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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-04 · Heft 668 (4.12.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 668 (4.12.1920)
Date
1920-12-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 668 ’ Ättek. Samstag stimmt, daß der Gemralsefretat dem ^PöskerVunft. alle Jnforma ionen vorlegen werde, die auf die Kar P L L H o- Authen-en Bezug haben, die der Tschetz'o-Slowäketals autonome .Einheit a:-gegliedert worben find. Towjetrutzland vergibt Konzessionen. . NeuerrichLete Fabriken werden nicht koftfisziert. — Garantien für die ausländischen Industriellen.!> MosM, s. Dezember. (Funkspruch.) Det ftr AnVß" Lvacht der sich mehrenden Konzessionsan'träge vom Rät der Vollskvmmisjäre am 23.' Podember tzefaßte Beschluß lautet? Konzessionen werden nur an solides vertranenswerse Handelkgeftlsschaften und O^a -isation-'n des ÄMla de? Mg btn. Sie eölsa ten lhv: B rgülu g durch vertragsmäßig festge,etzten Anteil an der Produktion und Erlaubnis zur Ausfuhr ins Ausland bei besonderen technischen AZervollkommnungen. Die Vorbedingungen für die Etteilung hängen von dem Eharaklsr der einzelne» Konzessionen ab. Ebenso txerfterr die Höhe der vuszuwendenden.Mittel Md das Risiko» das damit verbunden ist, berücksichtigt. Die Regierung verpslich et sich, auf Grund derartiger Konzessionen errichtete Fabriken weder zu nationalisieren, noch zu requiriereN ober zu ko.n-' f i s z i e r e n. Die Konzessionäre dürfen Arbeiter nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen ober auch nach besokdöden Noch Hb-üschließeNdeÜ BerttägeN anstelle^. Den ängestellten Arbeiters müssen bestimmte Ävbe'.iKb^dtUgunM, Schütz ihres Leb ns und ihrer Gesundheit Vom Konzessionär gesichert werden. Die Regierung garantiert, daß die einmal erteilten- Konzissionen durch Regierungsvevorbnungen und Dekrete nicht abgeändert Werden. Von besonderer Wichtigkeit sind die Äalökonzess'onen in Westsibirien, wo Waldflächen von insgesamt 74 Millionen Hektar vergeben werden, die an flößbaren Flüssen liegen. Weiters sind ' Konzessionen für Eisen- und Steinkohlenlager und andere Mineralvorkommen zu vergeben. Moskauer Frontbericht. LttosbaU 3. De mcker. tFnNkipnich) F.ockbelicht vom S. d. M. Rordfrent: Ruvlg. Wcstftvnr: Im Ration von Trsia haben im ere Abteilnvaen die reue Tcmcnsationslirne am Fluß Dtssa. 12 Weist 'üdöstlich von der st icknamrpkn Stadt bis zur OU'äian Wolynez b zog N. Im Gebt«' t von Clmk kvMMt es zu Gefechten mit dm Ucbe lösten der Abtcihmg n von Aalachowiez. An den übügen Ftvnlen kerne Veränderung. Die Unruhen in Irland. London. 3. Dezember, ftftrvkspruck.t Ja Glasgow würden sechs Jrläninr, da'uner drei Frauen, oerln tut die mi Be»dacht stehm, Anschläge m England vormbe.et n. In Dublin begann gestern der Pro.est gegen die Gräfin M a rlowit* w -gm Teilnahme an ken Tenor alten der Snücmrr. In Ttvperary wurde eine Web rct druck einen B:and g8n lick vermchtet. Der Brand dürfte von Srnnfemern gelegt worden fern. Rumänische Sozialistenführsr zu Zwangsarbnt verurteilt. Bukarest, 2. Deumber. (Dannau.) Im Protest geg^n die S o z r a l» st e n » ü h r e r wurden am licke Aug. llagten m>t Ausnahme Toma D r a g u S', der frügesprochen wurde, wegen Anstiftung zum S re k in Kriegs',nt nnd wegen Antaiion gegen d,e Sichel heit deS Staates zu m e h r j 8h r i g e r 3 w a n g sarb ert vcMteilt. Müfseneinwanderung rn Amerika. MaH'y tc« 3. Dezember. (Funkspruch.) Die Zahl der Personen, .die um die Erlaubnis zur Einwanderung nach den vereinigten Staaten einkornmen, wächst täglich. Die Transportmittel, genügen nicht, um den Transport, der Einwanderer durchzuführen. In Palermo warten gegen 70 000 Personen auf ihöe.Einschiffung, währenft monatlich kaum zweitausend nach'Amerika gebracht werden können. . ' Die Abstimmung en Sberfchlefien. Bcrkkir, K. Dezember.' •(9Bo?(f'.) ’ Die 'englische Regierung hat der brutschen Botschaft in London eine vom Premierminister Lloyd George Unterzeichnete Note übermittelt,-worin es unter andrem heißt: Die al ilLrken Regierungen schlagen vor, um Störung"» bei der Mstimcküng vorznbeugen, die nicht in Oberschlesim ansässigen, aber durch ihren Geburtsort zur Teilnahme an der Volksabstimmung berech'izten Personen, sollen.in gegenwärtig von alliierten Truppen beschtön Gebieten an einem Orte, wr: zuck Beispiel in Köln, vder an mehreren Orten versammelt 'werden, um dort ihr Stimmrecht unter Aussicht einer Unterkommissiön der oberschtesischen AbstimMungskomn.Ission anszuüben. Autonomie für die Slowakei. Prag, 3 D^evwer. Das Organ Hlinkas»Slovak* teilt mit, daß Minister Dr. B r n c S H l i n k a anfgr'ordert chätie. ihm nMn drlaistierlen E n l w u r s s ü r d i e A u t o n o m i e der Slowakei voruilegen. Zn.diesem Schritte' sei der Mlnutcr durch cm T legramm der englischen Regierung veranlgsn worden, won.ick d rM l N v vh e i t s s ck u y v ertrag de üglich der Llöw.ikcn aut die Tagesordnung des Völkerbundes gestcllt würde, falls Nicht m der Slowakei Ruhe em» treten sollte. tzortsiy droht mit ÄnMsurig. . Vubapest, 3. Dezember. Magyar Orszag" will von guter Quelle dahin informiert sein, daß, wenn dä§ Verhallen einer gewissen Gruppe der schnellen und parlamentarischen Lösung der Krise größere Hindernisse in den Weg legen sollte, es sehr leicht zur Auflöst.nz der Nationalversrmmlung k.mmen könnte, wofür die Gesetze dem Rerchsveriveser die Möglichkeit und die vHrsassungsmMäe Macht einrämnen. Me dM 'lW'rtschQftüchen Zusammenschluß der Nationalstaaten. Pur.is, 3. Dezember. (Korr.°Bur.) Im .-.Eclair" tritt der Berichterstatter, über den Vertrag von Trianon, Dan'elou, dafür ein» daß in den Don a n ft a a t e n eine Politik der gegenseitigen Verständigung rmd dev W'ederarrfnahMe normaler w i r ti ch a ftLi ch er Beziehungen von Frankreich bea'knstiqt werde. Danielou verw"ift auf die Gefahren, die die gegenseitige w irts chaftli ch e A b s ch Li etzn n g der S u k z e s f i o n s ft a & i e n im Gefolge habe> darunter namentlich der Sri ft stand dev indusiriellen VeLriebs'Oesterr ichs und Angarns, und berlan>?t, Frankreich solle bei \ dem einzelnen Donaustaate darauf hinwirken, um ein bald; stes E iÄ v e r n e h m e n a u f w i r ts ch a f L L i ch e nr Geb L e t e durchzufützrerr. Die Londoner Konfsrenz gegen Köyig Konstantin. Paris, 2. Dezembek. (Korr.-Bur.) Die Agenee Savas meldet aus London: Die interalliierte Konferenz hat mit einer öffentlichen Erklärung d^s Widerstandes der gegen die RüÄ^ernfrrng des S^onigs Konstantin nach Griechenland gerndet. ..Paris, 3 De^M'er. H.waß.) Dec Speziglkorrelpondent der Agrnce Hava? in London meldet: Die Gklärung de, Alliinttn bezieht sich ' «nzig und allen auf König Konstanlm. F>,lls sich dre BolksM mmuag zugunüen beö Ptmzen Georg ausipreche» sollie, konnten, wie eS scheint, die gegen seinen Vuer in Betrackr gezogenen Mavnabmen und Garantien je nach ftmcr Stellungnahme gemildert werden. Die Wahlergebnisse in Jugoslawien. Nick den bisherigen, wc'nn auch nicht Msizicllen. aber've,-- laplichen Mcldungen über das Wabl »gchnis für dir 419 Mandaie in d'e N'tionalve>sammlung emfielen auf dre Demokraten 69. aus die'Rwikalcn 9^, auf die Komnmn>sten 65, aM dü Radicev>cancr i1', auf die N.rdlceolcanec Dissrdcnt n i, auf die Bauernpaitcien D, auf die Mm'elnnuen 28. auf d e Äolkspartei.n 21. auf die Sotzatdemokrtikm 1>. auf die kroatii'che Bauernvcremigrmg 6, auf die kroatische Bereinigung 5. aus d>e R vubl kaner 3, auf d>e Nat vnal'vzialen 2 und 'auf die Barkaer Naiionalrstcn 4 Mandate, auf die Cerbisch-Lit-eral n lNlbarac), auf die Außenftarteilc'rsTrumbie und ünf die Frankuiner ft 1 Mandat. In diesen E-gtln fim dürften sich nur gerrng^ümge Abweichungen ergeben Wiener GemMÄerat. Sitzung vom 3. Dezember. Protest der Grmrinde Wien ae^en die Ansfchreitnngen m Der Tschecho-Siowakes und in W^stungorn. In der gestrigen Sitzung gelangte der. Dringlich-- leitsantrag der Gemeinderä^e El bers ch und Skaret in Angel-egenheit der Ausschreitungen gegen die deutsche Bevölkerunz in der Tschrcho-Slowaker Und in Westungarn zur Beratung. W^e vorauszusehen war, kam es hiebei zu großen Larmszenen, da die Tschechen, obwohl sie die Ausschreitungen, wie Gemeuderat Kl im e sch sagte, eine Dummheit nannten, gegen den deutschen Chauvinismus loszogen, was' bei.den DeuischnaL'onälen und einem Teile der Christlichsoziälew selbst-- Dcrst".ndllch wieder heftigen' Protest hervorrief. GeMes nderat Elfter sch' begründete eing hend den Antrag und gab unter Protestr.nfen der Deutschnationalen die Erklärüng' abdaß die Deutschen in der Tschechv SMakei, tveik O^ster^ich ein'^niedergrbrochenrr Staat sei, nur Gefühle der AnteilnahrUe «LrweÄ, n' können. Die Deuts ch nationalen hätten am allerwenigsten Ursache, Lehren zu geben, weit sie imAer bereit sind, chauvinistische Exzesse zu begehen, wenn sich irgendein Vorwand dazu findet. Mit diesem Systemrnnsse endlich gebrochen werden. Mit ganzanderer''- Legitimation können wir - aber gegen die schamlose Unterdrückung der > Deutschen in Westungarn protestieren, weil Mstungarn uns.vertragsmäßig von der Entent^ zugesprochen worden, ist. i;; Die Stellungnahme der JÜdischnationalerr. Gemeinderat Dr. PlaschkeHeutes da der. Kanr>s zwischen Deutschen und Tschechen auf "einem Lbahepunkt an-- gelangt ist, fta man in Prag sct>on darüber verhLNüelt, um eine gemeinsame Negierung zwischen Deutschen und Tschechen zuveveidbaren, und.!-ülle Anzeichen -dafür sprechen, 'daß künftigem in der' Tsck-echö-Slowakei Mnkmal^ und Schul» streitig leiten anders als durch Mord,, und Münderung erledigt werden, heute konnte man diesen Dringlichkeitsmrtrag eigentlich für verspätet halten. Ich aber Hn der Meinung, daß er ein viel höheres Interesse für sich in Anspruch nehmen kann, als man nach dem momentanen Erlaß annimmt, deshalb ist er nicht verspätet. , Es kann niemals zu spät sein» darauf aufmerksam zu machen, daß das friedliche Züsammenwirken. der Völker 'bei'-r'-ftem- Mi.«»er.aufbM. de.r ' Kultur und Wirtschaft durch Ausschreitungen nationalistischer Art' gestört werden kann, und es kami niemals zu spät sein, gegen deutschnationalo und tschechischrmtio-nale Hetzpolitik, ob sie in Wien öder Prag, in Eger oder Pilsen sich ereignet, zu protestrercn. ... I Es. ist nur lobenswert, wenn derartige Gedanken von einer großen Partei vertreten. werden, falls sie auch wirklich den Willen hat, diesen Gedanken bis guM Ende dnrchzu- > tüLrcn. Wir Jüdischnationalen begrüßen von dwsern Gnrnd- 1 4. Dezember 1920 'Seiten flsnteflstft« LandesRomiSse für llMMM Makkabäerfeier Sonntag den 5. Dezember 1920, 7 Uhr , abends, im grossen Saale des Konzert« hauses, 1. Bezirk, Lothringerstrasse 20- Programm: ’ 1. Feslrede. 2. Karl Oöfe vom Deutschen Volksiheäter, Kei itaiionen; 3. Konzertmeister Josef Zimbler, Trio (niit feäthe Kolter und Hugo Kreisler), i. Prof. Julius Wolfsohri, Klaviervorträge. ft. Wiener jüdischer Gesangsverein (Chormeister Prof. Leo Erdstein), Hebräische Lieder.. ssor Karton sind ins Zfon:sliuchen Bcreai,, S. Bezirk, Zirknzgaaso 38 und bei R LSwit, i. Bezirk, Floisehmarkt, erhältlich satz aus den gestellten Drlhgtickfeitöcmtrag, weil wir glauben, daß er denjenigen Zwecken, bi. wir in unserem Oeiterreich erfüllen sollen, besteüs dienen wird. Wir wünschen, daß in unserem Staate die. traurigen Tatsachsn Lügen gestraft werden, welche dem, Gedanken dieses Antrages entgegenstehen, welche insbesondere in der Behandlung der jüdischen Bewohner ihren peinlichen ÄUsdrUck finden. Gegen national^ Hehpolitik auftreten und die jüdische.Minderheit allen JSe» , drnckungsversuchen ' schutzlose preisgeben, ist ein unverständlicher Vorgang der Partei der Antragsteller. Aus Oesterreich, dem kleinen,. armen Oesterreich, "dessen Aufnahme' in * den Völkerbung wir nunmehr als geschehen betrachten können, aus dem Oesterreich, dem es, endlich gelingen wird, als erstes der u-nterlegeneN 'Länder jenen Unterschied ans der > Welt zu schaffen, der zwischen SiegersicrateN und besiegten ■ Staaten bestarid, den Unterschied, daß die Siegerstaaten allein beraten' und die Besiegten nicht tnitzüreden haben» jenes Oesterreich, welches jetzt Mit am grünen Tisch 'sitzt und an der Revision der Friedensverträge und auch des^ Friedensvertrages von Sahrt-Germain teilnehmeN., wird, die Stiinme' gegen den nationalen Chauvinismus Und gegen^ die Hetze' ', ertönt, ist löblich, daß die Stimme aus dem schonen WiStr!- ertönt, äus der elcndbeladenen Bundeshauptstädt kommt/!' ist besoniders zu begrüßen." Bei dieser Gelegenheit möchte^ ich nicht verschweigen, welche widersprechenden Tatsachen., diesem Antrag entgegenstehen. Von den Deutschen ' UttL> Tschechen .in der. Tschecho-Slowakei wird in dem Antrüg''ge-»- .sprachen Und dabei ganz übersehendaß» Wie es. imnirr .go-' sckah» wenn Deutsche und Tschechen oder andere Nakio nU:-- täten n 'teinander gestritten haben, die Juden Prügels knaben abgeben mußten. (Heiterkeit bei den Christlichsozio'.e Zustimmung bei den Tschecho-Slowaken.) .. .' .H Hjn Prag, ist es ebenso gewesen, und'lesen d Sie nur die Zeituirgen, ich glaube.auch die Kollegen von der.tschechischest Partei werden es nicht bestreiten, daß der. Mob in Prag in das jüdische Rathaus,, in jüdische Geschäftsläden und verschiedene jüdische Institutionen eingedrungen ist, und sie geplündert hat, wertvolle Dckuinente vernichtet, und' zahlreiche Juden aröblich mißhandelt wurden. Ich erA".re: Der Mov bat gegen die Juden und gegen jüdisches Eigentum gewütet. Ich eruäre aber glei<hzeitig> daß' Wir mit großem Befremden ., zur KenntUis genonrmett haben, daß die nichtjudenferndlichew. tschechischen Parteien kein Wort der' Abwehr für - dieses Vorgehen gefunden haben. Wir rufen allen unseren Volksgenoffen jenseits unserer Grenzpfähle zu,,wo immer sie bedrückt: Wie für unsere Gleichberechtigung und Menschenwürde,^, so werden wir auch für eure Neckte eintret-U. Opfer-rrgeiid^' einer nationalen Hetze wollen wir nicht , sein! Wir wvllLn^rnicht, daß die. Juden, das Mahlkorn sind zwischen den sich *- reibenden nationalen Mühlsteinen, üus den fremdMtiöNä.lM> Lägern wollen wir sie überall entfernen und auf eigene FüßC^- stellen. Das ist der Zweck unserer Arbeit. Wir haben - dbeb!' im eigenen Lande noch gewisse Dinge, abzustelle^ ^he wir ' hinausgehen und jenseits der rot-weiß-roten Grenzpfähle irgendwelche Anträge stellen und Proteste Vorbringen- Vor allem darf unsere Gleichbi^echtigung nicht gestört werden, In ' der letzten Zeit hat gerade die „Ärb.eiter-Zeckung" darauf! hingewiesen, daß hierin Staatsbürqerschaftsangeleaenbeitest Dinge Vorkommen, die abgestellt werden müssen, nämllch die'' Vergewaltigung solcher. Menschen, die bisher die Staatsbürgerschaft hatten und sie gewissermaßen durch einen Federstrich verlieren sollen. Ich meine 8a. die Aberkennungder Staats-. bürgerschaftserklärung für alle diejenigen, welche auf Grund ' des Gesetzes vom 5. Dezember 1918 die Stäatsbürgecichaft erworben haben und jetzt.auf einmal durch mißverständliche >' Deutung des Friedensvertrages oes' Staatsbürgerrechies ver- . lustig gehen sollen. Habest die Sozialdemokraten schon oer'' Regierung diesbezüglich Nichts' unternommen, tollen sie jetzt,', auf unsere Negierung wirken. daß-nicht. Menschen. d',e emer-< seits zur Option nicht zugelassest werden, obwohl ste Jahr-. zehnte hier wohnen weil sie Nicht über deutsch-' Volkssch-llzeugnisse verfügen und die ein wohlerworbenes Staatsbürgerrecht in Oesterreich hatten. ' in Zukunft, vogelfrei und sogar der Ausweisung ausgesetzt sind. Das ist lcrder eine Tatsache, die wir hier, feststellen,.gegen, die wir entschieden pr-.testieren, weil ste es nicht tun. Aber auch.geaen diejenigen Vorgänge» die Mit deck nationülett Chauvinismus und Studenten, gegen die Unterdrückung . jüdischer Gewerbetreibender und Beamter. Sie haben das Vrinnv der MenichliDeit auf ihre Fahne geschrieben und wir hüben vergeblich'^ gewartet, daß Sie'Dristglichkeitsllnträge stellen werden, wegen/ der unmenschlichen Ausschreitungetr gegen die Juden in Polen inst»' Rußland.' in der. Uktaiste und in Horthy-^n^a>'N. wo ^dre Juden von Auswürflingen gemordet werden. Das haben Sio - bis heute nicht getan, obwohl es aus Menschlrchkestsqründen sehr dringlich gewesen wäre. Sie sprechen von den Verrc-tgüngen der Deutschen in Westungarn. Jawobl, die sine, verfolgt worden, .wir-bestreitest es nicht. Die Juden in Wesb- Ungarn aber wurden., noch riel' ärger verfolgt und i'-^.ähl.ga Tote'hat das Einmürschreren. der Hortbv-Leute in .Westungarn, gefördert. .Dagegen nb^r hat .sich niemand erhöben. (Zwischenruf.)?- - ' Gemeinderot Holnbek: Nnd Sa m uely? Üeber SarnuÄY ist hier schon einmal gesprochen, wordem'. Nicht Srnwuelv war es, sondern die Horthy-Leute waten es. die die Greuel in Westungarn auf ihrem Gewifien haben. ' ^'meindttüt Klicke sch: Herr Holubek war d -.mal k noch wickt da! - - Drittg-lichheitsa-nirügc^ gegen die Pogrome, gegen die geistigen Pogromein unserem Lande, würden ihrer Partei eher ,silr Ehre gereichen, als der Antrag, den Sie heute hier Mtellt haben, der mehr schaden als nützen kann, Wirbilligen ja vollkommen die Tendenz, die biefem Antrag zngru-ndeliegt, aber wichtig wäre es, daß auch dieselbe mcusch^. liche Tendenz in enem Antrag gegen die Verfolgung der Inden auf der ganzen Welt ruck in Oesterreich zum Ausdruck käme. Wenn wir. die^ Bilanz der Zustände m Oesterreich Lreheu, jo loerden Sie sehen, daß wir hier in Oqie.cvo.'d';

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