Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 728 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seile 2 Wien, Freitag PMLischL^NMch schau. Unklare Lage im Ostjsrdanlande. „Palestine" (London) erfährt cm§ Jerusalem: ..Die Loge in Transjordanien ist nicht befriedigend. Mast wird sich erinnern, daß das Home Government sich weigerte. Truppen zn bewilligen, welche Ostpsloft i n a besehen sollten. Es wurden einige wenige poiitische Beamte entsandt und ihnen der Auftrag erteilt, eine lokale Negierung und eine Gendarmerie einzusetzen, ohne sie mit ausreichenden Geldmitteln zu versehen. Die Bevölkerung deS östlichen Palästina braucht Frieden und eine gute Negierung. Sie würde eine bntische Herrschaft vorziehen, aber eine Verwaltung, welche keines dieser Tinge garantiert, ist nach niemandes Oeschmtck. Das Land ist daher für Unheilstifter empfänglich. Einige Taugenichtse aus dem >HedjaS sind nach Maan und Amman gekommen nnd es geht das Gerücht um, daß sie einen Angriff auf die Franzosen planen. Inzwischen wird ferner berichtet, daß einige Scheichs ans dem Salzgebiet nach Damaskus gekommen sind und die Franzosen ersucht haben, die Negierung des Landes zu übernehmen. Es ist ganz sicher, daß wir in kurzer Zeit eine. militärische Besetzung des östlichen Palästina vornehmen müssen. Das wird keine Vermehrung der militärischen Verantwortlichkeit bedeuten, weil die wirkliche m.ilitänsche Grenze nicht der Jordan ist, sondern dir Wüste." TreSiLsch-LineslR rmd HoLLrrder- HoÄosy. „Becsi Magtzar 11'sag" schreibt: Die beiden Namen gehören wohl nicht enge zueinander. Aber zusällrg erhielten .oir heute über die Träger beid r Namen eine Parallelinformation. welche auf solche Weise einen bei stimmten Zusammenhang zwischen den beiden gefährlichen Wühlern konst uiert. T r e b i t s ch - L i n co l n gelang es, fast in die gesamte europäische Presse die Mi't.'ilung zu lancirren, daß er zur ungarischen Gegenrevolution, die ihn als. Juden schacht behandelte, in ein feindliches V.rh'ltüS getreten sei. Um diese Meinung zu bes stigen. lies; er - Enthüllungen über das Horthy-Negime los. Was Trcbitsch-Lincoln in Wirklichkeit g tan und nicht getan hat. ist schwer zu kontrollieren, denn kein Mensch kennt die Winkelzüge dieses rassinierten Mensch-n. Fest steht jedoch folgendes: Es ist möglich, daß Trebitsch-Lincoln mit den Horthy-Leutm Differenzen Haltes welche er jedoch sicherlich beigelegt hat. und zwar so, daß er nicht daraufzahlte. Denn er reist gegenwärtig im Aufträge der ungarischen Negierung zwischen V daprst und München und wird in Budapest bei alten Anlässen mit der größten Achtung u :d Wert-chätzung behandelt. Man nennt ihn den ge Heimen Verstand des heutigen Ungarn und außer seinen heutigen Begegnungen mit bcn Negierungskreisen verbringt Trebitsch-Lincoln sehr vil Zeit in den Palästen des ungarischen hohen Klerus. Es wird 'ich bald. Herausstellen, was Trebitsch Lincoln/ offenbar für gute Bezahlung, jetzt mit den Horthy- Leuten zusammenbraut. Alexander Hollo sh. der Hollosy der Immanuel Löw-Assäre, ist nach Aufdeckung seines Charakters und seiner Pläne aus Wien verschwunden. Eine Zeitlang hielt er sich auch in Ungarn auf und war bemüht, die Löw-Asfäre auf ein womöglich noch niedrigeres Geleise zu bringen, verließ jedoch abermals Ungarn. Damals war das Gerücht verbreitet., daß Hollosy in Madrid im Interesse der Horthy-Negierung tätig sei. Diese Meldung erwies sich jedoch als unbegründet. Der Moritz Schars des Gustav Gratz war keinen Augenblick in Spanien, sondern verlegte seinen Sitz gleichfalls nach München, wo er dem ungarischen Konsulat als politischer Konsulent beigegeben ist. Was er unter diesem Titel dort macht, läßt sich heute noch nicht seststellen, aber daß es nichts Gutes oder Anständiges oder, wen t man will, auch nichts übermäßig Unehrenhaftes ist. davon kann jeder Verehrer des Meisters Hollosh überzeugt f::n. Jetzt, da wir seine Spur wiedergesunden, werden wir sie mit Aufmerksamkeit verfolgen. Der ««schlüssige Graf Apporryi. Gras Apponyi, der bekanntlich die vergangene Woche in Paris und Genf weilte, wurde währen) seiner Abwesenheit aus Ungarn mit der Andrasstzschen Part'ibildung in Verbindung gebracht. Es wurde behauptet, daß er vor seiner Abreise'seine Zustimmung zur Aktion Andrassy gegeben und erklärt habe, der neuen Partei bei'Utrct'n. Wir haben schon damals die Nichtigkeit dieser Meldung in Zweifel gezogen. Die Versuche des Grasen Andrassy sind gescheitert und Graf Apponyi czzilt sich denn auch, gleich nach feines Rückkehr nach Budapest die folgende Erklärung abzugeben: „Ich gab vor meiner Abreise deine einzige Erklärung ab, die als Grundlage der Voraussetzung hätte dienen können, als wünschte ich an irgendeinem Versuch einer neuen Parteibildung teilzunehmen. Was sich inzwischen ereignete, wohin das, was sich ereignet hat. führt und welchen Standpunkt ich demgegenüber ei»nsl,m rt werde, darüber kann ich mich noch nicht äußern, da meine Orientierung in diesen Fragen noch nicht genügend vrvel ändigt ist. um meinem Entschluß zu präjudizieren." Ein echter ApponoU 4. Februar 1921 . .. Nr, 72S Die Mennig gegen die Internierung der Mchiiinge. Beschwerde der polnischen Regierung an den Völkerbund. Der FHan-- und Dudgetau^s^uß verhandelte gestern zunächst über di: b:iden Berichte des Finanzministeriums, betrrfsend die vom 1. April bis 30. Juni 1920 und di« vom 1. Juli bis 31. Oktober 1920 übernommenen Staatsgarantien. Abgeordneter A l! i n a erklärt« es für unzulässig, daß f"lchr S.taaiSge.ra rltm den privaten Untern'hmuugen er* , teilt, werdÄi. Aus welchem Gru;:ds wurde der Möbslfirma Fe!)lin ger'ct e solche StaatSgaraniie gewährt? Fi: a''rat Neisenberget an!wrrtele, es handle sich UM eine kl ilS Mö'e'sirma, welcher eMgelungöN war, sich das nötige Helz-u!'.d Aufträge für eine Produktion auf größerer Grundlage?>u si ßern. A l: in Betracht kommenden Umstände, tiä Brrtraurnswürdigk it der Firma, ihre ProduktivilSsähigteit wurden genau erhoben und unter anderem ein Gutachten der Handels- und Gwr'e'ammer etngeh>lt. Abgeordneter All i na erklär:« sich damit nicht einverstanden. Es gebe, Tausende von Fällen, in« denen Gewerbetreibenden und Kausleulen durch Krrditgewährnng Erweiterung des Be'.rieleS ermöglicht werden könnte. Daß eine Firma h:rausI'egkiff.'n wird, ist ein so ungewöhnlicher Vorgang, daß darüber doch eiugelME Aufklärungen gegrürn werden müßten. Dir brizen Vorlagen wurden sodann genehmigt und hieraus bi» Ver'andlurrg des Kapitels „Inneres" fortgesetzt. Abgeordneter Dr. Ellenbogen lenkte die Ausnterksamkrit des Ausschußes aus de» in der „Äeichspost" besprochenen Not:nwe<säl zwischen dem C)ef des interalliierten HeereSausschus'eI, Ge .eral Z u c c a r i. und der Negierung und bezeichnet es als unerhört, daß ein privates Blatt, wenn cs cm ß drr N:gi.'ru'.g uahecheht, von einem solchen Notevf wechs.'l Mlstri ung zu machen in d.S Lage kUnme. Noch üUfsa'leuder it. da) s'gat der Wortlaut der Nvrelle zum Wehrg-.'s'tz pul'i iwt nur'oe, bevor sie dem Nativ:alrat unterbreitet wurde. Daß b:i di.sem Batte der WUush der Vater des Gedankens s.'i. ist?u begreifen, und die Vermutung ist berechtigt, daß dir - Aktion deS Interalliierten HeereSaNsschUsfvs ans I: i ia irr v-^n anderen Seiten zücück^usühren, ist, ii: n.it li s.'m B atte vielleicht nicht ganz lose zusammenh äugen. -'; ' Der Minister Dr. G l a n z erklärte, düst er und das ihm uitterßehende Nefs'rt dem in Nrds Dhenkren Artikel b o l l st ä n d i g s e r u stehe n. Auf das Meritum möchte er gegenwärtig nH't ellrgeM, kojedoch versichern, daß ei eine B sri.ßu rg sozort als unmög i h bezetchnetr. Abgeordneter Dr. Angerer schlv^ sich den Arssührungen des Älgeordne^n Dr. Daui'.eberg bezügtt..) der Trennung des Unterrichts-^ und Schulweser'^ von der poli> tifchen V.'rtralluug an« V'i der lü..figen Volks.zähtung müsse gefordert werden, baß endlich die Judett als Nativ« gezählt wtrden? ■■ - <■■■■> . - A^geörsiletcr Dr. B i n t s ch' ver'ta>rgte> düst, die Wiener Sieh-ery.itsloachL nur durch Wiener ergänzt werde, und die Der'schm:lA'ng der Stabß' utzwache mit der Stcherheitswüche. Wir werde:', sagte er, die EiustellttUg von Angehörtgs?/>auderer Lä.ider fö loii.gL ni.ht dulden, als auch in den» andsreN Länden» Wiener nicht in den Polizei- und GenHarlneriodienst eingestellt werden. - Abgeordneter D! t t e r n i g g : Wenn gesagt w»»rdr> die Hcimwehren s'ien Sekbßsßitß, so s:i Neoner in der Lags, das Gegenteil zu beweisen^ Die Salzburger Landesregierung hat, da die Daudrn aus einem bestimmten Orte keine Milch, keine Butter und. keil» Fleisß li'fwlen, amtliche NequiriSrUngeN botgenomm-en. Bewü,fu:ts Bauern rotteten sich aber zusammen».und prügelten die aMtlichen Organe Dadurch, waß man di: Bauern bewaffnete und ihnen« Munition gab, hat man die Autorität der staatlichen Organe vollständig untergraben. Dir ösfcntNche Sicherheit. Vundesmini't:r Dr, G l a n z bemsferte den Stand der Diener Sicherheitswache mit 5680 Köpfen, er bleibe Welt hintw dem ,yst:mifi:r^n Stand zntück. Sicherheit-wache und Gendarmerie 'ählen zusammen 15.940 Mann. Dieser überaus bescheidene Stand reich« kaum aus, den primitiven Schirtz der Person und des Eigentums zu gewährleisten. Eine Uebtrleitung der Stadtsfutzwäche in die Sichcrhritswache zur Gänze war nicht möglich. Die NichtübernomMenen werden -U einer Speziatvoti zei zur Ueberwachung der hochwertigen Warenhäuser und G'schäftslokat« verwendet werden. Inl' bezug auf die in der Debatte mehrfach erwähnte Frage der Errichtung von Internierungslagern« betonte der Minister, daß dir Regierung, die sich spezteN die Ueberv ö l k e r n n g Wiens und dir daraus resnltierenden Nachteile vor Augen hält, angelegentlich bemüht ist, die Interessen der bodenständigen heimischen Bevölkerur'«g mit allem Nachdruck und allen wirksainrn Mitteln zu wahren. WaS r«un die JntcrnicrungSfrage betrifft, so ergibt ein« genaue Prüfung, daß einer solchen Maßnahme vor allem techirlfche und finanzielle Schwierigkeiten« entgegenstehen. Wenn auch der Staat n,och über gewisse Lag.:r vrrsügt, so könnten sie doch nicht ohneweiters ci*vr solchen Vzsti.ilmuilg zugrsührt werden. Ihre Bereitstellung und Jnbrtrirbschung, oir Verwaltung sowie die Verpflegung der Ur.trrzubringeuden wären angesichts unserer wirtschaftlichen Vrrhättniss: nicht nur sehr schwer durchführbar, sondern tvürdci'« auch clneu außerordentlich hohen Kostenaufwan«) erfordern. Dazu kommt, daß mit der Jnterniwung allein nur eip, halber Erfolg erzielt wäre, da die Insassen der Lager ja schließlich doch wieder abtransporliert werde:» müßten, was wieder nur aus Grund von neuen Verhandlungen mit der Polnischen Negierung erfo'zen könnte. .Auch darf nicht unerwähnt bleiben, daß dir Beschwerde, die der Bundeskanzler bereits kürzlich ange'eentet hat, von der polnischen Regierung v o r d e m Völkerbund erhoben: wurd- und i'Hn gegen uns:» jei:t'-e?> Vor'ehen unter Hn^'veis auf humaniär u b r ch li )i Gcslchtspu k eKü : für . st res Be chwe<de wurde uns inzwischen a »n t l i ch u o t i j 13 i e r t, Die Angelegenheit wird voraussichtlich bei der nächsten Tagung des Völkerbundes zur Sprache ko Minen und es »nutz wohl ^auf dir Verhandlungen Bedacht genommen werden«. Bei dieser Sachlage ist es begrei ich, wenn die Negierung, auf dem Ver-; handluilgswege weiterfchreitend, zuerst a.le anderen Mittel zu! erschöpfen sucht, ehe sie sich zu derart ci^chchueibeuden Maßnah,nen cnts hließen köu?«e. In dieser Hiuiicht werde» zunächst j, dt« Verbatldlmtaeu über die Beschleunigung des Abtransportes fortgesetzt werden. Die tschecho-slowakisch« Regierung hat übrigens gerade in den letzten Tagen einen sehr ent« gegenkommenden Standpunkt hinsichtlich der Durchreise polnischer Heirnkehrer zum Ausdruck gebracht. Was die Entwaffnung betrifft, so wurde bereits mit Verordnung vom 18. Dezember vorigen Jahres die Ablieferung der Waffen und Mumtron ängeorduet. Die Bildung der Kemmiisiul», die »nit der Uebernahme der Waffen betraut wird, Hl bereits im Äug Die Landesstellen sind angewiesen, die Depots bekannrzu» geben, die ^ur Aufbewahrung der Waffen dienen sollen. Die Vollzngöanweisung über den Reiseverkehr ist mit dem Ablauf deS vorigen Jahres außer Kraft ge« treten. Die Befti'nmungen dieser VollzugSa»»weisung> die hauptsächlich auf die Forderungen der Länder zurückzuführen war, haben sich nach Ansicht der meisten LandeSregierungm in der Praxis nicht bewährt. Die Landesregierungen si»»d jedöch ül'ereinslimmend der Ansicht, daß im Hinblick auf die noch fortdauernden Verpfiegs- und Dohnungsschwier»gfe,ten und die dadurch hervargerufene erregte Stimmung der Bevölkerung auf die Möglichkeit einer Einschränkung des Reiseverkehrs nicht ohneweiters ganz verzichtet werden könne. Es wurden deshalb bereits Verhandlungen mit den Ländern cingeleitet, um neue Richttirrien für die Regelung des Reiseverkehrs im Jahre 1921 zu finden, die,' wie zü hoffen ist, zum wesentlichen Abbau der bisherige» Reiscbeschränknngen führen werden. In der tzrage der sogenannten EhediSpense glaubte die Regierung, eine z „wartende Haltung e»«i, Nehmen zu müssen. Die Regierung »nuß Wert darauf legen» vorerst die gtundsätzlrche Auffassung deS Obersten Gerichtshofes kennen zu lernen. Abgeord»»eier Schiegl (Sozialdemokrat erklärte, feiste Partei könnten die Ausführungen des Ministers über den Ehedisvens nicht befriedigen. Abgeordneter L.euthner bemerkte, daß aus den Erklärungen des Ministers nur der Wunsch deS Klerus deutlich werde, die Ilnauflöslichkeit der Ehe zu eine»« Fwangsgesetz in Oesterreich zu machem Der Borouschlag deS Ministeriums des Innern wurde schließlich anftemmimen. . . Telegramme. Die 22lorötatcn -es Balachowitz. Marsch»», 2. Februar. Vull.k Balachowicz, dessen Mordbrrnnerbanden int Verbände der p olnischen Armee kämpften, hat sich nicht damit begnügt, von seinen Horden die. ärgsten Greuel gegen die jüdische Bevölkerung bes polnischen Gebietes, das er durchzog, verüben zu lassen, sondern hat selbst Mordtaten verübt. Dies geht aus der Interpellation der Abgeordneten Grünbaum, Hartglüuud Konsorten im polnischen Sejm hervor, welche verlangt, daß Balachowicz Und eine Reihe seiner Ofsizieve wegen der Mordtaten zur gerichtlichen Verantwortung gezogen werdeu Und daß das Vermögen, welches diese Banditen durch Raub uni> Plünderung erworben haben, vom polnischen Staate konfisziert und zur Entschädigung der Opfer verwendet werde. In der Interpellation wirb darauf hrngewiesen, daß diese Mordtaten und Raubanfälle nicht, wie es Balachowicz barstellte, Exzesse demoralisierter Soldaten waren, deren er nicht Herr werden konnte, sondern daß diese Untaten planmäßig organisiert waren, von Balachowicz und seinem Stab angeordnet wurden und für ichn und seine übrigen Banditen «ine Gewinnquelle bildeten. Diese Behauptung wird mit einer Reihe von Belegen bewiesen. Es wurde sestgestellt, baß ein Gehcimbkfchl zur Ermordung der Juden existierte, welchen Balachowicz herausgegebo» hatte. In W lo bü w a gab Balachowicz seinen Soldaten, wie durch Zeugen fcstgestellt ist. öffentlich den Befehl: „Morgen früh werden alle Juden geschlachtet." Er befahl im selben Orte, den Juden Komvrowski aufzuhängen, weil dieser um Hilfe gerufen hatte, als Soldaten ihm die Schuhe von den Füßen ziehen wollten. Dom Balkon eines Hauses aus. hat dieser entmenschte Mörder seinen Soldaten befohlen, all'ö Juden zu henken, welche um Hilfe tufen würben./Nicht lange nachher befahl er selbst, einen jüdischen Schuster auf bestialische Weise umzubristgen. Als dessen Frau Balachowicz um Gnade bat. antwortete dieses Tier: „Man muß eruh wie Hunde erschlagen." B a l a ch 0 w i e z benützte die Drohung mit Henken und Morden in Modowa dazu, um von der jüdischen Gemeinde Geld mrd Hafer zu erpresse». Nicht genug an all diesen Schandtaten, hat er mit seinem Helfeshelfer General Darski in Kamien-Kaszyrsk, als beim dortigen Pogrom die Familie Elfen b e rg hingemordet wurde, selbst Schüsse auf die Unglücklichen abgegeben. Dieser Mörder hat natürlich alle Klagen und Bitten um Schonung höhnisch abgowiesen. In Wlodowa sagte er, als man ihn bat, die Soldaten zu bestrafen: „Ich bin nicht dazu da, um die Juden zu verteidigen." — Das Verzeichnis der Schandtaten dieses Banditen und seiner Lelseshelfert welches die