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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-19 · Heft 683 (19.12.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 683 (19.12.1920)
Date
1920-12-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Re. m Men. ©omtterg Sör!?wcT psijfncn^Rini^ «MN Schauplatz. Dort saßen gestern die Gäste beim Abendbrot, als streikende Kellner kamen und die Schließung des Lokals verlangen. Die Gäste,, zum großen Teil Lagerhausarbciler, wollten es,nicht zugeben, daß das Lokal gesperrt werde. Die Kellner wurden von den Gästen mit Siphonfl-aschen und Bierkrügeln bombardiert. Es wurde wild gekämpft' üntz wurden zahlreiche Personen verletzt. Streik der Herrenschneider. Ungeachtet de§ it» Oktober zwischen den Uttkrsieh'.nern UNd Arbeitnehmern abgeschlossenen, bis 81. Jänner 1921 laufenden Kollektivvertrages wurden ant S. d. M. sowohl setteyS der Tagschneider als auch der Zuschneider und Gtückmeister «eüe Forderungen gestellt, welche auf eine Üstpwzentige Erhöhung der bisherigen LSPis abzielen. Nach den Berechnungen der Unternehmer würden sich bet ZugMlckelegung dieser Löhne Tagschneider der Tarisklasse IA jährlich auf 75 000 Kronen, Zuschneider auf den Mindestlohn vyn 94.000 Kronen und Gtückmeister arrs zirka 126.000 Ztronen zu stehen kommen. Nachdem die von den Unternehmern de« Tagschueidern der Tarisklasse l augeboterre Z4prozentige Lohnerhöhung als unannehmbar erklärt worden War, haben die Unternehmer dieser Tarisklasse in einer gestern stattgefundenen Besprechung das Begehren der Arbeiterschaft aus KOprozentige Erhöhung a b g e l e h n t. Es wurde bieS damit begründet, daß die Betriebe Liefe Rcgiecrhöhung «lcht »lehr aushalten und daß der Verkaufspreis eines Sakko- ZnzugeS sich auf 40.000 Kronen stellen würde. Infolge dieser Ablehnung hat die Arbeiterschaft Le- Massen, bei den Firmen der ersten Tarifklasse vom heutigen Tags ab in beit (Steel f zu treten. Mit der Arbeiterschaft der niedrigen Tarisklassen, welchen eine 45° und 35proze'ntigs Lohnerhöhung bewilligt wurde, sind die Berhmrdlüng'n vorläufig noch nicht abgeschlossen. Dl: Stückmeisterschaft hat daZ Angebot einer 44prozentigen Lohnerhöhung i.r den Tarif- Nassen IA und IB abgelehnt und beharrt auf einer 60pro- Mtigen Erhöhung, der Stücklöhne, woraus sich ' nach Berechnung der Unternehmerschaft in dieser Qua'i.ätsklafst ein Wochenperdteust von 4000 bis 6000 Kronen ergeben würde. . Die Rettung des Wiener BsmKeiverbes. Am letzten Donnerstag veranstaltete die Genossenschaft der Bau- und Steinmetzmeister in. Wien eine Festversammlung zur Ehrung des Vorstehers Jirgmieur Karl I. Schmidt. Das größte Interesse r^c Versammlung rief eins Kundgebung des Dundesministers^ für Handel und Getverüe, Heinl, hervor, der auf die trostlosen Verhältnisse zu sprechen kam, unter detten daZ Wiener Baugewerbe heuts lebt.?Der Minister sagte unter Mdstem: „Es ift' zwar ztoeifelsohne richtlg, baß bas Vau-- tzewerbe stets den Pulsschlag der 'Gesamtvolkswirtschaftanzeigt. Andererseits wissen vir aber auch, daß wir, gerade was Rohstoffe betrifft, aus keinem Gebiet allgemein Weniger vom Äusland abhängen könnten als bei detr Pan- «beiten. Wir hätten also dis Verpflichtung, ohne zuzuwarten, jene Hindernisse im Innern hinwegzuräumen, die diese Arbeite^ livch behindern. Die mir wichtigst erscheinende Frage ist jette der Mat erialbeschaffung. Es wird sich dany darum handeln, die regelmäßigen Zufuhren von Bauholz einfür allemal zu sichern. Auch die Bestrebungen -er «todernsten Technik, neues, möglichst billiges und doch aus- - reichendes Bamuaterial zur Verwendung zu bringen und die Herstellung möglichst einheitlicher Typen von Halbfabrikaten noch amerikanischem System sind Notbehelfe, welche die heutige in. ' ~~ „Der Rabbi empfing meine Mutter in einem einfächen, hellen, geräumigen Zimmer. Auf seinem Gesicht lag ein melancholisches Lächeln, aus seinem Auge glänzte Güte und tiefes Verständnis. Seine Stimme war ruhig, aber hellklingend, beruhigend und warm. Als meine Mutter ihm meinen Zustand erzählte, antwortete er: „Lassen Sie, liebe Frau, den Krakauer Feldscher zu Ihrem Sohn kommen. Er ist der bedeutendste Arzt in ganz Polen." „Wir hatten ihn schon bei uns" seufzte meine Mutter. „Aber er vermag meinem Sohn nicht zu helfen." „Auch er nicht?" „Auch er nicht." Meine Mutter brach nun in Tränen aus: „Sie sind unsere letzte Hoffnung." Mit milder, trauriger Stimme frug nun der Rabbl: „Sie glauben wohl von mir, liebe Frau, daß ich sin Zauberkünstler sei?" „Nein, antwortete meine Mutter, „das glaube ich nicht! Aber jedermann, die ganze Gegend kennt Sie und weiß, was für ein Leben Sie führen: Wie gut Sie sind und wie fromm und wie edelmütig. Und ich glaube, daß Sie unserem lieben Herrgott näher stehen als ich. Ihr Gebet findet vor dem Herrn eher Erhörung als das meinige. Und meinen Sohn kann nur noch das Gebet retten." Der Blick des Rabbi war wie in die Ferne versenkt. Einige Sekunden dachte er nach, dam,-sprach er: „So werde ich denn beten fiir Ihren Sohn." Und er betete. Durch die Spalten des Vorhanges sah meine Mutter, wie er drei Stunden /ang betete, begeistert und demütig, vertieft und aufgelöst in der Heiligkeit des Gebetes, erhaben über die Alltäglichkeit des irdischen Lebens, geläutert in dem Feuer eines alles an Gewalt übersteigenden, alles ausfüllenden Gefühls. Tiefe Stille senkte sich auf das Zimmer herab nur das Ticken der Uhr »var hörbar, und als die beiden Zeit fordert.. Zllst.'.rinrrrrhLrrg«ld dann; soll dir Bauordnung emo möglichst w: tcherzjge Fassung?mjd dch.liberalste. Auslegung, begrenzt nur durch die öffentliche Sicherheit und Gesundheit, erfahren. Die^allgernciie Wiederauinahnte der Bautätigkeit ist schließlich / eine G e l d f r a g e,. Sv hätten in Wien die Renovierungsarbeiten, die sich heute schon Mit elementarster Notwendigkeit allenthalben aufdräirgen, längst schon reger eingesetzt, wenn den. Hausherren entsprechende Kredite zur Verfügung gestanden wären.Ne. ubaulen werden wohl in nächster Zeit, nicht mehr im einstigen Ausmaß zur Ausführung gelängen können. Immerhin zwingt jhtp Nif; zwischen Staat und Jndustri: zur Konsolidierum-I und zur Vrrrinheitlichung der Betriebe in Oesterreich und damit zum Neubau oder zur Ümabaptierrrug von Fabriken und technischen Neuaü La gen. Ebenso zwingt die herrschende Wohnungsnotzu Not- und gstn-innützigcn Bauten "und zur Grün düng neuer Bau- und WohnungZgenotzsenschaftett. .Soweit es an mir liegt, soll auch Lei diesen Bauten das Gewerbe im allgemeinen und im besonderen Ihr Gewerbe von diesen Arbeiten nicht ausgeschlossen werden. /- Dasselbe gilt-von den Dauarbeiten, welche...miil .der Elektrifizierttttg unserer Vetrirbe und NützbLtmachnpg der Wasserkräfte Fnsammenhangen. Auch hier wird nach meiner Ansicht baZ Gewerbe' nicht zu kurz /kommen. Noch bevor die allgemeine Bautii.i sielt einsetzt, ist schließlich ein sehr wichtiges Problem zu lösen: die Ar beiter fr ago. Die früher vorhandenen Kräfte — meist Arbeiter an§ Böhmen und Ungarn — sind fast sämtlich ahgewandert. Es müßte darum rechtzeitig der Z uzu g vyn Ä au ar be i t e c n Wieder belebt werden." " SLren^fLe EmtVeLbrmg der SLeuern. TLrsftcand Der KallembestnrLde. Der Finauzreferent der Gemeinde Wim hat att. alle städtischen Steuerämter die Weisung ergeben lassen, mit AE gebvt aller Kräfte die Eintreioung der Steuern vorzunehm-sn. Ass Begründung wird angeführt, baß die Finanzlage' Le'S , Staates und voc-aliem der Gemeinde es unbedingt notwendig mache, die rückständigen Abgaben tatsächlich in dir Kassen' zu bringen, da,die. Kassenbestände eiuen noch nie vorher per» . zeichneten T ie f st a n d erreicht haben: Die regelmäßige Fort- - führung des ösfentlichen Dienstes lMgi geradezu .davon. ab, daß bi:-Eingänge schon.in attemächster Zeit reichlicher fließen. 2)re Steuereingättge bleiben tatsächlich hin her" den erzielbaren Erträgnissen m.i: zurück. Es gilt dies' inSkafmrderr von den Erwerb st uwn, deren Bem.ssung in den letzte:: Jahren, -vollkommen in llnordnmrs geraten ist. Di: - Gemeinde har ferner die neue Einrichtung getroffin, für die ihr allein zukommenden Abgaben eigene „ Jnsprktovrn zu Lestelleu, druen ' künftig. keine andere Ausgabe zufällen wird. Äs die richtige Erfassung. dex. verschieberten Asrten Luxusstenern zu ührrwachrn. V ' " ’ „Ssltsamsr GeschmaL«. : v TaS Sekrrtanat' dfr t ü r k r l ch e N Jüacl len G-mende lSepbaldun^ in Wien bnter uns brr»esfs der in unserer Nmnmcr vom Dc-nn'rSiag er’di.tciieiie.n Nvii um dt-' FesLsteslung, daß sowvh! der Vmstand der t orisch'«' Z'r.'etrrewGemeinde als nach r-ie deien,Gtemra Kadlscha dem mit Rech: g-tügien Bormlle volllowmm scmstchen' Dt? -bei dreier- Beerdi.iung-/dirnsttnende« Borsteher nrrd Funttionäre wUt'oen druck den ölienbar über BeranlarUrng d-n Hwterblieben'n dcstell-en Bhto-n-nriben selbst ro nbrrra cht, daß cme!>in-nahme taber nicht mehr %n vc-.h ndcrn mar. Der Borst nrd der Ä'icnrr svan olrschen G' metnde legt Wert darow. rn der Ocsstntlichirit ststgesteltt zu w neu,- -daß lin deraniflcr unlieb amer Bor'ali ohne ''-rsjen und G wiümnng ' der Grm indwert't!una sich ereigne! bat. und hat alle Börkchrungen ' getrosten, um solches in H uftmu zu verbütLr: r* •Seiger sich brr zwölf trafen, sprang aus dein Käfig der Uhr der Kuckuck hervor und verknndcLe mit zwölf Nitfen den Mittag. Da unterbrach NaLöi Mendel das Gebet und fcmt aus seinem Gemach heraus. „Gehen Sie heim", liebe Frau", sprach er zu meiner Mutter.' „Mrtsdem zwölften KnckuckZnr-f hat sich der; Zustand Ihres Sohnes zrrm Bessern gewendet."' Meine /Mutter legte einen schon früher vorbereiteten, mrt,Wkern..LefiiWM'Ge!d-eutÄ auf den, Tisch, aber der Rabbi winkte ab: „Wenn Ihr Sohn ganz hergestellt sein, wird, bringen Sie ihn zu mir"-, sagte er. „Ich werde meinen Lohn j von ibm verlangen." > Klopfenden Herzens, mit arrfgewühlien Nerven, kam meine Mutter zu .^ause an. „Lebt er? Lebt er? Lebt er-?" . rief sie schon vom Schlitten dem Lakai 31t der ihr entgegeneilte, um ihr vom Schlitten berimterzubslfen. „Er lebt. Gott, sei Dank!" anttvortete der Diener. „Und..set-n-Züstan-^.:'././Hat sich sein Zustand nicht! geändert?" trug atemlos meine Mutter weiter und! dachte, daß iht dätz Herz aus der Stolle springen müsse. > . „Ms die Uhr zwölf schlug, hat der junge Herr bas Bewußtseinswi"der erlangt und- Wasser verlangt", meldete der Leibdiener.': XV. Darovski hielt einen Augenblick inne. n „Der Rabbi streichelte wohlwollend mein Haupt, alS mein Vater mich zu ibm brachte, segnete mich und entließ mich mit. einer Bitte. Er bat rnich. die Juden «~,u lieben, denn sie sind am Meisten auf Liebe angewMsen." Nach einigen Minuten nahm der Major das Wort: „Vater!" „WaS wünschest du. mein Kind?" „Welche Bitte haben Sie jetzt au den Rabbi von Rimanow. Vater?" „Was ich von ihm bitte? er meiner nrchi vergesse! Sein Gebot hat mich einst den Händen des iv. vezemver vna M ilMmMMmi |i ÄISäKETTE?8PAPIERE # A ZISASETTENHÜLSEN i S?e selbst Lts dvaüsrv« Erwartung«« «dos Rewcheos» l«»«««saaasaca««00»0a«(MNM Zm Wischen Blindeninstitnr. , -Der Weg mit den weißboreisten Äumen zu beiden,, Seiten sieht wie ein Wrntermorchenbild aus. Zwischen kleinen Villen und Gärten liegt das Erziehungsheüu für. .. jüdische'- Blinde, weit draußen vor den Toren., der Stadt, - in der Stille der ländlichen Vorstadt *?-*. in j>er Stille; und auch ein wenig in der Vergessenheit. Die Anitalt, — als jüdisches Blindemnstttut eigentlich einzig in ihrer Art — hat mit den größten Schwierigkeiten zu... kämpfen, die Aufnahme neuer Zöglinge mußte schon, . feit^ langem gefpevrt . Serben und man ist gezwungen, die vollständige Schlic-tzung in ernstliche. Erwägung zu ziehen. Aber das alles bekümmert die jüdischen Kreise herzlich wenig. Selten nur verirrt sich.ein Besucher in, das stille Haus? seltener noch -läuft eine Spende von-,) Fernstehenden' ein. Der Verein, ist ganz auf feine eigene, Kraft angewiesen. Weder Staat - noch- Gemeinde leisten ** einen Beitrag und auch die jüdische Oeffcntlichkeit vorsagt hierin völlig. So vollständig, daß nicht einmal der letzte kleinste Teilnahmsbeweis gegeben wird, den ututr - sonst für alle Hilfsbedürftigen übrig bat: nicht einmal . Arbeit läßt man - den Zöglingen des Heims zukommen. Von den 22 Zöglingen (in besseren Zeiten betrug der ., Normalstand 50) ist eine ganze Anzahl, namentlich-^ Mädchen, schon über das eigentliche Lernalter hinaus. Man kann sich nicht entschließen, ihnen den Schutz , des Heims zu entziehen, weiß man doch, wie hilflos gerade, weibliche Blinde int allgemeinen Leben sind und.wie schwer es für sie ist ihr Fortkommen zu finden. Sehr/- selten nur kommt es vor, daß ein blindes Mädchen ge-,^ heiratet wird, und fetzt, da der . Haupterwerbszweig-, blinder Frauen, das Stricken, durch Materialmangel., wenig geübt werden kann, sind auch die wirLschastlichen. Aussichten sehr schlecht. Wohl will man den unglücklrchen; jüdischen Mädchen, die des Augenlichtes, beraubt kindi;/ und die damit,, mit verschwindend wenigen Ausnahmen, ti, 'auch zu einem Leben der Einsamkeit verdammt sind,, eit^v Heim gründen,; in dem sie durch die Freuden de^, Kameradschaft, durch den ^Zusammenhalt mit Schicksals genossiunen einen Trost in der Leere ihres Daseins ünd^^ in der gemeinsamen Arbeit wirtschaftliche Morteile ei^ langen. Ader das geringe Kapital reicht bei weitem für diese Zwecke rmd die Allgemeinheit fühlt sich.nichtzc verpflichtet, das ihrige zur Linderung.dieser.wahrhaft, unverschuldeten Leiden beizutragen. Auf den Schutz^der^. Familie ist nur bei den allerwenigsten zu rechnen. Siyö'i doch Mädchen da» die ihre Eltern überhauvt nicht gekäiinb. Haben, ein Findelkind, das weggelegt wurde und -b^,- dem Nur ein Brief über dis jüdische Abstammung be-. lehrte,, eine andere, deren Eltern nach Amerika gegangen und dort drüben verschollen sind. Auch die übrigen haben - kein anderes „zu Hause" als das Heim, stammen sie doch^ fast alle aus Galizien (das mit Polen und dev-- Ukraine überhaupt einen großen Prozentsatz der eurp- Todes entrissen und mir ein neues Leben geschenkt. Aber.-, der große Rabbi ist, scheint es, vergeßlich. Er hat bd$ . Loben bei mir vergessen. Aber das Leben bietet^nnr — verzeihe, mein Sohn -- keine Freuden mehr. Seit- . dem deine liebe Mutter-gestorben ist ist es nur voller. Traurigkeit. Ich. sehne mich nach ihr, ich möchte, ihr.,..- - folgen. Und ich gehe nun hin, um Mendel Torem das, Leben gurückzugeben . . Auf dem Kwittel, welches Gras Mizislaw Darovski im September 1883 auf dem Rimanower Friedhof auf das Grab Reb Mendel Torems legte, stand geschrieben? „Geist Abrahams, Jsaks und Jakobs! Betet für das Seelenheil des verewigten Reb Mendel Tor.im! > Du aber, Mendel, der du oben im Himmel nunmehr von . Angesicht zu Angesicht vor dem Herrn stehst bete.küvdas unglückliche polnische und jüdische Volk, bete fiir»- mich. Mizislaw Darovski, und bitte den lieben Gast-, der mir das Leben geschenkt hat, daß er sein Oieschenst wieder an sich nehme. Und bote auch für meine Kindex und fiir meine Enkel, du, Reb Mendel Torem! - Mizislaw Darovski, ■ ■- Sohn der Viktoria,^ .. Im Oktober i 883, an Zkinem schönen herbstlichem Vormittag, ist Graf MizisstW Darovski mit glückseligem heiterem Lächeln auf dem Gesicht eingoschlummert, und' als in seiyem Gemach die Kltckucksuhr Zwölf schlug, hat. sein Herz zu schlagen ausgehöct. . v. ‘ ■ - Jin Friihling 1916 zog ein Reiterkorps drrrch rnanow. Zwei Reiter lösten sich vom . Stabe ab. General Graf Kasimir Darovski und sein Adjutant. Sic: ritten zum alten jüdischen Friedhof und machten vor einer altön Eiche Halt. Der Divisionär stieg ab und legte ein zusammengernüllteS Blatt Papier auf das moßLedeckta Grab, welches sich unter der Eiche wölbte. Der Adjutant sah vertzo'.mdert mir versiaudnisloieu!: Ausdruck zu, WaS sein Vorgesetzter tat. tz'agie aber nicht, 'um AuttlärrmZ gn bitten... ’ UcberseiZ von Jakob K r a.u s j. .

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