Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 710 (17.1.1921)
- Date
- 1921-01-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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sw/ mr «men, rmomag mntt nrrorgenzeiruttkz 17.^Iänner 1921 Gelte S' gefunden. Wiskott imb feine Geliebte. bie Starrt, wurden dem Lande§ger>ckl einaelirfert. * Gin» Perle Am 13. d. M. wurde die lljäbngr Han?» aebiMn Slevbanie Noßpofntner unirr dem dune Men vndachle. ihrer Dienstfleberm Fnederike S 1 r ä v ß l e r, Hab \v- Öafff 41, wohnhaft, bei der sie feit dem 1. d. M. ded ensiet war. ein Obraehänge im Wrrte von N 5000 aestohlrq *u haben, verhaftet und dam LandeSaei icht eingesicfcrt. Sie stellt die Verübung des Diebstahls in Abrede. \ * Freier gtiAcroetfouf in der Tichecho Slowakei Wie die .Bahrmm* meldet, hat der gescliflU-Wrende AuSichiNi der Zuckttkommisfion bciUlpflen, die An'hebuna dc« ZislkerktUte«. svstrmS unter bestimmten Voraus'rtzunacn vo'niscbialun. Die Gknehmiauna dieses Anträgebüt|te den freie» Verkehr mit Zucler zur Folge baden, * Franziska Klei« — begnadigt nnd anf freien Fuß gestellt. Wie uns mitgrteilt wrd, wurde hie Myrdenn Franziska Klein seitens deS Banbesviäsidenten branädigt und ans freien Fair aestellt. Fianziska Klein, welche am 3. Oktober ll'vi den m Rüdolfshkim wohnhaft arwrsenen Hausbesitzer und Privatier Johann S v k o r a meuchlings ermordrfe und heffrn Leichnam in einem Reifekorb verborgen batte, wurde von dem Geirbwornengericht zu lebenslänglicher Kerkerstlaie veru'tt'lt und verbüßte ihre Strafe in der Weideistrafanstalt Wemr-Ncudorf, Während ihrer fünszebnihligen Kerrerhast wurde sie dreimal wegen einekariösen Leidens openert. Die Klein, iprlrfie auch schwerhörig ist und eine sehr geübte KunMckcrni ist. fuh te sich während der Kerkerhaft in ladrllvsrsier Werfe auf, so daß seitens der Strasanstaltsleitung ihre Peanadigung hi Pen lymprtent'n Stellen v'oraeschlaafn wmhe. Nun mehr ist diese von, höchster Stelle herabgctapgt und Franzr-ta Klei« gut freien Fuß gestellt. ‘ * Diebstahle vnd Einbrüche. Am Ist. d. M. wurde daS Geschäft D a s ch e f, XIV., SechShayscrstratze 27. «»brocken. Gcstohlen wurden Baumwolle. Chiffon, Zwbir. Lünm, Lüntücker, Gradl, zusammen nn Werte yon ll t 30.000. — Im Haust IX., Alseibachstraße 37, wurden am 4. d. M. die Bodenabte-ln^ gen der Parteien Elie May. Else Schneider. Hrimine Jost und Ignaz Frankl erbrochen.. Gestohlen' wurden Wäsche, zumeist mii E. S. und I. F gcmürl«, Koffer, zwei Fahrräder Mw . ru. lammen X 250 000. — Dem Kavitän Jaul Smiszcrymky lV.. Paulinengaffe 4. wurde am 15. d. M ein tchwarzmau>r Siadt» pelz mit rauhem Luch, Nutriafell,. Biberkragen, X 200.000 wert, gestohlen. * Ziynistisches Landeskomitee für Vesterreich Mittwoch den 19 d. M. findet ,m groveu Fcstsgal de» niederösterreichischen GewrrbeverciueS r nr große Versammlung her zion,strichen Jugrndgrupven statt, bei welcher der Jugendrefeirnt Herr Prof. Dr. Wilhelm Ster« ein ArbettS- Programm vorstgen wird. Lebensmlttekabgabe des American Joint Distribution Committee, Abteilung Wien. An die bei der Abteilung Wien deS American Joint Distribution Commitee im Bezug« der wcltauurdcn Unterstützung -ebenden Personen gelangen m der Zeit vom 17. bis rmlcklikßlich 28. Jänner gegen Abtrennung des A d i ch n i t res XV des neuen LcbensmMtlbczugSblocks Milch und Zucke, laut nachstehendem Schlüssel zur nvrptgttilichry AuSgahe: Zucker; An Enzel dersonea gu Famsiicy um? gnd 3 Köpfen '/, w. on Familien mit 3 nnd 5 Köp en '/« an Familien m t 6 Köp en aufwärts 1 kg. M il ch: An Eunelerionkr, vnd Famil en bis einschließlich 4 Köpfe« 1 Dose; an Familien von 5 Köv'en oufwüris % Hgirn. D>? AuSgabc erolm: An Pcnonen deren LrdenSniiltcldemgSbtvck mir der Be/eicirnwg d!o 2 versehen ,st, Montag dcn 17. d. M., vi 2 DitnSrag den 1«., Jdi 2 MiNwoch den 19.. Vo s Tounerttao den 20., Fr 2 Frc tag ben 2U Vv 1 Montag den 24. Ui 1 D rnbtag den 2k»., Ui 1 Miltwock den 26., l)o 1 T onnerStag dev 27, Fr. 1 Freitag den 28. d. M. D>e AMade findet in der Ebenem ttcluftion Ul.. Cstrplatz 8, starr. Die obange'ührten FoffungS'a e sowie die für die früheren Fassungen bezerchnere Stunde sollen genauest eingehakte» wrrdem L Prirfstaftän der Redaktion, L. H. 2. Besten Dank! Solche Dinge ycröffmtlichr« vir nicht! __ s. öooäe über das öiferrelebiscbe Problem. Die Geferkr der Arr?lös«ng. Gs^en den Anschlutz an Deutschla§rd. — Horthy möchte Wien besehen. -- ÄM em MWoueukredit kam helfen. , Paris, 17. Jänner. ..Journal des Dübats^ ver- Borarlberq bereits den Wunsch ausgesprochen, mif ösfentjicht ein Gespräch mit G o o d e, der süp die Gewährung eines Kredits an Oesterreich so schnell wie möglich und in möglichst weitem Umfange einttitt. Oesterreich sei in solcher Lage, dyß slch die ernste Frage ergehe: Wird Oesterreich von der epropcjischen Landrarte verschwinden? Die gegenwärtige Krise habe nach Goode solgendeUrsachen: DasMistoerhältniszwischen der der Schweiz vereinigt zu werden. Tirol und Salzbprß würden zweifellos alles ausbieten, um sich Deutschland anzuschlietzen. Um düs zu verhindern, müßte man aus lange Zeit ein Okkupationsheer unterhalten. Ein bekanntes Gerücht in Wien spreche davon, daß ungarisches Militär, reguläre oder irreguläre Truppen, nach Wien vorrücken würde, unter dem Vorwand,, zu vernneren Produktion und dem Minimum des Bedarfes,; hindern, daß die alte Hauptstadt der Monarchie iv i)ie ungünstige Handelsbilanz, die Nötigung, aus dem ,'die Hände der Tschechen falle. Daher wäre niemand Auslande den größten Teil der Lebensmittel zir bei in Oesterreich überrascht,' wenn die Tschechen ziehen, der Niedergang der Valuta und das Defizit! ihrerseits mit Gewalt die Besetzung des Staatsbudgets. Die Folge sei ein Zustand ärgster wirtschaftlicher und politischer Schwierigkeiten des äußeren Lebens Und allgemeines» unbeschreibliches Elend. Wenn die Zentralregierung durch diese Schwierigkeiten gestürzt werde, habe man mit folgenden Möglichkeiten zu rechnen: Erstens mit dem Versuche der österreichischen Länder, sich mit Deutschland zu yereinigen; zweitens init der Aufteilung der österreichischen Provinzen unter die Nachbarstaaten, wobei auch hier ein Teil an Deutschland siele; drittens mit einer Kommunistischen Schreckensregierung. In Erläuterung dieser drei Möglichkeiten erklärte Goode. es sei zu erwarten, daß hie österreichische Negierung, bevor sie auf ade Hoffnung verzichte, beim Nate des Völkerbundes gemäß Artikel 80 des Friedensvertrages die Gestattung des Anschluffes verlangen werde. Die Ansicht Goodes ist. daß D e u t s ch l a u d weder O e st e rr e i ch ernähren noch die Lasten ganz Oesterreichs ertragen könne. Aber selbst wenn man Deutschland gestatten könnte, sein Reich bis in^die Nahe der Adrig auszudehnen und ihm Grenzen zu geben, die die Tschecho-Slowakei umklammern und Ungarn. Jugoslawien und Italien erreichen, wenn derartiges sich ereignete. müßte sich die erstaunte Welt fragen, wer denn eigentlich den Krieg gewonnen habe.^ Was nun die zweite Möglichkeit, die Austeilung der Provinzen unter die Nachbarstaaten, betrifft, habe Wiens durch Ungarn zu per hindern suchen wmöen. Da Jugoslawien durch einen neuen Desensivvertrag mit der Tschecho-Slowakei verbunden sei, könnte es geschehen, daß sich auch dieser Stach entschließen würde, Ungarn anzugreifen, Das Schicksal Steiermarks, Niederöslerreichs, Oberösterreichs M- Kärntens würde also vollständig in ein Wirrsal von Krieg.m geraten, ^hie eine Austeilung^ zum Ziel haben, unh die Großmächte könnten schwer zu Seite stehen Was die dritte Möglichkeit anbelgngt»' sagte Goode, er sei sicher-, daß Oesterreich, solange sich ihm Überhaupt noch die Möglichkeit einer Existenz selbst mit den geringen gegenwänigen.Nationen biete, der letzte Staat sein werde, der sich vom Bolschewismus verführen lasse. Alles Geld, alle Propaganda Bely Kuns seien nicht imstande gewesen, den Ordnungssinn des österreichischen Volkes zu erschüttern. Monn aber nach so langer Zeit geduldig ertragenen Leidens alle Hoffnung hinschwinde, dann könne niemand vorhersägen. welchen Gang die Ereignisse nehmen. Die einzige Nettung biete die Gewährung eines Kredits von 250 Millionen Dollar, verteilt auf fünf Jahre. Die Verwertung der Anleihe würde unter Kontrolle der kreditgebenden Staaten stehen. Trotz aller gegenwärtigen großen Finanzschwierigkeiten müsse dieser Kredit von Frankreich und Großbritannien aufgebracht werden, um schwerere Schäden zu vermeiden. Frankreich müsse hier den Weg weisen. Die Aufforstung Palästina von I. Oettivger. Die ersten Schritte, die der Jüdische Nationalfonds wegen der Aufforstnng Palästinas unternahm, waren mit dem Beschluß der Zionistischen Organisation vor knüpft, unserem verstorbenen Führer Theodor HerzU ein dauerndes Deitkmal durch die Anlage pon Wäldern guf seinen .Namen zu errichten. Das Gefühl der Lerehnmg für unferrn großen Fübrer. mit dem die Huzen unfei-es Volkes erfüllt find, mackt es notwendig, ein seiner würdiges Monuntent zu schaffen. Eine vorn -sechsten Zionistenkongretz eingesetzte Palästina-Kom .Mission hatte die Ausgabe, das Land vom Standpuust -er Möglichkeit der Aufforstung zu erforschen, nnd diele Kommission machte den Vorschlag, datz ein besonderer Fonds.für die Anlage von Wäldern in Palästina geschaffen werden sollte. Im Jahre 1004 dem Todesjahr Theodor-Hcrzls "- wurde die „Baumspende" a'v ein Zweig, des Jüdischen Nationalfonds gegründet. Aus vielen Gründen sollte für die Bewaldung Palästinas ein Interesse vorliegen. Die Zerstörung der Wälder, mit denen Erez Israel einstmals gesegnet war und deren Spuren man noch hie und da fiw)et. hat hem Lande großen Schaden zugefügt. Wenn unser Volk beginnt, das verwüstete Land wiederherzustellen, so wird es seine heilige Pflicht sein, sich eifrig der Wiederbewaldung Palästinas zu widmen. Der Mangel an Wäldern hindert ldie Entwicklung auf fast allen Gebieten. Wenn wir Palästina wieder aufrichten, ihm seine Kultur zurückgehen, seine wirtschaftliche Grundlage sicherstellen wollen müssen wir ihm seinen verlorenen Schatten wiedergeben; denn es ist richtig gesagt worden, daß Palästina bem gehören wird, der ihm'Schatten verschafft. Wir müssen die Hügelboschnngen bepflanzen, welche fast ein Drittel der gesamten Oberfläche Palästinas auSmachen und zum Pflügen und Säen - gänzlich ungeeignet find. Wir müssen Gehölze in den Sümpfen anlegen, m»« denen giftige Gase aufsteigen. Wir müssen die Wanderdünendiese Weise können wir und Alleeen von Nutz- und Zierbäumen in jeder Kolonie und Farm anlegen. Im Verhältnis zur Entwicklung unserer Kolonisation in allen Zweigen des Lebens und in allen Teilen des Landes wird die Anzahl. der. erforderlichen Häuser entsprechend zunehmen. Die Menge des benötigten Baumaterials wird sehr grotz werden, und eS wäre falsch, sich von überseeischen Bauhölzern abhängig zu machen. Die Versorgung mit Baumaterial ist eine schmierige Frage; drrrch fortgesetzte und systematische Bewaldung werden wir sie befriedigend lösen. Und noch etwas: Durch nationale Aufforstung schaffen wir die ökonomische Grundlage für den Lebensunterhalt von Tausenden von Arbeitern.Auf diese Weise wird daS Problem der Arbeitsbeschaffung für neue Einwanderer ans zweierlei Weise gelöst: Erstens durch das Pflanzen von Wäldern und ferner durch das Abholzen derselben und dnrch verschiedene, damit in Verbindung stehende Industrien. Aufforstung ist eine nationale Arbeit im wahrsten Sinne dos Wortes. Private Initiative ist nicht imstairde, eine Arbeit von solcher Ausdehnung und weitreicherrder Bedeutung zu leisten. Der Jüdische NationalfondZ begann fern Pflanziingswerk im Jahre 19Q8, aber bis zum Ausbruch des Krieges nur in geringem Uinfauge. Zuerst wirrdeu Oelbäume auf den Farmen des Nationalfonds in H u l d a h und D e n - S ch e m e n gepflanzt, aber man ist jetzt zu der Erkenntnis gekommen, daß eS unsere Pflicht ist, die Aufforstung in größerem Maßstah zu be- - treiben und uns nicht anf einige Pflanzungsfarmon zu beschränken. Sogleich nach der Eroberung Palästinas wurde mit der Arbeit begonnen. Die nötigen, Vorbereitungen wurden im vergangenen Jahre durch die Landwirtschafts? und Kolonisationsabteilung der Zioni. stischen Kommission getroffen. In den zu diesem Zweck angelegten Baumschulen wurden, zahlreiche junge Bäumchen der verschiedensten Arten von Waldbäumen aufgezogen, und im letzten Winter wurden die SaNddünen von Nachlath Je hu da, die Sümpfe von Merchawiah und Kinereth sowie Felsen von Ben Schemen und der Kolonie Beer Tobiah bepflanzt. Schon der mit der Bewaldung der Dünen gemachte Versuch zeigt, datz es Möglichkeiten gibt, diese Wüste fruchtbar zu irmcfym, und datz die ausgedehnten sandigen Strecken, welche den Kolonisten nur Schaden verursachen, in eine Quelle des Lebensunterhaltes für Tausende von Familien verwandelt worden können. Die neile Methode, den Sand durch -das Pflanzen von „Sandfreunden" zu befestigen, bevor die Baumschulen angelegt werden, ist ein entschiedener Erfolg. Ebenso ist die Bewaldung der Felsen vermittels Samen anstatt des PflanzenS von jungen Bäumen sehr ersolgr'eich gewesen. Man kann sagen, daß diese Methode die Probe für die Aufsorstting der bergigen Negionen bestanden hat. Auf große Flächen der bergigen Landes zu bedecken. Die Orte der neuen nationaler Pflanzungen sind hauptsächlich die Sanddünen vorr Nachlath Jehuda, die Pflanzungen in Beer Tobiah- Huldah, Kinereth nsw. Es ist anzunehmen, daß die Pflanzungen auf dem Berge Karmel und.in D i M welche jetzt noch nicht zum Jüdischen Nationälftnds' W hören, ihm übertragen werden. Ungefähr 600.000 Bäume wunden im vergangenen Winter auf den Arrfforstungsvlätzen angepflanzt. Diese Arbeit des Jahres 5680 hat den Grund zu einer nationalen Forstverwaltung gelegt, welche in sich selbst die Entwicklung vieler anderer Arbeitszweige und reichen Nutzen trügt. Wir müssen ihrer Fortführung unsere volle Aufmerksamkeiten schenken. Das Programm der zionistischen Kolonisationsarbeit in Palästina für das Jahr 5681 enthält einen Vorschlag zur Bepflanzung vosi noch'Tausenden von Dunam und die Programme flir hie folgenden Jahre von Zehn- und Hunderttausenden von Dunam. Wir können uns dieser Arbeit mit Herz und Seele hingeben in der Gewißheit, daß uns dadurch die Verbesserung unseres vernachlässigten Bodens gelingen wird. Der erhabene Traum /. unseres großen Führers wird mehr und mehr zur Wirklichkeit. Es ist die Pflicht eines jeden von uns. teilzunehmen' .an der Errichtung seines Ehrendenkmals/ an. dieser nationalen Arbeit — der Aufforstung des Landes. Möge diese Arbeit uns in dem Bewrlhtsein störkM, daß wireine her wichtigsten vorbereitenden Bedin-' gUN.gen für die Wiedergeburt Erez Israels und für hitz Erfüllung - des Kühnen Wunsches unseres verewigten Führers, schassen., " . (Aus „Zionist Peyiew",) bewalden, die, wenn unbervachsen. vom Winde verweht werden und die Wüste vergrößern. Wir müssen Haine Zone sehr schnell mit stattlichen und schattigen Eichen und Lrwrelien bepflanäeu. um die Kablüeit unseres . ...Der Hausarzt. MdlgM M Dr. Sanel Peer. Dastüb>7rl:Ese Kind. . Eines der wichtigsten Küpitel der Gesundheitslehro ist schon mit Rücksicht auf die soziale und volktzwirtschaftliche Bedeutung hie Bekärnpfung der Tilberkuloie. Sowohl Aerzte wie'Nichtärzte bemühen sich, durch Vorträge und durch die Tagespreise urn die Aufklärung der breiten O^ffentlWeit über diese verheerende Vylksseuche, doch scheint daS wichtigste Moment, daß die Anfänge der Tuberkulose g e w ö h n l i ch i n die Kindheit z u r ü ck r e i ch e n, nicht genügend berücklichtigt. Denn erst wenn diese feslftehende Tatsache bis in die Weitesten Schichten der Bevölkernng gedrungen sein wird, hat die Tuherkiüosebekämpsung Aussicht auf Erfolg. Ilngenüsende Kenntnisse schaffen beim Laien verfehlte Vorstellungen, wie die neben der allgemeinen A.yiqft vorder Tnherknlose herrschende noch größere Furcht vor den Tuberkulösen. Wichtig erscheint die Kenntnis folgender Hauptsätze: Die Infektion mit Triborkulostz erfolgt im allgemeinen von Mensch zn Meni'ch. sie findet meist durch Cinatinnng der Tuberkelbnzillen statt, die der Lungenkranke ausbustet. Festjtehenü ist, daß sich der Men'cÜ