrMKgen KriÄrenHspMge ausMoiM erscheinen, gibt sich 'die der Hoffnung Hin, daß die diesheMglich bereits . zp»isHen Wien und Budapest eingeleite tenBerh arrdlungen spr t g ze s ü h r x dem Mn k - a f fr? treten deS Vertrages von Lrianon beendigt wsvden.^ . . ., ■;■?» ...? Wie oie Politische KprrespMHSnZ hiezu mitteilt, werden die Fragen der Grenzführung und des MinoritätertzchutzeS zur Verhandlung gelangen, während bisher v.ßit Vermögensrechtliche Fragen berührt wurden. Hie Staffelung -ep LeheusmMelPeeM Gestern wurde in den Räumlichkeiten der Handelsur- Gewerbekammer die vorn Finanz- und BudgctauZschuß d-r Halionalversummlung ang regte Jpduftrielpttferen«? abgehalten, welchsich Mit der Frage der tafselung der LehenSmsttelpreisp befaßte, An de« Beratungen nahmen neben deu Dsslegiextey dxr. zuständigen Puppesmü'/sterien Bertrefrer der industriellen, gptperhlichen und kcmsmänn/scheu Organisationen sowie der. GenMkschaften und der KonsumgetMeuschashmtÄ. ' Muistexialrgt Bär« klau erstattet» ein einleitendes Referat und gab gleichzeitig Leitsätze für die Abänderung des. Gesetzentwurfes über die Staffelung der Lebensmittelpreise als unverbindliche Derhaudlungsgrundlage bekannt. Diese Leitsätze halten die Struktur per Regierungsvorlage im wesentliche» aufrecht, sehen jedoch für jene Personen» die derzeit in« eine« kankenversichLrungspflichtigen Dier/fr- oder ArbeitsveMltnjS stehen, die gesetzliche Festlegung von Sonderbestimmungen vor, und zwar derart, daß, soweit diese Personen nicht in die Obergrupp« der Verbraucher fallen, der Unterschied, der künftig zwischen den Brot- und Mehrpreises für die Mittel- und Untergruppe bestehen wird, von den Dionst-und Arbeitgebern getragen werden soll. Die Zahlung seitens der letzteren würde im Wege der Krankenkassen erfolgen, wobei für jede Woche das dreifache Ausmaß deS wöchentlichen Unterschiedes zwischen Mittel- und Untergruppe zu entrichten wäre. Demnach würden unter Zugrutzdegrundelrgung einer Pauschalierung der FanlilienarUehörigen wöchentlich rund 50 Krone« für jeden kran/enverstcherungspflichtigen Angestellten oder Arbeiter zu zahl«» scht. Uebee diese Vorschläge entspann sich eine lebhaft« Debatte, an der sich die Industrielle» Dr. Winter (Graz), Urban (Wien), weiters namens der Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften die Abgeordneten Eldersch, Hueber, Harsch, Wiedenhofer, Dr. Renner und Untermüller, endlich Dizebürgermeister Emmerling in Vertretung der Gemeinde Wien und RegierungSvertreter beteiligten. Im großen und ganzen Wurden die vorgefchlagenen Leitsätze alS geeignete Grundlage für die weiteren Verhandlungen befunden ES wurde lediglich seitens mehrerer Redner hervorgehoben, daß eine unterschiedslose Belastung sämtlicher industriellen und ge- Gteppen Rußlands mit allen seinen Einzelheiten, der dunkle Waggon, die Bänke, bi« Bündel und die Menschen, beleuchtet vom trüben Licht der Kerzen. Er steht vsr mir, von schlankem Wuchs, sein mageres Gesicht von einem heiligen Feuer, vom Licht der Seelenverzückung beleuchtet, und höre seine traurige Stimme, voll jener Hingabe und Ergriffenheit, die er sich, durch alle seine Wanderungen und Lebensnöte hindurch, aus dem jüdischen Städtchen, aus dem chassidischen Milieu vollständig erhalten hat. Jenes Gebet war wie ein Symbol des Lebens dieses Menschen. War ja sein ganzes Leben ein erhabenes Gebet, ein Gebet für das Heilige. Auch seine literarischr! und soziale Arbeit. Willst du ein Lied singen, Bereite dich wie zum Gebet. And seist' Leben ward zum Gesang und Gebet. Pik Ehrfurcht Und Erbarmen diente et seinem Volke. Ich hoffe, daß meine Worte zu ihm gelangen werden, ist das ferne Land, bas getränkt ist vom Blute unserer Brüder, daß ckein Gruß Ihn. dem geliebten Freund, erreichen wird, aus deck Land«, nach dem er sich so sehnte stnh zu tvelcheck die Liebe in seinem Herzen stie ersssch, stnter best Schichten fremden Lebens urtd fremdest Dienstes,, und ist den West Jahren wieder Häihtjg und lodernd aufflackerte. -4- \ v" « . Bor dröi Monaten, am Crew Jümk'.ppur. schrieb ich dies« Worte nieder, ich wollte sie An—ski schicken, aber ich zögerte. Wir vergessen ja immer daran, baß unsere Grüße und der Aufdruck unserer Lieb« den teuren und nahestehenden Manschen — zu spät erreichen könnest. rtud er ist nicht rnM. — Wißyer Mosgenzeitung 6. Februar 1921 _Seite 5 . . * — 1'* " » 11 '"'fr werblick^p , z U Be denken Anlaß geh e und daß e§ daher' geboten sei, hie Möglichkeit von Ausnahmen ^zu schassen. Schließlich einigte sich die Konferenz dahin, mit HestHsHru^-hKr 'Verhandlungen ein aus sechs D^vtvetern der Arbeitgeber und sechs Vertretern der Arbeitnehmer gebildetes Monsitee zu hetrauen. Dieses letztere wird seine Brratungest ack' '8. 'dl' SR./ iftt Bundirsm^nisterium für soziale Verwaltung apfuehpM. GiUe EisLKbahyhatastrophr hei Felix- ' ....... .. öorf. : ... Zahlreiche TE Hrrd Schweruerretzt«. Bo-gestern nachts hat sich bei der Südbahnstation Felixdorf ein schweres, Eispnbähnunglück erpignet, indem der aus Triest' kvmmestda SchneWug'mit einem Lastzug zusamncengestoßen ist. Jnfolgerder'durch das Wetter verursachten Störung des Telephon- und Telegraphendiönstes wurdr! das entsetzliche Unglück erst gestern vormitdags nach Wien gemeldet. Mir erfahren - hierüber:. . / V v ' Der Güterzug 1811, der in der'Station Felkxdorf das Borbeifahven des Schnellzuges abzuwarten hatte, war ii6.1 r das Haltssignal hinausgefahr.xn. Dieses. Haltesignal ist yvrschriftsgemäß 50 Meter von der Weiche entfernt. JnfölAe der' Störung des Telephüni Verkehrs könnte bisher stoch nic^ki-".föpKeMM.' toerden, . ob nnd wßlches Berschuchtzn von' ferLSn.WsDüstttrs' ..deS Guterzuges vorliegt. Als nun der Schnellzug durch die . Station. gefahren war, kollidierte er von seitwärts - mit dem stehenden Güterzug. Zahlreiche Waggons b e i 8 e r Z'ü g e w u r d e n z e r t r ü m m e r r. HilfsAgx aus Wiener-Neustadt und W'en,. Ambulanzen ' der Wiener NettungSgesellschaft und Amtsärzte waren alsbald zur Stelle. Die Ostfer der Katastrophe. Soweit im Babnhofe Felixdorf bekannt wurde, sollen fünfzehn Personen den Tod gefunden haben. Nach Wien wurden gestern die Namen folgender g e t ö t«te n Personen gemeldet: Fabrikant Ludwig Alt schul aus Wien, 4., Bez., Karls- Platz 3, Staatsbähnrat. Robert H ackl, vermutlich aus Wien, Eisenlahnerhaltungsvorstand W e n g e r, eine unbekannte Frau und ein Chauffeur aus Villach. Die Liste der Verletzten lautet: Die 62jährige Private Anna Thuma, Favorit>enstraße112 (schwere Quetschung des linken Unterschenkels); der 39iährige Ingenieur Franz Ritter, der zugereist ist (Quetschung des linken Unterschenkels), wurde in die Wohnung seiner Schwester, Langegasse 13 gehMcht; der 3^'ährige Eisenbahner Josef Meidinger, Hasengasse 27 wohnhaft (Wunde am Kopf und Quetschung des' linken Unterschenkels); der 25jährige Fabrikant Viktor Fischer, Josefstädterstraße .5 wohnhaft (schwere Quetschung der Brust); der 28jährige Vertreter GduäM' Malftr, Pfeilgasse 26 wohnhaft (Quetschung des .linken Kniest der 43iährige Kaufmann Oskar Paß, Lambrechtsgasss 13 wohnhaft (Quetschung des Hinterhauptes), und die 42iährige Private Fanny Kobler, Linke Wienzeile 12 wohnhaft (Quetschung der Brust). Sämtliche Verletzten wurden in ihre Wohnungen gebracht. Ein zweiter Zug bracht« zwölf größtenteils Schwerverletzte. Die Rettungsgesellschaft brachte ins Sanatorium Hera: Den 32jährigen Kaufmann Leo Herz, Marktgasse 5 (Lähmung der Beine, die auf Verletzung des Rückenmarks schließen läßt); den 45jährigen Südbahninspektor Robert Kalit (Bruch des linken 5knöchels); ins Wiedner Krankenhaus: den. 36jährigen Anstreicher Johann Bernard aus Donawitz (of'ener Bruch des rechten Unterschenkels); den 3Ijähr. Beamten Josef Demar aus Donawitz (Bruch des rechten Unterschenkels); und den 42iährigen Reisenden Julius Bayer Obermüllncrstraße 6 wohnhaft (Verletzung am Kinn); den 29jähiigen Elektriker Leo Kollwiß, Stillfriedplatz 7 wohnhaft (Bruch des rechten Unterschenkels); den 37jährigen Gemischtwa.enhänd!er Johann Schücker, Arenbcrgring 10 wohnhaft (Lähmung beider Beine, Quetschung des Bauches und des Kopfes)') den 38jähr. Adjunkten Josef Prokupjl, Darwingasse 30 wohnhaft (Quetschung beider Peine) und seine 27jährige Gattin Cäcili« Prokupil (Gehirnerschütterung); die 20jährige Private Risa Wenger, Margaretenstraße 16 wohnhaft (Quetschung im Kreuz und Nervenerschütterung) und den 57jährigen Südbahnportier Johann Waldlechner aus Zwettl (offene Brüche beider Unterschenkel). Der 82jährige Korbwavcnfabrikant Wilhelm Metzger, der eine Lähmung beider Peine und eine Quetschung der Wirbelsäule erlitten hat, wurde in seine Wohnung nach Rudolssheim gebracht. .! Abends wird gemeldet: Außer den schon Ermähnten kamen mit dem letzten Hilfszug folgende Verletzte an: Der 28jährige Reisende Leo Nußbaumer, He.minsngasse 15 (Quetschung am Kcpf und am Rücken); her 32jährige Südbahnbeamte Gustav WeinmUnn, 12. Bez., Cantaeuzinostraße 3 (Wunden an Hüfte mü Äopf); der 43jährige Südbahnportier Franz Langer,, Leibnizgass« 51 wohnhaft (Nervenerschütterung und Verletzung am Rücken); der 26jährige Bahngendarm Franz Kottinger, Branomayergasse 5 (Nervenerschütterung und Kopfschmerzen); der 86jährige Kaufmann Stephan Ausländer, FranzenSbrÜckenstrüße 81 (Verletzungen an Hand und Stirn), und der 80jährige KaufmaM Satt SMti&M WmnlW (frit M Lutz» Verletzungen). Um 9 Uhr 20 Minuten kam ein zweiterj Hilfs^ug mit zwei Toten und mehreren schwerverlötziLsti Fuhrgäshen. lDie Fahrgäste dieses Zuges sprachen von'-, dreißig Toten und vielen Schwerverletzten. Der. bahnhof war von Angehörigen der.erwarteten FahrgäsveH. die in größter Aufregung waren und sich Ln Klagenir ergingen) erfüllt. Mit dem Zuge kamen die SchwSvverletzten: Der 32jährige Kellner Heinrich Zimmermann,- Egidygasse 19 (Nervenerschütterung); der Kaufmann^ Ho Herz. Parkgasse 7 (Quetschungen beider Beine); , tb^p Fabrikant Wilhelm Metzkep, 14- Bez., Westdey-.? gaffe 29 (Fußverletzung); der Südbahninspekbor Robert; Kalisch, 2. Bez.. Friedensgasse 2 wohnhaft (Schenkeln brrtch); her 29jährige Kellner Raimund Stölfer aus^ Siebenhirten (NerveNUschLfOchng)^F^au Anna Wenger^ (Bruch bether Beine); der'47jährige Reisende Alexander. Staget, Günthergasse 4 (innere VerLetzungen); der Der-, treter Stephan Weiß, Westbahnstraße 26 (Nervenerschütterung); der 49jährige Kaufmann Max Weiß, 2. Be-'^ zirk, Wohlmutgasse 26 (Quetschung der rechten Körper-, fette); der 33jährige Reisende Josef Gollerstepper, 2. Be^- zirk. W-:.'-a:rg'i Schmälztgasse 22 wohnhaft -Kutzve^« i letzüng); her H2jährige Kellner Franz Sropsl, 9zirk, L^bragasfe 5 wohnhast (Nervenerschüttemmg) und' der 34jährige Oberkellner Karl Gulich, 5. Bezirk, SMgergass^e 1 Wohnhaft. ■ ' : . ■ 4 Der Streik der jüdischeN ReligivNs^ lehrer. Wir erhalterr die folgend« Zuschrift: Montag den^ r81. v. M. fand im Saal« 2. Bezirk, Untere . AugartenstraßM j Nr. 88, eine von mehr als 20V jüdischen Eltern besuchte Ber») ''sammlung statt, m der Herr Dr. Sanel B e er in aüsgezeich.^, . neter Weise übet di« Nervosttqt ■ bc§: jüdischen Kindes sprach.; Die Diskussion wurde aber dadurch unterbrochen, daß avs der Mitte der Versammlung Stimmen laut wurden, man müsse zu der Frage Stellung nehmen, die gegenwärtlg di« jüdischen Eltern am meisten bedrückt und erregt. 4' IN einer einstimmig befchlosienen Resolution wurde t nun dagegen protestiert, daß unsere Kinder schon lange jede', jüdisch-erzieherische Einwirkung im" öffentlichen Unterricht entbehren müssen, und verlangt, daß der Vorstand der Kultusgemeinde "unverzüglich die A u f n a h m e d e s R e l l g i o n s«;< Unterrichtes erinögliche. Da die Deputaiton, wel he d'es< Resolution überbringen sollte, den PersonLlreferenten . Baurat Kempler nicht antraf, wurde das Schriftstück zur weiterew' Uebermittlung überreicht, die Antwort wollte sich die Depu-- tatron am nächsten Tage holen. Herr Daurat Kempler, der. diesmal anwesend war, erklärte jedoch, er habe kerne Zeit,-' Erst als die Elternöertreter heftig dagegen protestierten, daK man die Steuerträger in einer so hochwichtigen Angelegenhett nicht anhvren wolle, wurden sie vorgelassen. Es kam zu einer ziemlich erregten Auseinandersetzung und als-' die Eltern Herrn Kempler erklärten, sie kümmerten sich nichtum die Einzelheiten des Streiks, sondern bestünden nur öufjf ihrem Recht deS ununterbrochenen Religionsunterrichtes ihrer«. Kinder, erklärte Daural Kempler, er wisse, wie solche Ver»'- sammlüngen und Entrüstungen „gemacht" würden. Die^ Resolution sei nur von wenigen und durchaus uybekanntetr»' Leuten unterschrieben. ' Herr Daurat Kempler hätte jedoch daran erkennest^ müssen, wie wenig „gemacht" die Sache war. daß die in btiy- Versammlung leschlosiene Resolution wegen Mangels nst'' Papier nur im Konzept niedergeschrieben und erst am nächsten Tage im Gebäude der Kultusgemeinde von den Eltern^ .. Vertretern mit Bleistift unterschrieben werden konnte. der Tat waren eS durchwegs Unbekannte: weder Leute, bici zur Kultusgemeinde-Clique gehören, noch gegnerische Poli» tiker, sonder« Unbekannte» die schon so manche Ungehörigfeit der Kultusgemeindemajorität ruhig hingenommen haben? Diesmal aber sind die Unbekannten dadurch, daß ihre Kin^ der betroffen sind, aufgerüttelt worden. Wenn es die Kultüsgemeinde so werter treibt, wird sich vielleicht diese Masse bat ruhigen Steuerzahler bald Respekt zu vrschaffen und ihw ' Rechte durchzusehen wißen. 7 t Wir unsererseits hätten nur hinzuzufügen, daß: "$$f dieser nunmehr schon Wochen dauernde Streik zu einem rich^ tigen Skandal auszuwachsen beginnt. Die KultusgememL^, sollte wohl gegenüber den gerechten Forderungen der Lehrcx^ welche die gesamten städtischen Angestellten..und alle sozral empfindenden jüdischen und nichtjüdischen Elemente für haben, etwas weniger Hartnäckigkeit zeigen und ihre „Nacken?,i steife" an einem tauglicheren Objekt erweisen. Oder wollet die Herren dre Wiener jüdische Gemeinde, deren Anseben, gerade hinlänglich genug gelitten hat, zum allgemeine« Gespött machen? Es ist höchste Zeit, daß die von den jüdischnationaE Mitgliedern des Kultusvorstandes wiederholt eingebraclzE und wiederholt mit knapper Stimmemnehrheit verworfenen! Anträge zur Annahme gelangen l ‘ ‘ ' ' ■ Das Oel des Joint. . Die Wiener Abteilung des Joint Committee ersn^d Mts um Verösfentlichung der folgenden Mitteilun«i: In der letzten Zeit sind gegen die Kaschruth bt% vor zirka zehn Monaten aus Amerika gesandten, zur Abgabe an die notleidende jüdische Bevölkerung, bedürftige Kranke! N«d gemeinnützige, rituell geführte Küchenbetriebe in Wienj bestimmten Ocles Bedenken erhoben worden. Es wurden« Ue-. rüchte verbreitet, die sich auf ein Gutachten eines privaM Laboratoriums stützten, wonach baS Oel angeblich kein reirM Pflanzenfett ist, sonder« tierische Bestandteile enthält. i Obzwar wir seinerzeit einen Hechschar der bekannte^ amerikanischen Rabbiner Dr. Philipp l«i n wrd L. Z. M a r-, golieS erhalten hatten, der dieses Oel nicht nur als lasches sondern auch als passahkoscher erklärt, obzwar ferner über üiis^re neuerlicl)« Anfrage settenÄ der genarbten RabblntU dtS Auskunft erteilt würde, daß jedes einzelne zur Versendung an uns gelangte Faß einer genauer, Analyse unterzogen teufe» J& afeitttt mm rx«