Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 644 (9.11.1920)
- Date
- 1920-11-09
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979722--05736-2991610- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
/ «Wfc4 -v— Men. Drnlsrag Wiener MorgenzeunnK Novemv« 1820 E 6M Telegramme. Mitteilungen ans dem Publikum Die deutschen Wiedergutmachungen. London. 8. November. (Funkspruch.) In der Frage der Vrfilkgvng der deutschen W redergrrtmachu n^g ssnmme ist zwischen der englischen und der sranzösi'chm Neginung eine Einigung erzielt worden. Aue» st wird in B r 8 s s e l eine Sachverständ'genkonserenz abgehalten werden, daran wird.sich eine Konferenz in Genf anschl eßen, zu der der deutsche Niuanzmrnistereingeladen werden wird. Danzig. Danzig, s. November. (Wolfs.) Der Oberkomm'ssar hat hetzte vs» der Bot'chasterkon'ermz ein Telegramm erhalten, wo- Lach die Brr^affung der Frrftadt und des Gebietes von Danzig am 15. d. M. in Kraft treten w-.rd und die gegenwärtige alliierte Verwaltung vorläufig bestehe» bleibt. vis an dieser Stelle in der Sonntags-Kummer gemachten Anzeige über die Verlobung des Frl. Heia Rechter mit Herrn Heinrich Haber beruht auf einem Irrtum. — Die Verlobung zwischen den Genannten hat nicht stattgefunden. Jfcifa Mm Josef Wnkrgtr Berlin Wien empfehlen sich als Verlobte SW1 Berlin-Wien, November 1920. Hrglne gang Saul Jlff:senberg Brzezany Przemyslaoy empfehlen sich als Verlobte Wien, im November 1920. «ss» kamen. Dis Brüder des Karl Spitz, und zwar Leopold! Spitz, am; 2. Juni 1887 in Wien gehören und hieher zuständig, katholifchr verheiratet, und Ernst Spitz, ant 22. November 1888 zu Wien geboren und hi-her zuständig/ katholisch, verheiratet, beide Holzhändler und Fuhrwerksbesitzer, 16. Bezirk, Eneiikelstraße 24 wohnhaft, erschsinon als Mttchefs der" Firma Th. Spitz der Beihilfe dringend verdächtig. Ferner geht aus dem Aktenmaterial der dringende Verdacht der Beihilfe an Karl Spitz' Machenschaften gegen das Ausschutzmitglied der Wiener Genossenschaft Karl Hütter, am 10. September 1884 in Graz geboren, nach Wien zuständig, katholisch, verheiratet, 16. Bezirk, Kirchstetterngasse 31 wohnhaft, hervor. Das Kriegswucheramt ist daher mit' der Anzeige an die Staatsanwaltschaft gegen sämtliche Genannten vorgegangen und hat gleichzeitig die Etw< lieferung in das Landesgericht aller drei Brüder Spitz wegen Verdachtes, der Derabredungs- und FluchtgefahL »erfOgt. , Kerne Vernichtung der Diesel-Motore. - Paris, 8. November. (Tel.-Kornp.) D>: Bolschafterkonftreuz hat auf Antrag der fron osischen Negierung beschlossen, die Vernichtung der Diesel-Molore dmch Dcmschland n t cf) t zu vrrlangen. Polen und die kleine Entente. ~ Krakau, 8. November. (Privat.) „CZas" begründet den ablehnenden Standpunkt der polnischen Regierung in bezug aus den Eintritt Polens in die kleine-Entente. Wie folgt: „Jedes Bündnis mit den Tschechen würde zuerst von den Tschechen nicht eingehalten werden und wäre daher für Polen ganz wertlos. Nur ein politisches Programm Polens könnte dm Tschechen gefallen: das Programm eines ethnographischen Polen, das organisch mit Rußland verbunden ist; in bezug auf Ostgalizien. Litauen und die baltischen Staaten begegnet jedoch Polen stets dem tschechischen Widerstand. Polen ist bereit, auf jede Kombination einzugehen, von der. die Tschechen ausgeschlossen sind. Am sympathischesten wäre Polen ein Bündnis mit Rumänien und den baltischen Staaten." Koreanische Truppenteile revoltieren. Moskau» 7. November. (Rosia.'> Ans Werchue»Uöinsk wird itzemeldet, daß organ siertr revolutionäre koreanische Truppenteile längdes Flusses Dalu overrcrrn. Ferner wird gern Ibet, daß ans Wladiwostok eine japanrsche Invasion in dir Mandschurei durchaeführt wnd. Die ProvinzialWahlen irr Italien. -Mailand, S. Novembrr.'(Slekam.) Aus 229 von 238 Wahllektonrn Liegt folgendes Rc'ul>ar vor: KonsututionrÜe €4.771, Sozialisten 66 314 Stimme::. , Florenz. S. November. Im Se-umf einer Kundgebung ans Anlaß res Wahlneges der Konstituiivncll n kam rs zwischen de« Man'ssüariLrn und einigen Gruvvcrr vsn Eo^iallsten zu. einem Zu s a m m e n st o ß e, wabe: zwei Personen getötet und einige verwunde! wurden. Turin, 8. Novemörr. Bei den Provrnziatwahlm gewannen bk Konsirulio'.rellen vier Wahlbezirke, die Sozialtstea drei. Der Anstzuug drc Gernemderatsrvahlrn rst noch unbeianat. Das neue belgische Kabinett. Paris, 3. November. (Funkjpruch.) AuS Brüssel wird gcwelvet, daß das Ministerium nur geringe Aeuderungen ersah» en »eroe. Dir Minister für Kolonien und Verkehr werden zurücktrete«; das Portefeuille des Äuswärlrgerr wild an Stell: des zum Vertreter beim Völkerbünde ernannten Hymnus Minister Präsident Delacroix übernehmen. Die Schweizer Sozialisten für die Diktatur des Proletariats. Bern, 8. November. (Tei.-Komp.) Der Vorstand dev schweizerischen Sozialisrenpartei sprach sich Lei der Beratung des neuen Parteiprogramms mit 22 gegen 18 Stimmen grundsätzlich für die Anerkennung der Diktatur des Proletariats aus. Das neue Parteiprogramm, das unter anderem auch die Anerkerumng des R ätesystems enthält, bedarf noch der Genehmigung durch den Parteitag. Tagesbericht. I Die Verfassung der Bundeshauptstadt Wie«. Die Verfafsungskommiffion des . Wiener Gemeinde« lates hielt gestern eine Sitzung ab, in der auf Grund von Vorschlägen und Wünschen der Staatskanzlei eine Aenderung verschiedener Bestimmungen der Verfassung vorgenommen wurde. — Von Bedeutung ist die Streichung der Paragraphen, die sich auf das Aufsichtsrecht des Bundes über die Gemeinde Wien, beziehen. Nach Abschluß der Beratungen erstattete Magistratsbirektor Dr. Hartl einen Bericht über die Wanderungen, dks sich ab 10. November in der politischen Verwaltung Lurch die Zweiteilung von Niederösterreich vollziehen. Der Bericht wird mit einem ausführlichen Motivenbericht zur Verfassung in Druck gelegt. Wie die Wiener um billiges Holz gekommen stnd. Die Purkersdorftr Holzhandelsgefellschaft hatte die Absicht, dec Wlrtschastsg-enoiftnschast der Wiener Klein« Holzhändler billiges Holz aus Purkersdorf zu liefern. Diese Aktion verfolgte den Zweck, die mittellose Be- .Döltecung der westlichen Bezirke Wiens mit Brennholz m te&äVMXb M Mit Säiwc Aemds.Lr? Wir gratulieren herzlichst unserer Sefw<*sier Ro«»n« Gang zu_ Ihrer Verlobung mit Herrn Saul ßüosenbnrg und wünschen ihnen eine glückliche Zukunft. Gebrüder Gang. IBM. RIU.&NTB!«, Perlen, Gold, Silber, Platinu. Uhren kauft und verkauft 776 ETTER Rotenturaastr. 23, 3Sarlabilfarstr. 98 AÄSTERDAä Erster AUT WESPES 0?3sater K&ufar In Wien für Brillanten, Perlen, Juwelen etc. Juwelier RabSnowitsch I«, Maxlmliianetnisse Nr. 5 TeleplioMIr. 8541 , Tis.&.\ia der Oper (KSdcersirnsze). tS'i IL, Ctophsnistrasse K>. 3, nur Nr. 8. iia eigenen Hsase, Telephon-Nr. 45148 Kauft von Juwelleron, Händlern,- Privaten zn konkurrenzlos an Phantasiepreisen. Freitag ron 4 Ohr nachmittags bis Montag frflh gcschloseon. wErster grösster Käufer "«a 1 Brillanten, Perlen,Ulireint. Jawelsn m Juwelier FORST Sep. Scvaobrsom Km rstrasse t?i. a«r«7 Die Shandale in Lundenburg. Kuß Prag wirb uns gemeldet: Die Abgeordnete^ Deutsch und Genoffen richteten wegen abermaliger stand«» loser Vorgänge bei der Gepäcksrevision in Lundenburg eine Anfrage an die Regierung, in welcher unter anderen^ ausgeführt wird: Die in Wien wohnhafte Henriette Scherz die sich anfangs Juli zu ihrer Tochter nach Mährisch-Deitz«6 kirchen begab, ließ sich aus fünfviertel Meter Tuch einetz Unterrock anferttgen. Am 8. September trat Krau Scherr, eine 73jghvtge Dame, die Heimreise an, und da eß dantaU sehr kühl war, hatte die alte Frau den warmen Unterrock angezogen. Anläßlich der Gepäcksrevision in Lundenlmrg m klärten die zwei mit der Leibesvisitation betraute« Weiden der Unterrock esi neu, rissen ihn der Fra« dom Leibe, b« schtmpsten dieselbe als Betrügerin und brachten sie ungeachtrß ihres hohe« Alters in eine vergitterte Zell«, wo fiel über eine halbe Stunde zubringen mutzte. Später entschuldigte sich ein älterer Herr bei der Greisin, doch mutzte diesß die Reise nach Wien ohne das warme UnterNeid antrrte«, Die Interpellanten bezeichnen diese Behandlung Reisendes als Schmach und Roheit sondergleichen und fragen die Re«! gierrmg, ob sie endlich gewillt ist, diesen unerhSrte« nnhi jeder Kultur hohnsprechenden Vorfällen ein Snde zu mache«, den Fall zu untersuche» und die verantwortlich« Orgarup zur Rechenschaft zu ziehen. maschinell — griOle Rusnabl Billigste Preise 153 Leopold Stemhapt Wien, I., Biberstr. 9 Telephon Nr. 4073/Vllj iUL. SCHICK ICo. 8. m. b. K., I. Keuimarkt S. Heue" in Tel. I0.r98 Feine Herrengarderoben SSJSTbÄSjSS beim Schneidenueister Rudolf Go!d<iteln, Wien, II., Taborstrasse 59 Oegiündet 1856 781 Orosses-Lsgcr feiner Stoffe Telephon 45624 Zionisten besorgen ihren Winterbedarf an Kleidern nach Mass, Wäsche, Krügen, Manschetten sowie sämtlichen Herrenmodeartfkeln im Herrehmodeliaus ■ A. BORENSTEIN nur 1!., Stephanlestrasse 10 613 Selhp@ibmasoMxs.est faörtenea grösstgs Lager! Wien, S. Sezhft, Hamburgerstrasse Nr« 8 sportjaeRen, MtoreB, MM. Schals, reine Wolle, zu Fabrikapreisen ßlCO&RD SQRER, I„ Rdtsnturmstrasse Nr. 3t Mezzanin :so Telephon 23-1*69 Händlern nach Wien zu^stellt werden und um 35 Heller Per Kilogramm verkauft werden. Der GeselljHaftttder Firma Th. Spitz, namens Karl Spitz, am 24. Jänner 18^6 zu Wien geboren und hieher zuständig, katholijch, ledig, 16. Bez., Enenbelstraße 24 wohnhaft, hat durch e,ne betrügerische Manipulation das Holz an sich gebracht und zum eigenen Vorteil verkauft. Er hat die Purkersdorfcr Holzhändler um den Betrag von ty^hr -als 300.000 Kronen geschädigt, weil sie das Holz um den billigen Preis von 85 Heller an andere Interessenten nicht verkauft hätten; er hat den Staat geschädigt, weil die verschiedenen Ab-' gaben im Hinblick auf die Widmung des Holzes für Wohlfahrtszioecke no.chgefthen worden waren, und er hat endlich di: Korrsurner.-wn Wiens g-schädigt, die durch l Mne MqiLllMvA W. die, Wohltat -eK. b^ftiAen KolM Znvalidettrenten »nd Einkomme». Die bisherigen Brstimmrmgen deß HA des JnbÄidetzi entschädigungSgesetzeS führten vielfach zu einer unter gegenwärtigen WirtschaftSverhältniffen nicht gerechtfertigt« Minderung oder Einstellung der Renten. Um diese von Jnvalidenschast drückend empfundenen Bestimmungen z« milder», wurde der §28 des JnvalidenentfchädigungSgesehe« mit Gefe^ vom 1. Oktober d. I. in der Weise abgeände« und ergänzt, daß die Rente in Hinkunst nur um jene Ve«i träge gemindert wird, die der. Bezugsberechtigte als ver^ gütung für dieselbe Schädigung schon von anderer Seitch empfängt, und daß der Rentenbezug grundsätzlich erst dantz^ eingeschränkt wird, wenn dem Bezugsberechtigten sei« sor^ ftiges Einkommen auch unter den herrschenden Leuerungt Verhältnissen die Befriedigung der unumgänglichen Lebenbedürfnifse gestattet. Die Mehrzahl jener Parteien, den« die Bestimmungen deS neuen Gesetzes zugute kommen, kan» erwarten, daß sie spätestens im Jänner 1821 die unKrkürzter^ Renten empfangen wird. Allerdings müssen die Rente««« empfänger den an fie ergehende« Aufforderungen der In« validmentschadigungSkommission zur Vorlage von Beleges über ihr Einkommen binnen 14 Tagen entsprechen, widrigem! falls die Auszahlung der ungekürzten Rente« wieder eins gestellt wird, «»«steine für das Dritte iüdische Reich. V In G r a z bat nunmehr ebenfalls die Aktion mr Auf^ bringung von Bausteinen erfolgreich eingesetzt. Ein vorläufig un»! genannt sein wollender Grazer Jude hat den S 6. B a u st e t tt pespendkt und die Werbung für weitere Bausteine übernommend Den 57. Baustein znÄuete Herr Jehoschuah B. e r a st e i « Wien, H. ___ * Dl« Jweite Rrietzshonferentz de« Jüdische», Natioaalsonds ftii Oesterreich findet Sonntag de» 14. und Montag den 15. d. M. tm Großen Saal des niederästerreichischeoi Grwerbeveretnes,!., Eckenbachaaste ll. statt. Gast« karten find zum Preise von ll 50 lals Cp eien beitrag) im Bureau des Jkidiichen NaiionalsondS. tt., Zirkusgafse 8S, e'.häktlrch. Die akadkmi'-cken Korporationen können in bcschränkterAnzahl Freu karten (Galeriekarten) für beide Tage dehebm. * Die Drandkatastrophe i« Triesch. Mahre«. Der Humanität?- und Gelelligkeitsverem der TriejÄer in Wien (Sitz IX., Porzrllangasie 2t) beruft für morgen, Mitlwock. 8 Uhr abends, im SitzungSiaale der israelitischen Kinderbew.rhranstalh N., Schisiam'Sgaste 15, eine a n ß e r o r d e n 11 i dj f' Generalversammlung mit folgender Tagesordnung eut: 1. M tieilung über den Umfang der Brandkaiastrovhe. 2. Otganisation rtner Hilfelelstung. 8. Cventnalia. 'Die MrdolieDct und Freunde des Vereines werden mir Rücksicht out dies, Tagesordnung dringendst «»geladen, der der Versammlung zu erschlincn. 1 * SacharinerzeVgung in Oesterreich. Nack liebes Windung mancher Schwrerigkeiien hinsichtlich der Rohstoff» bekchasiung ist es gelungen, die mländrfide Sachatineizmgung » Bollbelnev zu bringcn, so daß in H nkunft bei normalem Bcdars von eu:.: O.gänzung dcr Jnlandsproduttion durch t uschüh '. awg dem AnSlmd wird abgesehen «erdc» könne». Insgesamt .rag die Anlieferung an dre Süßstofsmonopolyerwaltung . d« Monäie Jänner bis September d. I.. auf reinen Süßstoff aereebriet, 49.278 kg hn Estßwerte von rund 24,(00000 kg Zucker! ES enfiplubt dies bciiäasig dem derzeitigen normalen Zuckerbedatj von v cr Monaten. Der erzeugte Süßstoff wird in einzelncN Monaten als E'satz des Zuckers durch d e Zuckerviirichl »ßstellen, im übrigen durch die Landesregierungen, an Konsumentcnorganr» 'ativnen usw. als Zaöuire zam Mucker, endlich wie schon 'rüber au die Kaff ebänser, Kracherlerreuger und andere Gcwerdedttliedq wfäy&Wf Auch bre Mychtteu pr^dm