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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-07 · Heft 642 (7.11.1920) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 642 (7.11.1920)
Date
1920-11-07
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Gelte 8 Men. Sonntag ^ee; er ging zu dem Juden aus Odessa, dem Besitzer de» j»Commk-r;.'<iradieo^ und mietete das LommsrparadieS kür ft« Sukkoth-Tage. Zwei Keine Dachfenster hatte das Para» ft«S schon Kon früher her, also hatte der SchammeS nidjtS fteiicr zu tun. als ein wenig Reisig auszulegen, und bie Laubhütte war fertig. | Die Laubhütte int „Somrnerpacadies" war ein Riesenerfolg. Hinein kamen nicht bloß die Mitglieder der Vereinigung „Ansche-Emeß", sondern alle Juden aus der Nm» gegen-, ncldfce eure Laubhütte für den Kiddusch am Freitag» Morgen suchten. j Im nächsten Jahre überlegte der Jude auS Odessa: >»Dozu brauche ich die Bereinigung „Ansche-Emetz" 9 Ich fterde selbst aus dem Paradies eine Laubhütte machen und jden Gewinn aus dem Feiertagsgeschäft selber einstecken.' j Einige Tage vor Sukkoth heftete der Odessa« Jude M« großes Plakat an fern ,Sommerparafte»"r. j Laubhütte zu vermieten! 25 Cents für einen Kiddusch. Schönste Laubhfilte von Groß-New-York. Billiger nis öberall! f Unb als die Juden aus der ganzen Umgebung das Plakat lasen, erinnerten sw sich, daß Sukkoth-Zeit sei. Sie dachten an ihre Laubhütten in der alten Heimat, in denen sie behaglich gesessen waren, schmackhafte Fische und Fleil-h gegessen und sich zusammen gefreut hatten; und jeder hatte Sehnsucht nach einer LanöhüLie, nach frohen, Hellen Festt «grri. UBiele erinnerten sich ihrer Kinderjahre, als sie dem Vater tzeholfen hatten, eine Laubhütte zu bauen. Seit sie in .Amerika waren, hatten sie keine mehr vor Augen gesehen. And ent ersten Sukkoth-Morgen kam ein Zug von Juden dmS dem ganzen Viertel mit Weinflaschen und Gläsern m die Laubhütte, um Kiddusch zu machen. Das Innere war nicht sehr geräumig, es konnte nicht viel Leute auf einmal fassen; fenb da waren viele Juden, von allen Vereinigungen des Viertels und auch solche, die einfach die Sehnsucht Hertrieb, «rm Sukkoth-Fest in einer Laubhütte zu sitzen. So stellten sie ßich denn mit den Flaschen und den, Bechern in den Händen in einer langen Reihe vor der Laubhütte «m. Der Judo aus Odessa stand bei der Tür und achtete darauf» daß jeder Emtretende ihm den Vierteldollar zahle. ' > Unb so tritt man ein, macht Kiddusch und geht wieder heraus. Länger als eine Minute läßt der Odessaer Jude ftinen in der Laubhütte weilen; denn die anderen war^it. Lnh manchmal, wenn «n Frommer ein wenig langer in der Laubhütte verweilt, da er das Gebet mit Inbrunst spricht, lrevor er Kiddusch macht, ruft der Jude aus Odessa Herein: . »He, Vetter, vorwärts! Die Leute warten!" U »Gleich, gleich." bittet der rrrrnnre Jude, »nur Noch fcfoe Minute!" v .... ... . UeÄcrtrageu von S. .58Cem$etnbe Fst«so«gs für die Chalttttm. , Die Jüdische Preßzentralo Zürich veröffentlicht - das V-lgende, aus Triest datierte Telegramm: Auf Aufforderung Ler Konferenz der italienischen Zionisten, die e u 11 u sie t ist , fibet die Leid en der Chaluzim, welche betdem jetzige« kalten Wetter ohne Obdach und entsprechende.Küche br .Triest sich stauen, traf Generalsekretär Land man am Dä. Oktober in Triest ein und intervenierte bei der Direktion fees' Llohd.. Der zur Inspektion, herbeigerufene Kommissar .versprach vorläufige Besserungen, sowohl waS Obdach als auch Gpeiscwersorgung betrisst. Permanente Besserung ist jedoch lohne gesichertes Budget für die Emigration unmöglich. \ (Es ist sehr bedauerlich, baß für eine gedeihliche Abwicklung der Emigration keinerlei Vorsorge getrofsen wird And die Londoner zionistische Leitung iu» dieser Hinsicht jede Daroie vermissen läßt.) : Sie ftnÄ sich ÜbexM gleich; r ' . Die mischen Ammilanten nämlich, was Würdriosigkeit und iLiisrtrrtnei anlangt. In München wüd jüdischen Eltern vom Deutsch-jüdischen Kameradrndnnd das folgende Dokument z»r Mterschrsii vorgelegt: ' »Beitr: ttSerklärung: Unterzeichneter erllärt sich hiedurch m».t dem Beitritt feines Sohnes ifeinrr Tvchtrr), geb. am. . ..m die Iugendwandergruvpe des Deutsch-jüdischen K^meradenbundes, GeschafiSstelle: München, Goethe-Straße 43/!. einverstanden und v e r s i ch e r t, d i * he« t sch r S: aatSan gehör,gleit schon vor dem 1. A u gu st I S1 4 b es e s se« zu haben. . " Der »deutsch-jüdffche* Gedanke ist offenbar in Gefahrter« on den Wanderfahnen junger Jude» auch ein paar K.nder Vo» Ostjudm lerlarhmen. ■* Vortrag Oberrabbiner Dr. Ehajes. In der morgen. Montaa, um V-7 Uhr abends im Ehibar-^aa! ftatiftnbcnben 12. ordrnU'chen Grnkraloeri'ammlimg des Iüdisch'n Mm'rums wird Herr Obe'rabb ner Dr. C d a j e s rrnen Vortrag »Aut Vorabend der Errichtung des Zweiieu jüdischen Staates" hallen. HeimkehrbeWeaung. Laut Mitteilung der mterteeichrsche» Heimkehrerstelle Triest wird gegen den 8. d. M der Domvfer »Hcffron*, via Gibraltar kommend, erwartet. Die Zahl fett östrrrerchsschen Heimkehrer ift noch mcht bekannt.! * Eine Werbestelle für feie Fremfeenregio« m Boyer«. Aus M ü n ch e n wird gemeldet: Tic VolizeiduekUon Har ene Werb,stelle für die Fremdenlegion in Baye,n entdeckt.. Der Organisator der Werbestelle n't der Kaiman» Schafs er. Luch jem'e Hcl'erßhrifkr sind der Polirei bekannt. * Die Jüdische Tischgesellschaft Alserstratze und Umgebung v eit am 4. d. M. >öw l8. Zuiaarmcntunft ab Den geiellrge»Test bewiate Herr Dr. Ot o Adel e s dmch den selMühtigeu, emdrucksvollen BolNag ermger ferner seetenvolleu Dichtungen, wvtür ihn wo'.mcr Beifall lohnte. Fiäulern Klara Bauer sang nm sä öner Summe und mi.t warmer llkwL»dML sei RrLölküL-Lt» fern Är VHÜ Wienitt? Morge«zeitu«g Hern, B e n e s ch am Klavier geschmackvoll begleiteter Vortrag loste starken Beifall aus. Herr Mendel förderte dre Stimmung dmch bcrfälligst aufgenommene humonstsiche Vorträge. * Dotkrsoersammlung. Die Hllachdmh Hapoel Harair und Zrirn Zion veranstalten am kommenden Dienstag,. 7 Uhr abends, im Bayrischen Hot eine zconist scke Vol'somammlung mit der Tagesordnung: Die gegenwärtige Lage in Palästina und nnsere ArdeltSvstlcht. Redner: Dr. Auerbach, Dr. Lartalower, A. Lrwmfohn und Lipman Lewinfoh«. * Wiener Geth-Hamidrafch (ll.. F-rdinandsstraße S3X In der am 2. d. M. abgedal enen Geueralveriammlung des Bctd- Hamidrasch-Veieines wwden die Hcrrcn Rrkror Dr. A. Schw rrz. Oberrabdmer.Dr. H. P Chajes, Rabbiner Dr D Feuchtwang, Äabbiner Dr. A. Kam'nka, Rechtsanwalt Dr. E.Münz, Ekmund L ö w i und Alors S t i a s n y m den Vorstand gewählt. wuzde ferner eine dm oegenwartigen Berbälinchen entsprechende Andemng der Siatuten beschlosscn. Der JahreSdntrag für neucinirctende Miigliedcr wurde aus K 50, der Gründerbest, ag ans ll 2000 festgesetzt. Anläßlich der Beisammlung ,st dem Verein von Herr« Edmund L ö w i eine Stiftung vo» ll 5000 zugegangen. 9 Ararria. Heute, Sonntag, */*3 Uhr: Vom Strudengau durch die Wachau. — ^/,S Uhr <Klciner CaM: Wilhelm Bwch. em Me-st r deutschen Humors. — V-k» Uhr (Klemer <ShnD: Litecarstchmusikalische Bortmgsrerhr: Erchendorff. — 5 Ubr (Klub'aal) Pro^ Tr. Mar E GanS: Jnd v dualilat. Ich und P.rfonlichkest. — '/,6Ubr lKursiaal) Dr. Richard Korn: Polstik und Moral, l — 7 Uhr (Großer Sar!): Ferdinand Raimund. — 7 Uhr lKleluer Saal): Schummn-Tlio-Adend. — %& Uhr (Akadcm'e-Thcaier^: „Dopvelselbstmv<d". — lk$ Uhr (Kurs'aallPros.Dr. Jo^esKr.jstk: Schachkurs, E öffmlngslehre,VI. — 7 Uhr (Klubsaa!) KompostlionSabend: »Der Par-a". * Nachscha« in StrmdsrihotelS. Am 5. d. M.. abends und am 6. d. M. f nh hat das volizeiliche Si'tcnamt N ichschau in den Stundenhotels des U. Bezirkes vorgenommen. Es wurden vienehn Frauen anpeha'ten, von denen sieben als ge- . s ch l e ch t s k r a n k dem Frauenspitat in Meidlmg übergebe» wurden. * Ern falsches Gerücht. Der als vermisst auSgeqebene Schomer Jehoschuah S u ch m a n n lebt und HÄ aus Jabneel gute Nachrichten gegeben. * Heimkehr' aus Sibirien. Der Zug mit d-en Heimkehrern aus Sibirien traf gestern vormittags in Hütteldorf eist. Mit dem Zuge sind 600 Heimkehrer eingetroffen, darunter viele, die in Nußland geheiratet haben, mit Frau unb Kindern. Nach der Labung wurden die Heimkehrer in das Lag« in der Heinrich Collin-Gasse gebracht. * Perlin ohne Straßenbahst Aus Berlin, 6. d. wird-gemeldet: Die Arbeiter der Berliner städtischen Elektrizitätswerke haben den vom TarifeinigungSomt gefällten Schiedsspruch abgelehnt und sind in den Streik getreten. Me Siratzenbahn verkehrt nicht mehr, das Telephon ist für Privatgespräche gesperrt. * Slr Herbert SamnelS Mutter gestorben. Das Jewish Corr. Bur. meldet aus London: Die Mutter Sir Herbert Samuels.. MrS. Edwin Samuel, ist hier im Alt« von 84 Jahren gestorben. Sie war die Witwe nach Mr. Erwin L. 'Samuel, dem Bruder des ersten Lord Swaythliug und Partner der Firma Samuel, Montagu and Co. * Der neue Präsident vo» Kuba. Aus Paris wird gemeldet:' Mfred H a y a s ist zum Präsidenten -« Republik Kuba gewählt worden. * Unter deutscher Flagge in New-Nork. Aus Washington wird gemeldet: In Rew-Aork ist als erstes die deutsche Flagge führendes Schiff nach dem Kriege der Dampf« »Sophie Rlckmers" . eingetroffen. * Eine seltsame Geschichte. Am L d. M. wurde hier ein Mann verhaftet, der unt« dem Namen „Adalbert Racz" auf der Wieden, Schelleingasse 19, wohnte, in Mrk< lichkeit aber der 36jährige Beamte Otto D e n e S. zu Budapest geboren und dahin zuständig, ist. Der Mann wird von der Budapest« Oberstadthquptmannschaft wegen Veruntreuung dreier Paare Brillantohrgehänge im Werte von 300.000 Kronen steckbrieflich verfolgt. Bei seiner Einvernahme paradierte er mrt einer seltsamen Geschichte. Er Hat die Ohrgehänge zum Perkauf übernommen und hatte in Budapest in einem französischgn Offizier einen Kauf« gefunden. Ehe der Verkauf durchgeführt werden konnte, leien zu ihm ins Hotel Hungcvria zwei, ungarische Offiziere der ungarischen Nationalarmee, angeblich ein Oberleutnant und ein Leutnant, gekommen., Sie hätten mitgeteilt, sie kämen im Aufträge eines'Hauptmannes der Ngtionalarmee und er solle ihnen dje Ohrgehänge ausfolgen, wenn et sich und seiner Familie Verfolgu-ngen. ersparen wolle. Geängjtigt habe er die Ohrgehänge auSgefolgt. Der. Hauptmann habe ihn bann bei Satoralfa-Ujhew üb« die ungarische Grenze geschmuggelt und er sei nach Preßburg gekommen, wo er von einem angeblichen Dr. Baranyai einen falschen Patz bekam,, mit derütz er weiter nach Wien fuhr. DeneS wurde dem Landesgericht eingeliefert. * „Metallnm Golfe" — (mit bei» Regenbogen) dre gut» bewährte Talrhenlamveubatterir. * Die feinste» und pleaanteften Anrüge, Winterröcke Md Ulster kaufen Sre nur bei M a h e r, ll , Tabörstraße 3S. 9 Eis erhalte« auf Wunsch ßöm gratis und franko die grosse Mnstrrkollckuon vom Grossen amertkanttchen Schnellverkau^ im Aestcumarkr, Wien, Vl, Dambockgassc 10. Postkarte genügt! ' * Schnhreparatu'ren erakt, prompt vnd billigst in der Schubrevaraturewabrik System J m e n ( a". VII, W e st b a h nst r a ß e 21. Tel. 88630. Schubh ä n v l e r, B e r e i n e, Institute u s w. Vorzugspreise. « Schutz vor Uebervor'terlrms finden Sie, wenn Sie Ihren Bedarf an Hrrrcngmdelot'en bci der F ima Spitzer & Mark u s, H„ Stepban'estrasse Nr. 1 (nächst Srephamebrücke), decken. 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Barchente» und Flanellen, Weiß- und allen Fuuerwaren der der bekannt brlliaetz Weener Resten - M eff e. VI., Windmühlgaffe gegenüber der Laimgrubenknche, besorgt wird. .Mtz 9 Aidfetsche Klassiker. Bei der ^Hatech'ia^. Bertreckisil jüdsscher Berlaasanllalten,!!.., Czern-ngasse 19, send soeben awtz Ämerika PiacttanSgaven der jiddsschen Klassiker emgetroffc». Si^ umfassen 85 Bände und enthüllen sönitliche Schuften vo« Beidit chew'ky. BraMin, Fri'chmann, Frug. Rel'en. Epeklorz Jehousch, »jeitlin und vielen anderen Klassikern. Näherei heutigen Inserat. 9 Sie sparen viel Geld, schützen Ihre Füße voll Müdigkeit und schonen Ihre Nerven, wenn Sie Salvatovi Gummiabsave rraaen. Die»e bekannt pule Marke ist nun wieder in allerbester Fr-edenSqualirät der der Firma Spirmanu«S H o r o w i tz, Wien. H., Fischergasse 4. erhalcsich^ He, vorragender Maffcnartikel. 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Nächster Senioren konvent Freitag den 13. d. M.. w Uhr^ vormcktags, Vll!., Aunsoergstratze 21. — H e ch a l n r-- o r g a n i s « i i o n : Montag den 8. d. M.. um 3 Ubr nach» mittags, sindet im Lokal des Fürsorgekomriees. U., Zcrkusg-rsi: Nr. 88, tr»e Sitzung. de- W a a d - H e ch ä l ü z statt. >! . Kurse des Jüdischen Frauenbundes. Zionistisch« Sektion, IX.. Liechtemsteinstteatze 11/13. . DrenStag den 9. d. M., 8 Ubr abends, Bibeloortrag in, densschcr Svrache l Esther Nappavort-Mleses). — Mritwoch den 10. d. M., 8 Uhr, Hebräisch srir Anfänger (Dr. Anna $«).! Donnerstag den 11. d. M.. 8 Uhr abends. Jüdssche Ge'chicht^ (Aron Schwettfinger). — Samstag den!3 d.M., 8 Uhr abends,' Hcbrässch Hit Anfänger. Die Kurse werden rn dieser Rechensolge jede Woche abgehalte» werden, Mindestbeitrag ll 10 jährlich. ' Kommunales De« Wiens« Gemeindsrat als Landtag. - Die erste Sitzung am Mittwoch. \ Aul G und des Bur beZver'assun^sgesehes gl'edert ^fich die Vertretung von Niederöste^re^ch in zwei dturien^ in die Kurie Land' und die Kurie Stadt. Der Landtag! vou Ntede^östMtch hat das Gesetz-ebungsrecht in allen Angelegenheiten, die durch die gemeinsame Landes?-! Verfassung für gemeinsam erklärt werden. In den' nicht gcmeiiksamen Angelegenheiten hat jeder der beiden. Landesie'le die S.e lung eines »selbständigen Lader. Es hat.sür- Wie» der Gemeinde rat der Stadt Wien' ' Stellung eines Landtages. Nach dew Bestimmungen des Bersassungsgesetzes, betreffend den Uebergang zur bundesstaatlichsn Verfassung, - über- .nimmt am 10. d.M. der Gemeindrrat der Stadt Wien auch die Funktion des Lairdtags für Wien. Zu den' gemeinsamen Angelegenheiten der Gesetzgebung der ehemals autonomen Laudesverwaltung gehört auch die Verfassung der beiden Landesteile. Der Wiener Gemeinderat wird daher als Landtag für Wien Mittwoch unr Z Uhr zu seiner ersten Sitzung zusammen treten. Als BcratuugSgegenstände wird er auf der Tagesordnung die Verfassung der Bundeshauptstadt Wien und die Gesetzesvorlage über die Schasfung eines Landesgcsetzblaties für Wirn haben. Der Stadtserpat wird um ^3 Uhr zu einer. Sitzung Zusammentreten'. ' Zur Frage de« Neuwahl des Miene« Gemeinderates. Gepaemderat S « « s ch a k bat mit einer am 88. v. M. au de« Bürgermeister gerickketen Anfrage die Erledlguna süneS Antrages aui Neu« a h l d-s-Wiener GememderateS «rgiert imd nun vom Bülgermerster Reumann ' schrcstliche Antwort erhalte», m welcher geiaat wird: »Ihre am 26. Ollober d. I. m Angelegenl"i' Ihres Än rageS wegen Ausiösnng d.S G^meinderalcs und Boruüi,:ue von Neüwablen an mich gestellte Aiisraget bcebre ich wich dabin ,u de.niNvo:ten, daß Ihr Antrag sofor dem Magistrat zur Bnichle,stailung st'-cim>fielt wucde. Ich däbe keinerlei .Imeieste an der Berhm^erung oder Hinausschiebung der meritorsschm Erled gung Ihres Auträges und habe daher den Magistrar angewiesen, sofort nach Abschluß 'brr durch du Bessaffung bedingten Arbeiken seinen Bericht zu erstatten. der sodann dre BrrUUungskZrrrr w t"i,e

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