Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 626 (21.10.1920)
- Date
- 1920-10-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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beite 4 Wien, Donnerstag .Kampfflieger Udet gezwungen, in Linz zu landen. Das zweite Flugzeug ging aus dem nämlichen Grunde wegen Gegenwind und Benzinmangels in B lr n h e n m a r t t nieder und das dritte Flugzeug erreichte gar Tulln. Dort mußte aber der Pilot landenda die Dunkelheit hereinbrach und der Fl'eger auf dem nachtdunklen Flugfeld in Aspern nicht landen wollte. Heute in den ersten Vormittagsstunden werden sämtliche drei Flugzeuge im Flughafen in Aspern landen. * Begräbnisse a« heutige» Tage. N t u e t Fried- 9 o fj 9U6t 20 Mir». Rosenbera Helene, 9 Uhr 40 Ml«. Sperber Mendel, 10 Uhr Werthe'mer Sieoftied, 10 Uhr 20 Mm. Funk Anna, 10 Uhr 40 Min. Sametz Emma. * Israelitische Kultusgemeinde Wie». Die Einschreibung für den BarnmwahknrS für mittellose Kinder findet A o n n 1 a g den 24. d. M. zwischen wund 11 Ahr vormittags, Settenstettengaffe 4, IV. Stock (ChorschuleV statt. * Trauerfeier für Hofrat Professor Dr. Ada« Politzer. Die Oroloassche Gesellschaft veranstaltet DonnelStag Sri d. M. im Hörfaale der Obreuklinik im Wiener Allgememen Krankenhaus tür den im heurigen Sommer verstorbenen Professor Dr. Adam Politzer eine Trauerfeirr. * Philatelie-Abteil««- des Jüdischen Rattonnlfouds. Die Zentrale des Jüdischen Nationalfonds, Wie«, u., Zirttrsgaffe 33, gibt bekannr. daß sie cm? Philatelie» Abteilung unter Leitung eines dewähite« Fachmannes ernchrrk hat. Der Ertrag dieser Abteilung soll zur Deckung der Provagandau«d BureauauSgabrn der Zentrale für Oesterreich dienen und ermöglichen, daß alle eintansrnden Spenden von nun ru ohne jeden Abzug für Laudkaute in Palästina verwendet werde«. Die Zentrale bittet daher alle GesiMvngsgenoffeu. sämtliche bei ihnen einlaufmdeu Briefmarken, besonders iolckr aus den SukzeffivrMacrriit, aus Abstimmungsgebieten 'vwre Provisorien, vomögltch als Gany'achrn mitsamt den Briefilmschlägc», auizuheben uud dem Jüdischen Nationalfonds zu überlassen. Ueber briefliches oder tesephonifchks.Aviso werden bie Marken durch Denrr des BureauS ab geholt. Me Zentrale nimmt bereits jetzt Bestellungen ans Briefmarken (Kiloware «nd Serien) entgegen und wird sie in zirka einem Monat effeftmerru. * Für die Chalnztm und die Flüchtlinge. Am 12. d.M. fand die vom Vereinigten Hilfskomitee für den 20. Bezirk zugunsten der Flüchtlinge und Chaluzim' veranstaltete Vortragsakademie mit anschließendem Tanzkränzchen statt. Die Borträge der sich dem Humanitären Zweck bereitwilligst zur Verfügung gestellten Künstler wurden von den zahlreich Erichieneuen mit sehr großem Beifall ausgenommen. Nack) Schluß der Vorträge ergriff der Obmann des. Hilfskomitees, Herr Bernhard Po llak, das Wort itiib schilderte in beredten Worten das furchtbare Elend, das er in den Flüchtlingslagern angetroffeu hatte. Gleichzeitig gab er einen kurzen Ueberblick über die bisherige Tätigkeit des Hilfskomitees, und es ist wirklich staunenswert, was in den vier Wochen seines Bestandes geleistet worden war, wieviel Tränen und Schmerzen bisnun gestillt werden konnten. Leider stehen aber die aufgebrachten Mittel in kinem Verhältnis zu der zu lindernden Not. Es fei daher eine unumgängliche Notwendigkeit, daß sich in allen Wiener Bezirken derartige Hilfskomitees bilden. Besonderen Dan? zollte der Redner den Besitzern nachfolgender Cafes und Restaurants: Fetzer, WAler, Splendid, Rembrandt, Nordost, Wallenstein, Neptun, Barschak, Buchsbaum, Reckler und Adler. Nicht nuv, daß die Genannten in zuvorkommender Weife ihr Lokal zu Sammlungen hergaben, nahnien sie selbst in reger Weise daran teil. Herr Poll.uk schloß feine Ausführungen mtt einem speziellen Dank an die Mitglieder des Komitees, deren aufopfernder Arbeit nicht in letzter Linie das Gelingen des Festes und eine teilweise Erfüllung des Zweckes zuzu schreiben ist; beim voll kann dieses Ziel nur dann erreicht rverden, wenn alle Juden, gleichgültig welcher Parteirichtung sie auch angehören mögen, demselben zusireben. * Diebstahl eines Van Dqck-Bilde». Au§ Innsbruck wird gemeldet: Im hiesigen Museum Ferrmandeum ist em werwolles Ban Dyck-Bstd, darstellend einen Frauenkops (47r N) gestohlen worden. Das Bild revräsmtiert einen Wert voinmwdesttns einer halben Million Kronen. Vor dem Ankäufe des Btldes wird gewarnt. der einen Verstorbenen mimt, nmden enttäuschten Erben zu helfen, ein ungünstiges Testament aus der Welt zu schaffen, sich samt den übrigen Betrügern wunschgemäß bedenkt und dabei auch erste glückliche Ehe sttstet. Wäre eine Darstellung so vollkommen möglich als die Konzeption, dieser Scherz müßte unübertreffliche Wirkung üben. Aber leider stört diese Fülle noch so, gut gemeinter falscher Nasen und eine Prügelei erweckt, in natura besehen, mehr Aergernis als Heiterkeit. Aber der Witz des köstlichen Ensembles und die Originalität der Deklamation sind nicht zu ertöten. Wenn die Erfindung zuweilen so tief sinkt wie in der As-Dur- Arie der Lauretta und im allgemeinen mehr der Rhythmus wirkt als der melodische Einfall, so gibt es dafür Entschädigung in der Heiterkeit der Jnstrumentatwn, in der kecken Sprachmelödik, die zuweilen zum gesprochenen Wort selbst greift, und der überaus kunstvollen, niemals schwerfällig wirkenden Beherrschung des flüchtigen Dialogs, die auf alle Pointen bedacht ist und doch den leichten Fluß des Ganzen wahrt. Den pfiffigen Helfer in der Not gab Herr Norbert und sein anscheinend mächtiges 'Organ bequemte sich auch dem 'pitzen Witze des Spaßmachers aufs beste. Als er nach altem Komödienbrauch an die Rampe trat, um „mildernde Umstände" gellend zu machen, da empfand man angesichts der Beifallsstürme, die jedem der Stücke folgte, diese Worte als überflüssige Bescheidenheit. Puccini hat einen neuen Triumph davongetragen. Die Oberklasse Wiens hat ihm durch ungezählte Hervorrufe rauschend gehuldigt. Zu diesem Erfolge haben freilich nicht wenig die glanzvolle Jnszeniecung, die unübertreffliche Schönheit des Orchesterklanger und die Leistungen der mitwirkenden Künstler beigetragen. Sollen wir aber zur Beantwortung der kritischen Anfangsfrage zurückkehren, so ist zu sagen: Es ist die alte Kunst, sparsamer in der Verwertung melodischen Eigengutes, aber gereist zu höherer Beherrschung seiner Kunstmittel, insbesondere auf dem nur den wahren Meistern vorbehaltenen Gebiet des musikalischen Lustspiels, Und vor allem ein sensationeller Theatereriolg. Dr. KonM U a x j t, Wiener Morgenzertnng MittcilrmWi tui§. 1>UU Äikum. RILLANTEN, Perlon, öolcl, »Uber, Platin«; Uhren ■kauft und rerktuft 776 ETTER Botentnrmstr. 33, Starlahilfeiitr. 98 ———tm Erstorerdsstcz' T^Stuf-cr ' •* 1tfier. für m' Brill«, PerS.|Jaiw@l. Juwelier Rabiroowitsch 1., Maximllianstpasse 5 Telephon 8541 ris-i-vis der Oper, Kärntners trasse 8f#9 11., Stephaniestratte 3, nur Är. 3, üa eigenen Hanse Telephon 45146. Freitag von 4 Ohr nachm, bis Montag früh geschlossen jti, Mover 1020 ßit muq —* * :-:--——-1—:—^9 Der Bubapester Kaufmann Gabriel Ta kacs hat sich <a mehrere Bubapester Kaufleute mit dem Anbot gewendet, ihn« große Mengen Mohn zu verkaufen. Er fand willige Abi nehmer und &oi ihnen den Mohn waggontveife mit oer Bv dingung an, daß der Kaufschilling gegen Vorweisung bei Lieferscheinduplikats bezahlt werden solle. Die Kaufleuü gingen auf die^e Bedingung em und TakacS überbvachtt ihnen dis Lieferfchsinduplikate. Auf diese Weise verkaufte Takacs 27 Waggon. Mohn und erhielt von dm Abnehmern nach Einhändigung der Lieferscheinduplikate Btyg Millionen Kronen. Hinterher stellte sich heraus, daß bie Lieferschein« gefälscht waren ufid daß Takacs über den Moyn überhaupt nicht verfügt hat. Als der Betrug entdeckt war, war TakaeS schon entflohen. V. , *; * »Metall«« Gold- — (mit dem Regenbogen) bir gut» bewohne Taschenlampenbatterie. RILLANTEN, Perlen, Platin. Uhren, Gold, Silber und Juwelen (auch versetzt) kauft Juwelier FORST HJMlsse SaastU, geaohloMen J8-40 Teiephon 20787 Parterre, Tür 19 JUL.SCHIOK&CO. 8. m. b. H., I. Kohlmarkt’3, Mezxanla Tel. I0.b96 Schreibmaschinen aller Systeme, neu und gebraucht. Verkauf und Einkauf in der Reparaturwerkstatte Rettör IX.,Porzellangassö22. Tel.13-0-48 * Preiserhöhung in de» Kaffeehäuser«. In diesen Ta gm finden bezirksweise Versammlungen der, Kaffeesieder und Kafieeschenker Wiens statt, m denen über die mit 1. November m Kraft tretenden neuerlichen Preiserhöhungen beraten wird. Die Preiserhöhungen werden bei allen zu verabreichrndtn Getränken und Spersm 8 0 bis 4V"/« auSmachen. Die Pretssteigerung wird dabei den verfchtrdene« Betneden angepaßt sei» und in den größeren und mMlerrn Kaffeehäusern mehr ausmachen als in den Kaffeeschenken. Nach dieser Richtung werden sämtliche Betriede in drei Gruppen zusammengefaßt x die erste und zweite Gruppe umfaßt die eigentlichen Kaffeehäuser, die drttte die sogenanntm DolkscafSs. * Spende. Für Jüdisch e Krieg-invalide: Herr Dr. Rudolf Scherbak namens des He>r« Moritz Ochs, Wtenj VW., erlegte als Buße des Herrn Gustav Barbarrni L S00.- (bisher K 6522 -). * Die Jüdische Tischgesellschaft Alserstratze und Umgebung veraustalket heute um S Uhr abends im Weißen Saal des Riedhof einen geselligen Abend. Herr Oberregiffeur Egon Brecher wird ernste und heitere Dichtungen vorltseu. Eintritt frei. Gäste willkommen. * Stnderrf, verheiratet, in bitterste Not und Verzweiflung geraten, bittet edMßlende Menschen um schnelle Hilfe. Zuschriften nimmt unsere Admünstratwn entgegen. * Der polnische Maler Le«z gestorben. Aus Warschau wird gemeldet: Gestern ist hier Stanislaus 8 e n z, der hrrvorragende polnische Maler und Direktor der Akademie dev bildenden Künste in Warschau, gestorben. Äranra. Heute, Donnerstag, V,6 Uhr (Kleiner Saal) Dr.Helenr A n d e r l e: Pbhstolvflie der Frau, V1, — V,6 Uhr(Kutssaal) Pros. Dr. Ludwig Hansel: Devtzche! Lvrik seit Goethe, V. — 7,6 UhrtKlttbsaal) Dr.W'ilttrNemmrth; D:r deutsche Brief,Ul. — 7 Uhr' (Großer Saal) Oprrniängerm Klara Musil: Arien und Lieder. — 7,8 Uhr (Kleiner Saal) Umv.-Doz. Dr. Oswald Schwarz und Unw.-Doz. Dr. Bernhard Aschner: Der Sexualapparat des Menschen. Anatomie und Phystolome, Hl. — 7^8 Uhr (KnMaql) Landesschulinivektor Dr. Anton Becker: Die Umgebung von Wien, ll.— 7,8 Uhr (Mikroskoptersaal) Univ.-Doz. Dr. Otto Storch: Das mikroskopische Trerlcben des WafierS, Vl. * Schwere Bestrafung gewissenloser Kaulleute in Jugoslawien Aus Belgrad wird gemeldet: Die Regierung berelttt einen Gesetzentwurf vor. nach dem gewiffenlose Kaufieute mit Gefängnis b:s zu fünf Jahren und Beschlagnahme ihres Geschäftes bestraft werden können. * BerfchwundenesLnwel. Am IS. d.M. ist der Maria S a l o m o n, im Hotel Wmdsor wohnhaft, im Geschäft Old England eine Brosche aus Gold mit Brillanten und Raute« und einem viereckigen Stein i« der Mitte, K. 90.000 wert, abhanden gekommen. * Franzöfische Soldaten als Aanber. Aus Mainz wird gemeldet: DaS Kriegsgrrtcht der französischen Rheinarmre verurtrilte gestern die beiden Soldaten der BesatzuugSarmee T r o m b i n und S o i n. die» wie gemeldet, während sechs Monaten den Schrecken von Wiesbaden und Umgebung gebildet haNen, zur Degradierung und zu lebenZlänglicher ZwanaSarbeit. Die beiden Verbrecher hatten in der Dunkelheit Ueberfalle auf Paffanten mtt Revolver und Setteugewehr verübt und sie auSgeraubt. * Prinzen im Gril. In einem Zimmer im Hotel Union ans der Nußdorfetstraße hat fick am IS. d. M. der ruisicke Prinz Josef Z a w i ft h a « ö w durch emen Revolverschuß getötet. Der Prinz hat als Olsizier der russischen Armee angrhört und rst tm Weltkrieg in Krtegsaefaugenschaft Leraten. Nach Angabe seiner Bekannten hat der Prinz die Tat auS Kränkung datüber verübt, daß einer seiner Freund« ihn eines D i e st a h l S beschuldigt hat. * Nachschau in Stundenhotels. Organe deS SittenamteS haben am 19. d. M. abends in den Stundenhotels deS I. Bezirkes und am 20. d. M. früh in denen des VH. Bezirkes Nachschau gehalten und 15 Frauen angehalten, von denen 5 als g e f ch l e ch t s k r a n k an daS Frauenspiial in Meidlmg abgegeben wurden. Ein Mädchen wurde der BefferungSavstalt übergeben und emeS von der Jugendpsiege übernommen. ■ ' * Taschendiebe ans der Straßenbahn. Herr« Richard F o.r b e r g e r, in der Rostouerkaserne wohnhaft, wurden aus der Straßtnbabn eine goldene GlaShütter Uhr. ein Paar Brillantohrgchänge mit Perle und ein goldenes Medaillon mit Amethyst tm Werte Von K 60.000 und Herrn Dagobert L r e b l ck U tz. im Grand Hotel wohnhaft, in einem Sjraßenbahnzug am 7. d. M. eme goldene Doppelmantrluhr tm Werte von ll 40.000 gestohlen. * Lebensmüde. Wegen Familienzwiftes nahm gestern die Kausmannsgattm Rosa F. m ihrer Wohnung, II., Jlgplatz 6, Beronal. Bewmnlos wurde sie in- Allgemeine. Krankenhaus gebtacht. * Verloren. Gestern zwischen 1 und 2 Uhr mittags wurde auf der Universität beim Lchalter (Emrerchungsstelle) eine lederne Aktentasche verloren. Der redliche Finder wird ersucht, an Adresse: Posaner, XX., DeniSgaffe 7/8, mitzuleilen, wo die Tasche adzuholen ist. * 8k» Betrug mit Sl/s MMivwe« Kronen Schaden. Die Bubapester Oberstadtbauptmannfchaft machte der hiesigen Polßeidirektioir Mittcuung dort einem riesenhaften Schwindel, . dem Reihe LudaveAr. KaMleuie zum Opstt Lefglle» ist. Dereinsnachrichten. Jüdische Tischgesellschaft Alserstraß^ « » d U m g e b u n g. Heute, 8 Uhr abends, gesellter Abend/ Vorlesung Oberregiffeur Egon Brecher, Ernste und heitere Dich^j tungen. Eintrrttfrei. Gäste willkommen k — V e r e i «l jüdischerHörera über Hochs ch ul esÜrBoden-i k u l t u r. Heute, 3 Uhr nachmittags, Generalversammlung,! Börseplatz 7. — Hebräische Kurse unter dewährters Leitung deS Herrn Rosenzweig eröffnet der Jugendverein Ahawath Ziou, U^ Zufahrtsstraße 160. im Lause dieses MonatS. An-i Meldungen täglich im Beremsheim zwischen 7,8 und 7,st Uhr. —, Zionistische Sektion Landstra ß e. Heute um 7,7 Uhr abends tm Lokal, Ul., Untere Viaduktgaffe IS, erste außerordentliche Generalversammlung.^ Tagesordnung: 1. Der bevorstehende Zionistische Parteitag/ Referent Ludwig B a t 6, 2. Wnb! der SDelrnwtm zum Parte« tag. 3. Eventuelles. Pünktliches Erscheinen Pflicht. — Verein ErezJsrael, SitzCafüWinkler, 17., S1« w r r-4 strafet. Seme, präzise 7,7 Ubr abends, Ausschußfitzung der, neugewähktev Leitung. Erscheinen Pflicht. — H i t a ch d «t h,j HavoelHazairund ZeirriZion. Heute. 7,7 Uhr abends,' ziovist'sche Versammlung im Saale der Lese- und Redeballe jüdischer Hochschülrr, IX., Türkenstraße 9. Tagesordnung: Der bevorstehende Parteitag und unsere nächsten Aufaabeu« Referenten: Dr. Auerbach, Dr. Chaim Tartakvwer und Eltrferi Kaplan. _ Kommunales. Wahlstatifttk aus dem Rathau-e'ftv..^^ Me die Rathauskorrefpondenz meldet', fjül m Bürgermeister der mit Wahlangelegenheiten betrattdenl Magistratsabteilung den Auftrag gegeben, zu berechnen^ welches Ergebnis die am 17. Oktober durch geführtem Wahlen gehabt hätten, wenn gleichzeittg eine Neuwahl des Gemeinderates erfolgt wäre. Diese Feststellung lieferte auf Grund ziernlich kombinierter Daten baS.Er> gebnis, daß die Sozialdemokraten von derzeit 10V Ma baten 92 behauptet hätten, woraus hervorgehe, daß dt Sozialdemokraten die weitaus stärkste Partei gebl wären. Also erübrige sich eine Nenwahl. Dieser Meinung kann man sich anschließen, tofeÜ in der Bergländerrepublik selten was Besserenächst folgt. Interessant wäre nur, zu wissen, wieso der Rat« hausstatistikev zu dem Schluß kommt, daß die Jüdis chnationalen von d.rei Ma ndaten zwei vev lirren würden? Ist diesmal wtcher ein quietsch^ vergnügtes ZusamMnarbeiten jüdischer Sozialisten mü dem gewissenlosen Komödianten Schwarz-Hiller beab'> sichtigt? Das jüdische Wien hat durch die l Wühlarbeit unbedenklicher Renegaten seinen Pertte im Parlament verloren — ein zweites. Mal wird e-, Fleischer-Puppen nicht gelingen. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Beschickung der Märkte war durchwegs gut. Wenn bie Zuführen auf den Grünwarenmärkten auch nicht so außerordentlich stark wie am Vortage waren, so reichten sie doch wett über den Bedarf. Auf die Preislage bat bfefeq Umstarä» jedoch nicht den geringsten Einfluß ausgeüot. Ebenso verhält es sich v.u- Fleisch, das gestern wieder sehr stark vertreten war. Di Preise haben keine Aenderung erfahren. '1 Auf den Fisch markten kamen nur Reste von Seefischen und Karpfen in Bettacht, doch war trotzdem tag Angebot noch immer größer als die Nachfrage. Flelfchabgabe in Wien in der Woche vonj 21. bis zum 27. Oktober 1920. In der kommenden Abgabewoche gelauAt in Wien Gefrierrindfleisch zu dm Preisen der teuren Woche zur Abgabe (dritte Kitt, Woche). ES erhallen alle HauSbaltungm 10 Dekagramm Rindfleisch per Kops zum Presse von ll 98 für 1 Kilogramm Vorderes, ll 102 für 1 Kilogramm Hinteres und ll 124 tiir 1 Kilogramm Bratenflttsch. 1 Ab Samstag vormittags dürfen die Abgabestellen daS übrige Rindfleisch an die bei ihnen rayonierten Kunden verkaufen. Die Kopfgoule beträgt auch in diesem Falle 10 Dekagramm und er-j folgt die Abgabe zu den gleichen Preisen. Milchtrinkhallen des Joint. Die Abteilung Wien des American Joint Distribution Committee beabsichtigt weitere Milchtrinkhalle^ f Ü r K i« d e r von 2 bis 14 Jahren in solgenben Bezirken zn eröffnen: VI, VII, XVI, XVIII, XIX und XXI. Anmeldungen! hieiür werden von heute biS Dienstag den 86. d. M. in der Kindermilchabtrilung, IX.. Roffaueikaferne (Eingang Schltckplatz'. tägfich von 4 bis 6 Uhr rntge^ngenommen. W. I. W. Farbenemteilmia auf daS genaueste beachten! Rucksäcke «nt Taichen mitbringen. Nachzügler werden nicht berücksithtigt. Ohttl Buch keine Waren! Heute von 9 Uhr früh bis 18 Uhr Mittag! zwangloser Restenverkauf. —.DienStag de» SS. d. M. vor S Uhr trüh bis 7,11 Uhr vormittags rosa und rot; vm 7,11 Uhr vormittags bis 18 Wr mittags uud tseiffeja