Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 723 (30.1.1921)
- Date
- 1921-01-30
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 ÄZrm, >Svnmüs ei»c Laune, für ein paar bunte Fetzen mehr verwenden. E eine Familie in Jahren' verbrauchen darf. Frauen, die auch nicht mit einem Gedanken daran denken, dem Waisenhilfsverein und damit ihren bedrängten Vchwestern beizustehen: Den jüdischen Schwestern, die Nichts begangen, als das eine unsühnbare Derbrechen: Vom Elend erreicht worben Zu sein. - Klara Mautner. Barmherzigkeit und Seeleufang. ' ^hauS 6er Barmherzigkeit." <8a heißt eilt großes. MKneS, stilles Krankenhaus im achtzehnten Wiener Gemeinde» bezirk. ES verdient diesen Name» tu vielen Belangen^ Unheilbare KranLe leben in ihm ihr trauriges Lebe«, das durch sorgsame Pflege erträglicher gestaltet wird. Guts Und .-Schwestern" breiten ihre Hände liebevoll über die Pfleglinge. Da findet man Männer und Fronen, Knaben und Mädchen. Jünglinge und Greise und auch kleine Kirrer, die de« Todeskeim mit auf die Welt gebracht haben. Wer segnet die Menschen nicht, welche solch ei» Haus gestiftet haben und erhalten, die geduldig« Wärter und Wärterinnen »Mt, die sich der Wartung der ft» unsäglich schwer Heimgesuchten gewidmet haben? Warum aber und wozu wird in diesem »Hans der Barmherzigkeit" Seelenfang betrieben? Warum werden hilflose Sieche durch leisen, leisen, aber dauernden Zuspruch gequält, dessen sie sich nicht erwehren können uitf> dem sie schließlich erliegen müssen? k Anter den Stiftern, Gründern und Wohltäters des Danses sind Juden. Ganz iratürlich. Wo fehlten Juden 6ei Werken der Barmherzigkeit und Milde? Auch jüdisches Veld fließt dem notleidenden Hause zu. , Ist es ln Ordnung, baß jüdische Kranke leiblich gepfleift und seelisch gepeinigt toerden? Schon einige Male sind Klagen darüber zu Ohr«r beS 'Schreibers dieser Zeilen gedrungen und er hat sich per- Ibnlich von deren Berechtigung überzeugt. Nicht, um dem Hause zu schade», sondern um es von diesem UeSÄ zu peinigen, übergibt er ste der Oeffentlichkir. Umsomehr deshalb, - wer! das ',>Hans der Barmherzigikit" durch Erzählung trüb Ueberlleferung wissen muß, daß eben dieser Schreiber Ave Jahren mit Ernst und Nachdruck bei dem inzwischen verstorbenen Weihbischos Schneider gegen diese Be- Dchrungssucht Protest erhoben hat, die allerdings selbst vor ßen Pforten des jüdischen KrankenhaulLs nicht Halt macht, ßvöe man erzählt. Was ist bas doch für eine Religion der Diebe, die °-» nnfamt zur Liebe Zwingt und geknickte Seelen ltl ' _____ Dr. D. F. / ie jüdische« Emigranten Ar Antwerpen Deur ZerrLr-'alvrgan des Verbandes der Ostjuden Deutschland, „Der Ostjud.c", iniro von seinem Ant-° dverpener LkorrespsudenLeu berichtet: s Seit einigen Monaen, da Dun.'.ig nicht mehr das ^Paradies"' für den' jübfichen Smigranttni" rst^ geht Vst der ganze Emigre-tiruisstrom aus Osteuropa über Antwerpen. Denn Antwerpen als großer Hasen, -wo KtLndig bvuttz Schiffsverbindung mU beu Bereinigten Vtaaren, Kanada und Brasilien vorhanden ist. ist für den jüdischen Emigranten der beste direkte W-?g> Und str wartet lieber einige Tage in Antwerpen auf ein Vchiff als im goldenen Danzig. J Jede Woche kommen und fahren durch Antwerpen Mva zwei-bis dreita uscnd jüd sche Emigranten. Dadurch hat der schon seit Jahrzehnten' bestehende Ätnswanderungsverein „Esra", an dessen Spitze angcßehene jüdische Persönlichkeiten stehen, große Arbeit, dem-.' fast 90 Prozent aller Emigranten wenden sich Kei,i^er Durchreise ober ihrem Ause.-.thalt in Aut- Derpeü an den „Esra". Dieser hat verschiedene Ab-' Milungen für Emrgrantenhrlfe, so die Abteilung für sdie Besorgung von Bisen, für juristischen Ratschlag, für id'c Aufsuchung von Verwandten in Amerika, für die Besorgung van Schiffstartw. für Schutz vor Schwindel, pgenten, für -medtzinische Hilfe «sw- „Est'2" genießt )hei der belgischen Regierung und bei den SchLsfahrt-^ ^esellschafren volles Vertrauen und kann daher vielfach Ken Auswanderern wirkungsvolle Nnterstühung leihen. Die finanzielle« Mittel erhält die (Hefi'llschafL von d>:r Zentralen WvhüätigkL-'tksielle in Auüvcrpen und von per „Jca" in Paris, mit welcher sie in naher Verbindung 'Geht, die sich auch aus gemeinsame Berarungerr in Dmigrathr.sfragen erstreck!. U Alle diese HilfeLeii'tunßen der Grsie'llschaft sinh »iati.it.» nur möglich für solche Emigranten, welche bei ihrer Ankunft in Antwerpen bereits ihre Papiere in Ordnung Haben und nur der Erledigung kleiner Formalitäten Schürfen vdrr Besorgung der Ech-ssskarLen Ksnsnloi. in Antwerpen solchen Ernigrauten bas Visum. HegeLeu, welche es in ihren Heimatländern nicht erhalten Laben. Seit einigen Wochen aber werden amerikanische Aisa den Personen, welche auS Polen. Litauen, der Akraine usw. kommen, nicht mehr erteilt, weil auS Washington angeordnet wurde, daß die Emigranten sich das Visum in ihren Ursprungs l ä n d t x lt hesorg-ö-u müssen. mwatnttmm &>. Jänner 1021 Nr. 723 .. --..> .». ... - -— . Peinlich genaue Befolgungen aller Vorschriften für die Emigranten ist unbedingt notwendig, da die Emigranten sonst Gefahr laufen, zurückgeschickt zu werden. So wurden kürzlich ungefähr ztveihundert junge Legte, welche nach Kanada ausgewandert waren,, von dort Zurückgeschickt, weilihnen zu dem für die Landung geforderten Betrag von '50 Dollar per Person einiges fehlte. Die kanadische Regierung hat überdies verordnet, daß vom bei der Landung angeben muß. zu kunft finden wird usw.. L Jänner 1921 jeder Einwanderer 250 Dollar vorweisen und genau wem er fährt, bei wem er Untzer- Da in Antwerpen Wohnungsnot herrscht, fallen solche Zurückgewiesene, die nach Antwerpen zurückkommen, den jüdischen Hilfsgesellschaften zur Last. Seit einigen Wochen werden in Antwerpen alle Personen beim Besteigen des Schiffes kontrolliert, ob ihre Papiere in Ordnung sind. Wenn dies nicht der Fall ist, wich ihnen nicht erlaubt, abzureisen. sanitäre Verfügungen usw. Dar Amtsblatt wird vorläufig > alle vierzehn Taste einmal ’ erscheinen. ® Amtlicher Wetterbericht. Die nördlichen AlpenlänÄer batten meist trübes Wetter mit Niederschlagen am Morgen. Das übrige Oesterreich etwas besseres Wetter. Der Westwind im Donauta! hat nachgelassen. Die Temperaturen stehen wieder abnorm hoch. Wien hatte morgens Plus 8 Grad, mittags Mus 6 Grad. Die südlichen Alprnländer hatten leichten Morgenfrost. Voraussage: Meist trübe, mild, KU Niederschlagen geneigt. t * Wtie Beamtenk>?se in der Oesterreichischunga« rifchon Dank beigelegt. Wie die Korrespondenz Herzog erfäbrt. ba'te sich in der letzen Zeit in der Oeilerreiisnsch-nngirisch«'« Dmk eine bedrohliche S'tnaston ergeben/ da baß Nottmnsiitut die Gültigkeit d s von den Beamten der Privatdmlen mi' dielen Fnst'lulen abgescklostenen Kollestivvertrageß für die Beamttn d^r Oesierrelchisch vnaanschen Ban" nicht anerkennen wollte, während es den aui die Arbeiter beMl'chrn Kolleltiv« , vertrag ohnewesterß anerkannte. Es bestand, die G-^abr, daü der Beiri'b des Rotminst'tnts labmoel^gt wurde. <DaS.Malheur wäre allerd'ngs schrecklich gewesen! D a Rrdü finter Vorsitz deZ Gonvmreurs Dr. S v i d m ü l l e r Landen gestern abends Berbandlvngen.statt, die r« letzte«: Moment zu einer Beileaunz der Krise führten. i Aus PalMua. Eine ürnbifche Akademie in Jevusale m. Im. Anschluß an einen Bortrag. den'der jüdische Gelehrte Professor Jahuda auf Einladung des Bürgermeisters von Jerusalem dort in arabischer Sprache Über die arabische Kultur in Spanien vor einer arabischen 'Zuhörerschaft Hielt,' teilte Oberkommissär Sir Herbert Samuel mit, daß die Errichtung einer arabischen Madenrie in Jerusalem beschlossen wird. Drahtseilbahn auf dem Karmel. Dis Verbindung Haifas mit der Karmel-Hochebene durch eine Drahtseilbahn würde die Bebauung dieser Hochebene ermöglichen. Ern Bericht über dieses Thema ist von Professor Geddes überreicht worden und Dr. Ruppin hat einen endgültigen Plan ausgearbeijet. Wie verlautet, soll sich der Oberkommifsär für dieses Projekt mteieessieren. ■ ' Die ersten Institute der LniversitaL Je r u s a le m. Die ersten Institute der Universität Jerufalenr sollen im Herbst des Jahres 1922, eröffnet werben. Es handelt sich zunäW um Forschungsinstitute für Physik. Chemie und Mrkrobiiologie, ferner um ein Institut fsir. ho brLische SprachwLss.enschaft und um eine MLeilung für jüd ische Wissenschäften im weiteren Sinne'. Die weiters Errichtung, von Forschungsinstituten und der. Ausbau.zu Lehrinst i tuten soll in der Folgezeit nach und. nach erfolgen. Die Eröffnung des Technikums in Haifa ist für den Herbst.1921 ins. Auge gefaßt. , ■ ' W a n d e t u n te r r i ch t b e i d e n p al-a st i n en- ' fi sch e n Be d u in an. Der.' palästinensisch^.' Staatßrat (Advisory Council), der zu seiner dritten Sitzung 'zusammentrat. stimmte dem Vorschlag der Regierung zu, Reise lehrer nach dem Qstjo.danland zu entsenden zum Zwecke des Unterrichtes der. Kinder der dort lebenden Bebninenstämme. * Cme Liga bet getaufte« Jude«. „jRatotie Times" ist zu entnehmen^ datz es in Lorü»ott eine Liga der getauften Juden gibt. Sie fchentt die Absicht zu haben, sich zu^ einer Art Weltorganisation auSzutauen. In einer ihrer letzten Versommlungerr wurde' beschloffen» eine Pilgerreise g u m Papst zu unternehmen und ihm daZ - „golbette. Buch", welches d!s Namen aller gerauften Juden auf der-gangen Welt enthält, gn überreichen. Dir Liga beabsichtigt angeblich auch, m Jerusalem eine Kirche su erbauen. Für diese hat ein kürAtrch verstorbener Tüuflrng einen kostlarerr alten Becher gespendet. — CÄ handelt sich hier wahrscheinttch um ein Missionsstückchen. Ergötzlich ist dabei nur der Wunsch nach Organisation, der ausdrückt, daß die getauften Juten eben eine Klaff? für sich bilden. Mit dem Namcnsverzeichnrö im goldenen Mitgliedsbuch dürfte es übrigens eine .Schwierigkeiten.haben. Erliche Mitglieder dürften mehrmals dorkommeir, etwa so: Sieghardi siehe Singer. Dergs o h n siche S o n n e n b e r g, R o st o c k i siehe Rose a (1 o ck, <2 51 c t e u 1} i siehe Stern usw. mit Grazie« °* Ge«pLb»kfi« E?tctttigän Ta««. AktevFri t Tt o i '• 0 Ndr Weiümüu« Bsrvxra. ,9 Uhr ^6 Mm. sieipcn Ci,arlottr, 10 Ubr Sl> Min.!>aoS Gabriel, N Nbr (Ärtinwald Bcrta, ll Ubr 15 Min. Ürr^'b Salomsn. 12 Uhr Kaufmann Hl'Irda. — N e n r r $ Y t e h o f: U Uhr Tmger?fnrda. 9 Uhr stb Mm. Vttsi>r-r Beck.!) Uhr 40 M>n. Dtronß Eleonore, 10 Ub:. Schwab Koithünrü. lö Uhr 20 Mi". Gvitzrr AlviS 10 Uhr 40 Min. Hvrn Ä-nm.niu, "<! Uür tzcag.'!hera D'bora 11 Uk,r 20 Mm. Ntblrr Erni!!.-. \l lUic 4 > Min. Färber Etrl.. * Sitzungen i« Ralhavse. Der 'Ztadtscnat HBt am Freitag um 10 itiijr vormtttaqtz eine Sitzung db. In der laufenden Woche wird keine Sitzurrg des GemÄnderaies obgehälten, Dsd Amtsblatt ocr RLffieruug vsn Palaftiaa. Wie uns aus Jerusalem berichtet wird» ist dort am 1. Jöuncr die erste Rümmer des Amtsblattes der Palastina-Negwnrng in drei Sprachen, und zwar Hebräisch, Englisch und Arabisch erschirnerl. ES enthält sämtliche in der letzten Zeit kerewSgegebenen VeroiLnungett, ' ArbeitLruLschreibungen, * Schuhe ffit Kriegetnmisen Krieaerwiiwen der OrlSarvpve II/3 des LandeSoerdandes Wien der Knegsinvasidyi und KrüMinterbliebsnen Oesterreichs mögen sick» längstens bis Mvntaa den 81. d- M. von 4 lnS 7 Uhr nachmittagwegen Beterlnvg ihrer Kinder mst Schuhen, ll-, Im Werd 19, melden. Das Fürloraedlatt, der Meldezettel und das neue.Mitgliedsbuch , stnd mst'N^rwa'n/ . » Tsm Großvater geschändet. AuS Liegen wird berichtet: Der Bind.ermeister Karl Polter.auer in Borderstoder hat sich an seinem 13jährigen Enkellinde strafbare mrsittliche Harrdlungen zuschulden kommen kästen. DaS vom Go-' memdearzt/ untersuchte Mädchen, gestand, batz eS. bereüS ich August von dem Großvater, bei/öem eS' wohnte, qefchändet worden war. Poltercmec wurde dem Strafgericht emgv». liefert. ,/ .... ,* Die iccMCtt BetschlertzpreSse sLt Salz. . Das Bundesgesetzblatt vom 30. d. M. verlautbar! die Verordnung deS Bm'deSministeriunis strr Finanzen «der die Abänderung dev ftaatl chen Salzverschleisivrestr und der bei der Einfuhr von Salz sn entrichtenden Monopolabgabk: Danach, betragen vom 1. Februar 1921 angewnpen die Verschleivvreise:' Für IM icg unverpackt: - Larus'alz K 9000, TMsaft K. 1700, geformtes Sirdlak und Mahlfaft K injo, loses Sudsalz (Blocksalch Bergnnd Mannkern ll 1000' loses Biehsglc ll 50<>, Birhsalz'Leckste'nr ll 550;. Fabriksalzil. Sorte ll 500. Fabrifialr II. Corte ll 200, denaturiert« S alzsud-Betrlebsabsäll« (gemahlen) ll 3G. Der Preis der Sole (Mntterläuge'i beträgt für 1 dl (unverpackt) frei ve»käuflich ll 820, für beKrdlich konzessionierte Badeanstalten ■ K 8, für Hausbäder ll 12. Die nebst dem Zoll zu entrichtende Mouovolabaabe wud aw das Änsmaß der neue», für Speisrsalz . festgesetzte» Taristrrelse erhöht. . j ,; * Falsche Baabaotea. Mit Mäsichl aus.. die zaMeich / kursierenden falsche« Dinar-, Lei", dcnlschen.und polnischen Mar^ Voten,'falschen tlchechstcheu Krvnen'und Dollars wird'dem Publikum emdringllchst emgescharft, bei der Annahme fremdet Noten die /geböte«« Vorsicht walten zu lasicq und Banknoten fremder Siaaten nur dann. anMrhmrn,. wenn die Echtheit irgendwio geprüft'ist. >-i ' A . Elektrische Strahettbereuchtuug. Der ^u8schutz..Av' .die städtisch;» Umernedmungen hat einen Betrag von ll 200.000 >ür dsr' probeweise Beleuchtnnü . rüchrerer Straßenzüge - mit elütnschem Licht bewilligt. ' ' \ j ' : * Der Straßeribahnsnhrpreis «m 2. Februar.. Mittwoch den 2. Februar (Feiertag g'tt aus den städtlsche« Sttatzendahne»/ der Werktagstarst. Es haben daher die Früh-: »te auch t>ie Hin' und Röcksahrlcheins Gültigkeit. Bchmuckdlebstahl. Der Privaten Margarete Ster» wurden, gestern aus ihrer Wohnung, 9. Bez., Rechte Bahy" gaste 4, JüwÄen inr Werts von 150.000 Kronen gestohlen; darunter - eine BmLantt>roschs mit erbsengroßer Per!« und ' drei Brillanttropfen, > eine kreisförmige Brosche mit' einen» von Brillanten umgebenen Saphir, «ine sechsrechrge Pevlen-, schnür mit.' gelblichen Perlen üsw.? , (kinbrecherpech. Bei der Firnra Krieger, Technisches Bureau,'GmutzLndorferstratze 55».. wurde gestern ein Einbruch verübt.'Die Täter babän drei eiserne Kasten, teils von . hniten, teils von vorne, aufgesprengt, aber nichts gefunden. ®, Fleckfiebererkravkungen m Wie«, Zu den bisher gs-. meldeten - FleckfieLerfällen . sind nvck; gehn weitere Hinzuge-: . Lmirm-sn. Sie betreffen alle -Mtglieder einer Artiftengruppe, die bereits 'in der Absonderungöanstalt der Gemeinde Wien untergebracht ist. Zu bissen Fällen kommen noch zwei weiters Erkränkrrngen. ES find alle Vorsichtsmaßregeln zur Be» lampfung der Seuche und zur Verhinderung einer weiteren Ansbremmg getroffen, wachen. ., .! Nachschau in «Stundenhotels. Gesteru wachtö/habett .Organe des polizeilichen SiiienamteS inden Stundenhotels , beä 2. Bezirkes eine Älachschau.vorgenomtnen und 16 Mädchen angcha-lten. von denen zehn als gefchlechtskrank dem Mech» lircger Frauenspital übergeben werden mußten. ' ' $ Papierdiebstithle in der- SiaatSbrnckecei. Krivrinäl* beamto haben am 26. d. M. den in der StaatSdruckerri an« gestellten. 42jährigen Schriftsetzer Franz'R.. FriedmarrngasseS wohrchaft, beobachtet, wie er nach dem Verlassen des BrtrieöSortes dem 40jährigen Leopold G.. 3.. Bezirk. Ungarg-rsse 62 wohnhaft ein unter dem Rock verstecktes Paket übergab, da'S G. in-crne Putzerei in der Nähe brachte.- Dorr hatte sich schon der ebenfalls in der StaatSdrückerer 'beschäftigte 42iährigv Buchdrucker Franz R., Hasnerstraße 74 wohnhaft, er gs° - funden. Alle drei wurden verhaftet. Sie gestanden, daß Franz R. fiii Juli vorigen Jahres bis, zum Tage der Verhaftung täglich mittags und abends ein Paket Papr.« auS der .StaatSdrückerer entwendet hat/' wobei ihm G. Und R. -beim tzinausschmuggeln geholfen haben.. Seit dem Herbst vongen- Fähres hinterlegten sie die. tägliche Beute ut der Putzerei, deren Geschäftsführerin, die 29jährige Wilhelm!«-B., Neumähergaste 23 wohnhaft, im Einverständnis war. Die Staatsdruckorer beziffert nach den Geständnissen der Täter ihren, Schaden mit - etwa 80.000 Kronen.