Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 706 (13.1.1921)
- Date
- 1921-01-13
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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Jtr 706 _ M-n Donnkrstag * Kesielerplofion tn einer Krtegsküche Gestern *'flb ist In her KrttgSMkbe X.. Ouellmstranr ft2. etn Manometerfrffel, in 'd m Kram aelockt wmdp, erv!od'»rt. Durch die Epüostvn wurden der Krsiel und ''nne E nfncbutin Äcrriffen. $nm Fcnllerscheilien wurden einaedrückt DrrGe'amlscka'-en beträgt mmdeHe«S K 80/ 00. Durch die h', umfliegenden Elrntele und dis heiße Kram wurden die in der Kiiegsküchr bedrenstrt^n Else N a » ch, Unaftasia K m e n t Anna Hrrner und Mar-e Kalbe leicht beliefet. B imullick wtr das Rofer deS ManomtterS durch Kriutteile ve'legt. io bist er den Druck meist rich'ig anzetqen konnte. Kurz vor der Ervloüon baue man rin bedenkliches Schwanken dch Manometer eigerS wibrqenommen; map war eben damit hüchWgt, hie Fm rnng adzulöichrn, als d" Exploüpu erfolgte. * Krrvy über Lnnywirtschyftslehre W gen der arytzen Bedeutung, d e die Kenntnis de, wtch'la'ten Vebren der Land» w r r t s ch a ' t S k n n d e für die mcisten Pafe'ift ni-F iferer bat. veranstaltet daS G-werb lörd runaSam deS Iüdi'chen National' rares einen s ch monsttaen. Mule Jänner 1921 beginnenden, nur Erkurttonen Verbund ncn einickrläa arn K » ' § mit nach»' st'benden Praoramm- Technik des tzandbau-s, Pflanzenprobuklion und Oekanomie des Land' aues. .. " Praktischer Hchlofserkirrs Neuann eldungen Ist'- den pra'1 scheu S ch l o i ' e a t u r s. w leberviermal d'e Woche lll, Apolt Igasse 89, von 5 fes 8 Ufer abends stattstndrt. werden, solange Platz vo> banden ist, >m Gewerbe ö der mrgsamt deS südlichen NalionalratsS, Wien, U., Tabor,Hatte 20*, entgegen» genommen. * Urania. Heute. Donnerstag, 2 Nbr Großer Saap: »Enulia Galottt". — V,6 Ufer lKleimr Saal) Dr. Vaclene Änderte; Pfeyftnlooie und Hygiene der F-au. Vl. — ‘,,6 Uhr iKu'SÜali Dr. Josef Kl ng: Die Rolle der Ma'fe mstik in d->r Natur' wisftnrchqft und Technik. I. *» l/?6 Ubr (ÄlubfaaO Dr. Euch Former: Monologe der Wckilitera'ur. l. — 7 Nbr Großer Konzertbaus'aat) Umv -Pro' Dr. Albert E r st in: Dir R'la» Vv'tätstfeeorie. — 7 Ufer Großer Saalt Kammersängenn Marte Gmhesi- ^chodrr: Lieve-abens. ll»H Ufer (Kle ner Saal) Iw gen utr 'Aimr'Bergmann: Lefem auten, Lefemdraferbau und Selbübau. Ufer KurSsaal) Obe b mrat Ing. Max 5etz: Das Entstch-'n nnd die Vlfeütunq elettnscher Un'afte. -- V^Ufer (Klufesaal) Dr. Mar ranne Berh: D;e Geschärte der Frau. V — 6 Ufer (Relraktorraum) Pros, Dr. Oswald ThomaS: Fernrohrkurfe. * „Metavum Gold- (mtt dem Regenbogen) bre gut» bewährte Taschenlamvenbaltene. BereinSnachrichte». .. 3 ve nistifche BezirkSs ektian Landstraße. Heute um V,« Ufer abends »u Kludzimm-'r deS Cm<! Hungana'Ausschu sttzung. 1. Hebrävcke Schule. 2, Keren Hajeftod, ^Zionistisch e S eklron für die westlichen Be Alt k e W r e n S. H e u t e. 7 Ufer abends, >m Bezirkrheim. VI., Amerl ngstraße 19. Holstiksie, Bortraa, Prozessor Hermann -G.dr.ll ch> ^Das jüdische Volkslied", mit L rdtrprobm. Gaste wiükontmm! -r- 3 r o n i ft l s ch k B e z i r k S s e k t l o n Brigrt 1 § na u, XX., Kqrl Mcrßläraße 5.1. Dre L e setz a l! e ist täglich von 2 bis 8 Ufer nachm ttagS osten, wo vel- Irfiiebcnc 3e taugen aufl eg n. Mrlgtiederanfirafeme tägltch, außer Mamslag..unL S omrtsta. votr.2 Ufer-nachmittags; D-e $ w b t sch e TlsH 6 eiellschaft Alserstr aß e y n d U m g e b ix n g vrranstrltel beute um 8 Ufer abends rm Weißen Saale des Medfeof einen Gesellrgkeris- «i h e n d. Mitwirken werden unter andrrrn Fräulein Gxete B a ch und das H u m o r r st i s ch r Q u a .r t e t t deS Jüdischen Gesangsv-reines. Emladuns<n werden nicht verichtckt. G ä st e e r b e t e n. — Hebräischer Klub. Kurie: 7 . bis 8 Ufer Wiesen, Grammatik; 8 bis 9 Ufer Dr Krm'nka, Hiob. — H e ch a l u r»O r g a n r s a t r o n. H e u t e, pünktlich . «Ufer abends,, im Wagd Al'jafe, l.. Flerschmarkr 22, S tzung des . Ma a d H? ch g l u z, Ille Mitglieder weiden gutgowitzert, zuyerstchtlrch zu er'chriuen. — B e r b a'u d der Tempel- .ü n d. B fe i h a ü s d reyer i n W r e n, V./ Siebend! unn? ° gaste't ». Sonntag den 16 d. M. stndet um '/jldUlt w> mittags im Cafä Industriellen, I., Konkordiaplg» ft, die I. Geyeratpepsg mm! rr n g mrt tylgerrder Tagesordnung statt: 1. Bcnchl über die b sfeerige Tilt gkeit. 2. Beucht des Kaste.vtziwalters. 9 Aytriige. JnierpeNgtioneu und daranichlreßende Dröalle, 4. Aenderuüg der Statuten, b. Wahl des^Vvrstande'Z. . _ ' Der Marketbe^cht. Für den Abbau der Fleifchpreise. » - Die fleischve r arbsit« rt den Gewerbe sind endlich durch die ^rscheinunMrr feer letzten Wochcrl. in. drirerr her Zbystsum an fletsch infolge dex sprungfeaften PreiSstetgernn- Aerk aüf -ein Minimum herab ge funken ist, zur Ueberzeugung gekömnren, daß der gegenwärtig« Zustand linhaltbar sei, und hölbeudeshalb einen Schritt rrntepnommen, um der weiteren« Verteuerung des Fleisches Einhalt zu gebieten. Deshalb vcrfir'nnnelten sich im GenossenfchastShauS der Fleischhauer die Vertreter der Genossenschaft der Fselschhaurr, der welcher. 'Vertreter des BiehhandelSgrsmiums,'der Händler vom Markt in' Sb, Marx stud der Großmarkthall«. um-über die gegenwärtige Siinalton zu beraten.' G^uossenschaftsborsteher Sch adl erstattete ein eingehendes Referat und es konnte festgsstallt werden, daß sich die Vertreter aller genatrnten Organisationen für den endlichen Nbbau der Prei|o aussprachen. Es wurde ' schließlich ein von allen. Gruppen genehnilgteö Uebereinkornmen gotrofstn, demzufolge, allst Jnter» . «sssnten di« jeweilige Preisbildung zu bestimmen haber: werden. Diese Preisbestimmungen sollen von Fall zu Fall' — man Wht vorläufig eine solck-e für jede Woche voraus getroffen werden. Die Gastwirte .werden gleichfalls, ,in hi?-en Kreis der s.reigebildelLN P.rkisbUdÜngWmmiijurN/ .ei,E<Sen werden, damit sie. nicht in die Lage kommen. Preise ^'n bewilligen, die gegen das Uobereinkomfeien verstoßen.' - - In der G r o'ß m a r k t h a l l e waren gestern alle Flcischgattüngen reichlich vertreten. Die gefaßten' Beschlüsse sind zwar noch nicht in Erscheinung getreten, das 8! tn«d fleisch fegt um 4 bis ö Kronen im Preise , gnaezogen,. man hofft aber, daß schön in der nächsten Woche eine bedeutende Verbilligung cintreten wird- Der Preis deS Kalbfleisches blieb unverändert. Auf den Grünwarenmürkten ist hie Lage im allgemeinen nnvermtdert. Amerikanische Liebesgaben für bedürftige Heimkehrer Samstag dru 15. d.'M von 10 big 12 Uhr vormrtlaaS wc-den durch den Verein IrbivOmst des Ne.chSver» dande« Angch. narr drutschösterc'tchischer Krirg^aesaugeuer, 'i'l., Getre dciuarkl 9. II. Stock. Wätchc und Wukwaren. eine Svnide dc§ omenkaun'ch.n NattnnzeS. an bedvm,ge H-imkelner ans ruisl wer Kriegs-ettiugenichatt uack Borwenurtg des Metdezettels und des HumlefererenNastungStcheütes verteilt. Mkever Morqe«Heitunq Bi'tzne und Kunst. Konzerte. lPfeilharmonifcher Cfeor. — Tfeomek. — M o r r n i. — Rajbl - Oestvig. L i n d b e r g. — GotteSmann-Quartett) Ein interssfanLss Progranim gab es unlängst 'im Novitätenlonzert des Philharmonischen Chors zu hören, Zwischey einem Streichquartett von Gl.iöre und dem bereits bekannten „Tombeau de Couperin" von Ravel standen Lieber zweies zeitgenössischer Wiener Komponisten, des vor einigen Jahren verstorbenen Mandl und D.a.saiiels. Mandls ' bretynische Liebeslegenden sind, einfach in der Konzeption, wie es die einfachen S.rophen des Textes — in den vollendeten Nachdichtungen .R. St. Hofsmanns — sind. Mit einem deutlichen Unterstreichen des Volksliedmastigen. in Melodik und Harmonik ganz auf die ruhige Gesangslinie eingestellt, wirken. sie -7 dies der hauptsächliche Eindruck durchaus echt und ungekünstelt. Nicht immer saßt sich das von den Liedern DasatielS sagen. Auch hier melodische Führung der Singstimme, in den lyrischen Momen'.en einnehmender als in den dramatischen. Daneben aber eine oft überladene Begleitung, die das Streben, sich kontrapunktisch auSzuleben. übertreibt und so der Gesamtwirkung schadet. Die Mitwirkenben: Frau Lampl- E i b e n s ch ü tz, Fräulein M i h a c s e k, ein Streichquartett unter der ausgezeichneten Führung des Heren Strasser, boten erlesenen Kunstgenuß. H^rrn Weis, dem tüchtigen Helfer am Klavied. wäre anzuraten, logischcr, also vorsichtiger zu pedalisieren. Weit weniger glücklich präsentierte sich ein Kompositionsabend des Herrn F. A. Thomek. Wenn wir, was hier allerdings die nachsichtigste Art der Beurieilung wäre, die Angelegenheit nicht einfach tot-« schweigen, so geschieht dies nur, um unserem Erstaunen Ausdruck zu geben, daß sich Sänger von Ruf in den Dienst einer derartigen Veranstaltung stellen. Glücklicherweise gab es zur Erholung — an jenem Abend im Saale nebenan wirkliche Kunst: Erika Myrini. Ob sie die zärtlich innigen Melodien der alten Italiener und die kapriziösen Rhythmen der Alt-Wiener Weisen spielt oder ob sie die Hexenstücke der Geigenliteratur erklingen läßt, immer weiß sie zu fesseln und zu entzücken.' Ihr blühender, großer Ton. ihr präziser, der subtilsten Schattierungen sähilzer Bogenst 'ich und nicht zuletzt ihre enornE Musikalität stellen sie den größten Geigern an die Seite. Und all daß (es ist nicht halb so paradox, als es klingt), trotzdem sie als Wunderkind das Höchste versprach. . Auch Früukeln Maria Rajdl, die unlängst gsmeiuschaftlich mit .Herrn Aagard Oe'stvig ein' Konzert gab, ist noch sehr jung. Sie besitzt «üt<m schönen, dunklen Sopran mit leichter Höhe, der sowohl im weichen Plano als Such im metallischen Forte gut anspricht. Die biegsame, gesunde Stimme wird' sich aber mit dem Problem der Mittellage noch befassen müssen, wenn sie ein Letztes an tschnischem Können, erreichen will. Am htzstep -gelangen eine Arie aus Bizers „Perlenfischern^ und das Duett ans „Madame Vutwrfty^, Herr Oestvig schien an lenem Abend indisponiert. War das der Grund des bei dem so geschmackvollen und kultivierten Sänger völlig u.ngrwvhncen FyrcierenS? Der Sänger, dem man jetzt am meisten in der Oefsentlichktzit des Mnzertpodiums begegnet, ist zweifellos Helge Lindberg. Es spricht für die durchgeistigte unh prmusikalische Art seines Vortrags, der jedem SÜl sein e'genes Gepräge wahrt, wenn man darüber hie Herbheit und drödigksit seines Organs vergißt, das im Forte trotz großer Kirnst d-rx Atentführung ein Flackern meistens nicht vtzr.meidert kann. Das Publilum dankte stürmisch für lyrische Gesänge von Schubert, Schumann und Wol>, die de Nt versonnenen, träumerischen Mezza voce des Künstlers besonders gilt liegen. Aber auch mit.Stücken, in den§n seine plastische Gestaltungskraft zur Geltung kam. wie zum Beisp'sl im „Srattensängor", zwang er die Hörer in seinen Bann. Das Go ttrsma NN-Quartett ist auf dem richtigen Wege. Sein junger Führer besitzt wohl noch nicht alle Ouasitätsn, deren er zu saittom schwierigen und Heiken A'-Nt bedarf. Es ist noch viel Gärendes, Brausendes, Unruhiges in ihm. Ein Mehr-Wollen- Als-Künnen. Ein Zitviel ay Temperament und Tonenergie, das oft ein Zuviel an dynamischen und Tentponüancen im Gefolge hat.. Was aber keineswegs Verneinung, sondern nur Einwand bedeuten soll. Die jungen Künstler, - jeder einzelne ein. ausgezeichneter Musiker, sind mit höchste::: Eifer und Ehrgeiz bei der Sache. Das> Züsamnienspicl,' Ergebnis ehrlicher und genauer Probenarbeit, ist sehr gepflegt, ein Verdienst des Ouar ettsuhrerS, das bei der Grschästsari utiseres heutigen Konzertbetriebes besonders angernerkt zu werden verdient.' . ' Dr. Gustao F u ch S. 13 ISnner 1921 Seite S --— -. --^ Aus de« Theatern. Km S3 b t fl t (i c « t m' qckanqt morgen, Freitag, ,D e t Comvaanon* Mir Anffühiung. Hugo Thimig wirkt M Gast mit AnMna 7 Uferi In der S t a a t o p e r gebt morgen. Freitag, »D i« 3 u « b e r f l 3 t e" m Szene. Anfang '/s? Ufer. An der B o l k s o v e r oefet heute, Donnerstag, ,D i i Aüdi n* mit den Dan, n Pfiüer, Deb-cla und den Herrert ch'll rnSfee m als Ga't. Fniclüe', Reumann, Tauber und Lazcr iv den Hnwlrolten, in S-ene. Dirigent: Herr de Ste,m>ch. Veovoldine Konstantin gastiert am W i e n * i S't ft b 11 fe e rt t c v nur noch an vier Abenden, fe c u t t, Donnerstaa. und m o r g e n, F r 111 a o. tm ttalienidfe-'n Lnstspi-'l »Das Glas der Jungfrau* und Sams'ag. ^oninag >m ^ckausv-.el „Das G e l ü fe d e" vor '/.mt'Nsock. Mittwoch den 19. d. M. stndel die E'.stiufführunß "es Tckausptels ,D e r F a l l C I 6 m e n c e a-'u" statt. Der Nring wum dieser Auffuferung fliesu der Tuberkulosefürsorge zu An der R e n a 11 s a n c e - B ü!, n e pelanoi am Sonn« tag den 16. d. M. um 8 Ufer nachmittaoS bet eimahig'en Preisen das Ma ch nlnst'wiel „H a r u n - a l - R a s ch i d" von der - ekmutcn Sch ittsteü^in K o r y T o w s k a zur Uraufführung, Li^ An'zen ernng b sorgt Nc.äncur Ptkior Frau,. A -kido B I e, b 111 n feäft Sonntag den 16. b. M., 7 Uhr abends, im Wtssenschafilichcn Klub, VI. Dreifeu'eisengaffe l, einen Vorl ag über ^Exvresston.smus und Biifene". Karte« in der Buchhandlung liatiyi, I., verlängerte Kürntnerstraße, und im Klub. Fckix Dörman« w',d eine dramatisch« Ballade »De» Herr von Abadesi a", die soeben im Verlag der Wrener Luerarisä en Anstalt jWila' neu'rdings zur Ausgabe gelangt, am 16. d. M, 7 Uhr abends, im croßen Saale des Volksheim-, XVl.. Kofletpmk. znr Vorlesung bringen. RückiFabe des Ständetyeaters an die Deutschen Prags. Wie „Vtbooc Rovin,)" melde», soll die seit längerer Zeit gevlante tschechische Bolk-Soper >m Gebäude des Prager,Theaterrauet^S, wo sen m fereren Monaten nicht mehr gespielt wird, unteigebracht werden. Das G bände soll dem tswechüchen National» the ler Lfeerlass'N werden, talls P-ästdl'nt Makaryk die zur Er« ncktung einer -weiten Büfene auS dem Masaryk-FondS zugesagter» 5 Millionen dem Nationaltfeeater zur Verlügung stellt. Für d.esm Fall wurde die Rückgabe des StandetfeeaterS a n d i e D e u t s cfe e n b e s ck l o s s e n und es ist zu hoffen, daß es zu dieser Rückgabe kommen wird. Zn dev Freien »Ldischen VottrSbützne UI., Nnier« Augarter ftrasie y) wud Freitag. 14 d. M., A. M o r d i n S ..?chlomle Scharlatan", Traoikomödre rn drei Akten, zum erste« Male gegeben. Sprellcttung: A. Deutsch, Ser AMsemMsmus im Grazer F«tzbaVsportch Der durch den im Deutsch-alpenländischen Fußballverband herrschenden Antisemitismusin seiner Existenz arg bedrohte Sportklub Hakoah, Graz/ hat sich mit folgendem Eingabe an den^ OesterreichischM Fußball Verband nach Wen gewendet:.^ / , ,Mr erlauben uns, dom löblichen O^sterreWschey . Fußball-Verband folgende Angelegerlhsit zur Kenntrrjß zu bringen, die die Zustände im Grazer Verhanh Wd derey-anttsemstische,LenheyM-Weucht^t. Mr Wen, womöglich noch vor Beginn der kommenden Saison \ Abhilfe zu schaffen. —> Am 28. Dezetnber 1920 fand unter Leitung, des Obmannes hes Steirischen Fuß» Lallverbandes, Herrn Ing. Vlaschek, eine offizielle Sitzung statt, zu welcher-hie Sektionsleiter aller Grazer Fußballvereine, zwecks Auslosung der Me'.sterfchafts«' spiele für die kommende Saison , geladen waren. NaW den Bestimmungen für die Meisterschaft.wäre der Sportklub Hakoah an die Reihe gekommen, Veranstalter seiner sämtlicheu Spiele zu sein und hätte als solcher die v Pflicht zur Beistellung des Platzes,. In Graz gibt nur 3n?ei f^^e^fa1Jtö'e itub* die der zwei erstklassigen Vereine, Sportklub Sturm und' Grazer Athletik-Sportklub. Zu Beginn der Auslosung teilte Herr Ing. Vlaschek als Obmann des Verbandes mit,, daß die Auslosung nur dann den Zweck erfülle, wenn der Sportklub Hakoah auf sein ihm zustehendes Recht. Veranstalter zu sein, verzichten würde, da die beidest vorgenannten Vereine laut ihrem Schreiben an bfijn Verband erklärten, ihren Platz nur^ann für die MeiM> schaftsspiele zur Verfügung zu stellen, tvenn Hakoäh nicht Veranstalter sei; dies stelle auch den offiziellen Beschluß des Grazer V.'rbandes dar. Aus Anfrage rtnseveS Sekrionsleit.'r'Z Herrn M,d. Franz Rosen erklärte Herr- Ing. Vlaschek, daß es nicht in der Macht des Grazer Verbandes liege. Fm übrigen gebrauch-e d^r Vorsitzende lächerliche Au'flüchie. Wir ntöchten dazu noch bemerken, daß in der leidigen Piatzangelegenheit der Wiener Verband seine strikte Weisung bereits nach Graz hat er-. gehen lassen, die aber, wie aus dem Vorhergesagten hervorgeht, bis heute nicht befolgt wurde. Wir bitten den Oesterreich'schen Fußbalt-Verbarrd nochmals eins dringl'chft uni Hilfe." . - Man darf mit Recht hoffen, daß der Vorstand.des. Oesteereich'schrn Fußball Verbandes den Grazer Sporlaniiscrniten das Handwerk legen tvird. ). Tie Drrsai'o t.'nnwl!st' d r Hqkivh. Die Hakoah - trägt vor Begirm feer Moifterschastssai.on folgende Freundschasr^ spiele aus: 23. Jäuner: Nerrbauer Fußballklub, 30, Jänner: Ccicket, 2. Februar: Versthofer Sportvereinigüttg, 6.Februar: Sportklub Bratislava (Preßburg). Bon tsnterern Gegner stützt I noch dir defiiriiive Zusage aus. Erste« Vif'er er ÖU«£B»e>is* I2> $© a Ä Ä ei sn o? ® r« *iSL «s Ü <& ü. ti cs » ü ü. «f* v Lv L.» p* LL L L jecko iu T,rüchi ciartT. ucr uchon, ausse-rätnr .MetWiuäl- und hpeziatscrlen — X.chtvorr.di^s wirü sfiuroilrtens besorju Jeöer SiaSerriJi? arsiesä ti«seo,e LeisäwatrjgsfSSuigJscEi l ' rrss W ffabti R» j* E B*a Mvfr bt/bi 5s> mp ffüq nt h Ü TQfeorstrausö 2*7 Tc-f« 41^70 (SnS«Ka) kCliiaWllBl©" v V. liCU. Bl. ü. II. XK., WalSewsßcLn^'Si^ssa LS - Tel. 46084 En cuts’OS and er? detail