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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-20 · Heft 654 (20.11.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 654 (20.11.1920)
Date
1920-11-20
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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"'Seite L Wien, Samstag 'peinigten jüdischen Volkes die Welt anfrust, unsere Sache; Lei den einzelnen Regierimgen betreibt und vor den Völkerbund zu bringen versteht. Lord Robert Cecil, der bedeutende englische Staatsmann, welcher Südafrika in der jungst eröffneten Völkerbundversammlung der- - tritt, einer der wärmsten Freunde der zionistischen Sachs und der energischeste Vorkämpfer für VölkerversöhNuug und einen wahren Völkerbund, hat vor wenigen Tagen... auf der Genfer Versammlung für die größte Erweiterung ' und den vollen Ausbau des Völkerbundes das Wort ergriffen. Er hat ein weitgehendes Programm entwickelt t und unverzügliche Maßnahmen gefordert, um das armenische Volk zu retten, das gegenwärtig dem gleichen tragischen Schicksal zu erliegen droht wie die Juden in den Dstländern. Ein wahrer Völkerbund wird an den jüdischen Leiden nicht achttos vorübergehen dürfen, aber es. liegt an uns, ihn an seine Pflichten zu malmen und unsere unaufschiebbare Forderung zu erheben. Wir-haben lange genug auf eine Besserung der Verhältnisse lind,,, auf Einstellung der Mordtaten gehofft. Run dürfen wir nicht länger Zusehen, wie ein Volk zugrunde geht. .Das bewußte Judentum in Amerika hat bereits laut fordernd seine Stimme erhoben und der Botschafter Polens ist mit seinen Vertretern in Unterhandlungen getreten. Was unsere amerikanischen Brüder begonnen haben, mutzte von einem allweltlich-jiidischen Forum fortgesetzt werden, und d^n Natiorr.-.'LN Judentum sin allen Ländern erwächst die Pflicht, auf dessen Schaffung 0~ drängen und nicht zu ruhen, bis die Versprechungen der Mächte gegenüber einzelnen jüdischen Forderungen und dem Komitee der jüdischen Delegationen in Paris anfgehört haben, diplomatische Höflichkeiten zu sein, und diese Taten zu verdichten. Die Kataftrophenpolttik. —7- Wien. 21. Rov'inber. In Steiermark ist. wegen der schlechten Versorgung ein Streik der Eisenbahner ausgebrochen, der alle Verbindungen mit Jugoslawien abgebrochen hat. In Tirol haben die Eisenbahner jeden Personen- und Güter* verkehr zum Zeichen des Protestes gegen das von den Monarchisten abgehaltene Landesfestschießen eingestellt, das eine Art Revue über ihre Getreuen werden sollte. Für die nächste Zeit kündigt die sozialdemokratische Partei weitere Arbeitseinstellungen der Grazer und Donawitzer Arbeiter und der. Wiener Jndustriebezirke * an. Es ist zweifellos, daß wir wieder schweren sozialen Kämpfen entgegengehen, die zugleich auch ernsten politischen Charakter tragen.. Die- Sozialdemokratie ' will jeder Reaktionsabsicht - durch eine umfassende Aufbietung ihrer Kräfte rechtzeitig entgegentreten. ' An Provokationen der Rechtselemente fehlt es. wahrlich nicht. Von den Parteiführern der Sieger angefangen-bis zu den Frontkämpfern und dentschnationalen Studenten Hemd ist alles bemüht, die Stimmung des Wahlsieges festzuhalten und der Republik den Garaus zu. machen. Ueöer das, was dann geschehen soll, gehen die Ansichten auseinander. Tie einen wollen Tirol losreißen und unter Wittelsbachschem Regime mit Bayern vereinigen; die anderen wünschen den Anschluß an Deutschland unter der Hohenzollern-Dynastie, die dntten wollen, mit Ungarn vereint, den Thron der Habsburger wieder quirichten. Gemeinsam ist all diesen Gruppen der Haß gegen die demokratische Republik, der wütendste Antisemitismus und die diese letztere natürlich nur mit der Einschränkung, daß nur die anderen ein' znrücken hätten. Die politische Blindheit eines so großen Teiles des deutschen Bürgertums ist nichts Ueberraschendes. Nie. haben diese Kreise ihre Zeit verstanden und ihr höchstes Streben war stets, den Augen der Obrigkeit und der Hofkaste zu gefallen. Verfassung, Volksrecht, Freiheit und Menschenwürde, alles kam ins Schwinden, wenn es dem- Hof so gefiel. Alle Steuerquellen flössen nur für das Heer, die Jugenderziehung und Volksbildung blieben auf einem Nebengeleise. Die Strafe war hart.. Sie nahm dem Bürgertum seine ausschließliche politische Geltung und drückte es auch von seiner sozialen ^tufe herunter. - Aber statt wenigstens jetzt, wo sich bei den Wahlen die Ablehnung des. extremen sozialen Radikalismus deutlich erwiesen hat, die Annäherung an-das politisch intensivierte Proletariat zu suchen, laßt sich das Bürgertum in uferlose Träumereien und Abenteuer hineinschwätzen, deren Konsequenzen weit über den Staat hinaus die Existenz des einzelnen bedrohen. Man spielt mit dem Gedanken des Bürgerkrieges und lebt in der Hoffnung, das Morgenrot der ungarischen Geg m.revolution eines Tages auch über Wien grüßen zu können. Es soll dann wieder alles so eingerichtet werden, wie es war. Daß Tschechen, Polen, Jugoslawen, Italiener, wie immer sie politisch orientiert sein mögen, auch nur die Erinnerung an die Monarchie hassen und daß sich aus dieser ihrer Stimmung auch ihre Feindschaft gegen Wien ableitet, macht den Berblendeten, die sich;o gerne von Malkontenten oder Präterierten einfangen lassen, nichts aus. Die Artikel bestochener Zeitungen, die Wutausbrüche vermachlässigter Politiker nehmen sie für bare Münze und bauen darauf und auf die Unstimmigkeiten in der Entente ihr Luftschloß. Aber diese Unstimmigkeiten beziehen sich nicht auf die Staatsform Oesterreichs, sie gelten nur der Beseitigung der wirtschaftlichen Anarchie in Mitteleuropa, die nachgerade allen Sanierungsplänen über den Kopf wächst und der mit einer Restanration Ler oder jener Dynastie in nichts abqeholfen werden Wiener Morgenzeltrnrg '20. November 1920 Nr. 654 kann, solange der feurig-flüssige Zustand im Osten besteht. ' Die Gegenaktion - der > Sozialdemokraten, die mit Gewaltstreiks ihren Willen durchsetzen möchte, schlägt aber nicht den richtigen Weg ein. Oesterreich ist wirtschaftlich schon so verelendet, daß einige Tage Streik schon sehr fühlbar ins-Gewicht .fallen^. Die 'Nervosität dervBevölkerungtzKät schon den Fiebergräd Weicht. Soll es zum Blutvergießen kommen? Die''Sozialdemokraten haben erklärt'und die Wählerschaft hat dids durch ihr Votum bestätigt, daß das Parlament die Stelle ist, an der die große politische Auseinandersetzung zu erfolgen hat. Aber der Beschluß der Sozialdemokraten, von der Regierung abzutreten, und ihre kamn verhüllte Gleich" gültigkeit. gegenüber dem nengewählten Volkshaus ist heilte nicht mehr mit Verärgerung zu...erklären. Es ist direkte Kätastrophenpolitik, die. schweigend und müßig Hüstelst. wie das Elend wächst, . um - dann die . Parteitheoretischen Schlüsse 911 ziehen, i MUHL. es bei dieser Taktik, so müß einmal der Augenblick kommen, wo auch, der radikalste Radikalismus für sich'nichts mehr wird' retten - können. In einer 'Zeit wie heute sind Streiks nur mehr das letzte Mittel. Der. Staat ist nicht frei und hat eben jetzt, um doch irgendwo und irgendwie seine Schmerzen auszusprechen, um die Auf- Nähme in den Völkerbund angesucht. Wie würde dieses Gesuch behandelt werden, wenn im . Staate sogar das Parlament, die. Tribüne.aller, obstruiert würde? ES muß in Oesterreich die Bahn zur' demokratischen Freiheit .aufgeschlossen werden. Aber nur auf dem Wege des geduidi;rentz Verhandslns, der Zusammenarbeit aller, die ehrlichen Willens , sind. Dann wird es möglich sein, ohne Arbeitsuche und ohne Maschinengewehre die Schwarmgeister zu bannen, die eine durch Toktrine und Hetze geschwängerte At..Sphäre erzeugt hat. PoliLffchS^Nund schau. Eip" englische Sl'mm?Z,kWrqnaels Niederlage . Wrangols Vernichtung veranlaßt die „D aily Ehr onicle" zu felgenden Bemerkungen: „Wenn die drei letzten Jahre irgendetwas beweisen, so ist es, das; die Bol schewiken n i ch .t durch die Waffen v.e r tri e b e n w er den tön ne n, Weber durch die von Ausländern,^ n-sch die von „weißen Russen". Das Kämpfen hat sie nur g-lleäftigt und der -Friere könnte - die entgegengesetzte Wirkung haben. Ob'.dies so ist oder nicht, .jetzt sollte der-, .Fri.eöe 'geschlossen werben. Wir hoffen^ daß 'sich '-die,., fr an z ö s i.s che n StaÄ.'smN'ner nun-zu -einer Auffassung bekehrt haben, die wahrend dieser gan e.n Zeit die Ueüerzeuguuz der britischen'S.aatsmänner war. Das würde nicht nur die Veziehungen zwischen den zwei all'ierten Wesdmachten sehr'vereinfachen und festigen, sondern auch in vital'r Weise zu der wir t s ch aftlichen W iedergeburt von ganz,Europa beiiragen." . Im englischem Kabmett herrscht übe: den Rußland gegenüber ' einznsch la'endeü: Kurs bekanntlich keine Einigkeit. Aber alle Möglich iei en für die Einschlagung eines neuen Kurses scheitern, letzten Endes an Frankreich, das nicht müde wird, die fragwürdigsten Gegner der Bolschewiken zu Nr^ern^ und so nur neues Elend iü den jchwergcprüs.en Oste r zu tragen. ' Ern rrsiraimsches Dementi. Der Wi2n:r Ukrainische Vvcsiedienst m-sid^t: Die „Wiener Morgenzeitimi" vom 18. d. M. bringt ein« Notiz von „Dcf nbcr-r S.'ite" unter der Neberschrist: „Prtljura-Pogrome in der Ukraine", die bemüht, ist, die Meldung des Ukrainischen Pressedienstes von 13. d. M., lautend: „Vor ihrem.Abzug .laben die Bolschewilen iu dnr ukrainischen Städten Lubar, Krasnopil, C'.udnow, B:rdi!sch:w und Polonur Pogrome veranstaltet, wobei iuZb.-so.rdere die jüdische Bevölkerung und die Nalionalukraiuer arg gelitten haben", zu dementieren und die B-olschewiren rein'uw.aschen, hingegen aber die Ausschreitungen bolsch:wi.i,cher Riluberbanden den Truppen der ukrainischen Ratio nalarmee in die Schuhe zu schieben. Demgegenüber keiarrt dgs Ukrai.iishe Pre.hburcau« aus der Richtigkeit seiner Meldung vom 13. d. M. Pogrome seitens der Truppen der ukrainischen Natlonälarmee sind nicht vorgelo nmen. Die in der Notiz der „Wiener Morgenzeitung" neuerwlihnten Orlschasten Wi.uopot und Utonow existieren in< der Ukraine überhaupt nicht. Die von uns' verässwtlichten Meldungen über die Petljura-Pogrome sind wörtlich in dem Bericht des ehemaligen P.räsidialmitgli'des der früheren jüdischen Nationalversammlung der Ukraine, Lei,erowicz, enthalten, der auch in der Warschauer Presse verässrntlicht wirr. Das Preßbureau der hiesigen Petljnra-Leute will über die Vorfälle im Osten nicht i..formiert sein. Man wird wissen, wa3 man von solchen Dementis zu halten hat! Daß die Herren keine Kenntnis der Geographie ihres „Staates" haben, ist weiter nicht verwunderlich. Höchste und allerhöchste Schiebe*. Der ehemalige Staatssekretär und derzeitige Obmann der sozialdemokratischen Fraktion i>n Deutschen Reichstag, Abgeordneter Müller, hat r:ne Jnterpellatioi: eingebracht, ivelche in die Tiefen der Geschästsmoral höchster und allerhöchster Herrschaften hineinleuchtet. Müller berichtet, daß diL»Hohcn..oi1ernsürsten und ehemaligen deutschen Heerführer mit Hilfe des Bankiers C r u s e r, welcher aktiver Offizier im preußischen Heere war, Riesenschiebuugen mit Milliarden erfolgreich durchgesührt haben. Jnbesondrre die Kronprinzessin C ä c i l i e und General L u d e n d 0 r s f sind die intimsten Geschäftsfreunde und 'besten Kunden Crusers. Das Bankhaus Cruser ist als Sprzialhaus für den ausschließlichen Bedarf der schiebenden Fürsten und Helden gegründet worben u>>> ^flektiert imr aut dieic Elitekundschast, was daraus bervor-- geht, daß es in keinem Adressen- und Telephonverzcichnll 'zu finden ist. Crusev hat sich schön im Kriegs damit bv schäftigt, die Vermögen der deutschen Potentaten und Feld« Herren ins Ausland zu schassen, und 'die illustren Geschäfts freunde sind ihn: im Frieden treu geblieben. s Diese erbärmliche Geschichte wäre geeignet, die Schar der deütschnationaken und christlichsostialtztt Judenfresser; ivelche Schiebertüm und Judentum immer identifizieren, zum Nachdenken zu veranlassen, wenn eben Nachdensken für diese Ge- 1 sellschast eine mögliche Sache wäre. . Vernünftige Menschen haben sich nie durch das Wutgeheul gegen die Juden als Erfinder der Schiebereien in der Meinung irremachen lassen, daß die moralzersetzende Wkkknng des Krieges alle Schichten, Nationen, Konfessionen und Klassen betroffen hat. Die gekrönten und ordengeschmückten Lumpen und schachernden Fürstinnen, welche das Volk in die Schützengräben'--gejagt und zum „Durchhalten" und „Opfer fors Vaterland" -befohlen haben und selbst schamlos spekuliert haben, ,. smd drastische Jllnstrdtionerr dieser richtigen Meinung. Man kams.' wirMch neugierig darauf sein, ob nicht die Deutschnationalen aus Ludendorff und Kaiser Wilhelm schmutzige Ostjllderr und ' die Christlich sozialen aus' der Kronprinzessin Cäcilie eine Tarnopoler Jndenvettel machen we^en. Anders lassen sich die Situation und die antisemitische'Theorie nicht gut retten. Jnlamd. Festschietzen in Tirol. Berkehrssiillstand im ganzen Lande. druck, 19. Noveniber. Das Preis schaßen der! Tiroler Heimat-Wehren hat heute früh am Berge Jsesi ohne Störung begonnen. Im ganzen Lande ruhk jeder Verkehr. Vorläufig ist eine Eisenbahnverbindung-nach keiner Seite hin möglich. . Der gestern von> -Wien avgegangene Luxuszug nach Paris ist in Innsbruck nicht angekommen und steht.vermutlich im Salzburgischen, da er auf Tiroler Gebiet nicht übernommen wird. Desgleichen waren alle v'vn W ien kommenden oder dorthin vott hier.-abgegan'genen PexsonenBge, die nicht vor 12 Uhr nachts die - Grenze Tirols, passieren konnten, infolge des Streiks des Bahnipersonals zur Einstellung der Fahrt gezwungen. j JrinHruck. 19. November. (Privat.) Hier hervschö' vollkommene Ruhe. Zum Festschießen sind per Automobil iein'ge Dutzend bayrische Orgesch-Leute eingetrofsen. Die Innsbrucker Garnison hält strenge Bereis schaft. . - >s München, 19. November. Die Landesleitung dev bayrischen Einwohnerwehren hat beschlossen, von einer Teilnahme an'dem. Landesschießen der Tiroler Heimatwehr in Innsbruck abzusehen. Salzburg, 19, November. Auf der Strecke Salz-l bürg—Innsbruck ist der Verkehr vollständig lahm-- gelegt. Der Expreßzüg Wien—Paris ist hier, liegen gebliehen. D'n Passagieren.wurde die Weiterreise durch' die deutsche Grenzpolizei,, die Sichtvermerke zur Fährt über München—Lindau etteilt, ermöglicht. Innsbruck, 19. November. Der Landtag wurdÄ heute» vom LandeshauPtmanmStellvertretep Schumacher eröffnet. '! Die Anfrage des Abgeordneten S t e i d l e, Le-, treffend die Gerüchie von einer Gefährdung dev Ernährung slage durch das Landessestschietzen, rief zunächst eine lebhaste Geschäftsordnungsdebatte hervor, weil die Sozialdemokraten die Beantwortung der Anfrage persönlich durch den Landeshauptmann Schrafsl und Vorlage aller Aufzeichnungen über die diesbezüglich zwischen diesem und Staatssekretär Dr. Mayr geführten! Telephongespräche verlangten.;i Der Landeshanptrriann wiederholte die Erklärung,^ daß von seiten der Siaatsregierung über die Gefahr einer Bedrohung der Ernährungslage infolge der Abhaltung des Schießens keine Mitteilung gemacht wurde. Schließlich wurde die Debatte über die Beantwortung der Anfrage des Abgeordneten Steidle eröffnet. Dr. Stu.mpf schilderte als Referent des Ernährungswesens die gegenwärtige Ernährungslage im Lande, die bei Auibleiben unvorhergesehener Umstände nicht gefährdet sei. Abg. Thaler appellierte an die sozialdenrokratische.l Abgeordneten, auf ihre Leute beruhigend ein-- zusdirken, da sonstdie Bauern b ie Lebensmittels liefe rung ein stellen würden. Abg. Näppoldi erklärte, das Schießen bezeuge, daß der bayrische Partikularismus, auch in Tirol bcreitK Fuß gefaßt habe und daß Escherich ein festes, klares! Programm habe. Das Schießen sei tatsächlich nicht eine, harmlose sportliche, sondern eine politische Z weckveranstaltung. Der Vorschlag auf beiderseitige vollständige Abrüstung sei mit weiterer Wafseneinfuhr und Aufrüstung beantivortet worden, wobei hie Art der Waffen nicht auf ihre sportliche Verwendung hindeutete. D e s h a l b h a b e sich a u ch d i e A r 6 ei t e rs ck a f.t bewaffnet. E s seien heute T.a u s e n d e von Arbeitern bewaffnet. Wenn Sie mehr wollen, sagte Redner, dann fangen Sie an.; Bezüglich der Drohung des Abg. Thaler mit dev Boykottbewegung der Bauern wies Ziedner darauf hin, daß die Tiroler Bauern schön lau g e n 11 r mehr den Reichen ihre Lebensmittel abgeben. Redner machte schließlich Mitteilung von der im Gange befindlichen Bildung eines republikanischen Schutzbundes in Bayern, Tirol. Sal bürg und Oberösterreich, der den Kaulpj gegen EjU)erich aufnehmen werde.

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