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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-02 · Heft 726 (2.2.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 726 (2.2.1921)
Date
1921-02-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener Morqerrzeiermz -kr. 72V Men. Mittmoch Vakügnug siellen \a wollen, deren Inhalt HrnlS -wnistrkche und ktnarlsche -Tütififrit bctitfft. Nack, der Aufnahme emer Kopre ve den die Briefe dankend, am fitJfttfitflf. Zuschriften erbeten an die Ndrefse: Zentralkomitee der - i o rr ist r s che« Organisation in Pole«. Amt für Presse V » o B e r! a g. W a r s ch a u. L e s ch n a 51. * SelbstWfe der ZLdiscke« Vvsestelltctt. In dem m unserer aeür'ft'n Pummer ueröffkntl'chttrr Aufruf der »Woja , wirlfchaWckie Oraan'lation =tBb<fdicr Anytstellter. wurde ' insol-e eines keibnnchen Bersrbens die Adresse des VerbnndSbureaus^ulcht »ngefäbrt. Das VerbandSbnrvau besindek sich Wien, Obere Dvnaustraße 65. Kanzle,stunden von 5 bis 7 IM abends, Montag, Mittwoch und Freitag. Personalnochricht. Henmsä.-n.Dr.IulinS R a u S n i tz,.' wofnlcfcet Arzt in Gablonz a. N. hat, sich mrt tztsulcin Leonore F f r a e l e r aus Kendy verlobt. * Grleichterrrncen iw Reiseverkehr mit Rumänien. Die .MwagSvosi" bericht: Bon jetzt an w,rd jemand, der nach Nl'mänien re len will, nicht mebr warten mvsien. bis er dre E nreikebkwilliaung uud das Vaßv rynr von Bukarest aus bekommt, sondern die Wrmer rurnamsche Vertretung wird in kurzem Wege alles erledigen. " * Im ^wanziptterr gahrhvttderL »schien nachstehendes Inserat im „AllMer Volks reopd":?e>t fituwr Zeit werden Verrichte allaemein ü^er noch v>"breUrt. hast drr Teu f e! m rr r r s ch i e n e n ist. Dreie Gerüchte berwecken, die Kundschaft. m,r »biprnstia rn machen und mich au schädigen. Ick erkläre birmtt, daß die Gesuchte t,ei erfunden ist. Ich wr»de jeden. welcher diesen angedlrch'n Borsall weitererzähl«. gerichtlich belangen. A. Pf. * Spende für zionistische Zwecke. Herr Jakob Pa tz e k hat der „Wiener Morgenzertunk" den bei der Barrmztvad fernes EnkekS Egon Werber g durch ibn gesammelten Betrag von K 1600 übermittelt. Dre Spende wurde dem Zio» »Wchen Laudeskomilrc zur Berfügn g gestellt, * Geplante Bersraatttchnng des L'anbstummen- «nd Bttndeninstitutes? Wie m'naeteilt wnd. befinden sich baS Taubstummenrnst tu^ und das Blind nrinstirut m Wien in schwerer Noilaae. Die Erträgnffe der Fonds und Stiftungen reichen wchr mehr aus, um dre Ausladen AN decken. Wenn der Staat nicht ausarrbiae Hilfe gewahrt, wird mrt der S ch l, e ß u n g derderdenA «stallen vorgeaangen werden.' Es lauten bereis irr der Berstaatl'chunas rak>e der Institut' Verbandlunge» zwischen 'dem UntnrichtSamte und dem Dundesministermm fijr Finanzen. ' * Abgerviesene Optanten mögen im er'genm Jntereste lm L.iufe dieier Woche zwischen 4 und 6. Ubr nachmittags im ArchiSschutzburea« des Jüdischen Nationalrates. 11., Taborstraße 20a samt ihren Dokument« vo>sprechen. . * Die Briefmarke im Werte tzon 1X6 VW Francs lluS W r e n e r - N e u st a d t wird unS berichtet: W e rin hiestgfS Lokalblatt berichtet, fand ein hiesiger FabrikSarbeiter aut »lten Fam'l,kvbri -frn eine Anzahl der so seltenen ersten Mauritius- Markrn.aus dem Jabre 1317, darunter d e blaue Mauritius, die bloß in sieben Exemplaren, darunter eine im Besitze des Königs »an Enaland. erbnleü fern soll. Bei der letzien Auktion in PariS irsielte die blaue M.rnnlms einen Preis von 116 00f> Francs, die «rlbe 48000 Frankcs. Das Blatt mein», daß der glückliche Fmder. >4er druck« rrn Gewrach angereat. >n seinen alten Briefen Nachschau dielt, durch diese vk'latelstrschen Raritäten'zum ^mehrfachen Aronermlillionär gwordrn sei. «Begräbnisse am hestkAe« Lagei. A l t e r F rieb« 6 t f:' S Uhr 45 Min. ReiS Rudolf, 11 Uhr 1b Min. Kahn Albert, 12 Uhr Pot per Adolf. — Neue r F r i t d b o f: 10 Uhr 80 Min. Dr. Berl Arnold, 10 Ubr >40 Min^ Fcszler Karolme, 11 Uhr Dr. Gartenberg Isaak, 11 Uhr 20 Min. Lanyi Alexander.? Elternabrsd. Die Zionist i sch e Spane»» - r g aui f a t r o n sür die. westlichen /Be irke. vcranstal'et morgen. Donnerstag, gemeinsam . intt dem De-, e « Jüdische Kinder)reunde'e>ttkn E l t e r .« a b e n d. Hefe;ent Heit Dt. Saurl B e e r. Beginn präzise 7 Uhr. Gaste willkommen. » Die ^keckstebrrerbra«b««gett.' Die Zahl samkl'chee bisher an Fstcksieber erkrankten Pr^onrn beti ögi 25. Vom diesen geboren 18 der Artistengrnppe an Drei Fkeckfieberfälle sind avSwLr'iaer Piovenrenr nrd vier betreffen die Wiener Wohnbevölkming. Im Laufe der letzten 24 Ernndrn ist rin «nsiger Fall von auS» Marts/ und -»war von P e r ch t o l d § d o r f hinzugrkvmme«. Don den Erkranktm ist bisher einer gestorben. * Verhaftung einer ehevrattgen österreichischen Massra in Caltäro. Maivr Theodor Karlik des ehemal'gm Sebjchenregimrnts Nr. 37, der sich -ur Abboluna se ner Möbcl nack Cattaro begeben battt. wurde dort vrrbasttt. Es wird ihm zur Last gelegt, daß er anlasl'ch rmrr Ctrklfnng im NuauÜ.1914 ringe Ortschaften kinnfchrrn.30 E nwobner erschießen und Dieb requirieren ließ. Zur Kkarstelluna dieser Angelkgenben werten Zeugen gesucht.. Wer zweckdienliche Angaben beizubrwgen vermag, wolle sie dem Bundesm.inrstkrimn für Heerwettm Abteilung U, Ä'icu.1. Stuben» ring 1, schriftlich oder mündlich ehestens bekanntgeben. e Wetterbericht. In Oesterreich ist es meist beiter, in den Niederungen war es pesteru'früh'/etwa-' neblig. Dre Temperatur stand früh nahe be, 0*, kggs wurde es ziemlich warm. In Wien stieg die Temperatur.bis 1'y'5 *. In Westeuropa und ni den Landern an der Norduno Ostste herrscht vorwlxgmd trübes Wetter. BoravSsäae : Trübung, Wer Niederschläge und Westwinde zunehmender Starke. * Uroma. Heute, Mittwoch, Grdßer Saal: »All Ubr, Karl Lowes Balladenwerk. 17. J/t3 Uhr. Ferdinand Rmviund. 5 Ubr, Kinomatoarammk. 7 Uhr, Johann Stäuß.' — K keiner S a a l: V,2 Uhr. Durch das Tiroler Oberland. */*5 Uhr. Oprrnfragmente, 7l. Margarete. 7 Uhr. Zweiter Trioabend DrahmS-MendelSiohn. — Kur As aal: J/s6 U&», Dr. Heim'ch Keller: Eoraekinder, kl. '/t-8 Uhr, Ing. Mchard Blumm'eld: Kreisläufe m Na >ur und Technik: -- Kt u b f'aa t: S Uhr, Vorlesung Marie Latmayer-Zoderk Der „Naz". 7 Uhr. Liederabend' Elemer von John. — A k ade m i e t h e a t e r: Wanderbühne. '/,3 Nhr, »Das liebe Ich". Wanderbühne, 7 Uhr, »Der Verschwender". __ * Willst btt dich prSchtlg rrnterhalLe«/ dann komme hevie am 2 d. M. (Fe'ertag) >n dre Sovhien-Säle zur expreisivnistckchen Caligari-Redoute des Jüdischen Medizmer- und Trchnikex-- Berband^. Wenige restliche Karten unr gegen Emladung a« der Abendkasse. " Elssavts Herrr«a«zSoe und alle anderen Herrenbeklerdsupsartikel rn. tadellosester Ausfertigung liefert fertig und «ach Maß brllrgst Ludwig S p e r l i u g e r, Wollzerle 3t. * Die Spebitionsfirwa Leo Watts» H-. FerbrnanLS^ ßraße 29, übernimmt zu de» billigsten Dar lfrStzeN.. Transporte, aller Art «ach Rumänien per Dchrff mir Umladung »n Grurgm «nd. Gülatz sowie per' Bahn mittels drrekter' Spezral-Sge nach Cz e<n v w r tz. ' •$>«? erste Weg für Bra«tpaare ist inS N.e n° ö « n e r M ö b e l l» e» m Vlk., K a i»e r ft r a ß e 1 i, nu dort kann man zu Sponprerieri erne moderne uiib gediegen Wot)nrmZöeitzr!Är«rkä HaltrsteRe feer Srrrchimbichir 5 25, ' '■ * •' * Mitteilungen an^dem Publikum. Fanny Spitzmann Ludwig Brodheim Wfea Przemyal Verlobte Wieo, im Jänner W? Anlässlich der Verlobung des Herrn Alactar Schützer mit Fräulein Anna Pollak gratulieren herzlichsi mt Hemuran Selnfeld und Brmrt Möbel «. Innendeköration hi grösster Auswahl. Kur {'cdtegem 619 Erzeugnis!«. J WlRlRiJliMinig.il. 2 (Ecke Karl Selnreigkofergtsse). Montag: den 14. Februar f. B>, 7 Uhr abends im Hotel Post, Wien, 1. Bezirk, Fleischmarkt Einmalige Erstaafführnug des historischen Trauerspieles aus der Revolutionszeit der Zelotenführer Der falsche Messias von Maxim Ritter Malowahy mit den Mitgliedern des „Deutscher, Volkstheaters“ Viktor Kutschern, Franz Kamauf, Elfeid, Steinb5ck. Fräulein Martha Trebitsch» Fran Elfeid und Ritter Malowany. Ein Teil des Reingewinnes fliesst dem „Keren fiajessod“ zu. «oe Restliche Karten nur mehr In der Privafkatiziel, Wien, V., Wiedner Hauptstrasse 106/38 von 2 bis 4 Uhr. RILB.ANTBM, Perian, Oolfl, Silber, Platin «.Uhren kauft uöd TSTkauft . 77« STT.EÜSt Rotentumatr. SS, Haztahilteratr. SS Bekannt seriöser Käufer für BHlSanieBti FeB*l@iw Juwel-Edelsteinhändlep Rabinowltsch Juweiiei* I. Maxlmilianstrasse 5. (heisst jetzt Maltlerstr.), Tel. 8541 II. Stephani68tra8S0 3, Rur Nr.3. im eigenes Hause. Tel. 4514S Preitee 4 Uhr v. Samstag getchiots?«. Hö'rßn Slc auch unsere Preise und Sureaumöbel die grösste Auswahl Leopold Steinhart WJ#a, X., Blborctras!« Sr. 8 S#bMibmBMhinecreparatur«n rasch, billig uai ent ■ i5* Tal. 407S/V1U aW und netz NM lUf n *a lataU «11 HB AI b SS IB., T©bot*straasa 2S Kultusu. Justäztalare 'SJÜS&STSS Spotiali»l«n Rudolf Goldsfefu, Schneidannoisisr, Wien, II., Tabor- Strasse bi. Gsgründot 1868. \ Telephon <56*9. 782 * ..Das neue Europa/' Das Jannerhest der von Dokior Paul Cohn herausgeaebenen internationalen Monatssckiist »Das neue,.Europäer enthält eine Anzah' bedeutsamer Beiträge, von denen Unw.-Pros. Dr. Kart Adlers.Artikel über WeisrngrünS neues Buch. Berta Schölts' »Der Völkerbund und die Genfer Tagung", A dnus „Mensckhe tZLiL'.ist" hrrvorznheben und. DaS intcrcstünte Hest ist durch Karl Konegm, Wie«, l., Opernrmz 8, zu bezrehnr. . BereinsnachrtchteK. Hit» chdut ft. Heute. 6 Uhr abettd«, Vollversammlung der Gruppe Volksdidliotbek Zion mt Lokal. 11., Gisckengaffe SO. Tagesordnung: Dre Pflicht, z u r O r g a n i s a t r v n. Redner: Rosenblum, Feiler und andere. Erscheinen Pflicht. — Inge n d a r n p p e der Zisnistrschen B e z r r k S i e k t i v n B r, g i t t e n a u: H e u t e, V»8 Uhr abends, im Bcreinslokäl. XX.. Karl Meißlstraße 6/1, Bereinsabend. N ferent: cand. med. Woff'-ang Werfel: Die jüdische Jugend , vor der Entscheduns. Gäste willkommen. — Zre » striche Sek.tron Wrede n—M a r - a r e t e n. Donnerstag den 3 d. M. nrözise Nd» abends im Ca « Marxarrlen, V., Hauptstraße 87, Plenarversammlung. LageSsrdnung: 1. Tätigkeitsbericht drS Obmannes. 2.'Eventuelles. 3. Bonrag des Herrn Rudolf K r a rr ß über dessen Eindrücke m Palästina. — Z e i r e i M r 8 r a ch i, 11., Pratcrstrahe 48,11. Die Lesehalle ist taal'ch (außtr Dienstag und Frrnagl von 7 bis '/«io Uhr abendS geöffnet. Jüdische Zeitungen deS I «- u n d. A u S1 a n d e S, auch paläftin'nsiscke. hegen auf. Anmeldungen m.den Talmud- und Aaadakursev werden noch entgegengenommen. — Z r o n rsti sch e I n g e n d v e r e i » t gvng Menorah. W»rn, V!., A,m mer 1 i« g st r a n e IS. Heut e, %h Uhr abend-, KmS des Herrn W e r s l: Einführung r» den . Zionismus. / . Me ErlEhMM. / Der MarktberLcht, I« der G r o ß m a r k t h a k i e' herrschte geller« tote gewöhnlich am Beg nn des MonatS stärkere NaL?fra.:e nach Neifch. daS nur knavp vorrü ig war. D e P'rne bii den onver- ' ändert..Der fs i s ch m a r? t der «me üb?r lrbente K.upsen zu k 166, tote .Ka'p 'u zn ts 1^9 wö k HO,. H'chre zu L l.D b,S Li 1K0, Brachsen zu vi N0. Golvb-.'.rsck.e m ll^isv'pir 1 dz. Dre> Ätach'rage war in der »Mmttuh rm fs>,' lidilvft. r. getmu mi ISSSeWf-’ 9u( bnt ® 1E11» « r i * ■ J1111 « iR i»s«i«« iti anttn Angebotes ein leicht er $t«tSti#g«tt| W Gärtnergemüse eingetreten. ' ' Jl Gehr erfrenlich ist dre von Tag m Tag bester wrrdkASU Beschickung der Märkte mit frische« E r er« «nd die mfslg^ - dessen eintretende Verbilliguny. Auf dem Naschmarkt wsrsL nttueÄL , fr iche Tr« bereits rrm L 18 per Stück zu habe». BRhrre rmd KAM. Schnitzlers „Neigen" auf der Bühne« (Zum ersten Male aufgeführt in de« Kämmerspislrs^ am 1. Februar 1931.) ij Die Jnszensfetzung des „Reigen" ist eins tsmtfk und traurige Angelegenheit. j| Bitterernst — denn sie fördert dis Neaktis« meW als die vergnügten Zuschauer mit de» hsrauStveten^ den gestielten Augäpfeln, dis m ihrer Erregung heifeü lachenden Dämchen mit den unter der Schminke erglühenden Wangen aruh nur ahnen tonnen. Wenn ball ■ die Frucht der „Umwälzung" ist, daß der Kulisferp > zauber zehnfach vsrgeführter Augenblicksbrunst gup. Kulturtat wird, bann (so dürfen die Lauernden fchreie«1 ist diese Freiheit ein Verbrechen und die einstige Gtt- ' bundenheit ein Segen gewesen. Jede Reprise dFs „Reigen" legt dem Rückschritt ein Sternchen tuS Bretk! Aber auch tieftraurig ist dieses BühuenereigniM ‘ weil man einen untadeligen, wahrhaftig in Ehren tS* grauten Autor sich plötzlich untreu werden sieht. Artuv Schnitzler war disnun'geradezu das Sinnbild des voK« nehmen Künstlers, der sich mit peinlichster SorgfaK von aller geschäftstüchtigen Betriebsamkeit, vom mk» . lauteren Reklamewesen, vom LiterabenMngeltüm stMj fernzuhalten wußte. Und auch diejenüken, die seht Werk nicht so Hochschätzen wie wir, mrißten ihn doch zu jener, ach, so winzigen Gruppe Schaffender zähle^ die sich auf d-as Erfreulichste in Weseir und Gehabetz von der schreibenden Gvoßstadthalbwelt unterscheide^!! Und nun geht der hohe Fünfziger, der sich in bo^j Jahren des Kricgswahns in den befohlenen unifor--, mierten Haß der Professoren, Denker und Dichter. nichH zwingen ließ und in schlichter Tapferkeit sich zu den Geistesverwandten Mßlands, Frankwichs und EnglmM! bekannte — nun geht ein Artur Schnitzler hm indtij befriedigt den Sensationshunger dieser fragwürdiger- Gegenwart, mit Bühnenaufführungen einer DialogreihH die er rricht für dis Bühne gefchrisbrn, deren Jnszen»» setzung er durch Jahrzehnte untersagt und Heren Bühne«^. Premiere ex, wie er nun selbst mitteilt, noch im Iäune« 1919 im letzten Augenblick inhibiert hat. J Ganz abgesehen von allem anderen: Wie durfM Schnitzler, der Mann, der Hüter seiner: Schöpfung,, nicht, nur dulden, sondern freventlich fördern, daß sein Werk! dorthin gerat, wohin es' nach seiner durch Jahrzehnte,! geäußerten und betätigten Ueberzieuguug nicht gehört^ Chopinfche Klaviermusik von einem französischem' Orchester fpieleu zir lassen, ist geschmacklos und eirÄ ' , Reihe von Gesprächen, an bene» nichts dramatisch v als jene Gevankenstriche, welche Begattungsakte \ fiemt; vor einem' Thealerparterre' pyn mißbraüchtr« - Schauspielern agieren zu lassen, ist gemein. Airch banuZ' wenn man — mehr listig als dezent für die Minuten der Paarungen das Licht abdreht. Wer weiß'das besser^ als der feine, gsschmackrolle Arturs Schmtzler? Mbey. beraten'war er, vieWcht mürbe gemacht von dräntzettde»^ - Händlern mit „Erfolgskunst", ^er gar von der stköß der Zeit bezwungen. Aber kein Gründ ist hinreichend!! genug, seine Untreue gegen sich selbst zu rechtfertige«!! Das Fähnchen der Unbedingten im Reiche der SunH hat sich um einen verringert. .. 3 Die Ausführung in de» Kamme rspiele« ist eiM Höchstleistung.des Spielleiters. (Dr. Schulba'ur) ini her MitwirTenden. Pflichtgemäß scheiden wir den GögeM stand der Darstellung von der Darstellung selbst MM. müssen sagen, daß sich mit dem Spiel und Zusamme«^ wirken der Künstler und Künstlerinnsn nicht leicht eiNÄ Bühnenleiftung der letzten Jahre vergleichen läßt. We««s' wir Traute Carlsen und Marrette O llh besonders hervorheben, so nur deshalb, weil' diese Damen durM ihr airsgezeichnetes Spie! besonders überrascht Habens - Bon ihnen und den Damen Markus, Hochwald uttt: Keller, sowie den Herren Kam m'auf (bei d«j Generalprobe " S i rrr'a), Weng r a s, I u w a l d, Z k s $ , ler und Lackner wurden die scharfgefchliffeckech '! Pointen, humv vollen Schnitzlerscheu Beobachtungen uufc bitteren, zynischen Randglossen zum menschlichen 'TrßeS-j leben mit' vollendeter' Delikatesse und Verständnis^ ' innigkeit gebracht. Das Publikum spendete reichen Ss#! fall, für den naMenS des Dichters Herr . Direktor!' Bern au dankte. Als sich der Vorhang nach dem ketzM Dialog hob, tanzten' die Akteure mit verschlungener^' Armen, hübsch geordnet, in „Reigen" über die Brettdr. so wie es am Titelbild der Buchausgabe zu sehen Sie spielten weiter. Müssen sich auch dazu Künstlet:' krmmandieren lassen? .! Wir wünschen' es dem guten Rufe Schnitzlers, daß i sein Werk schleunigst von der Rampe zurücktrete un8' m das Buch zurückkehre. Dort wird es «ö<$v £a*fl$r leben. ■ Otto ALel^S'.- Seele jüdische Bsrks»«h«e. Hruie 2 Ubr nachmittags gekantzl in der Fnin» DisDK VolkLdübne, il., Umere Äugartenstivßk S, G s r d m s-Draurs 1 . D e r U rr h e t« n n! e" zur Aufführung. Abends llt& Ute wnö »D r s k l e & 6 f v « u* Schvski.vsn V, Wrkr «j; m&at, ' “ ' " " yt D-0^$B

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