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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-16 · Heft 680 (16.12.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 680 (16.12.1920)
Date
1920-12-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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VA 68V Wien. Dsuner-M'' Tagesbericht. Haltet das Tor offen! Ein Wort ntt d-s jüdischen Arbeiter Amerikas. Bon Aäkob FrvLerman«. . > ' Eine Kunde kommt über den Ozeandrin Tausenden jüdischen Herzen Verzweiflung weckt: Amerika: verbietet die Einwanderung! In den Wohnungendes Glends, ick den Mafsenquartieren jüdischer.Flüchtling?, in' der Finsternis der Pogromländer hat. eine. Hoffnung geleuchtet, befruchtet, .angespornt, dis Lebenskräft iges peinigtet Menschen imnrer neu entfacht -? die.Hoffnung: Amerika. - ' : - ■ ■ r ' .7«: •- :' Amerika: das hieß, dem trunkenen Blutdurst ' entmenschter Banden, bei: würgendö» Dvosselung antrfemitischer Gesetze, dem vernichtenden Mixtschaftlichen Moykott eines Kontinents entriMren^ airf dsmMenschsnrecht« Mil sadistischem Raffmemenr. geschändet werden. Kosaken, Generäle, UüLu^urer ünd polrLischeäHyLndn haben das jüdische 'Volk in bestialischer Weise dezimiert,: von. seiirsn Wohnstätten. vertrieben, und der LeSenss-wtwendtgbeiten bevaubt. Und noch.ist ^dieses beispiel- Xose Martyrium . nicht abgeschlossen. Hne chinesische Mauer von. Bütteln, .Zensoren und PreßkänaiÜem erstickt den.Todesschrei..des jüdischen Volkes, daß er den. freien.Völkern über dem gwßen Wasser yicht zu Ohren, komme. Mit dem flehenden:Blick.der verfolgten Hindin -uchl das jüdische Volk den rettenden Auswege' Der Beschluß von 0ait Remohat. ihm wohl Erez. Israel wiedergegeben, aber jedenl Einsichtigen - ist es klar, daß unser altes Land .vorläufig nur.ein? kou.tiugentieris Einwanderung verträgt und daß es Jahrzehnte dauern MUß, ehe dort eine jüdische. Millionenbevölkerung Nahrung finden: wird. 5^ann der Verfolgte 'warten? Muß er nicht dem' Messer des Mörders entrinnen?. •/ •; ' Aber die Väter, Brüder' und Schwestern htzr Unglücklichen leben in Amerika. Zu ihnen - gellt ihr Hilfeschrei über das Weltmeer. Das. jüdische. mt in Amerika hat diesen- Ruf gehört und mit: warmherziger. Liebe ein grandioses Hilfswerk eingeleitet. Der .amerikanische Jude,: der. Arbeiter in den Shops, ch« Frauen: an der Nähmaschine — sie haben ihr i Brot mit -den - Gleichen geteilt. Tausende sandten Schiffskarten und Geld nach Europa. und tteßem ihre'. Verwandten 'zusich kommen. Diese haben Menschen, Juden gerettet:. -Ist nun genug getan? Schon , muß der „Jointssä seins. segensreiche .Tätigkeit aus Mangel an.-. Mitteln ein--. schränken, und jetz't, da. die Not am höchsten ist, kommtdie Nachricht, daß die'Republikaner im Repräsentanten-. haus einen Avivag auf Einschränkung der Emwande-- rungfür .«in -^ uder zwei-'Jahre^gestMt-'Haban.-'-Disunter^ Gompers? Führung steheichen .Gewerkschaften wollen sich vor der Konkurrenz europ Lische'r undfapani--'" scher Arbeiten schützen und die jüdische Ntasse-wird die 'Zeche beMhleu.*. - - . .. ‘ : :: Jüdische. Arbeiter, Ln- Amerika — nicht gyg-en.' die " Reichen, dis Schieber:.-und Kriegs gdwmner, die ruüge- . hindert ms Hand strömen dürfenrichtet sich der .Antrag: Er. ist .ein. .Todesurteil.--gegen: eure' leiderrden Brüser, und Schwestern in-.Europa: Mit aller Kraft, müßt, ihr euchdagegen üuflehneu, daß -ihnen die Zriflucht zu euch-genommen wird, Jhv:.müßt,in den Unionsdie einen, großen- Teil ihrer Macht euch verdanken, mit Entschiedenheit fordern, daß der Antrag-^zurückgezogen. werdx. -Jüdische Arbeiter in Amerika -- wir ^künden euch das .große Leid und das erbarmungswürdige Flehen eurer .gemarterten Brüder. Sie stehen - an. den Grenze» und, rufen euch ans: tiefster Verzw eiflung.zu: .Haltet das Tor offen! - - - Rabbiner Kramer-Feier. - "Die' Feiör des sirbzigsterr Geburtstages Rabbin-r Mvritz " Kramers am 11. d. M. gestaltete sich zu einem erhebenden' KfW, bei welchem'Gemeinde, Freunde und Verehrer inverschiedruen Ehrungen dieses vorbildlichen 'Huden miteiüaMr wetteiferten. \ ' ' ' "'/• - k - Den ersten Teil dieser ' Frier.mranstaltrts .bxr- Vorstand' des Vereines Achdnth Israel in feiner Synagoge. Hir - Ätzend - dieses 'Festtages versammelt« weit über hundert Freunde. und Bevehver des Jubilars im. Hotel New - Yorkbei' oirststn Klükett, dessen Veranstalter-ein Reiner Kreis von Freütldtzn War. Äüf° dchen Einladung''warm erschienen: Herr O^erchbbr.-ter Är: H: P. C h a j e s, -'der PtLsidcht der israelitischen .-'Mrsttzgejnchn.hr Pvofessot: -Drt AloiS Pich bi: Vertreter zahlreicher' '. KörpöratiöÜen, - darunter - die Milrachi-Lanveszenttäle ' und; die Wiener-' Ortsgruppe M i s r a ch t, zu - deren ^Schöpfern der tzüL'ilar^-zShL-"Mäch"'riN«: kürze», dürch' Wfesjpr -'Doktör' M-'-'Mo 1t nfe l b namens des'' 'FreMdeZkonüiSeserfolgt«» Begrüßungder Erschienene» brachte die ganze Versammlung LM-Jubilar eind -begeisterte Oöatiöü - bar. Äe'n RekgM '4>er :- Tischreßner eröffnete Oberrabbiner Dr. EhajeS, der' ein trefflich, gelungenes Bild ' der 'Persönlichkeit des JubelgrejfeS entwarf. Präsident Professor'-Dr. Pick ' begrüßte- Rabbiner Kramer im Name» des 'AicktUSvorstünLes und überreichte ihm eine kaltigraphi/ch ansgeführte,'in schwungvolle» Wor^ ab- Mfaßtzr Adresse. '' Verschiedene Ansprachen folgten, ' Bis; frt' vorgLrückter Stunde der' Jubilar selbst bas, Wort nahrn, .um. für . die Ehrungen zu danken. Eine von Herm Gü'th'tz irt gegebene " Anregung, einen Kr'amer-Garten im ^achkemonr:valü zu stiften, wofür er mit einem Betrag von 2000 Kronm den Anfang mmhte, fand begeisterten Mslang und rin schöbe-' Ergebnis, . ’ - Beethsve« m«S Mofcheles. Von Mathilde Werl» Wir«. Im Hause der ftittgebilbrten. jLdischsn BankiersgLtnU Fanni - Arnstein geborenL Esicles lernt-e Bsühoverl ein schlankes, junges Bürschlchn Sennen, das ihm die 'Hausfrau alS tüchtigen.Musiker pries. Ignaz Mofcheles, ein gebürtiger . Prager, tvar nach - Wien, gekommen, nur hier bei Atbrrchts-- Verger und.- Gälierl". seine-' Musikstudien -zu vollenLN. , Barorrirr Fanni ArnMiit war eine Hauptgründerin, "der Gesellschaft der Musikfreundr.> Inihrer tenrperam-entvolleu Art, di' , einst schon Kaiser Josef, ll.^ .sehr 'gefallen, setzte sie -sich für einL,, Wiener Musikhochschule -x-ein, für ei» Konservalörimn, das Wien noch fehlte. Sie wußte sogar den menschenschsu-en Titanen für nhre Idee zu gewinnenj. Die bedeutendsten Künstler Wiens sangen» spielten und deklamierten von jeher , im Salon Fanni ArnsteinZ. Eine Einladung zu.den musikarfch-deklamatorischen Abenden der noch immer schönen Matrone Voten eine tzedeuteirbe Aussicht aus ganz erlesene Kunstgenüsse. Kehr Wunder,-wenn bieseL jüdische Hans Zur Zeit des ' Wiener FürstenköngresseZ eins hervorragende Rolle spielte. Dem mütterlichen'Eharntz öer Hausfrau gelang es, selbst den Unzugänglichen Ludwig * van Beethoven zu fesseln. Freundlich' kam er dem jungen' Kollegen Ignaz Moschelcs entgegen rmö so warrn wurde die Freundschaft, daß viele Jahre'.' später MofchelLS, als er Direktor de§" englischen Konservatoriums in London war, in seiner' zweitM Muttersprache, in reinstem Englisch,' eine Dret« Hoven-Btographie verfaßte. Für die Einführung von Beethovens Meisterwerk^r in England leistete Moscheles Hervorragendes. Seine eigAien. Kvmswsitionen waren wohl mehr im Stil eines waberen berühmten Komponisten, der auch aus jüdischem Hause hervorgegangen, .im Stile Felix Mendelssohn-Bartholbhs ^halten. Aach dessen. Tode leitete Moscheles auch das' Leipziger Konservatorium. Dem schwerkranken Titanen Ludwig, van Beethoven sollte aber Ignaz.Moscheles im Jahrs 1827 einen großen Liebesdirnst erweisen. - Ludwig van Beethoven — M sich der bedürfnisloseste Mensch — kam es doch vor, daß er, wenn Ebbe in seiner genial geführten. Künstlerkasse herrschte, tagelang nnr von L«ckenem: Brote lebto. - Aber-.für seinen ungeratenen - Pflege- - 'sohn und Neffen,- Karl van Beethoven, der' nichts als Jammer und Kummer anf .däS Haupt des Titanen.häufte,. brmuhtL Beethoven immer große Summen. In seiner lstzt-esr Krank- - heit wandte, er sich um eins .Unterstützung., an die Londoner Philharmonische MMschaft. ' Ignaz Moscheles setzte ftinen ganzen Einfluß ein und dir Gesellschaft widniete Beethoven hundert Psn'nö Sterling. In seinen letzten Lebens tage,'» erhielt Beethoven von Moscheles die Nachricht, Laß das Gold mrter-- wegs sei'. „Gott soN ihn segnen," sprach Beethoven' zü seinem treuen Schüler. Schindler, , der nrch.^ von seAem StervÄagS: wich, „hörst du, schreib':' TäuseK":'DaM'-Ät AMcheles!" -: i '^M^vLrtchetWrreiW»ö> ihn -zikrfthen/' schreibt Schindler, „wie B^thoven die Hände' falwts und sich in Tr.cirrsn der Freüste'ünd'^eI"'Dairkes schier auflösim wollte?'' ' Die Letzte, große Freude seines Daseins verdankte BeeLhoven.^em -Juden Ignaz Moscheles.. Darum ist. eL nur gerecht, .wenn beiderhundertfünfzigjähriM Wiederkehr vou- Beethovens Geburlstag ein RuhmeSblättchsn auch auf Moscheles' Grab , gelegt wird. ■ Jüdische Kinderfeiern. Zwei Clowns schlugen die tollsten PurzelLäunre. krähten -und. quietschten, statt zu sprechen, und daS Lachen von zweitausend Kindern durchdröhrrte die Festhalle, die sonst höherer Kunst 'geweiht ist. Aber diese Äindermcrfse war nicht nur durchdie momentan gleichgerichtete VergnngungSlust geeint.' Oben auf der Empore der Orgel flackerten die Flammen der bereits niedriggebrarmten Chanuka»Lichter; auf dem Podium faßen wohl hundert Heimstättenkinder in der Tracht palästinischer Bauern und Arbeiter, da sie eben ein entsprechendes Stück' aufgeführt hatten. Neben ihnen warteten kleine Knaken und Mädchen im Lurnanzug rnit dem Zeichen eines Makkanaer-- vererneS darauf, ihre Gewandtheit geigen zu können. Anch die jiurgsten „Dlau-Weitzen" konnte man sehen.' Jedes Kind aber hielt ein Büchlein in der Hand, daS es in heiter klndlicher Weise jüdischem Empfinden. Zufuhren will. In dieser pädagogischen'Richtung , schreitet der Veranstalter des hier teilweise geschilderten Festes in seiner täglichen Arbeit mustergültig vown.. Es ist. noch ' immer mcht genügend gewürdigt worden, daß-sich in den verschiedenen Heimstätten des 'Vereines „Jüdische' Krrrderfrermdenrehr als tausend Kinder freiwillig am täglichen. Hebräisch untsrrr-cht beteiligen,-der dem beim Kinde so'lebhaften. Bedürfnis nach' Heiterkeit in weitestem Matz entgegenkommi und dennoch durchaus systematisch betrieben wird. Die' beiden hebräischen Kindergärten..verknüpfen die frühesten Eindrücke mit jüdischem Wesen und die ganze Atmosphäre' gestaltet -in diesen Anstalten jeden 'Sport, jedes Spiel - und < jeden UnterrichL zrr einem vollkommen organischen Glied der jüdischen Erziehung. Freilich, der Erfolg solcher Bemühungen wird heuir noch vielfachdurch. Gegeukrüftein Fragegestellt. - Erst Ln den letzten'Tagen würden" in einer Schule, "Lü der wegen der jüdischen Schülern,ajoritLk ein Jude der -Leiter ist>' alle Müder, einer Klasse verhalten, 23 Kronen zur Herstellung von Kraürpns und. Nikolo zu verausgabet' «Schüler, deren Eltern sich auZ religiösen Gtündeü -getzm diese Anschaffung sträubieu, wryeöLk bestrafi. .Man stelle sich vor^ büß.ein jüdischer .Lehoer in. dieser Schuko,. die snur. ijm^esähr - dreißig Prozent' arischer Schüler zählt, die.'ganze 'Klasse- W»nuka- . Leucht^: anfertigen ließe, abgesehen dadpn, "öü er hiezu von - den emzelnen christll:hs>r Kindern. AuZgavLn forderte 'oder nicht: Welch eine Empörung in gauM.arische» und psendoarischen Blätterwchd? Erst wenrr wir uns <i-re'u solch un-- möglichen Fall Vörstetten, verstehen wir, -welcher psychischen Nrn-xervaliigunL wss.-r? -.ni'/gesetzis!,rd. 16. Dezember 1920 Seite 8" versdiicr'cr.Blcv Sysk-mt Ziindsteine X>obob unäL fiivotöc SZetallwaran M. F01DL & SOHN WISST, L, Frans. Josefe-Kal 7-S JndustriepalM», III. Stock. Tel. ,7-2*1, Wir-müssen daher, in den Tagen, in denen die gefolg« kosen - Führer der Zusamnrenhangloftgkeit und der Assimilatisv . i als-^ „Union der dentschöfterreichischen Juden" erklären,. alk« , nationalen oder politisch-en MinberheitsrechtQ abzulehne^ s endlich mit allem Nachdruck dir jüdische Schule betreiben. Me . Kinder' nuferes Volkes müssen lernLn, auch in dem Augenblick - - ftühlich lachen zu können, in welchem sie 'euchfinden, daß |i«' Inden sind. ___ S. A.' > Eiil Brief des Vaters »o« DlsraeU. In dem Nachl-asss der -jüngst in London beüM - Frau Lü w is E-msn.ue l befindet sich eins internsfante Sammlung von Briefe», welche an. ihren - ErößvQter PvosefforHyman Hur witz, der im Jahre - - 1828 zum Professor für -hebräische Sprache-und Lite- 7 ratur an der Londoner Universität ernannt worden war, '- gerichtet sind. Unter Diesen. Briefen kam auch ein -bisher ' unbekannter Brief des Daters^ des Lord Beaconssield', - Dissraeli, zum Dbrscheiu. Der Brief'datiert vom 32.' Oktober 1838, ist in mehrfacher-Beziehung intrr-r essant und lehrreich. -Er lautet:;■> f" •'”„Gelehrter Herr! -.Gestatten Sie einem, der nicht die'Ehre Ihrer Bekanntschaft hat, jedoch durch Ihrebevorzugte Stellung und anerkannte hebräische Gelehrt ' samMt angezogen -ist. Sie mit einer rein literLrischen 1 und nicht Lheologischen Zwecken bienenden Anfrage zu belristigLn. Es. handelt sich um die "Berfolgungekitetfr Origiualguellü oder züwiüdeft einer ersten Quelle emeÄ- Prpblems, welches mich letzthin in meinen Forschungen' beschäftigt hat und das ist -— der Sturz der Engel. Dieser mythische Lehrsatz oder richtiger' Zwischenfall^ wird in den Schriften nicht-erzählt. Unklare An spie» lungen finden sich wohl irr den Briefen Judae. Vers tf und Peter XI, 4. Aber diese Apostel besitzen .für diese. Frage Einerlei-Autorität, da sie nur dasjenige wieder holen oder erzählen, was sie von ihren Meistern, d««). RabLiuen,' gelernt und erfahren habe». -Diese Erzäh-,^ lung-finden wir überall und sie jvird in der Mythologie der Alten m einen Äufstand der Titanen gegen die,.. Götter umgeformt. Sollten wir nicht, etwa eher in teufjüdischen Ueberlieferungen etwas suchen und finden-^ Gibt es nicht irgendwelche erfolgverheißende Stelle^ ' in. den talmudischen Folianten, welche einiges Licht in:^, dieses Dunkel ru bringen vermöchten? Ich wäre' äu^erN ' dankbar, wenn ich . durchIhre Llnttv.ort ausgezeichnetAwürbe, welche'ich mir. an die unten augegLberu: Adres.ss; £ erbitte. Ich verbleibe, gelehrter Herr,, mit gjwßeiiö? - Respekt Ihr'ergebenster und g-ehorsamster Diener . I. d'Jsraeli. iv- Messe unter Kuvert an B'. Dismeli, Esqn. M..P..,,^ Bradenhaur-, -High' Whoom'b."- .;|- M '-- Es - ist - nun interessant, zu bedbach teu, wie der' Vater-'seinen- Aiamen d'Israeli mit Apostroph irr dev^ alte» ForM schreibt,' während er öen 'Namenfeines'' Sohnes mit „Disra-eli" angibt.' Mbenbei bemerkt, hat - fick in dem erwähn'en Nachlaß keinr Spur davonborge fimden, wie ProfessorHurwitz, an den) Eaüsanders^ Briefen ersichssich, sich nicht nur jüdisch^ sondern auch christliche -Gelehrte mit; hebrnisch-wissenschaftlichen - Fragen zu wenden pflegten, die Frage 'Disraelis, d-A-fi Vaters,.-beantwortet hat.? '" - - Ein Würdiges Paar. . [ Der getaufte. Jude Artur Trebitsch, der .diaMenrL annsemitische Gesellschaft und ihre Presse durch seinen^ gerckddzü blutrünstigen Antisemitismus entzückt) * hHA einen, was „Gesinnung" anlangt, würdigen Namens^ bruder.- Dieser Renegat heißt Lirrc-oln Trotz und wird in der letzten Zeit in der deutschen Presse'Vieh genannt als finanzieller Mittelsmann einer jeüer'^ deutschen Geheimorganisationen, deren Zweck es ist, die , ReaMon iu. Deutschland' auszubreiten. Freund Lincoln^ ' ist jedenfalls, nach seiner Bwgraphie in der „FraufurE) Zeitung" zu schließen, interessanter Typus. Er ha^' ' es verstanden, als ungarischer Jude sich bei den Quäkern^ in England so geschickt au Zubiedern, daß er vor fünfzehn'' Jahren sogar erneu Sitz im englischen Unterhaus' erhäsch^e; allerdings'wurde er nie wiedergewählt und er vertarrschte - darauf den'- Beruf eines evangelische n ‘ Gsistfliche n mll dem eines'PetrsLeumjobbers in'der . KM.'Äächvend des Krieges trat er als'englischer Urner»,, tan^ mit irgendwelchen.deutschen miliLärifchen Stelle» 1 In-KtzMhungen. Er tauchte dann im März dieses Jahres Impresario beim. K ap p-P u L 's ch wieder auf,)' flüch tets mit deu anderen Kappisten und setzte sein Hand-' werk nun irgendwo im verborgenen fort. In der letzten Zeit'ist cr als „Machet der deutsche» antisemitisch-- . reaktionären Hetze ausgetaucht' und die Mittel zur För^ ddrung der reaktionären Machenschaften gehen durchs., seine Hände. ' ':h' -Dies?. Non.wMntyper: binnen -ich immer gleich. Ob!/ ik rnm Artur v^-.t 'Lincolu. .Trebitsrh KoGM '

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