Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 676 (12.12.1920)
- Date
- 1920-12-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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SrUe 2 Mr«. Sonnt-- das; es vielleicht der schlechteste Augenblick in der Welt »st, den Fonds in- Leben zu rufen. Es ist wahr, daß eine Krise im Handel und Finanzleben besteht, aber es besteht auch eins Krise in Palästina, in Polen und in Rußland, und Kris»S mutz gegen Krisis gesetzt werden. \ Wir könne« nicht warten. Israel kann nicht stehen und an daS Tör klopfen,-ohne daß jemand ihm den goldenen Schlüssel reicht, der ihn einläßt in sein nationales Heim. Deshalb wird der Fond? jetzt begonnen. r >" Wir verlangen große Summen. Man spricht von LS Millionen Pfund. Viele halten das für eine unerreichbare Summe. Wenn man das Ziel über die Sterne setzt, erreicht man sein Ziel, stellt man es tief, kommt man ih»n nicht nah Kein Ideal ist unerreichbar für unser Volk, wenn wir fest entschlossen sind, es zu erreichen. Es gibt kein Opfer, daS zu groß ist. Wir kehren zurück zu einer verwüsteten Erlschaft. Dos Land ist verwüstet, aber alle Elemente seiner Wiederherstellung sind vorhanden. Das alte Klima ist da, das unsere Ahnen trafen, nachdem sie vierzig . Jahre durch die Wüste geirrt waren, dasselbe Land, dasfte ausgenommen hat. kann wieder gut bearbeitet werden. Wenn das Land wieder bewässert und' bebaut' wird, wird es Ernte und' Frucht hervorbriNgen wie irgendein Land in der Welt und sich der industriellen Entwicklung öffnen. Palästina verlangt Strätzen, Häfen, Häuser, e l e bt r i s ch e K r a s t, I r n g ationS, werke und Fabriken, alles mögliche Sachen, d»e notwendig ftnb, um eine Entwicklung nach modernen Idealen u»rd mit modernen Mitteln zu schaffen. DaS *ist der goldene> Schlüssel. Er liegt in eurer Tasche. Die Entwicklung des Landes durch die Juden wird tat übrigen der ganzen Welt zum Wohls fein. Zentraleuropa und Rußland leiden heute unter einer okono» mischen Krise und sind ein überfülltes Gebiet, außerstande/ seine Bevölkerung zu ernähren. Es wäre daher »ne Erleichterung, so viel Menschen als möglich in ein Land zu pflanzen, wo sie sich selbst erhallten Linnen, ein Land mit wachsenden Erträgnissen. Wohin sollen die Leute heute'' gcDen? Sie leben in schrecklichen DerhAtnissen. Sie werden' '»eher und nach Amerika kommen. Heute können wir nöd) alle in Palästina ünterbringen. Ist eS nicht eine große be, sie, statt in frernde ^Länder, in unser eigenes Land zu ^en? Statt in schrecklich überfüllte Arbeitsmärkte in ein Land, das selbst ein neuer Markt wich, konsumiert und den , jföefi der Welt mitunterstützt? Die Barrieren sind gebrochen nach eine gerechte und billige Regierung ist eingerichtet, dieinem unserer Volksgenossen, Sir Herbert Samuel, anvertraut ist, und diese Regierung verlomgt jetzt von uns Fichen, die Arbeit zu beginnen. Wtc haben eilte solche Gelegenheit nicht erträumt,/ dielleicht haben wir ihre Größe auch jetzt noch nicht begriffen. Diele,'die von diesem Ziel geträumt haben, sind heute ge- Lähmt. Durch sckäne Phrasen urch schone Stimmung wird Palästina nicht aufgobaut. Wr brauchen Organisation und ' -Geld für den Aufbau der Heimat. ' Die braven jüdischen Soldaten, die mit den britischen Soldaten zusammen für die Eroberung Palästinas getämpft haben und gefallen sind, sie haben das größte Opfer gebracht. Was verlangt man jetzt von uns? Materielle Opfer unö daß wir uns Beschränkungen auferlegen! Lausende unserer jungen Leute arbeiten in Palästina 'im schweren Werk der Hände und der Muskeln, ein gefährliches und ungesundes Werk, um das nationale Heim zu bauen. Wir müssen jenen die Arme stützen, die die Verantwortung für die Durchführung des Werkes tragen. Nach Jahrhunderten ist uns wieder die Möglichkeit geschaffen, unsere Heimat herzustellen. Nichts wird mich überzeugen, daß das nicht möglich ist. Die Rede Sir Alfred Monds wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Hierauf beantragten Professor Jaffe vnd Professor Dr. Brodetzkh eine Vertrauensresolution für die zionistischen Führer und eine Resolution, durch welche sich di« Versammlung verpflichtet, die zionistischen Führer tatkräftig und aus ganzem Herzen-bei der Verwirklichung bef jüdischen nationalen Herms zu Unterstützen. Die vorgefchlagenen Resolutionen wurden vom Vorsitzenden nochmals verlesen und mit stürmischem Beifall angenommen. Hierauf nahm das Wort Dr. Weidmann. . ' Die Aufgabe, die und gestellt ist, heißt, die Entscheidung lwn San Remo ins Reale zu übertragen. Die Entscheidung von San Remo bedeutet die Anerkennung des Prinzips, daß das jüdische Volk ein Recht auf die Wiederherstellüna Palästinas als seines nationalen Heims hat. Dieses Prinzip ist jetzt in Palästina in R e o l i t ä t zu verwandeln. Es ist natür- Kch.dah. wenn eine Bewegung aus dem Stadium des Kampfes um ein Prinzip in das Stadium der Verwirklichung tritt. Schwiengkeilen entstehen und offenbar rverden. Dies ist umsomehr bei einem nervösen Volk, wie dem jüdischen, der Fall, so daß eS nicht wundermmmt, hier und rnancke Tepresiioir zu bemerken. - Heute, im Glanz der Thanukalichter, beginnen wir mit dem großen Werk der Arbeit für unseren großen nationalen Fönds, der bestimmt ist, Palästina wieder aufznvane«. . Die palästinensische Verwaltung, die eine , billige Verwaltung ist und sicherlich gegen keine.Nationalität voreingenommen st. wiewohl ihr Chef ein. Jude und ein Zionist ist. d»e Verwaltung wird eine Anleihe Herausgeber», um verschiedene Institutionen in Palästina zu. schaffen und zu entwickeln, die notwendig sind. Diese Anleihe wird von -er Verwaltung für das Land auSgegeben. daS gegenwärtig eine Majorität von Nichtjuden uni? bloß 10 oder 12 Prozent .Juden hat. Und doch bin ich sicher, daß ich tut Namen ßUtt Juden hier und außerhalb dieser Versammlung spreche, ' Wiener Morgenzeitnng__ der attteril Buffalo, 4. Dezember. (Jüd. Korr.-Vur. Verspätet.) Nach einer eintägigen Unterbrechung wurden die Verhandlungen am Samstag tyiedrr ausgenommen. Rabbiner Dr. St. W i s t wendete sich in scharfen LVortrn gegen diejenigen^ welche die amerikanische« Zionisten separatistischer Tendenzen beschuldigten, und verteidigte in beredten Äorte» de« Ob errichtet Brande iS. Ge forderte die Antvesenden auf, ihm Glauben und Dertrauen zu schenken. Der Kongreß nahm die Rede des Rabbiners Dr. Mse mit starkem Applaus aus. Aus Antrag Mr. Charles CowenS wurde einstimmig das Vertrauensvotum für BrandeiS beschlossen. Eine starke Opposition rief ein Antrag der Exekutive hervor, den Beschluß des zionistischen Kongresses in Chicago, demzufolge die Majorität der Nationalen Exekutive der amerikanisch-zionistischen Organisation durch direkte Abstimmung der verschiedenen Distrikte, welche letztere repräsentiere», gewählt werden'muß, zu reaffndaß jeder Juheals seine Pflicht betrachten wird, durch diese Anleihe'der Verwaltung Palästinas Mittel zur Verfügung zu stellen, obzwar sie nicht nur zürn Nutzen der Juden, sondem der ganzen Bevölke-rung deS Landes verwendet werden sollen. Zwei Arten von Arbeiten und von Geldmitteln brauchen wir für die Wiederherstellung Palästinas. Wir brauchen' Geldmittel für alle Zwecke der Erziehung, der sozialen Wohlfahrt und anderer Institutionen, welche, geschäftlich gesprochen, keine Zinse« bringen. Schulen und Universitäten, Hospitäler und soziale Institutionen geben keine Zinsen, aber sie sind nicht weniger wichtig'als Eisenbahnen, Postämter und IrrtgationSwerkc. Die Immigranten, die ins Land kommen, fragen zuerst nach, einem Zelt oder nach einer Baracke, um -sich vor den Unbilden der Witterung zu schützen. Ihre zweite Frage ist: Habt ihr eine Schule, wohin ich meine Kinder .senden kann? Sie verlangen nicht nur eine Schule, sondern eine gute Schule, dereg Unterricht, in hebräischer Sprache geführt wird, damit die Kinder tat Geiste denen» n Palästina erzi'zrn werden. Das alles' ist so. notwendig für den Aufbau.eines Landes wie Zement' ürtd Zregel für den Ingenieur. und Architekten. Die aridere Form der Geldmittel, die wir brauchen, ist durch die Z insen charakterisiert. 'die daS investierte Kapital auch im''geschLftltchört' . und prtaaten wirtschaftlichen Sinne' Bringt; ÄoM FitzmigMiönsprojeW das durchgefuhrt wetdeck soll, kann auf geschäftlicher Grundlage beruhen, und so gilt eS eine: große- Reihe von Arbeiten auf dieser Grundlage« Deswegen haben wir geglaubt jenen Teil unserer Arbeit, der sich auf der Grundlage'gesellschaftlicher Investierungen vollzieht, einer Gruppe von Menschen übergeben zu sollen, die die Sache verstehen und Kenntnisse und Erfahrung haken, sie erfolgreich durchzuführen. Der Vorsitzende unserer heutigen Versammlung wird an der Spitze einer solchen Gruppe, deS Economic Cvunett, sthen. welches darauf sehen wird, daß die Fonds» welche für die Wiederherstellung Palästinas auf der Grundlage geschäftlicher Untersuchungen bestimmt sind, richtig verwendet werden, rationell verwaltet und so behandelt werden» daß sie entsprechende Sicherheiten und Zinsendienst versprechen. Ich steile fest, daß der Keren Hajeffod ein Drittel seilver freien Mittel für die Zwecke von Investitionen zur Verfügung stellt und dieses Drittel unter die Kontrolle einer besonderen Gruppe von autoritativen Geschäftsleuten und Finanzmännern stellt, die sich unter dem Vorsitz von Sir Alfred Mond zu einem Wirtschaftsrat zusammenschliehen. Das Kapital, das für die Unternehmungen verwendet wird, wird7Zinsen tragen, so daß jeder, der den Beitrag zum Keren .Hajessod gibt, mit einem Teil seines Beitrages'an de« Ertrag dieser Investitionen teilnimmt Wir sind mit unserer Ehre gebunden, daß kein Pfennig des englischem Steuerzahlerfür da» jüdisch« Heim verwendet wird. Das jüdische nationale Holm wird gekaut aus» schließlich d u rch jüdische Arbeit. Heute gilt unsere Arbeit der Beschaffung pon Geld, morgen kann sie. eilte andere Form annehmen und wir werden auch dann dem Appell zu . folgen haben. Die Juden Palästinas haben ihre Aufgabe verstanden. Sie haben sich seinerzeit in die Bataillone eingereiht unp stehen jetzt, wenn es notwendig ist, in der Reih« der Arbeiterl ataillone, welche die Stratzen lege« und die Wüste, erobern. Die Juden, die hier leben, geborgen und unter den Fittichen eines Staates, der sie vor Angriffen schützt, haben kein Recht zu vergessen, daß Millionen in Jammer undUnglück in-Zentral».und Osteuropa vergehen Auf jeder Straße liegen, untz irren sie hin und her. In zwei Jahren fntt 200.000. Juden! in der Ukraine zugrunde gegangen uckd 600.000 jüdische Waiserikinder wandern ohne Obdach über den EvdlaL Bringt sie nach Palästina und laßt sie aufwachfon zu aufrechten Menschen, zu eurer eigenen'Ehre und'zu eurem eigenen Ruhm.- Wir haben Nachrichten aus Palästina, daß J Hunderte jener Juden, von denen ich zu euch sprach, an seine ' Tore klopfe»». Auf den Straßen P a l ä st i n a 8 arbeiten >8000 junge jüdische Leute, welche im Laufe der letzten drei Monate cmgekommen sind, Leute, mit llmversitäisbildupg, aus freien Berufen, diele, welche angesehene Familien verlassen haben, um unter Regen und Sturm di« Stratzen von Palästina zu bauen. Sie verlangen nicht mehr als die Möglichkeit, zu arbeiten, und die palästinensische Ad»< ministration sagt uns zu. Wenn ihr uns weitere 200.000 1 Pfund geben könnt io können wir weitere 8000 Ar- 12; Dezember 1920 - M 678 j. mieren. Die demokratische Gruppe verlangt Mr dieser Antrag eine Zweidrltielmajorjtat, die jedoch-nicht erreicht wurde. .Dagegen wurde ein KompromisMirag Professor FrawksurterS angenommen, die vom Chicaqoei Kongreß beschlossene direkt Abstimmung auf ein Jahr zu verschieben. Ferner wurde beschlossen, zwei Departements für OrganifationS- und Palästina«Arbeit zu eröffnen und die Bewegung für einen permanente« Kongreß der amerikanischen Judenschaft tatkraftigst zu unterstützet^ Die Wahlen ergaben folgende neue Zusammensetzung der Leitung: Oberrichter Louis Br an d eis Ehren- Präsident, Rabbi Dr. St. Wife, Ehrenvizepräsident, Richter Mack Präsident, Mr. H. Friedenwald und Nathan StrauS, Vizepräsidenten, Mr. S ch w c i z er Schatzmeister. Außerdem wurde eine 48gliedrige Exe^ kutive gewählt, von denen 18 Mitalieder m New-Aorß wohnen. - 4 beiter beschäftigen und so das produktive Element der-' grötzern.( ' ' Es kommen Menschen und sagen, daß das Man d qi nicht gut genug, daß die Grenzen Palästinas nicht weit genug sind oder daß die englische Regierung nicht genug getan hock,. Meine Antwort ist: Zeigt, was ihr heute tun könnt, da ifyc; bot der größten Prüfung steht Nach euren Taten werdet; ihr geprüft werden. Die Situation ist geschaffen und niemand kann sich der Antwort entziehen. ES wird ein Tagkommen, wo ihr nicht durch die jüdische Gasts.«, gehe» könnt, wenn ihr nicht zeigt, was ihr getan habt fite; Palästina. Wir werden euch zeigen, daß dieser Tag näher: ist, als ihr glaubt. Dann wird es nicht nötig fetnj Resolutionen zu fassen, wen» die jüdische Gemeinschaft in Palästina wächst als ein S,egen nicht nur für die Juden, sondern füralleVölkertzer Welt. Wir bauen eine neue. Äemeinschast. Wir werden sicherlich manche neue Fehler machen, aber wir werden alte Gefahren vermeiden,, und das Volk, daS der Welt die Propheten und ihr höchstes Gut. chc« Religion, gegeben hat, wsrd imstande, sein, ein neues und reines Palästina aufzubauen trotz aller Vetaachügungen,. dta uns entgegengeworfen werden. Nach dieser mit Begeisterung aufgenommenen, äußere oridenttich eindrucksvollen Rede Dr. W e 'i tz man n 8, tout^ ein« Resolution angenommen, durch die die Versammlung, üt AnerlsnNung der entscheidenden Notwendigkeit einer äußersiett. geeinten' Anstrengung K.e» «nglsschefl^Judephtmö.^ Wiederaufbau von Erez Israel' sich^'.jü'iPflUtet,^ be)n Hajessod die volkstE Unterstätzung zu gewahren, v . Die WUnaer Frage. Wtrschaii, 11. De-ember. (Poln. Tel.-Agelüue^ Oberst Ehardigny hat den DölberbundM veystyM. digt, daß die Vertreter der polnischen upd der litauische^ Regierung den Vorschlag angenommen haben,.in unmittelbarer Aussprache das Gebiet zu bestimmen,;auf dem bi? Abstimmung stattfmden soll. Auf Einladung' der Kontrollkommission des Völkerbundes hat.sich.'eine- Abordnung der litauischen Regierung, nach Warschaubegeben. AUS Warschau wird unS berichtet: In einer bde letzten Sejmsitzungen, bei welcher die Wilnaer Frag« zur Sprache kam, behauptete ein Redner, ver der bevorstehenbeü'> Volksabstimmung in Wilna brauche man sich um die f-Mi*. schon Stimmen nicht zu kümmern, da eine Mehrheit vonv 70 Prozent für einen Anschluß WilnaS an Polen sicherj.i-fetö'» Dies« Sicherheit scheint aber nicht vollkommen begründet zu sein, da in der letzten Zeit Konferenzen mit de». Jude« in der Wllnaer Frage begonnen haben. So berichtet eine polnische Meldung aus Wilna, daß fett dem letzten Sonn- - tag Beratungen zwischen Vertretern der Juden «,lüder Pole« in Wilna gepflogen werden, und bexilt flch> hinzuzusügen: „Die fortschrittliche» Juden von Wilna neigen sich immer mehr auf die Seite Polens» da sie der ließet*J zeugung sind, Pole» biete bessere Garanttrn als die Regierung von Kowno, daß Wilna nicht wirder in die Hände dev Bolschewiken falle; überdies feil die Entwicklung Wilnas mehrgesichert durchweine Bereinigung mit PolenJf Wer diese „fortschrittlichen Juden" von Wtlna sind, erfährt man.nicht - Ferner wird gemeldet, daß sich zurzeit die Herren Iwanow skt und Engel» der erst«« Letter der äußeren Angelegenheiten, der ander« des Justizwesens in der Wilnaer-prd,. vtsorischen Regierung, in Warf ch au befinden, um mit den Obmännern der SesinNubs zu konferieren. Sie haben in (§&>' sprächen mit verschiedenen Politikern der Ansicht Ausdrrrck.gegeben, daß die Frage der Zugehörigkeit Wilnas nur durch einen (unter ZielizowskiS OsiupatronSmacht) fretgewählten Gej m von Zenttäflitaue« gelöst werden könne, der .nur zwischen Polen und Litauen zu entscheiden habe. Die Herren' hüben nun daS Bedürfnis, mit den jüdischen Abgeordneten des polnische» Sejm'zu konferieren. - 'l Die jüdischen Abgeordnete» - des polnische» Landtages werden hier weder für den „Fortschritt" noch für den ^Rückschritt unter den Wilnaer Juden Steilung nehmen könr^n', da dienicht in ihrer Jngerenz liegt. Denn die Juden Polens, welche durch sie vertreten werden, laufen- Gt'fcihd,-. daß Jede Einmffchurrg in die Wilnaer Frage eine neue Hetze gegen sie entfacht. Die Juden von Wilna werden bw de» Abstimmung aus den Erwägungen heraus entscheiden, welche , sie über ihre Sicherheit und die Gewährleistung ihrer ■ vÄlev' Rechte als Nation haben. Und „Konfersnzen" mahnen immer »ur B-t'rlicht^