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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-30 · Heft 723 (30.1.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 723 (30.1.1921)
Date
1921-01-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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9K 728 Men. Sonntag Wiener Msr^sttzeKrtkg 30. Jänner 1921 Scherz, erschrak aber.zu Tode, als er den Revolver Lndcken hörte und der Schuß, der ihm nach dein Herzen gezielt war, losging. Zum Glück hatte er in der linke» Tasche des alten Hausrockes ein Spiel Bakkaraf kqrten. Das Kartenspiel war sein« Rettung. Die Kugel prallte an dem Spiel ab und konnte es nicht durchschlagen. Friedmann muß erstaunt gewesen sein, daß der so sicher gezielte.und so nahe ahgefruerte Schuß doch fehlging. Er sah Sieber infolge das Schlages des Schusses taumeln, zielt« noch einmal nach ihm, drückt« Los, traf ihn aber infolge der Bewegung nicht, an Brust oder Kopf, sondern nur leicht im Gesicht. Die Küget hat Sieber nur gestreift und Hanz wicht verhetzt. Dann setzte Friedmanu die Waffe an sein rechtes Auge an und drückte los. Wieder krachte ein Schuß und zu Tode getroffen, stürzte Friedmann zusammen. Da per,ließen auch Sieber, der schön beim zweiten Schuß gestürzt war und vielleicht von. Friedmann auch für tot gehaltsn worden ist, die Kräfte und er versank in Ohnmacht. Was Friedmann zu-der Lat veranlaßt hat, kann sich Sieber, der sehr schweigsam ist, seiner Angabe nach, nicht enträtseln. Am Hause fand sich 'Line polizeiliche Kommission des Kommissariats Landstraße eip. _ ®itt großer Lohnkampf im Wiener Handelsgemerbe. Freitag fand in der Bolkshalle eine von tausenden HaudelshitsSarbettern besuchte Versammlung statt, die einen äußerst erregten Verlauf nahm. Die Arbeiter waren betriebsweiie i« geschlossenen Züge» unter DyrantragurU von Auf- .schriftentafeln zur BvlkShalle marschiert, welche aber die große Menge nicht aufzunehmen vermochte. Hunderte von Arbeiter^ Äähmen unter den Arkaden des Rathauses und dem RathMlSPlatz Msstellung. Auf. den Tafeln waren Inschriften zu Lese» wie? .Weg mit den Hungertöhnen!" „In Mn? zahlt MM heute noch Wochenlöhne von 1Y0 bis 360 Aronen,!" ^Heraus mit dem Kollektivvertragt" Gehilferrobmann Monges botonlo, haß eS bisher nur gelungen sei, für die HandelshilfSarbeiter der Eisen-, Leder-, Papier- und Drogenbranche, für die Speditionsarbeiter und für die HandelshLfSarheiter der großen Waren- und HandlnugsHäuser halbwegS menschenwürdige Löhne vertraglich festzulegen. Alle übrigen im Handel beschäftigten Hilfsarbeiter entbehren bis heute eines Lohuvertrages. Diese müssen sich mit Wochenlöhnen von 120 bis 250 Kronen zuftiedenssben. Am 41. Jänner d. I. laufen die Kolbettivverträge mit den -vorerwähnten einzelnen Branche^ ab; die Forderung gehe mm dahin, keine einzelnen» Branchenverträge mehr abzufchließen, forchern einen einzigen, einheitlichen Kvllektivvertrag zustande zu bringen, welcher die gesamte HandelAhilsSarbsiterschast, die in Wien ungefähr 25.0W Koppe Ahlt, erfaßt. . . e- --.- - Nationalrat Forstner erklärte, baß mau zur Unterstützung in diesem Kampfe die gesamte Arbeiterschaft jener Industrien, Gewerbe und staatlichen Betriebe heranziehen werde, die irgendwie mit dem Handelsgewerbe in Berührung kommen. Redner wendete sich sodann gegen» die geplante Brotauflage und betonte, daß diese gar nicht Notwendig sei, wenn die Regierung gegenüber den, Agrariern mehr Mut und Entschlossenheit aufbringen würde. Der Sekretär des HilfsarbeiterauIschuffeS beantragte eine Resolution, in der betont wird, daß den Forderungen erpspwcherr werden müsse und der Lohnkanrps unter Heranziehung der industriellen und gewerblichen Arbeiterschaft bis auf daS Aeußerste geführt werden müsse, um »in siegreiches Oyde z» «zielen. _ Die Bedeutung des jüdischem Sports. Die Jahresversammlung der Hakoah. Bor längerer Zeit erschien in den „Wiener Stimnr«n" ein karikaturistisches Bild, Juden darstellend, die sich auf die Taufe durch Ueberwindung ihrer Wasserscheu vorbereiten, indem sie zunächst einen Finger vorsichtig m ein GlaS Wasser tauchen. Zufällig wurde tags darauf das Wettschwimmen „Ouet durch Wien" ausgetragen und als Sieger stieg aus dem Donaukanal ein gewisser Ko hn. Das war nun eine ganz andere Illustration der jüdischen Wasserscheu" und es wäre nur zu wünschen, daß olle antisemitischen Verleumdungen unseres Volkes ebenso rasch und sinnfällig ad absurdum geführt würden wie die damalige Karikatur in den Wiener Stimmen". Vielleicht werden einige auf die Wertlosigkeit der Widerlegung antisemitischer Verleumdungen Hinweisen, lveil unsere Gegner von di. sen leben Und daher auch gegen besseres Wissen an ihnen sesbhaltvn. Auch habe der Zionismus die jüdische Politik bis zu einem gewissen Grad von Wohlwollen und Mißgunst der anderen emanzipiert. Das ist richtig, wir dürfen aber nicht außeracht lassen, daß die Karikatur nur die Variante eines Witzes ist. dessen Pointe den unverkennbaren Stempel jüdischer Solbstpcrsiflage trägt und somit ein trauriges Charakteristikum jener im Ghetto erworbenen Selbstverachtung ist, die wir erst überwinden müssen, um die. Ächtung der anderen zu erwerben. Solange wette Kreise des Galuthjudentums die Ueberzeugung von der eigenen Inferiorität so fest verankert im Bewußtsein und Unwrbenmßrsein tragen, daß sie im literarischen Schaffen — und dazu muß man den Bolkswitz unbedingt zählen — immer wieder ihre scharfgeschliffene Fornmlierung findet, ist die Regenerierung unseres nationalen Empfindens mehr als f prob lern aÄsch. Und nun denke man s ich das . tiefe,, j seelische -MMnis/für Hunderte Erbrochener Juden,. als ', sie ganz unvermutet am'Ufer des Donaükäiiats,' in ahnungsloser Neugierde, von dev Menschenansammlung angelockt, plötzlich das unerwartet? Schauspiel gsn.-'ssen, jung- Juden in sieghaftem Wettbewerb mit der physischen' Kraft der'anderen das Wasser durch schneiden Zu sehen!'. In wieviele» jüdischen Seelen mag damals die Ahnung einer stolzeren Zukunft eines ungebeugten Israel'auf- ', gedämmert sein und die Erkenntnis, daß das Volk der, Makkabäer mach andere Traditionen zu Pflegen' habe als sein Schrifttum! Das; es nicht nur gilt, die geistigen, sondern auch dis körperlichen Kickste zu regen, uw den Weg ins F'eie zu' erschließen, jä'daß ses überhaupt noch einen solchen Mg gibt!! Ich wage die Behauptung, daß alle, in deren Seele der Anblick des jungen, kämpf-' frohen Muskekiudentmns. die Hoffnüntz auf.eiweMeublüte des jüdischen Volkes geweckt hat? sich selber noch ganz unbewußt als besse"« Zionisten ^erach Hause gegangen find, als manche Nachläufer, die ans irgendeinem bloß äuße'^u Grunde einsyr. jüdischnaLionalen Verein bsitreten. iW damit ist ^wohl am besten die Frage beantwortet, inwiefern ein jüdischer Sportklub für den Wiederaufbau- Alt-Neulands etwas beitragen t könne, ob Schwimmen, Fußballspielen, Bo-een, Ringen und dergleichen mehr als „nationale" Leistungen zu werten seien. Die Triumphe der Hakavh auf allen Sportgeöieten einzeln auf'mahlen, liegt mcht in der Tendenz dieses Artikels, der den moralischen Wert jüdischer Sportbetätigung darlegen will. Ganz im Sinne ihrer moralischen Crziehungspflichl liegt' auch das Bestreben der Hakoah, alles, was sich an jüdischen Muskelkräften irgendwo bedeutsam regt, unter ihrem Banner, dem, blau-weißen des national &?* wußten Judentums, zu lammeln. Der früher erwähnte Gewinner des „§)uer durch Wien"-Schwichmens war kein Hakoahner, trug neutrale Farben zum Siege, Zünr Glück hatte er wenigstens einen pvononeiert jüdischen Namen, sonst wäre der Ruhm seiner sportlichen ,Höchstleistung dem jüdischen Volks samt dem moralischen Effekte verlovengegangen und die Galuth-Juden am Donauufer hätten bloß ein interessantes Schauspiel, aber kein seelisches Erlebnis gehabt. Die Hakoah erfüllt also nur eine wohlverstandene Pflicht, tvenn sie Fick)/*' vor allem als Repräsentativ klub des jüdischest Sports aufwirft. Eine Vereinigung, die dem Muskeljudentum Achtung nach außen und vor allem Geltung im Innern erkämpfen, die durch Taten die Seelen des Ghetto-Judentums aus den Barchen einer schmachvollen Vergangenheit lösen will, kann nur durch H ö ch stle istungen wirken. Fühle» sich auch Minderbegabte zu deren Nachahmung angeeifert, daü» mögen sie — ' wie es ohnehin geschieht^ i-^Maene Vereine gründen, in denen sich jeder nach seinen Kräften sportlich ausleben kann. ' Der Hakoah kommt im Rahnwn des Judentums dieselbe Rolle zu, die im alten Griechenland die Olympia-Sieger innehatten. Die ungeheure Bedeutung, die das durchgeistigte Volk der .Hellenen körperspvrtlichen Rekordleistungen beilegte, sollte auch für uns Juden ein Fingerzeig sein, solche nicht gering zu achten. . ... Dr. H. SP. WitweMleRd. Immer ist das LoS der Familie, der der Vater und Ernährer frühzeitig entrissen wurde, hart und schwer zu tragen gewesen. Es war für die jüdische Witwe in vielen Fällen noch um einen Grad bitterer und verzweifelter, weil die Art des jüdischen FamilisnWens es mit sich bringt, daß die wirischaftliche Existenz ausschließlich auf der Arbeit des Mannes beruht, und weil die jüdischen Frauen noch ein bißchen mehr daran gewöhnt sind als die andren, nicht zu fragen, woher das Geld kommt, das sie verbrauchen. So war schon vor dem Kriege das Schicksal der jüdischen Witwen und Waisen besonders traurig. Jetzt aber hat sich durch die wahnsinnige Teuerung in vielen Fällen ein Elend entwickelt, von dem man sich kaum eine Vorstellung macht. Wohl gibt es in Wien einen jüdischen Waisenhilfsverein, der sein Möglichstes tut, den Bedrängten beizustehen. Aber was ist „daS Möglichste" für eins« privaten Verein/der nicht vom Interesse und der Teilnahme der Allgemeinheit geiragen und gestützt wird, der nicht in der Lage ist, wirkliche Fürsorge zu üben, sondern sich mit Flickwerk begnügen muß! Der Verein gibt Beträge, die in der heutigen Zeit wie ein Hohn anmuten und die man nur deshalb an führen darf, weil — er dabei im letzten Jahr ein Defizit von 900 0Y0 Kronen gehabt hat. Ein Defizit, das zwar den Verein entschuwrgt, aber jene, die helfen könnten, doppelt belastet. Sie gehen achtlos vorüber an dem Witwenelend, an dem Waisenjammer, sie hören nicht und sehen nicht, wie Kinder, kleine, unschuldige jüdische Kinder verkommen, und wenn ihnen einmal ein besonders schlimmer Fall zu Ohren kommt, dann sagen sie leich'fertig: Ach. es wird nicht so arg sein. ES ist aber arg. .so arg, daß man oft nicht begreift, wie die Unglücklichen das Lrben überhaupt zu ertragen vermögen, so arg, daß man oft nicht versteht, weshalb sie nicht schon lange verhungert sind. Vielleicht würden auch die Oberflächlichsten stutzig werden, wenn sie das Quartier der Witwe S. sehen könnten. Es besteht aus Zimmer und Küche, irgendwo in einem Proletarierviertel, wv Juden-? mch Christen^ elend einträglich nebeneinander Haust. In der Küche liegt!, m einer Ecke ein wenig schmutziges ' dos. ,WtA„ für einen zwanzigjährigen Sohn, auf dem Fensterbretk stehen zwei gesprungene Gläser, ebensoviel Kasfeeschalen' und eine verbeulte Kassevole. Das Zimmer ist wesentlich!, „kompletter" möbliert. Es enthält ein Bettgestell mit einem zerfetzten Stvohsack, ein Tisch und zwei invalider Sessel. In der Ecke ein Besen und ein paar Lumpen. . Das ist alles. Bon Wäsche, Kleidern, Hausgerät ist nichts ' zu sehen. Was die Familie an Kleidung besitztträgö sie auf dem Leibe, permmlich Tag und Nacht- . Diik'i halberwachsenen Kinder der' Frau, vier an der Zahlet haben alle Künstlerberufe erwählt, sind Schauspieler^ angehende Kinostars, Waler und sind alle arbeitsloses. Sie können der WMter nicht einen Heller von ihWMtz seltenen Gelegenheitsverdienst abgeben und die muß sich?- -- eine kränkliche, gänzlich qrbeitSungöwohnte Frau mit ihrem zwölfjährigen Jüngsten allein durchbringenK so gut oder schlecht cH Mt-, M . geht.natürlich herzliGL schlecht und darum hat sich' der Waisenverein zu Mevft besonderen Leistung aufgeschwungen. Er gewährt devl Witwe einen Erziehuirgsheitrag von $00 Kronen, nW Jahr> n'cht im Monat. . . ynd vielleicht würden die LeichtLeruhigterr d>oH.,- auch finden, daß eS Elend gibt, wenn sie die Witwen des Buchbmdergehilfen besuchen könnten, die mit sechs! . Kindern, alle unter vierzehn Jahren, mittellos und alleürä in her ZAelt zurückgeblieben ist. Man wollte die Größeren' in Waisenhäusern unterbringen, aber es war unmöglich^ Denn die Kinder haben, mit Ausnahme eines elfjährigen^ J'UUgen, alle ihren redlichen und ungeschmälerten AnteiL^ vom v äterlichen ErLr^ erhalten: sie sind tuberkulös undj. rhachitisch, Das sechsjährige Regincheu kann noch nichä 'geDr^stM.' W.etz in seiner Ecks und sieht mit seines.> dunklen, großen Augen so ernst und anklagend drem,> . üvia nur kranke Kinder dreiuseheu können. Der einzige-- Gesunde in der Kinderschar ist dafür geistig zurüS^ geblieben und kommt mit elf Jahren nur mühsam U 7 der zweiten Klasse weiter. Zu allem Ueberfluß ist Familie nach Ungarn zuständig. Dis Frau, die in Jahren ihrer Ehe immer entweder ein Kind erwartstSH oder ein kleines aufzuziehen hatte, hat nicht di« ZestiZ gefunden, sich für irgendeinen Beruf: .auszu-!^ bilden. Wenn zufällig keines ihrer Kinder. Pank ist urüXH sie bringend GeL braucht, so geht sie mitunter ' böde» reiben oder Wäsche waschen. Sonst lebt sie Bettel — kann ihr das jemand verübeln? j Eine andere EinnahmsquallL hat die kungenkvanstSZ Arau mit ihren drei KiMrn gefunden: sie.ihmnstert.ss^ Unter: Lebensgefahr schmuggelt sie einen Korb müy Eiern oder eine Flasche Milch über die ungarischsti Grenze. Erwischt man sie, so. wird man sich's.stewiU^. nicht lange überlegen, ihr ein paar Schüsse Iachzu^ { senden. Mer auch, wenn sie dem Schicksal chrtgeht^ wird es mit ihr nicht mehr lange dauern. Sie^ ist^ schon einmal auf offener Landstraße buchstäblich sammengebrochen und sie sieht wie der Schatten eines^ Menschen auS. Aber die vornehmen Damen, die ihvZ ihre Waren abkaufen — jüdische Frauen auch fie die finden nur, daß die Preise der Witwe „unverschämt'^^ ganz unverschämt sind» Daß hier eine Mutter ikWß zu Tode quält und sorgt, das sehen sie nicht. - , j Ein« blinde Witwe, deren Mann gleichfalls^ Mnw> gewesen,^ hat für sechs Kinder zwischen^ fünf- Und Wf^ zehn Jahren zu sorgen. Muß man mehr sagen? Familie lebt vom Ertrag der- Bürstenbinderei, mit sich di« Frau befaßt, und von Unterstützungen. >- Sie^f „lebt — es ist vielleicht zu viel ^gesagt. - , Auch Kriegswitwen und -Waisen sind unter hen^ Schützlingen des Waisenvereins. Da ist die ältlicheHHMß: näherin, die einen viel jüngeren Mann, einchc zierergehilfen, geheiratet hat. Der Familienvater ° den Flecktyphus vom Felde heimgebracht und ist ein paar Monate nach dem Krieg erlegen. Die MtM^ blieb mit fünf kleinen Kindetn zuiüch. .WichmWH^^ abgestuft wie die Orgelpfeifen. Das Jüngste ist süp^ das Aeltsste zwölf. Sie sind immer -hungrig. -ÄuW eine andere Kriegswittve kann mit dem Schicksal nich^ zurecht kommen. Sie hat gleichfalls fünf Kinder,. IweL. alle hochbegabt und alle tuberkulös sind.. Die FraujH optierte (sie ist Wienerin) für Deutschö'sterrrich. Kinder des „Polen" — der noch für OrsLetreichs MrößM den „Heldentot" gefunden — können von hier.-qZchL versorgt werden und Polen ist: natürlich aller Pflichten ledig. Die Frau bezieht eine Witweupen^tzm^ Aber ivaZ ist das heute. Ein' Tropfen auf einen heißM^ Stein. ... --„---HÄ Die Witwe des Hilfsarbeiters hat nicht Mch-H diese kleine Hilfe.. Von. ihren vier Kindern - Md in Waisenhäusern untergebracht. Mit den bechen EWM, haust die Mutter in einem Bett, das i iu-d einer.stockdunklen Küche'steht. Das ist das. Heim der, und sie zittert, es zu verlieren. Tagsüber geht die mit allerhand kleinen Kram hausieren. Aber sie bas Geld und die „Beziehungen" nichts gut Wa^ v zukaufen und.so ist der Ertrag ganz unbedeutend. 'DLL, Verein gibt ihr 180 Kronen inr Jahr — man lveiß nichts f soll man lachen oder soll man weinen. Das Weinen wird aber wohl das Rechte' fciiw Weinen darüber, wie gleichgültig wir an furchtbaren^ ' an gar nicht zu begreifendem Elend vorübergehenz darüber, daß es in unserer Stadt, die immer noch f! viel Luxus birgt, Fratlen gibt, die gedankenlos fü« Gelegenheltekftufe :in allen Weis«- u. Fuli®»- «IEME« RESTEN.'* 88ESSE wax>: a, Etamine-Waschstoffe VL Bez„ Wtndmühlgsse Nr, 2a W —j

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