Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 680 (16.12.1920)
- Date
- 1920-12-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gerts S Mett) DattnerstüA Wt««er M»»MzM>«k; MDtz-SbekfiM- . ESM GWlr. ES verdiettt bernreM zü" Mrd^n,. d'H HZ UM" sin* Rerys politisch er ExpofLtuveri dor Reaktion gibt, die Kreaturen jüdischer ÄWmft von der hier g-ebenn- Zeichneten Art in ihrem Solde haben. Bor der Erhöhung der Drotpreise. Olahedvrrg einer tvrotanflage. — Staffelung -er Brot« und Mehlpreise. Amtlich wirL miigeteilt, daß die Regierung infolge der Zögerungen der Bäckergehilfcn und der Bäcker gezwungen ist, eine Erhöhung des BrorpreiseS vorzunehmen. Bei der derzeitigen Mehlmischung lostet dem Staate tas Mehl für einen Laib Brot (600 Gramm) 43 KrwtieN. Der Staat Verkauft dieses Mehl gegenwärtig den Bäckern zum Preise von 2 Kronen 70 Heller. Zugleich bezahlt »brr der Staat den Bäckern als derzeitigen Beitrag zu ihren Regiekosten 1 Krone 10 Heller für jeden Lall-, so daß der Staat für das für einen Laib Brot verwendete Mehl nur mehr 1 Krone 60 Heller tatsächlich löst. Würden die erwähnten neuen Forderungen der Gehilfen und Bäcker (zusammen fctfttb 4 KkvneN) zur Gänze auf den Staatsschatz übernommen, so müßte der Staat künftighin den Bäckern nicht nur das Brotmeht unentgeltlich liefern, sondern ihnen auch noch her Laib L Kronen 40 Heller Dar auf,sagten» Wiewohl die Bundesregierung in ihrer am 6. Dezember? k. I. Verlautbarteu Erklärung ausdrücklich festgestellt hat. daß sie im Hinblick auf die ihr aus der Bröt- und Mehlversorgut'g allein schon erwachsenden enormen Verluste nicht imstande ist, neue Forderungen der Bäckereien und ihrer Angestellten auf dm Staat zu ulerncbmen, hat sie sich doch entschlossen), die sich ergebenden Mehrkosten in der Höhe der Forderungen der Bäckergehilfen vorlaufig und' vorübergehend hu übernehmen. Mit den. Bäckereibetrieben, werden die Verhandlungen von der Regierung fsrtgeführt. ' Das neue Zugeständnis der Regierung fordert umso notwendiger jene Maßnahmen» die geeignet' find,, allistuhilrh die staatlichen Zuschüsse zu den Brot- Und Mehlpreisen, abgubaurn. Zn diesem Sinne bereitet die Bundesregierung einen Gesetzentwurf über die neuerliche Einhebustst einer Broraufkage vor, der dem Nafionalrak in kürzester Zeit zugehen wird. Außerdem sollen die Brot- und Mehrpreise der .wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Verbraucher kürch entsprechende Staffeln an ge patzt werden. MitMchM Ms dM PMAm. M Dia Silomen ilvgMW Wierti XX. Wien, II. ejtipfeirien sldft ais Verlobte Wien» fm Dezeniber 1920 «70 Zur Verlobung des Herrn davldi deSdffeSd mit Fräulein Rosa Krallar gratulieren fierzlicbsl Geschwister Jakob und Sabine Hübscher © « m m * si hj'bike /ind garantiert dauerhafter und.billiger u>ie Ledcrab» /ätze und /pa rer, »Ihnen viel an Jhrer /chvihrechnunjg. Amsterdam Wien Antwevpan Erster grösster Käufer filr . 4039 Kl rii laufe bi» Ferien Juwelen etc. Rabinowitschi Juweliep 1 .Bezirk* Maximilsanstrasse 5 felephon 8541 2. Bezirk, Stephaniestrasse 3,ilur int eifcönön Hause rreilltL * Wir bis Satnstag abeiiÄfe 'get&foiseti. fÖ^phBn 48» 14.0 Brillanten, perle», Äcia, siii»er,piatin«. xrhren 2 L ä f « «8 8 > cktz fftz «kh . . 77« ETTTElRS Bötentuxmrir.aä, KCariabSiforBti*. TS "Uie führen de ^ctaneVdeIrf irma V?lens ln Masiäfbeilen bleibt; il., Taborstrasse SO, Efngarfft, ,0r. Stadlgutgassc RPBZIALHAU8 für feine Wirkwaren und Sportärtikel J. Kosenberg, Wien, V!.r Mariahilferstrasse 81. mm ÄSLfttitre füdas DrUtS jüdische Reich. .. In den letzten vier Zanttt liefen neuerlich 9 Bcmffemzeichnungen e n, io daß dis heute iv«g-sammt 89 Bausteine m 20.000 gezeichnet und hievon 41 bereits voll rmgezahlt . Den 8l. Baustein leichnrtr die KreiskomMission sür die Bezirke VI bis Ml, d,r den^ 38; B-lüstern dereM voll emgezakür bat. . . - 'Dir 82. und 89. B a u st s i n wurde anläßlich einer MaMbäerseier in Wr.-Neust 8t ^estickmet. . Den 8t. Baustein zerchiine die Aka-erniW PethlndMig D a r M f i n, Wien, I., auf den Namen der Akademischen Ätzrdmdima Hef I r a. Der S\ Baustein wurde über DermittlM d>Z Herrn Karl Cternberg, Wien. VI., «Kt selbst einen Böustnu gespendet hat. von emeM vorläufig «ntzenanm settt woll ütiett Herrn gezetchnrt. Den 86. Baustein spendete durch Bermifiln'g des Herrn Ing. Schön Kre-Skommiüärs für die Bezirke vl bis TIU, Herr Crman T i s i e r. G oßmdustükller, Wien. l. -, Der 87. Baustein wurde dmch Vnm tilung des De» zirkskommiüa's 'rlr den XX. Dezirk. Herrn E il I b o g e n, von einem vorläufig ungenannten Svrmer geze chnek. Der 88. B a u st e, n (voll eingeurtzlt> wüide durch Berkmttlnvg der Oriskommiision Innsbruck grsveidet. der 88>. D a a st e i n.wurde ebenfalls aus Innsbruck bereits avisiert. PARFÜM6RIEWAIIEN, grösste Quantitäten Markenware Kulanteste Preise 5. 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Dieser Eismbabnwagch. welcher Eigentum der Schlaswagmgesell'chast war, wurde im Jahre 1914 als Spcisciv.igen gebaut und bei Ausbruch des Krieges einflezoge«. d^ach der Ernennung des Generals Fach zvm Oberlommandanfen der allücrien Atmecn diente dieser Sagen als sein Arbeitszimmer aui der Reise. Im Soutmer 1919 wvrde der Vagen der Schläfwagengrsevschast zurückgcflellt, welche schon damals dieses historische Objekt dm sranzönschen Staate als Geschenk onbot. Cismenceau bestimmte, daß d eser Eisenbahnwagen skr die Reism fremder Staatshauyier während ihrer Anwesenheit in Frankreich rcfer»?ert bleibe. Gleich eitig hat die Schlafwagengrscllschaft in dem Wagen zwei große Mcdarllön^ bcfestigen lasten, ans welchen d»e fotzende Inschrift zum Andenken an die historischen Greigniffe, denen er diente, ongebrnckt wurde: .In die'em Eisenbahnwagen «ui de am ll. November 1913 m» 5 Uhr morgens in Franc-Port bei Comviögne das den Dcmsche» infolge der Siege der allnerlen Ärrttem nufer! 'pte E a s s e n st i t l st a n dS- « %! ß m m c n nnterzeichner. Die BevöÜm "chr g'en waren: Für dte allüerten Negierungen Marsckall Koch. General« kommcmdsnt der ollnerten Ärmeen, acki'iiert von Ärmual Schmiß, erstem Lord der. brtiann'chcu Admiralität. Für die deutsche Regierung der Staalssesttlär Erzd erger. Präsiden! der deutschen Bevöllmächiigtenlömm sffon, der hevpÜmachtigte Minister von O b e r n d. o r s, Generalmajor von M i n t e rselb» Schiffskay,eän B a n s t l o f." Später wmden noch folgtnbe Inschriften hinzuge'ligt: »Marne {1914), Ifer (1914. Beidün (19l6), Somme (1916), Schlacht von Frank-eich (19l-)." Ais seiner jungst-« Reffe hat nun Prastbeiit M t l l e r a n d rnischtedev, daß dieser Waggon ins Atmcrmnjrum iidetnommen «mdr. PRAKTISCHES WEIHNACHTSGESCHENK! SpoftiotKen, Garnituren, . Sthflis, reine Wolle, zu Fabrikauroisen RICHARD 80RER, I., Rotentarmstrasse Rr. 3t Mezzanin?e° Telephon 23 --69 ■Bl A BBAZIA / HOTEL-PENSION BREINER WIEDER ERÖFFNET! / DAMPF¬ HEIZUNG, ELEKTRISGHES LIÖHTI Bel Anfragen bittet man die Zuständigkeit, Geburtsdaten, Vor* und ^unamc genau aiuugeben, um nuf Wunsch eventuell ßlefch b,er bei deä rust.nn'dißen Behörden der Vereinfachung t<-egen die T e 1 e x r e ifl tn Reisebewilligung zü besorgen , ~ ~ adrestc B r e1 u e t- Abbäet Restaurant ^5 l&jg flmfitrAr! Wien,!l,fTaborstrasse 12 SW« VpS l Sr Spezialität: Karpfen und gefüllte Hefthte j Fürchtbare Mürptat t« Breslau.; Brrskau, 15. De-ember. (Tel.-Komp.) In der Ortschaft Rcinevz drang ein ' Mann in den - Laden eines Schuhmachers ein uftd forderte einen, größeren Geldbetrag: Als der Schuhmacher das Ansinnen zurück- ' wies. -Ksg der Mann einen Revolver und erschoß i h n und seine nebenihm: sitzende G a t t i n. Ztvei.Söhne des Ermordeten warfen sich auf den Mörder, der durch weitere Schüsse auch si: s ch rve r v e r l e tz t e. Der Mörder wurde während des Handgemenges von den beiden Söhnen der Ermordeten buchstäblich tatgeschlagen. Auch die beiden Sohne dürsten ihre» Verletzungen erliegen. Dev 'Z.'.tet ist ein arbeitsloser Ocsterreichrr iwuttcnt Sch über t. Laudwirtschzist und. Hawbwerk unter deü WMdi M,ÄüWüd. D«> Bizepräskdent dex russischen volkssogiEMschen Att beitevpartej ünb chemÄkgL ÄSgeöchrtKte.tLK MM Duma» - Herr Lvo B r a m s 0 n aus Petersburg, der « Zahrs» bestehende Gesellschaft zur - Fördermig des HarLlveM ui» der La<nä>ärbeit üiiter den rustis^ü Jntzrü (Ort) im Ausland vevtritt, Mitglied 8e8 ZeütdatkvmMes für di«. Äviegs- und PvGomopfer Rußlands (Jekbpo) und jetzt mich her GKe» kMve d^r jüdischen WelthilfSzentra!^ machte ist- KviklSbad. dem WausgtDer dev ..Jüd: Pretzzrnirale Zürich" fülffendö. MittMÜngen übet die wirtschaftliche Satze der Jttdon iq RUtzlaGi '! : rDitz Juden Richllmdö sind infokgs deS Regimes bet Nel» schewiken aus den meistsn, von ihnen bisher eingenosimenelij wirtschäfklichen Positionen berdrSntz t tvordrnhauptsächlich aus dem Kleiinhütrde^ der GeschäftsberKMuNg ' wie. auch ans allen anderen mit dem Verkehr zusammenhängenden HcmdelSzweigen. Diejenigen Elemente, die ihre 'HgMelsd ' Positionen noch erhLten kvnttteti/betreiben Nur urigMMtt Harcheh wie Spekulation und SchmügM, W» abßöseheu dort der MMÄlischen Siei^e. auch kaum StMiM betspricht: Es. besteht deshalb ein großer, starker Zug nach Neuen Ätz-« tütigungSbetrieben, und zurar hauptfächrich nach' Landarbeit, wozu auch noch die sehr schwievitzeü Grü nahrutchsvechälttti^s in den Städten drängen. Außerdem ist es auch weit vorteilhafter geworden» Boderi ßü VdbaiüöN. und Gartpuprodukttz zu erzeugen, ditz gegenwärtig so hoch litt Wett stehen. Dre Vertreter Mtsever Gesellschaft yabetr uNläÜqst iM Ndvdwe^rn uttd Südwesten des ehemaligen Rützü land. Enqueten veranstaltet und OriettüerimgSretsen üMrnommettwobei sie feststellen Lontttendaß Städte trttd Orischäften; die früher jüdische FabrikszentreN tvarsn. Mie güm ' BtzisM die Provinz Grödno, jetzt zahlreiche tteütz» vvn Iüdsk gepflanM Gärtertanlägen besitzen. In der: PtMng WsitÄ beifpielstveise ist' die Zahl der sich getzenwarittz in der Läüdv Wirtschaft betätigenden Juden aüf däs Sechsfache tzeslietzM. IN WeitzruUand find unter Michilfe unserer GeMschaft mehr! als! 30 jüdische landwirtschaftliche Genossenschaften ün de« Peripherien der Städte gebildet worden. Die in NoMvöst- .rußlmrd schon von früher her bestehenden 160 jüdischen $9^ nien, die vor bent Kriege vernachlässigt und während des Krieges ruiniert worden siUd> werden jetzt mit aller ENetgie wieder neu hevgestellt. Als -wir darangingen,- in Ki^w .l-chndwirtschaftliche Genossenschaften für die PögrüMopfer und in Odessa' eine Lehrfarck für Erwachsene zu errichten. Meldete« sich aus allen Standen achtmal so viel Personen» als wir untevbririgen konntrn. Diesen Zug nach dem Lande mNtz man begrüßen und einen praktischen Plan zur Bersottzung der jMschen landwirtschaftlichen Genoffenschäften mit landwirtschaftlichen Werkzeugen- Saat, Pflanzen, WtlVlintzem lebendem Jnventär wie auch lMdwirtfchaftttchM MaschipenZ und zwar durch Gewährung entsprechender Darlehen, mt$» orbeilchi Zu diesem Zwecke haben wir eine Ankaufsstelle INS Leben gerufen, die alles Erforderliche sin Ausland ankaufc« und an die, KreiditgenoffenschafteN und die im Bilden Sei» griffen'en Rohstoffgenoffonschasten weiterleiten wird. Wir sind des ferneren um die landwirtschaftliche AusEüng und die für praktische Arbeiten, notwendigen JustruktionrN besorgt zu welchem Zwecke wir ein agronomisches Personal einstellen, erhalten und, wenn nötig, ausbilden, in verschiedene« jüdischen Zentren Musterwirtschaften wie auch kurzftnstige landwirtschaftliche. Kurse einrichten laffe« wollen;' außerdem bereiten wir popplöre Schriften ist jiddischer Sprache über; verschiedene Zweige 8er Landwirtschaft, hauptsächlich füe intensive Kulturen, vor. Was das Handwerk betrifft, so hegen wir strotze Hvfft nungrn, daß es gelingen wird, dieses bei den JvdeN zu kräftigen, guMail es jetzt ft sehr zurückgegansten ist. In Litauen zUM BeispieL ist: eS jetzt von 33 Nuf 31 PttzeNt ffti funken. Im Rayon von Odessa hat sich dis Zahl det Werkstätten zwei- und dreimal verringert. 76 Prozent der jüdischen HaitdwerkägckseöeN sind arbieitslös^ Jä, fti pielrn Orten verschwindet die jüdische Lehrlingschaft ganz rM gar. Dennoch ist die Lage keine verzweifelte, da gerade jetzt, bei der großen - Nachfrage nach Erzeugnissen der zum Leben notwendigen Gegenstände, die Kleimndustrie bestens gedeihen kan«, einerseits weil die Großindustrie noch durch viele Fahre nicht Wird rekonstruiert werden können, andererseits weil der Fmport ausländischer Fabrikate noch sehr erschwert ist.UmsomehrChance« zur Entwicklung besitztdie.heimischeProduktion. Wir suchendes« halb die bereits vorhandenen Handwerker gü unterstützen, indem wir sie mit Werkzeugen, Rohstoffen und Halbfabrikaten versorgen. All dies wird ausschließlich auf dem Wege von Gsnossens ch a f t s d a r l e h e n besorgt. ' Äeim Ankauf all dieser .iGegenstände haben wir stets die technische« Verbesserungen und die Modernisierung der Handgriffe i« jüdischen Gewerbe im Auge. Zu diesem Zweck fördern vnr auch Musterweristätten für erwachsen« Handwerker. Besondere Aufmerksämfttt' wollen wir der Einführung neue« Zweige ' im jüdischen HandwerkÄLben zuwendrn, nnd gwaü unter 'denjenigen Elementen, dre bisher kein Handwerk betrieben haben. Bereits, während des MiegeS .hatten, wip solche Versuche gemacht und zu diesem Zwecke Z7 Werkstäftetr gegründet - wie auch . di-e neugegründeten Prodüktivgenossenschaften. in. dieser'.Hinsicht gefördert. Was wir hauptsächlich im Äuge haben, ist die Sorge dafür, daß die junge Generation produktive Tätigkeit aufnehmen und sich darin an»» bilden soll. Wir verzichten auf kostspielige Gewerbeschule«, die Mit in kleinem Maße rtttr für besöül^re Fächer benützen werden. Dagegen förderst wir öffentliche Lehrwerkstätte« wie üüch die ÜntetLcingung der Kinder in Privatwerkstätten, mit gleichzeitiger Errichtung von Patronaten aus Vertretern der GswerlschaftSbcreine. Handwerker und gesellschaftliche« Vereine, die den Gang tzes GcwerbeuntorrichkeS gu beaufsichtigen haben. Auch au aewarüisKe:: Abcndjchülen, Fugend-,