Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 706 (13.1.1921)
- Date
- 1921-01-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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AK. 706 fiim Men, Donnersfüs ' %BitnMveseWelkmrs idMtfSiatMSiKS ^>ie Vergrößerung von Petach-Tikwatz 'ch Jerusalem, 7. Jänner-. (Jüd. Korr-Bur.) Negierung übergab der- Kolonie Petach-Tikwah 3000 Dünam sumpfigen Bodens für die Dauer. .von'fünfzig fahren.. Die Entwässerung/wird, mittels elektrischer Waft vorgenomrncn werden,' die die Wässer.des Andja^ flusses liefern werden. ' ' 43. ÄSntier 1921 «MCT3.'fT.rr"n-im,uiaiiL'BBtaaB3sa<!tttiiTir"äi fern**} BerhSlftrmgerl in BrrLapest. Budapest, 12. Jänner. (Ung. Tel.-Korc.-Bur.) Die Polizei hat heute den gewesenen ^Staatssekretär des Innern im Karolyi-Ministerium, Eugen Bartha, der in einen Erprefsungsskandal verwickelt ist, in Haft genommen. Bartha hatte erfahren, daß die Drogenyroßhandlung Grün Arzneien verkaufen wällte, und erpreßte unter Androhung der Anzeige, daß es sich um - ein verbotenes Geschäft handle, von der Firma fc 440,000., Auch seine. Komplizen befindensich Ln Hast.. // -/ Tagesbericht.' / Optionsschlutz. oMau Lau« nur mehr bis zum 15. Jänner optiere«. Jeder Optant wende sich au den Jüdischen Rationalrat, IX., Dabotstratze 20a. Das Option*? uvd HeLwatsrechL der Kriegsgefangerrerr. Güte Deputation beim BundespräfiÄente« Haiuisch. In Al'gckgrnhcit. des OpüonLn»d HeimatsrechüS f8e tkrirLZsefangene sprach gestern eine Deputation der DeleglerNw Konferenz für Kriekisgefangrnenfmssrge, bestehend aus dem Borfitzckdrn der Konferenz Ripp l, den Stellvertreter» Kratze r «üd Major S äxt und den ^eauen T rr r-wh e im und Lit l* ry/a n », Jbctm ZZusdeSpMdeute»' H-a. i.ni s ch - vor./ Die? Ab-. ordmwA verwies auf die schwere stnapziM. Schädigung der Hübstchttr seyeAübrr .ihre«vom. Dchickiäk weniger .hart' de* Mff-ne» Kamer-rdem Präsident H a i «.!.$. ch sagte', seine Untex- HLtznng bei den zuständigen Bundesminisierier: zu. Die Abord- «mg sprach, schließl'chdie Hoffnung. aus, . daß durch das Eingreifen des Bnndesprästdenten Leu Kriegsgefangenen in der Optioüs- . üyp Heunatsrechtsfrage durch, ihre Zurückhaltung in der Gefangenschaft nicht jene BegLnfLguuge« entgehen, welche andere« Kreisen der Bevötkerung zugute, geksrntyrn find'. Dre .Rathäuskorrekvondenz" weidet: Samstag den.15.d. M. Wust dir FM für .die.Anmeldung. der Öpliau. auf GrunS der Hsy^e,-,,p»p-I^rach.e.7.'.M.'..'. 8tz b/K/'Flpej»MMptrKk,eS)?. ••»&,./ Die ZXaMrätsdirektivu hat angeärdürt, /.Hatz 'die KWkrfttzonsüWiS-- aöirilMgen, die durch, Zuteilung von Beamten aus anderen Aemtern vMLrlt .Mcken, O p L i a n s a,u m t! d u u g e n bis 6 Uhr alt nd § es t.g es e n zu n L h men haben. Die Anmeldung kann, a u ch sich r'i f't.l sich überreicht werden. MWige E r g'ä »z u »'s e n könne« nach Ablanf. des »Ligen Termins erfolge».? ' Das Martyrium fit der -■"?'• rtkrsiue - - / ' . I ' Ehrenblatt für einen oblen Mchtjnderl. Gipfelpunkt aller Bluwrgien, perverseste Schändung ber. Menschenwürde, Chimborasfo der Qualen — has war. das Martyrium der Juden in der Ukraine in den Nachkrieg sjahrtzn. Der. Schreiberdieser Zeilen blättert, jetzt mit fiebernden Händen'in den noch minier Höchst mangelhaften, unzufammenhängenden Berichten/^ diechisnun vorliegen. (DaZ Schwarzbuch ,,-Ukm'inä"! das gegenwärtig in - Paris gearbeitet wird, ist noch immer nicht fertiggestcllt.) Aber das, tvas jetzt schon, notorisch'ist, Verhält .sich zu allen vorhergehenden Judenpogromen wie der- Untergang der Lusitania zu einem 'Nadelstich, -die-.eine Erdbebenkatastrophe zu einem Straßenbahn- ■jftlfaK. ’ '} -Das erstelvas Zn trm ist:- Schreien! Den Tänzern nach-vergnügter 'Anttnacht, den - .Heimkehrenden ans den Käbäteftsden -gedankerüosen Tagedieben, ' aber. auch denen, die über das schlechte' Brot, die enge Wohnung, Las kostspielige Bier, jammern und. über 'die /Verteuerung 'des Kavtengeldes in den'-Kafsoehausern schimpfen, Valutensorgen haben, allen Juden,. groß und' Sei«; höch ML niedrig, vollgegessen - und - hnngrig allen. Glsicklichen, die. die' Schreckensjahre ' 'in der ukrainischen. Folterkammer-., nicht 'mitgemächt > haben, m - die?Qhven.-schreienwas-sich dort-drüben zugetratzen hat! -Wir - wvrden düs Krasseste aus dem Krassen herauk- ^Näuhe-tt/.unö' es.' euren stümpfgewordeNensi abgehetzten^ Kerpen»,versetzen,/ damit ihr»'alle, - ÄÜsnahMHft»^-.. opfer? bereit werdet ftir die PogroirkweiseN und/den ÄNfbau. Krlästmas. />' - si"' ' -- y- - ' / % *-i „• . . . -v: - / . - ' . / . 'Zeutü aber beginnen-wir ML. MM HMrgungMM' Kr einen Nichtjudeü,- dessen Nanwm<' wir - noch nicht? kennen,-.der aber gepriesen sein wird'von. jedem-Juden des Erhkreises, sobald er bekannt'ist.- - ^. Jn-P-roskurow wahrte die shsteinatische marterdolle-Judenausschlachtung, bereits mehrere Tage. Sie wurde täglich-pLinktlich mn 6 'Uhr abends durch das fröhliche Konzert einer Mnsikkapelle beendet. Die Leichen -es befanden sich solche darunter^ die scchsunddrcißig Wunden-', auswiesen — durften nicht beerdigt werden. Man sollte bei der Blutarbeit lX'S nächsten Tages das getane gottgefällige Merk - der '; Vortage ' überblicken Können .. MitteilMgerr aus dem PrrblikUN. 8 GoM,Silbcv,PJ&41n n.Uhrfin kauft und vsrk.auft 778 EYTEffS BoftentBVxasir. 23, ®»rSafcüforstr. 98 rer Restaurant ^5, gyg Wien,Ht,Tator8tras8e 12 Spezialität: Karpfen und gefällte Hechte 89S Amsterdam - Wien Antwerpen Erster grösster Käufer für 4039 Brill Ante sä 9 Perlen Juwelesi eto. Rabinowit^ch, Juwelier i. 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O Telephon .Nr. 4073/V1U Am sechsten Pogromtage entschloß .sich mm-derchristliche.- Bürgermeister von .Proskurpw,. der sich vor-, geblich bis dahin hemüht hatte, dem Wüten im jüdischen Fleische. Drthalt. zu. tun,... zu. folgender Demütigung,' tvelche der. entmenschteBandsnführer mx BÄingung gestellt hat. ■ Er sank in die' Knie' und '-küßte 'dem. Pogromkommandanten den Schmutz von den Füßen. Nach dieser symbolischen/Handlunv" wztrde'- das/Jndengemetzel von Proskurow eingestellt/ - ' - ' * ' -Ehre den: Andenken desedlen-MannesH der einer Bestie in 'Menschengestalt, auf den/Kniest-rutschend) den Dreckvon den-Füßen, leckte, -Um-unsereA.Brüder- und- Schwestern. zu-. errettestr Verewigt: die Erinnerung /an ihn, indem ihr doppelt rmd dreifach für? PaMstina/ünd - für. die Pogrvmwaisen spendet! 0. A. P r» "liche Stegetn«g des jüdischen GLmslndeWesens in NsurumLnien. Ans. K la n fdn b u r g wird uns -gesaMäbe-!: Der Mnistep für KulmsWid 'MtÄrlcht--'Ä'a hat folgendLn strchst Kvnltttttierung und Organisation ' der jüdischen/- Gemeinden, herausgegeb.err, dsr -zur. Klärnng".-der >.-bisher' nur allzu unfichLren' rechtlichen Stellung der' jüdisthe'n -KnltusgemejnW'"in'.Rümclnieni berufen ist: '\ /''' '; '.-/’; /' , Zur endgültigen. Koust.it.ni^rung der ifraelitstchen Kultusgemeinden sjnd folgende. Verfügungeneinzu-' halten: l. Bis zur def.mitivLN Regelung der. israelitischen Kirchenfrage, insöesondexe was".dtz'.. Crrichtmlg. von neuen K u l t u s g e m e i n d i n und ihre Organi- 'fairon betrisst, wie auch in bezug aus die 5Rasirikel--- . fragen' sind' die - bestehenden Verordnüngen "d'er'"unLa- ' rrschen Regierung mit dergrSßten Genauigkeit'einznhalten. 2. Ohn-?. Einwilligung des Kultusministers .kann keine treue .KulLüsgeu.-ernde 'errichtet. werden^ -.3. Mitglieder einer KnljusgemriiiLe. können. ..nur, r-nm äusis che S ta a ts-b ürg er ^em./si. Die Amtssprache'für alle A'gend^n der Knltu'sgrmLinde ist.aus-, schließlich die'rumänische. 5. Zun: Aahtin'Lr". kann nur' ein rumänischer Stoaisbürger erwählt .werden. Bis .ans lveftsre. Mörsingung. wird' von den NabbinatSlandi' ^n'c'sshi nftr M*. d’:•':/<K-rordnm^ des ungarischen Ministers' vom 12< .November I68o M fordert, . daß die Rabbinatskandidaten/ zumindest. AÄ solventen von vier MittzelschElassen seien-. Nr kiriH liches Wissen haben - sie im Sinne der ungarische«! Minlster-lalverordstuttg - vom. 15.. November ,187-1/ hpM ein-von drei Rabbinern ausgestelltrs Zeugnisnachzutveisen. Die Akten über die Wahl des RabbLne-rs sin-d! im Wege der Präfektur dem Kultusminister zu? Geneh» mignng vorzulegen. 6. Im. Falle von StreiLigkelten. und Meinungsverschiedenheiten im Innern, der Israelitischen Kultusgemeinde hat als erste Instanz/ der ' Hezirksadministrator, beziehungsweise der.. Vürgermerster; der Stadt, in zweitzer Znstänz der ^räfM urd»/.ist letzter Instanz der Kultusminister zu, urteilen. '7. Recht der Matrib-lsührung verbleibt bis auf.tMlepe^ jenen Kultusgemeinden, welche dieses .Recht' im.Wege! her Verordnung' durch dieungärLsche. Regiewtng/e^ galten haben. . '■ ‘.V ’ Sm »rrgarisches historisches AttftiLÄL Ät Wrö«/ Aus Budapest wird uns geschrieben:' Kie rutgLrischL-' historische . Gesellschaft entsandte zur wissenschaftlichen Aus- Leutung der in-den Wjener. Archiven' befinölühe»^ für die Ge-' schichte Ungarns wertvollen Materialien, -einewissenschaftliche Mission nach Wixn, aus welcher allmählich sich ein stän-' biges ungarisch-historisches Institut in Wien entwickeln' folk:! Kiese Mission ist im Wiener Palais der - ungarischen' Varöü>:- mrtergebracht, wo ihr dieselben Zimmer zur Verfügung -gest-M' wurden, in denen der Schöpfer der Renaissance der -urMÄ-' schen Literatur, Bessentzei, seinerzeit gearbeitet hat. '-Dir- Einrichtung hat Fürst Paul Ester ha Zy - zur--' SSetfügun#- gestellt. Der Leiter der Mission ist.der Historiker Dr. ArpE Ka.rvlyr, ehemaliger Direktor des Hofarchivs^. ein genauer Kenner - der archivarischerr Materie. Für jede, der aufznarbeitenden Epochen würde eine eigene Sektion einZerichtet/ Die Arbeiten , für die Epoche bis 1848, besonders für., die^ Erforschung, .der. Zeit der .sogenannten Kamarilla"der 'Gtaf^'' §^)Ipwrat, . Kübeck und Metternich, und die. antimagyarisHensi . Bewegungen unter, den Kryateir,.-Serben mi^> .Rümäne'n'lverdQrsi böy' - .'.Franz.-.'S ck.hä--? d t ■ und Dr. Wewer 'M'ä tp'u'A. beätbeitet. Die Bearbeitung der Zeit 184.8/49-. emschliLßlW. der Schriften Kos su t h § -und B a t t h'tz auch s: und -KvssüM VerhLltnissLs zu- Görgey ist dem Universit5tsproWsv/ - Kr.. David A n g tpa.l, übertragen:. Mt-)Lw/GvngratÄNMM ber Mrkei infolge des. VnabhängigkeiiSk.ieM'-und----mü^l»Ä'i - Verfolgungen der Emigranten 8urch die öst-rrreichifche Diplo* ylatie beschäftigt -sich D'r. Stephan - H a L n a u.. 5Dr. NrpM Karo ly i .sammelt das Material über.den nationalen.Kanlpsi/ in dev. Bachära -und: die - Datenüber - die TätigkNldrs^- Grafen-'S z ech Ln.y'i iw-.Döbling fob^'-Lilps--Mf.'bM-.'A867Ä^-' Ausgleich -bezügliche! Material. Die Kosten werdchl-Zum, Teil aus einer. ausjchlieWch - füü biejett-'Zud"/ gewidmeten Spende der Gräfin-'Ladislaus S zeche ny/i, geborene Gladys - Banderbüt, im Betrag von 600.000- Kranes' und - zum Teile aus einer Sammluizg-gedeckt. / Der' 'Schiffsverkehr «ach . PEMvE Schon im ersten Anfangsftadinm der . stärken- .em-,' setzenden Emigration, nach Palästina ergaben^sich,.ipsolM.' des gvoßen' Schisss-oaummängels. beträchtliche' Dhwie-,.. rigkeiten>. Schiffsplätze müßten für die..Neiftndsn/lauge,//, vorher, belegt werden, sanitäre Einrichtungen ließet!-vist!/ zu wünschen übrig ü'nd auch die Bequemlich^it. dev/ Passagiere mußte infolge des riesigen .Andrangs:vW.. leiden.' /■.//'- ..;.. . - .: (Nuntrat-., die Jüdisch-palästinensische.Meise- ..uiM Transportgesellschaft .„Maawirimtsi au die SchiffahrtA^ gesellschaft. mit dem. Vorschlag heran,, ein. öesvndsrxK' Schiff für die PaläfLina-Reiseuden speKiell. zu bestimmmtz-. unddurch, eine j entsprechende Adaptierung Mem lanL^ / längerer Zeit begonnen haben, wurden rloulich. m WieH../ fortgesetzt. Der dieser .BesprechnM 'legte..die Kloyd-M-z-.. sellschaft den Maptionsplan.eintzs besonderen: '^KLffSA. für die Zwecke der P-lästina-Reisenden vs^.-v . ,'. Allerdings ergaben sich h^enterche- Schwierigkeit-rry finanzieller Art, da die Waptionskosten..des Schiffes!., über Me halbe Million Lire betragen dürften, für den- ' ständigen Belag des Schiffes garantiert norden nnG und auch für eine entsprechende.Tonnage bei der jrrvejligen Rückreise des Schiffes vorgesorgt weiDen müßte. /; All dies würde eine große Verteuerungcher^Fahr-« Marien .. zur Gegensätze lut jverden. Folge haben.'' -Zur ‘ Ausgleichuntz' rben die Verhandlungen rmch/'wrftetgeftiM'.-: Inter,latioirale Hilfe für die rnsstschon Flüchttinge. - /'//, / ... Aus Paris wird uns mitgeteftt:. Eür.. KvmLi^ bestehend aus dem' Prinzen Lwow, N/Äxentisfft: A. 7 Ko no wir low, >N. Tschai'ko-wsk'y^' V/ Rud-^ U-S.ff,..I. R-ub in stein,. A. Tito w, T- und' V< W y r.u b o w,' richtete an den französischen Diini^ sterpräsidenten Leygues eine Denkschrift in Aüge^gLN^ heit der russisch c n F | ü.ch'L l i n ge, in welcher ML wesentlichen folgendes ausgesührt wird': Die LräurigsLei^ Folgen'deS Weltkrieges haben sich für Rußland, dieses' wirtschaftlich, schwache und stets. schlechtregchrre^Land^ ergeben/ Mehr als eineinhalb Millionen MenfchD waren gezwungen, ihr.unglückliches Vaterland zu vrrlassen, um ihr Leben, 'ihre. Freiheit und. ihre Würd6. , zu bewahren.' Der 'Auszug aüS- Rußland'-ist' .keinö. .q-r?. wöylftiche. .Answan'derilligSbeweguttg. sondern . eimis Mas-.'nwandernng. Groß.ist die Zahl derjenigen nni^rs. , den Flüchtlingen, welche zu. den h-ervorragen'/ste.: Brr» t.ret»!7r der russischen Zipilisa,1 ion -^. Psi"' srgn---