Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 649 (14.11.1920)
- Date
- 1920-11-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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, , ..Dir», . Tagesbericht. E» ilebepfqll auf Sofrat Profeffor Wag»«r- Jaareqg. i; ■ -cheOrri.«achmiyagS erschien in her OvdrNatron d'eS l^pMsors -Hofrät Dch Watzn^r'»tzfenregs. ÄandeSgtzpchisstvatze 18,; ehre rmgefäihr 2l)jDrtzjL -Frchu. Die Frau üchergab dem Psychiater einen voMveitptxyr-Dchef. -Dfer Pro- Mer öffnete das Schreiben und kHlnp. hatte er zu lesen v^ynäen, ÄS er «nie' Bewegung tztrp'Fremden .weHrnGm. Er! auf und sich, war sie <rtzS"dvMMrff eine Piftoie, e^nen7foMnannten Vorderlader'^og^ u-ud ihm'an fei^e Brust hielfe In einer-^DimWg.-vom etwa drei. Schriften ständ Hefremde vor Hofrät? WakMr-Bauregg' lim ’ftc Zurief: „Da hast du', MöHtzr l." Poch eh« der Hosrat. Mene.machen konnte, stszu erÜMfMtz, liefe die Zrenidr Sie Pistole sinkon und gn Boden. fallen.Hofrat Professor VLtznerHäuvegKHa^ ^rkarmii - '-.mit 'einer- HeiGSfjanisfi' 3V.!.tijtt; .W>e., Er liefe AWr' Sick^hchMvachmaun k»ßz««n, diir die Fremde zum - Poligxikpmmissariat. Innere Hürdl.brächte. Sie 'li^ sich ruhige sM«n schrd' ' wurhe der psychiatrischen' Station übergeben. Pie. Pistole, die .6«, Fra« ästf ' Hofrat Wagner-tzaüregg 'anDtzgb' chäfe. war mit Pucher, Pfxopfeu und Papier,- mit einer; KUrechtgcschnrtterr-en Bleiku^l Und einem Leinenfetzen gcWt. 1l<cherihre Person und über^die Beweggründe i^rer HgodlüngÄueffe -bLsragt,-. vc^c-' weigerje die Frmr jede Auskunft. Dqp Dchr^tl,.däs'sie,Höfrat .Wcgucr überreichte,^ hat fo'geüdrn Martlaut: - r . " »Skrcfoc .Äerr ^öfeffoi!" WM'Wr diese Zeilen lesen,. h^bcu-Me.. bereftö erkannt, daß <jene? G r u nd s ätze, Nse-lche Sie fee ^,tre te uj falsch//'s Nid und ein TödeÄ» uxftrl das Richtige getroffen/ Sollte^ dieser Versuch' -mißlingen, tvas ich für ausgeschlossen Halte, ioerdeu weitere- und and e re r Ar t f o 1 £j e u. Aber Sie woGen auf jeden Ziall daran glauib-rn müssen. ' /Entschüidigen Sie den kle-jrien Schreck. Er geht vorüber und wir Höffen, Sie zufrichengestellt - zu haben. Kochachtungsvoll W. S. Wien, 10. November 1VLV." ’f , Wan bemüht sich. festgustesiep, wer dhe Frau ist und verarmt hat, den UeLerfall zu' versuchen. / Äne Konferenz der IoinL-Direktore« irr Wie«. Wie bereits angekündigt. beginnen morgen in Wien die. Verhandlungen her europäischen Vertreter des. American Joint Distribution Committee über die Neusystemisierung der Hilfstätigkeit für die jüdischen.Kriegsopfer-. Die Beratungen werden etwa drei Tage dauern. Den-Gegenstand der Konferenz bildet, wie wir erfahren, die, Feststellung eines länderweise geordneten Budgets. Es'liegt auf der Hand, daß Hanfe in Hastd. damit auch eine Aenderung Her Grundlagen. Her 'Hilfsarbeit borge- Nommen werden wird. Es handelt.sich um den. Abbau des - Anterstützungswesens und chm den Uebergang zur U-ufbautätigkeit. Es soll durch Srlzaffung von Arbeitsgelegenheit und durch eine vorsichtige Berufs rrmschichtüng, die sich, überall in den Grenzen des Möglichen hält, eine Produktiviorüng der durch! den. Krieg in Not und Arbeitslosigkeit geratenen jüdischen Existenzen angeb-chnt werden. Ferner-wird ein genauer Arbeitsplan für die Ryttstng, Versorgung und Ausbildung der jüdischen KriWwqisön beraten werden. ° -Die'Verhandlungen der Konferenz, hie berufen ist, eine neue. Epoche in der sozialen Fürsorgetätigkeit des. Judentums einznleiten. werden streng vertraulich geführt. . Oft- Wmek dtzr „Geseylschäft her Freunde«.! \ %n Etztztzrrid leben ungefähr SÜM).' Q u n'ker/ wie die Mitglieder der „Gesellschaft der Freunde^ auch .genannt - werdey'.-'Äo. Jahren bestehend, hallen 'die.. Quäker immer d^n . Kriegsdienst verweigert, weil er - mit dem - Gesetz der Ifstchst«nliebs tznd dem Gebot sollst. nicht, > töten" im Miderfpruch'.stcht.' Viele der im bienstpfiichtigen Mer -stdhendtzn'. wännüchen - Mitglieder der Gesellschaft wanderten ins HefgugniS. ES. wqren guleht fast nvx Frauen, die. zu. vielen Hstsiderten im' Dienste der Nächstsnliebe nt. England.und. in d^n! borwüstei^ll.Gegenden Nordfrankreichs tstfig. waren. Dffs englische Publikum und die Zeitungen waren in den letzte» ärgsten Kriegswahttsiuns, als die „Lusitania" -töorhxn ..tyar,!sehr schlecht .auf. . .die Quaker zu sprechen.-Alw schlimmsten war es in der Zeit der Fliegerälrgrifst! auf^Lönö.ost,;cris die Schdt ich Finstern lag. die Rschrupg -iWWer knapper wurde, .mch. die Preise ins UneMwinglichsstiegen. Aber unbeirrt unk unentwegt arbchtewn 'die Freunde weiter. .Hu dein' morgigen SamMltag der Wiener Filiale ^drr »DMrty of Frierchs" (l. Bez.,.,chiygr:tstra.be < 16) .schrerht' man Ms: Am Montag veranstaltet hie Societh of FwenhS in WM Sammlungen für die tuberkulösen'Kinder Wiens. Datzlsik wendet- -sich' die Society öf Friends zum ersten Male »rn^ie Wiener selbst, von der Erwäguug ausgehend, daß auch Selbsthilfe gebotet» und notwendig fti. In diesen Dienst der BantchelÄ.tion haben sich die Stptzeyten - aller Äationalitüwn Mtellt utch auch chffere Kommilitonen stelleir ein beträchtliches' Kontingent der Sammler. Hiechit tragen sie nur; eftw DänkeSschnlh' zum Teile ab. Die Society af -Friends hat in hstDerzitzster und in unvoreiygeuomchenster Weise'-eips Frühstückaküon - für bie'Studenten.'.«» die Wege geleitet utzd 3» den kärglichen Mahlzeite'n der Studenten ein krästiges -Frühstück hinzugefügt. NW so sehr her Umstand, dah es geschah, ist in diesem Falle hervchzuheben, fordern wie eS geschah. Trotz Pexationen von seiten ' der Mhersitätshehördrn, die die Unkenntnis der Befreiungen dvm Kollegch^ MDl gM jestWA .des Komitees «mSSstnichen veckuchten, waren W i««« dir Veraitstalter AufAarm-rgen von unserer Seite, stets zu» ganglich und haben in allem- und jetzem Objektivität bewahrt. ' Dxr Jüdische Hochschulausschutz ''richtet auch seinerseits an die' jüdische Oeffcnilichkeit die Bitte» die Sammlungen'aufs tatkräftWe zu. unterstützen und die sprichwörtlich gewordene jüdische. Wohltätigkeit aufs -hochherzigste auszuüben. Berkehrsei«schrSnk»»ge« in Ungar«. Einstellnng des Frachtenverkehrs und der Donauschiffahrt. Budapest, IS. MpeMher. ' (Ung. Tel.-Kopr.-Bur.) Dre Staatsbohndirektion hät -füc den 16., 18. und 26. November die K i n st e l 1' u n g d e s Fracht e n v e rk e'h r s' mit Ausnahme dür Beförderung der für die Versorgung Budapests - notwendigen Nahrungs- und Brennstöffmittel angeörduet. . Die Ungarische Fluß- und Seeschiffahrtsgesellschaft stellt den Personenhampferverkehc Budap e st-—W i e n. infolge Kohlenmangels und des seichten ‘ Wasserstandes ein. Die Abfahrt des letzten Dampfers ans Budapest erfolgt am 15., die des letzten Dämpfers ans Wien am 18. d. M. Die Eilgüteraufnahme wird am 14. d.- M. eingestM. Tretet dem Jüdische« Schttlvere^r bei! .' Der Jüdische Schulvrrein versendet den solg-Lntea An fr u f:. „Wollt ihr, daß eure ^Kinder dem Mischen BolSe nicht entfremdet tverden, wollt ihr, daß aus eure» Kindepn nicht Halb- und Vierteljuden, werden, dann sorgt dafür, daß ein modernes jüdisches Schulwesen entsteht, in dem dem Mischen Kind eine moderne , und zugleich jüdische Erziehung zuteil Ivirb., Tretet dem Jiidislchen -Schrstverein M,.der 'sich'zur.AuZgabe gestellt hat, moderne jüdische- Schulen -zu gründen! Verschafft ihm die Mittel, die er benötigt, um seine Aufgabe zu er füllen! Werbet für . ihy ' Mitglieder,: gedenket seiner bet Veranstaltungen jeder Art und macht für ihn in jeder.Weise.Propaganda! Mitgliedsbeitrag 60 Kronen jährlich. (Das Sekretariat des Jüdischen Schulvereins befindet sich 2. Daborstraße 20 ö, wohin Anfragen .zu. richten, BeiirittserklärunsM einzusenden und Vm) Schecks zum Gelderlag auf das Konto des Jüdischen - Schulvereins in der Länderbank zu erhalten sind.) , Jüdische Gefangene m Deutschland Man schreibt uns aus Berlin: Ihr Ber'chdersLafter hatte 'eine längere Unterredung mit Herrn . Rabbiner Dr. Martin.I o sep h, welcher -sehr viel für d'e russisch- - jWschen Kriegsgefanjs-enen tut, in welcher sich dieser, wie folgt, äußerte:--' ' - i . Der .jetzige. ZuschM, ,p u s.s i s ch - j ü fe i s ch.e y Ä rie g s ge fa u ge ne«, ivelche sich noch in verschiede,;«ir Gefangenenlagern Deutschlands besindsn, ist e'n sehr kritischer. Ich habe mich, nach Amerika zum Joint gsschcnfeet und die'schwierige Lage der 16.000 rüssischsjndischen ' Kriegsgefangenen feargestsllt. Außer' dieser; Menge befindet - sich noch eine Anzahl vo'n KriegsgechNgenLN, welche in.Lazarette n schwer {r « n I damefeerliegen - und vollständig mittellos' sinh. Der Be.'t.'e'er'der russischen Ra ter.eg.ier ung in Berlin, Herr. Viktor K o p p, ist nicht inder Lage, diese Leute genügend zu unterstützen und die deutschen Juden, 'wie -züm Beispiel der Derliner Gemeindevorstand,- haben auf meinen Vorschlag, etwas für diese KriegsgesangenM zu "tun, eine - abschlägige Antwort gegeben. Das Hilfs-> ^kpmi^, welches im Jahre 1916/17 für die Mischen Kriegsgefangenen gegründet worden ist, mußte'auch aus Mangel an Mitteln geschlossen werden. Bausteme sür da« Dritte jüdische Weich.; > tzm nachahmenswertes Beispiel hat Herr Dr.- Moritz P q-ch-t m a n n, Wien,!X., gegeben, der als Ablösung für das Hochzeitsmahl. anläßlich der BertzrMung seiner Tochter den 58. Raust ein für das Dritte jüdische Reich'. zeichnete. Herr Dr. Pachtman« hat außerdem M- Ablöse ssw Wagen für die HochzeitsMe eine entsprechend hohe Spende dem Jüdischen Rütionalfonds überwiesen. ' Der b 9. B a u st e i n wurde auf der Hochzeit der Tochter des Herrn Kultusvorstandes Pinka's, Wien/. durch Herrn Kalman H a m m e t unter den HochzjiitSgüsten gesammelt und voll eingezahlt. Kn 80. Paustein spendete Fräulein A. R., Wint, I., auf Namen Zng. Samuel Nuß bäum. Kültusgemeindrn hier ««d ««derwSrts. - Die bürgerliche Abteilung - des Züricher Stadtrates hpt eine Weisung erlassen, worin ausgesprochen wird, daß: der Stadtrat künftig nur solche O st-j u d e n zur Aufnahme in das Bürgerrecht empfehlen wepde, „die vor ö^r- Stellung des Gesuches mindestens 15 Jahre lang ununterbrochen in der Stadt Zürich gewohnt, sich gut angepaßt und als nützliche Elemente der schweizerischen Volkswirtschaft erwiesen haben". Die Aufnahme von Betverbern ausanderen Heimatgruppen.. ist von eistenr/ nur z e h n jährigen Aufenthalt abhängig. Gegen diese Zurückstellung der Ostjuden haben sich im?; israelitischen Gemeinden Zürichs in einersehr energischen, Eingabe gewandt. Sie maäM darin auf. die seit langor Zeit geübte Praxis des Stadträtes aufmerksam, Vsirgerrechtsgesllche jüdMer Bewerber einfach zuruckzu« legen.' Vejon'e' s <e.- brv ePiecen -sie ge -'en dl:'Begrün-' düM -dsr -seuen EmbLiwerrmasarundjätze. Seltkamer-' H. November 1826 RONBNONIEi ZIGARFTTEWPAPIERE J ZlfiAfiETTEWHUlSEM | StB 1 bdeHsten etmlwiain | des ftiuthm» weise hat nämlich der Stadtrat als einen seinsr Grstnde „das starre Festhalten an einer orthodoxen Ausübung der jüdischen Religion" angegeben und behauptet, , die in Westeuropa lebenden Juden hätten sich mehr und mehr von diesen Satzungen freigenracht. Die jüdischen Gemeinden Zürichs protestieren mit aller Schärfe da- ' gegen, daß man von Staats wegen die Aufgabe irgendwelcher religiöser Foxmerr und Hebungen -Ver« lange. Sie weisen darauf hm, daß bei solchen Grund- ' sätzen gerade diejenigen Juden nicht das Schweizer Bürgerrecht erlangen können, die zu charaktervoll sind, um ihr Judentum zu verleugnen. Endlich erinnern die Gemeinden daran, daß es bisher der S t o l z. . d e r. Schweizer gewesen ist, em'Asy'l für Verfolgt« zu. sein,' und schließen mit dem Antrag, die'BürgsrrPchts. gesuche von Ostjüden formell und materiell in gleicher Weise zu behandeln wie die aller anderen Ausläirder. In der jüdischen Kultusgemeinde K ö n i g s b'.e r-g wurden die folgenden Aenderungen des geltenden Wahlrechtes beschlossen: 1. Die Wahl erfolgt nach den Grundsätzen des V'erhältniswahlrechtes unter Zulassung gebundener Listen.'2. Das Wahlrecht ist von der Steuerzahlung unabhängig. 3. Die Beamten der Gemeinde haben das passive Wahlrecht. Ein Antrag daß für die Wählbarkeit zu den Geineindekörperschaften erst nach Zweijährigem Aufenthalt'in der Gemeinde beginneu solle, anstatt wie bisher nach einem Jahre, wurde, mit großer Mehrheit a b g e l e h n t. ' Die Aenderungen bedürfen der Zustimmung des Oberpräsidenten, die jedoch mit Bestimmtheit zü "erwarten ist. ''' Es genügt, sich das Verhalten der Wiener K u l t u s ge m e i n d e feor Augen zu führen, pm an dem Unterschied der Auffaffungen den ganzen ^eaktw« naren Geist zu erkennen, der in der Seitenstettöngasse herrscht. Während man m der Schweiz, .der prjmitryeu jüdischen Pflicht der Wahrung jüdischer Einheit folgend, sich' gegen jode Sönderbehandlung der Ostjuden zur Wehre setzt, haben die Wiener „Kultusväter" kein Wort fiir ihre verfolgten Brüder in Wien übrig, sie fatMU vielmehr dafirr, daß ihre Büttel die Hetze gegen die Ostjnden wacker unterstützen, um so dem Antisemitismus die Möglichkeit zu geben, sich auf die Zustimmrurg' der „Bodenständigen" (aus Leitomischl und Pohrlitz) zu berufen. Und - was das W a h l r e ch-t- .'afllangt^ .fa<i.st man nur in Wien so „liberal" und „freisinnig",,-iüit dessen Abhängigkeit von der Steuerleistung und die Ent^ rechtung der eigenen Beamten als selbstverständlich zu empfinden! ' ■ ' ■ ";• Proseffor Bernhard Alexander a« der Genfer UnivetfitSt. Aus G e n f wird uns gemeldet: Proftfsör Bernhard' Ä le x a n d e r, der noch Sitz vor; kurzer Zeit .',MN2 - Zierde der Budaprster Universität, eine Leuch « ünMischer Wissenschaft" usw. war, wurde bekanntlich-von dem jetzigen Klrrs im Recht'ftrtigungsverfahren für -unwürdig erklärt, weiterhin Professor an der Bufeapester Universität zu sein. Da unter solchen Umständen anzu^ nehmen war, daß feie „Erwachenden Ungarn" - wieder ihrerseits erklären könnten, baß Professor Alexander, der auf dem Gebiete der Geschichte der Philosophie grundlegende Werke versaßt hat, auch nicht würdig sei, anr Leben zu bleiben, zog es Professor Alexai^dLr vor, sich rechtzeitig aus dem Lande zu machen unv in die Schweiz zu über siedeln. Die Genfer Universität hat dem Glehrten zunächst eine Privatdozentur verliehen und Professor Alexander hält bereits in diesem Winter^ semester sejne Vorlesungen über die „Philosophie /der Kunst". ___ Schleichhandel mit Patriotismus Aus B u b a p e st wird «nS berichtet: Wie in allen Großstädten herrscht auch hier entsetzliche WohnungLnöt. Mi« überall, wo sich die' herrschende» Kreise als ünfähig erwiesen, der Wohmulgsnvt ür sozial einwandfreier Weise Herr. zu werden, hat auch die Horthy-Regierung die jüdrpche» F l üchtli n g e für den Wohnungsmange! verantwortlich gemacht und die Bevölkerung so lange gehetzt, bis. die Entsernung der jüdischen Flüchtlinge erzwungen worben ist. 9fwt sind hie „Galizraner" schon zün^ größten, Teil aus Ilzigarn fort und feie' Wohnungsnot in Budapest wird nicht >iur nicht geringer, sondern, wie tou* aus dem Munde des Ministerpräsidenten Grasen T c l e k i vernehmen konnten, n/)ch größer. Diese Aeuherung des Grasen Teleki ist aber auch von 'einem anderen Gesichtspunkt' aus betrachtet bezeichnend für den Katzenjammer) in tvelchcm sich die Horthy-Regierung bereits befindet. Diesmal sind es nicht jüdische Flüchtlinge ans drin Ofterr, so,ibern die ans den Nachfolgestaaten geflüchteten ehemaligen ungarischen öffentlichen Beamten, welche die entsetzliche ^Wohnungsnot heräufbeschwören. Und da es nunmehr keine galizischen Prügelknaben gibt (dis wenigen, die noch nicht äbgeschoben sind, werden ür den nächst«^-Tagen •Usmm verlaKL müü«ü« & M& dpr rUgariLcho MÄGm-