Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 673 (9.12.1920)
- Date
- 1920-12-09
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wen, ©onnersta§ y^icucc Viu-a^wsi^tianft U Dezember lDüO Ntr. 673 Noch immer Keine Einig««» iM mm: f» a rrru Sette r He der Idee Richtung und Leheir uersi'iijr. . Er hattet.die. eerrzste Melsftele und bemerkte kaum dB Motiveer, iy Peru er zeitlebens waten.mußte, er verkörperte- M sich dB höchste Tthos ekstatischer Naturen «nd sah kaunt den Schlamm von Fahrhunderten, der das Heben um ihn Lherfiutete, Es igv- Srach ihm an' Kraft, die Wirklichkeit zn formen, und s» verwechselte er oft Traum und Hehgn» Zrueck und .Mittel jbon der Warte des Volkstrikuns übersah, er das Nächstliegende' und während ihn nur die heiße Welle geschichtlicher Ereignisse vorwärtstrug, vernrcinte er, Latz er. es -sei, den stets vorwäri^sturint: und als ihn die- K.i'gswelle' gewaltsam nach dem Seiten verschlug, da bsieb er fthresftirsstarr stehen. ' . Hier etfüTU: sich Stands Gchicksal. Was bislang nur tief irr ihm wühlte, übcrschlug schon sichtbar aus di« Machtlosigkeit des Führers und der Zwiespalt der Persönlichkeit ward zunr Fcitunr seiner , letzten Lebensjahre. Da tobten um ihn wild ti ’ Leidenschaften einer von der Scholle plötzlich lvSgetissenen Menge und die einst gläubig ihrem Führer folgten, begannen ln'der, Aremde «Kren marktschreierischen Neigen von Not, Gehässigkeit und Geldgier. Ueber Nacht entstand eine neue Welt und eine neue Judenmasf-e. Nur Stand blieb derselbe. Er stemmte.sich-mitFaller Lew alt gegen die hereinbrechende .Welle" von' Kleinlichkeit, Zerfahrenheit und Ichsucht und nahm, aüs fremdem Boden -">le jäh unterbrochene Führerschaft, ans. Gläubig tote einst, sirrrhalsig, wie er es geuwhnt war, und treu, wie nur ein., 'solcher Mann zn sein vermag. Er sprach und organisiertes er geißelte.und belehrte,- griff überall 'tätig ein und, umschimmert vom Ruhme jahrzehntelanger Führerschaft, hoffte re den Bann 31t. brechen,' der schon für die Außenwelt sichtbar ihn zu umklammern schien. In seiner vibrierenden Sensibilität fühlte er es Lar zn. gut. Es begann M anssichtsloser Kanrpp. Und seine .^Kräfte Hegtunw» Er sprach wie in alten Zeiten und gebrauchte die alten Mittel der Führerschaft. Oft umbraustq ihnher - Jubel begeisterter Scharen und oft dröhnte in seinen-Reden das gewohnte Echo ewigeri Judenschmerzes; es war jedoch das alte Lied, wenn auch in. neuen Melodien Das Pathos-von Jahrhunderten genügte.-nicht für. die neu erstehende. Welt und die wenigschöpferische Natur vermochte nicht neue. Wertezu erschaffen. So grub . sich , die Kluft, zwischen Stand und dem realen Leben-. immer tiefer und schmerzlicher. Der Führer blickte noch , immer wie gebannt ir sein eigen Ideal vom Judentum, während das. blntwarme Leben in rasenden Sätzen vorwärtsftürmte. Der Ostjude barg in sich eine flammende Glut von Begeisterung, Liebe undhehrem Aposteltum und dir Welt schäumte aus, kalt, xül-ii htslos, und schä nd ete eine gan .e Eö.terschar in die Rumpelkammer der Vergangenheit. Stand ^vermeinte,. Oft und West am Wiener Boden zur Einheit zu verschmelzen, während hier zwei Welten jäh -auftinander- Prallten und einen tie,'innerlichsten Kainpsüm die neste Einheit erst aufuahmen? ,Er. wurMe mit .allen . seinen. Fasern *m.. urwüchsigen Volksleben des Ostens und brach im'Westen, an? der Erstarrtheit seiner ehernen Ethik zusammen. Ein Fremder tu dieser Welt und ein. Ein sanier ain Wiener Boden. Ent-: wurzelt vom. Osten und nicht, verwurzelt im Westen. Drei Geschlechter fiihrtL er zum Judentum zurück und ein neues? Geschlecht begann au ihm' achtlos va-rbeizugehell. , Stand war ein -Führer aus tiefster- Nyt der. Mt: Untz ..so wollte und. mußte er. führen. .-Und als .er zu führen aufhörtr .— da ging, er von -.danyM. . . Z F. Finkelstein. Schweres Eisenbahnunglück auf der Aspangbah«. Gestern früh hat sich auf der Strecke der Eisenbahn Wien- D'pang ein schweres Eisenbahnunglück ereignet, indem ein Personenmg in eine Gruppe von Fahrgästen, die auf ihn warteten, hirreinfuhr und z w e l P e r s 0 n r n tötete und weitere ach l darunter -wer schw e r. verletzte. Soweit das Unglück jetzt überblickt werden kann, liegt das Verschulden ans seiten des Publikums, das aus der Bahn ebenso wie anderwärts, ganz drsziplinlos ,st. sich an bestellende Vorschriften nicht hcikt"und sich »nter Mißachtung aller Anordnungen selbst großen Gefahren aussetzt. Die Direktion der Eisenbahn Wien-Aspang gibt über den Unfall folgendes Communimis aug: Der am 8. d- M. um 6 Uhr 15 Min. früh von Wien- Aspangbahnhvf fahrplanmaß-g abgefertigke Personcnzng Nr b,l h:rt der der Eintahtt in dm Station S-mmering acht Personen erfaßt. Hievon wurden zwei getötet, zw« schwer und vier leicht verletzt. Dre Gelöteten undBerletztemsitidKokSsucher und Arbeiter. D>e Ursache des Unfalles liegt darin, daß die Verunglückten -nicht auf dcm für die Reifenden bestimmten Bahnsteig. sondern den bestehenden Bestimmungen zuwider auf der entgegengesetzten Seite die Einiahrt des Zuges abwattrtcn und hiedurch dem einfahrendcn Zuge m gefährliche Nähe kamen. > Von anderer Seite wahren wir über daS gräßliche Unglück: Der Mvrgenzug der Aspargbahn wird regelmäßig von vielen 8 ulen benützt, die nach Bluma« fahren, um auf dem Clemfcld nach Koks zu stieren. Da der Zug ' gewöhnlich schon fast oder ganz voll in dre Station Simmering' einläust, entsteht um den Platz -im Zuge biöwesten ein -wahrer Kampf» Fährt der Zug ein. so stürzt sich alles ' auf die Waggons. In der Haltestelle ist ein Wartehaus »nt Bahnsteig und die FahtMe sollten dom Bahnsteig ans ernstergen. ES hat sich aber, allen V»>schr iten entgegen,: der Brauch h rausgcbrlret. daß brr Leute auf das Geleise hmausftrömm. um von der anderen Seit e, an der ernzusteigen verboten rst, in -den Zug zu gelangen. um den anderen Fahrgästen zuvor',«kommen und sich möglichst einen Sitzvlatz zu sichern. Dre Ermahnungen des,Bahnpersonals fruchteten nichts; dre E senbahner kämm sogar, wenn sie adniübrrten, in Gefahr, von den Fahrgästen angegriffen zu wrrdm. Es herßt nun. daß der Zug . heute früh nicht auf dem - .Die auf Grund' de? BcschsriffeSderRegieruria. den Wünschen der Beamten der Grüppe C im Nahmen der Besoldirrigsreiorm entgegenrukommcn, im Voit'e beS gestrigen Tages durchgcsührten Verhandlungen brachten das Ergebnis, daß ' die Vertreter deS ZrntialverbnndeS der österreichischen Staatsbeamtenvereine, dre dre Vermittlung? zwischen den stre'kendm Beamten und der Regi--rvng ' übernommen hatten, erklärten, an ihrer Forderung auf Gleichstellung Mt den Postsvarkaffenbeamten hinsichtlich der" Wartefristen' fürdiekommenden JäntrerbesSrberungcn sestznhaltem jedoch zu einem Entgegenkommen insowe t bereit zu sein, als die Aus^ - Zahlung'der aus'den für,den 1. Jänner verlangten Beförderungen sich ergebenden 'Mehtb'ezffgen bis zu einer Besserung der finanzicllen Lage anfgeschoben -werden soll/ Mit btefem Beschluß hat sich die Regierung gestern nachts in emgchmdftcr Werft v befaßt und war aus den de^Oefirntlrchkeit bereits dgrgelegtm Gründen zu dem BeschlNsse gekommen, daran festzuhalten, daß Zugeständnisse ay die Beamten nur in der Werse möglich seien, daß anläßlich der Beratungen über das neue Besoldungsgesetz Verhandlungen über die Gleichstellung der Beamten der. Gnippe G mit den Postsvarkassmbeamtcn st°'l1sinden sollen. Im Sinne dieses Beschlusses des MinisterrafiS wurden gestern nenerlrch die Verhandlungen mst den strerkrndm Beamten weiter geführt. ' Bundesmmistcr Dr.M r'i m m eröffnete die Verhandlungen mit Worten der Anerkennung füe das Verständnis für die stnanzi lle Lage des Staates, daS . sich qu? dem gestrigen Beschluß der. Strerkepden erkennen laßt. Anschließend daran legte er dre Gründe eingehend dgr, die die Mgiernng zum absoluten Vermeiden jeder neuen Mehrausgabe gebieterisch zwingen. Es w>es unter anderem^ darauf hm. daß die Negierung vor Ablauf 'von drei Monaten nicht , auf dic ausläydischen Kredite hoffen könne und-nür bei Vermeidung ungedeckter Auslagen über diese Zwischenzeit.»tv'rde hinwegko.mmrn können Es müßten also alle Maßnahmenvernucheu-werden, die d»; Vertrauen des Auslandes erschüttern,-'den Wert -der Krone noch werter Herabdrücken und so -eine -weitere Gefäy' düng des -MirtschMkebmsherbeiführen können - Diese.Folge würde aber i« einem Zeitpunkt, bevor die vom Auslande »für unseren wrrt chafrlicken Au b r« best-mmte Hilfe eingelangtsicm kann, eintrelen, wenn die Beamten an ihren Fordeiungen frsthirlten und die Regierung zu Mehraüstagen odkr zu Maßnahmen zwingen wolltenwelche infolge der bei alle» anderen Gruppen eintretenden- Rückwirkungen, die, ist Nächster Zeit bevorstehende Brsoldungsrcform mit nicht abschützbcrren MehriMslagen belasten würden. Auf umfangreiche Befördeiungen mit Zahluugsstunduligen könne sich eme ilkearcrung ans begreiflichen .Gründen nicht ernlassen. Der Bundesmivister legte den. Vertretern hex Beamtenschaft eindringlichst ans Herz, alle diese Nmstarrde zu. berücksichtigen «nd gewohnten Geleise eingefahrrn ist, sondern wegen einer Gele serevcksatur beim Zenlralf'.rrdhof ein zweites Geleffe benütz-en mußte; aus diesem-Gklesse eben standen die Ungeduldigen, die von der ..anderen iSche^ einsteigkn woll en, Der Morgen war finster und »chlig und . . der. .Lokoutotiv'übrer sonnte . bte. aus dem Heleise-t H-rMbeu aus dep Ferne nicht sehen; auch die,, ^Zartendtzn sahen dep Zug erst zu spät. Ein gräßlicher,Schrer des ' Schrecktns,- dem alsb.ilb Weh.lagen folgte, ertönte, .als der Zug in d e-Haltestelle rinfuhr. Die Lolomotiye hatte eine Anzahl Leute erfaßt -und zu Boden geschleudert. Dir anderen stoben entsetzt auseinander. Als der Zug, der schon seme Fahrgeschwindigkeit im Einsahikn gemäßigt hatte, hielt, sah man auf dem 'Bahnkörper eine Anzahl Leute liegen, die Opfer des Eisenbahnunglücks geworden warm. Zwei Personen. Männer von etwa'40 Jahren, waren am der Stelle 10t geblieben. Der eine war vollkommen skalpiert; dem anderen hatten dre Näder beide Br,ne zermalmt. Die Verletzten wurden von Bahnvrrsonal und Passag'eren mit Tragbahren und mrt den bloßen Händen in die Ambulanz des stabil,chen Elektrizitätswerkes getragen und dort gebettet. Die Nettungsgefellscha!t wurde von der Katastrophe» in Kmntnls geletzt. Sie entsendete mehrere Hiliszügt mit dm Inspektionsärzten Dr. Kollmann «nd Dr. Werß; sie lersietrn den Verletzten erste Hilfe. - Aus dem Sumpf der Großstadt. Das Gewerbe der Mädchen a»s dem Mittelstand Eine für die Verelendung deS Mittelstandes kennzeichnende Beobachtung hat, daS polizeliche Sittrnamt.gemacht. Durch längere Ueberwackung hat es festg stellt, daß m den in der Inneren Stadt gelegenen BarS. Konzertbäusern. W-iusiubcn und ähnliche^ LuxuS-.. und,. VekgvügungÄvkalen Mädchen and dem Miitelstande als Gaste verkehren, nur zu dem Zwecke, um Herrenbekanntschasten :zu .macken pnd den unter Kontrolle stehenden Mädchen Konkurrenz z» bereiten. Asten» dann dre Lokale in der ofßziclltn Spcrrstunde geschlossen wurden, sind die Mädch-m aus dem. Mlktelstande mit ihren Zllfallsbekanntschaflen in Stundenhotels gegangen,, nm dort die Zechgelage forizusetzm und gegen Entgelt., h r e G.N U st z u v e p k a u t e y. Unter den Gästen di'fer. Lokale sollen sich auch Mädchen mrs qnalsii-ierten Berufen, wie Lomplorislinnett. Buchhalterinnen «. dgl., desünden haben. . Um diese Tatsachen ^estzustellen. hat daS polizeil'.che Srttenamt erst langwierige-Beob ich nngen angestellt und dann am 7. d. 3K, zwischen 12 und 2 Uhr nachts un er Fülprrng einrS KonzepttzbeMvm durch Knm n.rlbeamte des Siiienam.es eine Revision in mchrereck SnmdenhotelS der Inneren Scadr vornehmen lassen. Das Erg dnis b efee Raz ca bat bu ■ Mulmabunacn vollaufbestätigt.. ES wurden ntdbt weniacr als ungestörte sachliche Verhandlungen durch Einstellung des Streif z» ermög/lchen. Im Anschluß, ap die. Worte, des BundeSministerS W Ministercalrat Dr. W i l f l i n g eingehende AufklLiungen Übr,' die Art und Weise, wie die Gleichstellung mit den Pflstiparkaffey-. angestellten im Rahmen der Besoldungsordnung durchgeführi werden könnte. Ueber Ersuchen dev Organisation^vertreter wurde fobemu die Besprechung zur weiteren Stellungnahme unterbrochen, nachdem noch MrNisierialrat Dr. W e i g! darauf hingewirsen hatte;" daß ein Einlenken der Beamtenschaft nicht nur in der Oeffentlich« keil' sondern auch bei de» po.Wchen . Parteien, deren Sache et sein, werdd, dir Bedeckung für die erwachfenden Auslagen herbeizw schaffen, den besten Eindruck machen werde. Nach Wlederausnahme der Beratungen in den Abendstunde» - erklärten die Vertreter der streikenden Beamten, zwar auf ein, . Rückwirkung der Zugeständnisse ans die Zeit fett 1.’ $uli 1920 z« veizichten, jedoch unbedingt an der Forderung auf Beförderungen nach den abgekürzten Fristen Mlt '1. Jännel!92k, wie sie den Postsparkaffebeamten zugestandeu wurden^' . bebauen zn müssen. Eine schlreßliche Anregung d« Regierung, über eine materielle Enlschäditzung als Ersatz für die Ernennungen iir einem Zeitpunkt zu verhandeln, in welchem die B deckung hiefür sichergestellt werdm kan«, wuchs.. als unzureichend zurückgewrrlen. Eine Emigung war hienach «i ch t M 8 g l i ch und es - wurde die endgültige Entscheidung einem für morgen vvrmUlags " einbernfenen M l n i st e r rat Vorbehalten.. Die Streikbewegung hat durch ddn Anschluß Tirols an . Ausdehnung gewönnen. Dre Beamtensckast der Gruppe C ifl .:. ausnahmslos in jämklichry Länder« im Ausstmde. .. . , Die Beratungen über.dw Forderungen des ZeusralverbauW. - der österreichischen StaatSangestelltenvrreinigungen im Mlnrsterxaje v wurden gestern nach M ßcrnacht unterbrochen. Heute würden dir r Berh.mdlungen mrt den Vertretern der Beamtenschaft wieder auf«,' - genommen. Einer am Donnerstag den 8. d. M., vormittags Uhr, ‘ im Lehrcrhausvcrein stattfindenden Versammlung wird Über die Verhandlungen Bericht erstattet und entscherdmde Anträgr unter- " breitet wrrdm. ' Die Gruppen Und L der StaatZbeaMtenschaft' haltzn in ihrer Sitzung vom 7. d.'M. beschlossen,ffofort soMaysch fii dÄ-'':ft Streik zu treten, wenn ihnen, die Durchsetzung ihrer Fürdcrupjest ans eine andere Alt nicht möglich wäre. ■■■ 84 Mädchen aus dieser. Kategorie ängfhalten and zuüt . Sittenamt gebracht. Zwei mußten alS gsichlechlstrank dem FraueNi« - sprtal Meidling übergeben werden. 16 wurden wegen erwiesener Ausübung der unkontrollierten gewerbsmäßigen Unzucht polizeilich bestraft «nd. 14 tvurden teils der Augendpstege znm Zwecke entsprechender Für'orgrmaßnahmen abgegeben, terls «ach Vormerkung bebuks Uehn waÄung ihres werteren Lehenswandels nach Hause entlassen. Die Richtigkeit der. Wahr-.., nehmung fand durch die Razzia ihre volle Bestätigung» indem rat'äcklich die erwähnten Mädchen dem Mittelstand a„ gehören - und ihre Bekanntschaften! in Vergnügungslokale», wie Konzert- ., kaffeehausern und BarS vsw,*der Inneren Stadt gemacht und größtenteils gegen Entgelt mit Herrenbelanntschaften die Stünde»^! tjottls ausgesucht haben. Diese Atüonen' werde« fortgesetzt' werden. . Die Lohnbewegung im Buchhandel. In einer, gestern startgefundenen Vollversammlung deci^ Betriebsräte und Vertrauensperfonea der Angestellten der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhändler wurde das Angebot des Arbeitgebervttbandes bezüglich der-Gewährung von Belhilsc» einstimmig abgelehnt. Die Versammlung gab die Erklärung ad, . daß ste auf der von ihren Vertretern abgegebenen Erklärung stehe, . daß dre Forderung, nach BO°/*tß0r Erhöhung der Gcsamtbezüge aller Angestellten des Berufes als Minimaksorderung anzusehen ist. Dem Ärbcitgeberverbände wurden eine Äierhe von Ergänmngsbestimmungen zum Kollektivvcrtrag vom. September 1920 uyterbrertet und für die Erledigung dieser Angelegenheit eine Frist bis zum ly d. M., abends 6 Uhr, gestellt. Heute. 7 Uhr abendsfindet eine Versammlung der Angestellten un Saale zur schönen Schäferin, VI., iGuptpendorfec 101, statt. . Jüdisches Emigrantenelen-, Dem „Israelitischen Wochenblatt für die Schwerz" berichtet - ein VertrauenSlnann aus Holland: ' . »In Nonerdam «isuhr rch. daß ein Schiff mit jüdische» Emigranten auS den Pögromländerck Osteuropas. Galizien. Polen, ' Utra'me, aber auch aüs Rumänen, gerade abgrhen sollte.' Ich begab Mick .daräüfhin zum Hafen, wo mir dreS' bestätigt wurde. Ein Schiff der Hamburg-Ameri'a-Linie ist ' mit, lü v Juden nach Amerika abgegang n. Es befinden nch aber noch 2000 Emrgranten in den Ausenthaltsräumeu. > der Ge'ellschafk. Ich bat.' d>e Räume befichugeik zu dürfen,... ro.rS i nur aber e,st nach ■ Dreien Uinstänol chke ten ermöalicht wurde, da von voruhcrem der Znir'rtt n cht' gesta tet rst. DaS ' Elend, das rch dort sah. ist schwer zu bcichrerben. Abgesehm, davon, daß dre Boirich ungeu, b-e zur Unterbringung so vieler Menschen nölig sind, manches zu wünfche» iibtia lofien mit öucIj;