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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-07 · Heft 642 (7.11.1920) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 642 (7.11.1920)
Date
1920-11-07
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 642 Wien.» Sormtaq dienet' MorgerrsertMA 7. November 1920" mm Die EyEhrvW. 1 Der Marktbericht. 1 Das Angebot war gestern aus fceit Märken. Ni.i-Uch. auch die — ..*t--...— G Menge _ _ .. _ . , _ sischm reichlich verleben. Der Ab^a^ gestal'ele sich \nfc4ne Preisermäßigung aut K eo bis 6S liic S recht Ü und Seelachs etwas besser. doch blieb noch' immer ein großer Dil der Ware »nverlarift. Auf den Grün Warenmärkten Wen sich die fuhren a" Gärtni'rgcmü'e wohl gebessert, doch sind Kraut und Niiben im Angebot vo: herrschend. Kamusreie Kartoffeln gab es rv mehr-als genügender Menge. Dir Preise /habe» lewe Ambe- MNg. erfahren. . . , LebörrsrrnLtslobgabe des American Joint Distribution Committee. An die bei der Abteilung W err des American Joint Distribution Committee im Bezüge der tortlaulendrn Unterstützung stehenden Personen gelangen in-- der Zeit vom 8. bis einichlreßlich 19. d. M. gegen iHldtrcnnUng, des A b l 6) n 1111 § X des neuen.Lll cnZniirketbcziigsbloas nackstrhende Lebensmittel zur vnmlgeltlichen Ausgabe -.'Mehl: kg per Kops, jedoch mchl mehr als I*/3 kg tür eine Familie. Reis laut nachstehendem Schlüssel: Emzelperionen 1li kg. Familien mit 2 bis 3 Personen der große, Künstle?, well er sich seiner kindlichen, orientalbscheu Naivität nicht begab und toetl er sich ihrer nicht I! bewußt wurde, weil sie iit ihrer unergründlichen Tiefeihm 'nicht Spiel, nicht Kunstgriff, nicht vielfarbiger exotischer Märchenmantel wurde, sondern immer Ausdruck eines orientalr- - schon Gemüts innerlicher' Lebensanschauung blieb: Noch immer graubioses Rudiment eines hingebungsvollen UrtrirLes, den bas Eindringen okZidentalen Geistes wohl berühren, nicht aber fälschen, - nicht entwurzeln konnte. Rabindrauath Tagove ist nicht , mehr der einzige Künder des miedererwachenderr, wieder wachen Ostens, er ist aber der bedeutendste, von dem wir wissen. -Wir grüßen ehrfurchtsvoll feine K u-rr st. Wen» esfich um seine endgültige Einstellung zu den Realitäten des. Erwachens handelt, wollen wir eus seine folgenden Schriften warten,'in dene^ er sich entschied Ln haben wird. Tagöre ist ein Weiser, aber Mer, der noch sucht, der sich noch nicht entschieden hat für oder gegen, der noch versucht, für und gegen zu sein. Darum erwarten wir, die wir an unsere Mutter Asien glauben, mit ungeduldig« Ehrfurcht das endgültige Manifest des Meisters. /. . Eugen H o e f l i ch. trefflich wilder Lola U r b a «« K « e i d i« g e r, die mit das Budapcster Modell in rm SchnitzlnscheS Wim« Vorstadt .find umsörmte. Mit den Hauptdarsteller» dankte Franz Moluasr für dm stürmischen Beifall. 0. A,\ für eine Familie. Die Abgabe erfolgt: An Personen-, deren LebcnSmirtctbe ngsdlvck mit der Bezricliiirmg klo 2 ver'ehen ist, Montag dm 8. d.' M.. vi 2 DicnÄrrg ken S. d. M., 2 Miuwoch den 10. d. M. vo 2 Donnerstag den 11. d. M. Vr 8 Freitag den 121 d. M.. Mo 1 Montag den 15. d M, v! 1 DienStag den 16., Mi 1 Miitwvch den r?. d M., 0o 1 Donnerstag dm 18.. Fr 1 Freitag den 19. d. M. Die,Ausgabe findet m der Lebmsmittclseftion, tll., Eüevlatz 3, statt. Die FaitungStage sow e die für die irüberrn Fassungen brzeichnete Stunde müssen gmauestenZ eingehaltm weiden. l OelauSgabe. Vom 7. bis 13. d.-M. werden bei den städtischen Margauneabaabestelftn per Perlon' 12 dkg SD et zum vifife von K in.84 ausgrarben. Oigcmrsterte Verbraucher er-- halten 12 6kZ Margarine znm Preise von kl 1140. 1; Kartoffelgriesj füc SRindeftbeMittelte. Besitzer von rofafarbigrn Ernkauffche'nei: für Woblfahrsfleisch erhallen per Person '/, kg Kartoffelgiieß zum Preise von K 2.20 in den Geschäften der Gioßichlcichtercr an folgenden Tagen: Morriag für A bis F. Miitwoch |ör G h,s K, Freitag für L biS R und Dienstag für L bis 3. , - , , . KoAsumverarrr vvtt BankangesteMe« in Wien. Die. Abgade Nichtrayonierter Waren ist an keinen best mmterr Einklmfstag.gebunden. Freitag dcn 12.- d. M. bleiben sämrlrche Abteilungen geschloffen. S ck.o t t e n v a ß e t 10: Monrag Gruppe 1, Dienstag Gruppe. 2.. Mittwoch' Gruppe 3, Donnerstag Gruppe 4., Freitag geschlossen, Samstag- Gruppe 5. 'FrmttieliL Äkargarine, Bohnen, Ma-sgueß, Reis, Eier, Memiffe? konseM^r, ,.r>Mde MrrMl», ödne.- Markeü/1 Salz, Mohch Für. Kinder:' Ktndkxnährmehl Infaniina,-< H,ygmmar--"v'Ho 1zo b t e i l u n g: Anwersulkgeu für den Bezug von Brennholz m «nierer Kanzler, Lf Schottendaftei 6,11 Stock (8 bis i llhr und 3 bis 5 Uhr). . : __J_. . LiierOtmtU^WiffeWhW.' Ern Roman eines DLchLLrs.. ' . Don Nabindranath Tqgore ist ein Römmr orschiem-u: „Das Heim und die Welt".!Zjei Kurt Wolfs, Verlag, München.) Dieser Roman ist aber kein Roman, sondern eia Gedicht, ein wunderbares, bevMfchendes Gedicht, das die drei handelnden Perjonen auf Tagebuchblättern erzählen; vnd dennoch fe^n dem Buch.nicht die: Kriterien des Romans. Dio Handlung stellt den Leser in die Zeit d« Swadeschi- Bewegung Indiens ein, der wirtschaftlichen Bewegung Indiens .gegen England. Sie ist die Basis,, auf der drei indische Menschen sich hier bewegen. Nicht um des politischen Geha.'ts willen ist di. s.-r erste Roman des großen Menschen und gleich großen Dichters Tagore zu lesen, sondern in erster..Linie der wunderbaren Sprache willen, deren Pracht wir selbst aus der deutschen Ueberletzung ahnen müssen, die ja nicht aus dem bengalischen Urtext, sondern ans der (voneinem Inder gemachten) englischen Uebersetzung'-») schöpfte ... Wenn auch dieser Dichter heute in Mode ist, wenn er auch in Europa in einem Maße gelesen wird, der ihn als Schnieichler dos Geschmacks einer sicherlich nicht künstlerischen oder auch nur ehrlichen Zeit verdächtigen - könnte, ist nicht allein die Exotik des Mannes, nicht allein bas Faszinierende seiner Sprache die Ursache dies« ansonsteir verdächtigen Beliebtheit. In diesem Falle, so scheint es wir wenigstens, hat der allgemeine Leserinstinkt endlich einmal einen wirklichen Dichter'gesunden, der ihm nicht mit Schiller und Goethe zugleich eingetrichtert wurde.. Hi« ist eiu Dichter, einer, mit dessen Politik man einverstanden sein kann oder auch nicht, der aber stets Dichter bleibt und ein Mensch, dem die unbedingte Sittlichkeit gent r'ales Problem des Lebens bleibt, selbst wenn er sich in Augenblicken gegen den Patriotismus entscheiden muß. Es fei betont: in Augenblicken. Wahrhafter Patriotismus, wahrhafte Verbundenheit mit dem Lande aber ist ein über Augenblicke hinausreichendes Gefühl, das leicht Lu seiner Absolutheit dazu kommen kann, Träger anscheinend hochpatrwtischer Bewegungen^ wie den Sandip dieses Romans, aus ihrer Pose zu stürzen und sie hinzuftellen als das,, was sie wirklich sind, als eitle Menschen, die sich klammern an die ÄeußerlLchkejten patriotischer Haltung, Bastarde aus dem Orient und einer levantinischen Attitüde... „Das Heim und die Wel^ ist noch nicht das große Lied von der ErweÄung deS Ostens, eS ist erst ein Auftakt, aber ein großartiger, wahrhafter und künstlerisch bedeutender, trotz «aiv-primitioer Darstellung, oder eben deshalb. Tagore ist *) Bei Marmillau & Cie, London, 1919 ' Literarische Neuigkeiten aus Moskau. In Moskau hat sich, wie „Die jüdische Wrlt* m Kopenhagen berichtet, in der letzten Zeit eine Reihe jüdischer Schriftsteller ansaiffg gemacht, welche eine intensive literarische Tätigkeit' entfaltet. Die TZcitschrift ^Knliur nnd Bildung" hat wieder zu erscheinen begonnen; die Leitung haben 8 t twakow, D. T s ch a r n h und D o b r u s Ä i n mne. Eine Reihe von Werken der Weltliteratur wird r«S Jiddische übrrsctzt, darunter Lessings „Raihan" (von D. Tscharrtz), Gogols »Tote Seelen* (von F. H.rfchkorn), eine Anthologie deutscher Dichter (durch D. Hossicin), Tlmirjasrws populäre ^Darwinistische Theorie" ü. a. nt. Baal - M a ch s ch u weS schreibt em Wfrk über Tolstoi, R i st o r gibt ein Geschrchtenbuch heraus, D o b r «3 jchrn literarische Stlhourtte«. Dis „Weltbühne", der SchaubühneXVI. Jahr, Wochenschrift für Polrtrk. Kunst, Wirtschaft, hetaüSaegedrn von Siegieied Jacob'vhn, enthält in der Nummer 45: .Das kleine Wclitheaker", „Llndrnhos und Baliikum* von Heinrich Strödel, »Der neue Kriea" von einem Kommunisten und Ignaz Wrobel, »Dre Idee res Ueberkonfesflonellen^ von Kurt Walter Goldschmwt, ^Anmalisnot" von Hugo Grotius. .Soualiüerung" von W.lhelin Rose, .Do,sch, Pallcnberg und Urfanst" von S. I, WeUen-Kmo von Tdeobald Tiger. ^Schloß Suy^ von Robert Walser, »Tolstoi* von Siegfried v. Vcgeiack.. Rundicli.aa von Danzer und. Polgar. Antworten. -- Die »Weltbülme* erscheint wöchentlich und kostet 2 Mark dw Nummer, 24 Mark vierteljährlich. Probenumm'rn kostenfrei durch alle. Buchhandlungen und Postänstaltrn sowie durch den Verlag der »Wrtibühue", Eharlotleuburg, Dernbmgstraße 25. Am 181 November 6 Uhr abends ist der den das Veranstaltungskoigltee des Jüdischen National - Fonds. zur Unterstützung des lOO-Millionen-Fonds kür Landkaufe des J- N. F. in Palästina ln den Sofiensälen, 111-, Harnrg. 17 veranstaltet Karten 50 Kronen " Oesellsch^ftstoilette Im Bureau des I. N. F., II.. Zirkusgasse 3, Im Palisti' a-Amt, Bauernmarkt 24, bei R. Löwit, I.,Rotentarmstias8e u. bei der„Wr. Morgenitg.“!':: BÄhKe rmd Kunst. Renalffmree-Bühne. •, Iran.; MolnarS Spiel »D e r T e«f 11" wird nicht so bald von dm Brettern verschwinden und war auch gestern* eine sehr erfreuliche Wiederbegegnung. Zwischen diesen glitzernde», an« mntig-geistvollerr» ein.wenig Herausgeputz'en Dialogen des CauseurS läßt sich nämlich die Stimme eines wirtlichen Dichters vernehmen, dazu eines veiantwörtungSvollen und mit der köstlichen Gabe reicher Phantasie zür Welt gekommenen. Den mondänen Mephisio mi drm ErnglaS im Auge spielt Harry Waiden mit Ucbkrlegenheit. ES ist erquicklich, wie er ohne alle Dämonie mit liebenswürdiger Eleganz die bösen Wahrheiten ausblitzen läßt. Man freut ' sich, daß chm diesmal kein einziges Mätzchen vntcrlief. So konnte auch seine Indisposition den großen, veidienten Erfolg nicht tchmälern. Die Vorstellung, welcher der Dichter beiwohnte, war sorgiältrg vorbereitet und stand auch sonst aus ansehnlicher Höhe. MaricttaW eb er war, insbesondere im zweiten Akt. überraschend gut, Hanns Schindler, em neuer Mann, von schätzenswerter Schtichrheit, weiß gut zu sprechen, vnd Lotte K i.e i n hat herbe Eigenart, steht sich aber vorläufig noch selbst im Wege. Bor- Dle nächsten ReuaMRhrmrge» in den StaaM i . Lheater«. . . WH Fm Burgtheater ist die Erstaufführung von Vernarb Shaws Kriegskomodre a n s Herzens t v d^ 5 Ih* Dienstaa den 16. d. M. angesetzl. Am 19. d. M. iolqt nett; e-nstudiert t u G l ä S W a s s e r" von Scrrbe. am/2v. d.M *D i e 8 irae* von Wrldgans, mit Herrn Sckvlt in der frühyxvon Korff. gespielten Rolle. Wridgans' a i n" ist als eine der ersten Novitäten nach Neujahr geplant. 1 In der Staatsover wird die neue Over ^D i « t ö 11;© t a d i* von Korngvld vorbereitet, deren Erstaufführung in der ersten Hallte deS Te ember stattfinden soll. I» diese» Monat werden auch d e Opern KorngoldS i o l a n t a" mü>. „D e r R r» g d eS P o l y kr a t e»" m de» Sprelplan ausgenommen. ' ' Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen, Montag, z» besoridrren Preisen »Hamlet* zur Aufführung. Ansanst V.7 Uhr. " In der Staats oder wird morgen. Montag, z» besonderen Preisen off f m an ns Erzähl« » g e» gegegebcn. Anfang V»7 Uhr. -:f£ ImDeutschen Bolkstheater beginnt heut«. Sonntag, die Xbrndvoistellunä von S,l Boras Komödie »M derLiebespielen^erstumllUhr. In der B o l k § t b e c beendet DienStag bt» 9. d. W Sigismondo S a l e S ch \ als Rigolet» sein Wiener Gastipickj — Mittwoch' den 1,0. b. M. wird rm Rahme» der KrnderhilsSs Woche der SovistT' ok krisnds „D i e S t e b e t m o uQC*! geben; der zweite Akt bringt eine Kanzel teinlage deS Äcir.etfci, mristerS Fritz B anner und Ballrtteinlagrn. — Am 13. d. MH cht nach vreljahrrger Pause nerreirrstudierb DonizeitiS »Ditz e g r m e n t s t ö ch t c r* in Szene» — Die Proben^-» Felw ~ ' i u §* find nt vollem Gange. —= Am t,„.. Weingaitners enes. „ „ ... - 15. d. M. eröffnet Kamme,sänacr Karl B raun vom dlotropolitan Opsra 6ouss m New-Nork cm mehr abendliches Gaff* sp.el. — D-reklor Weingartner wird als erste Vorstellung! ' am 17. d. M. dm »FlieaendenHollLnd er* gieren; am 19. d. M. leitet D rektor Weingartner eine AuffLbrvntz. von ff.D r e M ei st e r si n g e r v o n Nür »b er,g*. m . der Artur Fleischer nach einem mehrmonatigen Urlaub zum erste« Male wieder auitritt. In der Neue« W i e n e r B ü h «e geht Montag bftsj 8. d. M., kn Aenderung des Revelw'es wegen Unpäßlichkeit «ine^ Hauptdarstellers, ,an Stelle von »E i f e r f tt d, t* »D o kt o v Stieglitz* in Szene. — D>enstäg wird t f e t f » di i*i Mittwoch züm ersten Male „t h e r b s e R a q »i u*, mU Id» R o 1 a » d als Gast, gegeben. Ä «erde» h e « t tz! .Der Deiiches- Fm Jose f st 8 d t e r-T h e a t e r Sonntag, nachmittags V-8 Ubr, die Einakter b r u ch* von Friedrich M. Metz und ,D a S P o st a m t* 'vow- Rnbrndranarh TMvro. zum ersten Male getzeben.. Die. berdw Stücke wurden von Egon Brecher einstudiert. Zum Schluffe wird) die Groteske ,Der gemüllrche Kommisjar* vom Georges Courtclme gegeben. . H a n s i Niese spielt -nur noch an drei Abenden am - Wiener Stadt thealer vor ihr?m Berliner Gastspiels Mttwock verabschiedet fich d e Künstlerin für einige Monate vor Wien. Sie spielt die Tiielr olle m dem historttchen Luflsp" .L i f 11 o 11’ von d tx- P i a l z*, das an dirjem Abende Jubiläum der 25. AuffüWrng feiert. Im M e t r o v o l t h e ater findet h e«t t im Rahm des GastipielzyNus drr Verein,ptm Wiener VolkSbühner, Direktion Hans Sonnenthal. eine Aufführung deS seit länget« tieu in Wim nicht gegederen Volksstückes r e d e S s ü » d r von Josef Wei.kman» statt. Beginn 7 Uhr. . In der R en ai ss a « ce- B üb n e gelangt heute »»« dre folgenden Taae, 7 Uhr abends. MolnarS Spiel ,D de. T e »«t e l*, mit Harry W a l d e n in der Trtelrolle, zut Darj stellung. — Heute, 3 Uhr nachmittags, geht bei rrmaßlst« -Preisen daS Lustspiel „P a p a* in Szene. . / . ' " Eine »Dorr Caslos*-Aufführrmg ohne szenisch^ Streichung. J'm Deutschen Dolksthevker wird' En von Alfred Bernau geleiteten Neuinszenierung v Schillers „Don Carlos" der Versuch gemacht, ganze Gedicht ohne Streichung einer Szene, nur dur Kürzungen des Dialogs in der Dauer eines Thea! abends mit nur einer Pause nach dem dritten Akt spielen. Die Ausnützung der Drehbühne ermöglich die vorherige Aufstellung aller Schauplätze, so daß pausenloses Vorüberziehen der Bilder di« kürzeste Spie^ dauer erzielen läßt. Die szenische Ausstattung hak Professor Strnad, di« kostümliche Franz SchaÜ l uh besorgt. Cs spielen Alfred Bernau den Philipps. Kurt Ehrle den Carlos, Erika Wagner die Königin^, Ferdinand Onno den Posa, Traute Carlsen die Eboli^ Alfred Schreiber den Domingo, Artur Pater den Alba, Viktor Kutschera den Lerma und Aurel Na-ootny de« Großmqrtiiitor. Die Aufführung beginnt - um 5. ltftr und endet um. 10 Uhr. / Expressionistische Täuze. Boris und Katja K a n d i n s k y, Ämaieurtiinzer,' wie rS scheint, nennen ihre Tänze expresfionistische. Mit Unrecht) - denn mit den Prinzipien drr neuen Kunst haben ihre Darbietungen^ dis auf grw.ffe Falbeniusammenstellungen der Kostüme, »ichtss grmr.n. Boris ist Melanchvlikrr mit müden Gebärden, her ditz Passivität des Leidens vuloipert. Katja, die vcffere Tänzerin, hati

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