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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-16 · Heft 709 (16.1.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 709 (16.1.1921)
Date
1921-01-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Ekelte 2 Wien vonmag rlnzngeben. Die ganze große Masse des nicht nationali gesinnten Julentum.3 stellte gewissermaßen einen einzigen großen Verein zur Abwehr des Antiseinitismus ' dar. Man uerfrodi sich vielfach hinter jeden Zipfel eines; sogenannten politischen Freisinns und vergaß üknr! den ewigen Beteuerungen und Protesten, über dem! Warten aus die segensvollen Wirkungen der allgemeirten ^Aufklärung", daran 'u dsnken, daß das Judentum auch positive Aufgaben habe. . , . - Heute sind wir endlich so weit, den Kamps gegen den allweltlichen Antisemitismus in großzügigster und positiver Weise arüzrmebmm. Wie dem Schifter nach endloser Fahrt, winkt auch dem hcimlosen Volke von ferne das verheißene Land. Das Palästina-Problem hat angesichts der politischen Ereignisse und dev Anerkennung der jüdischen Ansprüche ansgehört. Sache emer Partei gu, fein. Zum Ausbau des jüdischen Palästina muß dos, gesamte jüdische Volk heran. Es gebt darin», daß wir unserem Volke die verlorene Heimat wiedergeben und als frei schaffendes Volk auf eigenem Boden eintreten in die große Völkerfamilie. Die bevorstehende Arbeit am Aufbau des jüdischen' Mms wird unerhörte Opfer an Mühe und an Geld erfcrdern. Nicht um Svenden geht "es. sondern um bewußt 'dir-. gebrachte große Opfer, .die als solche empfunden werden. Tiefer Aufgabe wird sich niemand entziehen dürfen, dem die jüdische Zukunft, der Bestand und die Würde seiner Gemeinschaft am Herzen liegt, er mag sich sonst welcher Richtung immer zuzählen. Die Sammlungen für den großen, von der Z i onistischen Weltorganisation begossenen P a l ä st i n a-A u f b a n.f o n d 8 (Keren Hajessod) haben "bereits in 'aller Welt eingesebt und an jeden Inden e^aebt nu^mebr der Ruf. Niemand wird stch hier ansschließen dürfen, wenn er sich damit nicht auch aus der jüdischen Gemeinschaft ausschließen will. Der Ausbau des jüdischen Heims wird zugleich Inch die stärkste Waffe im Kampf gegen den Antisemitismus fein! _ Der Kampf gegen dre SmwanÄerunasbeschrKnhuyqen in Amerika und Kanada. r Wir haben bereits berichtet-chäß der amer'"an!,che Kongreß ein Gesetz beschlossen hat. dessen Zweck es ist, die Einwanderung in die Vereinigten Staaten auf eine bestimmte' Zeit unmöglich zu machen oder. zumindest so weit als'möglich, zu beschränken, Wie »P jetzt aus New-Aork gemeldet, wirdlauE der ursprüngliche Antrag auf >ein E-nwandepung-verbot für dje Dauer von zwei Iahye:,. 'Nach diesem Äutrüg Ware aus diesem Verbot, niemand ausgenommen gewesen. Dre Del a je im - Kong-cß -gestalte. sich äußerst lebhaft. und führte schließlich zur Annahme zweier Amendement des New-Aorker Eongreßman.- Siegel sprünglichen, von Johnson einrebrach'e.n Cesetzentwurses führte. Das eine Amendement, welches die Ausschließung von Einwanderern für die Dauer e'nes Jahres bestimmt, wurde mit 181. g'gen 63 Stimmen, und.das Amendement des New-Drrker Cong ermatt S'e ei, wonach auch wahrend dieses Jahres die Brüder und Schwestern der in Amerika lebenden Ausländer zur Einwanderung zu^elassen werden sollen, mit 253 gegen 76 Stimmen angenommen. Das vom Kongreß , an-- genommene Gese^ muß noch den Senat Passieren, und seine Zustimmung erhalten., D'e S t i m mzi n g irtt Senat ist der Einwanderunglbeschran'iung. durchaus nicht günstig. Selbst.die Politiker, welche fn.r Line Beschränkung zu haben waren, wünschen, '.baß hie,Dauer dieser Beschränkung sechs Monate nicht überschreite vd'er haß die.ganze Angelegenheit zum genaueren Studium der Einwanderungssrage mit Berücksichtigung Lcr Verhältnisse in Amerika sowohl wie auch der Verhältnisse in den Auswande ungslandern einem. Ausschüsse oder einer aus Fachmännern zusammengesetzten erweiterten Kommission übertragen werde. Der Obmann des Ausschusses für Cinwanderungsweson im Senat, Senator Colt aus Rhode Island, erklärte, wie wir schon, gemeldet habeq, den Vertretern der Pr'sse. gegenüber, daß eine überhastete und temppräte Lösung, dcr Tinwalideruugsfrags den Vereinig en Staaten in jeder Beziehung schädlich - wäre.- Auch .seiner . Meinung nach dürste die Regelung der Einwanderung durch ein neues Gesetz nur nach längerer und gründlicher. Prüfung der einschlägigen Fragen daheim-und im Auslande durch einen vom Senat einzusetzenden Ausschuß erfolgen. Auf der anderen Seite betreiben-die Arbeit, rgewerkschasten eine starke Agitation für die Eindämmung des Zuflusses neuer Arbeitskräfte. Aber auch im Lager der Arbeiter herrscht keinee'nmütige Auffassung; besonders in denjenigen Gewerben,.in welchen die Arbeiter zum größten Teil aus Eingowanderten bestehen. Wolken diese einer Beschränkung der Einwanderung nicht zustimmen. Hauptsächlich gilt dies vock den Arbeitern der Bekleidungsindustrie, welche zum größten Teil aus Juden, bestehen und die in wiedsrholten Tagungen beschlossen, bei der American Federation of Labour zu intervenieren, damit diese für die Offenhaltung des Einwanderung-Stores eintrete. Auch in Kanada herrscht jetzt ein sehr schyrscr Kurs gegen die Einwanderung.- Dort bestehen bekanntlich schon Gesetze, welche die Einwanderung im allg-rmeinen erschweren und Einwanderern aus .Ost-. und Zentraleuropa die Landung unter allen Umständen perweigern. Diese hetz.ece scharfe Maßregel ist bis heute rore'ner MvraenierriniK V). warmer w&t nicht cknfgebobeck wardst wovon offenbar Auswanderer s in den östlichen,..und mi.telechopaischeck Ländern keine Kenntnis hat'en. Die Fo^ge davon ist, daß in mehreren kanadische?: Häsen setz; seit Wochen Hunderte von zum großen Te l 'indischen Einwanderern liegen, ohne zur Landung zugelassen zu werden.. Die kanadische Legierung behaört ckuf ihrem StäWputtkt, daß die A-beitsverhältnijs; in Kanada es der Regierung nicht gestatten, selbst gegcnüler den bereits in den Hafen : befindlichen Flüchili ugeck aus Ost- Utttz M'tteleurvpa - eine mildere Ha' dhahun-A des Gesetzes wäHtt, zck küssen. ' Aus die aus alleck Deilen Kanadas der Reg'eruNg zu- , -kommenden Pe itio^n und Beschwerden hat bas Einwanderungsdepartement die eine l stereotype Antwort, daß die Kri'ik und die Beschwerden an diejenigen Stellen zu r'cht.m wären, welche diese Flüchtlinge aus Europa, nach Kanada geschickt, haben. .Selbst in den Fallen» wo Freunde und Verwandte der In deck kanadischen Häfen auf Einlaß wartenden Flüchtlinge, große Summen als Kaution für die Einwanderer anboten und sich auch sonst erbötig machten, dafür einzustehcn, daß diese Flüchtlinge ck'SManbönr zur Last fallest würden bleibt die Rtg'e ung aüf ihkem intransigenten Standpunkt. Ätzer auch', die Einwanderung aus den britischen Inseln rach Kanada ist in jüngster Zeit durch viele H.stschärfU"g-n erschw-t. worden'. So wird jetzt' von federst aus diesen Gebieten kommenden Einwanderer die Vorweisung von zumindest 250 Dollar eigeneck Kapitals gefordert. Die öf'entlich-e Diskussion über die Einwa rderuug?f.a-e ist zu einem Politikum geworden und es Hal en sich bereits verschiedene Gruppen gebildet, welche mit politischen Mitteln eine Milderung des Eimi a-derüngsgesetztzs gögeck Flüchtlinge aus Ost- und Mi.telcu.'vpa herbeisührett wolttck- 0 Die EinwanderrmgsbM vor dem amerikanischen Senat. -New-N»?7, 14. Jänner. (Jüd. Korr.-V r) Das vom RrpriisenanturhauZ angenon:mene Gesetz, betrssfleud das Einwanderungsverbot für die Dauer eines Jahres, ist nunmehr vor den Senat gebracht wrr'en, welcher die Beratungen darüber bereits begonnen hat, Eine bei den SeatSmi'g^icdrrm.veranstaltSte Rundfrage ergab, daß 3 0 Senatoren für das Berl> byt und 12 dagegen stimmen werden 33 Senatoren enthielten sich der Meinungsäußerung-mit der Begründungdaß sie noch nicht in der Lage seien, ihre-Stellung zum G'setz sestzulegöm Es wird allgemein bezwEe^M* Senat die,Eiuwauderungsbill in ihrer biLh^r.7ßn F^iiuug genehmigen wird/ Ueberdres'wittz .erwar et, däß.. selbst bel Annahme des Gesetzes da in Line Best'mmü.rg ausgenommen, werden wi.d, wonach es aus JudLck Und Irländer, weil sw Politischen Verfo.'gungeck üü?gssetzt,sind, ksinö Anwendung fi nd-en soll. Sen.a or France hat erst gestern einer Abordnung v-'r,ichort, dag er selbst l diese Be.besserüng ^Vorschlägen wird, sobald et den Eindruck gewinnt, baß sch im Senat eint- Mehrheit, für die EiuwanderurigZbill findet. Die Nekonstrnkltron des Kcb-netts Wttos. Aus' Wa schau wird den „Polnischen Stim-< men" von best!: formierter SL te m'tgekrilt! Dis durch die Demission des B'^epräsien en D a s z y N s k i hervotgeruftne par.iells MinisterkL'sL düv'ts nach der hier allgemein Hcrrscheutzen-Ansicht tttrv zu LiNLr Nekon-- struklion, aber durchaus nicht zu einer Demission des Gesamtkal'iuettZ. führen. Die Stellung des Kabinetts hat nämlich im großen Uud gaumen durch die Demission des Vizep.räsipen..eck Das ynski keine Erschütterung etfahren. wphl a'er trugen gewisse politische Ereignisse der letzten Wochen — zum Beispiel die an den Staatschef PilsUdski vffiz'e!l.ergangene Einladung einem Besuch in F ankxetch — dazu bei, die Position des Kablp.etts Witos -ufestigen. Auch die Ta sachs, daß die Verhandlungen, in Riga »och nicht abgeschlossen sind, läßt im. gegenwärtigen Moment eine Krise des Gesamtkabinetts./gewiß nicht als erwünscht erscheinen. .Eine formelle Lösung ist wohl erst nach der Rückkehr., des Staatschess Pilsudski aus Frankreich zu erwarten, aber schon heute darf man seststellen. daß an wci gehende Ambe.ungen im Schoße der Negierung nicht gelacht wird. KommuMsten gegen de« Arbeiterrat. Wiruvk-N ust-dt, 15. Jänner. (Püvat.) Gestern nachmittags hielt der hiesige Arbeite.wat im Arbeiterheim eine Sitzung ab, die sich mit dem Steuerabzug besaßle.. Plötzlich erschienen beim Versammlungslokal zirka 500 Kommunisten, darunter a"ch solche aus Ternitz. mit dem Kommunistenführer Richter an der Spitze, der im N.mnkirchner Zweifel Prozeß verurteilt worden war, .und begehrten in stürmischer Weise Einlaß, um gegen den Steuerabzug Stellung zu nehmen. Als ihnen der Eintritt ve.'weh 't wurde, versuchten sie. denselben gewaltsam-zu erzwingen. Da stellten sich ihnen Abgeordneter H lmer und V'zebi'^germeist r Püchler entgegen, welch letzterer ihnen Waff ngnvalt andoohte, falls sie sich nicht entfernen wllrd n. Auch das Begehren» daß eine Abordnung aus ihrer Mitte empfangen werde,- wurde abgewiesen. Schließlich zogen die Kommunisten unter lärmenden Kundgebungen ab ernste Warnung- Wr entnehmen d'<.sgn inckrestantep Aufsätz von tz. ijeirni'.in, dem svebe», erschienenen ersten Hestr. der von» - . Exekutivkomitee der jüdiscken -WelÜntsS», tz , lohfctena . hernirSflegeben Z^i.lchrisi . lfö". Die ersto. Rümmer -dieses in. Paris in füdischet Sprocke 'e-rscheinrn-eU Organist überaus rcichhaUig ntw enb hält Unter anderem Aktikri dvN Let - Mozktl», Wladrmir M i o i k»:i, _ Leo- Glaset, ferner TäiigkeitSdcrichle der ' bedeutendsten Hilssgesellschaften in^ pttth« land sowie ausführliche Berichte über die - jüdische Lage und die Htlfsärveit in faß allen Ländern der Welt. Aus Amerika ,kommt die Nachsicht, daß das Joint- D'st.'ibu'ron CommlEee -insolge Geldmangels genötigt-.- ist fein Budgei stark einzüschränken unh b:L il»te stützuntz iüe eine ganze Reihe von HilfszweiZen, Mit denen.-. sich bisher» befaßte, einzuftüllen«. Man kann nicht .fofc hauplen, daß diese Nachricht überraschend käme. Schon lange waren Anzeichen von Müdigkeit unter ^den-Indem Amerikas zu merken. Geitsichkige wärmen, schon lange, die Iudenheit Europas, alle Hoffnungen auf den Goldregen aus Amerika, zu setzen, der eines schönen Tages, aushören könnte. Doch -die Warnungen halfen nichts in. der Ältväterwcise „Gott wird helfen" vergaßman des kommenden Tages im Vertrauen auf die ameriöL^, Nische Chalufa- Nun kommt die Äarrrung offiziell H Uns. Wollen wir, nun endlich auf sie hören? Wollen- Ivir vielleicht jetzt, solange es nicht zu spät ist, uns die Lage klarmachen und die Konsequenzen daraus, ziehen? . / Wir dürfen uns nicht täusche» und nicht schämen, die Wahrheit zu sagen. Der größte Teil der. jüdischen, soz'alen J.tstilizt-ionen in Osteuropa lebt jetzt vom BetM - Ilpssre Gemekttden und Vereine, Komitees und Or^ ganisationen.- Schulen und Lehrhäuser, Krankenanstalten und Kinderheime sie alle beziehen ihre Mittel a-üs' Amerika, sind auf Amerikas Gnade und Wohltätigkeib angewiesM. Dies ist nicht Uur in der trostlosen UkraUK bet Fall, wo das jüdische Leben ruiniert wurde; in Polen, in Litauen und Ättland, wo die jüdische Lage nicht gänzlich' hoffnungslos ist, wo wir noch eine recht ansehnliche Zahl wohlhabender uckd sogar -reicher JUd§n besitzen, wo Handel und Wandel in gewifsey Beziehung so ist wie ick der guten alten Zeit ist dorp genug für die Hilfstätigkeit g'tan worden? Es isteine- Schmach und Schande, wenn man sagen muß, daß. in Poleck Noch bis heute keine Spur vott einer jüdischen. HilfZoeganisatiön vorhanden ist. - Doch sehen wit ab vom Osten mit feined schleHteck^ Valuta und .sehen wir. w.ie es in den-.anderen.-eur-Häio' scheu Ländern und ick den Teilen der.östlichen-Exd-r'- hälfie müssreht, wo, Gott sei Dank, noch einige recht'! ansehnliche jüötsche Siedlungen, vorhanden sind,' diD. vom Schicksal verschont wurden, die nichts, von Po-' gromen und den übrigen Qualen zu sagen wissen, die. unaufhörlich auf das gebeugte Haupt des Ostjuden' niederprasseln. Haben die Juden in Frankreich und.. Belgien, in England und in anderen Landern, wirklich altes getan, was sie tun Könnten, um die jüdischen' Massen im Osten vom Untergang zu retten? Niemand könnte dies zu behaupten wagen. Wo sind die großen jüdischen Organisationen Europas, deren Name einst? nicht weniger klangvoll war als jetzt der des Joint?. Warum sieht und hört man nichts vön .ihnen?' .Be-j greifen sie nicht deck. Satz: Wenn nicht jetzt (jetzt, wo' nicht einzelne, sondern Millionen leiden, jetzt, wo. diegrößt« Katastrophe unser Volk getrosfen hat), wackck denck? Es ist für jedermann, der imstande ist, . die „Zeichen - der Zeit" zu begreifen, klar, daß - dieser abnormale Zustand so schnellals möglich sin Ende Habs» muß. Die jüdische Bevölkerung im Osten, besonders in den Teilen, die weniger gelitten, muß zur- Selbsttätigkeit erweckt und aufgemunievt werden. (S3: darf nicht sein, daß wir im Osten, die Bejammertts-- wertesten von allenin einer so leidvollen Zeit wie ' die gegenwärtige nicht unsere letzten Krästr sckbst auf-' wenden, um unseren nächsten Brüdern zu helsen<>WivH werden noch lange mnseve glücklichen Brüder in Amerika '- in Anspruch nehmen müssen, aber diese Hilfe darf nicht' der einzige BruUnen sein, auS dem wir schöpfen, sie muß das werben, was sie von Anfang hätte sein müssen: Eine teilweise Stütze, die unseren Mut stärkt und unseren Willen k.'listigt. selbst etwas für uns zu tun, die-unseds Selbsttätigkeit befruchtet. In diesem Geiste müssen wir im Osten selbst arbeiten und im selben Geistemüssen die amerikanischen und anderen Organisationen ihre Hilfstätigkeit' führen. Selbsthilfe, lokale Hilfe, als Bedingung für die Hilfe von draußen, das müßte bei ihnen ein Grundprinzip werden. Der -Aufmunterung aber bedürfen in noch stärkerem Maße die jüdischen Organisationen; in - West europa und den anderen Weltteilen. Die schwere Last, die unser bitteres Schicksal uns anserlegt hat. muß.. von allen Teilen des- Volkes gleichmäßig .getragen werden. Denn kein BolkSteil hat das Recht, in dieser, Zeit beiseite zu -stehen. . . , Schließlich aber müßte man sich auch in Amerika über di« Dinge klare Rechnung legen. Dannt hie Last für di« dortige Iudenheit nicht uricrträglich werde, ist es nötig, daß die' jüdische Hllfssache ans den engen, Grenzen eines Landes, so groß auch seine geisNgeck' .und materiellen Kräfte seien, heranl-gehoben werde, ist es nötig, daß jeder Jude deutlich sehe, die Hils-^

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