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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-07 · Heft 642 (7.11.1920) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 642 (7.11.1920)
Date
1920-11-07
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Sonntag Wreiter MorgeriZettung ^lrane und Gklmligscit. Beide fanden ciiißctR wärme Nntrkennung :Eme florcnbc Dutte. Fräulein Ewald, VLiübte in ben Pauscn Uttfug mit der Laute. _' vr. K. M. Wanderbühne (KonzertbaNSgebände, Akadem'rtlleaterV SvnNtaa den 7. d. M. um 9 Nlir MichmUtags» Montag den 8. d. M. um 7 Uhr abend? smci Gast'Ptelvötstellmig n:r »Doppel s e l b st m o r d", Bau rnposir m dre^ Akten von L. An engruber. E.mäßigte Karten an der Tages« tm* Abendkasse. „Die jüdische Witwe", eine biblische Komsdft von Ocwg Kaiser, soll demnächst am HeUmer Deutschen Tkitaker zur Uraufii'chrung gelangkn. , Ein Theaterfbanda! bei der Premiere von Kaisers „Europa*. Tie Erstunnührung von Geoig Kail er? »Ewova" im Berliner G r o st « n Schauspielh a u s löste siitriinscke Kuiidgrbniu'cn für und gcgcn dm Dickt t aus. der w aen der bclanNon peinlichen Affäre in Untmuckunashaft sitzt. Das Suict des Stücks tft — wie äus Bei i m tele grapb fck b-richtet wnd — die mwhoiogisckie Söge von En'vva Vvck dm St^r. Die A'. licht Kail rs war es. e>n Lustincl im Stil des Ost Mach L brnios zu schreiben, dessen Grundlage Der Gmenscitz zwischen dem verckeblen und dem svö tuchen Go t scm sollte Der 2L,tz ker-Durchsührung ist aber so germö. daß das Publikum vor Lanstweite in 'Aiittegung geltet. Es winden Aeußerunaen des Bußiallens lant. die ück aber gegen das Stück, mckt gegen den Autor richteten. D e Anlränger Krrsers ntittoo»tctcr. ml einer Demonstration tiir den Dichte,, d ffen ftre lgssung sie forderten. Es kam schlteltlick zu einer argen Prügelei. Sport. Dle heutigen Fuß-allwettspivle. Mit Rücksicht aus den heute in Budapest züt Austragung gelangenden Ländcrweitkampf Oesterreich—Ungarn stehen heute nur zwei Meisterschastsuub einige Freundschaftsspiele auf dem Programm. Das wichtigste Tressen ist jenes zwischen Ha ko ah und Hertha tu Favoriten. Dre Hertha hält in der'ersten Klasse den Rekord an uirentschiedenen Spieler^ Von sechs ausgetragenen Wettspielen endeten fünf mit einer Punktctcilung, das sechste, jenes gegen Amateure, ging verloren. Aus eigenem Spielselde lo.nrten die Favo-citeuer heuer noch nicht bcz'.vungen werden. Ausgezeichnet ist ihre Hintermannschaft, in der der Tormann Ostncek hervorürgt. Im Angriss sind die Flügelsrürmer Richter und Neuhvld die Hauptstützen. Die Hakoah tritt in derselben Aufstellung wie gegen Len D. F.C., mit Kohn als linkem Läufer, an. Die Mannschaft wird mit grösster Aulopferung kämpfen müssen, we»m sie die beiden Punkte hermbringeu will. . . Das zivcite Meisterschaftsspiel kommt in Floridsdorf zwischen RudolfShirgel und Ad m t r a zur Austragung. AUf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen Muß mau den RUdo'.fZhüglsrn dw größeren Chancen einräumen, doch könnte Ädmira auf seinem eigenen Spielfeld eventuell eure Ueberraschung bringen. . Im Prater finden zwei Freundschaftsspiele statt. Die A ma teure, ber denen Popovlch und Fuchs fehlen, treten den W. A. F. an und der W.A.C. sprelt gegen Wacker. Diebeiderseitigen Meisterschastsspiele^ endeten mit knappen Siegen des W. A.F., bcziehungsrocisOdeS W.A.C. Es ist sehr leicht möglich, das; morgen nicht nur die Amateure, sondern auch Wacker Revanche nehmen. Rapid spielt in Hütteldorf mit einer kombinierten Mannschaft gegen Red Star, den er trotzdem bezwingen dürfte. In F.vridsdorf m-ssen F.A. C. und Bienna ihre Kräfte;, die Chancen beider Mannschaften sind gleich gut. Der Sim me ringer Sportklub' hat Cri cf et* zu Gaste; die Zweitklassigen werden energischen Widerstand leisten. In der z w e i t e n. Ä l a s se kommt nur ein einziges Meisterschaftsspiel, jenes zwischen Ostmark und O b e r - St. Veit, in der Brigittenau zur Austragung. Ostmark wird sicher gewinnen. Die Meisterschaftsspiele beginnen um halb 3 Uhr, die Freundschaftsspiele um 3 Uhr nachmittags.' Prefssstimmen über den Prager Sieg Lep Hakoah. AÜir gehen nachstehend einige Pressestimmen über den sieg der Hakoah über den Prager Deutschen Fußballklub wieder: »S e l b st w e h r": Das langerwartete Wettspiel zwischen Hakoah urrd D. F. C. war ein klarer, entschiedener Sreg der biau-tveißen Farben, ein Sieg, der der schärferen Intelligenz, Geistesgegenwart und Technik zu verdanken lsk Er wurde aber auch allgemein als ein Sieg des stolzen Gedankens freien jüdischen Bekenntnisses gefühlt gegen die Asfimiiatlon in allen ihren Formen. Und diesen Sieg gewann der moralische Mut, das Bewußtsein, Pioniere der körperlichen Gesundung und Kräftigung eines Volkes zu fein, denen jahrbuiidertelutige Leiden nicht spurlos an seiner Körperrogstitution vorübergcgaugen sind. Allmählich beginnt lich's wieder zu bewegen und zu erstarken, frei in hartem Wett» bewerb mit den Besten der anderen seine Glieder zu regen und seinen körperlichen Mut zu beweisen. Und das hal.cn sie wunderbar getan, die braven Hakoahner aus Wien, und ihre Prager Brüder, die Hagiborauer, streben ihnen kräftig nach. Es war ein ungeheurer Jubel auf dem D. F. C.-Platz, der alten Stätte jüdischer Sport- und Gesellschuftsass'iinilaklv'i, und die freudige Erregung über den Mut. die Geschicklichkeit und den Sieg der Jüciscl nationalen strahlte wahrhaftig nicht nur aus den Augen unserer Gel'nn'.ingsgeno^'en. Es war mancher alte D. F. C.-Anhänger, dem das Herz wärm, wurde, als er sah, wie wacker und erfolgreich sich Juden.schlugen, aber diesmal Juden, die als Juden antraten und allen crmi» semitischen Bemerkungen ihrer Feinde mit der besseren. Leistung und mit dem Sieg antworteten. — Der D. F. (k. wurde vernichtend geschlagen. Mit einer Leichtigkeit siegten dig Hakoahner, die verblüffend war» keinen Moment stand ihr Erfolg in Frage. Wie weit es ein iüdischcr Verein, der sich feiner Aufgabe bewußt ist, bringen kann, Hakoah hat es gezeigt." «MontagsblattauS Böhmen": „Trotz des kalten Wetters Hutten sich gegen 3000 Zuschauer eingefunden, Die Zeugen feines der interessantesten Wettspiele wurden, die in PEtTSEMAU m grosse Auswahl inlJelmitutelali<üchsen letzter Zeit am D. .F. C.-Platz ihre Austragung fanden. Die Mannschaft der Gäste war hstt Heimischen sowohl Morwisch als auch in sportlicher Hinsicht überlegen. Die erste Holste sah den D. F. C. gegen Wind spielend in Verteidinnng. seine .sporadischen Angriffe würden meist von der reckten Seite geführt: Nack der Panse beherrschte Men das Feld. Aus einem Freistoß resultiert'in der 20. Minute durch den Mittelhalf Grünfeld-daS erste Tor. dem innerhalb zweier Miriuten durch. GanSl und Slutzkb weitere Treffer folgten. Lfetzterer erhöht 16 Minuten später durch einen Prachtbollen Sckuß daS Score auf 4:0. Das Pukftkum spendete den guten LMungen der Wiener lebhaften Beifall." „Allst. Sportbtatt", ReickeNberg: ^,Nach län- 'gerer Äeit war wieder einmal ein Wiener Verein in Prast zu Galle, und ungeachtet des eiskalten Wetters und heftigen Windes kamen dennoch gegen 3000 Vcrsotken ankS Bekvetereplateau, um den derzeit an der Spitze der Wiener Meister-, fckaft stehenden Hakoah spielen und einwandfrei siegen .zu sehen. Die Gaste brachten eine in allen Reihen ausgeglichene, technisch vorzüglickre Mannschaft niii. in der sich einige stlutsunge Spieler von ausgesprochenem Fußballcrtalent befinden. Feder einzelne von ihnen war mit Lust und Liebe bei der Sache und van dem unbeugsamen Willen durchdrungen, den Ruf, der ibnen varanging, in Ehren zu rechtfertigen. Und «dies gelang ibnen a.utft vollends. Gestützt auf einige alte, kampferprobte Spieler, stellten die Hakäahner' in ihre Mäunschcht mehrere junge Leute ein. die ihren älteren Kollegen, wie ste es hier bewiesen, rächt mehr nachllehen. So die baiden Flilgel-- stürmer Kay und Häusler, die sich bei ibrem Prager Debüt in bestem Lichte zeigten^ Besonders der erstere vollbrachte «»ine bockklassig« Leistung. Auch Slutzkn. Linksiuuen, von GanSl ti^fflich unterstützt, ragte..durch seine ülvrlegene Rulle und Schußnckerheit hervor. Die DecknngLreihe ist ausgeglichen, versteht sich geschickt zu vostreren und arbeitet sowohl für die Verteidigung als auch für den Angriff'gleich verläßirch. D.ie beiden Verteidiger Cckieuer und Trümer enttäuschten ein wenig. Halpern bestätigte seinen guten Ruft" Österreich—Mgsrtti Hegte nachmii'-ags findet in Budapest dir 47. Länderlvcttk'imvs Ocstcrrcich gegen NttgUN stätt. Bon den i6 bisher zur; )!ii-:ragung gelangten Außwahl'pielcn d r bc-den Maitonakmann» ickafren gnvannen -ir Ungarn 2t. dre Oesterrctcher 1t. 8 Sv etc endeten unentichttdm. Das letzte Zus.immrnt cffm der betten R präscNtat vm mnschastcn fand im Fitilijahr in Wien stakt und nahm mit dem Äe'uft.it 2.2 einen intenischiedenrn Ausgang. Das östcirnchis.lic T-nm. daS heute in Budapest antritt, kann wohl nicht als das beste bcsttchnck werden, das der Bet band Moment m stellen kann, aber es dü.flc stark genng sein, um dir d eemal bunt m'ammeiigcwüifelten Mannschaft der Ungarn t.ti'ti ebenbürtig»« Gegner adzugcbcn. Dcm ho>'ä»dischrn Schiedsrichter Grovkhost werden stch auf dem Ä. T. K.-Platze lolgende Mann chaitcn stellen: O c st e r \ eck estk Pacilla: Povovich'. Blum:;Mictsch. Neu» banrr. Fuchs; Eckl. Swaivich. Kuthan. Baner, Wond>ak. , - U n g a r ne Zsaksl Bogl lft Bog! Itt; KmeSz- Szabö, Blum; Tho h. Sckaller. .NlkoIsbu ger. Molnar, Braun. - V , Biellc.cht Mngt es tfer 8'ter><:chischkü'-Mannscküst endlich wieder einmal, die,Ungarn ,m eigenen Lande Lu bczwingeu. Die Aussichttn stnd recht günstig. ' t Mannschaftsmeisterschaft von Wien im Mngen. Heute gel ingt d e achte stunde. der Mannicha tsmeisterichaft ^UBachlehneis.HaallolÄ Aren, XVI.£>iiaflinftctfliaße 208, zur; AMiagickg. D.t H a k o a h, vir - m der -Tabelle an - dritter .Stelle steljl, hat -heute, emrn schwetm Kampf gegen Heran z»t bestehen. Falls es hr gckingk. Stegrr zu blcibcrr. so kommt ste^ dünn mit G e rnt a n i a und E > ch e m di;, engere Entsche düng. Die Hakoah. threr schweren Aufgabe bewutzt. hat für. kirlen..Kampf rntWecheyd gerüstet. SS fteten folgende Ringer'dcr. Hakoah an: Federgewicht: R e i ch m a n n iHiibschs: Letcht--, oewicht: K o h o n sBalaz?); M tiekgcw.cht A: Teichn e r: Mmclguv cht 8: D e u t i ck und im Schwcig iv cht: B u ch--. w a l d (Bergers Außerd.m finden noch solgendr Kämp'e statt; A.u st r r a-O, st m ä r.ft Ger man t.a—S > m m e r t » g und E i che- C he. r.u ö f er. — Beginn der Konkurrenzen um 10 Uhr oyimiftags. , / Sch^edsrichterumbesetzung. Da Schiedsuchter See? mann abgcsogl M., wird d ttz . d U'ige Me steUckastesp'ul Hakoah —Hcr ha aller'Wahuchemltchkett nach von Henn Schöncckcr grienet weid.n. " " .Der Hertha-Gportptatz »(efind t fich im X B zirk. Gelle.ü'latz, und ist mit den StiaßenbahnlMlcn b?, 6 und 15.zu ei reich«n. Frieda fmtschocho slowakischen FntzbaLsport. Fn den am 30 '^k:od:r ri Äackig stattgesilucencu Einigungsvcihaudlung'n mit den .Tsch'chen wurde» d e Vo beicitunocu ber Satzmi. k'i de ktint igen Lt.mtSverbandeä erörtert Unter anderem wmde auch de F-ctge rer lcbenviämck ch br^nu UiH \icrte«. Spieler fr§ CcSiy Sven lchatiferlt unb lcstgeiegt. tah tis zur nicoülugcn R''gckitng der A.rhältmsft fc-n Mitglied dcö Ce.'kv Svaz gegen cn>'Mattnschaik mtttetm darf, m cer euer d t l.beno äwl ch di-kquolifick-'r cu' tschcchlsck'N ^viel-r 'piel-.u sollte (Sä-ntliche t'lhecktscken' Sv cl.'r, die .ln orttlschen Männ'cka teil tätig waren!) Dies m Elandptintt f! im in en auch br;Be>tetrr des Dcut ch' böhmiicken Fnüb.illoetbandcs bei.'Du: Beihandlmigett wcrd.n am 13. d. M. in Piüg ckoitgetctzt. . Der Prager D. F. C. sp^csthcütc nach fahrclanger Bure zum eistcn Male w eder gegen d n t chechi'chen Mciftcr A. C Svaua. Deel M'atum'no-.sf n ist gteckzcttig das trstc zwicken eui m deubchutund einem ti'ch chichcn Berckn .tc,t dem Fr rdn'Lschlusse unter -den vcuchiedcn n nztioiial n Spor oe.- 'bänden cer Ttcuccho-Sirnvake'. Da der D. F (& icme tschechischen Sviclcr, w e K'.ickiüi'a. Fclier. nsw. mckt a ifstcklen dais, fit; htöt ei L istäiluu'g.en -aüö B 'fein est lCchlollcr? und Böten an. Es ist m r tiiicm ucheren Sieg« ber Sparta zu rechnen.' .Hakoah-^Napid. Dieses für den Ausgang'der Herbstfeiete rer 'Meftlnckl nst chistcklaggebei^e Wettspiel w.cd vorn Schi'ck'öt'ch.cr Relfchnry geietiet werecn. neues Klütlrheim der HastonO. Svoriklnb Hakoab. der delaf-Nti-.-li t at einiger Z ' k a ttatiyim Fadustit llc»- C'itö lwt, hm i\t Sou' na ulo'ck im u?,it ,t item gcmitiltch.'N 'Wut beim imtacftnircV fr?fc>i (£■ i5'fiuu!0 kitte ab^noS nach dem Fu b cklweti'P rl stanstud t L w M v 7 November 1920 mtrm -V A^ralnische Offiziers als Betrüger. Dle Angeklagten zü Kerkerstrafe« verurteikt. Der gestrige VerhandlüngStag war von dey der Verteidiger ausgcfüllt. : . Das Urteil... , - Der Schöffensenat. erschien, um 8 Uhr nachmittags, im Saale und ber Vorsitzende SLGN'. Dr.. Nam sauer ver» kündete uinter großer Spannung des Auditoriums dar' .Urteil. ' Alle Beschuldigten . wurden im Sinne der AEag« schulldig erkannt und Anatol von Falejow sowie' Max Wachs zu je fünf Jahren, Ernestine Hofer.^Antcm -Skrabal, Heinrich Kastcnhofer und Eugen Basilewifsch zu je vier Jahren. Michael Magids und Srogmund Spatz zu je d-vei Jahren, Oberst Nikifo-r Dlawatny. zu zwei Jahren schweren iKerterS verurteilt. Gegen Genercck von Falejmv, Oberst Bläwatny» Eugen Basilewitsch, Siegmun^ Sipatz, Max Wachs' tnib Michael Magids würde auch die Landesberweifnng nach vce^ büßter Strafe ausgesprochen. \ Die Angeklagten nahmen das Nrtevl ruhig entgegen» Mit Ausnahme des Heinrich Kgftenhofer, der sich Bedenkzeit vorbch-ielt, meldetew die übrigen Airgeftagten durch ihre Verteidiger die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung gegen das Strafausmaß an.! BANKHAUS M. ROHÄTYN Wien, I., Maria Theresiqtistrasse 10 , Telephon 20-3-63 m Der Volkswirt. Eine Krone -- 1.85 Centimes Geld. « . . -' < .Genen, tioueite. m. Zürich.:. i . die österreichtschc Lfione . . . . 185 ( 1.85 am 6. November) dir österr. gestempelte Kröne . . 145 ( 1.45 im 5 November) ■feie tschechische Krone . . 6 95 6.90 im 5 November) die Mark .... . . . . . . . . 7.90. 7 87‘/» am 5. November) Ägram . . . . ... . . —.— am 5/November) iBuka'.est-. 9.95 995 am 5 -November). 'Budapest ... » . « . l.Ö2‘/a ( 1.25 am 5 Nov mber) War.chau. ....... 1.15 ( 1.60 am 5. Novembe^ Anzeichen Wirtschaftlicher Depression in Amerika.. In der New-Dorker „Zeit" schreibt E. Ornelt schenko tin'er dein oben angesü'ir.eii Tckel: Amerika durchlebt -jetzt nicht eine Zeit kommerzieller Krise, das he^ßt eines jähen'Zusammenbruches feines Wirtfchastsaus.baues. Es g'bt leine, Massen bankrotte, keine Börsenpan ken, keine Brtrie'.se-instellungen in größerem Maße, Jeine schnell awraöhsende- Ä.bei.sloiLg^elt, Mnd'-es fthlt «uch eure R^ihe anderer. Erscheinungen', welche gewöhnlich tm Gefolge - einer Krise auftrelen. Dagegen ist ein unaufhörliche3 Abflauen und Stillerwerden - der Handelstätig'eij im Lande zu bemerken. Das Tempo des Wirtschastslö'tzn) wird langsamer. Eine Ne'he vö« Ersehe'nungen tritt auf,, welche die Anzeichen wirtz-.chasv» licher Depression darstetten. - s Eines die,ec Auzeichm ist' die Gelb teuerung, welche übera.l zu merken ist. Seit den letzten drei. Monaten werden in New-Zork für Geld auf kurze Frist, da; j ei er eit zurüekge fo . derL werden kann, 7 Prozent bezahlt und für Darlehen auf längere Frist ist der Prozentsatz noch höher. Man muß bis - zw. den traurigen Zeiten der Panik des-Iah res 1907 xurückgehen, um .eine-Analogie, zu .diesen hohen Zinssätzen zu finden. Die Geldieuerung, - welche einer Geldkrise ähnelt, ruft a.lein schon eine Schwächung des Handels, hervor. . Das Fallen der , Bör s e n k uck s e .ist ein zwei e; Monlent, welches für die jetzige Lage charakteristisch ist. Dieses Sinken der Kurse an der Newi- Uorker Börse hält mit. kleinen Unterbrechungen seit Mai 1919 an. In der Zeit vom 31. Dezember 1919 bis 10. Sepiember 1920 ist der Kurs der 25 wiche tigsten Jndustrirattien um mehr als' 20 Prozent ge-' funken. D!e Eisenüahnakiien sind aus dieser Konstiv tierung a'.t-?'uschal:eu, weil auf sid weniger die allgen.e'.ne Lage als die für sie günstige Politik der Bundes eserung' und des Kongresses gewi.'kt hat. Der n'eßrck e S^aud der Börsenkurse, dient in gewissem Maße. als Garantie gegen eine Krise:' Bei dem heutigenn'ed .i^u Knrs ist eine große Bö.senimnik nicht Wahr-, scheittlich', welche' gewöhnlich mit den Beginn einer. Krise verbunden ist.. y Nach der Meinung amerikanischer Beobachler ist die Bö.so gewöhnttch dein Handelsmarkt um einige Mofa e in der Er'assung der Wirtschaftslage voraus. Die Schwächung ter Börse zu Anfang des Jahres har sich nun langsam auf den Handelsmarkt über« tragen. Es mußte eine kchewisse Zeit vergehen, nach!« MM., S) lierreu^elzeu zu enorm billigen Frcised ■ -—‘41

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