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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-28 · Heft 662 (28.11.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 662 (28.11.1920)
Date
1920-11-28
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite € 'Mm, ©onnwg Inland. Bundesrat und Präsidentenwahl. , Do» unserem Parlamentsberichterftatter. p ' Um kommenden Mittwoch werden sich die Mitglieder deS BundeSrateS im DersammIuiigSzimmer deehemaligen Herrenhauses zu ihrer ersten Sitzung zusammeilsmden. DieWahlen sind bis -auf Niederösterreich (Land) — das zehn -Bundes« räte entsendet — bereits von den Landtagen vollzogen. Diese neue Körperschaft, die ein« Art versa'sungsmüs;ige Länderkonferenz darstellt, wird sich auS 22 Christlichsozialen, S1 Sozialdemokraten, 2 GroßdeuisäM und 1 Bauernbündler zusammensetzen. Aus den meisten Ländern wurden die Landeshauptleute oder deren Stellvertreter in den Bundeskat entsendet. der nach seiner parteimäßigen Zusammensetzung ein ziemlich genaues, wenn auch verkleinertes Spiegelbild des Nationalrates ist. Durch das indirette Wahlüersahren, das für den Bundesrat gilt, sind wieder die beider» ehemaligen Zkoalitionsparteien in erheblichem Maße bevorrechtet; sie haben auch den Löwenanteil aller Mandate erhalten. Der Bundesrat wird mithin — ebenso wie der Natkonalrat — unberührt von allen zenen Bewegungen, die sich i^cht in den Kähmen der vorhandenen Parteien pressen lassen, sein, beschaulilres Dasein führen. ' Die Achnlichkeit der Zusammensetzung des BundeSrakes E der des Nationalrates wird vor allem sinnfällig durch den gleichen Mangel an bedeutenderen Persönlichkeiten,, der Leiden Bertretungskörpern in geradezu hervorragendem Maße eignet. Bon bekannteren Namen findet - man, unter den Bundesratsmitgliedern den deS Dr. Steinwender, der fehr zu seinem Leidwesen in der Länderkammer nicht a'.S Budget- und Finanzfachmann wird brillieren köni','u, da das Bundesbudget, die Bundesanleihen und das Bündesvermögen der Einflußnahme des Bundesratcs entzogensind. Das Land Kärnten hat neben dem Dr. Steinwender auch den Vhristlichsozialen Pater W a l ch e r in den Bundesrat entsendet, den seinerzeit seine Parteigenossen nach der Asslire mit den holländischen Tabakeinkäufen, für die er sich, als Reichsratsabgeordneter sehr exponiert hatte, geräuschlos verschwinden ließen. Nachdem.aber die Gefallenen der Juniwahlen des Jahres 1911, wie Kunschak und WeiSkirchner, wieder eine frisch-fröhliche Auferstehung feiern konnten, wähnt man be» den Christlich sozialen, es sei auch über diese Affäre schon genügend Gras, gewachsen. i Tirol wird unter anderen vom Landeshauptmann Schraffl vertreten, der bei den Nationalratswahlen gegen seinen Parteigenossen- Hofrrt Schöpf er als Gegenkandidat auftrat und durchsiel, wofür er jetzt das Bundeöratsmandat als Pflaster erhält'. Neben ihm wird der Vorarlberger Landeshauptmann Dr. En der sitzen, der fallt Land an die Schweiz anschließen möchte und eben erst wieder die Genfer Völkerbundversammlung mit einer dahinzrelenden Begehrschrift behelligt. Bon den Wiener Bundesräten ist der frühere Berliner Gesandte Dr. Ludo Hart mann erwähnenswert. Da ihn die Sozialdemokraten an ziemlich aussichtsloser Stelle für den Nationalrat kandidierten, endete er im geschlagenen Felde pnd wurde nun mit bem Bundesratsmandat versorgt. * Eine erste Kammer, die eifervoll über ihre Privilegien wacht und «in wertvolles Korrektiv für den aus direkten Wahlen hervorgegangenen Nationalrat bilden würde, wird der Bundesrat kaum werden. Dazu fehlen ihm vor allem die verfassungsmäßigen Voraussetzungen. Auf die staatliche Finanzwrrtschaft erstreckt sich —, wie erwähnt — seine Kompetenz überhaupt nicht. Sein Einspruchsrecht gegen Beschlüsse des Volkshauses ist . zeitlich mit acht Wochen begrenzt. Wiederholt der Nationalrat seinen ursprünglichen Beschluß oder erfolgt kein Einspruch in der bezeichnet«« Frist, so erlangt der Nationalratsbeschluß ohneweiter) Gesetzeskraft. Da in Georg Kaisers „Gas". IZrrm ersten Male aufgeführt im Deutschen Volkstheater am f' 27. November.) I' Die Stimme der Wahrheit klingt schlicht und bleibt es auch, wenn sie vom Mitleid mit der. menschlichen Kreatur erbebt. Ehern ist ihre Zunge, sie j&Qt es nicht nötig, sich zu überschreien und überflüssige Worte zu machen. Und niemals fährt sie. nieder, , auf goldumsäumter Wolke, vom Glorienschein umflossen, von Blitz und Donner angekündigt. Sie ist plötzlich da, man erkennt die.Hoheitsvolle im Gedränge an dem Blick, an der Nede, und wessen - Seele nicht ganz der-, schüttet ist, muß sie hören. * Wenn ein Dramatiker die Wahrheit in schreiender Aufmachung kündet, wenn er Puppen in Bewegung setzt, denen er eine aufgepustete Wortfülle in den Mund legt, dann begeht er eine Sünde wider den Geist. Man traut ihm nicht, so gut er es auch meint. Deshalb muß jeder besser Empfindende nicht nur aus künstlerischen, sondern vor allem aus sittlichen Gründen Georg Kaisers Drama „Gas" ablehnen. Es behandelt die brennendste Frage der Gegenwart in einer peinlich theatralischen Art. alle Register der Bühnen-, ja selbst der Kinomache werden aufgezogen und ersticken die edle Tendenz. I Das Gas, von welchem das Stück den Namen fübrt, ist das Endprodukt jener mörderischen Entwicklung, welche am besten mit dem Worte „Technismus" bezeichnet wird. In einem Fcibnksbetrieb von ungeheuren Dimensionen wird diese neue Kraft erzeugt, welche alle Maschinen der zivilisierten Welt in Betrieb setzt. Sie hat Dampf und Elektrizität geschlagen, die billigeren maschinellen Herstellungsl'osten haben jede kseingewerh. litfy ßueiuiuno aeidilcmeti jede Landarbeit ü&ecflüliUi Lvieuer Morgenzeltungs Pelzhaus Bemann & Landesmann Taborstrasse Nr. 1,1. Stock empfiehlt sein reiches Lager in allen Arten Pelzmänteln, Stadtpelzen, Fü ch s en und Verbrämungen in feinster Ausführung: eeis den beiden Kammern die Kräfteverhältnisse der Parteien und diese selbst identisch sind, dürste es kaum zu MeinungSdissireirzen zwischen beid-cn Häusern kommen. Die Funktion, des Buiidesrateß wird sich darauf reduzieren, daß die Landeshauptleute, die früher mindestens einmal monatlich eine Borsprache im Staatsamt für Finanzen machten, um Gelder für ihre Wirtschafte in den Ländern zu bekommen, nunmehr eine ständige Delegation beim Bundessinanzministerrum zur kontinuierlichen Anzapfung des Staatssäckels unterhalten. Vielleicht wird von der Länderkammer auch in weiterer Folge die Anregung zum Ausbau der Bcrsassungsgesetze» durch Schaffung-eines Bundesfinanzgesetzes ausgehen, da die Länder vornehmlich daran interessiert sind, ans den staatlichen Steuergeldern so viel zu erhalten, daß sie damit ihre Angestellten bezahlen können; denn nach der n^uen Verfassung übernehmen die Landesregierungen jetzt auch den. Apparat der staatlichen Verwaltung in den Ländern, besitzen aber r/cht einmal die Mittel, um ihren alten Verwaltungsausgaben entsprechen zu können. Aus die Dauer werden also die Landesgcwaltigen das Krieg führen gegen Wien, von wo daS Geld für ihre Eigenstaatlichkeit stammt, kaum aufrechterhalten können, da die Landesbudgets durch'vegs passiv sind. Am 8. Dezember werden beide' Häuser in einer gemeinsamen Sitzung, der Bundesversammlung, zur Wahl des Staatsoberhauptes der Republik zusammentreten. Die Amtsdouer des Bundespräsidentcn beträgt vier Jahre, eine Wiederwahl ist nur einmal zttlässig. Ausgeschlossen von der Wählbarkeit, die an daS Passive Wahlrecht für den Natioiurlrat und an das vollendete 35. Lebensjahr gebunden ist. sind Mitglieder regierender Häuser oder solcher Familien, die ehemals regiert haben. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen für sich hat. Die Wahlzänge werden so lange wiederholt, bis sich eine unbedingte Mehrheit evgkbt. Der BündeSpräsident vertritt die Republik nach außen, beglaubigt die Gesandten, bestellt die Konsularvertreter der Republik im Ausland; außerdem übt er das Recht der Ernennung der DundeSaugestellten und der Offiziere aus und verleiht Amtstitei; - ihm kommt die Begnadigung von Verurteilten, die ' EvMuÄg^ dort Etrafmiidevung und Strafnachsichi, Me Tilgung 8er Verurteilungen und anderes zu. Für'die Ausübung dieser Funktionen ist er der DundeS» rersammlung verantwortlich. Wer dieses höchste Amt der Republik bekleiden wird, ist bismm noch nicht bestimmt. Die chnstlichsozialen Blätter teilen mit, daß ihre Partei, als die stärkste im Staate, auf die Bundespräfidentenstelle Anspruch erhebt. Ganz unverbindlich seien folgende Namen christlichsozialer Anwärter genannt: Der steirische Landeshauptmann Dr. Rinteken, der Vovavlberger Landeshauptmann Dr. Ender und der gewesene Unterstaatsseivetär für Kultus Miklas, für den mit allem Ernst ins Treffen geführt wird, daß er Vater von einem Dutzend lebender Kinder ist. Nicht aussichtslos würde dem Vernehmen nach auch eine Kandidatur des dritten Präsidenten des NationalrateS, des Gwtzdeutschen Dr. Dinghofer, sein, der, wie man versichert,. auch die Stimmen der Sozialdemokraten erhalt. Mit der Wahl des Bundespräsidenben endet auch die Funktion des Präsidenten Seitz, der bis zu diesein Zeitgemacht. Die Menschheit besteht nur mehr aus Fabriks- Herren und Proletariersklaven. Die. Arbeitsteilung ist bis zur äußersten Grenze fortgeschritten. Der einzelne ist nur ein winziger Hebel der riesigen Maschine und führt mechanisch, sein Leben lang, eine einzige Bewegung aus. , Der Chef der Riesenfabrik, welche das Monopol der Herstellung des Gases hat, der „Milliardärssohn", ist ein Idealist, Er betrachtet sich selbst nur als Arbeiter und teilt (allerdings scheinbar nach einem für ihn höchst günstigen Schlüssel) mit allen ..Arbeitsgenossen". , Da geschieht ein furchtbares Unglück. Es geht im ersten Akt vor sich, welcher dem Zuschauer den spannendsten Sketch ersetzt? Während aus entfernten Räumen Walzermusik erklingt — die Tochter des Milliardärssohns feiert Hochzeit — kommen ins Zentralbureau Schreckensmeldnngen, daß eine Explosion bevorsteht. Die chemische Formel, nach welcher das Gas gebraut wird, ist einwandfrei. Aber der verantwortliche Ingenieur muß . bestätigen, daß das Unglück nicht mehr äbznwenden ist. Warnungsglocken, Sirenenpfiffe, verzweifeltes Dnrcheinanderrennen, dann die entsetzliche Detonation. Tausende Leichen. Em wahnsinnig gewordener Arbeiter stürzt brüllend auf die Bühne. . . Run erst entwickelt sich der Konflikt.Der Millia-därssohn will die zerstörten Werke nicht wieder aufbauen. Das große Territorium soll in kleine Parzellen geteilt werden, Einfamilienhäuser mit Gärten sollen darauf entstehen, der Lohnsklave soll wieder- Mensch werden. Leidenschaftliche Gegnerschaft nicht bloß der Fabriks-; direktoren, des Ingenieurs, der an diesem Reformwerk nicht' mittun will, und anbei er Beamter stemmt sich ihm entgegen, sondern vor allem die Arbeiter selbst wenden sich gegen ihn. Sie haben nur eine Forderung: Der Ingenieur muß weg. Vergeblich sucht sie der z M'illiardärssohn zu belehren, dast mit dem Ingenieur "28 November 1920 Nr.' 662 Punkt die Geschäfte eines Staatsoberhauptes führt. Er dürfte an Stelle Eldersch', der aus dem Präsioium des Nationalrates ausschridet, zweiter Präsident dieser Körperschaft werden. Oesterreich im Völkerbund. Die bevorstehende Aufnahme Oesterreichs in den Völkerbund ist ein Ereignis, dessen Wirkungen auf die innere und auswärtige Entwicklung der Republik sehr tiefe sein werden. Oesterreich übernimmt mit dem Rechte der Zugehörigkeit zur Völkersamilie auch Verpflichtungen. die wohl im allgemeinen nur pioralischer Natur sein können, aber doch den Geist, in welchem die Negierunasgeschäfte geführt werden,, außerordentlich stark beeinflussen müssen. Die Aufnahme in den Völkerbund bedeutet vor allem, daß Oesterreich die Bestimmungen des Friedensvertrages, die es durch seine Unterschrift und durch einen Beschluß der Nationalversammlung mul» könnt bat. getreu ausführen muß. Die Loyalität in d.'M Verhältnis zum Friedensvertrag ist eine sehr wesentliche Grundbedingung für das Ansehen der Republik, die sich zu keiner Zeit dem Vorwurf aussetzen darf, es mit ihren Verpflichtungen nicht ernst'zu meinen. Tie derzeitige Regierung ist ein ausgesprochenes Partciregime. Sie wird aus Mitgliedern einer Partei gebildet, deren Grundsätze bisher im schroffsten Widerspruch zu allen demokratischen Prinzipien gestanden sind. Die neue Negierung hat sich mit einem vollständig farblosen Vrogramen der Oeffentlichkeit vorgestellt, aber was sie bisher an Negierungsakten geleistet hat. trägt nicht dazu bei. für sie Vertrauen zu wecken. Sie hat nach Genf den Grafen Meusdorfs entsendet, dessen seinerzeitige Amtsführung als Londoner Gesandter der Monarchie das Mißtrauen des verbündeten Deutschland erregt hat. Graf Mensdorff ist, wie das bei Leuten seiner Klasse selbstverständlich erscheint, Monarchist. Das würde die Oeffentlichkeit weiter nichts angehen und es gehört zu den Grundsätzen rpublikanischer Freiheit, daß man jedem seine Ueberzeugnng läßt. Es ist aber etwas anderes, wenn die Republik einen überzeugten Monarchisten, also ihren Feind, auf einen so weittragenden Posten stellt, der von seinem Träger die schärfste Selbstdisziplin fordert. Die Entsendung des Grafen Mensdorff entspricht aber der neuen Herrschaft im Auswärtigen Amt und es ist kaum anzunehmen, daß man an dieser Stelle, wo man Grafen gegenübersehr unterwürfig zu sein pflegt, dem Vertreter im Völkerbund Jnstlsyktionen erteilt hat, die sich mit den Bedingungen eines Kleinstaates vollkommen decken. Es ist unmöglich, daß ein Hochtory, der zeitlebens auf Großmacht und Dynastie eingestellt war, plötzlich umlernt und einer Politik der Romantik und Abenteuer aus dem Wege geht. Die auswärtigen Beziehungen Oesterreichs müssen jederzeit von dem Grundsatz beherrscht bleiben, daß wir uns nach keiner Seite hin engagieren. Wir müssen Freundschaft mit aller Welt halten und jede Möglichkeit Unterlassen, die uns irgendwie in die Gefahr von Verwicklungen bringen könnte. Jede Stellungnahme für eine radikale Anschauung, sei es nach rechts oder nach links,' muß unterbleiben. So wie es richtig war, daß die Koalitronsregierung von dem System Vela Kuns sich fernkielt, so unrichtig ist eS jetzt, wenn unsere Negierung hei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit ihre Sympathien für den in Ungarn beliebten Kurs ausdrückt. Dies ist nicht nur deshalb falsch, weil auf solche Weise Mißstimmungen zwischen der Negierung und einem sehr großen Teile der Bevölkerung entstehen, sondern auch deshalb, weil sich daraus auch Verpflichtungen ergeben, die die Republik nicht erfüllen kann. Es ist bekannt, daß die neuerliche Explosionsgefahr nicht beseitigt ist, doß er den Schuldlosen nicht opfern könne, aber mehr, unendlich mehr tun wolle: Ihnen auf eigener Scholle das menschenwürdige Dasein wiederzugeben. Sie lassen nicht ob. „Das Gas bleibt, der Erzeuger des Gases muß fort." Von seinen Mitarbeitern steht dem Milliardärssehn keiner zur Seite. Den Schwiegersohn, einen Husarenleutnant, der die Mitgift verspielt und schimpflichen Abschied zu gewärtigen hat, fleht er an, das Soldalengewand abzulegen und sein Helfer bei dem Liebeswerk zu sein. Der Leutnant, der kam, um neues Geld zu holen, erschießt sich ob dieser Zumutung. Da wendet sich der Milliapdärssohn an die Arbeiter selbst, spricht zu ihnen in einer Massenversammlung. Schon gewinnt er sie für seinen Plan, als der Ingenieur, dessen Beseitigung sie empört gefordert hatten, das Podium betritt und sich bereit erklärt, freiwillig zurückzutreten, wenn der herrliche, die Welt bereichernde, den menschlichen Geist zur Höhe führende Betrieb wieder in Gang gesetzt wird. „GasU" brüllen die Versammlungsteilnehmer begeistert und unter Führung des Ingenieurs, den sie eben verdammten, ziehen sie hinaus zum Wiederaufbau der Gasfabrik. — Roch ist der Widerstand des Milliardärssohns nicht gebrochen. Doch die Staatsgewalt sorgt schon dafür, daß die Bauarbeiten sofort ausgenommen werden. Es steht ein Krieg bevor, die Kriegsindustrie muß mit Hochdruck erzeugen und das Gaswerk zu diesem Zweck in Tätigkeit sein. Der Regierungsvertreter ordnet kurzerhand an, was der Fabriksherr nicht gestatten wollte. Einsam steht der Milliardärssohn da. Die verwitwete Tochter aber gesellt sich zu ihm und symbolisch klingt das Drama aus, indem sie dem gebrochenen Vater verkündigt, daß sie den neuen Menschen gebären werde. ' Wir sagten schon, daß das Zweckstück durch seine i kalte Mache viel (nach unserem Emviinden alles) ein-

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