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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-30 · Heft 723 (30.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 723 (30.1.1921)
Date
1921-01-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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y |».I— 2J5ien, Sonntag Ritteilrngell aus dem Publikum. AunL Zaabler Hermann Renkert empfehlen sich als Verlobte Wien, im Jänner 1931. ÄS Jenny Lappe Israel Piper Zahle Oelatyn VERLOBTE. 4405 Jänner 1921. 6nsti Neiger Jose! Bochner Teecben Wies empfehlen sfch als Verlobte Wie«, im Jänner 1921. « ■ .> ' *-- ■■---■-:--- .■ ■» Statt Karten! Heia Fracht Joachim Friedmann zeigen ihre am 6. Februar 6. J. um 3 Uhr rach mittag« im Keudegger-Tempel, Vin.,5feudeggerg.,sUttfmdende Trauung an 458j Wien, im Jänner 1921. Statt Karten Blanka Englard Wolf Bienstock Berlin Verlobte Wien, im Jänner 1921. stud. jsr. Wien, III. Ä77 EINHEIRAT nach Jugoslawien. Zwei Kollegen, intelligent, akademisch gebildet, mit selbständiger Existenz, der eine Fabrikant der Holzbranche 29 Jahre alt, der zweit© Gross* Kaufmann der Lederbranche, 27 Jahre alt, suchen entsprechende, besonders schöne Lebensgefährtinnen aus besseren jüdischen Kreisen, musikalisch und lebenslusti?, im Alter von 18 bis 24 Jahren, Mitgift und Einrichtung nicht erforderlich, da Bewerber Veralösen sowie modern eingerichtete elegante Wohnungen besitzen. Nichtanonyme Zuschriften mit genauer Adressangabe und Beiscbhiss von Lichtbildern unter. Chiffre „Jugoslawischer Fabrikant“ bezw. „Jugoslawischer Grosskauiraann“ an die Adm. d»« Blattes erbeten. Unbedingte Diskretion wird zugeBicherk, Lichtbilder rückgesteiit. S7L Möbel u. Iimes- 1 ^DSOfi dekoratioß »• wrinH i, *«*» N.rM, Si)., SilWent|. 11.2 •19 Emegnüoe* (Ecke Karl Schweighotergasse). 'yi». .... ... . .. . {iSutiucfi&uu *Meä&rwt, *^7" Vl.MARIAHIlFERSIHÄSSe 105. Miliar, Wuus ia YappieUan, Defiken. 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Rotentnrmstrasse, heim Sekretariat desHochechnlaasschusse«, Türkenstr. 9, und bei der Abendkasse. votnehene Herrengar deroben von Stephanlestr. 16 und Bureaumöbel die grösste Auswahl ILeopold Stelnfiart Wie», L, Slbers&roas* Sv. e EabzelbauehineBXdpKratarea rasch, billig asd go* ioS TeL 4073/Vlil Wehn Sie in Jugoslawien verfänglich« and angenehme Verbindung suchen, wenden Sie sich an das Transport- und Speditionsunternehmen Simo Spitzer Zagreb, Pantovcak SO Teiepho« 13-39. Telegrammadresse: TOPS. Di© Firma übernimmt TrhiiSporte, aller Art nach und aas Jugoslawien. Si© ist speziell für Empfang und Aufteilung von S a ui m o l g ü t e r n. eingerichtet. Besorgt Einlagerung m neu errieMeUra Magazinen. / Uebsrnimmt auf Wunsch kommissionsweise» Verkauf der bei ihr ©ingölagerton Und anderer Waren. Erteilt unter günstigen Bedingungen YJ aren- und ZollvorsehüsB©; besorgt raschste Verzollung und jedwede Intervention bei den Behörden. . ttt&i 80. 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Er zog seinen'^Revolver, gab auf Sieber zwei - Schüsse ab und jagte sich dann eine Kugel in derr Kopf. Er stürzte tot zusammen. Sieber hat leichte Wunden au'der Unterlippe und am Ohr erlitten und' ' konnte in häuslicher Pflege verbleiben.! .-Von' 'avdÄcer'. Seite, .'erführt' dia - K-orr'^ Wilhelm:. : Die Tat stellt sich als wohlüberlegter Mordvers.uW. und uachfvlgercher Selbstmord dar. Die letzten Gründe ' sind wahrscheinlich diskreter Natur und liegen,, da die eine Person, die im Drame eine Rolle spielt,,, tot ist, die andere schweigt, ziemlich dunkel. Friedmann, der mit seinen jungen, schönen Frau auf dem Semmering wohnt, war früher Besitzer des Etablissements ,.Rjdeamus" und auch Inhaber der Gastwirtschaft im „Zentral-- Palast". Er hat jetzt auch Bergwerke besessen und wird' als reicher Mann bezeichnet. Sein Privatsekretär war der junge Sieber, mit dem Friedmann trotz des großen- Altersunterschiedes eine innige Freundschaft verband^ - Sieber war oft und »ft ein bei Mann, und Frau gerne . gesehener Gast auf dem Semmering und hatte auch'»' wenn er in Wien tveilte, allerlei Besorgungen für Herrn' Friedman». Sieber war heute nachmittags eben banift - beschäftigt, in der Wohnung seiner Schwester, der Post« , sparkassenkontrollorsgattin Frau Maria Fischer, Rasumofskhgasse 1, für.Herrn Friedmann zum Transport' auf den Semmering Kondensmilch dosen einzupacken. Er hatte für die Arbeit des Packens seinen guten Roch abgelegt und seinen Haus rock ungezogen. Das war>, tote später bärge tan werden wird, die Rettung feines Lebens. Auf dem Tische lag ein Revolver, den; Steber auf Bitte des Herrn Friedmann auch.besorgt hatte.. Frtedmann hatte betont, daß mit dem Revolver sein Hausbesorger züm Schuhe ausgerüstet werden solle, Frau Fischer tveilte ist der Wohnung, als Herr Fried« mann, wie schon oft vorher, wenn er mit seinem Privat* sekretär etwas zu vereinbaren hatte, erschien. Bald' nach seiner Ankunft hat sich Frau Fischer entfernt, um zu telephonieren. Sie hatte nicht das mindeste wahrgenommen, das auf die tragische Entwicklung hinge-- deutet hätte. MS.Frau Fischer nach kurzer Zeit zurück^» lehrte, war das Schreckliche schon geschehen; sie fand' im Zintmer, dem'Speisesaal, dessen Tür halb offen stand, ihren Bruder Siebed. auf dem Fußboden liegend, bewußtlos auf. Etwas weiter von lhm lag Friedmann, mit einer gräßlichen Wunde mitten im Auge, das hervorgequollen war, in einer Blutlache. Ihr Bruder: war augenscheinlich im Gesicht verletzt. ' Ganz außer Fassung vor Entsetzen schlug Frarti Fischer Lärm. Mau berief die Rettungsgesellschast, doch konnte.der Arzt bej Friedmann nur den Eintritt des Todes feststelteu. Die Zkugel war mitten ins!. Gehirn gedrungen und dort stecken geblieben. Sieber war leicht verletzt. Als er sich erholt hatte, erzählte' ■ er, daß unmittelbar, nachdem seine Schwester weg-' gegangen, Friedmann, ohne ein Wort zu sprechen, zu dem Tisch getreten, auf hem der angeblich für de» ' Hausbesorger bestimmte Revolver lag. Ohne ein Wort zu sprechen, hat Friedmann die Waffe ergriffen und den Sieber ■ höhnisch. anlächelnd, . sie ihm mitten, auf. die , Brust LNAfttzt, SjeüLj: AlsubtL MllänüliK, an. chneix,

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