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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-27 · Heft 632 (27.10.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 632 (27.10.1920)
Date
1920-10-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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eetxe * «dte«. Mmvocy stellen, um die Tomrollen wieder in seinen Besitz zu bringen. Wird es möglich sein, sie den Klauen eines Schiebertums, das vor nichts Halt macht, zu entreißen, bder wird diese Thora (wir hoffen, daß kein anständiger Jude sie erwerben wird) Handelsobjekt bleiben? Viel« leicht bringt dieser Hinweis die Thorarolle dem, dem sie auf Grund des ungeschriebenen Gesetzes der Moral und Anständigkeit gehört, wieder. Adolf Zellinek und hi* jüdische Erzirhuno.*) Nicht minder weitblickend war Wolf Jellinek hin« sichtlich seiner Auffassung der Aufgaben der jüdischen Erziehung, insonderheit der Ziele und Wege des jüdischen Re- LigionSuntsrrichtes. Bekanntlich wurde im Rsligionsunterricht, dem Schmerzenskind der Gemeinde, seü seinem Inkrafttreten unablässig herumgedoktert. Und der Enqueten, Konferenzen. Lehrplanänderungen wollte und will eS noch ßentr kein Ende fein. Bor mir liegt eine Denkschrift über den RellgionSunterrLht, die Jellinek dem Vorstand der Wiener Gemeinde unterbreitete. Vercuüaßt wurde sie' durch die Erfayiuivgrn eines Jahrzehntes, in welchem das Hebräische über das Betreiben radikaler Elemente a-u§ dem öffenllichen Religionsunterricht ganz eliminiert war. Die Frage: Soll d« Heranwachsende jüdische Jugend überhaupt He- Lräisch lernen? wird niemand, meint Jellinek, verneinen, dem eö rrrit der Erhaltung des Judentums und der bewußten Zusammengehörigkeit seiner Bekenner ernst ist. Seit unter dem Hochdruck des Antisemitismus das Gefühl der Zusam- «renFehorigkett wieder erwachte, empfand man auch in weiteren Kreisen, daß es unerläßlich sei, die Schuljugend mit der hebräischen Sprache vertrauter zu machen. Großes Gewicht legt Jellmek auf die Pflege des Gefühls der Zusammengehörigkeit mit dem jüdischen Volk, sowie auf die Belebung und Stärkung des jüdischen Be- «rutztseinS rn der Jugend. ..Wer von der jüdischen Gesamtheit sich fernhält", ruft er aus, „wird allmählich vom Judentum sich entfernen." In solchem Sinne fordert er ganz besonders das Studium der prophetischen Schriften. Er verlangt vonAReligionslehrer, daß er imstande sei, „die Propheten zu individualisieren, zu charakterisieren und zu porträtieren. Der Schüler muß in die Zeit versetzt werden, rn welcher das Pvophetrnrsort mächtig erschallt, er muß xiachsam ihr flammendes Auge sehen, ihre gewaltige Stern- Me hören, ihren Reden mit Pochendem Herzen lauschen..." »Auch wird die prophetische Ethik, welche nicht in das Gewand des Gesetzes gekleidet ist, nicht verfehlen, einen tiefen Eindruck aus die Lebrnsrichtrmg und Lebensführung der her» Mvachfenden Jugend zu machen." Unter den Zielen, die der jüdische ReligiouSunter- Mcht niemals aus dem Auge vertieren darf, betont Jellinek »die Stärkung des jüdischen Ehrgefühls unter der Heranwachsenden Jugend". Wir dürfen füglich dieses jüdische Ehrgefühl als das ansprechen, was wir gemeinhin Nationalgefühl nennen. „Knaben und Mädchen", fügt Jellinek erklärend hinzu, „müssen frühzeitig so erzogen und belehrt werbat, daß sie sich freudig gehoben fühlen, einem Volke, an, zugehören, daß seit Jahrtausenden sich erhalten, durch Glau- LxnStreue, Opfermut und Hingebung an die idealisten Güter sich avsgeimchnrt hat, und eine Religion zu bekennen, welche auf die Veredlung der Menschheit bereits erngewirkt hat pnd der eine große ruhmvolle Zukunft Vorbehalten ist." Such für äußere Faktoren, die die jüdische Erziehung rn A.Leidenschaft ziehen, hat Jellinek eine girre Beobachtung und ein offenes Wort. So sagt er in einem Gutachten: „Die jüdüchen Gemeinden haben gewöhnlich mehr Geld für Mefod.cn ai3 für den Religionsunterricht ihrer Jugend." Sin andermal veranlaßt ihn das prätenziöse Laientum, das sich Ietler £;? zum heutigen Tags zum Schaden der jüdischen Erziehung ehrenamtlick das große Wort anmatzt, zu der Betrachtung: Der unzulängliche hebräische Unterricht wird nicht einmal Halbwisser, sondern Achtelwisser schaffen und die Zahl jener vermehren, die sich anmaßen, Sber alle Fragen des Judentums ein Urteil abzugeüen, weil sie die Erzählung von Korah und seinem Anhang auS dem Hebräischen genügend übersetzen können ... Wir brauchen Männer, tüchtige Gelehrte, fleißige, eifrige Männer, welche nicht über das hebrische Schrifttum phantasieren,. sondern dasselbe gründlich studieren und gewandt dozieren. Auf der Fahne, die wir im Kampfe für das hebräische Schrifttum pora«tragen, steht der Schlachtruf: Lasset uns Männer wählen! Mehr denn ein Vierteljahrhundert ist ins Land gezogen, seit Adolf Jellinek den ewigen Schlaf schläft. Und doch können wir fast alle seine Worte heute noch gelten taffen. Darin liegt das Schwergewicht seines Nachruhms. _ Dr. R. Die Zustande an der Budapests* Arüversttät. Die Budapefter Universität ist infolge der Ohnmacht der kompetenten Behörden und des wütenden Judenhasses des Kultusministers Haller noch immer nicht in der Lage, khren Beruf zu erfüllen. Einem vom Präsidmm des Landesverbandes ungarischer israelitischer Hochschüler an die ungarischen Blätter versandten Lvmmunrqne« entnehmen wir, daß der ausführliche Ausweis über bte Berhältuiszahl der inskribierten Hörer bereits fertrggestellt ist. An der metnzinischen Fakultät haben sich 4400 Hörer zur Aufnahme gemeldet, unter diesen 1800 Juden. Bon diesen wurden durch bte Rechtfertigungskommrssion 215 zugelassen, die bereits Im vorhergehenden Jahrgang inskribiert waren und rn deren Zahl 140 bereits vor längerer Zeit getaufte Hörer mitknbegris'ftn sind. Bon den erstjährrgen wurden bloss 30 jüdische Hörer ausgenommen, was den Bet der Volkszählung tat Jahre 1910 ftstgestellten fünf Prozent der jüdischen * .Drebe „iifour.t SRomrn vom 24, Oktober 1920. «neuer Mvrgeuzenuug Mittcilungkn ans dem Publikum. R8U.ANTEN, Perlen,Qold, Silber, PI attAtL Uhren kauft und verkauft 776 ETTER Rotentarma*r. 33, BflariaMlferstr. 93 B RiLLANTEN, Perlen, Platin. Uhren, Gold, Silber und Juwelen fauch versetzt) kauft Juwelier FORST iMimifwse Samstag geschlossen rsw T«»6?bon 20757 10 Perlen«, Tflr kS ■—1 ■■ i Brüter f rßaaSer Käufer »n Wien för > um— BrilI,,Perl.,Juwe!. ete. Ju^eSjer ^abinowiisch I, RlaxiniilianBtipasss 5 Telephon 8541 viF-i-vis de- Op«?, KSrnfneralrarae 3»M II, , Slephaniesfrasse 3, nur JJr. 3, las eigenen Baus« TeXopbou 46148. .Freitag von 4 (Ihr nachm, bi» Montag früh geschlossen Kultusu. Jugtiztalare SJSSMJTSfi Soesialislen Rudolf Goldsteitt, Sohuoidormoiefer. Wien, II., Tabor» stresse 54. Gegründet 1866. Telephon 45639. 781 Bevölkerung entspricht. Nach Informationen von zuständiger Stelle wurde die prozentuale Verhältniszahl auch den für die höheren Jahrgänge Gemeldeten gegenüber geltend gemacht, obzwar die erworbenen Rechts von drm Gesetz über den Numerus clausuS nicht tangiert werden. Infolge dieser Verschärfung des Numerus clausus sollen nun die bereits gercchlferttgten 216 Hörer einem neuen Rechtfertigungsverfahren unterzogen werden. Ebensowenig wurden am Polytechnikum die erworbenen Rechte restwktiert, auch nicht betreffend die prozentuale Verhältniszahl. Drei Budapefter Wemhanvler spurlos verschwunden. Bo« den Horthq-Gardiste« ermordet? Budapest» 26. Okiober. Wir die Blättrr meidkn, reisten drri Budapestcr Wtinhändlrr, Alexaudrr und Emmerich K! i u gF r und Paul H o f s e r, am 18. d. M. nach drm Plittrnsee, um in der dorligen Weingegend Wem anzulaufen. S e nahmen zu diesem Zweck e i u e M i l l i o n e u Kronen mit. Seither ist von ihnen kerne Nachricht einfletioffen. Die bisherigen polizeilichen Etheb'nngtn ergaben, dass die drei WenbLndler am 19. d.M. von Fenyvd nach Mariatellp fahren wollten und Hirz« einen Kahn mieteten, der .am nächsten Tage auf dcm -See treibend vvrgefunden w u r d e. ES lregt dir Vermutung rincS Raubmordes nahe. Gegen die Annahme eines Raubmordes spricht der Umstand, daß an dem fraglichen Tage auf dem Plattensee ein starker Sturm wirtete, der das Boot leicht zum Kentern bringen konnte, und daß auch der Schiffer, brr den Kahn führte, verschwunden ist. Srllbstvnstandlich ■’$; diM Budgprster Meldung amtliches Fabrikat und daher erlogen. Tatsache ist nur, daß die drei Wem- Händler ermordet wurden und ebenso wie Landauer die Opfer der werßen Terroristen sind. * BeKrLbnisie am heutige« Tag«. N l t e r F r i e db o f: 9 Uhr Weiß' Rosa, 10 Uhr Goldslein Eduard, 11 Uhr Nnzchka J.ckvb — NeuerFriedhof: 9 Uhr Postoberkontivllor Stelner Isidor,-9 Ubr 20 Min. Wendel Karl. 9 Uhr 3 ) Mm. Blaustem Rosa, 10 Uhr Deutschland Nma. 10 Uhr 20 Min. Knall Regine. # Adolf Aelliuek-Gedeukfeiee. Anläßlich der Hunderist n Wieder'c-w des Gebm 'staces des Pred gers Dr. Adolf Jellinek iel. And. sinder rm Rühmen des Äbendgottesdient'tes Fiettag den 29. d. Mim israUltlichrn Gemeind'-temvrl. Sciteuftetten» gaffe 4. eine Feier statt, bü welcher Obeuabbmer Dr. ChajeS^ die Gedenk» ede hält. Auch i» otl^n anbei en G^umdrbeihänfein wird an dickin Tage das Andenken on den be übmteu Gelehrten und Kanzelrrdner durch Festpredigtcn gefrieU werden. * Die provrforiiche Gxekutrvc ^cs zionistischokademischen Landcsvcrbandcs für Oesterreich ladet alle stridenlischeu Telegifrteu trir drn Partenag tiir Donnerstag .den L8. d. M., 4 Uhr uo.chnnltags, zu e uer Vcspirchung in Lokale der Lese- und Redchnlle, lX., Türkcnstraßr 0, cm. Der tschechn.sloWoLischs Nationalfeiertag. Anläßlich des tschrcho-slowiilischen Lsati0!'ülfeierra->'s vv’ib -m 28. d. M. m der tschecho-slowakiichen.Gesandtichaft r» Wen sowie euch in ollen ihren Nebeubtnenus nicht amtreit werden. * Der Dramattkrev Georg Kaiser in Anterfuch«ngshast. Aus Bnlin wnd annÄdcr: Der Dramitiier G'vig Kaiser ist seit einigen Tagen in Berlin in Untersuchunnshai-. Georg Kinser ist aut Beranlasiüng der Münch.-ner Siaa'sanwaltickast in Berlin sestgenommeu worden. Es werden »hm verschiedene E i g e n t n m s d e! r k t e zur Last gelegt. Dre Verhaltung Kaisers, dessen Bühnen werk am „Europa" 15. November tn Max Reinhardts großem Schauwrelhaus seine Premifre baden soll, ist inwtge kirier Klage, die in München anhängig annacht wurde, er'olgt. Georg Kaiser war einige Taue verschwunden und das Deutsche Theater hatte sich an den Verlag Kifpendcii-r irr Potsdam gewmdet, um 'Kaisers Anwrienh^t bei den Proben zu veranlassen. Dem Verlag war cs nicht mLalnh. seinen Aufenthalten ei Mitteln. Der Dichter hatte m.svrüual'ch in einem großen t^otel in Berlin Wohnung (vnoinmai. Da cv nichts von sich bör-n liest, fürchteten teine Verleger, daß er irgende-nc nnbeionnetle Tat. vielleicht sogar Selbstmord vei i'^r haben lörrnte. Dan» stellte sich jedoch bei den Nachwrschungcn '---aus, daß er verbastet worden ,st. Es ist deabsicht gr, den Dai.ter m ein Sanatorium zu übertühreu. « Die BevölkerungSzaht dev Beireirrigtert Staate«. Das Zensu-burcau t ct Vereinigten Staatrn gibt die Erg.-bnisse der letzten Volks ähinng bekannt. Danach betragt die Bevölkerung der Bere'Mchl-n Dinaren jetzt tl'bVs Millionen Eanvohner. D^es bedeutet für das Jabrzednt 1910 b-s 1910 unen Anwuchs von 14*9°/» gegenüber einem ZuwuchS von 21?/» >m Zeitraum 1910 b'S 1S-!ü. Als Ursache 'ür drd veruntzrrtr Annahme der Bevölkerung führt die Statistik, den Kr reg und die Gripvr-Eptdemie an. Unter den e nulnrn Staaten der Umvn hat der C'art N<w- Wort b«? grö'me BevölkernngSzabl (10 Millionen Seelen), nach ihm folgen Penn'ylvtinicn und Illinois. * 10 Uhr.PolizeistunÄe i» Berlin. AuS Berlin witd genicld't: Der p uß'-che üll-n ster des Innnn ba> duieh rmen Ei laß vom 20. d M. den Potizripl äsid n en von Berl>n angewiesen. die V o l l \ e t ft u n b e allgemein auf 1 > Uhr abends festzui Neu; nur ivo besondere örlliche BerhA'nisse eS > trfoi&ein. tav" die Schlubüunde auf 11 Uhr und am SamStaa ti, xftmtt rstäi Nr. 632 aus Vs 12 Uhr Verl-gl werden. Die neue Verordnung hat in de« Kreisen der beteiligten Betriebe große Bestürzung heroorgerufen. * Die Seltfie drs Keldmarschall« Boroevi« wurde gestern von Klrgenfmt n..ch W>en überführt und hier unter - großer Teilnahme von Persönlichkeucn, die rm alten Oestcrrelch, eine Nolle gcs ielt hatten, am ZeniiaUrtedhos beigrsetzt. Das Große Theater t« Lodz adgebraunt. Am 20. d. M. ist d'S G'oste Theater in Lodz, wo seit ein paax . Jahrzehnten jiibifd&r Theater kr upven sp elm, nicdergebrannt. Im Großen Theater, dergrößtenjüdischenBÜ h n e r n E u r o p. a. fand am Abend, wo der Brand ausdrach, zufällig keuie Vorstelluna statt. Das wertvolle Theaterinventar wurde k'N Naud der Wammen. Der Schaden beträgt etwa 60 Millionen Mark. Die Ur'ache des Brandts ist bisher nicht bekannt. M>'n vermutet, dost er gelegt wurde. Für d-e brotlos gewordenen Schansvirllr wurde eine Sammlung einstklr'trt', em Aus»«: an die jüdische Bevölkerung von Lodz fordert zum Wrederaufdau des zerstörten Theaters auf. * * Jüdische Tslüthtlinge aus Wtt«a. Laut einem in London dem Aöp'' dien hr§ ksopls Rsllsk Lowmrftss aus ' Kowro rtngcle.nc. .r Telegramm befind«-» fich in K owna nnd Umgrbutlg S 0.00 0 s ü d ischr Flüchtlinge auS Wilna. Die lokalen Institutionen seien machtlos, um die Leiden der nackten und hungrige» Unglücklichen lindern zukönuest. * Erledigte ArzteSftelle Im Spitale der israckitischett Knstusoemeir.de Wien, XVIll.. Währingerpüriel 97.. gelangt an der l. medizinischen Ablekung (Primarius Professor Dr. Brrucr) und an der chirurgische» Abteilung d'e Stelle eines S e!nnd ar- (i t; t c S nrt l. Jänner 1921 zur Besetzung. Mit den Peisonal« rokumenteni Studien und Verwendungs'.'-ügUlssen belegte Gesuche sin» drS spätestens Montag den 15. November, mittags 12 Uhr, un Einreichungsp-orokoll.: der Isräklitsschen Kul1usg«-m'inde, Wien, I„ Seiteustetrengaffe 4, ll. Stock, zu überreichen. Nähere Bestirnmungen können bei der SpitalSdirektion, XVM., Währmger« gürtel 97, eingesehrn werden. j 9 Wohlfahrt. Der neuMrimdete Verein zur Erhaltung israelitischer WohtfahitSanstglttn in Wien „W o h l f a h r 1" hält beute «m 6 Uhr abends im Srtznngsfaale der Jsraelitischeu KustnSgrmemde. Scitenstettengaffe 4. ll. Stock, seine köpft r t u t e r e« d e G e n e ra l v e rs a m m l u n g ab. Anschließmd daran Dorirag Dr. Max Grunwalds ü-'er „Jüdische Waiserssürsoipe". Beitrrttsnttmungen sind a» dje Geschäftsstelle, U., Kaiser Josesstraßr 39,1. Stock, Tür 5, zu richten. * Urania. Heute. Mittwoch, V,8Ubr (Großer Saal): Schülervortrag. — ^,6 Uhr (Klemer Saal) Umv-Proß Doktor Alfred Stöhr: Indische. Phllmovbre, l. — '/°6 Ubr (Kurstaal) Prot. Dr. Kail Weczeu>ik: Das Zeitalter CalderonS, k. — hS Uhr (Klubsaast Pros. Dr. Anton Gatscha: . Dramaturgie der Over, Vk. — 7 Udr (Großer Saal): Johann Strauße - 3/s^ Uhr (Kleiner Saal- Karl Jäger: Erzählungen und Humoresken. — 3/s8 Uhr (Kurssaalf Pros. Dr. Max ' E. Gans: Mens „Peer Gynl" und das Problem der Persönlichkeit, I. u- */sB Uhr (Klubfaal) Dr. Euch Former: Die blaue Blume -der dr'omanri^ VI. j * Äüekkehr Wiener Kinder ans Schweden. Der Vill. Rück.ranSvort Wiener Kinder ans Schweden»(Provinz Swaland — zeUällt in Jönkovings-Krönederg — und Kalmarlän) trrsft Fiertag den 29. d. M. um 12 Uhr mittags M Nordrvkft^ bahnhote ein. 9 Dänische Kinderaktion Die Kinder, die ur'.t dem TrauSvott vom 21. d. M. nach Dänemark ahgereisi sind, kamen laut Telegramm aus- Kopenhagen wohlbehalten in ihren Bostim-- vntngsvrten au. - . * Kinder auS Holland. Das Niederländische HiltSkonritee, ll.. Augarten, verlautbare. daß der nächste Rücktransport von Kindern aus Holland am Freitag den 29 d. M-. mu 9 Uhr 8 0 M i n ll t e n v o r m i t t a tz s aus dem W^e stb a h n h o f in Wien eintriffr. Die mtt Postknrtcn vrrständigtkn Avgkdvrigrn wvllru zur. Abholung der Kmoer dort eischeinen und sich beim Belreten des Eahnhofaebäudes mit diesen Karten oder Briefen der Pslegerlteru' äuswellen. Die Ausgabe mägcbrachrec Lebensmittelpakeie erfolgt am SamStag den 30. d. M.. von 9 b'S '/,1 Uhr vormittags und von 2 bis b Uhr nachinit» . »ags. Foilietzung Drrnsiaa den 2. November und die folgenden Tage nur von 9 bis 12 Uhr vormittags/ Zur AtrZgadr der Pakete sind die Kinder-Eckennungsraften nntzuvringen. * Gins KorrriptionsaffKre in Pllag. Der Vorstand der Abteilung des Ministeriums für nationale Berteidiguna, der Obeistleutnanl drs Jntendanturkoivs M a ch a c wurde rn V rdindmlg mit de: vor einigen Lagen ausgedecklrn BcrsichernngSassäre verhaftet. J * SLlbstmord einer Lehrerin. Am 23. d. M. nachmittags . wurde die 29jährige sicchüsche Lehrerin Emilie Billig, m ihrer Wohnurrg. 8. Bezirk, Mbertgasse 53, erhängt auvgefuuden. In einern zurückgelaffenen Briest: bezeichnet die Lehrerin, die in der Vrlköschule in der Viriotgasse mrter> richt-et^ Zerwürfnisse mit ihrem dorgesetzten Oberlehrer! .als Ursache der Tat. * Diebstahl eines kostbaren Pelzmantels. Am 18. d. M. wurde der. Amalia Magdic aus Laibach in ihrem Zimmer tat Hotel. Metropol ein Persianermantel mit Slun'kSkragen und "Manschetten, nrit schwarzem Seidenfuftcr und lilafäröigen Blumen im Werte von 200.000 Kronen gestohlen. ' * Die Speditionsfirma Leo Wang» ll., F^idirrüüd^ siraß^ >29, übeutmttnt zu den billitzsten Tarif ätzen, Transvone aller Art nach Ruinanten per Echrff mit Umladung rn Gmrgui und Galatz sowie per Bahn mittelst direkter Sprzialzüge nach Cz er u v wr tz. * KauLschukstempe! innerhalb zwölf Standen lirsert: Gustav Lintner, VI.. Mariah lfnstrave 101, 111, Ungargaffe 10, IV., Wredner Havprstraße bl, XVII., Ottakringeri'traße 86. Ghat«zim. kaufen Kleider, Wäsch« gut und billig mir bei Mayer, H., Laborstiaße 39. w Ei» guter Rat. 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