Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-12-23 · Heft 687 (23.12.1920) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 687 (23.12.1920)
Date
1920-12-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979765--06170-2992097
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 687 Werk, Donnersrag Tagesbericht Neue Streiks. Dev SLdbahnepftreik i* WienerM«»stadt. v -Die Wiyrer-Neustäbter Südbahrrer Heber,, eins Weihn.t^is- LLiMrreration von 2000 $ton«t gefordert. Um di?serForde- »Ang Nachdruck zrr verleihen, wurden sämtliche durch Wierftr- Neustadt gehende Schnell- und Luxutzzüge aufgehalteu.. .Infolgedessen wurden-gestern folgende Züge eingestellt: ' Der Triester-Schnellzug ab Men 7 Uhr 20 Minuten frühder BaläLon-Exprch ab Wie» 9 Uhr wstmittags. Auch - -bet' gestrige 'Mendschnellzug nach Triest wurde kicht/abgxlassen.,' Die Würner-Neirstädter Haben für den Fall, daß ihre Forderung nicht sogleich bewilligt wirb, beschlossenden gsfarfltrn ^ugsverwhr durch Wiener-Neustadt einzustellen. Dadurch würben dis Südbahn mrd die A s Pa ngba'hk gleichmäßig ßettoffen. ' - - •"' .-/ ISvtz» 32. DezsmS«:.. Juß»M.heK.'GtreW ber-Mfeu-. Kcchnev in Wr-enee-MsrstadL .ist-Wchr, «tthrqSuru ' ^Wr ' 115 Minuten vorn Hiruptbahnhof der letzte Persvneds.-.nach' Wien abgefertigt worden. Um 4 Uhr nachmittags wird» von Men der letzte Perfoueiizug hier eiutresfen. Im . Bereichdes hiesige»'SArbahninspektorats werden die Züge dmm -nur Mehr zwischen Graz und Mürzzuschlag verkehren. Der Zugsverkehr aus der Strecke Bruck—Leoberr westtvLrtS bleibt intakt.!' Wiener-Neustadt, 22. DezemSer. ■ (ton. Weiß.) Der Streik, der angebM . in der hiesigen Südbahnstätiö», >auszubr«^:n droht, ist bis zur Stunde.—> 8 lllhr abends — nicht zur - Tatsache geworden. Der Personrnizugsverkehr tvickelt.-sich «gelmWg ab, -««d-waS -die von -der' GOöHMreMo,nfVchfügte Einstellung der Schnellzüge uiw D-ZützL-Mckangt," ist diese Maßnahme, wie in hiesigen TüdSahmrrMs«i^ HtKteilt wird, auf andere Ursachen zurückzuführen. Es. ist allerdings richtig, daß dir Südbahner noch vor Weihnachten die ÄuSf zahlung der ihnen bereits zugesicherten Mschaffungsbeiträge erwarten, doch hat bisher keinerlei auf einen-Streik-hm--' zielende Besprechung stEgeftndeni ' Eine endgültige?Wavuntz der Situation ist erst morgen oder Frestag',, zu./^w'ärüchru und erscheint es im Falle des AuZbleiberrL der AnschafftznN^ LeittLge nicht ausgeschlossen,- baß ein den umfassender Streik der SüdLahner noch vor -Äsihna^ftK stritt. ‘ Utttkk'bä dev „©tot« ZeMtg".-; ’ .- Sämtliche AugeMto».- des, N-chtSetriedyS der.. „Wiener Zeitung^ sind vorgestern nachts in den Ausstand getreten. Grund des Streiks ist dir Ablehnung ihrer Forderung nach Bezahlung einer .Weihuachtsremunsratiur in der Höhe vou VOVY Kronen. Die gestrige »Hiener ZeiMug" konüte nicht. erscheine«, Der Stillstaiid de.r.ArbM M he^, .StaäWvuckereiv hat auch den schwerwiegesidLu JachLsit^jhaß, -'btttdj] SäZ RMterscheine« des BunLesgesehblatteL,. das gleichfalls in. der Staatsbruckerei hergefiellt wird, btc ■ Gesetze nicht; in Wirk- Hmkeit treten können. tz« MLrrzLmt. - ... - Ds Münzamt, das zahlreiche aus^äMjchs Aufträge Heck, erleidet durch die passive Resistenz gleichfalls großen Schaden. - / V. ' MdrohMS brr TclcPhoLv und T«k«viwh«lfprrr? über Bänken, DLrft irnSb Presse. Im Dreher-Saal versammelten.sich gestern abendS' weit Wer tausend Angestellte der Staatsdruckerei, des MmZsm'tes und der ,Mener Zeitung", um' über. ihrL^ weiters "Halürnggegenüber dem ablehnenden Standpunkt, Möglich' der Förde--' rungen des Staatsbruckereiperfsnals, schlüssig zu werden. Der erste 'Referent,' Sekretär' der Technischen ltniön ^!Haw/ischek, teilte mit, daß di: Regierung, inbesondere der FiuaMwi^ister' Dr. Grimm, bei den Verhandlungen einen brüslsn^'Stand-- punkt eingewymmmr.' Hatto. - Der Fmanzmi-iister' bade .außrdie^ leeren Staatskasse,! hiugewiesen .und' erklärtb.ir-Arhchftr-- schaft möge machen, was'' ihr gutdünke. Die Ncaieprng ' sei.- '.nicht in der Lage/ ihre Forderungen -zu' LemMgctzr. Wenn die Angestellten immer mid immer Wieder mit-Forderungen an die Regierung hercmtreteu. dir sie'nicht-erfüllen iönne, sei die Regierung vor Älte'nrative gestellt,' die Konsequenzen .zu ziehe«,' -Redner bezcichnete es . als "unrichtig, daß die dlugestellten 6000 5troren, sondern nur eiuer«' Borschuß von 2000 ^Krönenbezichüngstveise 1800 Krönen' verlangt ‘ haben." Zum Schlüsse forderte der Neftrent'dsd Angestellten auf, vorläufig'vorschristSmäsig zu arü-Liten-'(Passive Resistenz) und einige Tage den Erfolg dieser passiven- Resistenz abzuwarten. . ' Nationalrat Zelen ka stellte eine Sympathi^'uubgtzbrmg b«'Telephon- und TÄegräpheu-angestelkten in'Aussicht.'-Es lüge ein Beschluß vor,'noch einige Tage abZuwartLchj'.dWU werde man Börse, Banken und zum Schlüsse dieMesise vom' Telegraphen-- und Delephouverkchr'''MtSschakten^FättS die. Regierung nicht Stellung zum. Preisabbau und zur- Bekämpfung des Schiebertüms folvie zur'. ÄufbringuM/HeS. sin-? ländsichen Getreides ehebäldigst ' nehmen söllte, "werbe--.eine weitere Verschärfung eintreteu. Die Bersawmlnng l erteilte den gegebenen Anregungen devattelvs ihre' Zustimmung.. - Der Streik der städtifchen ArtUesEe» veewiedW^ ' Unter, de« Vorsitz des Bürgermeisters - fchrd.^,einL' ^- ratung über die Forderungen der Gememdecu^geftellten statt, bei ävelcher beschlossen wurde, " den Antzestdllien, Äsre Remuneration von 1200 'Krousn auszuzählen. / Die''tDrtreter der Angestellten erklärten sich -nrit dem'ZugeständM Susrieden. - . .- ■’ End: des Zahntechniker,'treiks. Bei den gestern im Bundesmiuisteriunr ftic soziale Verwaltung stattgesundenan Behandlungen wurde hinsichtlich der Forderungen der Zahntechnjki'rM-ilfen, Orii.ratiansgehilsin^'n -!Wh. LchMnse. w.it ULttxMßmxr.n. tim Ki.Li Lv.LS Wiener MorgeuzerLttns . '23. Dezember 1926 ^/SeiLe 5\, .zielt. Den Gshrlfan wurde cin: Erhöhung der Lohnsätze bott 85 bis' Ö5 Prozent, den Ordinationsgehilsinnen eine solche von 65 Prozent zugestanben und die Lehrlrttgsforddrungen i zur Ganze bewilligt. ' Auch würbe ftstgestellt, daß Maßregelungeü aus' .'A,Mß'des Streiks nicht erfolgen dürfen. .Der .günstige Abschluß der.Aerhanb'lnttgen, über welche einer . abends' stattgesundenei, Versammlung der Gehilfenschaft be- .richtet-'wurdet ist 'vornehmlich dem Entgegenkommen 'des 'Präsidenten'der StandeSvertrstung der Zahntechniker Busch und' Medizinalrat Bremer zu 'verdanken. Die. DÄMrnschn-riLrr und InwsNrvr. ' DeS weiteren droht ein.Streik der Damenschneider und »einer der-, Ittwel-iere, Gold- und Silbersckmiedö. ,. Streik, an Stantslhsotera. Das technische Personal beider Staatstheawr, ist gestern vormittags.durch Eürstellnng der Proben in de,r.Streik getreten, da. ihre Forderung um eimm Borschuß , von ^500- Kronen. auf die durchzufLhrsnbe Gehaltsreguliarung nicht . .«Mt. wurde. r\-i ’ h« StsÄisangesiEen. Jiu Parlament e'rfchren -gesterür 'abends.errro Abordttüntz ' des Bundes' staatlicher ..Ängest'Älter und sprach beim Bundessinanzminister Dr. Grimm vor. Die Abordnung ersuchti:, die. Rückzahlung , brp im Nvvembrr d. byr StaaLsangestellten gewährten' Vorschüsse im'Höchstbetrag von 2000 Monen zu ' stunden) so -daß die evsw Rückzahlüchgsratenoch' .nicht.im FänN'Lr' 1981 rückerstaüst' w'erden braucht- - ‘ BundeSfinmrzminister- Dr. G r'i m m erwiderte, -daß'' er die Angelegenheit singche<id. prüfen werde und'.-so bald dies geschehen -sei-.'werde er-den. Vertretern der Angestellten den'- Beschrid zukommen lassen. . £ , - - A Der Ärazrr KeÄ«ürst«eik. - %• c Graz» 22 Dezemhcr, Dw. bei. der.La^eSlechclung.^e-- sührten Verhandlungen nnt deu ^rtifenben Angestellten im Gaß- und Schankg-werbe. und .mit. den Unteinchmern sind soweit; ged eben. Laß eine .Einrgüng .nloglich ck und die Alben' bereits mmgcü . wieder .epfgenommrn werden durfte. Dir.. Vechandkangen wetdm heute nachts abgrschlossm und die BcreinbiN.Lygcn,'. soforteiner ' Vnsammlvng , der Angestellten vo:gelegt werden. In einer heule nachmit'agS adgchallenen Versammlung der Gastwute wmde es als äußerstes. ZugrstLnL: rs bezeichnet, daß de» Trinkgeld nehmende« Angestellten eine Lohnerhöhung von 60% «ob dem übrigen Personal eine solche von 180'/« zngestandrn wird. Wie« oh«e Stratzenbah«. Gestern um halb 9 Uhr vormittags blieben vlötzlich. die -Straßenbahnwagen auf offener Strecke stehen. Der' * SLr-m...war. abgeschaüet..-. ..Drs^meifLkn.-8ahrgLsteMnPen. sich, nachdem sie k7"z.e ZeiLl: zugÄr-artet hatten, .entschließen, -Len" Weg'-rn^rhr-el^tLeistssLaLLe .' .^tzusetzen. o.Är - ihren Geschäften nachzuge^en. Der SMstand der Straßenbahn war ccher auf- .einen- Unfall . rm Simmering'er MXektri3itäLsw.erk zmückzuführen. . .Wie die Direktion -des Elektrizitätswerkes '.mitteilt, entstand -infolge eines Kurzschlusses, beim Funktionieren eines OelschaXLers, der anscheinend durch ein Kabel-' gebrechen ausgelöst wurde, auf' der BahnschalLwand' ein Brand, der diese schwer beschädigte. Dadurch"*cm' MS; Kraftwerk Simmering vorübergehend gum'- Stillstandi Gegen Mittag wurde der Straßenbahnverkehr wieder aufgenymmen, .- . s Um 4 Uhr nachmittags trat im Kraftwerk Sitnmering, welches Lurch provisorische Kabelanschlüsse um 12 Uhr die Straßenbahn wieder belieferte, neuerdings eine Störung eiu, welche durch Strom" Übergänge in den vormittags beschädigten Teilen , der Bahnschaltanlage verursacht wurde. Die Wiederei rschalttrng derselben erfolgte bis halb 6 Uhr abends. Hentewird die Straßenbahn wieder in vollem Umfange ver-- . kehren. / JüAsche Waisenkinder nach PalSsttna. Eine rrrne AkLio« Israel BelLinds. Seit kurzer Zeit weilt Israel Belkind in Wien. Sern Name ist in her Judeicheit bekannt geworden, als er nach den Pogromen des Jahres .1906 die Pogromwaisen von-Kischinew',nach Palästina brachte und dort für.sie die lanöwrrtschaslliche Schule . Kiriath -Ses-rrbegründete. Die Schule, in-der etwa, fünfzig Kinder untergebrach't waren, enttvickelw sich günstig. Als - der-Krieg «ruSbrach, mußte die . -Schule geschlosst werben mrd Belkind ging nach Amerika. . Krieg aber schuf in Osteuropa tausende jüdischer Waisen und ihre Zähl wurde durch die Pogrome der letzten Zeit furchtbar vermehrt. Belkinb hat in Amerika. bindende Zu^ - sagen erhalten/ baß- Hilföorganisaiionrn und Privatleute .für; beit Unterhalt einer großen Zahl, jüdischer Waiserikinder sorgen werden, wenn die Schule Kiriath -Sefer wieder in Ganjg gesetzt und, erweitert werbe. Belkind reiste also nach Palästina, 'um die BorbereLtrrngen zur' Wiedereröffnung der Schule zu treffen. Von der palästinensischen Mtellung des American I 0 L nt - Distribution Committee wurden ' ihm fünfzig palästinensische Waisenkinder übergsbAi, umin seiner Schule Attsnahnre zu finden) zum Unterhalt dieser Siinbec hat sich . der A)int verpflichtet. Nun ist Äelkiud noch vor der Wieder- .eröfsMng der Schnla nach Europa gekommen, um für die jüdischen Waiseil Osteuropas zu wirke». Er will so viele von ihnen,, als möglich ist, nach Palästüra bringen und für ihre Hermibildung zu lräsiiMl, jüdischen Menschen sorgnr. Die Zusicherungen aus Amerika ermö,glühen vorderhand die /lluttrbrinüM.1 v-og. eh,, paar hundert jüdischer-', ^gisewkiv^rn. 21'.«- Lrl lief«« Eck iffld bilü« Wie«,l!.,Prafer8tra$8e 56 a. GINSBERG & ca. -Es fehlt nun an Mitteln für den Transport u.nd für^diL alser- «rste Zeit nach der Ankunft der Kinder in Palästina. Diese, -Dritter, die ja. nicht groß sind, könnterd auch im verarmterst-.L Ost-'und Mitteleuropa aufgebracht werden. Damm will Belkind mit allen jütischen. Hilfsorganisationen, Fürsorge-1 unstalten, Vereinen, in deren Tätigkeitsgebiet auch die Waisen^, fürforge fällt, in Verbindung trete«, um diese Mittel, zu sch/rfsen. Es handelt sich darum, daß das jüdische Volk mit? helfe, die Kinder seiner Märtyrer zu freien Juden zu "erziehen, nicht' sie im Elend verkommen zu Lassen»; y „Jüdische Zeitung« — „Ztonistische . Monatshefte«.; . Die „Jüdische Zeitung" hat nach vierzehnjährigtzM - Destarrds ihr Erscheinen eingestellt. Die „Jüdische-^ ,Zeitung" kann auf eine rühmliche Wirksamkeit zurück^,' .blicken; sie hat b:e Anfänge des österreichischen ZiiömZ-^. " mus Publizistssch begleitet und war zu jener Zeit Lass. -cjnzige Organ, das gegen einen Wall vsn Unverstands^ sgegeu feige Angriffe und die verleumderische Hetzeders?ÄssimilaLion zu kämpfen hatte. Um sie scharte sich alles,.f' s'vrds Zm österreichischen' Zionismus zu Worte kommen" ' [iwlik, unb der' frische, lebendige Ton, der in diesem. Blatte, herrschte, -warb ihrn stets neue Freunde. So ist - die „Jüdische Zeitung" ein Stück Chronik'des, oster-'^ ^reichischen, Z!onismns. geworden und. feine'Entwicklung?hgt in ihr ein deutliches Spiegelbild gefunden. Als/ -nach dem Zusammenbruch der Monarchie der ZioniZmüs^ in den NationalstaaLen orgarrisatorisch eigene Wege'gehen, mußte- und neue jüdische Blätter entstanden,' - ' naturgemäß das Blatt auf, das ziouistische Sprachrohr.^ der Gebiete der früheren Monarchie zu sein. Au^erdein hat der „Jüdischen Zeitung die „Wiener Morgewzei.mrg" einen großen Teil ihrer Arefgaben -abgenommeu.' s H'ijrgegen hat sich der Mangel einer zionistischen RevuLZ. seit..langem fühlbar gemacht. Es ist also beschlossen ' worden, die „Jüdische Zeitung" .einzustellen und cm. deren Stelle eine zionistische Monatsschrift erscheinen zu lassen. Das neue Blatt,, welches den Namen'' „Ziomfttsche Monatshefte"'führen, soll, wird von einem llrxdaktionskymitee geleitet, welches die erste Nummer im'Lauft des . künftigen Monats herausznbringen hofft. Alles'nähere wird zur Zeit bekanntgegeben werdend (ZllschrjfLerr <an Prof. A. Freud, „Wiener- Morgen^-.- zeilttn'g", für die „Z'.onistischcn 'Monatshefte".) ' " 'Der Ehrksthauw der IsraeLiteii. t Die Leute, welche von jüdischen Bräuchen nur-dew.2..' - tzom-Krppur und das Grunfe!d-5konzert halten, haben sich^'-. ' in sinniger Eklektik auch>von christlichem Brauch etwas,- . ausgewählt: Den ChriMaum. Und es ist ein - Herz». " - erfreuender Anblick,. wenn auf, den Märkten,. wo Weihnachtsbäume' verkauft ' werden, sich Judenfrauen -der besseren Stände um die schönsten Tannen und Fichte^ überbieten. Und -wenn der heitzerrungene- Christvaum' nach- Hause gelotst wird, da hört . man . die glücklichen Ersteherinnen gleichsam entschuldigend eine zur anderen-. ' sagen: „Wissen .Sie, man'hält ja nichts -davon; .abep - man mutz doch einen Christbaüm haben — wegen der- 'Kinder! Und dann -- alles, hält doch, heutzutag' Werh^. . nachten!" Daß eben ein Brauch angenommen wird, weil ihn „alles hält", das ist das Verächtliche an jener jüdr>1 schon Assimilation. Es. geht ihnen, .darum, die Um- > gebung durch eine Form zu täuschen, die ihnen leer und bedeutungslos ist. Alles Mysttsche, das für den Christen im Weihnachtsbaum wohnt, die Kreuzung von römischem Glückssymbol, germanischem Sonnwend« Mythos und christlichem- Erlösergeburtmotiv,. liegt den Usurpatoren dieser Form ganz fern. Und er wird aus., gestellt, „wegen, der Kinder" -- Kinder, die m einer Mymosphäre von nach äffender Form, ans der lächerlich - geschNlacklose Formlosigkeit entsteht, jedes Empfinden $0 Innigkeit und jede Achtung vor Sitte und Brauch ver> lieren-müssen. Ein Geschlecht ohne kulturellen Inhalt ' toächst unter dein jüdischen Christbaum heran. Gerngezeißtes Kennzeichen der „Bodenständigkeit", ist der jüdische Christbaum ein' Symbol der Kulturlosigkerr. An« ständige Juden wissen,'wie sie sich zu dem Brauch-zu -Verhalten haben, „von dem der Brauch, mehr ehrt als.' ^die Befolgung. - ' " - --e&,; ' Die „Heimkehrer« «nd die Juden Chinas. > BeLamrtlich' wird ein großer Teil des Werkes für die Rückbeförderung der sibirischen Kriegsgefangenenv.on Juden geleistet. Geld, welches in Amerika für die Deckung der. Kosten des Transports. aufgebracht, worden, ist, . stammt Hauptsächlich aus j ü d i s ch t u Quellen. Die ganze Aktion , ist durch die Jnttiative' des'jüdischen. Joint Distribution Committee - zustanbL gebracht worden und die Vertreter des jiidischeu Komitees tun sich , an Ort. und. Stelle.,, hervor, um' dir Rückbeförderung möglichst gut--zu organisieren. Ein (strt'crZssantss- Detail aus dieser Arbeit entnehmen wir der in Shanghai in englischer Sprache erscheinendere. Zeitschrift ,,J s r ae lö Me s s eu g cr" („Der jüdische 'Sole"), dem zionistischen Organ in China., Diese Zeitt Mistberichtet in iüror Qttyber-.-Nu.rnE. die '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.