Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 706 (13.1.1921)
- Date
- 1921-01-13
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Serie 8 Mn, DüntMsrag - —. .----------—:--— -'-'--"‘r"-«’;öfische Regierung hat Heu Flüchtlingen erste Hilfe geboten. Sie jedoch zu crhattön, ist eine Löst, welche die Kräfte eines eigenen L-andes bald übersteigen müsse. Wir russische» Bürger, gewählte Mitglieder der lokalen Selbstverwaltung, Mitglieder der Verbände der Gemst» wos und Stadträte haben uns zu einem Hilfskomitee für die Flüchtlings vereinigt. Wir gehören den verschiedensten politischen Richtungen an und der Zweck, den wir anstreben, ist kein politischer, sondern ein Ausschließlich humanitärer. Wir werden unsere BerAhungen ausbieten, um die private Dtildtätigfeit für unser Werk zu erwecken. Aber bas Problem, Millionen Menschen, die ihr Vaterland unter den katastrophalsten Umständen verlassen haben, zu unterstützen, übersteigt auch die Kräfte der privaten WohltStigkeit. Das Unglück ist überaus groß. Nur eine Kombination der Kräfte der privaten, der philanthropischen Organisationen und der Regierungen, nur die vereinigten Kräfte der ganzen zivilisierten Menschheit vermögen einen Erfolg zu zeitigen. Eine wirksame und systematische Hilfe kann den russischen Flüchtlingen unserer Meinung nach nur durch ein internationales Werk werden. Mag nun diese Hilfe von den einzelnen Negierungen oder von einem internationalen Komitee beim Völkerbund ausgehen, wir wollen unsere ganze Erfahrung den Institutionen zur Verfügung stellen, welche geschaffen werden sollen, das Los unserer Landsleute zu erleichtern. Wir wenden uns, so wie wir uns an Frankreich wenden, an sämtliche Nationen der Welt, damit sie uns ihre Hilfe leihen. Eine jiddische Monatsschrift in Kanada. Die baS Jiid. Korr.-Dur. berch'et, erscheint m Mont era^ mit Beginn des Jahres 1621 eine Uterarrsch.kriti'Äe Monatsschrift in jiddischer Sprache unter brm Titel »Kanada*. Stand ge Mitarbeiter der Monatsschrift sind: Wladimir Gr oßmann, A. Alm«. 9. I. Siga!, B. Perlmutter. I. Rabinowit'ch, S. Schneider. A. Szlolvrkow und andere. — Tie Zeitschrift bealsichiigt, eine Reche jübrscher Schriftsteller aus dm Brrctnigten Staaten und Europa zur Mitarbeit heranzuziehen. Lsmdforderimgerr der jüdischen Soldaten in Litauen. Das Jüdische Korrespondenz Bureau berichtet aus Ko « no Die jüdischen Soldaten, welche früher der litauischen Armee angehörte», haben fich an den Präsidenten deS litauischen Sejm »it der Forderung g'wendet, auch ihnen die Landanteile so» etwa 20 DeÜjaiiriri, zumwelseu, welche den ehemaligen Soldaten für Siedlvngszwecke versprochen wurdm. Sn erNären, daß eS «ntzerrcht wäre, auf sie die Bestimmung au-nwenden, daß Land ««r denen rugrwiesea werden könne, die früher in der Landwirtschaft beschäftigt waren vnd auf diesem Gebiete Ardejlserlührüng besitzen; denn unter de« zaristischen Regime seien die Jude" «bstchüich von der Beschäftigung mit der 8 er n d w i r t s ch a f 1 »rngrhalte« worden. Kundgebung der Kommunisten. Bor dem Rathause wurde gestern nachmittags eine von der ldmmvnistischrn Partei eivbernfene Versammlung abgehaltcn, die to« Timb 6000 Personen besucht war^ Sn wendete sich gegen dir Steuerabzüge bei Arbeitern und Angestellten und faßte auch eine in diesem Srnne gehaltrne Resolution. Nack Schluß tzer Versammlung zogen' die Teilnehmer über die Ringstraße bis Mi Aipernplatz. Auf dem Wege wollten sie mehrmals, besonders, bei der Oper, in die Innere Stadt erndr ngen. was jedoch von per Sich erbritSwo che vlrcitelt wurde. Durch Wenbrstanbterle. die ans der Mute der Demonstranten geworfen wurden, würden je rinrFensterschetdedeS Grand Hotel Md des SNngstraßeneasS zertrümmert. Bei derWvllftUe versuchten die Demonstranten ein rlne Autos anzuhalten und die Insassen zum AuSstrigrn z» bewegen. waS aber von der Eichrrheiiswackr verhindert wurde. An einem Automobil wmdt sin« Fenstrrrafrl zerschlage». Der Täter wurde verhaftet. Der Iuwelenschatz des Fürste» Efzterhazy. Sin mysteriöser MiMonendkebstahl Zürich, 12. Jänner. (Tel.-Komp? Kürzlich benachrichkigte een jetzt in Bern sich awhallendrr Fürst Esz 1 erhazy die Schweizer Polizeibehörde davon, daß ihm se ne Armilsinjuwelrn i« Werte von 180 Mrllionrn Kronen gestohlen worden seien Bald daraus verbattete die Kriminalvolrzet erneu jungen Schweizer a»S guftr Familie, m dessen Wohnung tatsächlich fast der geamte gestohlene Schmuck vorgefunden wurde. Der Fürst verlangt« dir Rückgabe fewrr Juwelen. Die Polizei ftagte vorerst h« der «ngarrfchen Regieruno an, ob rS mit dem Schmuck frne Richtigkeit iaht, da Fürst Efzterhazy ungarischer Staatsangehäriger ist. Aus Bndavest ist nun die Auskunft gekommen, tzaß die Juwelen «ahrschrnlrch gar nickt Eigentum tzeSFürsten seien, daß er ste aber aut jeden Fall für sich »der für die eigentlichen Besitzer auS Ungarn heianSgefchmuggelt Hab«. Die Polizei wartet jetzt, bis die wnNichen Empfangsberechtigten ihr Eigentumsrecht einwandfrei «achgew.efrn haben« Der Betrüger mit dem falschen Schnurrbart und mit den 0-Deiuen. Kürzlich wurde über den großen Betrug berichtet, bet 2» End» vorigen Jahres am Wiener Bankverein verübt worden ist. Am 27. b. M. erhielt nämlich die Zentrale kn- Wiener Bankvereines von der Hanbe.'SvereiniguiA „Cft", %. Bezirk, Wipplingerstraße 10, das Ersuchen, zu Lasten HM Ko»M 300.000 Kronen cur bk Filiale Wiener-Neustadt Wiener Morgenzeitunft rerrrdlc 'earier 5/rieme 2ün6stsins Doi«b traft diverse StteUwaTn M. FOIDL & SOHN WISST, X., Fra,nr-Jo»ofs-Kel 7 V Industrepatast, III. Steck. Tel. 17 2-tt zu überweisen Und der Filiale den Auftrag zu geben, die Summe au einen gewissen Alexander Schubert, der sich mit Paß und Vollmacht ausweisen werdeauszufolgen. Da Papier, Stampiglie und Unterschriften echt schienen, wurde der Auftrag ausgeführt und das Gelb an die Wener-New» städter Filiale überwiesen. Äl§ dann am 28. v. M. ein junger Mann bei der Filiale erschien und sich mit einem Reisspaß auf Alexander Schubert Und einem Dollmachtschreiben der Hanbelsveveiliigung ,L)st" auswies, wurde ihm baß Geld anstandslos auSgesolgt. Der Betrug kack erst auf, ab; der Wiener Bankverein in einem. „Belastungsschveibe^" der Handelsgesellschaft ,L)st^ von der äuftraggemäßen Transaktion Mitteilung machte. Dann erst stellte sich heraus, daß bet angebliche Alexander Schübett ein Schwindler, haß die Stampiglie und das Geschäftspapier wohl echt, daß die Unterschriften aber gefälscht waren. Don dem Gauner wußte man nichts, als eine beiläufige Personsöeschrsiblinst, die hervorhob, baß der Schnurrbart des jungen Mannes die Oberlippe freilasse und daß der Betrüger ein wenig gebogene Beine hat. Mit diesen geringen Behelfest hat in ÜnglMbllch kurzer Zeit Oberkommissär Dr. Leiters vom Sicherheitsbureau, der die Erhebungen geleitet hateinest vollen Erfolg gezielt und den Täter vethaftet. Er ist der 80jährige Kvnstruktjeur Frstnz Tesar. Er leugNeie anfänglich, gab aber dann den Gaunerstreich, in die Enge getrieben, zu. Er hatte schon früher von seiner Geliebten, der Comptoiristin Göbel, GeschäftSpapiere der »Ost" verlangt, angblich, um sie dazu zu benützen, sich einen Arbeitsnachweis zu verschaffen. Text Und Adresse liest er sich in einem Maschinenschreibbuteau Herstellen. An eisten anderen Betrug will er nicht gedacht haben und zu ihm'erst veranlaßt worden sein, als ihm der Zufäll der Betrauung mit der Behebung her Raucherkarle für den Beamtest Älexander Schubert den Paß des Beamten in die Hände spielte Er lieh sich mit einem falschen, :<mfgekleb-ten Schnurrbart photographieren. klebte das Bild statt des Bildes Schuberts in best Pah und machte den Stampiglienaufdruck auf dem Lichtbild iM Paste Mit einem Farbstift. Auf den Geschäftspapieren, die ihm die Gödel verschafft, ließ er den Zahlungsauftrag und die Vollmacht schreiben, und so führte er den Betrug vurch. Beim Schaltet der Melrer-Neustäbter Filiale deS Wiener Bank-Vereins erschien er am 36. v. M. mit dem falschen Schnurrbart, weshalb die Befchreibustg auch betontdatz der Schnurrbart die Oberlippe freiläßt. Aufgeklebt hat er sich den Schnurrbart in der Toilette eines. Kaffeehauses. Mit-dem entlockten Gelbe kehrte er dann stach Wien zurück und will er Mit den 800.000 Kronen so flott gelebt haben, datz das gütige Geld in den zehn Tagen ganz.aufgegangen ist. Das glaubt man im Sicherheitsbureau allerdings nicht, und man vermutet, daß Tefat das Geld irgendwo verborgen hat. Die Spritzfahrt mit der Geliebten hat rund 6000 Kronen gekostet. Für Anzug, .Krawatten und Wäsche hat Tesar einige taufend Kronen auSgegeben, aber eine noch sehr große Summe fehlt. Tesar ustd die Göbel wurden in Haft behalten. Die Suche nach dem Äetde wird fortgesetzt. _u Die Milleuiumskule tn Thrbr« i« die Luft gespreugt. Praq» 12. Jänner. (Tschecho-sloiv. Preßbur.) Heute mittags wurde die M i l l e n i u m s 8 u l e in Theben von unbekannten Tätern gesprengt. Die Säule stürzte auf das Donauuser herab. * Oberrabbiner Dr. Ehases, der, wie gemeldet, eine Reife «ach Amrcka angetreten hat, ist. w e eine Reuter-Meldung vom 11. Jänner besagt, von Plymouth nach den Bereinigten Sraaten abgerrist. * Nun heimatliche Rechtsanwälte in Oesterreich. Der Aus'chui der tttcbn Sftcvrctdjtftftc« RechWnwaltskammer macht Die Kollcgen aufmeik am. das; m Bnndesmmiüermm >ür Justiz eine Novklle zm R<wtkänwaltsordnuna m Vorder' Uüng stcht, nach der von allen w Gebicre der Repu lif Oestcrrr'ch «ät'gen Rechtsanwälkm der Nachweis derBundeöb ü r g e r t ch a : t vnlaugt werden wird und daß eS sich daher fm jene Kollegen, d>e das Bundeöbürneirkchk noch N'chk besitz n. empsieblt msterhnlv der bis IS. d. M. offen gehenden Füst die Option ausmüben. * Erhöh««- de» internationale« Briefporto-. Wie ^Gck>d de P-u-iS^ an- London meldet, m eS waluschemk'ch. daß derei's om 1. Februar das mkrinitionnle Bliefvorko gemäß dem Bcschluffe der Maduder Kimie^n; m einzelnrn Ländern-mu d m Gegenwerte von 50 Centimes Gold festgeieyt werben wud. * Hebräische Kurie des Jüdischen Schulvereins. Heute um ',,6 llhr nbends sindet rm Bur-au ves Iüdnchen >tal vnali ateS,. il., Taborstraße 20 a, Zimmer, l. e ne Bertamtnlung der Hörer des am 17. d. M. b e g r n n e n d e n sechsnt o n a k r g e n Ä n f 8 nger^uries zwecks Bc° 'prechungdeSPrsgram ms. F r st l e ha n ß d e r Stunden usw. starr. Srichernen unbedingt n o l w e n d r g. * Die Harumzigaretten. Di-wir erfahren, wird die "eue Zignel ensorre - n? nm — ie >rnS der Ta«'r rege m Monat Februar tn W rn rn den Tabalverichteißstckleu zur l allarmeinrn Ausgabe grlangem 13. Jänner 1821 Nr. 70» * Eröffn««- eines Kinderheims in Haeking. A« S.d. M. land dre Eröffnung des Kinderheims deS Frauenvrreinej siim Schützt armer verlastener Kindtr in Hack'vg unter zahlreich« Beteiligung statt. Der Bürgermeister hatte Profestor Dr. JuM Tandler als seinc« Vertreter emsendet; daS Staatsamt für soziah Berwaltung, die BemkSvorstehung H eyrng hatten Vertreter entz lendet. Für den KrrltuSvv,stand waren relommen: drePräsiventel Prolesior Dr. Pick und Baurat K mvlerdie Sekretäre Dr. Adln und Emil Engel. Amlsleiter Rudolf KrauS, Oberotsizial Ungar; Sekretär der Zentr lstelle für jüdische soziale Fürsorge Dr. Löwst dre Bern et« der meiste« Ftarrenvererne und vrrle andere. Nach emer Begrüßung der Anwesenden durch die Präsidentin wechtz Rabbiner Dr. L e w i n das neue He m ein. Prosrstor Dt. Pr^ entbot den Dank und Gruß des KultuZvörstandes. Rach eisttA Rundgang durch das Her« gab Fra» Mathrlde Cohn drtz Kindern eine Jause; * Begräbnisse o« hevtigen Tage. Alter Fried« h o s: 10 Ubr Bened k Ignaz, 10 Uhr 80 Min. Holzer Antonie, 11.Uhr 15 Mm. Kahn Emanvel. — Neuer Friedhof; 0 Uhr He nrath Leopold. 9 Uhr 80 Min. Brüll Franziska, 0 Uhr 40 Min. Schaviia Dols. 10 Uhr 2Ö Mist. EtrastW Mathilde, 11 Uhr Grodetzky Michael. 9 Mazzoth. Ceitests der Mätzoth-DersorgunMelle föi Wien und Oesterreich. I., Sritenstettengaffe 8, wrrd zur Kenntnis gebracht, daß Anmeldungen gegen Erlag von K 800 per Kilogramm btt den bereits früher bezeichnet» Stellen brS mklnsivl 23. d. M. entgegengenommen werden.! * Vortrag Professor Dr. Aplowitzer. Im Rahmest der vom Knltnramte des Jüdische» HockschulanSfchusie- Und de» Lese- und Äedehalle veranstalteten Vortrocks reihe llbey die alte und moderne hrbräffchr und jüdische Dichtung spricht Montag deu 17. tz. M. um V,7 Uhr abends i« Saale des Nieder österreichischrn G werbevereineS, l, Eschenbachgaffe 11, Prosrffor Dr. A v t o w i tze r über ^Dre Apadah*. Rezitation^ Frl. Mojam Schnabel. Karten brr Löwit, Rotentur«-- straße. «nd im Sekretariat btS Jüdischen HochschulanSschnffeH, lX», Türkenstraße 9. j Deutsche Schnkzengnisse. Zn welchen Mitteln sonst unbescholtene Men'cken gik'fen. «m nicht der Ausweisung und der damit verbundenen Zerstörung ihrer Erstenausaeueiett z» se n. beweist nachstebender. von der Korrespondenz Wilhelm gemckdeter Fall. Bekanntlich ist zur Erwerbung der Staatsbürgerschaft der Nachweis vorgeschrrtben. daß der Optant eine deutsche Volksschule besucht habe. Gestern ward» nun der hiesige Bankgeschäftsinhaber Samuel tz chl o ß d e ry« 27 Jahre alt, zu Sniatpn in der Bukow'na geboren vnd dabtü '»ständig, verbaltet. Bor einigen Tagen gelangte nt die HäNdv der Polizeibehörde ein Eckrerden tzchloßbekgs, m dem er seist» Verwandten in Czernow'tz dringend ersucht, ste möge« ihn» deutsche Schulzcognrffe und Bestarigungen verschaffen, daß er dm deutsche Schule in Czrrnowitz oder in Sadogora besucht bat. Diese Schulz^uaniffe benötige er dringend »ur Optio«. Gelh ip ele keine Rolle: er vertraue aus die Tüchtigkeit der Verwandte« und bade in Wien gehört, daß viele Leute stch derartig» Zmanisie verschafft hätten, laut deren ste die deutsche»,Schulen» in Czrrnowitz oder Sadagora besncht hatten. In« Briefe wav auch davon die Nkdr, daß ste auch seiner Schwester solch» Zengniffe verschaffe« sollten. Auf Grund dieses Briefes erfolgt» dir Vrrbasrung tzes Sckrlv^berg. Im SichethritSburea» vrtnahA Kommisiär Dr Lewisch den Beschuldigten undseine Comvtoirrstin «ndj zugleich Schwägerin Chuntq Nachum ein. Schloßberg leugnet^ mrt de« Zeuanrffen einen 'B^rrug versucht zu habe«. Et hübe st« BundtSzugehörigkeit Nicht ersck eichen wollen. Er stellt dre Sach» lo dar, daß er ursprünglrch d,e An«ah«e feiner Optron damit erwirken wollte, daß er eine Bestätrguna deS Magistrats Sniatyst beibringen wollte, derzusolge er stck vei der Volkszählung des Jahres 1910 zur deutschen Mnttertytache «eck k a n n t habe. Er habe, behauptet SÄloßberg» vorausgesetzt daß er'mit le nem Ansuchen adschlügig beschieden Wtrde. Sem» Schwester Lorte H e r z b e r g gibt zu, daß ste stch an den Druden wegm Bestätigung des BesuckeS' deutscher Schulen gewendet hat^ Sie will aber nur eine Bestätigung ihres Schulbesuches s« Auaustdorf in der Bukowina erwartet haben; diese Schule hat stq r a t s L ch l i ch des u ck t; daß er sich »m wl Äe Kugnrffr^ handeln sollte, will sie n'cht gewußt haben. Um den GeburlS^ schein hat ste selbst nach Sniawn grschrteßM. Lblw Herzbntz tft übrrgenS wegen Ueberkrelung der Fremdenvorschrstte«, auf fünf Jabre abgeschasit, bat aber eine AufenrhaltSbrwilltgung btS 20. Februar. Auffallend ist. daß., obwohl Schloßbrrg die Selch» tm Briefe als sehr dringend bezetcknrre, <r bis zuw 11» d. M» daS G e s u ck u m A n e r k e n n « n a s e t n e t O V t t o « n > chtein g e b r ach 1 hat. Schloßbrrg wurde auf freie« Fuß gesetzt. , | * Eine Krse-obilanz. Dem Bericht ein« IbÜringrschen Handels- und Gewerbekammer entnimmt di« .Franlfurler Ze'tung": Künstliche M e«s ch e n o « a e«. DäS G^> ickältsblld war im ersten Vierteljahr 1920 infolge der d u i’ ch de« Krteg vnd den geringen Wert der deutsche« Mark gdschtffencn außergewöhnlich guten A b s a tz v e r h ä lt n t s s» nach dem Ausland »in besonders günstige-. Dte allgemein» wirtfchaftl'che Krise »übrte jedoch in den folgende« Monaten zu einem emvstndl'ckm Rückschlag. Erst gegen Ende d^ JahrtS trat eine Wrrderbrlebung des Geschältes ei». — Einige Seiten werter: Pupvenaugen. Die GrtchZ'tSlage tn der Pvppenaugrn-» industt te während des Berichtsjahres muß im allstem me« als schleckt bezeichnet werden ... Der deutsche Markt batte «vt a e r i n g e n B » d a r f a« Puvpenaugen. Bester« Abwtz ffik künstliche Mcn chenals für Pupprnangev — auch eine KrtegSbilanz. i * Die -rötzte Radiostatiou der Welt. AuS P a r i S wird berichtet: Gestern wurde in Samt Affi'e bei Melun vom Uukersia rtssekretär für Pc ste« und Telegraphen DeSchaMpS der Grundstein zu errstr radrvtelegrapbifchenStation gkltgt.tie dte größte der Welt werden soll. Dte nette Etat o«. dw in 1^ Jahren fertiggestellt werden fv>), wird 16 Masten von 250 Meter« Höhe umfasten und. plcichzeitig amt Telegramme abgeben, sowie sieben brs vienehn D pefchrn aufnehmen lönne«. E» wird imstande jrt«, in 24 Stunden mehr als zwei Million»« Worte abzugrbtn «tv zu empfangen. * Anfalle. Aufder Taborstraße Prang atstern hlt Sstjäbrige Private Rofr Herz. H., Große Mobrengaste 29.^ auf «-neu fahrenden Soaßenbakn uq auf; sie stürzte ab und brach sich die linke Knirscherde. Di« NetlungLgriellschaft brachte nc tn ött Unfallstation. * Lebensmüde. Im Hotel Ederer an der Spittklauevlande hat sich gest rn der 2ojädr>ge Btamte Karl Hermann aus em nt Revolver ritte Kugcl in die Brust geiaht und sich schwer, vcrletzt. Die RetumgSgnell'chasi, brachte th« tn dt» Unfallstaiton. Die Ursache der Tat tst Familienzwist. 9 Nachschau in Sinnpenhottils. Gestern nachts zwischen 18 und Übi haben Kr m nalbeamte des polizrürchett SittenawirS unter Führung. emeS KoniePtSbeamten eine Nachschau rn den Smnd „Hotels des l. Bemlts vorgenommen und 18 Frauen au pegrinen. vo > denen vier altz gcichlech ökrant dein Frauensortal Ii'> rgeben iuinti n, tfroc; wu>den wegen verboitner Rückkehr dem Bezirksgericht eroücliefert Erne wurde dem Polirerkommrffauat BritziUeuau, da» sie wegen DienstdrebstahlS jucht, überautwottcr.